inktober: 18 BOTTLE (Flasche)

#inktober and  #inktober2018.

18 BOTTLE (Flasche)

Flaschen? O, oft und gern habe ich sie gezeichnet – ich täts auch gern

wieder,  sei es nun eine schlichte Plastikflasche wie auf den obigen Bleistiftzeichnungen, sei es eine ganze Ansammlung von Flaschen, wie auf den Kohlezeichnungen mit dem kubistischen Touch.

Gelegentlich habe ich die Kohlezeichnung mit Farbpigmenten und Kleister  weiterbearbeitet

oder mit Pastellkreiden auf Papier gezeichnet. (Das Bild ist gerahmt hinter Glas, daher die Spiegelungen im Foto)

Stillleben mit Flaschen und Obst. Pastell (c) Gerda Kazakou

 

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inktober 17 SWOLLEN geschwollen

#inktober and  #inktober2018.

17 SWOLLEN (geschwollen) – Der Sonntagsspaziergang

Was kann geschwollen sein, außer den Füßen nach einem langen Tag als Kellnerin, Verkäuferin, Stehparty-Besucherin, Bergsteigerin? Der Bach, die Rede, der Bauch – fielen mir spontan noch ein. Der Duden weiß mehr, er schlägt als Synonyme u.a. dick, schwulstig, affektiert, hochtrabend, wichtigtuerisch vor. Oder eben: aufgeblasen.

Und so bin ich mit meiner aquarellierten Federzeichnung  auf der sicheren Seite. Ihr seht ein ehrenwertes, ein wenig „aufgeblasenes“, womöglich auch wichtigtuerisches Paar beim Sonntagsspaziergang. Falls jemand meint, der Herr trage Lederhosen – ich bin nicht schuld daran.

Der Sonntagsspaziergang (c) gerda kazakou

In Schwarz-Weiß ist es natürlich weniger eindrucksvoll, ab er dafür näher an der Aufgabenstellung.

Sonntagsspaziergang, sw Fassung (c) gerda kazakou

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In der Sandovaschlucht

Nicht oft war ich in diesem Jahr in der Sandovaschlucht spazieren. Seit für den Küstenschutz große Teile des trockenen Flussbettes ausgebaggert wurden, um Material zu entnehmen, hatte sie im Eingangsbereich – dort wo das Sandovaflussbett ins Meer mündet – viel von ihrem Charme verloren. Wie es vorher war, könnt ihr in früheren Beiträgen sehen. ZB hier und hier

Heute aber fand ich die alte Atmosphäre wieder und war voller Freude. Die späte Sonne flutete das junge Grün zwischen den Olivenbäumen mit ihrem Licht, so dass es smaragden aufleuchtete, reizende Zitronenbäumchen standen zwischen den ernsten Oliven, darüber die strengen Zypressen. Kleine Blumen bildeten rotviolette Fleckenteppiche auf der Erde. Die Oliven entwickeln sich prächtig. Die Rizinussträucher mit ihren in verschiedenem Stadium befindlichen Früchten haben sich etwas erholt (die letzten drei Fotos). Auf den Namen der blauen Blume mit den goldenen Früchten kann ich nicht kommen: Wer hilft mir, mich zu  erinnern? (Die Bilder kann man anklicken, um sie zu vergrößern).

 

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Skizzenbuch 10 : Lilie, Granatäpfel, Ölbäume, Feigenblätter und zwei Politiker.

Die schönen Tage in Aranjuez sind nun zu Ende …

Nun, nicht im wörtlichen Sinne „die schönen Tage in Aranjuez“ (Friedrich Schiller, Don Carlos), sondern die in der Mani, am Golf von Kalamata, gehen nun zu Ende. Demnächst brechen wir hier unsere Zelte ab und fahren tränenden Auges zurück nach Athen, ins Winterquartier.

Ein paar Bleistift-Skizzen aus dem Skizzenbuch, das ebenfalls fast gefüllt ist, kann ich euch noch zeigen: die Lilie unter dem Granatapfelbaum, das vertrocknende Laub des Feigenbaums, die Stämme von zwei Olivenbäumen, und – ganz aus der Reihe fallend – zwei Politiker, die sich in Berlin trafen und die ich zeichnete, während ich der Pressekonferenz am Bildschirm folgte. Die Kaffeehaus-Szene ist in einem anderen Block entstanden, als ich den neu erworbenen Tintenkuli ausprobierte.

(Zum Vergrößern anklicken)

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inktober: 16 ANGULAR (eckig, kantig, winklig)

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ANGULAR (eckig, kantig, winklig)

Womit beginnen? Ecken und Kanten haben viele meiner Bilder und Zeichnungen. Heute habe ich sogar eine neue Legearbeit gemacht, die auf dem rechten Winkel basiert.
Also beginne ich mal mit der. Per Fotoshop habe ich allerlei farbige, aber auch etliche Schwarz-Weiß-Versionen geschaffen, von wegen der Regeln.

Rechter Winkel

Anstatt einer Folie benutzte ich diesmal einen Block, um mit Kohle ineinander verkantete rechte Winkel auf eine große weiße Pappe zu zeichnen. Dann griff ich in die Schnipseltüte und zog willkürlich ein paar Schnipsel heraus. Die begannen, an dem Gerüst herumzuklettern. Anscheinend bereiteten sie eine Artistenshow vor. Probierten auch allerlei Beleuchtungseffekte aus.

Als noch noch weitere Figuren auf die Bühne drängten, verstärkte ich vorsichtshalber das Gerüst, indem ich mit Kugelschreiber nachzog. Soviel verstand ich: es ging darum, das wacklige Gerüst bei dem ganzen Trubel im Gleichgewicht zu halten.

 

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inktober: 15 WEAK (schwach)

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15 WEAK (schwach)

Wieder habe ich mehrere Lösungs-Ansätze mit verschiedenen Techniken anzubieten. Ich fand es nicht leicht, Schwäche darzustellen. Das meiste stammt wiederum aus dem Archiv. Manches habe ich für diesen Beitrag neu bearbeitet.

Zwei schwache Köpfe

Ölpastell und Klebestreifen auf Papier gezeichnet (unbearbeitet)

Schwaches Wachstum in drei Bild-Phasen

Kohle, Klebestreifen und Japanpapier auf Pappe (70 x 100)

Schwach ist ein Gemäuer kurz vor dem Einsturz

Dies ist eigentlich Teil eines Gemäldes. Ich habe es elektronisch in eine Schwarz-Weiß-Version verwandelt.

Schwach ist eine Pflanze, die verblüht

Es handelt sich um eine Bleistiftzeichnung, die ich im Original belassen habe.

Geschwächt ist das Kind, das mit Grippe im Bett liegt

Auch dies eine Bleistiftzeichnung (unbearbeitet)

Das Kind, das sich groß wie Papa fantasiert und vor seinem eigenen Spiegelbild in die Knie sinkt, ist vielleicht auch schwach.

Dies ist ein Legebild, das ich teilweise entfärbt habe, so dass es eher wie eine Tuscharbeit aussieht. Nur den Rahmen beließ ich in seinen Originalfarben.

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inktober: 14 CLOCK (Uhr)

#inktober and  #inktober2018.

14 CLOCK (Uhr)

Wieder greife ich in mein Archiv, denn  die Uhr – oder auch die Zeit – habe ich immer wieder darzustellen versucht. Neu ist nur das erste Bild, alle anderen habe ich gelegentlich in Posts gezeigt.

Federzeichnung: Sanduhr.

Eine Feder zeichnet mit ihrem Schatten die Zeit auf den Sand. Es ist ein Foto, in das ich die Maßeinheiten eingetragen habe. Ein Uhr – zwei Uhr – drei Uhr….

Bleistiftzeichnung: Mit der Sanduhr

Ihr seht die Sanduhr neben der Kerze – beide heimliche Messer meiner Zeit. Auf dem Segelboot steht EYTYXIA, „Glückseligkeit“. Der Gong mit dem Sonnenton vertritt den Kosmos, der uns unsere Tage und Nächte zumisst. Im zerbrochenen Glas spiegeln sich  Frucht und Seeigelgehäuse. In der Mitte der weise Nachtvogel, der mit seinem Ruf „Kiwitt schuhu  – komm mit zur Ruh“ das memento mori vollendet.

Neben dem Original eine leicht bearbeitete Fassung, die aus der Bleistiftzeichnung eine Pseudo-Federzeichnung macht.

Uhr mit Eulen und Vase

Noch eine Bleistiftzeichnung aus der Serie, in der ich Natur- und Kunstgegenstände zu Stillleben zusammengeordnet habe. Die Uhr unter der Glashaube dreht lautlos ihre goldenen Kugeln, als herrsche sie über die Sphären des Himmels.

Uhrzeit und Lebenszeit

Hier habe ich ein Gemälde (Pigmente auf collagierten Pappen auf Leinwand, 70 x 100)  per fotoshop in eine Schwarzweiß-Zeichnung verwandelt. Im oberen Feld rechts zeigt ein Wecker die Zeit an, halb verdeckt im unteren Feld zeigt ein anderer Wecker (oder ist es derselbe?) die Gegenzeit an. Der im Lichte läuft vorwärts, er zählt die verbrachten Lebensjahre, der im Schatten läuft rückwärts und vernichtet die Lebenszeit.

Das Ticken der Uhr zerschreddert die Zeit

Dieses Bild geht zeitlich dem vorigen voraus: es ist dieselbe Leinwand gedreht.  Auch  hier stelle ich das Original einer Bearbeiteung gegenüber, die eine Tuschzeichnung vortäuscht. ich mag sie lieber als das Original, das mir zu bunt geraten ist.

Die Uhr macht ticketack

Sie hat dich am Wickel, sie treibt dich herum, die Uhr ….

Ja zapple du nur! Sie geht wie sie geht, obs regnet, obs schneit. Vorwärts im Kreis, ticketack, ticketack, ticketack.

 

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Weltpolitik am Sonntag: Über den Kongo

Ich denke, einmal in der Woche, am Sonntag, kann ich hier einen grundlegenden Bericht über eines der großen Weltthemen posten. Für die Premiere habe ich ein Video ausgewählt, das einen umfassenden Bericht über den Kongo enthält. Schau es an, du wirst hinterher etwas mehr von der Welt verstehen.

Seit ich als Studentin in Berlin gegen die Ermordung des frei gewählten Präsidenten des Kongo Patrice Lumumba und den Staatsbesuch der belgischen Marionette Tschombe protestierte, habe ich dieses große gequälte Land nicht mehr vergessen können. Aber ich wusste wenig über den Hintergrund der westlichen Interventionen, die bis heute anhalten. Und über den Zusammenhang mit den Kriegen in der ganzen Welt. Dieser Bericht schließt eine Lücke.

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Blühendes und Fruchtendes (Hohelied)

Granatapfel und Lilie

Das Hohelied des Salomon (ΑΣΜΑ ΑΣΜΑΤΩΝ)

„Ich bin eine Blume in Scharon und eine Lilie im Tal.“ 2,1

„Deine Lippen sind wie eine scharlachfarbene Schnur, und dein Mund ist lieblich. Deine Schläfen sind hinter deinem Schleier wie eine Scheibe vom Granatapfel.“ 4,3

Herbstliches Blühen im Rosa-Violett-Spektrum

Dunkle Beeren im Rot

 

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inktober: 13 GUARDED (beschützt, bewacht)

#inktober and  #inktober2018.

13 GUARDED (beschützt, bewacht)

Erstmals habe ich versucht, nach der Wortvorgabe zu zeichnen, anstatt Passendes im Archiv zu suchen. Es ist ein ganz anderes Vorgehen. Der leitende Gedanke steht von Anfang an fest, entwickelt sich also nicht langsam aus dem Tun, wie es sonst bei mir meistens der Fall ist. Es erinnert mich ein bisschen an Programm-Musik. Das ist ungewohnt kopflastig, aber nun, seht selbst, was mir spontan zu dem Wort GUARDED (bewacht, beschützt) eingefallen ist.

Erste Lösung, in drei Schritten: Weibliche Hüterin, Nährerin, Amme – behüteter Säugling. „O wie wohl ist mir am Abend…“ (Kohlezeichnung)

und zwei Bearbeitungen („Mond“, „Erde“)

Zweite Lösung: Der Baum als Beschützer von Mutter und Kind. „Ruhe auf der Flucht“ (Kohlezeichnung, Bearbeitung, Bildausschnitt)

Dritte Lösung: Kindergarten. „Hüte mal diese Rasselbande!“ (Kugelschreiber-Zeichnung, zwei Versionen)

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