Überblick und Vornahmen: Was konnte ich im Juli künstlerisch realisieren, was habe ich im August vor?

Der Juli ging, was die Kalenderbilder betrifft, etwas glanzlos vorbei: Meinen Vorsatz, täglich etwas zu Klees „Skizzenbuch“ entsprechend den Juni-Kapiteln zu zeichnen, konnte ich nur ansatzweise realisieren. Zwei Drittel der Seiten blieben leer. Diese Zeichnerei war für den Sommer zu kopflastig.

Für den August habe ich mit vorgenommen, im Freien zu zeichnen. Heute, am 1. 8.  machte ich einen Anfang, allerdings nicht im Kalenderbuch, das ich nicht zur Hand hatte, sondern in einem kleineren Skizzenbuch. Ich zeichnete am Strand von Kardamili, wohin es uns heute wegen eines Termins für den neuen Personalausweis verschlug.

Das Zeichnen nach Modell machte mir erneut Spaß, fand aber nur zweimal statt. Im August wird es vermutlich gar nicht stattfinden.

 

Eine kleine Auflockerungsübung war im Juli das Abreiben von Oberflächen. Vielleicht mache ich damit auch im August weiter.

 

Das Ende Juni endlich wieder aufgegriffene Malen mit Pigmenten und Kleister auf Leinwand will ich unbedingt auch im August fortsetzen. Mein Hauptthema soll das Meer mit seinen Schiffen und Menschen sein. Ob ich auch andere Medien benutzen werde (zB Aquarell), wird sich zeigen.

Nur ein Kunstbüchlein produzierte ich im Monat Juli. Es machte mir viel Spaß, und sicher werde ich das eine und andere auch im August herstellen.

Was noch? Nun das Bilderlegen natürlich. Egal mit welchen Materialien, es macht mir Spaß. Und die Kombination von Legetechnik mit anderen Methoden (Fotografie,Zeichnen, Malen) ist ein unerschöpfliches Reservoir für neue Bild-Ideen und Bild-Kommentare zu Texten.

So, und jetzt gehts mit einem großen vergnügten Sprung* hinein in den Monat August!

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*Sonjas gestriges Wort des Tages

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Ausflug nach Costa Navarino und Sweet home.

Gestern organisierte eine Freundin einen Kleinbus, um kostengünstig zu einer Musikveranstaltung in der Hotelanlage Costa Navarino bei Pylos zu gelangen. Es würde ein Ensemble des Staatlichen Orchesters Athen Musik von Theodorakis und Hatzidakis spielen. Außer der Musik lockte mich auch die Neugier, denn Costa Navarino ist eine recht exclusive touristische Luxusanlage an der Westküste des ersten Fingers der Peloponnes, die ich immer schon mal in Augenschein nehmen wollte.

Natürlich durften wir nicht das ganze Gelände besuchen (du findest eine Beschreibung im obigen link), sondern nur den kleinen Teil, der fürs gemeine Populo zugänglich ist, „Agora“ genannt. Selbst der war recht spektakulär. Denn nach dem Durchschreiten der Eingangshalle steht man vor einem großen künstlichen Hafen, umgeben von Läden und Appartments und über einen Kanal mit dem Meer verbunden. Ich ging, soweit mir das erlaubt war, umher und fotografierte. Vielleicht, dachte ich, interessiert es ja auch meine LeserInnen, wie es in so einem Luxusresort aussieht.

Der Kunsthafen im Panorama-Rundblick, in der Ferne eine ansteigende Bühne für die Musiker und eine überdachte Insel, um dort gemütlich zu sitzen.

An den Tischen konnte – musste man aber nicht – Essen und Trinken zu recht zivilen Preisen bestellen. Wir ließen uns kleine libanesische Spezialitäten bringen, die, fein serviert und sehr schmackhaft, die von der ermüdenden Anreise derangierten Sinne belebten.

Langsam wurde es dunkler. Sterne wurden sichtbar, auch die Venus über dem Meer. Der Mond ließ sich noch nicht blicken. Die Musikbühne wurde von unzähligen dicken gelben Kerzen erleuchtet, dazwischen verloren sich die weniger Musiker fast.

Bevor es mit der Musik losging, machte ich einen Rundgang. Ich verließ den Hafenbereich, kam zu einem Kanal, der den Hafen mit dem Meer verbindet, überquerte eine Brücke und … da war das Meer, darüber die blendend helle tief stehende Sonne. Auf dem Meer sichtete ich einen schönen großen Zweimaster und eine schicke Motoryacht, die sicher irgendwelchen der in den Dünen verstreuten Villen abgestiegenen Superreichen gehören.

 

Was noch? O ja, die Nachfolger von Kapetan Wassili. dem inzwischen verstorbenen Initiator dieser exquisiten touristischen Anlage, haben gute Arbeit geleistet! Selbst in diesem allgemein zugänglichen Bereich ist jede Ecke durchdacht, und die Integration der Gebäude und Anlagen in die umliegende Natur geschah mit Feingefühl.

Dennoch bin ich nicht neidisch auf die, die es sich leisten können, hier zu wohnen. Ich verließ das Gelände mit vielen Eindrücken und freute mich auf mein Haus inmitten der Olivenhaine und auf mein Bett unter dem Himmel.

Als ich heute morgen erwachte, begrüßte mich ein strahlendes Meer.


Über mir aber auf dem Tuch, das wir über unser Lager gespannt haben, hatten es sich zwei Katzen bequem gemacht und genossen die frühe Sonne.

Und am Abend, um halb neun, ist es auch nicht übel.

Dass der Tag zwischen Morgen und Abend sehr beschwerlich war (Behörden-Pingpong), kann ich bei solchem Anblick gerne vergessen.

Jetzt steht der Mond knallrot am östlichen Himmel. In der Nachbarschaft wurde ein Feuerwerk gezündet, danach roch es nach Rauch, und ich geriet gleich in Panik. Zum Glück war es ein Fehlalarm.

Möge uns diese schöne grüne Welt erhalten bleiben.

 

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Übermalen (Athina – feuriger Sommer)

Um die Menge der Bilder in meinem Atelier nicht weiter anwachsen zu lassen, habe ich zwei Möglichkeiten: entweder verkaufen oder übermalen. Momentan habe ich mich aufs Übermalen verlegt. So sind schon drei Leinwände mit alten Gemälden zu neuem Leben erwacht.

Wie ich vorgehe? Ich stöbere in den Bilderstapeln und entscheide mich dann für ein Gemälde, dass ich nicht mehr brauche. Das ist gar nicht so leicht, denn an jedem Bild hängen Erinnerungen. Einmal ausgewählt, mache ich schnell, um meinen Entschluss nicht zu bereuen. In diesem Fall ist es das Portrait der Tochter meiner Freundin Maria, mit der ich in den 80er und 90er Jahren viel zusammen gemalt habe. Die Tochter studierte an der Kunstakademie. Für das Posieren hatte sie sich verkleidet und ihre Fisur verändert. O ja, ich erinnere mich sehr gut an damals, und wie Maria die weiße Bluse besonders gelungen fand! Ich selbst hatte beim Malen an Cezannes berühmten viel zu langen Ärmel eines jungen Mannes mit roter Weste gedacht (vergl. hier).

 

Athina, ca 1987, Pigmente und Kleister auf Leinwand, 60 x 120 cm

Nun also werde ich es übermalen. Ich stelle das Bild quer und arbeite mit schnellen, fast zornigen dicken Pinselstrichen, um in mir den Widerstand gegen mein Zerstörungswerk zu überwinden. Das vorläufige Ergebnis:

feuriger Sommer, 2026. Pigmente und Kleister auf Leinwand, 60 x 120 cm

Da Athina Künstlerin (Bildhauerin) geworden ist, wird sie meine Überarbeitung sicher gutheißen. Ich selbst mag diese Variante, werde sie aber wohl noch überarbeiten.

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Dienstagsdrabble am Mittwoch: Geht doch noch!

Wortman lud gestern zum Drabblen ein, ich schiebe schnell das meine in eine entstandene Zeitlücke. Die zu verwendenden Wörter sind: Quizz – warm – Hunger

 

Selbstgespräch einer Alten, die Besuch vom Enkelkind hat.

 

Ein warmes Essen für den Hunger

Und fürs Gehirn ein hübsches Quizz

Mehr ist nicht drin, man wird nicht junger

Sind beide zahnlos, ohne Biss.

*

Was wird es heut zum Essen geben?

Ein Rührei mit nem Klecks Spinat!

Das wird die müden Füße heben.

Dazu vielleicht ein Kopfsalat?

*

Das hat gemundet, das tat wohl!

So wolln wir gleich das Heft aufmachen

Ich öffne es aufs Gratewohl

Vielleicht find sich da was zum Lachen.

*

Ja, hier, das Quiz, das mit dem Affen

Der auf dem Löwen reiten tut

Daneben gibt es auch Giraffen

Und eine Gans mit ihrer Brut.

***

Die erlaubten hundert Wörter sind verbraucht. Und so kann ich euch leider nicht mehr mitteilen, worum es in dem Quiz ging. Eins aber kann ich euch versichern: Die alte Dame und ihr Enkelkind hatten ihren Spaß dabei, die Lösungen zu finden.

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Mustererkennung – mal anders: Bilderrätsel mit Lösung

Mustererkennung ist weitverbreitet – sei es als Spiel oder als Intelligenztest. Da werden meist geometrische Formen gezeigt, und es kommt darauf an, möglichst schnell die richtige Form in der richtigen Position einer x zuzuordnen. Sicher kennst du das, es zirkulieren ja unendlich viele solcher Tests im Internet.

 

Ich habe heute ein Spiel der Mustererkennung entwickelt, das man ganz langsam und gemütlich spielen kann.  Und es kommt auch gar nicht auf Intelligenz, sondern nur auf Freude am Wahrnehmen an. Hast du Lust mitzuspielen?

Die erste Tabelle enthält zehn fotografierte Oberflächen, von Frühstückssets über Steine,  Stuhl, Boden bis hin zur Sohle meiner Sandale. Die zweite Tabelle enthält Abreibungen eben dieser Oberflächen – aber in veränderter Reihenfolge (Frottage, Bleistift auf Papier). Kannst du erkennen, welche Abreibung zu welcher Oberfläche gehört?

Oberflächen           1-2-3-4-5-6-7-8-9-10

Abreibungen         A-B-C-D-E-F-G-H-I-J

Die AUFGABE:

Versuche,  Zahlen und Buchstaben einander zuzuordnen. Viel Spaß!

Abreibungen

Du hast es versucht und dich redlich bemüht? Dann darfst du jetzt auch nachschauen, ob du es richtig getroffen hast.

Die LÖSUNG:

Vielleicht hast du Lust bekommen, ebenfalls Oberflächen zu suchen, die sich für Frottagen eignen, und sie dann mit Papier und Bleistift abzureiben? Man kann da allerlei entdecken.

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50 Wochen – ein Objekt. Alle meine Schäfchen! Der Kleine Prinz als Hüter der Mini-Zines

Jeden Sonntag präsentiere ich den „Kleinen Prinzen“ inmitten eines neuen Surroundings. Heute soll er Hüter meiner Mini-Zines sein.

Zuerst fremdelt er ein wenig: wie soll er diese so unterschiedlichen Wesen beaufsichtigen? Da gibt es Enten und Eulen, Herren ohne Kopf und andere mit Kopf, Tunnel und Schiffe, und wilde Gesellen….

„Wieviele sind es denn überhaupt?“ will er wissen. „Weiß nicht, hab ich nicht gezählt“, gebe ich zur Antwort. Und das stimmt, leider. Die Zählung auf den Kunstbüchern ist irreführend. Auf dem letzten steht 77, aber die Nummer 77 gibt es bereits, dafür aber gibt es nichts im Bereich 40-70. Warum nicht? Sind die woanders? Manche haben überhaupt keine Nummer. Schlamperei!

Zunächst versucht er es mit der Handvoll ungezählter Gesellen. Mutiger geworden, ruft er ein paar Numerierte herbei, und schließlich hat er alle ordentlich um sich versammelt.

Der kleine Prinz inmitten seiner Herde. Ein Mini-Zine muss natürlich aus der Reihe tanzen….

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Sonntags ins Archiv, 26.7.2016 / 27.7.2015 : Ready-made und süßer Brei. Zwei Topf-Geschichten

Heute stieg ich zehn Jahre zurück. Und was fand ich? Einen schweren gußeisernen Topf ohne Deckel, der herrenlos am Geröllstrand lag.

Kochtopf Westkueste

Dieses „objet trouvέ“ (gefundenes Objekt) regte mich damals zu einem Ausflug in die Kunstgeschichte an (hier). Ich rekapituliere:

Die Künstler des DaDa und des Surrealismus  haben das sogenannte „Objet trouvé“ kunstfähig gemacht.  Sie nahmen ein gefundenes Objekt, menschengemacht oder natürlich, das ihnen gefiel, signierten es und stellten es aus. Siehe, das ist die wahre Kunst! riefen sie den verdutzten Kunstfreunden zu.

Als diese nun ihrerseits allerlei Kram zu Kunst erklärten, sahen sich die armen Künstler um Kundschaft und Brot betrogen. Und so fiel ihnen die Assemblage ein: Gefundene Dinge, schön und gut, aber erst durch die künstlerische Bearbeitung, durch die geniale Handschrift des Künstlers, wird das Ding zum Kunstobjekt.

Der erste und gewiss auch der klügste unter ihnen, der ein object trouvé in ein „ready made“ verwandelte, war Marcel Duchamp. 1912 montierte er das Vorderrad eines Fahrrads auf eine Achse auf einen Hocker in seinem Atelier.

Es gefiel ihm, daran zu drehen, es inspirierte ihn.   Vielleicht inspirierte es ihn sogar zu seinem berühmtesten Werk – Nackte, eine Treppe herabsteigend  -, wer weiß?

Duchamp, 1961 

Das Werk wurde nicht zur Ausstellung der Unabhängigen im Paris von 1912 zugelassen. Es ging den Kubisten zu weit. Wenn sie geahnt hätten, wie Duchamp es ihnen heimzahlen würde!

Mit seiner „Nackten“ verabschiedete Duchamp sich von der Malerei. Es lebe das Ready-made! Sein Werk „Fountain“ (ein im Kaufhaus erstandenes Pissoir, das er mit einem Namen zeichnete) löste sogar im fortschrittssüchtigen Amerika einen Skandal aus.*

Replik von Duchamps Fountain im Musée Maillol, Paris (Das Original von 1917 ist verschollen)

Duchamp aber machte erneut eine Kehrtwende: seine neue Leidenschaft wurde die surreale Wortkunst, die er unter seinem weiblichen alter ego Rrose Sélavy (“Eros, cést la vie” oder “arroser la vie”) veröffentlichte (hier).

Duchamps Fahrradrad-auf-dem-Hocker gibt es schon lange nicht mehr, es ging bereits 1915 den Weg aller Dinge. Doch setzte es eine nicht mehr umkehrbare Bewegung in Gang, die uns immer noch umtreibt. Wir heutigen Künstler hängen irgendwie alle an diesem Drehding, das die Abkehr von der Malerei und den Beginn von Konzept-Kunst, seriellem Druck a la Warhol, Film, Video und digitaler Kunst  – und, ja warum nicht, auch meiner recycling-Legekunst einleitete.

Mit all diesen Gedanken im Kopf betrachtete ich den Topf. Und ich hörte ihn fragen: „Ist diese ganze hundertjährige Kunstbewegung womöglich der Deckel, der mir abhanden gekommen ist? Fehlt der Deckel, kann die Suppe nicht kochen. Sitzt der Deckel zu fest, kocht die Suppe über. Einen gut passenden Deckel – ja, den wünsche ich mir“.

„Woher soll ich arme kleine Künstlerin so einen Deckel nehmen? Und was nützt dir der beste Deckel, wenn das Feuer fehlt?“ fragte ich zurück. Denn das Zurückfragen ist, wie jeder weiß, die sicherste Reaktion, wenn man in der Bredouille sitzt.

Das geschah vor zehn Jahren, am 26. Juli 2016, als ich den eisernen Topf fand.  Ganz anderes dachte ich im Jahr zuvor, am 27. Juli 2015, als es in Griechenland drunter und drüber ging und sich täglich lange Schlangen vor den Bankautomaten bildeten, um die erlaubten 60 E abzuheben. Auch da fabulierte ich von einem Topf : vom Topf des Überflusses. Du kennst es vielleicht: das Märchen vom süßen Brei?

Es war einmal ein armes, frommes Mädchen, das lebte mit seiner Mutter allein, und sie hatten nichts mehr zu essen. Da ging das Kind hinaus in den Wald, und begegnete ihm da eine alte Frau, die wußte seinen Jammer schon und schenkte ihm ein Töpfchen, zu dem sollt es sagen: „Töpfchen, koche,“ so kochte es guten, süßen Hirsebrei, und wenn es sagte: „Töpfchen, steh,“ so hörte es wieder auf zu kochen. Das Mädchen brachte den Topf seiner Mutter heim, und nun waren sie ihrer Armut und ihres Hungers ledig und aßen süßen Brei, sooft sie wollten.

Du kannst hier nachlesen, wie es weiterging.

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  • Dieses Pissoir, das es ebenfalls schon lange nicht mehr im Original gibt (doch existieren eine Reihe von Nachbildungen), wurde seinerseits zum Anknüpfungs- und Verwertungsobjekt für nachfolgende Künstler. So sammelte der französische Konzeptkünstler Saâdane Afif seit 2008 Abbildungen von Marcel Duchamps Fountain und lässt sie als Teil seines Kunstprojektes Fountain Archive rahmen. (Quelle: Wikipedia, Ready-made (Kunst).
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Kunstbuch 77: Segeln macht Spaß!

Eigentlich wollte ich heute wieder malen. Doch dann fiel mir der Ziegelstein, auf dem ich meine Leinwand höher stelle, auf den Nagel des linken Zehs, ich schrie auf und humpelte nach oben, um mit Eis und Zweibel zuerst, dann mit einer hübschen Bandage den armen Zeh zu versorgen.

Kater Lin kam sogleich, um mich zu trösten.

Der Schmerz klang bald ab, aber zum Malen fehlte mir nun die Courage. Das Bandagieren des Zehs aber brachte mich auf die Idee, mal wieder ein Kunstbuch mit Klebestreifen zu produzieren. Ich nahm ein früher begonnenes Heftchen und eine ausrangierte Zeitung, aus der ich farbige Teile ausriss und sie dann im Heft verklebte. Das ganze überzeichnete ich dann mit einem dicken Filzstift. Fertig ist das 77. Minizine!

Der Reihe nach aufgeblättert:

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Schilfmeer mit Boot (Malerei)

Heute malte ich ein „Schilfmeer mit Boot“. Es ist ein hochsommerliches Bild: Durch das hohe Schilfrohr, das jetzt blüht, fegt ein kräftiger Wind. Ein kaputtes Boot ist in seinem Schatten zur Ruhe gekommen.  (Pigmente und Kleister auf Leinwand, 70 x 50 cm)

Ein anderes Schilfbild malte ich im Mai des vergangenen Jahres

 

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Bildhauer-Workshop (Fotos: Andreas Manolakakis)

Statt des Modell-Zeichnens fand am Mittwoch ein nun schon traditioneller Bildhauer-Workshop im Eisenbahnpark von Kalamata statt. Schon am Vormittag hatten sich die Interessenten eingefunden, hatten bei drückender Schwüle Steine mit Hammer und Meißel bearbeitet. Ich ging am Abend vorbei, um ein wenig zu schauen. Eine geheimnisvolle Atmosphäre unter dem Kunstlicht. Da ich kein Handy dabei hatte, bat ich Andreas (den Lehrer der Zeichenschule), mir einpaar seiner Fotos für diese kleine Doku zu schicken.

 

Für eigenen Gebrauch sammelte ich ein paar Marmor-Schnipsel ein.  …

Meine ersten Legeversuche: „Schwere überwinden“ (Wasser und Luft)

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