Igor Maturaj und das Tempeltal von Agrigent, November 2011

Im November 2011 besuchte ich das Tal der Tempel von Agrigent im Süden Siziliens. Im Dialog mit Susanne Haun möchte ich einige meiner damals gemachten Fotos hier einstellen. Ich hatte das große Glück, dass ich die Tempelanlage just in dem Jahr besuchte, als dort die Werke des polnischen Bildhauers Igor Maturaj ausgestellt wurden. Die feine Harmonie zwischen Landschaft und Tempel (darin verstanden sich die Griechen!) wurde durch Maturajs großartige Skulpturen ins Fantastische gesteigert. Und als wäre das noch nicht genug,  türmten sich darüber durch gleißendes Sonnenlicht zerrissene Wolkenberge. Von fern leuchtete das Meer.

 

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Federzeichnungen von Pflanzen

Auf dem Bogen mit den gestrigen Bleistiftzeichnungen habe ich heute mit Feder und schwarzer Tinte weitergezeichnet.

Zum Vergleich: links Bleistift – rechts Feder (zum Vergrößern anklicken)

Die ersten beiden Fotos habe ich unter denselben Lichtverhältnissen wie gestern gemacht, die anderen draußen, im Schatten. Unter den Zweiglein befinden sich auch zwei neue. Findest du heraus, weche das sind? (Auf dem letzten Foto sind alle beisammen). Zum Vergrößern wie immer anklicken.

 

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Pflanzenstudien auf dem Balkon

Die Sonne schien, und es ist „Sünde und Schande“, bei solchem Wetter drinnen zu hocken, wie meine Oma zu sagen pflegte. Aber etwas zeichnen wollte ich doch, und zwar hatte ich mir vorgenommen, endlich mal wieder kleine Naturstudien zu machen. Ich fand ein paar trockene Pflanzen in einer Vase , trug einen wellig gewordenen Zeichenkarton samt Unterlage und gespitztem Bleistift auf den Balkon, und los ging es. Das Licht-Schatten-Spiel auf den Fotografien gefiel mir, aber dann trug ich das Blatt doch noch hinein und machte die letzten drei Fotos unter der Lampe.

So, und jetzt gehts raus in den Stadtwald. Der Hund Tito drängelt schon.

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Übersicht III: Akryll und Kohle, Sommer 2017, Neubeginn Oktober 2017

Eine dritte Übersicht über die Produktion des Sommers, die zum großen Teil zerstört wurde (einiges ist erhalten). Ich habe diesmal große Akryll- und Kohlezeichnungen bzw -gemälde zusammengestellt, ohne die Reihenfolge der Entstehung  zu berücksichtigen. Alle stammen von August-September 2017.

Inzwischen ist einiges Neues entstanden. Die ersten beiden Bilder scheinen mir diesen Neuanfang am besten zu zeigen. Doch auch die Kastanienstudie ist mir wichtig als Mahnung, mich wieder mehr den Naturstudien zuzuwenden.

Danke, dass du mir durch diese meine Bilderwelt gefolgt bist. Ich wünsche dir einen lichtvollen Tag.

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Übersicht II: Vergängliche Bilder von Juli-August 2017

Hier nun die Fortsetzung der Übersicht über die Bilder, die ich in diesem Sommen geschaffen habe und die zum großen Teil zerstört wurden. Ich beschränke mich auf die großformatigen Arbeiten, in denen ich Klebestreifen, Akryllpigmente und gelegentlich aufgeklebte Papiere und Pappen verwendet habe. Es gibt auch andere, reine Kohlezeichnungen und reine Akryllmalerei, die ich vielleicht ebenfalls in einem Beitrag zusammenfassen werde, um die Arbeit dieses Sommers komplett vor mir zu haben.

 

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Übersicht I. Vergängliche Bilder vom Mai-Juni 2017

Wie ihr, meine lieben Leserinnen und Leser, wisst, zerstöre ich meine eigenen Werke oft selbst, indem ich sie übermale, überklebe, in eine andere Form bringe. Ich bin von dem ständigen Verwandlungsprozess fasziniert, der ja auch die Natur kennzeichnet. Dennoch war ich traurig, als die Arbeiten, die ich nun doch eine Weile behalten und womöglich in einer Ausstellung zeigen wollte, Anfang Oktober durch Überflutung des Ateliers verloren gingen.

Dabei handelt es sich vor allem um fragile großformatige Zeichnungen, die ich auf Pappe oder Leinwand mit Kohle und Klebestreifen, manchmal auch mit Akryll-Pigmenten gefertigt habe und die für diesen Sommer besonders charakteristisch sind. Ich bin glücklich, dass ich von allen Fotos gemacht habe und sie hier einmal übersichtlich zusammenstellen kann. Das soll mir auch helfen, den Faden aufzunehmen, wenn ich wieder im Atelier arbeiten kann.

Heute zeige ich Bilder von Mai-Juni 2017.  Bitte anklicken, um sie in voller Größe zu betrachten.

 

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Montags ist Fototermin: Sein oder Haben

„Haben oder Sein“ – vor langer Zeit gelesen, wieder rausgekramt. Der Wind blättert die Seiten um.

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Zypressenfamilie (Montag ist Fototermin)

(aufgenommen in der Plaka, Athen)

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Eine fragwürdige Kata-Strophe (abc-etüden)

Hier noch eine letzte Etüde zum vor-wöchentlichen 3-Wort-Geschichten-Erfinden, das Christiane betreut, lz graphisch gestaltet, mit einer Wortspende von redskyoverparadise. Auf geht’s!

 

Der Kata-Strophen-Philosoph

Fragwürdig, so sprach er, sei das Verhalten der Menschheit im Allgemeinen

Fragwürdig die Wirtschaft, sie diene keinem

Fragwürdig, zweifellos, die Qualität der Nahrung

Fragwürdig die ärztliche Kunst, er spreche aus Erfahrung

Fragwürdig die Moden in Kleidung Kunst und Musik

Fragwürdig die Konferenzen über Frieden und Krieg

Fragwürdig ganz sicher die ganze Politikerei

Fragwürdig das Wetter, ganz nebenbei,

Das einzig Sichere sei,

dass wir zum Teufel  gehen werden

im Monat Mai

oder Julei

verschwinden von dieser Erden.

Also sprach Karl-Friederich

Den Hund den kümmerte es nich.

 

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Rote Augen und mehr (China ist zurück)

Wortgeflumsel hat uns, fürchte ich, mit ihrer rotäugigen wiedergeborenen Katze einen Floh ins Ohr gesetzt. Rote Augen überall! Gestern begegneten sie mir freilich nicht als Markenzeichen eines wiedergeborenen schwarzen Kätzchens, sondern eines weißen Hasen.

Ob er ein Wiedergeborener ist, weiß ich nicht. Jedenfalls ist er sozusagen der spiritus rector einer Zeitmess-Maschine (kurz: Uhr) aus dem alten China.

In der Ausstellung des Herakleidon-Museums über das alte China, die ich gestern zusammen mit einer Freundin besuchte, fanden sich noch andere bemerkenswerte Maschinen, die mit großer Genialität einst – dh vor ca 2-4000 Jahren – erfunden wurden.

Der schön geschnitzte Weise hilft dir, deine Reiserichtung nicht zu verfehlen. Seine Hand weist immer nach Süden – in diesem Fall gegen die Wand (hallo Ulli!), während  sich das von ihm angeführte Gefährt mit lustvollem mechanischem Trommelgetöse vorwärts bewegt (du siehst hier leider nur den einen Trommler, der andere sitzt ihm gegenüber).

Kompasse, auch sie für die Orientierung im Riesenreich der Chinesen unerlässlich, gab es in jeder Art und Größe, der einfachste war wohl der magnetisierte schwimmende Fisch.

Von den vielgestaltigen astronomischen Geräten, Himmels- und Kometenkarten und Horoskop-Charts, die zeigen, wie sehr die Chinesen dem Himmelsraum seine Geheimnisse abzulauschen versuchten (die Akupunktur-Meridiane sind eine auf den Menschen übertragene Himmelskarte),  hier jeweils ein Beispiel.

Den Vorgang des Papierschöpfens demonstrierte uns ein freundlicher Angestellter, angefangen mit dem Bottich, in dem zerkleinerte und aufgeweichte Bambusfasern schwammen, über das Schöpfen, Pressen und Ablösen bis zum fertigen Produkt – das wir geschenkt bekamen: ein Bogen echtes Chinapapier.

Beim Drucken (auch da bekamen wir einen Bogen Papier geschenkt, das wir selbst bedruckt hatten) und in der Seidenweberei mit seinen teils kleinen eleganten Webstühlen für die Herstellung von Seidenbändern, teils großen, geradezu fabrik-mäßig angeordneten Webstühlen für die schweren bunt gemusterten Seidenstoffe war das Fotografieren leider verboten.

Das Museum, untergebracht in einem traditionsreichen verschachtelten Gebäude, hatte zu meinem nicht geringen Vergnügen an einer Wand des Innenhofes eine Eschers Fisch-Vogel-Verwandlung  nachempfundene Wanddekoration aus Metall.

Nach dem Museumsbesuch bummelten wir noch ein bisschen in meinem Lieblings-Stadtteil, dem Thesseion, und landeten …  bei China-begeisterten Griechen: Sie führen ein schönes Geschäft mit allen möglichen Produkten der antiken Heilkunst: der chinesischen wie der griechischen, die sich gegenseitig befruchteten. Man kann auch in dem durchsonnten Laden essen. Ich bekam ein Gericht aus roten Linsen, dazu einen Salat, geröstetes Brot und ein Glas köstlichen Landwein (9.50 Euro). Da kann man nicht meckern, finde ich.

 

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