Blühendes im Garten und am Wegrand (Fotos)

Ein kleiner Rundgang durch meinen Garten gefällig?

(1) Die roten Geranien sind ein Dauerbrenner, die blauen Schwertlilien öffnen sich jetzt alle gleichzeitig. (2) Von der Aloe Vera habe ich mehrere, sie sind dabei, ihren schönen Blütenstand zu öffnen. (3) Der Flieder auf Titos Grab hat erste Blüten. (4) Am Fuße des Olivenbaums vor meinem Atelier blühen Judasbaum und Schwarzauge (?). (5) Der Bergtee (Salbei) wuchert mächtig. (6) Orangen sind zwar keine Blüten – aber sehr dekorativ sind sie auch. Sie bleiben immer hängen, da sie bitter sind.

(1) Die Olivenbäume haben den Boden mit winzigen weißen Blüten bestreut, (2) aber an den Zweigen sitzen noch immer reichlich Blüten. (3) Ein vergessener Gartenstuhl ist zugewachsen.

Ein paar Blumentöpfe sind dazugekommen, darunter auch eine weiße und eine rosarote Rose, die ich anstelle der abgestorbenen einpflanzen will.

Unterwegs am Feldrand sah ich den ersten Mohn, freute mich an den Zistrosen, die mit dem nun blühenden Ginster ein schönes Ensemble bilden, und an diversen Wildkräutern, die von der Manie der Bauern mit dem Roundup verschont geblieben sind.

Wir haben hier sanftes Maienwetter, gestern und in der Nacht regnete es, heute morgen hellte es auf. Mir gefällt es sehr.

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Blühendes: Kalenderblätter 1.-2. Mai

„Blühendes“ ist mein Thema für die Mai-Kalenderblätter. Zum gestrigen ist ein zweites dazugekommen. Ich versuche, meinen Stil für diese Reihe zu finden, und stelle deshalb den ersten und zweiten Mai vergleichsweise nebeneinander.

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Kalenderblatt Erster Mai: Blühendes mit Aloe Vera

Der Mai, der Mai, der lustige Mai, der kommt herangerauschet!

Ich ging in den Busch und brach mir einen Mai

Der Mai u-und de-er wa-ar grüne.

Im Mai möchte ich „Blühendes“ zeichnen, und zwar auf „abstrahierende“ Art. Wie? Das weiß ich noch nicht.  Es wird sich entwickeln. Heute zeichnete ich „naiv“ vor einer Aloe Vera, die von allerlei Blühendem umgehen ist. Ihren eigenen Blütenstand bereitet sie erst vor.

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Kalenderblätter 21/4-30/4 und Übersicht April (Emanzipation geometrischer Elemente)

Die restlichen April-Blätter sind nun auch gezeichnet, nach der Idee, die mich in diesem Monat leitete: eine Zeichnung „vor der Natur“ – eine davon abgeleitete abstrakte Zeichnung. Die „Ableitung“ geschieht unter Verwendung von geometrischen Elementen der Ausgangszeichnung, die sich aus dem Bildzusammenhang lösen, „emanzipieren“ und nach gusto einfärben.

Das klingt nach einer strengen Methode, aber ich mache diese Schritte recht leichtfüßig. Denn Spaß muss sein.

Diese neuen Zeichnungen vom 21.4.-30.4. sind im Atelier entstanden. Die letzte zeigt die geöffnete Tür. Denn es wird Zeit, mich dem Mai zuzuwenden, sobald ich den April zum Abschluss gebracht habe.

Hier noch mal alle 30 April-Zeichnungen als Einzelbilder, so dass man sie bei Bedarf einzeln anklicken kann. Die erste, dritte, fünfte etc ist immer die „realistische“ Zeichnung, die zweite, vierte, sechste etc die abstrahierte Zeichnung. Ausnahme: Von der Zeichnung des 15. April habe ich drei abstrakte Ableitungen gezeichnet.

 

 

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Schnipseleien (3): eine unendliche Geschichte – Zirkuskünstler

Dies ist nun schon der dritte Eintrag zu Legebildern aus den immer gleichen Schnipseln, die ich durch willkürliches Zerschneiden eines Reststücks einer neurografischen Zeichnung („Frühlingslandschaft“) gewann.

Was daraus schon entstand, kannst du hier und hier nachschauen. Auch die Illustration zum letzten Drabble (hier) ist aus diesem bescheidenen Material entstanden.

Man würde denken: nun ist nichts Interessantes mehr möglich. Weit gefehlt! Wenn Zirkuskünstler sich der Schnipsel annehmen, wird das schier Unmögliche real. Tollkühn und graziös, magisch, akrobatisch, witzig und elegant – so sind die Zirkusleute!  Schau selbst!

Jedes Spektakel hat einmal ein Ende. So auch dieses! Applaus Applaus!

Aber die unendliche Geschichte der Schnipseleien geht noch weiter. Versprochen!

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Dienstags-Drabble: Ein Rendezvous – kata-strophisch.

Genau 100 Wörter soll der Text haben, und drin vorkommen sollen drei Wörter, die Wortman vorgegeben hat. An diesem Dienstag sind es die Wörter:

Arbeit – betäubend – Fluss

Das Legebild habe ich aus den Schnipseln gelegt, die ich auch für die vorigen Legebilder verwendete.

 

„Am schönsten ist’s doch, nach getaner Arbeit

Im Schatten einer Palme auszuruhn“,

So spricht Gerlinde, und sie ist bereit

Zum Träumen und zum Garnichtstun.

*

„Sich ganz dem Lebensflusse hinzugeben,“

So seufzt sie still und dreht zum Karl sich um.

„Und nicht an Nebensachen festzukleben,   

Fühlst du es auch?“ Doch Karl bleibt stumm.

*

Die Sonne sticht, betäubend ist der Blüten Duft,

auch Gerlinds Bein ist schon betäubt vom Sitzen.

Ihr scheint, vom Wüstenstaub ist allzu schwer die Luft.

Auch fängt Gerlinde leider an zu schwitzen.

*

Ich geh! So ruft sie laut.

Du hast den Tag versaut!

Such dir ne andre Braut!

***

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Kein Strom und kein Handy? Wunderbar!

Das traf sich gut, denn grad gestern versuchte ich mich zu erinnern, wie ich lebte, als es weder Computer noch Handy gab.

Ich bemerkte den Stromausfall, als ich noch schlaftrunken zur Kaffeemaschine schlich und sie mit Kaffee und Wasser befüllte. Doch sie tat nicht, was ich von ihr erwartete, ich probierte den Lichtschalter – auch nichts. Da ging mir ein Licht auf: der Strom war weg. Also auch kein Computer, um Nachrichten und Mails zu lesen. Aber ich hatte ja noch das Handy. Dachte ich. Doch merkwürdig: ich hatte vergessen, es aufzuladen.

Kein Computer und auch kein Handy.

Als erstes machte ich mir einen griechischen Kaffee im μπρίκι auf dem Campinggas, der mir sowieso viel besser schmeckt. Dann machte ich meinen Rundgang durch den Garten, goß die Pflanzen, zupfte dies und das aus. Doch ich blieb unruhig: was ging in der Welt vor? Musste ich das nicht wissen?

Also fuhr ich ins Nachbardorf zum Zeitungskiosk. Und kaufte Blumenerde und Samen. Und stieg in unserer Taverne aus, um das Handy aufzuladen, und während es auflud, würde ich schwimmen gehen. Ich würde mich in die Sonne legen und mich in aller Ruhe trocknen lassen. Und eine Portion Pastitio fürs Mittagessen bestellen und mit nach Hause nehmen. Und die Erde ausladen und auf meinem vorgestern erschaffenen Hügelbeet verteilen, die Samen und Knollen in die Erde versenken, gießen, das rundum allzu hoch stehende Grünzeug ausrupfen, mich ins Atelier begeben, um dort nach dem Rechten zu schauen, bemalte Leinwände aussuchen, die ich übermalen würde. Und dann auch gleich eine der Leinwände mit Kleister bestreichen und Fetzen von Wellpappe drauf kleben, schwarze Pigmente und einen dicken Pinsel in Betrieb setzen und ein Bild produzieren, das ich „Nachtschattengewächse“ betitelte…

Dann würde ich ins Haus gehen, mich säubern und das Päckchen auspacken, das man mir in der Taverne überreicht hatte …

Wunderbar! Fein gestapelt kamen 16 Exemplare meines Tui-Tiu-Kinderbuchs, mehrere der hinreißenden Eichhörnchenkarten von Susanne Haun und etliche Kataloge des Eichhörnchenverlags von Nina Schuchardt zum Vorschein! Das Kinderbuch ist mit  Legebildern aus Papierschnipseln illustriert – länger hier Mitlesende haben seine Entstehung miterlebt. Diese Exemplare bekam ich als Geschenk für meine Kunst-hilft-Aktion. Um sie auch für Griechen verständlich zu machen, werde ich ein Blatt mit Übersetzung hinzufügen.

Um 16 Uhr war der Strom wieder da. Der Zauber der Stromlosigkeit verlosch und machte der gewohnten Bequemlichkeit Platz. Auch das ist gut, denn ein paar Stunden ohne Elektrizität sind in Ordnung, aber bei längeren Ausfällen wäre ja doch eine ziemliche Umstellung nötig.

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Schnipseleien: Zur Abstammungsgeschichte von Hund und Katze und anderen Lebewesen.

Im Januar 2014 rauschte eine Nachricht durch den Medienwald, der alle Naturforscher entzückte: ein gemeinsamer Vorfahr von Hund und Katze hatte sich zu erkennen gegeben!  Gefunden hatte man im belgischen Dormaal ein paar Knochensplitter, aus denen Tierreich-Paläontologen ein fleischfressendes und auf Bäumen lebendes schlankes Tierchen rekonstruierten, das sie nach dem Fundort Dormaalocyon (Hund von Dormaal) tauften.

Foto: Charlène Letenneur & Pascale Go

Quelle

Dormaalocyon lebte, so erzählen diese Knöchelchen, vor 55 Millionen Jahren, als Europa noch von dichten Regenwäldern bedeckt war, in denen sich riesige fluguntaugliche Vögel rumtrieben und den anderen in die Erscheinung drängenden Wesen den Auftritt vermasselten. Nun, es gelang ihnen zum Glück nicht vollständig: Unser kleiner wendiger Schelm Dormaalocyon nutzte eine „ökologische Nische“, überlebte – und öffnete so den Weg der Entwicklung für Löwen und Tiger,  Robben und Wölfe, Bären und Wiesel und eben auch für Hunde und Katzen. Man stelle sich vor, Dormaalocyon hätte es nicht geschafft! Wir müssten auf unsere lieben Hausgenossen verzichten ….

Eines der ersten fleischfressenden Säugetiere: Der Dormaalocyon latouri.

(Quelle)

Die genetische Verwandschaft aller Lebewesen nachzuweisen, ist für mich weit einfacher als für die höheren naturwissenschaftlichen Zünfte. Ich brauche nur eine „Frühlingslandschaft“ zu zerschnippeln, um aus so gewonnenen Gen-Schnipseln Tieren und Menschen jeder Art und Gestalt in die Existenz zu verhelfen.

Systematische Übersicht der zur Verfügung stehenden Knöchelchen bzw Gen-Schnipsel:

Bei sorgfältiger Beobachtung wirst du sie in allen Lebewesen wiederfinden, und so kann niemand ihre Verwandtschaft in Frage stellen.

Urform Hund und Katze

Manchmal fehlen (wie bei dem obigen Hund) ein paar Knöchelchen, andere (wie das grüne Schulterblatt) sind nicht sicher zuzuordnen, aber verglichen mit den Knochenfunden der Tier-Paläontologen bin ich doch in einer sehr vorteilhaften Position.

Die folgenden Abbildungen zeigen Hund und Katze, die sich bereits ungefähr in ihre heutige Form hineingemendelt* haben.

(*Anm.: Das Verb mendeln leitet sich ab von Gregor Mendel (1822–1884), einem österreichischen Augustiner-Mönch, der als Begründer der modernen Genetik gilt).

Mit meinem genetischen Material kann ich die Entstehung der Arten sogar noch weiter zurückverfolgen, nämlich bis zu den Wesen, die sich vor 300 Millionen Jahren von Dormaalocyon und seinesgleichen trennten – den Vögeln. Auch sie haben sich in allerlei merkwürdige Gestalten hineingemendelt, wie wir wissen. Ihre Verwandten sind die bösartigen flugunfähigen Riesenvögel, die unserem Dormaalocyon das Leben schwer machten und ihn zwangen, auf die Bäume auszuweichen. Zum Glück, wie wir dankbar anerkennen, denn ohne sie müssten wir ohne Hund und Katzer weiterleben.

vor ca 380 Miollionen Jahren: vom Fisch über den Fleischflosser zum Vogel

Irgendwann – so vor 2,5 oder 2.8 Millionen Jahren – war es dann auch Zeit für den Menschen, in Erscheinung zu treten. Hier sieht man einen Urmenschen, der mit einem Urvogel darüber debattiert, wem der Urfisch als Vorfahr zukommt.

Vielleicht einigen sie sich ja, und der Vogel nimmt den Kopf, der Mensch den Schwanz. Oder umgekehrt.

Dass die Entwicklungsreihen manchmal durcheinander geraten, habe ich schon vorgestern demonstriert, als sich Seemann und Nixe ein Stelldichein gaben. Solchen Mensch-Tier-Hybriden oder Mischwesen wird vielleicht ja die Zukunft gehören. 

Weitere Wesen derselben Entwicklungsreihe hier.

 

 

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25 Wochen – ein Objekt

Wortman initiierte dieses Projekt: Wähle ein Objekt, das du jeden Sonntag des Jahres in einem anderen Surrounding präsentierst. Ich wählte die kleine Skulptur des Kleinen Prinzen. Heute fand sie ihren Platz auf einem „Hügelbeet“, das ich auf der Freifläche vor meinem Atelier aushub, mit Holzscheiten und Gras befüllte und darüber eine Schicht Erde schaufelte. Ein metallenes Netz fand sich, um das Ganze zu bedecken. Das Kupfer der Skulptur soll dem Hügel einen das Wachstum fördernden Impuls geben, bevor ich es, hoffentlich erfolgreich, bepflanze.

Es ist mein erster Versuch mit dieser Anbaumethode. Ich bin gespannt.

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Paneurhythmietanzen für den Frieden

Heute um elf Uhr traf sich unsere kleine Frauengruppe zum Paneurhythmie-Tanzen am Meer zu einer Zeit, zu der auch alle anderen Gruppen in Griechenland (und in anderen Ländern?) diesen schönen Tanz der Verbindung mit dem Kosmos und den Menschen tanzen wollten. So war es verabredet. Wir legten wie immer einen Steinkreis, den wir mit Blumen und Grün ausschmückten. An die eine Seite schrieben wir mit den langen nadelförmigen Blättern der Tamariske das Wort „Kalamata“, an die andere mit kleinen Holzstücken das Wort ΕΙΡΗΝΗ – Frieden.

Und dann luden wir alle ein, die unter den Kriegen leiden, mit uns zu tanzen: Frauen aus Palästina, aus Israel und dem Libanon, Frauen aus dem Iran waren die ersten, die unserem inneren Ruf folgten, doch schnell erweiterte sich der Kreis und wurde größer und größer, Frauen und Männer aus Afrika, aus den lateinamerikanischen Ländern, aus Russland und der Ukraine, ja, auch aus all den Ländern, die nicht direkt von Kriegen betroffen sind – alle zusammen tanzten wir den großen paneurhythmischen Tanz, der seit uralten Zeiten die Menschen mit allem, was lebt, in Freude und Frieden verbindet.

Wir haben ein Zeichen gesetzt.

Möge der Geist des Friedens und der geschwisterlichen Zusammenarbeit stärker werden, dann wird die Erde uns alle – Menschen, Tiere und Pflanzen – ernähren. Sonst aber werden wir alle zugrundgehen. und die Erde wird zu einem unbewohnbaren Ort.


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