25 Wochen, ein Objekt: Der kleine Prinz inmitten von Bienengesumse

„Ein schöner Tag heute“, meint der kleine Prinz und lächelt vergnügt.“So viel Bienengesumse!  Mach  mal ein Foto davon!“

Ich verzichte darauf, ihn zu belehren, dass es sich bei den abgebildeten Sumsern durchaus nicht nur um Bienen handelt*, und fotografiere ihn für Wortmans Projekt „25 Wochen – ein Objekt“.

Heute sei der letzte Tag des Projekts, 25 Wochen seien vorbei, also Schluss – so der Initiator Wortman. Ich aber zögere: wieso Schluss? Was ist mit den anderen 25 Wochen des Jahres? Warum aufhören, wenn es am schönsten ist? Jetzt, auf dem Höhepunkt des Jahres? Brauchen wir keinen kleinen Prinzen mehr, wenn die Tage wieder kürzer werden?

Ich weiß, Veranstalter von Festen mögen es, das Fest auf ihrem Höhepunkt für beendet zu erklären. Dann jammern die Gäste und wollen mehr. Bekommen sie aber mehr, wird es schal, und am Ende sitzen alle mit grauen Gesichtern da und fragen sich: wielange soll das noch dauern? Wieso bin ich noch hier? Wann kommt was Neues?

Ich hoffe, so weit wird es mit mir und dem kleinen Prinzen nicht kommen. Aber ab und an darf ich doch wohl noch ein Foto mit ihm posten, oder?


Gezeichnet habe ich nach Fotos von Gerhard (Kopf und Gestalt) eine Holzbiene im Anflug und eine Schwebfliege am Rainfarn.

 

 

 

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Kalenderblätter 12.6., Klees „Pädagogisches Skizzenbuch“: Der Mensch als senkrechte Wippe

Die nächste Lektion II,24 zeigt ein Gestaltungsschema, mit dem Klee das Thema des „nicht symmetrischen Gleichgewichts“ zwischen in einer einfachen Grafik erläutert (     ).

oder auch als Kalenderseite

Worum geht es hier? In der oberen Figur (meine Wiedergabe) sehen wir eine Art Wippe a-b und in der Mitte einen neutralen Achsenpunkt c. Auf dem a-Ende der Wippe ist schweres Dunkel aufgehäuft, auf dem b-Ende lichte Helligkeit.

Was passiert? Die a-Seite senkt sich zu einem Punkt A, die b-Seite hebt sich zu einem Punkt B. Um Gleichgewicht zwischen beiden herzustellen, hängt Klee ein kleines dunkles Viereck unter den lichten Balken, der sich daraufhin senkt. Perfekt!

Manchmal will man Bilder mit gestörtem Gleichgewicht malen und versucht sich in extremen Anordnungen – doch ist es gar nicht so einfach, den eingeborenen Gleichgewichtssinn zu überlisten. Fast immer gibt es irgendwelche kleinen Elemente, die dann doch für Ausgleich sorgen.

extreme Anordnung – asymmetrisches Gleichgewicht

Versuch einmal, längere Zeit auf einem Bein zu stehen, ohne zu schwanken. Also ich kann das nicht. Immer brauche ich den zweiten Fuß als Behelf. Er saust automatisch Richtung Boden, und sei es auch nur mit der Zehenspitze, damit ich nicht umfalle.

Klees zweite Figur macht deutlich, warum das so ist: hier steht die Achse der „Wippe“ senkrecht, der obere Teil kippt nach links und die Figur droht umzufallen. Stell dir vor, die „Wippe“ sei ein Mensch. Was tut er, wenn ein Gewicht auf der einen Schulter ihn umzureißen droht? Er stellt einen Fuß (das kleine dunkle Viereck) nach links, verbreitert so seine Basis und steht fest.

Hier ist es umgekehrt: die Kaffeetasse reicht als Ausgleich offenbar nicht aus.

Auch dies ist keine wirklich sichere Vorgehensweise, um das Gleichgewicht beim Servieren des Kaffees zu halten. Wo liegt der Fehler?

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Weitere noch fraglichere Versuche:  https://gerdakazakou.com/2024/05/19/von-dicker-luft-und-wie-man-am-elegantesten-einen-kaffee-serviert-legebilder/

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Kalenderblätter 10.6. : Klees „Pädagogisches Skizzenbuch“, vom Gleichgewicht

Ich hänge sehr mit den Kalenderblättern hinterher, nicht nur, weil ich anderweitig beschäftigt war, sondern auch, weil es mit der Präsentation des Kleeschen Skizzenbuchs nicht so einfach ist, wie ich dachte. Die Graphiken und die erklärenden Texte, die ich in leichter Abwandlung vom Original abzeichne, geben bildlich nicht viel her, und die Interpretationen, die ich mir dazu ausdenke, sind nicht leicht zu formulieren. Das, was am Ende den Text interessant macht, sind, finde ich, nicht die Kalenderblätter selbst, sondern die illustrierenden Bilder, die ich hinzufüge.

Aber sei es, wie es sei. Ich bin stur und bleibe dabei, die Juni-Kalenderblätter auf diese Weise zu füllen.

Beim letzten Eintrag vom 10.6. ging es ums Gleichgewicht, dessen Störung und seine Wiederhestellung.

Dieses Thema wird nun fortgesetzt mit dem „nicht symmetrischen Gleichgewicht“ – und betrifft  so gut wie alle Gleichgewichtszustände, die real vorkommen. Denn streng symmetrisch sind sie fast nie. In der Malerei ist die strenge Symmetrie sowieso verpönt.

Zunächst zeichnet Klee eine Waage, die zwar im Gleichgewicht ist, doch  auf der linken Waagschale befinden sich zwei gleiche Gewichte, auf der rechten ein größeres und ein kleineres Gewicht. Die sind zusammen gleich schwer wie die auf der linken Seite.

Wozu soll das gut sein? Nun, es ist in der Malerei (und nicht nur dort) von großer Bedeutung, wie „unsymmetrische“ Verhältnisse ins Gleichgewicht zu bringen sind.  Ich zeichne beispielsweise auf einer Seite des Blattes kleine Gegenstände, auf der anderen einen Schrank im ansonsten leeren Raum. Kippt das Bild? Oder ich male auf der einen Seite eine leichte helle Szenerie, während ich die andere Seite in schweres Dunkel tauche. Geht das gut?  Oder ich male links mit dem energetisch starken Rot, rechts mit passivem Blau. Wie kann ich zu einem Ausgleich kommen?

Was Klee dazu in seinem Skizzenbuch notiert, ist das folgende:

Ich zeichne dieselben Figuren und färbe sie ein wenig ein:

Leicht zu verstehen sind „Maß“ und „Gewicht“: Das Gleichgewicht wird hergestellt, indem man dem Kleinen einen großen Raum belässt und dem Hellen ein Stück Dunkelheit hinzufügt. Bei der dritten Figur „Charakter“ soll ein Gleichgewicht zwischen Rot und Blau hergestellt werden. Und was ist Klees Lösung? Er stellt dem Blau eine kleine gelbe Fläche zur Seite, damit es dem Rot standhalten kann.

Mir scheint, darin liegt ein großes Thema, das sich nicht auf die Malerei beschränkt, sondern etwas über die Harmonie überhaupt aussagt, und das ich jetzt noch nicht voll erfasse.

Um Gleichgewicht ringen wir in allen Lebensbereichen – und der Maler tut oft nichts anderes als eben dies:  Wie kann er die Massen und Farben seines Sujets ins Gleichgewicht bringen? Endlose Beispiele könnte ich einfügen, beschränke mich hier aber auf eine kleine Übung, die ich mit Papieren machte, die mir Susanne Berkenkopf einst zuschickte. Ich schob ein grünes und eine rotes Papier auf einer Fläche hin und her und überprüfte, wo die Grenzen des Ungleichgewichts erreicht werden bzw wo sich ein zufriedenstellendes Gleichgewicht einstellt.

 

Dasselbe dann auch auf Zeichnungen, auf denen ich farbige Akzente setzte.

 

 

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Impulswerkstatt: optimistischer Ausblick (Bild 2 und Rundumschlag)

Liebe Myriade, als ich dies Bild zum ersten Mal sah – es war im August 2023 – fiel mir Folgendes dazu ein:

Dieses Bild, liebe Myriade, ist mir ein Rätsel geblieben. Soviel ich es auch drehte und wendete, ich wurde nicht schlau draus. Sind das Boote, die das wässrige Element fliehen und sich zu retten zu suchen? Ein Fisch, links im Bild, verfolgt sie mit aufgerissenem Maul, und andere Wasserwesenheiten – Wasserschlange, Wassergeist, Tintenfisch – schicken ihnen ihren stummen Fluch hinterher.

Wenn es denn so ist. Wenn es nicht gerade umgekehrt ist: das linke Boot geht mit Volldampf zu Wasser, der Fisch ist empört, reißt das Maul auf, lässt sich ein auf einen Kampf auf Leben und Tod.

Auf jeden Fall ist das Bild sehr dynamisch, bewegt, und ist damit den anderen dreien verwandt. Die zeigen ebenfalls Bewegung, freilich in weniger dramatischer Form: der junge Mann läuft, das Meer zieht sich zurück, das Hologramm löst sich auf, der Verkehr rollt. Und nun, hier, ein Katastrophenbild, in dem Mensch und Gewässer sich bekämpfen. Jedenfalls lese ich es so.   (https://gerdakazakou.com/2023/08/19/der-mensch-und-das-meer-apokalyptisch-myriades-impulswerkstatt/).

Auch in dieser Mai/Juni/Runde dominiert das Wasser in allen vier deiner Bildvorschläge, angefangen von den jungen Leuten, die ihre Räder über den Bach tragen, weiter über die angeschwemmten Algen, dann dieses Gemälde und schließlich das sehr ansehnliche Krokodil. Sogar dein Mosaikstück ist dem Wasser gewidmet – und zwar dem fehlenden : Durststrecke.

Was wäre wenn…

Wenn ich nun drei Jahre lang geschlafen hätte – also dreimal so lang wie Hesses Steppenwolf – und jetzt erwachte und das Bild erneut betrachtete: was käme mir da in den Sinn? Vielleicht dächte ich, die Welt steht Kopf, die Boote stürzen mit dem Heck zuerst in die Flut, weil die Erde, die nun doch eine flache Erde geworden ist, kippt und der umgebende Okeanos alles abräumt, was sich da auf der Fläche angesammelt hat?

Ich weiß es nicht. Ich habe ja nicht so lange geschlafen. Die Zeit, wo das Meer alles verschlingt, ist noch nicht da.

Für Apokalyptiker endet die Durststrecke noch nicht.

Die Krokodile steigen noch nicht an Land.

Und wir anderen schaffen es immer noch, unsere Fahrräder über Wildbäche zu tragen und brauchen uns noch nicht von Algen zu ernähren.

Mit optimistischen Grüßen aus dem Juni des Jahres 2026!

 

 

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Neues Gemälde -Titel gesucht

Eigentlich wollte ich mich heute ja mit vollen Segeln in die maritime Malerei stürzen. Das konnte ich aber nicht. Denn ich musste vorher etwas anderes malen. Was es ist, weiß ich nicht. Nur dies: dass es war wie ein Versuch, etwas zu durchbrechen und das Gold des Himmels sich an den Fensterscheiben brechen zu lassen. Brechen – Bruch – Brechung (von Wellen und von Licht, von Gehäusen und Gitterstäben), vielleicht auch brachial.

Das Weetter war auch sehr seltsam: es braute sich etwas am Himmel zusammen, das sich dann mit ungeheurem Lärm, tosendem Sturm und dicken Tropfen entlud. Die Fenster schlugen Alarm. Ich eilte, sie zu schließen. Danach: Stille. Der Garten duftete nach Heilkräutern. Ich fuhr an die Küste, um nach Schäden zu schauen. Das Meer lag da als vollkommen ruhige gold schimmernde Fläche. Aber die Küstenstraße war von Geröll übersät, und die Restaurantbesitzer waren am Aufräumen. Ich schwomm eine Runde in diesem wunderbaren Meer.

Fällt dir ein Titel zu dem heute entstandenen Bild ein?

 

 

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Weiteres von der Segelyacht (5)

Heute habe ich die alte Dame besucht, die mich darum gebeten hatte, ihre längst nicht mehr in ihrem Besitz befindliche Segelyacht zu malen, damit sie ein Andenken daran hat.

Wir kamen in freundschaftlichem Gespräch zu dem Schluss, dass sie eigentlich gar kein Gemälde wünscht und sich auch nicht leisten kann, sondern es geht ihr um ein möglichst wirklichkeitsgetreues Bild, damit sie sich erinnern kann. Ich schlug ihr daher vor, das von Antje (Kunstschaffende-Blog) per KI rekonstruierte miserable Foto auf Leinwand drucken und rahmen zu lassen. Sie war zu Tränen gerührt, als ich ihr von Antjes spontaner Hilfe bei der Wiederherstellung des Fotos erzählte, immer werde sie an diese Frau in Deutschland denken, wenn sie das Bild betrachte. Ich selbst versprach, alles zu erledigen, damit sie einen guten Druck und eine passende Rahmung für ihre Yacht-Erinnerung bekommt.

Ich selbst will weiter an dem maritimen Thema arbeiten, denn es ist eine alte Leidenschaft von mir. Und so machte ich gestern mit viel Schwung eine erste Farbskizze auf Leinwand.

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Dienstags-Gedrabble rund um den Herd

Dienstag ist, dank Wortman, Drabbletag. Die vorgegebenen Wörter sind diesmal

Herd-ambivalent-Schadenfreude.

Auf gehts mit einem wie stets kata-strophischen Drabble. Es handelt sich um die Rede einer Frau, die – aus guten Gründen – das Kochen lieber anderen überlässt. 100 Wörter habe ich ihr dafür eingeräumt, so wie es die Drabble-Regel vorschreibt.

die Rednerin

 

Eigner Herd ist Goldes wert

Doch es den Genuss vermehrt

Wenn das Essen jemand kocht

Der das tatsächlich vermocht.

*

Drum seh ich, wie ihr mich kennt

Diesen Herd ambivalent.

Goldes wert ist er gewiss

Doch eben auch ein Ärgernis

*

Wenn ich selbst die Köchin bin,

Denn wie ich krieg Suppen hin?

Mal zu salzig, mal geschmacklos

Was ist mit dem Herd bloß los!

*

Meinem Mann gelingt der Braten

Ich bleib besser bei Salaten,

Mir gelingt auch Butterbrot

Und das tuts ja auch zur Not.

*

Lachen tu ich wirklich gern

Doch Schadenfreude sei mir fern.

Mein Herd bleibt kalt

Zwecks Selbsterhalt.

der gute Koch

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Wie wär’s… (abc-etüde, kata-strophisch gereimt)

Wolke
stur
sortieren

Das sind die von Nathalie vom Fundevogelnest-Blog gestifteten Wörter für Christianes laufende etüden-Runde.  Meine kata-strophisch gereimten Auslassungen passen, finde ich, irgendwie zum heute von Christiane veröffentlichten „Hungerlied“, und die Hühner –  nun, Nathalies Hühnerliebe kam mir in den Sinn. Ihr wunderbares Hühnernest-Foto (hier) gibt die Richtung an, in der die Welt sich gern entwickeln darf.

Ein jeder Mensch braucht Brot und jedes Huhn sein Korn.

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Werden die schwarzen Wolken sich verziehen

Die unsren Lebenshorizont verdunkeln?

Wird Menschen schließlich doch Vernunft verliehen?

Wird Stern an Stern im Sonnenaufgang funkeln?

*

Ich frag ja nur, ich hoffe und ich bange

Und schau mit wunden Augen hin zum Horizont

Ists viel, was ich von Führern dieser Welt verlange?

Dass sie die Kinder nicht verheizen an der Front?

*

Wie wärs, anstatt nur blind die eignen Sachen

Im Blick zu haben, eine Welt erschaffen, wo ein jeder

Das gleiche Recht auf Leben hat und Lachen

Und niemand stur verharrt im ent- und weder?

*

Wär es nicht endlich an der Zeit, jetzt, ohne Zorn

das wilde Durcheinander zu sortieren?

Ein jeder Mensch braucht Brot und jedes Huhn sein Korn.

Ich mein, wir könnten es doch einmal ausprobieren.

 

Die Schnipsel zu diesem Legebild stammen von Andrea Heming .

 

 

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Sonntags ins Archiv, 14-6-2015: Optimisten

Ich mache weiter mit meiner handverlesenen Rückschau: Jeden Sonntag steige ich hinab ins Archiv und schaue, was mich an einem Tag wie diesem in früheren Jahren beschäftigte und wie es mir heute damit geht.

Heute ging ich in mein erstes Bloggerjahr, 2015, und freute mich, dort eine frühe Legearbeit zu finden, auf der kleine Segelboote abgebildet sind, die als „Optimisten“ bekannt sind. In den hiesigen Segelschulen lernen die Kinder so, sich ohne Erwachsene auf dem Meer zu behaupten. Ganz allein dürfen sie diese handlichen kleinen Boote bedienen. Nur ein größeres Boot mit dem Ausbilder darauf passt auf, dass alles gut geht.

Ich liebe diese kleinen Flotillen von Optimisten sehr.

Nachtsegler

Das Foto dieses Legebilds habe ich schon damals etwas bearbeitet, damit die Segler auch nachts unterwegs sein können. Optimisten auf einer Mondscheinschneise zur See, was gibts Besseres!

Dieses und viele andere in Plakatgröße ausgedruckte Legebilder zeigte ich 2015 in zwei Ausstellungen, und zwar im Maniatakion, Koroni und im Cabaret Voltaire, Athen. Das Plakat der zweiten Ausstellung:

Αφισα_2015 orizontia_2-1

Mehr Fotos findest du hier. https://gerdakazakou.com/2015/11/23/bilder-einer-ausstellung/

 

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25 Wochen – ein Objekt: der kleine Prinz und die Perspektive (2)

Am vorigen Sonntag habe ich versucht, denKleinen Prinzen mit dem perspektivischen Wahrnehmen bekanntzumachen. Er fand es schwierig zu akzeptieren, dass die Wände der Kirchen gewaltig kippen (hier).

Heute aber war er zufrieden. „Passt“, sprach er anerkennend. Ob er damit meine Schattensilhouette meinte, die zu seiner Silhuette passt? Oder meint er die schlafende Katze, die eigentlich immer passt („Katzen gehen immer“)? Oder was sonst? Ich weiß es nicht, denn er hat noch nicht gelernt, auf Fragen zu antworten.

Dies ist ein Beitrag zu Wortmans Jahres-Projekt „25 Wochen – ein Objekt“, bei dem es darum geht, jeden Sonntag dasselbe Objekt in wechselndem Surrounding zu zeigen. Ich wählte die Skulptur des Kleinen Prinzen als Objekt und präsentiere ihn nun seit dem Januar (fast) jeden Sonntag.

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