Lustbarkeiten: Ein grandioser Regenbogen und mehr

Nach schwerem Regen brach heute die schon tiefstehende Sonne blendend durch das Gewölk und tauchte den gegenüberliegenden Hang in helles Licht. Ich eilte hinaus, denn das war eine vielversprechende Regenbogen*-Konstellation. Und tatsächlich!

Natürlich wollte ich ihn ganz sehen und stürmte hinauf auf die Dachterrasse. Doch auch hier gelang mir nur mithilfe der Panoramafunktion des Handys, den ganzen Bogen zu erfassen. Er ist daher ein klein wenig deformiert.

Die Sonnenuntergangsseite war auch prachtvoll. Falls du es nicht weißt: Je tiefer die Sonne steht, desto höher wölbt sich der Regenbogen auf der entgegengesetzten Seite des Himmels. Die schönsten Regenbögen sieht man daher bei tiefem Sonnenstand.

Das dunkle Gewölk zog inzwischen nach Süden ab.

Das Zauberlicht ließ die Farben im Garten kräftig erstrahlen, der Südhimmel färbte sich bunt und die Katzenhorde glühte in tiefem Gold.

Die Goldene Horde hat, wie du siehst, tüchtig für Nachwuchs gesorgt:

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*Das deutsche Wort „Regenbogen“ oder englisch „rain bow“ ist ja wissenschaftlich korrekt, viel schöner aber klingt in meinen Ohren „Himmelsbogen“ wie französisch arc-de-ciel oder griechisch ουράνιο τόξο  (uranio toxo).

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Unser täglich Boot (frei nach eigenen Gemälden)

Heute fügte ich meinem Boots-Zeichenbuch zwei weitere Zeichnungen hinzu. Ich benutzte dafür als Vorlage zwei ältere eigene Gemälde, die ich in einfaches Liniengefüge übersetzte, um die Bild-Architektur freizulegen.

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Mole und Meer

Vorhin fuhr ich ins Nachbardorf, um Kartoffeln und Käse einzukaufen. Die Bucht lag vor mir in ihrem Glanz, nur ab und zu verdunkelte eine Wolke die Sonne. Und so entschloss ich mich, eine Runde zu schwimmen. Ich steuerte also die Mole an, denn dort, in dem Winkel zwischen Strand und Mole, ist es am bequemsten, mich umzuziehen.

Diese Mole wurde vor ein paar Jahren zum Schutz der Küste aufgeschichtet. Die riesigen „Kieselsteine“ stammen, soviel ich weiß, aus dem Bachbett des Sandova.

Rätselhaft bleiben für mich die Gesteinsbildungsprozesse. Auch wenn ich da schon so manches drüber gelesen habe, versagt mein Latein, sobald ich nach Erklärungen zum Beispiel für diese Oberfläche suche. Wer kann helfen?

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Zeichnen nach Modell

Nun ist die Zeichenschule wieder in Betrieb, wo ich einmal wöchentlich die Gelegenheit habe, nach Modell zu zeichnen. Dafür muss ich zwar eine nächtliche Fahrt hin und zurück nach Kalamata auf mich nehmen, aber das ist es mir wert.

Gestern kam ich zu spät und war dann auch zu müde, um drei Sitzungen durchzuhalten. Für die erste Fassung der Zeichnung standen nur 10 Minuten zur Verfügung, für die zweite dann 30 Minuten. Danach packte ich zusammen.

Hat sich der Aufwand gelohnt? Ja und nein. Das Ergebnis ist mäßig, aber die dabei gemachte Erfahrung ist es mir wert. Ich betrachte aufmerksam das Gesicht, das ich in der ersten Phase mit schnellen Strichen andeutete und in der zweiten Phase dann etwas mehr ausführte, und überlege, was mir besser gefällt und warum.

Ich finde die erste Version zeichnerisch interessanter, die zweite seelisch ansprechender. Es ist ein für mich neuer Gedanke, dass es zwischen zeichnerischem und psychologischem Interesse einen Zwiespalt geben könnte.

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Unser täglich Boot (13.-14.10.), mit Vergleich der Vorlagen

 

 

Die Zeichnung  habe ich nach einem „hybriden Foto“ gemacht, das heißt: nach einer  Fotoshop-Überblendung von Zeichnung und Fotografie. Die Perspektive ist daher nicht einheitlich, sondern gebrochen: anders ist der Blickwinkel auf das vordere (im Original gezeichnete) Boot als auf das dahinter liegende (fotografierte). Auch sind Linienführung, Konturen, ästhetischer Eindruck der beiden Boots-Objekte unterschiedlich.

Für die heutige Bootszeichnung benutzte einen Ausschnitt aus einem Foto.

Gestern zeigte ich Bootszeichnungen nach Aquarellen (hier). Dabei fiel mir auf, wie unterschiedlich meine Zeichnung wird, je nachdem, welche Vorlage ich benutze.

Im Vergleich der Zeichnungen (nach Aquarell, hybrid, Foto) wird, glaube ich, deutlich, was ich mit diesen Bemerkungen zur Abhängigkeit einer Zeichnung von ihrer Vorlage ausdrücken möchte.

nach Aquarell                              nach hybridem Foto                    nach Foto, Detail

Zur Abrundung noch die Originalzeichnung des Bootes, die ich im Februar 2021 am Hafen von Kitries direkt machte (und die ich ins hybride Foto integrierte).

Es würde mich sehr interessieren, wie die vier Bootsbilder auf dich wirken, welches du bevorzugst und warum.

 

 

 

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Dienstags-Drabble: Mittagsruhe mit Katze (kata-strophisch gereimt)

Dienstags-Drabble mit einer Wortspende von Wortman. In den 100-Wörter-Text einzubauen sind diesmal die Wörter

Feld – überheblich – Polster

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Mittagsruhe

Auf dem Polster ruhe ich

Und auf mir das Katzentier

Das recht überhebelich

Sich das Fell putzt, ohne mir

*

Irgendwie gefragt zu haben

Ob ich das gustieren tu

Katzen bringen nichts als Plagen

Geben einfach keine Ruh.

*

Freiheit wolln sie, jedes Feld

Ist für sie gleich ihr Revier

Und wenn sie ein Hund verbellt

Fauchen sie, das sag ich dir.

*

Haben sie ne Maus gefangen

Legen sie sie vor dich hin

Wolln dafür noch Lob erlangen.

Sage selbst, ist das Benimm?

*

Katze, fahr die Krallen ein!

Sei ein liebes Kätzelein!

Komm zu mir herein!

Kratz mich nicht, sei nicht gemein!

November 24

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Unser täglich Boot (12.10.)

Schnelle Notierungen statt ausführlicher Zeichnungen wählte ich diesmal als Ausdrucksform.

Am liebsten zeichne ich nach der Natur, aber wenn ich grad nicht raus kann, darf es auch eine Vorlage sein. Je nach Vorlage ändert sich mein Stil: bei Fotos strebe ich eine möglichst korrekte Wiedergabe an. Bei künstlerischen Vorlagen geht es mir darum, den Bildaufbau mit wenigen Strichen zu erfassen. Erstmals benutzte ich fremde Aquarelle von Bootsszenen, die ich im Tine-Beutler-Blog entdeckte.  Dort kann man eine reiche Auswahl an sorgfältigen Bootsstudien in Aquarell finden.

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Es herbstelt (Feigen- und Kalenderblätter 10.-11.10.)

In der Nacht regnete es etwas, und so hat sich die Atmosphäre im Garten deutlich verändert. Für morgen sind Unwetter angesagt, heute aber war es sehr friedlich und leicht melancholisch.

Gelb leuchtende glatte und braun verfärbte verkrumpelte Feigenblätter bedeckten den Boden, und die Quitten sind zwar nicht sehr prächtig, aber reif.

Der Feigenkaktus hat sich mit einer reizenden Perlenschnur herbstfein gemacht.

Farbenfroher Zerfall auch auf meinen Kalenderblättern vom 10-11. Oktober.

Für das erste Kalenderblatt benutzte ich ein echtes Feigenblatt, das ich zerriss und mit Klebeband auf der farbigen Fläche befestigte. Die Farbe dieses Naturblattes ist von einem wunderbar satten, sanften Honiggelb, wie man auf dem Detailfoto hoffentlich erkennen kann.

Ein anderer Bildausschnitt betont den Unterschied zwischen dem knallgelben Papierschnipsel und dem honiggelben Blatt. Mit einem Kohlestrich habe ich zudem die Blattadern teilweise hervorgehoben.

 

 

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25 (52) Wochen – ein Objekt: natürlich mit Booten

Jeden Sonntag, so war die urspüngliche Idee von Wortman, sollten wir ein von uns gewähltes Objekt in stets wechselndem Surrounding fotografieren und posten. Seither sind die 25 Wochen längst vorbei, aber ich führe das Projekt weiter und präsentiere den „Kleinen Prinzen“ heute mit dem täglichen Bootsbild.

Das Bild ist nicht wie die zuvor gezeigten im Zeichenbüchlein, sondern mit Kohle auf Leinwand entstanden. Es sind Boote, die nahe an den Meeressaum herangezogen wurden (wie man sieht). Von Philippe, dem liebevollen Repräsentanten dieses Jahres, habe ich noch keine weitere Nachricht. Es scheint, dass er anderswo gebraucht wird. Zuletzt gemeldet hatte er sich aus einem Gebirge im Iran.

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aus dem Archiv 11. Oktober 2018: Sehnsucht nach Herbstwäldern

Heute  hat es ein wenig geregnet (endlich!!) und am Horizont stehen große goldgerandete Wolkenberge. Wie war es denn wohl in anderen Jahren? Wie an jedem Sonntag steige ich ins Blog-Archiv hinunter und schaue nach. Diesmal bleibe ich am 11.10. 2018 stehen. „Sehnsucht nach Herbstfarben“ lese ich dort. Diese Sehnsucht überkommt mich jedes Jahr im Oktober, denn ich lebe im immergrünen Olivenland.

„In meiner alten Heimat“ so schrieb ich vor acht Jahren – „ist dies die Zeit der Herbstfarben, der großen bunten Wälder, die sich in Seen spiegeln, aus denen der Nebel steigt. So jedenfalls stellt sich für mich der Herbst in einer Mischung aus Erinnerung und Fantasie dar. …Und ich sehne mich und möchte hinreisen.“ 

Zwei Gemälde (mixed media) begleiten diese Gedanken. Eines ist durch Gießen und Schütteln von Plastikfarbe auf einer vorbereiteten Leinwand (70 x 100) entstanden.

Das andere entstand durch das teilweise Abreißen collagierter Papiere. Benutzte Malmittel: Wandfarbe, Pigmente, Kleister auf Leinwand. Format: 70 x 100 cm.

 

 

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