Eine Palme

Vorgestern habe ich eine Palme fotografiert – stufenweise wollte ich ihre bemerkenswerte Gestalt gestern hier im Blog präsentieren – doch dann hatte anderes Vorrang. Aber der Gedanke „lag in der Luft“ und anscheinend nahm Jürgen Küster aka Buchalov die Witterung auf … jedenfalls zeigte er gestern: Palmen.

So viel Synchronizität muss gefeiert werden. Hier also eine Palme, beginnend an ihrem Fuß, wo die Mittagsblumen ihre Augen aufgemacht haben, aufsteigend an ihrem fein umsponnenen unteren Stamm, über die Bruchzone hinauf zu den kantig-harten Strukturen und den matt herabhängenden trockenen – endlich auch zu den sich weit entfaltenden Wedeln, die mit den weißen Wölkchen und der Meeresbrise spielen.

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Olivenbäume 10 und 11

Heute war so ein heiteres Wetter, dass ich gleich früh hinauseilte, um Olivenbäume zu zeichnen. Denn danach hatte ich ein recht volles Programm. Also ging ich hinüber ins Nachbargrundstück, von dem aus man das Meer sieht, und suchte Olivenbäume aus. Drei Grazien standen in einer Reihe – mir kamen sie vor wie die Karyatiden vom Nike-Tempel der Akropolis. Nun, nicht aus Marmor, nicht so kunstvoll, aber gerade gewachsen und mit starkem Nacken.

ich nahm mir erst die nächststehende vor und zeichnete sie zusammen mit der zweiten. Dann nahm ich ein zweites Blatt und zeichnete nur die zweite.

Heute fotografierte ich auch wieder im schönen Flimmerlicht unter den Oliven. Auch die gestrige Zeichnung der „Walküre“ fotografierte ich erneut.

Für die, die Lust auf Bearbeitungen haben: hier sind einige. Selbstverständlich machen sie den Originalfotos keine Konkurrenz, sondern sind ein gesondertes Ausdrucksmittel.

 

 

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Hilfe! Die Rosenkaputtmacherbande ist unterwegs!

Kaum bilden sich die ersten Rosenblüten, sind sie da, die Rosenkäfer. Einen grüngoldenen habe ich noch nicht gesehen, nur schwarze. Es gibt große wie dieser hier, und kleine, die sich in den Blüten einnisten. Oder haben die Eier dort überwintert und sie kommen ans Tageslicht, sobald die Blüten sich öffnen, um nun ihrerseits Eier abzulegen? Ich habe keine Ahnung.

Jedenfalls muss ich etwas unternehmen, damit sie nicht wieder, wie vor zwei Jahren, überhandnehmen. Damals habe ich sie einzeln herausgesammelt und weggetragen. Täglich. Hunderte. Jemand riet mir, es mit Spülmittel zu versuchen. Wer weiß Bescheid? Für einen guten Rat wäre ich dankbar. Denn sonst wird keine Blüte übrigbleiben.

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Olivenbaum No 9

Am Abend – es war schon recht kalt, aber noch hell genug – habe ich meinen neunten Olivenbaum gezeichnet. Fotografiert habe ich die Zeichnung im Garten. Viel Licht gab es da nicht mehr, also habe ich das Foto ein wenig künstlich aufgehellt.

Ein paar Bearbeitungen, durch die die Dramatik gesteigert wird, habe ich auch gemacht. Fast will mir scheinen, ich hätte es hier mit einer Walküre aus Wagners Oper zu tun…

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Sogar aus dem alten Teppich sprießt das Grün

Frau Wildgans, lese ich, liebt momentan alles was sprießt und blüht und nicht Design-Pflanze ist. Und Keloph sagt im Kommentar: „Genau, die grüne Wiese“.

Genau, die grüne Wiese. In meinem Garten. Überall. Und heute knallte auch die Sonne vom Himmel, nur an den Horizonten türmten sich weiße Wolkenberge. Ein recht starker Wind nahm jede Trübe aus der Atmosphäre mit. In meinem wuchernden Rosmarin-Salbei-Lavendel-Thymian-und-was-noch-alles-Urwald tummeln sich Bienen, Hummeln und was-noch-alles. Ich machte mich auf die Fotojagd – hoffnungsvoll, aber vergebens. Die Insekten sind zu flink für mich. Aber vielleicht entdeckst du ja doch die eine oder andere.

 

Das Grünzeug spießt aus allen Ritzen und Fugen der Plattenwege, und auch aus dem alten Teppich, den ich nach der Überschwemmung meines Ateliers rausgeschleppt und zusammengeklappt draußen liegen gelassen hatte. Zu schwer für mich. Möge die Natur übernehmen. Und sie übernahm.

 

 

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abc etüde: Was sich im Blumenladen „Zur Tulpe“ tat.

Noch eine hoffentlich kurzweilige Etüde zur Tulpenzwiebel. Danke dir, Christiane, für die Einladung, die Rundum-Betreuung und die gelungene Einladungskarte! Danke dir, Veronika, für die Wortspende.

 

Im Blumenladen „Die Tulpe“, Legearbeit als Schattentheater, 16-4-2019 (c) gerda kazakou

 

„Tulpenzwiebeln? ham wa nicht!“

Sprach die Lise. Das war glatt gelogen.

Nix wollte sie verkaufen diesem Wicht

Der ihr als Kind am langen Zopf gezogen.

Jetzt war sie zwar schon groß und ohne Zopf

Und war Verkäuferin im Blumenladen „Tulpe“,

Doch wütend war sie immer noch auf diesen Tropf

Der jetzt als Jüngling vor ihr stand, die blöde Nulpe!

Der Karl – so hieß er – lächelte verschmitzt und fragte höflich an:

„Was hast du denn, was ich der Martha schenken kann?

Sie steht auf Tulpen, notfalls tun es auch Narzissen,

Bring ich ihr welche, darf ich sie bestimmt auch küssen“.

„Narzissen ham wa nicht, und wenn die Martha will

Dann soll se selber kommen, du aber sei mal still!

Ich wollt, du lägst im Grab, um nie mehr aufzuerstehn

Und jetzt mach los, ich bitte dich zu gehn.“

Kurzweilig bist du, unbedingt, das biste, kleine Lise,

Bist immer noch die Wilde, wie damals auf der Wiese

Als ich dich an dem Zopf gezogen und du warst furios

Und schimpftest wie ein Rohrspatz, ach warst du kurios!

Drum lieb ich dich, mit Martha mach ich gerne Schluss!

Schick mich nicht weg,  komm her und gib mir einen Kuss.“

Da guckt die Lise! Und eine tiefe Röte färbte ihr Gesicht,

so rot sind Tulpen,  selbst die rötesten, beiweitem nicht.

War es aus Freude oder wars aus Wut?

Ich weiß es nicht, doch stehen tats ihr gut.

Im Blumenladen „Zur Tulpe“, Legearbeit mit Klee (c) gerda kazakou 16-4-2019

 

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Ergänzung zu Ping Pong 027: Grüner Mond und Nostradamus

Ulli hatte mir einen Ping mit den Worten geschickt: „Und ewig grün scheint der Mond“. Das konnte nur Dada sein oder …. Wissenschaft. Ich entschied mich fürs zweite. Da demonstriert ein Hochgelehrter seinen gelehrten Kollegen anhand von Mond-Bruchsteinen,  die er auf seinem Tisch als Beweismaterial ausgebreitet hat, dass der Mond grün ist. Die Kollegen beginnen, eifrig darüber zu diskutieren. Auf die Idee, mal hinauf zum Himmel zu schauen, kommen sie nicht.

Dort oben schippert vergnügt der Mondmann und lacht. Die Mondsichel glänzt in ungewissen Farben. Es mag wohl auch grün darunter sein….

Schon beim vorigen Ping Pong hatte ich es mit den Wissenschaftlern. Mit ihrer Selektivität. Mit ihrem Glauben an pars pro toto (einen Teil fürs Ganze nehmen). Wenn sie ein winziges Stückchen der Wirklichkeit in Händen halten, spielen sie sich auf, als hätten sie die Rätsel der Welt gelöst. Sie vergessen leicht, dass sie immer nur ein Bruchstück vor Augen haben, während ihnen das große Bild längst entschwunden ist.

Als ich mit dem Eintrag bis zu diesem Punkt gelangt war – sah ich in den Nachrichten furchtbare Bilder. Notre Dame in Flammen. Nun bin ich auf der Suche nach dem größeren Bild.

Mir fiel sofort Michel de Notre Dame ein, bekannt als Nostradamus, von den zwangschristianisierten Eltern auf den Namen des Erzengels Michael getauft. Die Großeltern hatten den Namen Notre Dame gewählt, um der Inquisition in Spanien zu entgehen. Ihnen drohte, wie allen Juden, der Scheiterhaufen. Das Feuer, das Menschen im Namen des Christentums verbrennt. Hüter des Originalmanuskriptes  der Apokalypse von Johannes soll der Großvater gewesen sein. Jetzt brennt das Symbol des christlichen Frankreich, am Montag der Osterwoche. Notre Dame – unsere Dame, Maria, Mutter Jesu. Ein Fanal? Hat der Namensträger darüber eine Prophezeiung gemacht? Gibt es darüber etwas in der Apokalypse zu lesen? Ich wüsste es gern, ohne zu wissen warum.

Leider denke ich jetzt gerade wie die gescholtenen Gelehrten. Ich habe ein Bruchstück Wirklichkeit in Händen und versuche, mir daraus die Welt zu erklären…. Schau hin, sage ich zu mir. Schau hin! Aber der Mond funkelt in ungewissen Farben und verschwindet hinter den Wolken….

 

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Ping Pong 027

ULLI AN GERDA → UND EWIG GRÜN SCHEINT DER MOND …

PONG 027 Gerda

… SPRACH DER GELEHRTE. DER MANN IM MOND AMÜSIERTE SICH PRÄCHTIG.

der Mond ist grün, … sprach der Gelehrte. Legearbeit. (c) gerda kazakou 15-4-2019

PING o28

GERDA AN ULLI → ALS SIE NOCH LEBTEN ….

Bleistiftzeichnungen von Versteinerungen. Hintergrund bearbeitet. (c) gerda kazakou 2017

WAS BISHER GESCHAH → https://cafeweltenall.wordpress.com/galerien/ping-pong/

DIE IDEE→ https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/02/05/ping-pong-001-2019/

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Im kleinen Kloster. Festliches Treffen für Eltern und Kinder mit Autismus.

Heute war ich erneut im „kleinen Kloster“, von dem ich gelegentlich erzählte (hier noch ohne den neuen Kirchenbau). Anlass war ein festliches Treffen von Eltern und Kindern mit Autismus. Es war ein Hoffnung gebender Impuls. Zwei wunderbare Frauen – Mütter von autistischen Kindern – haben soeben einen Verein für ganz Griechenland gegründet. Nach der vom Bischof Manis gemeinsam mit den Mönchen und einem sehr guten Psaltis zelebrierten Liturgie sammelten sich die Menschen, die zuvor dicht gedrängt in der neu erbauten Kirche gestanden hatten, im Vorhof und Garten. Eine Sängerin, ein Sprecher und ein Lyraspieler brachten herrliche Texte und liturgische Gesänge auf griechisch und arabisch zu Gehör.

Das heutige Treffen war bewegend und inspirierend. Neue Kontakte wurden geknüpft, alte aufgefrischt. Gemeinsame Aktionen wurden ins Auge gefasst. Wie manche wissen, unterstütze ich von Herzen die Arbeit eines Ausbildungsgartens und bin Mitbegründerin eines Trägers für die berufliche und gesellschaftliche Eingliederung von Menschen mit Behinderung. Meine Rolle ist zwar äußerst bescheiden, doch für mich persönlich wichtig.

Ein paar Photos von Blumen und Skulpturen im Garten des Klosters mögen nun das Erzählen übernehmen. Die ersten sechs mit dem blauen Himmel sind von heute, die anderen von vorgestern abend, als ich schon einmal dort war, um den herrlichen Hymnen an Maria zu lauschen –  denn das ist das Schönste in der vorösterliche Zeit.

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Im Regen: Zistrosen; Oliven und mehr

Sie blühen jetzt überall, die lieblichen Zistrosen.

Es regnet viel.  Über den Bergen und über dem Meer hängt ständig Wolkendunst.

Schwarz vom Regen sind die Stämme der Olivenbäume.

Die Landschaft grünt und blüht. Weich und feucht ist die Luft,  geschwängert vom Saharasand. Der bringt neue Fruchtbarkeit.

In meinem Kräuter-Urwald tummeln sich Bienen und jede andere Art von Insekten. Ihr Natur-Fotografen hättet eure Freude dran. Ich erwischte immerhin einen halben Schmetterling beim Bergtee, einer Salbeiart.

Für den Garten habe ich zwei neue Bäumchen gekauft: ein Orangen- und ein Zitronenbäumchen. Nun muss ich sie noch einpflanzen. Mögen sie sich gut verwurzeln.

Zwei Frauen kamen zum gemeinsamen Zeichnen, aber dann wollten sie doch lieber jede ein Thema aufstellen, und danach reichte es gerade noch für einen gemeinsamen Spaziergang im dämmernden Abend. Gute Nacht.

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