Dialog zwischen Dogmatiker und Empiriker über das Nichts

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Ursprünglich veröffentlicht auf MitmachBlog:
D: Auf der anderen Seite ist nichts. E: Wie nichts? D: Na, einfach nichts! E: Ich meine, wie sieht dies Nichts aus? weiß oder schwarz oder rot? Ist es durchsichtig oder fest, flüssig oder…

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Keep walking!

Keep walking!

 

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Spaziergang mit Regenbogen

Gestern abend erschien eine Katze vor unserem Küchenfenster und schaute, ob sie bei uns nicht ein trockenes Plätzchen finden könnte. (Neben ihr liegt ein gleichfarbiger leerer Schildkrötenpanzer)

Heute aber brach schon wieder die Sonne hervor und ließ die Regentropfen an den Bäumen aufglänzen. Ich machte meinen gewohnten Spaziergang mit dem Hund: Zuerst geht es über ein großes verwildertes Feld, vorbei an goldenem Feigengestrüpp und einer hohen verbrannten Pinie, sie zeigt mir ihre Wunden. Die Gemeinde hat einen Teil des Geländes an Anwohner abgegeben, und so entstand eine Anlage mit prächtig gedeihendem Gemüse. Gleich anschließend erstreckt sich „mein“ Stadtwald mit den Wurzelmännchen und den Zypressen, danach kommt der Pinienwald.
Ich liebe es, auf der feuchten, durch den heftigen Regen weich gewordenen Erde zu gehen. Ich wünschte, ich hätte einen guten Apparat für all die funkelnden Regentropfen und die intensiven Borkenmuster. Auf dem Rückweg bleibe ich bei der Boots-Installation stehen, die ihr schon kennt, freue mich, dass sich nun Schatten und Spiegelungen im stärker werdenden Licht zeigen. Ein leichter Sprührfegen kommt auf, und ich suche den Horizont nach dem Regenbogen ab. Ja, da steht er, weit ausholend, und will  zum doppelten Bogen werden, doch zerstreut sich die dunkle Wolkenwand, und mit ihr verschwindet auch der Bogen.

Jetzt muss ich nur noch den steilen Hang hinauf und bin zu Hause. Der Himmel ist blank und blau, und golden bescheint das Abendlicht die Häuserfronten.

 

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Blödeln mit Jodeln. Kata-Strophen für die abc-etüden

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Noch ein paar kata-strophale Kata-Strophen für die abc-etüden gefällig? Eigentlich sollte ich mich schämen, denn nachdem meine lieben Mitstreiterinnen und Mitstreiter schon so viele höchst geistreiche Etüden zu den von  Petra Schuseil (wesentlichwerdenblog.wordpress.com) gespendeten Wörtern jodeln – banal – Stilblüten eingereicht haben, komme ich nun mit meinen Blödelversen. Ich schäm mich aber nicht, sondern deponiere hier tapfer meine Etüde:

Jodeln – ein Sängerkrieg.

Was dem einen dumm und schal,
Und im Prinzipe ganz egal,
Bekämpft der andre radikal
Mit Waffenklang wie Hannibal
Du meinst vielleicht, es sei banal
Dem Nachbarn jedoch ists sakral.
Er nennt es heiliges Signal
Du aber hörst nur nen Schakal
Der jault und jiept ganz atonal
Die Grenze ist halt elend schmal
Zwischen Blödsinn und Fanal.
Du streichst das F, so wird’s anal
Du nimmst ein t, schon ists fatal.
Es wird, man weiß es, schnell global
Was gestern wirklich nur lokal
Ein Jodeln war in Portugal
Wenn es gewann den heilgen Gral
Beim Volkslied-Sänger-Festival.
Fernando, heißt’s dann, ist genial,
Für Karl den Jodler ists fatal
Er stürzt sich kopflos in’n Kanal
Stilblütenweiß und wird zum Aal.

Wer es nicht glaubt, zahlt einen Thaler (das tapfere Schneiderlein).

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Kohlezeichnung

Diese Zeichnung, obgleich im April entstanden, passt zum gegenwärtigen Licht und Befinden. Neues habe ich grad nicht zu bieten. Wünsche einen friedlichen Abend.

Und zwei Bildausschnitte:

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Überschwemmung

Nach einer langen Dürreperiode kamen die Überschwemmungen. Am schlimmsten traf es West-Attika. Der Himmel öffnete sich, die entwaldeten Berge stürzten als Schlammmassen in die Ebene. Fünfzehn arme Menschen ertranken in ihren Wohnungen. Immer trifft es die Armen. Die Überlebenden schauen entsetzt auf die Trümmer ihrer Habe.

Der Staat, anstatt durch infrastrukutelle Maßnahmen vorzubeugen, verordnete Staatstrauer. Auch ich trauere. Und schon vergesse ich. Es hat mich nicht betroffen, nicht wirklich. Ein paar Kilometer von mir entfernt nur, und schon wird es zur Episode im Kalender der Katastrophen. Morgen ist ein anderer Tag, der mit seinen eigenen Nachrichten aufwarten wird.

Das Bild stammt aus früherer Produktion. Die obere Abbildung ist ein auf dem Kopf stehender Ausschnitt des unteren vollständigen Bildes. Gemalt habe ich es mit Akryllpigmenten auf Pappe, 50 x 70 cm.

 

 

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Sie sehen aus wie … Ja, wie?

Bei Ulli schrieb ich eben im Kommentarstrang:
Ich war hier um die Ecke im Wäldchen, atmete den Duft von feuchter Erde und moderndem Laub ein und fotografierte das unglaublich kräftige neue Blattgrün einer Pflanze, die im Sommer einen hohen Stand mit Blüten ausbilden wird, die aussehen wie ….

Ja, wie? Wie sehen sie aus, diese – also den Namen weiß ich schon mal nicht. Und so rufe ich in die Runde der BotanikerInnen und PflanzenkennerInnen: wie heißt dies Gewächs, das jetzt aus dem nadligen Waldboden hervorbricht, sich rasant entwickelt mit kräftig dunkelgrün glänzenden, zunächst runden, dann gefälteten und an den Rändern spitzig gezackten Blättern?

Im April ist es dann schon über frauhoch und bildet einen Blütenstand aus ….

… der sich im Mai öffnet. Tut mir leid, bessere Fotos habe ich grad nicht, aber du hast sie natürlich schon erkannt, vermutlich, und nur ich bin ahnungslos. Und wie sieht sie aus?

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Gestern war Fototermin: im Stadtwald und bei den Wurzelmännchen

Glückselig wanderte ich gestern im trüben Novemberlicht durch „meinen“ Stadtwald Syngrou. Frische lag in der Luft, denn es hatte heftig geregnet. Hier und da leuchtete ein Gelb durchs Gezweig, das schwarz vom Regen war.

Ich versuchte wieder einmal vergeblich, die Schrift zu entziffern, die die Regenrinnsale aus Piniennadeln auf dem kiesigen Weg hinterlassen hatten.

Meine Wurzelmännchen, die ich auch besuchte, waren freilich eingesperrt: ein hoher funkelnagelneuer Drahtzaun umgab das Feld. Nun, dies wäre nicht mehr das Land, das ich liebe, gäbe es nicht im Zaun auch Löcher …

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November-Transparenz (mit trockenen Fasern)

Nebel und Regen kriechen ins Gewebe. Mensch, Tier und Baum werden durchscheinend.   Gegen das graue Licht des Tages gestellt, sieht man die Fasern, die trocken blieben. Doch Kopfhoch! Die Sonne kommt wieder und stellt Konturen und Dichte wieder her.

(Die Legearbeit stammt vom November 2015. Ich machte sie aus einem bemalten, zerschnittenen Blatt Transparentpapier)

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Präferenzen. Welche Bilder der KunststudentInnen schießen den Vogel ab?

Sieben Leser und Leserinnen haben bisher ihre Präferenzen für die Bilder der Kunststudenten und -studenten abgegeben. Ich vermute, ihr seid neugierig auf das Ergebnis?
Um es nicht zu kompliziert zu machen, behandle ich die drei ersten Plätze gleich. Unter der Voraussetzung, dass ich mich nicht verzählt habe, hier das vorläufige Ergebnis:

Dreimal wurden die folgenden drei Bilder gewählt:

 

 

 

Zweimal wurden die folgende vier Bilder gewählt

 

 

 

und einmal wurden die folgenden vier Bilder gewählt

 

 

 

Macht zusammen 21 Voten von 7 Lesern und Leserinnen. Ich bedanke mich sehr! Falls sich noch jemand anschließen möchte, werde ich das Ergebnis entsprechend ändern.

  1. Revision: Leider lassen sich die Bildreihen nicht mehr ändern. Also korrigiere ich hier das Ergebnis (Babsi und Arno): Die Bilder 2 und 4 der letzten Reihe wurden zweimal gewählt, rutschen also in die zweite Reihe.
  2. Revision: TeggyTiggs möchte die feine kleine No 9 noch hinzufügen, sie rückt damit in die dritte Reihe
     

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