Überblendungen 3: Hafengebäude, Boote, Wasserflasche

Das Spiel mit Überblendungen von Foto und Zeichnung lässt sich in viele Richtungen erweitern.

Hier habe ich die gewaltige Klinkerbau-Ruine am Hafen verdoppelt:

Die Zeichnung überblendet teilweise ein größeres Foto

Ein Ausschnitt des Fotos überblendet die Zeichnung.

Foto und Zeichnung sind weitgehend mit einander verschmolzen

Ein anderer Weg ist,  Zeichnung  und Foto als selbständige Elemente im Bild wirken zu lassen. Hier schwappen ein gezeichnetes und ein fotografiertes Bild friedlich miteinander im Hafen von Kitries.

Bootsgeschaukel in Kitries

und die beiden Originale

Ob die Plastik-Wasserflasche an Bedeutung gewinnt, wenn sie von einer Zeichnung überblendet wird, wage ich nicht zu entscheiden.

Das wars dann wohl fürs erste.

 

Veröffentlicht unter elektronische Spielereien, Fotografie, Kunst, Leben, Meine Kunst, Methode, Zeichnung | Verschlagwortet mit , , , | 11 Kommentare

Schwarze Granatäpfel und der Baum der Erkenntnis (Foto)

Schon oft hab ich über den Ganatapfel – die Frucht, die zauberhaften Blüten, die  Mythologie und Mysterienkulte berichtet, die sich um diesen Baum ranken. Stand nicht am Anfang unseres Erdenschicksals der Ganatapfelbaum, um den sich eine Schlange wand, um Eva zu verführen, auf dass sie ihrerseits Adam verführte: Iss die Frucht dieses Baums, und du wirst erkennen, was Gut und was Böse ist….

Bisher dachte ich wie selbstverständlich, dass diese verführerische Frucht rot war. Nun aber sah ich im Garten des kleinen Klosters eine alte Sorte, und die war von einem tiefen fast schwarzen Violett. Schau selbst!

War es etwa diese Frucht, die im Paradiese reifte und die am Anfang unseres so zweifelhaften Wissens um das Gute und das Böse stand? Le Rouge ou le Noir?

 

 

Veröffentlicht unter Fotografie, Leben, Mythologie, Natur | Verschlagwortet mit , , , , | 28 Kommentare

Überblendungen II: Historische Kirche und stillgelegter Bahnhof (tägliches Zeichnen)

Meine Motive in Kalamata wiederholen sich. Das hat seinen Grund: Ich sitze, wenn ich warten muss, gern im „Art Cafe“ mit Blick auf die historische Kirche oder im schattigen Park beim stillgelegten Bahnhof. Heute hatte ich Gelegenheit, sogar an beiden Plätzen zu rasten – und ein bisschen in meinem Skizzenbuch zu zeichnen. (1) historische Kirche, (2) stillgelegtes Bahnhofsgebäude mit Cafe (3) Baumgruppe mit Brunnen, ebd

Ich machte auch Fotos von den Orten, die ich zeichnete, denn ich wollte ein weiteres Mal die neu gefundene Technik der Überblendungen ausprobieren. Die komplexen Bildeindrücke, die sich dabei ergeben, faszinieren mich gerade.

1 Die historische Kirche von Kalamata.

IMG_9615dd

2) Das Bahnhofs-Cafe

Zeichnung, mit Fotografie teilweise überblendet

Fotografie, mit digital bearbeiteter Zeichnung teilweise überblendet

3) Baumgruppe mit Brunnen

Fotografie, mit bearbeiteter Zeichnung überblendet.

Veröffentlicht unter Architektur, elektronische Spielereien, Fotografie, Leben, Methode, Natur, Zeichnung | Verschlagwortet mit , , , , , | 25 Kommentare

ABC Projekt bei Wortman: Drei in eins (M=Mondsee, N=Natur, O=Oberösterreich)

https://wortman.wordpress.com/2021/07/25/projekt-abc-o-wie-oedbergalm/

Bei Wortmans ABC Fotoprojekt habe ich den Anschluss verpasst. M und N sind ohne mich vorbeigegangen, nun sind wir schon bei O. Schnell aufholen! Der M=Mondsee, eine wunderbare N=Naturlandschaft in Ο=Oberösterreich gab mir das gewünschte  Motiv.

Ich besuchte ihn vor zwölf Jahren zusammen mit einer in Griechenland lebenden österreichischen Freundin, um die Hochzeit meiner lieben Nichte zu feiern. Ein ganzes Fotodossier entstand damals. Schon der erste Blick auf den Mondsee verzauberte mich…

….und der letzte Blick nicht minder.

 

Veröffentlicht unter ABC in Fotos, Fotografie, Leben, Natur, Reisen | Verschlagwortet mit , , , , , | 4 Kommentare

Was sonst noch so war: Sonnenlauf – Prinkipissa – kleines Kloster (Montag ist Fototermin)

Jeden Morgen geht die Sonne auf. Ja, ja. Und sie triumphiert und herrscht großmächtig am Himmel, bis sie am Abend als roter Ball versinkt.

Da ich draußen schlafe,  brauche ich nur unter dem Moskitonetz hervorzukriechen, um ihr dabei zuzusehen, wie sie die Schatten vertreibt und Helligkeit und Hitze über Land und Meer, Menschenbehausungen und Olivenhaine ausgießt.

Jetzt kann ich noch zu Fuß zum Meer gehen, in zwei Stunden wird es dafür zu heiß sein. Prinkipissa, immer noch sehr scheu, wartet im Hauseingang auf ihr Futter. Ihre Jungen sind längst verschwunden, sie war inzwischen wieder schwanger, hat uns aber die Kleinen nicht vorgestellt. Ich bezweifle, dass sie leben. Sie ist sehr rätselhaft, lässt sich nicht anfassen, aber beobachtet uns nun aus sicherer Entfernung, schließt sogar manchmal vertrauensvoll die Augen.

Vorgestern gab es ein paar Wolken, leider entließen sie keinen Tropfen Wasser auf unser dürstendes Land. Ich fuhr, um mich wegen der Behindertenarbeit zu besprechen, ins kleine Kloster hinauf, von dem ich schon manchmal erzählt habe (z.B. hier oder hier).  Am Samstag sind Gäste zum Esperino zugelassen, freilich nicht in dem Kirchlein, sondern nur im Außenbereich. Von dort hat man einen weiten Blick auf den Taygetos mit seinen kleinen Dörfern.

… oder durch einen gemauerten Bogen gerahmt:

Ich zoome mir ein Dorf mit einem schönen wilden Zypressenwäldchen heran:

Zwischen Morgen und Abend ist noch einiges gewesen, das ich hier aber nicht dokumentiere. Nun ist Abend, und ich gehe schwimmen. Einen Guten Abend auch dir!

(Heute gibt es keine Wolken, das Foto ist von einem anderen Abend)

Veröffentlicht unter Architektur, Fotografie, Leben, Natur, Tiere, Zwischen Himmel und Meer | Verschlagwortet mit , , , , , , | 17 Kommentare

Rundes in Hell-Dunkel-Kontrast (tägliches Zeichnen)

Zeichnen hilft mir, mein Denken zu disziplinieren. Wenn die Gedanken schon im Kreis laufen, dann doch, bitte sehr, auf dem Papier. Als Motive boten sich an: mein roter Kaffeebecher, die kleine runde weiße Vase mit künstlicher Stechpalme und echtem Bergtee-Stängel auf einem runden Metall-Tischchen. Gezeichnet habe ich mit schwarzem Kugelschreiber auf der Rückseite eines einseitig bedruckten Dossiers in DIN A4-Format.

 

 

Eine farbige Variante erstellte ich, indem ich die Restfarben des Fotos nutzte.

Die Zeichnung reduzierte ich dann digital auf die wesentlichen Grundformen, wobei zwar einiges vom Charme der Handzeichnung verloren geht. Dafür aber verstärkt sich der Schwarz-Weiß-Kontrast und entstehen holzschnittartige Effekte.

 

 

 

Veröffentlicht unter elektronische Spielereien, Kunst zum Sonntag, Leben, Meine Kunst, Zeichnung | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 24 Kommentare

Überblendung von Foto und Zeichnung (Bruno Martinazzi „Contro la guerre“)

Meine heutige Zeichnung, wie gestern im Din A4 Format auf der leeren Rückseite eines Dossiers entstanden, gehört sicher nicht zu den Glanzleistungen. Aber sie reicht mir aus, um mal wieder ein kleines digitales Experiment zu machen.

Ich fotografierte das Motiv (eine Zimmerecke mit gerahmtem Plakat, Fensterflügel und Zentralheizung) aus demselben Blickwinkel, aus dem ich es auch gezeichnet hatte, legte dann die Fotos aufeinander, machte entweder die Zeichnung oder das Foto halb durchsichtig, bearbeitete die Zeichnung digital.

Zuerst die Originale: Zeichnung und Foto

Überblenden. Dabei ging es mir einerseits darum festzustellen, wie sehr meine Wahrnehmung beim Zeichnen verzerrt ist, zum anderen aber auch um ästhetisch ansprechende Lösungen, die die jeweiligen Vorteile von Zeichnung und Foto kombinieren. Ein paar der Ergebnisse möchte ich hier zeigen.

a) Einfache Überblendung:

b) Zeichnung mit eingeblendetem Original-Plakatfoto

c) Zeichnung halbtransparent, eingepasst, digital bearbeitet

d) Ausdruckssteigerung (Kohlefilter und Inversion).

Veröffentlicht unter Architektur, elektronische Spielereien, Fotografie, Meine Kunst, Methode, Trnsformation, Zeichnung | Verschlagwortet mit , , , , , | 17 Kommentare

Die Ordnung der Dinge im Raum (tägliches Zeichnen)

Wenn du hier schon länger mitliest, weißt du, dass ich einen Tick habe: ich zeichne oft die Dinge, wie ich sie vorfinde, anstatt sie mir bequem hinzurücken und ein ordentliches Stillleben aufzubauen. Ich möchte mich von den Beziehungen leiten lassen, die ich zwischenden Dingen, so wie sie sich mir zufällig darbieten, entdecken kann. Warum? Nun, weil es im Leben auch so ist: Kann ich die Ereignisse und ihre Beziehungen zueinander etwa verändern? Nein, meistens kann ich das nicht. Ich muss sie hinnehmen, wie sie kommen.  Und dennoch habe ich eine Sehnsucht danach, sie als etwas Geordnetes wahrzunehmen. Es reicht mir nicht, von Zufall zu sprechen. Dabei unterstelle ich gar keine ordnende Hand, stelle keine „Verschwörungstheorien“ auf. Ich fühle einfach den Dingen und Ereignissen nach. Wie stehen sie zueinander? Wie stehe ich zu ihnen? Das mache ich mir bewusst.

So auch beim Zeichnen.

Heute stürzten besonders viele Ereignisse unterschiedlichster Art auf mich ein. Zwischendurch saß ich, von der schwülen Hitze ziemlich ermattet, auf dem Sofa und schaute auf das Chaos der Dinge, die sich auf dem Couchtisch angesammelt hatten, sah auch dahinter den Rohrsessel, den Kamin, das Fenster, das Rad vom Teewagen und etliches mehr. Und begann,  mit einem blauen Kuli auf die Rückseite eines einseitig bedruckten A4-Dossiers zu zeichnen, was ich sah.

Hier wirken die Dinge noch wie über den Raum verstreut, ohne inneren Zusammenhang. Ein zweiter Anlauf, diesmal mit schwarzem Kuli.

Ich habe einige Beziehungen entdeckt, aber ein Gesamtbild will sich nicht ergeben.

Ein dritter Anlauf:

Nun ist eine deutlichere Hierarchisierung zu spüren. Vorder-, Mittel- und Hintergrundgreifen ineinander, der Raum beginnt sich zu strukturieren.

Diese Übung ließe sich noch lange fortsetzen. Für mich war es jetzt genug, um in meine Gedanken ein wenig mehr Ruhe und Ordnung zu bringen.

Veröffentlicht unter Architektur, events, Kunst, Leben, Materialien, Meine Kunst, Methode, Zeichnung | Verschlagwortet mit , , , | 29 Kommentare

Nachts im Lunapark mit Mond (Fotos)

Gestern Nacht war ich im Lunapark nahe bei Kalamatas Hafen – und Luna, fast schon wieder voll, war auch zur Stelle.

Ich habe kindichen Spaß an solchen Orten, wo das Jungvolk sich amüsiert und die Eltern ihren Nachwuchs mit den Errungenschaften der Jahrmarktstechnik bekannt machen.

Sehr angenehm war dieser Abstecher nach einer anstrengenden mehrstündigen Sitzung, in der es um Probleme unseres Behindertenprojekts ging. 17 Frauen, zwei Männer rangen um Lösungen. Ob wir sie fanden? Das wird sich zeigen.

Jedenfalls machte ich mich danach mit Freundin W auf zu ihrem Stand am Hafen. Sie bietet dort ihren geschmackvollen selbstgemachten Schmuck zum Verkauf an. Eigentlich ist sie Schauspielerin. Links eine jüngere Kollegin, die W während der Sitzung vertrat.

Bei einem eisgekühltem Ouzo mit Meze sah ich dem Getriebe zu. Es gab etliche kleine Verkäufe – was durchaus nicht immer so ist.

Erst gegen fünf Uhr morgens werden die Verkaufsstände geschlossen. Dann stehen auch die Elektrospielzeuge still.

Ob der freie Hund, der hier mit Inbrunst den Kunstrasen zernagt, dann auch ein ruhiges Plätzchen finden wird? Ich weiß es nicht. Denn da lag ich längst schon wieder auf unserer Turmterrasse unterm Moskitonetz und sah dem Mond zu, wie er das Meer orange verfärbte.

ob

Veröffentlicht unter Ökonomie, events, Feiern, Fotografie, Leben, Serie "Mensch und Umwelt", Tiere | Verschlagwortet mit , , , , | 10 Kommentare

Zur Abwechslung: Kleinstaquarelle und Tuschzeichnungen

Anders als die Skizzen und Zeichnungen, mit denen ich äußere Eindrücke wiederzugeben und zu ordnen versuche, drücken ungegenständliche Bilder unmittelbar innere Seelenzustände aus. Auch in ihnen spiegeln sich freilich Weltzustände.

Diese winzigen Bilder stammen aus einer anderen Lebensphase, ich holte sie hervor, denn  sie scheinen mir wieder aktuell zu sein.

Die NEUN im Überblick:

Ich habe die Titel der Bilder weggelassen und sie nur durchnumeriert, um freie Assoziationen zu erleichtern. Vielleicht magst du ein paar Titel geben?

A

B

C

D

E

F

G

H

I

Veröffentlicht unter Kunst, Leben, Malerei, Meine Kunst, Psyche, Zeichnung | Verschlagwortet mit , , , , , | 14 Kommentare