
Es fällt mir schwer zu entscheiden, liebe Myriade, ob es sich beim vierten Impuls um fotografierte Borke oder um Malerei handelt, umso mehr, als du im April 2021 schon einmal ein „naturschönes“ Borkenstück als Impuls gesetzt hast.

Damals (im April 2021) nahm ich deinen Impuls zum Anlass, Pinien-Borken zu zeichnen.

Dieses Mal gehe ich einen anderen Weg: Ich suche nach hybriden Bildern, in denen sich die Natur mit der „Kunst“ (dh mit menschlichen Farbsetzungen) verschränkt.
Was ich damit meine? Nun, etwa diesen Olivenbaumstamm, der mit roter Farbe markiert wurde.

Die rote Farbe ist in die Borke eingedrungen und verbreitete sich in unerschiedlicher Intensität über Knoten und Risse, wodurch eine eindrucksvolle Natur-Kunst-Komposition entstand.

Ein ähnliches Phänomen beobachtete ich an einem Eukalyptusstamm.

Dieser Stamm ist ein richtiges Bilderbuch, denn außer dem Rot gibt es noch weitere „künstlerische“ Einträge. Ich habe dieses Gesamtkunstwerk mit vielen Fotos 2015 gepostet, hier deshalb nur ein weiteres Beispiel.

Borke-Assoziationen sind auch in einigen meiner Gemälde zu finden, und ich ergreife gern die Gelegenheit, sie hervorzukramen. Der Effekt entsteht u.a. durch aufgeklebte Papiere, so wie hier (Japanpapier)

oder hier (Wellpappe)

Und noch ein Beispiel, bei dem ich ein Gemälde durch Drehen und großflächige digitale Übermalung der Randzonen in ein Stück farbige Borke verwandelte.








Ein anderes, ebenfalls mit Kugelschreiber gezeichnetes (




















habe ich heute noch mal ausprobiert. Als Schnipselquelle diente mir ein Bleistift-Frottage-Blatt. Daraus legte ich zwei Figuren: einen Engel und einen Menschen.






























