Kalenderblätter 18-20/2: Olivenholz, Muschel, Kletterwurzel des Efeu

Drei weitere Kalenderblätter mit „Naturobjekten“ – meinem Thema für den Monat Februar.

18/2: Ein Stück Olivenholz, das ich zeichnete, bevor es dem Feuer zum Opfer fiel. Da wir sehr wechselhaftes und oft auch sehr ungemütliches Wetter haben, wandert jeden Abend eine Menge Olivenschnittholz in den Kamin.

19/2: Eine Muschel in meiner Hand. Die Muschel holte ich vom Bord im Atelier, wo ich sie vor etlicher Zeit zusammen mit anderen Fundstücken deponierte.

20/2: Von dort nahm ich auch ein gewundenes Holz mit, das von einer Kletterpflanze, vermutlich vom Efeu, stammt. Es ähnelt einem Seil und verzweigt sich an einem Ende in viele Einzelstränge, die in (nun abgestorbenen) Haftwürzelchen enden.

Beim Zeichnen ist mir immer die Handhaltung wichtig. Die Hand wirkt wie eine Rückbindung des Objekts an mich, das zeichnende Subjekt. Der Gegenstand bekommt dadurch selbst Subjekteigenschaften und beginnt, mit mir zu sprechen.

Dies ist ein Beitrag zu Christophs Zeichen-Challenge, jeden Tag eine Zeichnung im Kalender 2026 zu machen.

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Kunstbuch No 9: Fischerboote

Hier nun das Mini-Zine, das ich, auf der Mole von Kitries hockend (hier), in der hohlen Hand mit dem dicken Filzstift und ein paar Buntstiften zusammenkritzelte. Mal beeilte ich mich, weil es kalt wurde, dann wieder ließ ich mir Zeit, weil die Sonne wieder durchkam. Insgesamt brauchte ich wohl eine Dreiviertel Stunde, um die acht Seiten zu füllen.

Aufgeblättert:

 

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Bilder von unterwegs (4): Fischerboote in Kitries

Unser Wetter ist sehr wechselhaft. An einem Tag strahlt die Sonne, am anderen ist es düster, stürmt und regnet. Gestern machte ich eine Wanderung zum Bergdorf Meg. Mantinia (hier), heute fuhr ich zum Fischerhafen Kitries, um ein „Kunstbuch“ (Mini-Zine) mit Booten zu zeichnen.

Das Wasser im Hafenbecken schwappte träge unter einer Schicht von abgeschnittenem Schilf, dazwischen hell aufglänzende Flächen, die sich unter dem unruhigen Licht ständig veränderten.  Ich machte eine Reihe Fotos (16.20-16.30 Uhr) und setzte mich dann auf die Mole, um mein „Kunstbuch“ mit Boots-Kritzeleien zu füllen.

Manchmal beeilte ich mich sehr, da mir kalt wurde, dann wieder strahlte die Sonne auf mich nieder und ich nahm mir Zeit. Ich zeichnete ohne Unterlage in der hohlen Hand. Als ich fertig war, machte ich noch ein paar Fotos. (17.15 Uhr)

Auf dem Rückweg konnte ich noch einen schönen Sonnenuntergang mit fernem Regen und zwei tierische Freunde vor dem Eingang unseres Minimarktes fotografieren.

Das Kritzelbüchlein zeige ich in einem anderen Post, da ich keinen Vergleich mit den Fotos möchte.

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Bilder von unterwegs (3): Bergdorf Megali Mantinia

Wind und Sonne und die mit Hundskamille überzogenen Wiesen unter den Olivenbäumen halfen mir heute, die Steigung zum Bergdorf Megali Mantinia zu bewältigen.

Ich habe schon öfter von unserem Nachbarsdorf erzählt, aber immer wieder ist es auch für mich neu. Heute entdeckte ich sogar noch eine schön geweißte Kirche, die ich bisher nicht bemerkt hatte.

Die Restaurierungsarbeiten, die um die Jahrtausendwende begannen – dank EU-Geldern, Handwerkern, die aus Albanien kamen, und EU-Ausländern, die sich hier einkauften – haben das Dorf vor dem völligen Verfall gerettet, aber immer noch sind schöne alte Gebäude nur als Ruinen erhalten.

Das Gebäude rechts auf dem letzten Foto hat übrigens ein irisches Ehepaar nach eigenem Gusto restauriert, in eine Art Burg verwandelt und mit selbst geschaffenen Skulpturen geschmückt.

Das starke Licht arbeitete die merkwürdige Bauform der Hauptkirche des Dorfes plastisch heraus.

Vielleicht erinnerst du dich, dass ich sie im Januar  zeichnete – aus einer Perspektive, in der eine Ecke der älteren kleinen Kirche sichtbar wird.

Mein Heimweg führte mich wieder im großen Bogen auf der anderen Seite der Schlucht bergab. An meinem geliebten Johannesbrotbaum macht ich Halt. Von dort aus sieht man die Kulisse des Dorfes wie eine Fata Morgana schweben (im ersten Foto siehst du es, wenn du das Foto auseinanderziehst, im zweiten Foto habe ich es herangezoomt).

Am schattigen, feuchten Wegrand blüht allerlei.

Ein Sonnenuntergang über dem nun nicht mehr sehr fernen Meer.

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Kalenderblätter 16-17/2

Im Februar – so meine Vornahme – will ich nur Naturgegenstände in den Kalender zeichnen. Bisher waren es Früchte, Blumen und Gemüse. Heute kommen eine Feder und ein Stein dazu, wiederum in meiner Hand, die ja auch ein natürlicher Gegenstand ist.

Die Kalenderblätter zeichne ich im Rahmen eines von Christoph initiierten Zeichen-Challenge. 

 

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Kunstbuch No 8. Alle meine Entchen

Vom Zerschnippeln einiger Seiten des „Economist 2026“ (um die „Durchschnittsmenschen“ daraus zu gewinnen) blieb mir eine Menge Schnittabfall über. Den wollte ich entsorgen und für heute Schluss machen. Doch dann tats mir leid um den bunten Schnipselkram, zumal mir einfiel: Am meisten kann man zwischen den Zeilen lesen! Und siehe da: ich betrachtete die Schnittabfälle, und lauter gleichförmige Zeitungsenten kamen wir entgegengeschwommen.

Ich faltete ein neues Mini-Zine und fing die Enten ein.

Hier sieht man das Deckblatt und das Schlussblatt.

aufgeblättert:

oder auch als Leporello

Immer noch ist eine Menge Schnipsel über, und ich könnte noch viele Bilder draus machen. Aber nun ist mal Schluss!

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Kunstbuch No 7. Durchschnitts-Menschen

Ich nahm heute erneut das dicke Journal des Economist (griechische Version), sonderte  acht Seiten ab und schnitt durch alle hindurch dasselbe Muster. Dadurch erhielt ich acht Sätze verschieden bedruckter, aber der Form nach gleicher Stücke.* Ein ökonomisches Verfahren, dem Economist angemessen.

Daraus legte ich „Durchschnittsmenschen“ – alle aus den gleichen Formen, mit kleinen Varianten – und verklebte sie mit Tesafilm, umrandete sie auch mit Filzstift und malte ihnen Gesichter. Fertig war mein neues Kunstbuch: „Durchschnitt“.

Hallo!

aufgeklappt:

Geht natürlich auch als Leporello.

Tschüß!

*Die Idee zum Stapelschnitt fand ich im heutigen Eintrag von Ule Rolff.

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25 Wochen – ein Objekt: mit der Eule

Wortmans Fotoprojekt: 25 Wochen – ein Objekt: An allen Sonntagen des Jahres denselben Gegenstand in verschiedenem Surrounding präsentieren – das ist die Aufgabe. Mein „Objekt“ ist der Kleine Prinz, den ich bei einer Unterhaltung mit der schriftgelehrten Eule zu belauschen versuchte. Was sie sprachen? Es blieb mir ein Geheimnis. Denn kaum wurden sie meiner ansichtig, stockte das Gespräch, und ich hörte nur ein Gemurmel, das klang wie: „Gleich, mein Freund. Lass sie ihr Foto machen, dann wird sie wieder an ihren Computer verschwinden.“

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Archivbild der Woche: Almuths Schwebfliege

Jeden Sonntag steige ich ins Archiv hinunter, um zu sehen, was ich an einem Tag wie diesem, in anderen Jahren, getrieben und gedacht habe. Diesmal blieb ich gleich beim Vorjahr stehen, erstaunt, dass es erst ein Jahr her ist, dass ich fast täglich Insekten zeichnete. Die meisten Vorlagen fand ich in Bloghausen: bei Gerhard (Kopf und Gestalt), Jürgen (Linsenfutter), Almuth (Natur auf dem Balkon).

Am 15. Februar 2025 übersetzte ich das Foto einer Schwebfliege am Rainfarn, das ich bei Almuth gefunden hatte, in eine Buntstiftzeichnung. Das Foto stammte natürlich nicht vom Februar und auch nicht aus dem Jahr 2025: Almuth hatte es 30. Juli 2023 veröffentlicht. Ich aber fand es passend zu einem offenbar regenreichen Februartag.

Das Zeichnen von Insekten hat mir geholfen, meine Unkenntnis der Insektenwelt ein ganz klein wenig zu verringern. Für mich waren die Gelb-schwarz-Gestreiften Wespen oder im Zweifel auch Hornissen, von Schwebfliegen hatte ich noch nie etwas gehört.

Jürgen und Gerhard bloggen leider nicht mehr. Zum Glück aber gibt es die reichen Archive.

 

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Kunstbuch 6: Gothic novel

Ich riss eine Seite aus der griechischen Januar-Ausgabe von The Economist, in der die Ereignisse des laufenden Jahres „vorausgesagt“ werden, und bastelte mir daraus das nächste Mini-Zine.

Was lag näher, als die Seite des britischen Journals in eine Gothic Novel (Schauergeschichte nach britischem Geschmack) umzugestalten? Da die Seite zum größten Teil aus Text und nur zu einem geringen Teil aus einer farbigen Fotografie besteht (es geht da um „seltene Erden“), nahm ich außer dem dicken schwarzen Filzstift und dem gelblichen Klebeband auch ein paar Buntstifte zur Hilfe.

So sieht das Heft von außen aus:


Die inneren Doppelseiten:

Einzeln betrachtet:

 

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