Mann am Tavernentisch (Zeichnung, Bearbeitungen)

Heute gingen wir ein wenig in unserem Zentraldorf Kampos spazieren und aßen danach in der kleinen Taverne am Platz. Ich habe dort schon einmal gezeichnet, nämlich hier. Eine ganz andere Bleistift-Skizze kam heute zustande: stilisiert und ein wenig hölzern der Mann auf der ersten Skizze, so dass er sich formal in die Architektur des Platzes eingliedert.  Ich dachte von Ferne an Cezannes geometrische Formen, zB bei seinen „Kartenspielern“, von denen sich dann auch der Kubismus abgeleitet hat.

Zuhause habe ich den Kopf neu gezeichnet und ein paar Linien hinzugefügt, ohne den Grundcharakter der Skizze zu verändern. Dennoch ist die Wirkung eine recht andere. In den Bearbeitungen werden diese Unterschiede noch deutlicher, finde ich.

Beide Skizzen habe ich in vielfältiger Weise bearbeitet.

Skizze 1

Skizze 2

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Meine Hand mit blauen Trauben (Zeichnungen mit Filzstift und Kuli: blind, sehend, gepaust, bearbeitet).

Heute gab es bei uns zum Nachtisch sehr wohlschmeckende Weintrauben: dunkelblau, mit praller Haut. Was ich nicht sogleich aufaß, zeichnete ich zusammen mit meiner rechten Hand.

Mir stand dabei der Sinn nach verschiedenen Techniken, um die Ergebnisse miteinander zu vergleichen:

  1. Die ersten Skizzen machte ich wieder mit Filzstift auf dünnem Papier und „blind“, also ohne zu schauen, was meine linke Hand da trieb. Viermal die rechte Hand mit den Trauben,
  2. Dann holte ich mir einen großen Zeichenblock mit festem Papier und zeichnete mein Motiv „normal sehend“ 4 mal, wieder mit Filzstift und also ohne die Einzelheiten groß zu beachten.
  3. Dann nahm ich den Kugelschreiber und machte noch eine „klassische“ Zeichnung mit verstärkten Konturen.
  4. Schließlich pauste ich auf einem dünnen Blatt die Konturen der letzten große Zeichnung mit Filzstift durch, legte beide Blätter ein wenig verschoben übereinander und fotografierte das so entstehende Doppelbild.
  5. Natürlich probierte ich auch aus, wie sich diese verschiedenen Techniken beim elektronischen Bearbeiten verhalten.

 

1. Die „blinden“ Skizzen, kleiner Block, unbearbeitet.

2. Normal mit Filzstift, großer Block. No 1, 3 und 4 mit je einer Bearbeitung, No 2 mit drei Bearbeitungen.

3. „Normal“ mit Kugelschreiber, großer Block.

4. Durchgepauste Zeichnung auf der Originalzeichnung, leicht gegeneinander verschoben.

5. Bearbeitungen dazu:

Und zum Abschluss noch eine Bearbeitung der Kuli-Zeichnung. Von der Traube zum Wein. Guten Abend!

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Mal wieder blind zeichnen – und elektronisch bearbeiten

Mich freizeichnen von den Einengungen der getreuen Wiedergabe! Das Provisorium suchen! Das brauchte ich heute. Also nahm ich einen Block mit billigem Papier und zeichnete erst drinnen, dann draußen vor der Tür „blind“, d.h. ohne aufs Blatt zu schauen. Auf die Welt um mich herum schaute ich sehr wohl, strich mit den Augen an den Konturen der Dinge entlang und hieß den Stift folgen. Erst war es ein Kuli, dann ein Filzstift, der anstrengungsloser übers Papier gleitet.

Kindliches Gemüt trifft hohe Kunst. Schon beim Zeichnen dachte ich an all die überraschenden Ergebnisse, die durchs elektronische Bearbeitungen möglich sein würden. … Wenn du die Bilder anklickst, hast du mehr davon.

Drei Kuli-Skizzen im Raum, Originale und je zwei Bearbeitungen

Im Innenraum, drei Originale (Filzstift).

Mit Sessel, Kamin und Deckengebälk. Original (Filzstift) und drei Bearbeitungen

Im Garten mit Aprikosenbaum und Treppe. Original (Filzstift) und sieben Bearbeitungen

Gartenstück mit Aprikosenbaum,  Original (Filzstift) und fünf Bearbeitungen

Mit dem Hund. Original (Filzstift) und zwei Bearbeitungen.

Mit dem runden Tischchen, Original (Filzstift) und zwei Bearbeitungen.

 

 

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Eine Pferdefarm im Tannenwald (Fotos, Zeichnung, Skizzenblatt)

Heute ritt ich mit zwei befreundeten Frauen durch einen herrlichen Tannenwald Arkadiens. Ja, richtig gelesen: Hoch zu Ross, oder genauer auf dem Rücken der freundlichen sechs-jährigen Stute Dora betrachtete ich die schöne Welt, die bewaldeten Berghänge, den leicht bewölkten Himmel. Nicht dass ich eine begnadete Reiterin wäre! Nein, nur einmal, als 20Jährige, saß ich auf einem Pferderücken, das war in der wild-schönen Camargue, im Jahre 1962. Heute also zum zweiten Mal.

Dies ist Dora. Vom Mäuerchen aus war es gar nicht schwer, ihren Rücken zu besteigen.

 

 

Dass ich heute zum zweiten Mal in meinem Leben geritten bin, kam so: Wir besuchten zu dritt ein junges befreundetes Paar, das sich eine Wohn- und Arbeitsstätte im dichtesten Wald Arkadiens geschaffen hat. Sie ist Bildhauerin (ich lernte sie auf einer Ausstellung kennen, von der ich hier berichtete)

Nadia arbeitet an einer Skulptur für befreundete Deutsche, 2017

aber sie malt auch allerlei Kirchen mit Ikonen aus. Er arbeitet mit Holz und betreibt die gut besuchte Ranch mit 11 Pferden. Ein 6 Monate altes Knäblein haben die beiden nun auch.

Fotoeindrücke vom heutigen Tage.

Die Holzwerkstatt

Hölzer

 

allgegenwärtige dekorative Katzen

 

Im Ausstellungsraum

Natürliche Baumskulpturen

Die Freundinnen zu Pferd

Bei den vielen Eindrücken kam ich natürlich kaum zum Zeichnen. Aber eine Zeichnung der Balkon-Balustrade aus gewachsenem Holz vor dem Tannenwald brachte ich immerhin zustande.

 

Nun ja, eine Frau mit Baby und eine ohne, auch einen Hund, den die eine später wie ein Baby im Arm hielt, habe ich auch noch aufs Papier gekritzelt.

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Dada-Tüfftüff (Schriftzeichenbild mit Bearbeitungen, 2019-08-17)

Erschöpft von allzu viel Ernsthaftigkeit – grad hat sich wieder eine junge Frau bei mir ausgeweint – und geplagt von den Mücken, die sich heute abend anscheinend verhundertfacht haben, fiel mir der gute Rat von Sonja aka Frau Wildgans ein: „Wenn es keine Motive mehr gibt, vielleicht etwas absurde oder dadamäßige zusammenstellen…“
Und Marie fiel mir ein, die wunderschöne Bilder aus Schriftzeichen macht (wie hier das Lächeln).

Also schrieb ich was mit Kuli und Filzstift in Spiegelschrift und malte es weniger schön, dafür aber dadamäßig aus.

Ob den Kindern mein ökologisch getestetes DADA-TÜFFTÜFF wohl gefällt? Und dir?

Du willst wissen, was ich geschrieben habe? „Wer es nicht weiß, bleibt schwarz“.

 

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Nächtliches auf der Turmterrasse (Skizzen mit Filzstift, 2019-08-16)

Ich konnte es natürlich nicht lassen, noch ein paar Blätter mit dem Filzstift voll zu zeichnen. Nur gehen mir langsam die Themen aus. Und so zeichnete ich nicht nur Gläser ec und den Mann beim Lesen (ein Wälzer über Globalisierung), sondern auch die über dem Moskitonetz baumelnde Stehlampe (damit die Insekten nicht alle zu uns kommen, hängt sie da oben) und die Schatten an der Wand des Turmzimmers.

Original und eine Bearbeitung

 

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Mit dem neuen Filzstift: „Innenraum“ (Zeichnung 2019-08-16)

Ob sich der Filzstift auch im Innenraum bewähren würde? Einen ersten Versuch machte ich gleich nach dem Gartenbild. Oben die beiden im Vergleich, unten zwei Bearbeitungen.

 

 

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Neuer Filzstift – neue Zeichenfreuden. „Zwei Ölbäume im Garten“ (Zeichnung 2019-08-16)

Das Papier des Blocks ist sehr glatt, geeignet für Federzeichnung. Der dicke schwarze Filzstift gleitet widerstandslos darüber und hinterlässt beim geringsten Antippen seine Spuren. Das ist verführerisch und ein wenig gefährlich. Wie schnell ist eine Zeichnung versaut!

Nun, vor allem macht es Spaß. Ich suchte mir am frühen Nachmittag ein schattiges Plätzchen im Garten und skizzierte den von der Sonne ausgebleichten Olivenstamm, seinen dunkel verschatteten Genossen am rechten Bildrand sowie alles, was dazwischen und dahinter wächst.

Auch beim Bearbeiten zeigen sich neue Möglichkeiten. Anklicken = etwas größer sehen.

 

 

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Abend-Besuch auf der Turmterrasse (Zeichnung, zweimal fotogafiert)

Gestern kamen uns zwei Frauen besuchen, die sich für eine Sommerfrische im Nachbarhaus einquartiert haben. Ihren rundmopsigen Hund Nina brachten sie auch mit. Mein Mann hatte Spagetti mit Krabben gemacht, dazu servierten wir einen kühlen Weißwein und was der Kühlschank sonst noch hergab: Oliven, Schafskäse, Weintrauben, Pfirsiche, Aprikosen. Als die Unterhaltung aufs Beruflich-Politische zusteuerte (beide Frauen arbeiten in einem staatlichen Forschungsinsitut und rätseln über die Veränderungen, die durch den Regierungswechsel zu erwarten sind), schaltete ich auf Zeichnen um. Eine Skizze mit der einen etwas entfernter sitzenden Besucherin kam zustande. Mehr traute ich mich nicht.

Im Licht des von oben kommenden Lampenlichts fotogafierte ich die Zeichnung noch in der Nacht.

Bei Tageslicht fotografiert sieht sie so aus:

Entsprechend unterschiedlich wirken dann auch die Bearbeitungen.

 

 

 

 

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Bild und Gegenbild: Nächtliche Zeichnungen mit Durchdrucken 2019-08-14

Der Sommer hat heute seinen Höhepunkt erreicht: der 15. August ist hoher Feiertag und zugleich Signal für alle Städter, sich für ein paar Tage an die See zu begeben. Dazu der Vollmond….
Ich aber tue so, als wäre nichts wichtiger als noch mal ein paar Gläser, Wasser- und Weinflaschen und dann und wann auch meinen Liebsten zu zeichnen, wenn wir abends auf der Turmterrasse sitzen, der eine bei Lampenlicht von oben lesend, die andere zeichnend.

Und dann fotografiere ich diese Zeichnungen, auch die Durchdrucke auf den Rückseiten, sofern welche da sind, und lade die Fotos auf meinen Computer. Das war gestern nacht. Heute schaue ich mir dann die Ernte von gestern an.

„Mit der leeren Salatschüssel“ habe ich mit blauem Stift im größeren Block mit dickerem Papier gezeichnet. Hier das Original und eine rötliche Variante. Keine Durchschläge.

Bild (Original) und Gegenbild (leicht farbverschoben)

 

 

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