Bummeln in Kalamata (2)

Ich war dieser Tage oft in Kalamata unterwegs, habe dabei das eine und andere fotografiert. Vor allem Häuser. Griechische Städte sind ganz anders als deutsche. Ein Grund sind die Eigentumsverhältnisse. Es gibt hier sehr viele Kleinbesitzer, die ein, zwei, drei Grundstücke haben und diese nutzen, wie es ihnen am besten passt: als Geschäft, als mehrstöckiges Wohnhaus, als Villa oder auch überhaupt nicht. Einheitliche Stadtbilder gibt es daher kaum. In Kalamata kommt hinzu, das ein schweres Erdbeben der frühen 80er Jahre die alten neoklassische Bausubstanz stark zerrüttet hat. Einiges wurde sehr schön renoviert, vieles abgerissen und durch hohe Neubauten ersetzt, anderes blieb Ruine und wird langsam von der Natur zurückerobert.

Das folgende einst prächtige Wohn- und Geschäftshaus steht an einer prominenten Stelle der verkehrsberuhigten Hauptstraße. Wie ich hörte, ist es verkauft worden und wird nun wohl renoviert. Im Hintergrund sieht man ein ähnliches renoviertes Gebäude.

Im Gebiet der Altstadt existieren noch einige schöne Läden mit hohen hölzernen Türen.  Es gibt da zB Kaffeeröstereien, Läden mit Produkten aus der Umgebung, Devotionalien, natürlich auch Kioske und weite Plätze mit einfachen Cafes für die Besucher des Marktes.

Am liebsten bin ich freilich unten an der Seepromenade, wo ich unter einem riesigen Gummibaum meinen Espresso trinke und die diversen Boote und Schiffe beäuge, die sich im Hafenbecken spiegeln.

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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26 Antworten zu Bummeln in Kalamata (2)

  1. elkprverlag schreibt:

    Danke für die Gelegenheit zum Mitbummeln!

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  2. chrinolo schreibt:

    Danke für deinen interessanten Beitrag, liebe Gerda. Es hat mir gerade sehr gefallen, in Gedanken mit Hilfe deiner tollen Fotos durch diese Stadt zu spazieren.

    „wo ich unter einem riesigen Gummibaum meinen Espresso trinke und die diversen Boote und Schiffe beäuge“ ….. das stelle ich mir so wunderschön vor. Wenn ich es jemals schaffe, da hin zu kommen, würde ich gerne mit dir zusammen dort sitzen. 🙂

    ❤ Grüsse und einen wunderschönen Tag wünsche ich dir, Christel

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    • gkazakou schreibt:

      Aber klar, liebe Christel! Du schaffst es bestimmt, auch für mich wäre es eine Freude, dort mit dir zu sitzen und zu klönen. Ich sah gestern in der Marina einen großen gemächlichen Segler, der Rumpf war blau, mit einer deutschen Fahne am Heck. Da dachte ich mir, es wäre vielleicht der von deinem Verwandten….Herzliche Grüße zu dir hinüber! Gerda

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      • chrinolo schreibt:

        Liebe Gerda, meine „Verwandten“ dort beschränkt sich auf den Vater meiner Schwiegertochter. Er lebt alleine dort. Wie seine Segelyacht genau aussieht, weiss ich leider nicht (Asche auf mein Haupt!), aber ich werde sie mir von meiner Schwiegertochter zeigen lassen 🙂 Vielleicht schaffe ich es ja nächstes Jahr, ihn in Griechenland zu besuchen, dann steht einem Espresso in Kalamata nichts im Weg 🙂

        Liebe Grüsse auch zu dir! Christel

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    • gkazakou schreibt:

      Ja frag mal wie sie aussieht! Und im nächsten Jahr schaffst du es sicher!

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  3. Ulli schreibt:

    Da sind eine Menge Motive dabei, die mir sehr gefallen, sei es das alte Haus, das renoviert werden soll oder die vielen Fischkutter – insgesamt aber fällt mir auf, wie leer die Straßen sind, lag es an der Uhrzeit?
    liebe Grüße an dich
    Ulli

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  4. afrikafrau schreibt:

    ein feiner Spaziergang ein Avirtueller Ausflug nach Kalamata, danke für’s Mitnehmen.

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  5. Arno von Rosen schreibt:

    Ich hätte gerne in dem verfallenden Haus ein paar Bilder gemacht. Sicher ein interessanter Lost Place liebe Gerda!

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    • gkazakou schreibt:

      Ja lieber Arno.Mir gefallen solche Orte auch sehr, doch kann ich da leider nicht einfach reinmarschieren.
      Es gibt hier einige großartige und sehr viele traurige Ruinen von Wohn- und Geschäftshäusern, und wenn ich ein Teleobjektiv hätte, würde ich viele faszinierende Details aufnehmen. Schade ist es allemal, dass sie ungenutzt bleiben.

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      • Arno von Rosen schreibt:

        Ich habe leider auch nicht den Nerv einfach einzudringen, doch viele Fotografen machen das einfach ohne nachzudenken oder Respekt zu haben. Trotzdem sind solche Orte faszinierend. Ich antworte übrigens so spät, weil ich keine Nachricht von dir gesehen hatte und auf Verdacht mal vorbei geschaut habe 😉

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    • gkazakou schreibt:

      Lieber Arno, danke! Mir geht es ganz ähnlich beim Fotografieren von Menschen. Ich täte es sehr sehr gern, aber ich tue es nicht. Ich fühle, dass ich es nicht darf. Gleichzeitig sehe ich aber sehr gerne Fotos von Menschen an. Das ist ein Widerspruch.
      Übrigens: Vielleicht überprüfst du mal deine Mail-Einstellungen? Ich bekomme auch gelegentlich keine Nachrichten mehr, muss das dann neu einstellen.

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      • Arno von Rosen schreibt:

        Jetzt hat es geklappt liebe Gerdan, liegt wohl nur an der Masse der Nachrichten 😉 Ich frage immer, bevor ich Menschen fotografiere und alle haben immer nur einen Wunsch. Nicht auf FB zu erscheinen 🙂

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  6. Gerhard schreibt:

    Liebe Gerda, anscheinend ist ein längerer Kommentar von mir nicht angekommen…
    Deshalb in Kürze:
    Die gezeigten Ansichten kenne ich so von Nikiti her. Auch teilweise von Marmeras. Nikiti aber „klassischer“, wie ein Einheimischer meinte. Von Nikiti habe ich diverse Aufnahmen gemacht, da sollte noch etwas kommen! 🙂

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  7. www.wortbehagen.de schreibt:

    Es ist so schön, mit Dir spazieren zu gehen und zu hören, wie Du erzählst – auch in Bildern
    Du siehst das Schöne, auch im Verfallenden und Du verstehst das Marode, das Übriggebliebene
    Gibt es auch heiße Schokolade dort, wo Du dann gemütlich sitzt und einen Espresso trinkst?

    Lieber Nachmittagsgruß von Bruni

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  8. PPawlo schreibt:

    Solch ein Bummel tut an einem regennassen Tag wie heute besonders gut! Ja, der Hafen ist dann am schönsten! Ich würde mich gern zum Espresso zu dir setzen und den Spiegelungen zuschaun!
    Lieben Dank für den schönen Beitrag und einen wohltuenden Sonntag!

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