Sonntags im Archiv: Ulli zu Besuch (1. März 2018)

Jeden Sonntag steige ich hinab ins Archiv, um zu schauen, was ich in einem früheren Jahr an einem Tag wie diesem getrieben und gedacht habe. Heute machte ich einen Sprung ins Jahr 2018. Und wen oder was fand ich dort? Meine euch allen bekannte liebe Mitbloggerin Ulli Gau war zu Besuch gekommen! Wir beide strahlen vor Freude und Tatendurst, wie die Fotos beweisen.

Acht Jahre ist es her. Ist das viel? Wenig? Schwer zu sagen. Nun, da ich die Fotos sehe, wird alles wieder lebendig. Danke, Ulli, für deinen Besuch!

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25 Wochen – ein Objekt

Morgen wollen wir nach Athen fahren – zum ersten Mal in diesem Jahr. Philippe kennt daher die Stadt noch gar nicht. So erzählte ich ihm, was ihn dort erwartet. Vor allem war er an den Tempeln interessiert. Er staunte, wie alt die sind. Wozu man die gebaut habe, wollte er wissen. „Nun, diesen“, sagte ich und zeigte ihm eine Zeichnung, „hat man für Hephaistos gebaut. Der ist der Gott der Vulkane. Drum haben die Römer ihn dann auch Vulcanus genannt.“ – „Auf meinem Planeten gibt es zwei Vulkane“, rief er etwas beunruhigt. „Die habe ich immer gefegt. Man weiß ja nie! Und jetzt bin ich gar nicht da, um auf sie aufzupassen. Wenn sie nun ausbrechen und Feuer spucken?“

Was war da zu tun? „Mach dir keine Sorgen“, tröstete ich ihn. „Wir werden Hephastos bitten, solange, wie du hier bist, auf deine Vulkane aufzupassen. Das macht ihm gar nichts aus. Im Gegenteil, es wird ihn freuen, wenn er was zu tun hat.“

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Die Kalenderblätter des Monats Februar: Naturobjekte in meiner Hand

Nun möchte ich die Kalenderblätter des Monats Februar, beginnend vom 28.2. rückwärts laufend, noch einmal als Übersicht zeigen.

Danke, du schöner Februar! Sei mir willkommen, März! Im März möchte ich versuchen, Ansichten der hiesigen Landschaft ins Kalenderbuch zu zeichnen.

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Kunstbuch No 14: Nie wieder Krieg

Krieg, Krieg und noch mehr Krieg. Um der Lähmung angesichts der Schrecken etwas entgegenzusetzen, setzte ich mich daran, ein 14. Kunstbuch , diesmal mit Bildern von Malern des 20. Jahrhunderts, die den WW1 miterlebten, zu gestalten.

Für den Umschlag zeichnete ich einen Ausschnitt aus Picassos Guernica, angeregt durch Stefan Kraus, der über das Leiden der Menschen und der Tiere weint.

Die folgende Doppelseite zeigt den größten Teil einer Radierung von Otto Dix, Bild X aus seinem Zyklus „Krieg“ (1924).

Es folgt ein Ausschnitt der Radierung „Die Granate“ von Max Beckmann aus dem Jahre 1915. Auf der gegenüberliegenden Seite dann das titelgebende Plakat von Käthe Kolwitz „Nie wieder Krieg“ ((1924).

Die nächste Doppelseite zeigt ein Selbstporträt von Ernst Ludwig Kirchner, der sich 1914 freiwillig zum Wehrdienst meldete, aber schon bald einen Nervenzusammenbruch erlitt. 1938 erschoss er sich wegen der Diskriminierung seiner Kunst.

Die Rückseite zeigt einen Ausschnitt eines Gemäldes on George Grosz mit dem Titel „Die Säulen der Gesellschaft“ (1926).

Ich denke, damit habe ich die wichtigsten Aspekte des Kriegs in Erinnerung gerufen: Leiden der Menschen und Tiere; tote Soldaten beider Seiten sind sich gleich; eine auf Befehl geworfene Granate verstümmelt die Menschen; Verzweiflung des Kriegsfreiwilligen, dem die Augen aufgehen; Kriegstreiber, Ideologen und Kriegsgewinnler aller Parteien.

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Kalenderblätter 26-28/2

Die letzten drei Kalenderblätter des Monats Februar schicke ich vom Handy, weil unsere Internet-Dienstleister seit gestern nur gelegentlich funktionieren. Ich vermute, der Grund liegt in den euch allen bekannten Ereignissen, denen wir geographisch ziemlich nah liegen.

Am 26.2. zeichnete ich ein ganz besonderes Holz, das ich einst vom Strand mitnahm und das mir schon öfter als Modell diente.

Am 29/2 nahm ich eine abgeschnittene Haarsträhne in die Hand.

Heute nun war es erneut ein Apfel.
Damit endet die Februarserie mit Naturobjekten in meiner Hand.
Falls (wenn) die Internet-Verbindung wieder funktioniert, werde ich noch eine Übersicht über den Monat posten.

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Kunstbuch No 13: Blauer Reiter

Ich blätterte gestern abend in einem schönen Bildbald über den „Blauen Reiter“ und bekam Lust, den dort abgebildeten Selbstportraits der Maler ein „Kunstbuch“ zu widmen. Ich faltete also einen DinA4 Bogen und füllte die kleinen Blätter  mit Selbstbildnissen von Macke, Münter, Jawlensky, Werefkin und Klee. Das Bildnis von Marc stammt von Macke. Feininger und Campendonk fand ich im Netz. Kandinsky fehlt, von ihm existiert kein Selbstportrait. Klee und Feininger waren keine Mitglieder des Künstlerbunds, aber befreundet.

 

Alle Portraits bis auf das letzte sind um 1910 herum entstanden.

August Macke, selbst, 1910

Gabriele Münter, selbst, 1909

Franz Marc, portraitiert von August Macke 1910

Alexej Javlensky, selbst, 1912

Marianne Werefkin, selbst, 1910

Paul Klee, selbst, 1911

Lionel Feininger, selbst, 1910

Heinrich Campendonk, selbst, 1919

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Kritzeleien – Improvisationen (4): Taverne und Cafe

Ein paar Kritzeleien vom heutigen Tag:

In der Taverne am Segelhafen: Als erstes erscheinen die Getränke sowie Salz, Pfeffer und Servietten im Ständer auf dem Tisch mit der gemusterten Decke. Mir gegenüber sitzt mein Mann, in der Zeitung lesend. Leere Tische und Stühle. Wir sind allein im Garten. Die anderen Gäste ziehen den geschlossenen Raum vor.

Das Essen wurde aufgetragen: Spagetti mit Oktapus für meinen Mann, Tintenfisch mit Spinat für mich, dazu ein Weißkohlsalat und frische grob geschnittene Weißbrotscheiben im Körbchen mit kariertem Tuch. Ich bin schon fertig mit dem Essen und habe Zeit für eine zweite Kritzelei. Der Stift gibt seinen Geist auf. Später werde ich ein paar Linien nachziehen.-

Nach dem Essen gehts zum Einkaufen im Supermarkt. Das überlasse ich meinem Mann. Ich selbst gehe beim Chinesen vorbei, um mir neue Filzstifte zu kaufen. Auch Jackenknöpfe und eine Trainingshose nehme ich mit. Die Kosten sind minimal. Im Straßencafe bestelle ich mir einen doppelten Espresso und probiere einen der neuen Filzstifte aus. Er ist ein bisschen langweilig, da man den Strich nur wenig modellieren kann. Auch gehorcht er mir nicht, geht seine eigenen Wege. Ich werde ihn zähmen müssen.

Noch ein Versuch, diesmal vom Eingang des Cafes, vor dem ich sitze.

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Kunstbuch No 12: Alle Vögel

Gestern abend habe ich mir ein weiteres Mini-Zine aus einem Blatt Schreibmaschinenpapier gebastelt. Diesmal sind keine Enten, sondern andere schräge Vögel abgebildet. Zur Herstellung habe ich eine meiner neurografischen Zeichnungen in kleine Schnipsel zerrissen (zyklische Ökonomie!), die ich dann grob verklebte. Auf diese „Collage“ zeichnete ich mit dickem Filzstift die Vögel.

aufgeblättert:

und die Rückseite des Heftchens:

Ts, ts ts, dreckige Fingelnägel!

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Kalenderblätter 24.-25. Februar: Knochen und Quarz

Die Knochenvase steht normalerweise auf dem Kaminsims, gefüllt mit aufgelesenen Federn. Wo ich den großen Rinderknochen gefunden habe, weiß ich nicht mehr.

Auch an den Fundort des Quarz-Bruchstücks erinnere ich mich nicht.

Das Quarz-Bruchstück habe ich heute zum ersten Mal gezeichnet. Die Knochenvase aber ist ein schon öfter gezeichneter Naturgegenstand. Diese hier ist vom Dezember 2024:

Viel älter und auf großem Zeichenkarton mit Bleistift gezeichnet ist der folgende Knochenvasentanz (leicht bearbeitet).

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Vielleicht erinnert sich auch noch mancher an die Collagen meiner gezeichneten Faust mit dem Knochen:

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Immer wieder war die Knochenvase auch Teil von Stillleben, zB hier in einem Arrangement von 2018…

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oder in dieser großen Bleistiftzeichnung mit Kerzen, Keramikbötchen und Gong.

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Umblühte Felsen

An diesen warmen frühlingshaften Tagen drängen überall die Blüten aus dem regenfeuchten Boden hervor. Besonders liebe ich Stellen, an denen der felsige Untergrund unter der dünnen Erdschicht hervorschaut.

Mir kommt es so vor, als seien diese Felsen heilsam für die alten Knochen. Und vielleicht sind sie es ja auch.

 

 

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