Sonntags ins Archiv: 17. Mai 2015 (moderne Argonauten)

Wie jeden Sonntag steige ich auch heute hinab ins Archiv, um zu schauen, was mich an einem Tag wie diesem in früheren Jahren beschäftigt hat. Diesmal landete ich in meinem ersten Bloggermonat, denn ich begann im Mai 2015 zu bloggen. Unter dem Datum des 17. Mai habe ich ein großes Legebild veröffentlicht: Moderne Argonauten. Es ist sicher eines meiner ernsthaftesten und durchdachtesten Bilder jener Zeit.

Refugees

Was war der Gedanke dabei? Ich zitiere:

Das Drama der Flüchtlinge aus Kriegsgebieten hat mich immer wieder beschäftigt. Auf dem Bild treibt sie ein zürnender Engel vor sich her. Finster ist das Gewölk.  Das Kreuz zeigt an, dass sie in christliches Gebiet gekommen sind. Ihr Schiff prallt auf eine Küste, das eine Haus wirkt derangiert, das andere darüber verzieht sein Gesicht.

Ja, so war das damals: An den Küsten Griechenlands landete eine ständig wachsende Zahl von Menschen, die auf brüchigen Booten von der kleinasiatischen Küste aufgebrochen waren, um im „christlichen Abendland“ eine neue Heimat zu finden. Ihre erste Anlaufstelle waren griechische Inseln oder das Festland hinter dem Ebrosfluss. Die Inselbewohner, zuerst durchaus gastfreundschaftlich, begannen, die Türen ihrer Häuser zu schließen und sich zu fürchten.

Ein alter griechischer Mythos erzählt von den Argonauten. Die kamen aus dem Westen (von der griechischen Küste) und fuhren gen Osten, um das „Goldene Vlies“ „heimzuholen“. Jason war der Anführer der Heroen. Mithilfe der Medea, Tochter des Helios,  raubten sie das Vlies. Ihr wisst wohl, was aus ihr und ihren Kindern wurde….

Jason und seine Helden waren keine Flüchtlinge. Sie waren Eroberer. Nun kommen Flüchtende von Osten und landen an der griechischen Küste, auch sie auf der Suche nach einem goldenen Vlies. Moderne Argonauten.

So schrieb ich damals. Warum diese mythologische Rückbesinnung? Solche alten im kollektiven Unterbewusstsein schlummernden Erinnerungen können wieder wach werden, wenn nicht mehr einzelne Schutzsuchende („Frauen, Kinder, Alte“), sondern „Heerscharen junger waffenfähiger Menschen“ heranschiffen.  Wollen sie womöglich eine Revanche für das, was wir ihnen angetan haben? Nehmen wir womöglich nicht Schutzbedürftige, sondern unsere Mörder und Vergewaltiger auf? Werden sie uns das rauben, was uns das Liebste ist? Wird sich wieder eine Medea finden, die ihnen ihre Liebe schenkt und die Heimat verrät?

Natürlich sind solche Projektionen nur ein Aspekt des Migrationsproblems, das seither die Gemüter bewegt und die Gesellschaft spaltet. Da es ein so spaltendes Thema ist, das sich ohne eine sorgfältige Kontextualisierung gar nicht erörtern lässt, möchte ich mich heute nicht weiter dazu äußern.

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Kalenderblätter 13.-16. Mai (Blühendes)

Vorhin saß ich auf dem Balkon in Maroussi (Athen) und lauschte dem sanften Mairegen, dem eine Amsel ein Liebeslied sang. Dabei zeichnete ich vier weitere Kalenderblätter. Es ist nichts Spektakuläres, was auf unseren Balkons blüht, aber ich freue mich über jede Pflanze, die unsere langen Abwesenheiten nicht übelnimmt und standhält. Der Oleander (14.5.) blüht grad nicht, sie trägt aber Knospen für künftige Blüten und Samenkapseln von bereits Verblühtem. Als besonders widerstandsfähig erwies sich die „Lidl-Rose“ (15.5.): Ich kaufte sie vor vielen Jahren für 1.30 Euro, sie ging mehrmals fast ein, erholte sich und hat sich zu einem recht stattlichen Busch entwickelt; die Blüten sind größer und duftender als die Ursprünglichen in dem dürftigen Töpfchen. Und eine große Menge von Knospen verspricht auch künftiges Blühen.

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Von Zeichnen der Kentauren und Lapithen (Akropolismuseum, Archiv)

Zu den bedeutendsten Metopen des Parthenon-Frieses gehören zwei Kampfszenen zwischen den Kentauren und Lapithen*.  Eine davon fotografierte ich gestern.

Zum Zeichnen kam ich nicht. Aber wozu gebt es ein Archiv? Und so machte ich mich auf die Suche nach meinen Zeichnungen und wurde fündig im Februar 2019. Ich fotografierte damals dieselbe Kampfszene sowie zwei andere, von denen nur ein Teil des Originals erhalten geblieben ist.

Zuerst machte ich zwei schnelle Skizzen

Dann führte ich zwei Zeichnungen aus.

Die zweite Szene zeichnete ich noch ein zweites Mal, diesmal mit den Schatten, die durch die Ausleuchtung des Hochreliefs entstehen.

 

Ich freue mich, dass ich damals so fleißig gezeichnet habe. Ob ich es jetzt noch schaffen würde, zwei Stunden auf den Füßen zu stehen, den Block in einer, den Stift in der anderen Hand, den Nacken verspannt, die Augen zugekniffen? Leider gibt es in solchen von Menschenmassen durchwanderten Museen keine Stühle, auf denen sich ein müder Zeichner ausruhen könnte. Und natürlich sieht man aus der Ferne nicht die Details, die man fotografisch heranzoomen kann, und begnügt sich mit den allgemeinen Merkmalen.


*Die Kentauromachie bestand aus 32 Metopen vor allem an der Südseite des Parthenon. Entstanden sind sie im 5. Jahrhundert v. Chr.. Sie zeigen den mythologischen Kampf zwischen den Lapithen, einem griechischen Volksstamm, und den Kentauren, Mischwesen aus Mensch und Pferd.  Sehr viele wurden 1687 bei der Explosion des türkischen Pulverlagers durch die belagernden Venezianer zerstört. Die meisten noch vorhandenen Bildplatten und Fragmente ließ Lord Elgin 1803 nach London verschleppen.

Zur Interpretation: Die Kentauren sind die wüsten Angreifer, die Lapithen verteidigen sich tapfer und sind am Ende siegreich. Der Mensch überwindet die tierisch gebliebenen wilden Impulse.

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Säulen, Menschen und mehr (Akropolis)

Gestern war ich seit langer Zeit mal wieder auf der Akropolis. Die Kraft des Ortes teilte sich mir wieder mit. Ja, natürlich waren da sehr viele Menschen, es gab Warteschlangen, man musste viele Stufen erklimmen, die Sonne brannte,  doch eine leichte Brise und die besondere Schwingung dieser heiligen Steinwüste machten das Gehen angenehm.

Auch manche der BesucherInnen waren durchaus sehenswert. Bei dem Fotoshooting einer Schönen schummelte ich mich mit aufs Bild.

Vieles ist natürlich zerstört – zuerst und am gründlichsten 1687 durch die Explosion des Pulverlagers, das die türkische Armee im Parthenon unterhielt und in das die Venezianer eine Mörsergranate reinschossen: das Dach stürzte ein, achtundzwanzig Säulen des stolzen Tempels der Athene stürzten um. Danach begann die Plünderung durch die Venezianer zuerst und dann immer fort bis hin zum Jahre 1803, als sich Lord Elgin von der ottomanischen Herrschaft die Erlaubnis holte, die schönsten noch erhaltenen Friese abzuschlagen und nach London zu transportieren.

Im Akropolis-Museum, dessen Kern die Originaldimensionen des Tempels hat, so dass der gesamten Fries in einer Mischung aus Originalteilen und Nachbildungen montiert werden konnte, bekommt man einen klaren Eindruck von dem Umfang der Plünderung, und man versteht die Verbitterung der Griechen, dass das Britische Museum den Raub nicht rausgeben will. Früher hieß es, das fehlende Museum und der saure Regen Athens machten die Aufbewahrung in London notwendig. Jetzt aber?

Auch Wind und Wetter haben natürlich in den über 2000 Jahren des Bestehens ihre Spuren hinterlassen. Die Karyatiden des Erechtheion wurden durch Kopien ersetzt, die Originale im Museum sichergestellt.

Ich liebe die mächtigen weiblichen Gestalten mit ihrem prächtigen vollen Haar sehr, habe sie diesmal aber nicht fotografiert, sondern mich vergleichend zwischen sie gestellt.

Und sonst bietet das Museum? O, vieles. Zum Beispiel dieser eindrucksvolle Löwenhintern oder der Opferstier, der sich vergebens wehrt, der der fromme Hirt, der den Widder zum Opfer bringt, oder das wilde Ringen zwischen Zentaur und Lapith….

Und die Welt rundum, zwischen Burgberg und Museum, ist ja auch nicht leer. Es gibt dort reizende Sträßchen, in denen man wohnen möchte, kleine Läden mit frischen Obstsäften für den großen Durst, es gibt auch Kater, die sich ausruhen müssen und Elstern, die mit Olivenbäumen hübsche Ensembles bilden, es gibt Adern von Quarz, die im Sonnenlicht aufblitzen und eine neue Skulptur der hochverehrten Maria Callas, und natürlich immer wieder auch frohe Frauen, die ihren Sommerrock raffen, damit der Wind ihn zeigen kann.

Und über allem der blau-weiße Himmel und die blau-weiße Fahne des Landes.

 

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Spazierengehen im Syngrou-Wald

Gestern und heute drehte ich in anregender und angeregter Unterhaltung Runden in unserem Stadtwald. Wie der Weg mäanderte, so mäanderte auch unser Gespräch und machte manchmal erstaunliche Wendungen. Ich fotografierte wenig. Das erste Mal zückte ich das Handy, als ich in der Ferne eine Tanzgruppe entdeckte. „Auch ich nehme an einer Tanzgruppe teil“, sagte ich verschämt lächelnd zu meiner jungen Begleiterin (sie war vor vielen Jahren, als sie 12 war, meine Schülerin gewesen, dachte, so sagte sie, oft an mich und tauchte gestern überraschend wieder auf). Und so wendete sich unser Gespräch in Richtung  Tanzen, Paneurhythmie … Plötzlich gab es die merkwürdigsten Übereinstimmungen im Leben, gemeinsame Freunde hier und in Kalamata, gleichgerichtete Interessen und Tätigkeiten, so dass wir beide nicht schlecht staunten.

Heute fand ich einen Ruheplatz auf einem abgesägten Stamm. Er hatte eine sehr interessante Maserung und ich erkannte ihn als Teil eines Stammes, der mich vor Jahren schon anzog und den ich auch zeichnete.

Wenn mich nicht alles täuscht, war dies der Stamm im Jahr 2018, bevor der zersägt wurde.

Baumlinien“ nannte ich die damaligen Zeichnungen, die mir sehr weiblich erschienen.

Dann gab es auch noch ein paar Blumen, die mich aufforderten, fotografiert zu werden. Es war dieser Gegensatz zwischen Wildblumen und ausgesäten Gartenblumen, der mich reizte.

Schön sind sie beide. Die lieblichen rosa Blumen blühen auch auf meinem Balkon, und ich werde sie mit einer Zeichnung im Kalender festhalten.

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Kalenderblätter 7.-12. Mai: Blühendes

Bin wieder mal in Athen. Die neuen Blumenbilder entstanden gestern Nachmittag und heute Vormittag auf dem Balkon: Blühendes auf dem Balkon und auf dem Gartenstück darunter.

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Sonntags ins Archiv: Die Blume des Lebens

Gestern früh war ich zum Paneurhythmietanzen – gestern nachmittag hörte ich einen Vortrag über eine Heilmethode und stellte auch kurz die Methode des Aufstellens vor – heute besuchte ich mit vier anderen Frauen und einem Mann ein Agroktima (landwirtschaftliche Nutzfläche mit kleinem Gebäude). Drei verschiedene Kreise, alle drei über den ersten innersten Kreis verbunden, der sich im November 2021, als die Covidnot am größten war, als „Blume des Lebens“ gebildet hat (hier).

Ich lese nach, was ich damals schrieb: Am vorigen Montag haben wir – acht Frauen – den ersten Samen für eine „Blume des Lebens“ in den Boden gesenkt. Der Ort war ein Kinderspielplatz am Meer. Jeden Montag wollen wir uns treffen und langsam, wie die Blume des Lebens, erweitern. Wir wollen ineinandergreifende Kreise der gegenseitigen Unterstützung und Inspiration schaffen, die nach harmonischem Gesetz weiter wachsen, ohne dass es einer leitenden Person bedarf. Nur am Anfang wird es nötig sein, „das Feuer zu hüten“. 

Unser „Blümchen des Lebens“ möge wachsen und gedeihen und sich ausbreiten, auf dass all diese und viele viele andere Lebensfelder bearbeitet werden und Frucht tragen und nicht unter der verordneten Dürre zugrunde gehen.

Zu den Gründungsmitgliedern gehörten A und B, die auch die Initiative für die gestrige und heutige Aktivität hatten.

Damals:

A produziert Backwaren und hat einen Yogaraum, der (wegen der Covid-Vorschriften) momentan zu nichts nütze ist – welche Einfälle, Kontakte, Ressourcen haben wir, um ihre Lage zu verbessern und auch für weitere Personen Nutzen zu erzeugen? 

Heute:

Inzwischen funktioniert nicht nur der Yogaraum wieder, sondern eine Vielzahl von Veranstaltungen hat sich angegliedert (veganes Kochen, alte Samen, zyklische Ökonomie u.a.), auch meine erste Ausstellung zum Projekt „Kunst hilft“ fand dort im Oktober 2024 statt.

Die Neubesitzer meiner Kunstwerke in einer Spirale angeordnet, im Hintergrund eine Zeichnung von Susanne Haun, die sie mir als Schnipsel schenkte

Es war der Startschuss für weitere Ausstellungen an anderen Orten mit anderen Helfern, deren Erlös wohltätigen Zwecken zugeführt wurde (Behindertenverein, Romafamilie, Flüchtlingsgarten,  streunende Katzen, Musikausbildung)

Die gestrige Veranstaltung, auf der A vor einer ansehnlichen Zahl interessierter Frauen (und einem Mann) die Therapiemethode Recall vorstellte, in der sie sich ausbilden lässt, fand in diesem Yogaraum statt. Ich wurde aufgefordert, ein paar erklärende Worte zur Methode des systemischen Aufstellens zu sagen. Und so wird es wohl auch hier eine Fortsetzung geben.

 

Die Einführung in das Tanzen der Paneurhythmie fand ebenfalls hier im März 2024 statt. Daraus bildete sich ein Kreis, der sich seither einmal wöchentlich zum Tanzen am Meer oder im Park trifft.

 

Damals:

B produziert Marmeladen, Säfte und Öle – wie kann ihre Bilanz verbessert werden, wo gibt es weitere Anbauflächen, günstige Einkaufsmöglichkeiten für Rohstoffe, Vermarktungschancen?

Heute:

B hat ihre kleine Produktion gegen alle Unbill der Zeiten verteidigt. Jetzt hat sie  zusammen mit vier anderen Frauen eine Produktionsgenossenschaft gegründet, die darin nicht nur ihre jeweiligen Produktionen und Kenntnisse einbringen (aromatische Öle, Honig, ökologischer Landbau), sondern auch ein ihnen überlassenes Feld mit Ölbäumen und kleinem Gebäude wirtschaftlich nutzen wollen. Ein Antrag auf staatliche Subvention wurde gestellt und gebilligt. Ich fuhr heute hin, um mir das Anwesen anzuschauen.

Sehr viel Mühe und Arbeit wird noch nötig sein, aber der Enthusiasmus über das gemeinsame Tun befeuert die Frauen. Und so bleibt nur, ihnen gutes Gelingen zu wünschen.

Vieles andere ist inzwischen herangewachsen. Nicht an allem nehme ich aktiv oder als Lernende Anteil. Gerade das ist die Idee der „Blume des Lebens“, die uns seit damals leitet: Wir wollen ineinandergreifende Kreise der gegenseitigen Unterstützung und Inspiration schaffen, die nach harmonischem Gesetz weiter wachsen, ohne dass es einer leitenden Person bedarf. Nur am Anfang wird es nötig sein, „das Feuer zu hüten“. 

Für mich steckt in diesem winzigen Feld ein großes Versprechen. Möge es weitere Projekte inspirieren, bis die ganze Erde im Rhythmus der Blumen des Lebens pulsiert! Träumen wird ja noch gestattet sein!

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Zum Muttertag: Neues von der Katzenfront

Frieda (Schwester der Hauskatze Fritzi) hat uns ihre Mutterfreuden und Muttersorgen gestern in den Garten und heute gleich vor die Gartentür gelegt. Dort dürfen wir ihre Brut bewundern, während sie spazieren geht. Aber Vorsicht ist geboten! Bemerken die Kleinen uns, fauchen sie uns an, damit wir Angst kriegen.

Ihr Revier hat Frieda eigentlich ein paar Häuser weiter weg verlegt, aber nun ist sie mit ihrer Vierer-Bande zurück.

Manchmal kümmert sie sich um ihren Nachwuchs, natürlich. So wie hier unter der Palme beim Rosmarinstrauch.

Außer ihren vier ist noch ein goldenes schon etwas größeres Katzenkind in Erscheinung getreten. Mutter unbekannt. Vater? Unser Sohn entdeckte es und lichtete es ab, bevor es sich in sein Versteck zurückzog.

Der Mai, der Mai…

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Nieselregenbummel in Kalamata

Gestern ging ich auf Umwegen von der Altstadt Kalamatas hinunter zum Segelhafen, wo ich verabredet war. Vielleicht macht es dir Spaß, mich zu begleiten.

Als erstes suchte ich die einzige ernstzunehmende Galerie der Stadt auf, wo eine junge Frau (Giorgia Papoutsi) ausstellt, die ich gut kenne. Sie hat in Antwerpen Kunst studiert und dort eine Technik kennengelernt, die sich Kyanotypia oder Blaudruck nennt. Sie verwendet dieses Verfahren zusammen mit Akryllfarben.

Witzigerweise brachte Bloogerfreund Ulfurgrai fast zeitgleich einen Hinweis auf dieses Verfahren, für das er dann am 10.4. noch einen ausführlichen Eintrag machte, den ich Interessierten sehr empfehlen möchte (hier).

Die Wiedergabe von Giorgias Bildern ist schwierig, doch möchte ich noch ein paar Fotos zeigen, die ich bei der Eröffnung unter Kunstlicht machte:

Der zentrale Fußgängerbereich war voll von Halbwüchsigen in dunklen Jacken und über den Kopf gezogenen Kapuzen (es regnete leicht). Angeführt und umkreist von Lehrpersonen, trabten sie schwatzend über das Pflaster.  Offenbar war gestern Schulausflugstag.

Weiter gings durch die regennasse Grünanlage des Eisenbahnmuseums. Der Akanthos (Acanthus) wächst hier üppig und bildet grad seine riesigen Blütenstände aus.

 

Über diese Pflanze (zu deutsch Bärenklau) habe ich schon öfter geschrieben, zB hier, und: hier

Meinen nächsten Fotostop machte ich bei fünf riesigen Palmen, die im Kreis stehen – einsam und gemeinsam.

Sie stehen auf einem leeren Feld, das von dichtem Gestrüpp umgeben. Ich umkreiste das Gelände auf der Suche nach einem Zugang – leider vergeblich. Zu gern würde ich mich einmal zwischen sie stellen und ihre Kraft von Nahem spüren.

Angekommen in der Taverne am Segelhafen, hatte ich Zeit, mir die diversen Pflanzen anzusehen, die den Tavernenhof zieren.

Ich machte sogar ein paar Skizzen, um mir die Formen einzuprägen und sie später für die Kalenderblätter zu verwenden.

Dann kamen auch schon meine Leute und es ging ans Bestellen. …

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Kleines Rätselfoto

Naturfreunde, aufgepasst! Wisst ihr, was das ist?

Nein? Ich würde es nicht erkennen, wenn ich es nicht wüsste.

Gesehen habe ich es auf dem Rücksitz meines Autos.

 

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