Im Yachtclub von Kalamata: Fotos, Kalenderblatt 17.-18.8, Erinnerungen

Heute vormittag begab ich mich in den Yachtclub von Kalamata. Ich war mit einer Freundin verabredet, kam aber eine Stunde früher, setzte mich auf eines der bequemen Sesselchen im schattigen Gang zwischen Außen- und Innenbereich und schaute mich um. Man blickt von dort auf den Segelhafen und die umgebenden Anlagen, in Hintergrund die Ausläufer des Taygetos.

Nach Innen ist der Gang mit Glasfenstern abgeschottet. Aufmerksam wurde ich darauf durch die Spiegelungen, in denen sich der Yachthafen noch einmal abbildet (im Vorderdgrund meine Wasserflasche).

 

Die Fenster sind sehr geschickt gesetzt, so dass sich die Spiegelungen, wenn man nicht im rechten Winkel draufschaut. in eine Vielzahl farbiger Mosaiksteine aufzulösen scheinen.

Ich hatte mein Kalenderbuch und Farbstifte mitgenommen, um mir die Wartezeit zu verkürzen. Und so kann ich nun auch die gestern noch fehlenden Seiten vom 17-18/8 präsentieren. Gezeichnet habe ich zwei mir am nächsten liegende aufgebockte Boote.

Solche Schiffsleiber sind sehr beeindruckend, aber auf die Entfernung war natürlich nicht mehr als eine skizzenhafte Darstellung möglich, die im übrigen auch zum Kalenderbuch-Format passt. Genauere Zeichnungen machte ich im Januar 2020 nach eigenen Fotos:

oder auch diese:

Ein anderes, ebenfalls mit Kugelschreiber gezeichnetes (hier) und per Fotoshop-Filter bearbeitetes aufgebocktes Boot kam mir  in den Sinn, als ich im letzten Eintrag von Ulfurgrai folgende Worte las: „Der Boden eines Schiffes ist nicht von dieser Welt. Er verhandelt mit dem Meer, und bei diesen Verhandlungen greifen die sonderbarsten Algen, Wassergeister und unbekannten Lebensformen nach ihm“.

 

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Kalenderblätter 7.-8., 11.-13., 14.-16., 19.-21., 22.-26. August

Eine ganze Menge schneller Zeichnungen sind im Kalenderbuch entstanden, seit ich die letzten zeigte. Bisher postete ich 1.-6./8 (hier) und als Hommage an Jürgen Linsenfutter 9.-10./8 (hier). Heute möchte ich die anderen gruppenweise nachtragen, so wie sie entstanden sind.

7.-8. August: Abends auf der Turmterrasse (gezeichnet am 16.8.)

11.-13. August: Abends im Wohnzimmer (gezeichnet am 21.8.)

14.-16. August. Mittags im Hof unserer Taverne (gezeichnet am 23.8.)

19.-21. August: Mittags im Tavernengarten am Segelhafen (gezeichnet am 25.8.)

22.-26. August: Vormittags im Bahnhofsmuseumspark (gezeichnet am 25.8.)

 

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Dienstags-Drabble: Passt die Chemie?

Dienstag ist Drabbletag. Wortman spendete dafür diesmal die Wörter

Jod – aufhängen – Ernte. 

Das Wort Jod ist abgeleitet vom griechischen Wort für Veilchen, ἰοειδής (veilchenfarben). Denn wenn man festes Jod erhitzt, steigt violetter Dampf auf (siehe Video unten). Dasselbe Wort ἰον ist seit altersher in der Liebeslyrik verbreitet. Die Dichterin Sappho sang von Veilchenkränzen, die ihre Geliebte sich ins Haar wand. *πό[λλοις γὰρ στεφάν]οις ἴων καὶ βρ[όδων σφα]κ̣ίων τ᾽ ὔμοι) und von violetten Pfeilen der Augenlider. Veilchenfarben ist auch der Kranz  im „Freischütz“ (Carl Maria von Weber): „Wir winden dir den Jungfernkranz aus veilchenblauer Seide“.

Und so kam mir die Idee, Chemie und Liebesdichtung in einem kata-strophischen Drabble zu vereinen.

 

Passt die Chemie?

„Wir winden dir den Jungfernkranz“

So sang die Freundesschar

Als die Isolde und der Franz

Wurden ein Ehepaar.

*

Das Kränzlein wurde aufgehängt

Wo es alsbald verdorrte

Die Liebe wurde auch verdrängt

Mitsamt der Liebesworte.

*

Und doch, wenn Franz in dem Labor

Das Jod erhitzt und veilchenblau

Die Dämpfe steigen, kommts ihm vor

Als säh ihm Dampfe er die Frau

*

Wie damals, als sie mit dem Kranze

Im Haar ihn lachend-sanft umschlang

Und er hinführte sie zum Tanze…

Wie war ihm damals wohl und bang!

*

Wars richtig, diese Frau zu frein?

Passt‘ die Chemie?

Wie würde ihre Ernte sein?

Ja, wie?

 

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Wieder mal am Morgenmeer

Was soll ich erzählen, wenn die Tage ohne größere Aufregungen dahingleiten? Wir leben ja im Paradies, und da passiert nicht viel. Heute vormittag war ich wieder am Meer, denn es ist noch heiß, und nichts bringt den müden verschwitzten Menschen besser auf Trab als ein Bad im Meer.

Zunächst gilt es, den breiten Geröllstrand, der unter der sengenden Sonne liegt, zu durchqueren. Links sind Sonnenschirme und Liegen aufgestellt, da kann man sich auch was servieren lassen. Ich wende mich nach recht, wo die Häuserzeile weit zurückweicht. Mein Ziel ist die Mole, die die Bucht abschließt. Dort kann ich mich, sitzend auf den Steinen und die Füße im Meer, bequem umziehen.

 

Das Wasser ist im küstennahen Bereich lauwarm. Und so schwimme ich gern weit ins hell leuchtende Blau hinaus, um zu den frischeren Schichten zu gelangen. Es ist sehr verführerisch, so zu schwimmen,  es lockt mich gewaltig hinaus, aber werde ich die Strecke zurück dann auch schaffen? Auch kommen immer mal Schnellboote mit Wasserskiläufern vorbeigerast. Also drehe ich brav ungefähr auf der Höhe des Endes der Mole um.

Sehr still und durchsichtig war auch heute das Meer und faszinierend das Farbenspiel der  Licht- und Wasserwellen über den Steinen.

 

 

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Sonntags ins Archiv: 23. August 2024 (Idylle mit Taube)

Was beschäftigte mich in einem anderen Jahr an einem Tag wie diesem? Dieses Mal ging ich nur zwei Jahre zurück. Aha! Ich hatte mich im Eisenbahn-Museumspark zum Paneurhythmie-Tanzen eingefunden. Und während ich auf die anderen wartete, beobachtete ich eine Taube am Wasserbecken mit dem Springbrunnen.

Dieselbe Grundstimmung herrscht auch jetzt. Golden, träge, in Erwartung des ersten Regens sinken die letzten Augusttage dahin. …

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25 (52) Wochen – ein Objekt

Jeden Sonntag poste ich dasselbe im Januar dafür bestimmte Objekt – eine kleine Metallfigur des Kleinen Prinzen – in einer anderen Umgebung. Die Idee stammt ursprünglich von Wortman.

Dieses Mal geht es um eine Begegnung dem Fuchs. Es fehlt freilich der Apfelbaum. (Ein Apfelbaum in der Wüste? Ob es da, wo der Kleine Prinz jetzt ist, Apfelbäume gibt? Die Äpfel müssten jetzt reif sein….)

Antoine de Saint-Exupéry, Der kleine Prinz

(Aus dem Französischen von R. Strassenburg)

Kapitel XXI

In diesem Moment tauchte der Fuchs auf.

– „Guten Tag“, sagte der Fuchs.

– „Guten Tag“, antwortete der kleine Prinz höflich, er drehte sich

um, aber sah nichts.

– „Hier bin ich“, sagte die Stimme, „unter dem Apfelbaum.“

– „Wer bist du?“, sagte der kleine Prinz. Du bist sehr hübsch …“

– „Ich bin ein Fuchs“, sagte der Fuchs.

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Vom Schnipsel zum Bild zur KI-Illustration: Engelerscheinung, Füchslein und Nixfamilie

Meine grad erfundene Methode, von Schnipseln zum Bild zu gelangen (Schnipsel auslegen – umranden – gestalten: siehe hier), habe ich heute noch mal ausprobiert. Als Schnipselquelle diente mir ein Bleistift-Frottage-Blatt. Daraus legte ich zwei Figuren: einen Engel und einen Menschen.

Die Figuren umrandete ich, zeichnete einen welligen Hintergrund, bearbeitete das Ganze dann farbig.  Drei Varianten fotografierte ich.

Einmal ist keinmal. Also machte ich noch ein Legebild mit einem Füchslein auf Nahrungssuche.

Und wieder stehen drei Varianten zur Auswahl.

Meine primitive Kunst mache ich in einer Art Gegenwehr gegen das allzu Glatt-Perfekte der KI-befeuerten Bilderwelt, die vielen, vor allem auch Kindern, zur Gewohnheit wird. Neugierig, was KI aus meinen Vorlagen macht, bat ich ChatGPT um „Verbesserungen“. Die bekam ich auch gleich mitsamt neuen Titeln frei Haus geliefert.

 meine Endfassung mit Titel              ChatPGT-Fassung  mit Titel

Füchslein auf Nahrungssuche                                   Bunte Kinderzeichnung mit Fuchs

Engelsbegegnung                                                    Abstrakte Neonfiguren auf Wellen

Nixfamilie im Meer                                                 bunte Schlangen auf liniertem Papier

 

 

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Positiv und Negativ mit Nixen

Außer Minizines zu zeichnen, fiel mir am Abend bei den Nachbarn noch eine andere Beschäftigung ein: Ich zerriss das bereits angerissene blaue Deckblatt von Nikolas Zeichenblock in kleine Stücke und legte daraus Figuren. Denn neben mir saß die Tochter des Hauses, und ich wollte sie mit meiner Lege-Technik bekannt machen.

Dann bekam ich Lust, die Umrisse der etwas kümmerlichen Nix-Familie grob mit dem Filzstift nachzuzeichnen.

Ich entfernte die Schnipsel, vervielfachte die Umrisslinien und legte die Schnipsel als Wasser aus. Was Gestalt war, wurde so zum Hintergrund.

In meiner Tasche find ich einen hellgrünen und gelben Marker, mit denen ich die Umriss-Figuren belebte. Das Negativ wurde dadurch wieder zum Positiv, und eine neue Methode war geboren.

 

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Abend mit Minizines für Nikola (5 Jahre alt)

Gestern abend waren wir in Nachbars Garten mit Swimmingpool eingeladen. Der  Abendhimmel über dem Meer war noch rot verfärbt, darin schwamm die Venus, und der Halbmond stand, sich spiegelnd, über dem Pool.

Ich saß etwas abseits, hörte mit halbem Ohr der Unterhaltung zu und begann, auf meiner Serviette die Köpfe der Anwesenden zu skizzieren. Das bemerkte die Hausfrau. Sie eilte ins Haus und erschien mit einem Block, in dem ihr fünfjähriger Enkelsohn Nikola sich künstlerisch ausgetobt hatte. Aus einem noch leeren Blatt faltete ich ein Minizine, nahm meinen dicken Filzstift und zeichnete fantastische Szenen hinein.

Das Heft wurde gleich konfisziert. Man versprach, es dem kleinen Jungen mit besten Grüßen zu übergeben. Ich konnte es noch fotografieren und machte gleich ein zweites Minizine. Dieses Mal benutzte ich Nikolas Kritzeleien und versuchte, mich da hineinzufühlen und sie auf meine Art zu ergänzen. Die farbigen Linien sind seine, die schwarzen meine. Das erste Foto zeigt Vorder- und Rückseite, die drei anderen die inneren Doppelseiten.

Auch dieses Heft wurde konfisziert.

Also machte ich noch ein drittes Heft. Wiederum stütze ich mich auf ein paar Kritzeleien des Kindes und folge ihrer Dynamik. Die dünnen schwarzen Linien und die hellgünen Kringel sind seine, der Rest ist von mir. Die anderen Farben habe ich zu Hause ergänzt.

Das erste Foto zeigt wieder Vorder- und Rückseite, die drei anderen die inneren Doppelseiten.

 

 

 

 

 

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Kalenderblätter und andere Zeichnungen nach Fotos von Jürgen „Linsenfutter“

Vorhin schrieb Sonja (Wildgans) traurige Worte über nicht mehr vorhandene Blogs, darunter auch den von Jürgen „Linsenfutter„. Ich widersprach: Jürgens Blog ist noch online, man kann seine zauberhaften Tierfotos weiterhin dort anschauen – was ich auch gleich tat. Und beschloss, zwei der noch leeren August-Kalenderblätter mit zwei Zeichnungen nach seinen Fotos zu füllen. Das erste zeigt mein Lieblingstier – den Steinkauz -, das zwei Jürgens Liebling, das Eichhörnchen.

Seine Fotos sind natürlich viel schöner und lebensechter, und es gibt auch von beiden mehrere Ansichten. Also schaut mal selbst nach! Die Fotos vom Kauz veröffentlichte er am 14.11.2025 und die vom Eichhörnchen am 26.1.2025.

Bei der Gelegenheit blätterte ich in meinem Blog zurück, um nach anderen Zeichnungen nach Jürgens Fotos zu suchen. Zu jeder Zeichnung verlinke ich das entsprechende Linsenfutter-Foto.

Frosch und Seerose:

Zaunkönig

Blaumeise

der Star

der Fitis

 

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