Bummeln in Kalamata (2)

Ich war dieser Tage oft in Kalamata unterwegs, habe dabei das eine und andere fotografiert. Vor allem Häuser. Griechische Städte sind ganz anders als deutsche. Ein Grund sind die Eigentumsverhältnisse. Es gibt hier sehr viele Kleinbesitzer, die ein, zwei, drei Grundstücke haben und diese nutzen, wie es ihnen am besten passt: als Geschäft, als mehrstöckiges Wohnhaus, als Villa oder auch überhaupt nicht. Einheitliche Stadtbilder gibt es daher kaum. In Kalamata kommt hinzu, das ein schweres Erdbeben der frühen 80er Jahre die alten neoklassische Bausubstanz stark zerrüttet hat. Einiges wurde sehr schön renoviert, vieles abgerissen und durch hohe Neubauten ersetzt, anderes blieb Ruine und wird langsam von der Natur zurückerobert.

Das folgende einst prächtige Wohn- und Geschäftshaus steht an einer prominenten Stelle der verkehrsberuhigten Hauptstraße. Wie ich hörte, ist es verkauft worden und wird nun wohl renoviert. Im Hintergrund sieht man ein ähnliches renoviertes Gebäude.

Im Gebiet der Altstadt existieren noch einige schöne Läden mit hohen hölzernen Türen.  Es gibt da zB Kaffeeröstereien, Läden mit Produkten aus der Umgebung, Devotionalien, natürlich auch Kioske und weite Plätze mit einfachen Cafes für die Besucher des Marktes.

Am liebsten bin ich freilich unten an der Seepromenade, wo ich unter einem riesigen Gummibaum meinen Espresso trinke und die diversen Boote und Schiffe beäuge, die sich im Hafenbecken spiegeln.

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Spielereien mit Schnipseln und Elektronik

Gestern entstanden beim Spielen mit Schnipseln etliche Bilder, unter anderem eine kunterbunte Landschaft. Ich probierte dann mithilfe von Fotoshop aus, wie das Bild in anderen Farbklängen wirken würde. Mir machen solche Spielereien Spaß. Hier seht ihr einige Varianten, beginnend mit dem Original. Zum Vergrößern einfach anklicken.

 

Es gefällt dir nicht? Dann mach dir was anderes draus. Zum Beispiel ein Paar:

Das kann dann, freundlich oder feindlich gesonnen, aneinander seine Kräfte messen.

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Wolken ziehen drüber hinweg

Das Bild, das ich gestern postete, lässt mich noch nicht los. Bevor ich weiter daran arbeite, muss ich es erst einmal verstehen. Also fotografierte ich es heute noch einmal, diesmal bei Tageslicht. (Das gestrige Foto war sehr schlecht.)

Im Detailfoto wird die Struktur noch deutlicher (zum Vergrößern bitte anklicken). Vor allem aber fällt auf, dass das reine Titan-Weiß über dem Grau der Pappe und dem Schwarz der Kohlezeichnung bläulich wirkt.

 

Mich fasziniert der Gegensatz zwischen dem Qualmig-Wolkigen und der Kohlezeichnung, die darunter weiter existiert. So als blickte ich von einer himmlischen Position aus hinab auf das unruhige Getriebe der Erde.

Nun überlege ich, ob und wie ich das Bild weiter bearbeite.

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Feuergerüst und Qualm

Ulli hat heute ganz besondere Fotos von Feuer und Rauch veröffentlicht. Merkwürdigerweise habe ich zur selben Zeit im Atelier gestanden und ein für mich ungewöhnliches Bild gezeichnet und gemalt, das strukturell ganz ähnlich ist : über das Gerüst einer Kohlezeichnung malte ich wolkige Formen mit weißer Akryllfarbe. Nun, da ich ihre Bilder gesehen habe, scheint mir, dass in meinem Bild das Feuer fehlt. Als sei schon alles ausgebrannt und nur noch die qualmigen Schwaden ziehen über das schwarzen Gerüst. Aber schaut selbst.

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wie bitte?

Vielleicht fällt dir zu diesen zwei Typen der rechte Kommentar ein?

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12-Monats-Bild: Mein Atelier Ende September

Heute  gegen fünf Uhr habe ich – im Rahmen des schönen Fotoprojektes von Zeilenende – mein September-Atelier fotografiert. Große Veränderungen braucht ihr nicht zu erwarten: Ihr seht, was ich gerade tue (Bilder legen, zeichnen) und dass die Dinge manchmal schnell an die Wände geschoben werden, wenn BesucherInnen fürs systemische Aufstellen kommen. Auf dem Fensterbord hat sich neben Mme Kolokytha und der Knochenvase eine Kürbisvase mit drei Öffnungen eingestellt. – Damit die jahreszeitlichen Entwicklungen nicht ganz unter den Tisch fallen, habe ich auch das Umfeld einbezogen: der Hund ist wieder gesund, der Granatapfel, im Augustbild noch grün, ist nun rotbackig, manche Feigen sind erntereif. Am Himmel türmen sich seit gestern Wolken und lassen mich hoffen, dass bald Regen kommt.

Meine früheren Beiträge zu diesem Projekt findet ihr hier

12-Monatsbild im August: Mein Atelier

12-Monatsbild: mein Atelier im Juli

12-Monatsbild: mein Atelier im Juni

12-Monats-Bild im Mai. Von den Wurzelmännchen zum Atelier

12-Monat-Bild: Mein Atelier im April

12-Monatsbild : Atelier oder Wurzelmännchen?

Mein Atelier – Tür, Fenster oder Staffelei? Zeilenendes Jahreszyklus

Dort gibt es auch die Listen mit den anderen Projekt-Teilnehmern, die ich diesmal nicht zeigen kann. Schaut rein, es lohnt sich!

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Faktisch-Postfaktisches (abc-etüden, noch-keine-Kata-Strophen)

Postfäkalisch, pardon, postfaktisch und ergebnisoffen soll die diesmalige abc-Etüde sein.

Die Wörter stammen von Wortsonate, mich trifft keine Verantwortung. Dennoch! Wat mut, dat mut. So hockte auch ich mich hin und drückte. Was kam dabei heraus?

schwarz-rot-gold auf bläulichem Hintergrund

 

Die Kreis-, Dreiecks- und Quadratscheißer hockten und gluckten
Postfaktisch beglückt auf ihren geglückten Produkten.
Die Kreisscheißer krähten, schaut her schaut nur her,
wir machen Kreise, je länger je mehr!

Die Dreiecksscheißer hockten hinter der Hecke
noch warm warn ihre frischen Drecks-Dreiecke.
Kreise, schrien sie, dass ich nicht lache
Schaut mal her, was ich Tolles mache!

Was die Quadratscheißer taten?
Ihr dürft gleich mal raten!
Ich lasse΄s Rätsel ergebnisoffen
So bleibt was zu hoffen.

 

Obwohl das niemand von mir verlangt hat, knobelte ich noch ein bisschen herum, wie sich die drei miteinander vertragen ließen.

In der Demokratie gibt es keine Ausweglosigkeit, sagen die Griechen. Und so fand ich diese Lösung:

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Aufwärts – abwärts? derselbe Weg. Gedanken zu einer Wendeltreppe.

so sprach der Weise Heraklit. Und natürlich hat er recht.

Und doch: wie plagen sich die Menschen, weil sie nach oben wollen, obgleich ihr Abstieg ja schon vorgezeichnet ist. Beschwerlich ist der Aufstieg, Stufe um Stufe muss man erklimmen, der Hindernisse gibt es viele, das Atmen wird eng, wer weiß, ob mans schafft. Und wenn man dann oben ist: wie lässt sich der Abstieg ertragen? Er scheint so leicht, er geht sich fast von selbst. Und doch: wie trostlos das Gefühl.

Auf- und Abstieg – eine fesselnde Idee, die Licht verspricht und Schatten wirft. (Zum Anschauen bitte anklicken)

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Meine rechte Hand

Bei der Suche nach der sternenbestickten Krake (Foto von gestern) stieß ich zwischen den Seiten von Hellmut Baumanns schönem „Die griechische Pflanzenwelt – in Mythos, Kunst und Literatur“ (ein Geschenk meiner Mutter zu meinem 42. Geburtstag) auf eine Federzeichnung meiner rechten Hand. Ich habe sie mit links und „ohne Kontur“ in „Parallelschraffur“ gezeichnet. Damals stellte ich mir solche anspruchsvollen Übungs-Aufgaben. Leider hat sie einen Kaffeefleck …

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Blütenbestickte Krakenarme, Feigenbaum und Mondsichel

Viel blüht ja grad nicht in der freien Natur. Da wird man achtsam gegenüber dem wenigen, das sich im Staub des Wegrands zum Blühen entschließt. Heute sah ich diese Kraken-artige Pflanze mit zartesten weißen Blüten bestickt. An den Enden sind die Stängel elegant eingerollt, grad so wie die Garnrolle meiner Seefrauenspinnerin. Kennt jemand den Namen dieser Pflanze?

Auch traf ich einen prächtigen doppelstämmigen Feigenbaum, dessen dunkelgrünes etwas raues Laub der Hitze  kräftig standgehalten hat.

Eine besondere Freude machte mir heute die feine Mondsichel, die genau zum Äquinox des Herbstes wieder erschienen war. Sie stand hell und zuversichtlich oberhalb des entflammten Horizonts. Dankbar ich.

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