Impulswerkstatt: Die Schlange aufgerichtet

Die „Impulswerkstatt“ von Myriade und Frau Flumsel schenkt manchen von uns „Impulse“ für eigene Gedanken, Texte oder Bilder. Nun auch nochmal mir.

https://laparoleaetedonneealhomme.files.wordpress.com/2020/09/20200728_173307_resized.jpg?w=333&h=762Ouroboros – die Schlange, die sich selbst verschlingt – Symbol des Weltalls, des Hen to pan – Eins ist Alles, oder Alles ist Eins – ich machte schon einen Eintrag dazu.  In Form der aufgerichteten Schlange wird Ouroboros zum Symbol des Lebens in seiner je besonderen Form.

Die Doppelhelix des DNA ,- zwei Schlangen, die eine fließt aufwärts, die andere abwärts, in gleitender gegenläufiger Bewegung.

Der Äskulapstab – Zeichen der Heiler -, eine riesige Schlange richtet sich auf am Stab (dem Rückgrat), den sie in großen Windungen umschlingt. Ich berichtete mal über den römischen Gründungs-Mythos: Wie der Gott Asklepios in Gestalt einer riesigen Schlange den Römern aus dem uralten Heil-igtum von Epidauros (Peloponnes) aufs Schiff folgte, sich hoch am Mast aufrichtete und so nach Italien kam. Er vertrieb die Pest aus Rom und wurde seither als Äskulap verehrt. (https://gerdakazakou.com/2016/09/28/rom-auf-der-insel/). Bis heute ist der Äskulapstab ein Symbol, das die Heilkunst inspiriert (oder jedenfalls inspirieren sollte).

Heute las ich bei Katerina (Katha kritzelt) einen Eintrag zur Impulswerkstatt, in dem es um Fake-Götter und Fake-Helden geht, und ich dachte an das weltweite Lügengespinst, das uns Menschen immer mehr zu Boden drückt, uns lähmt und unsere Aufrichtekräfte hemmt. Lügen und Täuschung überall. Ich hatte Lust, noch einmal ein Symbol der Aufrichtekräfte der Schlange in uns zu zeigen, wie ich sie schon einmal gestaltete: https://gerdakazakou.com/2017/08/11/vom-baum-zur-schlange-kundalini-kraft/

Mich reizte es zu versuchen, die Belebung des toten Holzes, die Metamorphose des starren Baums in eine sich aufrichtende Schlange nachzubilden – ich poste dies Fotoshop-Experiment als Erweiterung dessen, was ich zuletzt über Versteinerung -Belebung im Zusammenhang mit Myriades Foto zu gestalten versuchte (https://gerdakazakou.com/2020/10/18/der-impuls-der-impulswerkstatt-lauft-weiter/). Auch dies ist natürlich Fake, Täuschung: denn der tote Baum belebt sich nicht zur Schlange. Aber als Symbol möge es gelten.

 

 

 

 

 

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Atelierzeichnung: Spaziergang versus Express-iv

In den letzten Jahren zeichne ich recht genau „nach der Natur“, und es bringt mir viele gute Momente: besseres Schauen, innere Ruhe, schöne Ergebnisse. Es ist angenehm, ohne größere innere Anspannung einfach mit dem Stift den Linien zu folgen, die sich im Äußeren dem Auge darbieten. Es ist ein genussreicher Spaziergang.

Ganz anders ist es mit dem expressiven Zeichnen bestellt. Da baut sich in mir ein starker Druck auf, eine Art Verzweiflung, und die Hand versucht diesem inneren Drängen fast blind zu folgen. Das ist anstrengend, erschöpfend sogar, aber das Ergebnis bringt, so meine ich, etwas von der inneren Kraft herüber, die sich am Äußeren abarbeitet. Es ist wie ein schneller kräftezehrender express-iver Kurzstreckenlauf.

Hier nun zuerst eine Atelierfenster-Kohlezeichnung als Spaziergang: da wandert das Auge gemächlich über die Steine der Wand, die Vasen und Töpfe auf dem Tisch, blickt auch flüchtig aufs Fenstergitter und geht der Raumperspektive nach.

Und hier eine express-ive Kohlezeichnung fast desselben Motivs: Blick zum anderen Fenster hinüber, nachts.

 

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Gemeinsam Zeichnen 27

Das letzte „gemeinsame Zeichnen“ fand im Januar statt – am Kamin mit zwei Freundinnen. Nichts wussten wir von dem, was da an Trennendem auf uns zukommen würde.

Meine Zeichengruppe hat sich nicht wieder hergestellt, aber gestern ging ich meinerseits in eine kommunale Zeichenschule in Kalamata. Wollte einfach mal wieder mit anderen Frauen zusammen zeichnen. Die anderen waren brav damit befasst, die aufgebauten Stillleben oder klassischen Gipsköpfe abzuzeichnen. Manche trugen Masken, andere nicht. Der Lehrer, nett und bemüht, den Damen regelrechtes Zeichnen beizubringen, trug mal eine, mal keine. Ich tat, wozu ich Lust hatte: maskenlos zu zeichnen, was sich da vor mir befand.

2. Zeichnerinnen

3 Stillleben

5. Zeichnerin

Ich zeichnete mit dünnem und mittlerem Filzstift auf dünnem Papier. Die Zeichnung schlug seitenverkehrt auf die Rückseite durch. Sieht aus wie Gegenwart und Erinnerung, finde ich.

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Lyrifants Heilung hat Nebenwirkungen: Von Kreuz und Kranz bis zum Einschreiten

Lyrifant nahm das r in seinen Rüssel, schluckte es und genaß – o Wunde-r! – von seiner Wunde. Dass er dabei ein wenig schrumpfte, gehört wohl zum Heilungsprozess.

Kaum geheilt, klagte er über Nebenwirkungen. Das Kreuz tue ihm weh. Man habe ihn aufs Kreuz gelegt. Die Wahrheit ist, er wurde zu einer – verzeiht mir, ihr Poeten! – Vogelscheuche.

Freilich, genau betrachtet scheucht er keine Vögel, sondern sie hocken auf seinem Kreuz wie einst die Räuber, und er ist auch kein Lyrifant. Denn wo ist sein Rüssel abgeblieben? Sieht er nicht eher aus wie ein Therapeut? Kein Wunder, dass er gekränkt ist. Die Vögel beeilen sich, das Kreuz zum Kranz umzugestalten, was ihnen aber nur schlecht gelingt, auch verwandeln sie sich dabei selbst in Fischartige. Es ist, man sieht es, das Zeitalter der Fische angebrochen.

Ach und wach! Die bildende Künstlerin greift in die Lyrifant-Schnipsel-Tüte und zieht einen ganz kleinen hervor. Vielleicht enthält er die Lösung?

einsch möcht steht da weiß auf transparent. Damit dürfte die Sache klar sein. Schon meldet sich eine neue Stimme zu Wort, und die ruft draufgängerisch in die Welt:

einschREITEN möcht ICH! Kleine fischartige Ungeheuer sind natürlich auch gleich zur Stelle, denn wo ein Mut, sind auch die Angstmacher. Die Ungeheuer beißen und heißen, wie man ihrer Bauchbinde entnimmt, „a a a“ und „wehe du„! Ach, wo wird das enden? Und wo bist du, Lyrifant, mir aus der Klemme zu helfen?

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Ich hörte Lyrifants klagende Stimme…. (Therapie-Angebot mit Schnipseln)

… als sie sang:

wo seid ihr, Wörter?

wo seid ihr, Wörter?

ich vermute, ihr haltet euch
auf Abstand und bleibt lieber
zu Hause. Schluss mit Party.

ihr fehlt mir, Wörter!

denn was mache ich, ich arme
Poetin, wenn ich nicht mehr
von euch infiziert werde?

So vollgepackt mit Wörtern ist die Welt – und ausgerechnet die Wörter, die sie mir in Schnipselform  schickte, fehlen ihr womöglich? So dachte ich bestürzt. Und sann auf Abhilfe.

Als erstes malte ich eine wundrote Fläche, dann fischte ich aus dem rosa Buchstabensalat ein paar Buchstaben heraus. Sie fügten sich zu sinnvollen Wörtern. Die wollte ich Lyrifant schicken, auf dass sich ihr Poetenherz vielleicht mit einer neuen Hoffnung fülle.

Aber würde es reichen? Wäre nicht ein weiterer Anstoß nötig? Ich zerschnitt kurzerhand die wundrote Fläche und bastelte daraus, zusammen mit Lyrifants Schnipseln, eine deutlichere Message.

Ich, die große Therapeutin, halte dir, dem verwundeten Lyrifant, das fehlende r hin. Wirst du es nehmen? Oder glaubst du nicht an Wunde-r?

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Der Impuls der Impulswerkstatt läuft weiter

Immer noch läuft der von Myriade gesetzte Impuls in mir weiter und setzt Erinnerungen frei. Zu Wort melden sich die Fortsetzungen zu „Lots Weib“, wie ich sie vor drei Jahren gestaltete.

Ich befasste mich damals mit einem Thema, das die Fotografie von Myriade (ineinander gewachsenes versteinertes Paar) noch einmal anders beleuchtet. Vor allem aber reagiert es, obgleich schon vor drei Jahren entstanden, erstaunlicherweise auf Myriades Text von der Versteinerung eines Paars. Es ist die Gegenbewegung zur Versteinerung..

Meine Geschichte beginnt mit der blau hinterlegten Kohlezeichnung, die ich gestern zeigte. In ihr hat sich die Felsformation aufgespalten. Aus den beiden „Felsen“ arbeiten sich weiche Menschenformen heraus.  Die eine windet sich los, wendet sich ab, geht, die andere neigt sich zu, ohne festzuhalten – ihre Hände liegen hinter dem Rücken, sie lässt los. Es ist ein Abschiednehmen, ein Hinnehmen und Gehenlassen darin. Der Schmerz des Abschieds versteinert nicht, sondern führt in weich fließender Bewegung jede Seele an ihren Ort.

Schmerz kann versteinern, aber er kann auch lösen und mit den Tränen ausschwemmen, was alt und überlebt ist.

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Zwischen Recycling- und musealer Kultur: ein Ausflug

Gestern machte ich einen herrlichen Ausflug, um meine junge griechische Freundin S mit ihrem englischen Partner B zu besuchen. Welche Freude, sie in ihrem Häuschen zu erleben! Alles ist dort in recycelnder Bewegung. Das Häuschen selbst ist aus billigen Zementsteinen gebaut, aber das Dach solide. Ofen, Betten, Tische, Küchengerät – fast alles aus Weggeworfenem gezimmert und gelötet. Im ausgedehnten Garten Sitzgelegenheiten jeder Art und ein eigenwilliger Musikpavillon für gemeinsames Musizieren mit Freunden, oder auch einfach, um die Trommeln, Pauken etc vor Regen zu schützen. Und Tiere? Klar, auch sie sind Findlinge: zwei schwarze Hündinnen, sechs Katzen, ein Pferd, an das ich gleich mein mitgebrachtes Altbrot verfütterte, dazu eine Schar weißer Hühner, die ihren großen Auslauf gern fliegend verlassen (niemand mag ihnen die Flügel beschneiden), um das Gemüsebeet daneben umzupflügen.

Dass eine der schönsten Buchten Griechenlands nur ein paar hundert Meter entfernt liegt, darin ihr selbstgebasteltes Segelbötchen, und die zerklüftete Bergwelt im Hinterland zu stundenlangen Wanderungen einlädt, macht die Sache rund. S arbeitet beruflich in ihrem schönen grafischen Büro im Ortskern und verdient so das ja dennoch notwendige Geld, während B eine Hausruine in den Bergen eigenhändig wieder aufbaut, um sie später zu nutzen oder zu verkaufen. Diese beiden, dachte ich, sind bestens vorbereitet auf jede etwaige Krise.

Bei schönstem Wetter wurde uns (ein englischer Musiker kam zum Essen und zur anschließenden Probe vorbei) ein großer Eintopf aus Backofengemüse serviert (die beiden sind Vegetarier), pikanter  Ziegenkäse von der Nachbarin, dazu ein Rotwein, der ebenfalls aus einem Fund stammt; Jahrgang 2003, eine ganze Partie, schwer und vollmundig. Ich bekam eine Flasche mit auf den Weg. Man muss sie, sagten sie mir, einen Monat ruhen lassen, dann vorsichtig öffnen und notfalls durchseien.

Beglückten Herzens machte ich mich auf den Rückweg. Es war so ein herrliches Wetter, dass ich noch eine Pause in Alt-Kardamili einlegte, dessen herrschaftliche Ruinen inzwischen zum Teil renoviert sind. Einige der Häuser bieten nun bestens ausgestattete Suiten für Urlauber an, und der große Turm beherbert ein ausgezeichnetes kleines Museum über die Geschichte des Ortes.

Ich schnappte mir einen herumstehenden Stuhl und zeichnete die Front der historischen Kirche.

 

In Kardamili nahm ich einmal zusammen mit einer alten Freundin an einer Recycling-Ausstellung teil.

Meine Liebe zu Trash-Art habe ich schon des öfteren dokumentiert, zB hier: https://gerdakazakou.com/2018/12/26/thrash-art-ausstellung-2/

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Der Impuls der Impulswerkstatt wirkt fort: Lots Weib

Da kann man nun nichts machen: Myriade setzte mit ihrer Fotografie von einem Findling einen Impuls, der allerlei Gedichte und Geschichten anstieß. Und nun läuft der Impuls weiter wie beim Billard die Kugel und hat auch mich wieder erwischt. Mit einer Reminiszenz. Lots Weib erstarrte zu einer Salzsäule, als sie zurückschaute auf Sodom und Gomorra. Dieser Vorgang inspirierte mich zu einer Zeichnung: „Gesteinsausblühung“ nannte ich sie: Lebendiges verwandelte sich in Salzsäulen.

Da war zunächst eine sanfte florale Erscheinung, ein „weich emporwachendes Pflanzliches, das die große Leinwand freudig einnahm“.

Nach allerlei Wandlungen: „wo vorher Pflanzliches aus dem Zentrum erwuchs, ist nun eine Leere, umgeben von Felsstrukturen, die eng und steil emporragen und herabstürzen.“

„Ein wenig drehte und wendete ich das Bild noch, … betonte die Leere im Zentrum, indem ich sie mit Blau ausfüllte. Und nun wars eine versteinerte Familie: Vater, Mutter und Kind.  Nicht viel anders als Lots Weib, das sich umschaute  und zu Stein erstarrte, als sie sah, wie Sodom und Gomorra versanken – so dachte ich und las die Geschichte nach.

Da fand ich, dass Sodom wohlhabend und üppig war, doch seine Einwohner lebten nicht gottgefällig. „..Sodom (ist) vor allem ein Symbol für Fremdenfeindlichkeit und den Bruch der Gastfreundschaft, … auch für Hochmut und Geiz.“ (Wikipedia). Bei der Salzsäule, zu der Lots Weib erstarrte, handelt es sich „möglicherweise um … eine Gesteinsausblühung nahe Gebel Usdum südlich des Toten Meeres“.

Und was hatte ich getan? ich zeichnete Weiches, Wachsendes, ließ es dann erstarren zu einer harten Felsformation.

Doch zurück zu Myriades Foto, das einen Findling zeigt, der wie eine versteinerte Menschengruppe aussieht. Ein liebendes Paar – so ist die häufigste Assoziation. Aber auch Paar mit Kind, Mutter und Kind. Immer traurig, peinigend, da erstarrt ist, was einmal lebendig war. Und  ich dachte: Ob sich wohl heilen und wieder beleben lässt, was zu Stein erstarrte?

 

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Lesung im Eichhörnchenverlag: Landtiere und Tui-Tiu

Im noch jungen, aber inzwischen schön herangewachsenen Eichhörnchenverlag für Kleinkinder fand eine kleine Lesung statt, die mich von Herzen freute. Nina und Katherina lesen aus zwei ihrer „Lieblingsbücher“, um sie für die Frankfurter Buchmesse vorzustellen.

Und diese Lieblingsbücher sind:

Nun, natürlich an erster Stelle das von Susanne Haun illustrierte Buch „Landtiere“, ein Lesevergnügen, das auch bei mir immer auf dem Schreibtisch liegt. Und an zweiter Stelle mein Tui-Tiu, sehr warmherzig von Katerina vorgelesen. Es ist doch zuuu schön, eine eigene kleine Erfindung so liebevoll betreut zu sehen. Danke euch beiden, danke Susanne, die mich drauf aufmerksam machte!

Nina hat ihr Programm als pdf auf ihrer Seite zur Verfügung gestellt. Es lohnt sich, hineinzuschauen (-> Klick).

Ich freue mich immer wieder, schreibt Susanne in ihrem Beitrag, „wie aktiv Nina in allen Bereichen ist. Sie nimmt auch an der digitalen Frankfurter Buchmesse Special Edition teil. Hier (-> Klick) seht ihr die Liste der Veranstaltungen, an denen der Eichhörnchenverlag beteiligt ist. Die Veranstaltungen finden digital statt, jeder kann also bequem vom Sofa aus dabei sein.

Falls du noch mehr über mein Büchein im Eichhörnchenverlag erfahren möchtest – ich habe schon öfter davon berichtet, so hier oder auch, als es noch in der Entstehung war hier …..

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Eine herbstliche Lege-Lese-Lern-Karte (mit Lyifants Schnipseln)

Bevor Lyrifants Schnipsel in der großen Schnipselbox verschwinden, um vielleicht – wer weiß das schon? – in anderen Zusammenhängen ein fröhliches Auferstehen zu feiern, habe ich noch eine herbstliche Lese-Lernkarte Lyrifant pur gelegt.  Nicht alle Buchstaben fanden Verwendung, aber immerhin ist ein reiches Wortfeld entstanden.

hund – baum – zweig – ast – rehe

Das sind die lesbar-sichtbaren Wörter dieser Karte. Das Menschlein trägt eine hohe Pelzmütze und seinen Text an den Hosenbeinen, aber keinen Namen. Die welken Pergament-Blätter wissen bereits vom Schnee zu erzählen. Und auch vom Scheitern, da „nicht alle Blütenträume reiften“ (Goethe, Prometheus). Kalt steht der Stern am Himmel. Wenn du hinaufstarrst und lesen kannst, was da steht, wirst du die Zukunft erfahren. Vielleicht. Wenn du sie überhaupt erfahren möchtest.

Über die Rehe kann ich weiter nichts sagen, außer, dass ich schon lange keine mehr gesehen habe.

Zur Erinnerung und damit sich die Reihe ergänzt, noch einmal die anderen Lese-Lege-Karten.

 

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