Trommelwirbel! Kater Lin ist zurück!

Gestern hatte ich mich entschlossen, mich in den Verlust von Kater Lin zu schicken, heute trommelte er an die Glastür und verlangte Einlass. Vor dreieinhalb Wochen war er verschwunden.

Er ist halb so schwer wie vorher, aber gesund und munter, ein bisschen nervöser und schreckhafter, sehr hungrig, und er ließ mir keine Zeit, seinen Napf zu holen. Nun hat er es sich auf meinem Schreibtisch neben dem Computer bequem gemacht und schaut auf meine tippenden Finger.

Weniger begeistert ist Fritzi, die ihre Alleinherrschaft im Haus genossen hatte und ungehalten ist. Als ich sie streichelte, biss sie mir sogar leicht in den Finger. Sie geht umher und „wedelt“ ärgerlich mit dem Schwanz. Jetzt sitzt sie auf dem Hocker und putzt sich, anstatt auf ihrem gewohnten Platz auf dem Schreibtisch zu liegen. Tja.

Ich musste vorhin noch mal weg, und Lin spazierte hinter mir her. Mir blieb nichts anderes übrig, als ihn auf dem Arm zurückzutragen.

Hier ein paar Fotos von Lin, der sich auf der Mauer rekelt, um von mir gestreichelt zu werden.

Oh. er ist zwar ein Schreihals, aber ich freue mich sehr, dass es ihm gut geht und er zurückgefunden hat! 🙂 🙂 🙂

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Dienstags-Drabble: Mach dir ein Bild

Die Wörter, die  Wortman fürs Dienstas-Drabble vorgegeben hat, sind diesmal:

Pigment – lustig – Glut

Mein Beitrag dazu, wie immer kata-strophisch gereimt:

Friedenstaube in Nöten

Mach dir ein Bild

Nimm die Pigmente, mische sie dir

Ganz nach dem eignen Ermessen!

Willst du sie alle? Reichen dir vier?

Bist auf Schwarz-Weiß du versessen?

Mal dir ne Glut, die wird niemals erlöschen

Mal dir nen lustiges Festzelt am Main

Mal dir nen Tümpel bewohnt von den Fröschen

Mal dir Gewimmel, mal dich allein.

Mal dir nen Frieden, mal dir nen Krieg

Male dir Bomben zuhauf

Mal dir in jedem Falle den Sieg.

Und freu dich schon drauf.

Alles ist möglich, alles erlaubt

Mache dir gar keine Sorgen!

Was einmal Bild war, das wird auch geglaubt

Und wenn nicht heute, dann morgen.

Glücklicher Ausgang

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Kalenderblätter, 25-31 März: Landschaft der Mani

Die Blätter des März sind nun gezeichnet. Manches zeichnete ich vor der Natur, anderes trug ich später nach Fotos nach. Ich denke, man erkennt den Unterschied.

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Kunstbuch No 27: mit Klebestreifen Strukturen anlegen

Gestern abend am Kamin (ja, es ist auch hier noch sehr kühl, wie zünden jeden Abend den Kamin an) habe ich wieder ein Mini-Zine zusammengebastelt. Ich wollte abstrakt bleiben und gab daher für die Zeichnung nur eine Struktur aus Klebestreifen vor.  Mit dem schwarzen Filzstift und den gelblichen Klebestreifen entstand eine abstrakte Bildserie in Mini-Format.

Leider ist die fotografische Wiedergabe sehr schlecht, die Klebestreifen sind kaum zu erkennen.

Ich habe das Mini-Zine dann noch weiter bearbeitet. Bei drei Bildern habe ich das Gelb der Klebestreifen verstärkt, so dass sie nun gut zu erkennen sind. Allerdings kommt das Schwarz und Weiß der Zeichnung auf dem Foto blaustichig heraus.

Bei zwei Bildern habe ich darüberhinaus den Hintergrund blau eingefärbt.

Drei Bilder, darunter auch das Deckblatt, habe ich mehrfarbig gestaltet.

So sieht das „Kunstbuch 28“ jetzt aus.

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Morgenspaziergang

Ich bin eine Eule und schlafe meistens bis in die Puppen. Heute aber, als ich um 7 Uhr (nach der Uhr war es acht) wach wurde und aus dem Fenster sah, brachte ich es nicht über mich weiterzuschlafen.

Blick aus den Fenstern – hinüber zu den Bergen, über denen die Sonne aufgeht: Das schräg einfallende Licht zeichnet alles weich. Die goldenen Blattknospen  des Granatapfelbaums leuchten auf.

Blick hinaus zur hinteren Terrasse und hinunter zum Meer:

Blick in den Vorgarten, der Stamm der riesigen Pinie fängt schon die Sonnenstrahlen ein.

Ich ziehe mich leise an und mache mich auf den Weg zum Meer. Zuerst geht es durch die nachbarlichen Olivenhaine.

An der Strandstraße ein Orangengarten und ein noch kahler Baum, der Pfad hinunter zur Steilküste voller Blüten.

Einer roten Anemone schaue ich ein Weilchen zu, wie sie leise erzittert und sich ihre herabhängende halb geschlossene Blüte zu öffnen beginnt, als das Sonnenlicht sie berührt.

Das eiserne Geländer der Treppe zum Meer ist nass und eiskalt, die letzte Stufe ist unterspült, ich habe etwas Mühe, hinunterzuklettern. Der Strand ist voll Geröll und um diese Zeit menschenleer. Die Anrainer haben die Gerippe der vor Jahren gefällten Tamarisken in ihren geschützten Privatbereich geschleppt und dekorativ aufgestellt. Eine Knoblauchstaude haben sie an einem Stock hochgebunden. Der Zugang zur uralten Kapelle ist gesperrt. All das ist liebevoll gestaltet, aber mich ärgert die schleichende Privatisierung der Bucht doch ein wenig.

Ich erwähne das nur der Vollständigkeit halber. Meinen Genuss am makellosen Morgen beeinträchtigt es nicht.

Auf dem Rückweg macht sich bemerkbar, dass ich kein jugendlicher Springinsfeld mehr bin. Und so bin ich froh, als ich das Tor zum Vorgarten öffne, wo mich die beiden halbwüchsigen goldweißen Katzengeschwister erwarten. Zeit zum Füttern!

Inzwischen hat es sich wieder zugezogen und es donnert.

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25 Wochen – ein Objekt: Der kleine Prinz im Größenvergleich

Das von Wortman initiierte Fotoprojekt fordert, jeden Sonntag im Jahr ein Objekt in unterschiedlichem Surrounding zu fotografieren. Meine Wahl fiel auf die kleine Blech-Skulptur des Kleinen Prinzen.

Der Kleine Prinz ist, wie sein Name sagt, klein. Aber wie klein ist er eigentlich? Er hat eine große Liebe zu einer Rose, die passt in ihn rein – also kann er doch nicht winzig sein, oder?

Hm. Ich gehe in die Hocke und fotografiere ihn noch einmal.

Na also. Ich sagte es ja: Sooo klein ist er nicht. Die hübschen Knopspenköpfchen schauen ihn an und staunen: sooo groß! Und sie beeilen sich, um wachsend und aufblühend möglichst bald seine Größe zu erreichen…

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Sonntags im Archiv, 29.3.2016: Kohlezeichnungen und Fragen nach der eigenen Handschrift

Wie jeden Sonntag, stieg ich ins Archiv hinab. Diesmal ging ich zehn Jahre zurück zum 29. März 2016. Womit befasste ich mich? Was beschäftigte mich damals?

Ich betrachtete eine Reihe früherer Kohlezeichnungen, die mir alle gefielen, die aber sehr unterschiedlich waren, und  fragte mich, was denn eigentlich meine „eigene Handschrift“ sei (hier). Andere Künstler erkennt man doch sofort, dachte ich. Ich aber ändere meinen Stil je nachdem, wie meine innere Stimmung auf das „Objekt“ reagiert. Und dieses „Objekt“ beeinflusst seinerseits meine Stimmung. Ich und Objekt interagieren in vielfacher Weise, und heraus kommt etwas Unwiederholbares.

Einige der Kohle-Zeichnungen von Landschaften, die ich damals postete, mögen das veranschaulichen:

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https://gerdakazakou.com/wp-content/uploads/2016/03/img_6253.jpg

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Die lebendige Wechselwirkung zwischen mir als Zeichner und dem jeweiligen Gegenstand meines Interesses ist für mich Lebenselixier und der Hauptgrund, warum ich das Zeichnen nach Fotografien vermeide. Manchmal aber zeichne ich auch nach Fotografien, und die Ergebnisse entsprechen meistens mehr dem Geschmack eines Publikums, das Kunst eigentlich nur als reproduzierte Kunst kennt.

Natürlich zeichne ich mit Kohle auch, ohne einen bestimmten Gegenstand ins Auge zu fassen – so wie in diesen „minimalistischen“ Kohlestrichen.

oder in fantastischen Landschaften

Alle Ausdrucksmöglichkeiten mit Kohle faszinieren mich, und ich kann mich bis heute nicht entschließen, eine den anderen gegenüber vorzuziehen.

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Sommerzeit? (abc-etüde)

An Silvester 2016 schrieb ich unter dem Titel „Die Uhr sie tickt ticketack (hier)

Heute hat die Uhr ihren Ehrentag. Mit dir starren die Völker auf ihre Königin, die Uhr. Festlich hat sie sich gekleidet. Gleich, sagst du, gleich! Gleich was? Gleich kommt das Neue! Ticketack, ticketack, tick tack.

Nun, diesmal schauen nur die Völker Europas auf einen Ehrentag der Uhr: Sie wird zurückgestellt. So als sei nicht Mitternacht, sondern schon eine Stunde weiter. Schön wärs ja, wir könnten nach Belieben die Zeit vor- und zurückdrehen, um Katastrophen zu vermeiden oder bei Wiederholung klüger zu handeln. Aber leider wird sich durch das Drehen am Uhrzeiger gar nichts ändern.

Anlässlich der von der EU verordneten „Sommerzeit“ habe ich eine weitere  abc-etüde kata-strophisch zusammengereimt. Die von Christiane gespendeten und zu bedienenden Wörter lauten:

Sommerzeit
struppig
sticheln.

 

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Rede:

Bin die Uhr und Herr der Zeiten

Nach mir tanzt das Firmament

Ich bins, der in euren Breiten

Festlegt, wann die Lampe brennt.

*

Ich pack euch an dem Genicke

Schleuder euch im Kreis herum

Tue es zu eurem Glücke

Denn ohne mich wärt ihr schön dumm

*

Würdet den Termin verpassen

Beim Friseur und überhaupt

Würdet die Freundin warten lassen

Ist denn so etwas erlaubt?

*

Wenn ich sag, jetzt ist es acht

Wo es gestern war noch sieben

Ist zu Ende deine Nacht,

Wird nicht mehr im Bett geblieben

*

Sommerzeit ist, wenn ich’s sage

Und nicht wie die Vögel singen

Vögel sind eh eine Plage

Könnten dich ins Träumen bringen

*

Dass du – statt den Tag zu ehren

Mit gescheitelter Frisur –

Struppgen Bartes auf den Meeren

an die Freiheit dächtest nur.

*

Stichel, murmel, schimpf im Stillen

Dass die Uhr dir nicht gefällt

Schnell gebrochen ist dein Willen!

Denn ich bin der Herr der Welt.  

 

Gegenrede:

Solang bist du nur der Diktator

Solang wir Untertanen sind

Ich nenn dich einen Uhrsupator

Des Firmaments. Denn jedes Kind

 

Weiß, dass die Sonne und die Sterne

Nicht ändern ihren Lauf, weil du

Es so beschließt. Du hättest gerne

Wir stimmten dem Beschlusse zu?

 

Ich bin sie leid, all die Debatten,

Ob man die Uhr noch mal verstellt.

Ich schaue nur noch auf die Schatten

der Sonnenuhren dieser Welt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Botschaft

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Katzenverhältnisse

Es ist mal wieder passiert.

Draußen regnet es in Strömen, und auch die Unterlagen im Katzentransporter sind pitschnass. Darin aber liegen die kleine Mamsell und ich weiß nicht wie viele Neugeborene.

Es ist ihr erster Wurf. Warum ist sie nicht jedenfalls ins Hundehäuschen mit dem sauberen trockenen Tuch gezogen? Was ist da zu tun ….Ich lasse sie in Ruhe und der Natur ihren Lauf. Keine Ahnung, wie viele der Kleinen überleben werden. Seufz. Eins ist völlig nackt, ein anderes sieht schon fast wie seine Mutter aus. Tiefer hineinblicken konnte ich nicht.

Sobald wie möglich, bringe ich Mamsell in ihrem Häuschen zur Sterilisation.

Während ich einerseits den goldenen Zuwachs mit Sorge beäuge, trauere ich um einen Verlust: unser schöner weißgrauer Kater Lin mit den blauen Augen ist seit zehn Tagen verschwunden, und ich habe ihn schon fast aufgegeben. Er war sterilisiert, ständig hungrig und allzu vertrauensselig. Da er sehr hübsch ist, hat er vielleicht Liebhaber gefunden – das ist meine einzige Hoffnung. Wahrscheinlicher ist, dass er irgendwo eingeschlossen wurde. Sein Bruder Lan ist schon vor einem Jahr verschwunden – auch er sterilisiert.

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