Dienstags-Drabble: Mittagsruhe mit Katze (kata-strophisch gereimt)

Dienstags-Drabble mit einer Wortspende von Wortman. In den 100-Wörter-Text einzubauen sind diesmal die Wörter

Feld – überheblich – Polster

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Mittagsruhe

Auf dem Polster ruhe ich

Und auf mir das Katzentier

Das recht überhebelich

Sich das Fell putzt, ohne mir

*

Irgendwie gefragt zu haben

Ob ich das gustieren tu

Katzen bringen nichts als Plagen

Geben einfach keine Ruh.

*

Freiheit wolln sie, jedes Feld

Ist für sie gleich ihr Revier

Und wenn sie ein Hund verbellt

Fauchen sie, das sag ich dir.

*

Haben sie ne Maus gefangen

Legen sie sie vor dich hin

Wolln dafür noch Lob erlangen.

Sage selbst, ist das Benimm?

*

Katze, fahr die Krallen ein!

Sei ein liebes Kätzelein!

Komm zu mir herein!

Kratz mich nicht, sei nicht gemein!

November 24

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Unser täglich Boot (12.10.)

Schnelle Notierungen statt ausführlicher Zeichnungen wählte ich diesmal als Ausdrucksform.

Am liebsten zeichne ich nach der Natur, aber wenn ich grad nicht raus kann, darf es auch eine Vorlage sein. Je nach Vorlage ändert sich mein Stil: bei Fotos strebe ich eine möglichst korrekte Wiedergabe an. Bei künstlerischen Vorlagen geht es mir darum, den Bildaufbau mit wenigen Strichen zu erfassen. Erstmals benutzte ich fremde Aquarelle von Bootsszenen, die ich im Tine-Beutler-Blog entdeckte.  Dort kann man eine reiche Auswahl an sorgfältigen Bootsstudien in Aquarell finden.

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Es herbstelt (Feigen- und Kalenderblätter 10.-11.10.)

In der Nacht regnete es etwas, und so hat sich die Atmosphäre im Garten deutlich verändert. Für morgen sind Unwetter angesagt, heute aber war es sehr friedlich und leicht melancholisch.

Gelb leuchtende glatte und braun verfärbte verkrumpelte Feigenblätter bedeckten den Boden, und die Quitten sind zwar nicht sehr prächtig, aber reif.

Der Feigenkaktus hat sich mit einer reizenden Perlenschnur herbstfein gemacht.

Farbenfroher Zerfall auch auf meinen Kalenderblättern vom 10-11. Oktober.

Für das erste Kalenderblatt benutzte ich ein echtes Feigenblatt, das ich zerriss und mit Klebeband auf der farbigen Fläche befestigte. Die Farbe dieses Naturblattes ist von einem wunderbar satten, sanften Honiggelb, wie man auf dem Detailfoto hoffentlich erkennen kann.

Ein anderer Bildausschnitt betont den Unterschied zwischen dem knallgelben Papierschnipsel und dem honiggelben Blatt. Mit einem Kohlestrich habe ich zudem die Blattadern teilweise hervorgehoben.

 

 

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25 (52) Wochen – ein Objekt: natürlich mit Booten

Jeden Sonntag, so war die urspüngliche Idee von Wortman, sollten wir ein von uns gewähltes Objekt in stets wechselndem Surrounding fotografieren und posten. Seither sind die 25 Wochen längst vorbei, aber ich führe das Projekt weiter und präsentiere den „Kleinen Prinzen“ heute mit dem täglichen Bootsbild.

Das Bild ist nicht wie die zuvor gezeigten im Zeichenbüchlein, sondern mit Kohle auf Leinwand entstanden. Es sind Boote, die nahe an den Meeressaum herangezogen wurden (wie man sieht). Von Philippe, dem liebevollen Repräsentanten dieses Jahres, habe ich noch keine weitere Nachricht. Es scheint, dass er anderswo gebraucht wird. Zuletzt gemeldet hatte er sich aus einem Gebirge im Iran.

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aus dem Archiv 11. Oktober 2018: Sehnsucht nach Herbstwäldern

Heute  hat es ein wenig geregnet (endlich!!) und am Horizont stehen große goldgerandete Wolkenberge. Wie war es denn wohl in anderen Jahren? Wie an jedem Sonntag steige ich ins Blog-Archiv hinunter und schaue nach. Diesmal bleibe ich am 11.10. 2018 stehen. „Sehnsucht nach Herbstfarben“ lese ich dort. Diese Sehnsucht überkommt mich jedes Jahr im Oktober, denn ich lebe im immergrünen Olivenland.

„In meiner alten Heimat“ so schrieb ich vor acht Jahren – „ist dies die Zeit der Herbstfarben, der großen bunten Wälder, die sich in Seen spiegeln, aus denen der Nebel steigt. So jedenfalls stellt sich für mich der Herbst in einer Mischung aus Erinnerung und Fantasie dar. …Und ich sehne mich und möchte hinreisen.“ 

Zwei Gemälde (mixed media) begleiten diese Gedanken. Eines ist durch Gießen und Schütteln von Plastikfarbe auf einer vorbereiteten Leinwand (70 x 100) entstanden.

Das andere entstand durch das teilweise Abreißen collagierter Papiere. Benutzte Malmittel: Wandfarbe, Pigmente, Kleister auf Leinwand. Format: 70 x 100 cm.

 

 

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Unser täglich Boot gib uns heute….

Täglich mache ich eine Bootszeichnung.  Heute zeichnete ich am Segelhafen ein Gewirr von Linien und Flächen. Die Boote liegen so dicht hintereinander, dass sich kaum klare Konturen ergeben. Ein Bootsrumpf geht über in den nächsten, und dahinter ragt ein Wald von Masten und Wanten auf.

Ganz anders ein allein liegendes, halbwegs an Land gezogenes kleines Boot neben einem Zementsockel mit Fahne, das ich am 8.10. von schräg oben zeichnete.

Am 9.10. wurde es ein abstraktes Bootsbild, bei dem ich ein eigenes früheres Gemälde als Vorbild nahm. Das Boot ist quasi in seine Bestandteile zerlegt.

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Gruppentreffen im Atelier

Heute trafen sich nach längerer Sommerpause Mitglieder unsere Freundesgruppe „Blume des Lebens“ im Atelier, um sich auszutauschen und den Geburtstag eines Mitglieds zu feiern. Es war eine große Freude für mich, diese lieben Menschen wieder einmal bei mir versammeln zu können. Nun bin ich rechtschaffen müde. Gute Nacht.

 

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Froh Bemerktes unterwegs und im Garten

Heute nachmittag raffte ich mich zu einem größeren Spaziergang auf. Es war ein Tag, der dem September alle Ehre gemacht hätte (leider immer noch sehr trocken). Ich hatte Sehnsucht nach unbearbeiteter Natur. Vielleicht würde ich auch ein Wildblümlein finden? Also stieg ich auf Umwegen hinunter in die Schlucht hinter unserem Haus und an der anderen Seite wieder hinauf.

Als erstes besuchte ich mein Lieblingsfeld mit den Obstbäumen (schon öfter hier vorgestellt), wandte mich dann Richtung Meer und stieg querbeet wieder an unserem Hang hinauf. Unterwegs machte ich ein paar Fotos. Das Zeichengerät blieb ungenutzt im Rucksack.

Als erstes ein Blick in die Schlucht

Die Formähnlichkeit von Zypressen und dem Blütenstand der Meereszwiebel verblüfft mich immer, denn die beiden sind ja ansonsten so gegensätzlich wie nur möglich. Die kleine Zypresse ist freilich noch nicht so dunkel und ernst wie die ausgewachsenen.

Das Mandarinenbäumchen hängt voller Früchte, die noch zwei bis drei Monate zum Reifen brauchen.

Der doppelstämmige Feigenbaum, den ich besonders liebe, ist immer noch voll Laub

Eine schöne Mergelwand voll merkwürdiger Gestaltungen.

Eine Lichtstrahl fiel auf die Wand und zog mich magisch an.

Beim Näherkommen entdeckte ich die edlen Profile der Herrschaften, die hier offenbar zu Hause sind.

Auf dem Rückweg bemerkte ich eine intensive Bautätigkeit jenseits der nächsten Schlucht. Zum Glück baut man dort offenbar in traditioneller Steinbauweise.

Da mein Blütenhunger auf dem Spaziergang nicht gestillt wurde, fotografierte ich anschließend Blühendes und Fruchtendes in meinem Garten. Auch da ist es nicht weit her mit dem Blühen, aber als Collage ist das Ergebnis doch recht nett, finde ich.

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Kalenderblätter 6.-9. Oktober (mit Details)

Vier neue Kalenderblätter für den Oktober sind entstanden. Zwei davon laufen dem Datum voraus. Wieder habe ich mich einer „primitiven“ Malerei befleißigt, um mein Oktobergefühl einzufangen.

Die Blätter für den 6.-7. Oktober habe ich versehentlich falsch herum eingeklebt und in der Abbildung richtig herum gestellt. Auch im Meer geht es mnchmal drauf und drunter zu. (Dann aber beruhigt sich alles wieder und ein stilles glänzendes Blau überzieht die Dinge. )

Details:

Auf den Blättern für die beiden kommenden Tage 8.-9. 10. steigere ich mein Oktobergefühl von Zerstückelung, Auflösung und Verfall, aber auch von Farbigkeit:

Details:

 

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Dienstags-Drabble: Kassenschlager – kata-strophisch gereimt

Dienstag ist Drabbletag.  Wortmann sorgte auch heute dankenswerter Weise für die Wörter, mit deren Hilfe wir einen 100-Worte-Text komponieren dürfen. Es sind Esel – Warentrenner – glänzend.  Ich schrieb das Drabble auch diesmal in bewährter kata-strophischer Art. Die Bildchen zeigen links die Kassiererin eines Supermarktes, rechts die pöbelnde Kundschaft. Wenn man will, kann man den Text auch singen.

Kassenschlager

„Bis hier bist du, dann komme ich,

mach schnell, mach Platz, du Esel!“

„Was drängeln Sie so fürchterlich?

Geduld, Geduld, Sie Schnösel!“

*

Die Frau, die an der Kasse sitzt

Hört nicht auf das Gepöbel

Noch jeder ist hier abgeblitzt

Als wäre er ein Möbel.

*

Sie holt den Warentrenner raus

Und schiebt ihn stumm aufs Laufband

Sie kennt das schon, es ist ein Graus!

Wann wahren sie den Anstand?

*

Nicht nur mit Worten häkeln sich

Die Kunden hier fast täglich

Sie sind auch sonst oft mäkelig

Benehmen sich ganz kläglich.

*

Ach, glänzend war ihr Jugendtraum

Was davon blieb, ist nur Abschaum.

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