Skulpturen III – Ausstellung im Garten des Byzantinischen Museums Athen

„Für mich Kunschtbanausin sehen die „Werke“ aus, wie irgendwo an einem Strand aufgesammelte Dreckklumpen, auf repräsentative Eleganz hergerichtet…“, schrieb Mme Wildgans als Kommentar zu den Arbeiten von Peter Buggenhout.  Ja, so gehts mit der Kunst. Wat dem eInen sin Uhl, is dem annern sin Nachtigall.

Ob dir, liebe Sonja, nun die nachfolgend gezeigten Skulpturen schöner singen, weiß ich nicht. Ihre Präsentation ist weniger elegant, und sie gleichen eher dem, was man als Bildhauerei zu bezeichnen pflegte. Sie werden dieser Tage im Garten des Byzantinischen Museums gezeigt.  Es handelt ich um die jährliche Ausstellung der Bildhauer, die im „Verband Bildender Künstler Griechenlands, EETE“ organisiert sind (ich gehöre zur Abteilung Malerei).

Unter den vielen Exponaten sind nicht wenige, insbesondere die Figurativen, die mir durch ihren Witz Eindruck machten. Wenn du Lust hast, geh eine Runde  unter der gleißenden Sonne Athens mit mir.

 

 

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Skulpturen II, Peter Buggenhout bei Bernier Eliades

(Fortsetzung)

Zuerst mal eine Korrektur: die Titel und entsprechenden Beschreibungen der Skulpturen habe ich heute Nacht womöglich vertauscht. Jedenfalls befinden sich drei Großplastiken im ersten Raum der Galerie. Mir scheint nun, dass das folgende Objekt unter dem Titel „Der Blinde führt den Blinden“ und nicht „Mount Ventoux“ figuriert (sicher bin ich nicht). Urzeitlich, wie ein gewaltiger vom Fleisch eines unbekannten Tiers entblößter Knochen wirkte es auf mich.

Die gestern gezeigte Skulptur dürfte zu einer Werkgruppe von 2013 gehören, die „Mount Ventoux“ betitelt ist.  Verwendet wurden Aluminium, Epoxidharz (eine Art Flüssigglas), Polyurethan, Gewebe,  Kuhmagen und Dreikanthölzer. Was Polyurethan ist und zu welchen Zwecken es benutzt wird, musste ich erst nachlesen –  hier.

Vergleichsweise elegant ist die „Stummer Zeuge“ betitelte Skulptur von 2020. Hergestellt wurde sie aus Polyurethan und Stoff (Gewebe).

Im zweiten Raum befindet sich die gestern auch im Detail gezeigte Skulptur mit dem Titel  „Mount Ventoux“ – falls ich die Titel nun richtig zuordne. Wie auch immer: ich finde dieses schwärzliche Konglomerat aus Eisen und undefinierbarer Füllmasse besonders  eindrucksvoll.

Weitere ebenfalls große Arbeiten (ca 1 m Höhe) sind in Schaukästen montiert.

In die massigen organischen Stücke sind etliche teilweise erkennbare Materialien und Artefakte eingearbeitet.

Hier beeindruckte mich besonders der grüne Schmelzfluss. Im Detail werden auch die Bienenwaben erkennbar.:

Und noch ein weiteres Stück der Serie „Mount Ventoux“.

Den Berg Ventoux gibt es übrigens wirklich. Sein kahler gebogener Rücken erstreckt sich in Südfrankreich zwischen Avignon und Marseille. Die Kelten verehrten ihn  und Petrarca beschrieb ihn, als er ihn im Jahre 1336 bestieg. Dazu Wikipedia: „Die Schilderung dieser Besteigung gilt …als Ausdruck einer neuen Natur- und Landschaftserfahrung, bei der sich ästhetische und kontemplative Sichtweisen miteinander verbinden. Aus diesem Grund wird die Besteigung des Mont Ventoux heute … als der Schlüsselmoment an der Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit angesehen.“ Ich frage mich jetzt, ob die Mount Ventoux-Gebilde des belgischen Künstlers nicht einen neuzeitlichen Übergang  anzeigen – wo die Kunst quasi die Natur auffrisst, sich einverleibt und Brocken einer im Werden begriffenen künstlichen Neuen Natur erschafft.

Blickt man aus dem Fenster der Galerie, schaut man auf die altgewohnte „natürliche Natur“. Die ist freilich selbst ein Konglomerat aus gewachsenem Fels und gebauter Kirche, Himmel und angepflanztem Grün. In den spiegelnden Fensterscheiben wird es zu einem Abbild seiner selbst oder, um mit den Worten des Künstlers zu sprechen, zu  „autonomen Stücken einer Wirklichkeit, die sich nur auf sich selbst beziehen“.

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Athen. Peter Buggenhout bei Bernier Eliades (Skulpturen I)

Viel habe ich heute in Athen gesehen, und obgleich ich ziemlich erschlagen bin, möchte ich jedenfalls mit einem Highlight beginnen: Es war die erste Ausstellung nach sehr sehr langer Zeit, die ich besuchte.

Die Galerie Bernier Eliades, gelegen in einem stillen Sträßchen nahe der U-Bahn-Station Theseion, steuere ich immer als erstes an, wenn ich in Athen bin. Und auch heute enttäuschte sie mich nicht. Der Künstler Peter Buggenhout aus Belgien, Jg 1963, stellt erstmals in Griechenland aus.

Heute möchte ich nur zwei der Werke vorstellen. Sie nennen sich beide „Der Binde führt den Blinden“, sind 2012 entstanden, bestehen aus Eisen, Papier, Plastik, Poyester, Gewebe und sind mit Hausstaub übermalt.  Das oben abgebildete Werk hat die Größe 170 x 140 x 105. Detailaufnahmen:

Das zweite Werk mit demselben Titel  hat die Größe 142 x 185 x 170

Den Titel muss man wohl nicht besonders ernst nehmen, denn der Künstler strebt „keine symbolische Wiedergabe“ an. Vielmehr sei es seine Absicht, jede Art von Symbolismus zu unterminieren. „Ich versuche, eine Wirklichkeit zu erschaffen analog derjenigen, in der wir leben. Die Skulpturen werden große autonome Stücke der Wirklichkeit, beziehen sich nur auf sich selbst… Wegen ihrer Kompexität ist es selbst dem aufmerksamsten Betrachter kaum möglich, sie sich gedächtnismäßig einzuprägen.“ (Die Beschreibung habe ich dem Beiblatt der Ausstellung entnommen).

Morgen will ich noch ein paar Werke derselben Ausstellung vorstellen.

 

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Cartoon (abc-etüde)

Gestern stieß ich im Newsletter der Schweizer „Corona Transition“ auf eine Foto-Karikatur zur Aggression mancher geimpfter Menschen gegen ungeimpfte Menschen. Aus vielen Politiker-Mündern schallt das Wort von der „Epidemie der Umgeimpften“. Ihnen wird mit dem Ausschluss aus dem sozialen Leben gedroht, und in manchen Ländern wird dieser Ausschluss bereits Stück um Stück vollzogen. Verstanden habe ich das bisher nicht. Denn die Impfung schützt ja die Geimpften angeblich vor der Krankheit. Worüber regen sie sich also auf? Sie könnten sich doch entspannt zurücklehnen und die anderen ihren Weg gehen lassen. Aber nein….

Ich fügte einen neuen Text mit den drei vorgegebenen Wörtern in die Sprechblase ein.

Albern? Nun, es ist eine Karikatur….

Das Original

Christianes Einladung: https://365tageasatzaday.wordpress.com/2021/09/05/schreibeinladung-fuer-die-textwochen-36-37-21-wortspende-von-ludwig-zeidler/

abc.etüden 2021 36+37 | 365tageasatzaday

 

 

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Zimmerreise: S wie Schiffe (Montag ist Fototermin)

2021-08-20 Einladung f. Zimmerreise 09-2021 mit S + T

https://puzzleblume.wordpress.com/?s=zimmerreisen+9

Gestern war es S wie Schnüre, aber ein wenig geschummelt war es ja. Der Pinocchio ist eben doch ein Trickser. Drum kommt jetzt gleich noch eine zweite Zimmerreise, die das S ernsthaft vertritt: S wie Schiffe.

Schiffe, Inbegriff des Reisens und der Sehnsucht, immer schon. Eine große Segeltörn konnte ich machen, aber die große Schiffsreise blieb mir versagt. Und so reist meine Fantasie mit Schiffen, dampft über die Ozeane, gleitet über die großen Ströme, wiegt sich auf den Wellen, zerschellt an den Felsen. Immer wieder malte und zeichnete ich sie. Schiffe und Boote ohne Ende. Und natürlich gibt es etliche Nachbildungen auch in den Regalen, an der Wand … und vor mir auf dem Schreibtisch

Diesen Segler hatte jemand einst kunstvoll in eine Flasche bugsiert. Die Flasche zerbrach, doch das Schiff segelt weiter.  In „Schifflein ahoi“ habe ich es „ans Licht gehoben“.

Hinter mir, in einem der zahllosen Bücherregale, segelt gleich eine ganze Armada. Woher? Wohin? Weiß ich nicht zu sagen, frag den Kapitän.

Begebe ich mich dann durch den Flur hinüber in mein eigenes Zimmer (auch Gästezimmer), stoße ich auf weitere Schiffe: eins hängt an der Flurwand, die anderen stehen in meinem Bücherregal, auf dem Schränkchen neben der Couch, auf der Ablage neben dem anderen Schreibtisch.

Zu diesen Schiffen könnte ich euch Geschichten erzählen – etwa zu diesem, das aus feinem Schwemmholz gefertigt wurde – von einem Arbeitslosen, der früher in einer großen Werft von Eleusis arbeitete, bis die, wie so vieles andere, bankrott ging.

Dieses leider zerbrochene Totenschiff aus Alabaster habe ich in einer Werkstatt am Nil gefunden – denn da war ich auch mal, bin ein paar Tage lang mit einem der großen Luxusliner den Nil hinaufgeschippert, ja, hinauf, wenngleich es nach Süden hinab ging. Merkwürdig sind die Verhältnisse in Ägypten. Als Natur- und Kultobjekt wurde es mehrfach von mir, aber auch von Ulli Gau, als sie hier zu Besuch war, in Bild-Kompositionen integriert. Hier seht ihr Ullis feine Postkarte neben einer Eichhörnchen-Karte von Susanne Haun – als Weihnachtsdekors bei mir zu Hause.

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Ach ja, so viele „Es-war-einmal“-Geschichten hängen sich an die Schiffe! Dieses hier, angeblich von der Insel Tinos, habe ich tatsächlich …. in meiner Heimatstadt Heiligenhafen gekauft. Wie es dahin gelangte, um anschließend als Erinnerungsstück nach Griechenland gebracht zu werden? das sind so Rätselfragen. Auf dem Foto sieht man übrigens meine Familie, damals, 1949, als wir den ersten Sommergast vom Bahnhof abholten – eine Dame aus dem kriegszerstörten Berlin. Ich bin die Siebenjährige  im Vordergrund. Der Bahnhof – „es war einmal“.

Hier trifft ein antikes Ruderboot auf einen neuzeitlichen beflaggten Kutter.  Das metallene Modell ähnelt einer Triere – beliebtestes Kriegsschiff des Altertums. Hier aber segelt es unter dem Adler von Byzanz (so nehme ich jedenfalls an) – keine Ahnung, ob das historisch korrekt ist.

Nun, Ende der Reise – genug des Seemannsgarns! Gehen wir an Land und sehen zu, was es dort zu tun gibt. Eine gute Woche wünsche ich allseits!

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Zimmerreise: S wie Schnüre und Schaukeln, Südländer und Sizilianer

https://puzzleblume.wordpress.com/?s=zimmerreisen+9

2021-08-20 Einladung f. Zimmerreise 09-2021 mit S + T

Wieder in Athen oder genauer, in Maroussi, einem nördlichen Vorort von Athen. Von der Lampe im Wohnzimmer grüßt Pinocchio herunter.

Er hängt an SCHNÜREN,  denn er ist eine Marionette. Und da er ein junger frischer Kerl ist, mag er nicht ständig still herunterhängen. Seine Aufhängung wird dann zur SCHAUKEL.

Die SCHNÜRE verheddern sich, wenn er allzu wild schaukelt und tanzt. Aber ich verzeih ihm das gern. Er ist ein SÜDLÄNDER, genauer ein SIZILIANER, und ihm ist nicht zumutbar, sein Leben still von der Decke herabhängend zu verbringen.

Selbstverständlich befinden sich in meinem Haushalt noch viele andere Schnüre, aber von denen will ich nicht erzählen, denn das  wäre ein langweiliges Sujet. Oder habt ihr etwa Lust, in meinen Schubladen zu kramen und all die dort herumwuselnden Schnüre zu entwirren? Sicher nicht. Also spreche ich doch lieber von Pinocchio, dem Sizilianer, wie er da hoch über den Köpfen der ernsthaft STUDIERENDEN an seinen SCHNÜREN hanget.

Wahlzettelzeichnung von 2019

Die Zeichnung machte ich anlässlich der Wahlen von 2019, und ich schrieb dazu: „Der Pinocchio schwebt im Raum und erinnert uns daran, welche Folgen das Lügen hat. Unschuldiger kleiner Kerl! Wenn er wüsste, was in der Welt zusammengelogen wird!“ Nun,  er weiß es nicht. Auch der Zwerg Axel Kinkelknut, der  eines Tages eine herrliche SCHAUKELEI mit dem Pinocchio veranstaltete, hat es ihm nicht verraten.

Wenn Zwerge nicht mehr reisen wollen (Beistiftzeichnung)

Ja, aus Sizilien stammt er, genauer aus Palermo. Und wenn ich ihn ansehe, den Pinocchio, reise ich nach Sizilien. Ach, wie gern täte ich es in personam! Aber heute muss halt die Zimmerreise genügen.

Übergabe des Pinocchio in Palermo

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Wolke im Fotovergleich

Eilende Wolken! Segler der Lüfte! / Wer mit euch wanderte, mit euch schiffte!

(„Maria Stuart“, von Fr. Schiller)

Nun, heute reisen wir, wenn auch nur bis Athen. Die Wolke erschien uns gestern Mittag, als fein gerippter Himmelsfisch, schiffend im unendlichen Blau.

Mit Fotoshops „automatischem Farbkorrektor“ wird das freundliche Bllau zu einem tiefen, leicht bedrohlichen tintigen Blauviollett, in dem die Strukturen des Wolkenfischs deutlicher hervortreten.

Das ist ein Foto mit phone 5. Ich habe dann dieselbe Wolke noch einmal mit meinem neuen iphone 11 aufgenommen. Der erfasste Bildausschnitt ist viel größer, die Wolkenstruktur nicht erkennbar, stattdessen ballt sich im rechten oberen Eck ein starkes Blau, das ich so nicht gesehen habe.

Ich habe zu Vergleichszwecken noch ein paar Fotos mit beiden Geräten gemacht und bin alles andere als zufrieden mit meinem neuen. Es wird eine Zeit des Herumprobierens werden, bis ich herausfinde, wie ich Seheindruck und Foto einigermaßen zur Deckung bringe.

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Horizonte. Spruchweisheiten zu Myriades Impulswerkstatt Bild No 3

https://laparoleaetedonneealhomme.wordpress.com/2021/09/03/einladung-zur-impulswerkstatt-september-oktober-2021/

Sitzt du im Riesenrad und saust durch die hoch aufragenden Baumgipfel und knapp an den Lampen vorbei? Oder schaust du vom sicheren Boden aus hinauf, leicht schwindelig nur, weil die Lampen schief stehen, vielleicht auch besorgt, weil ein Zusammenstoß zwischen den Lampen und dem gewaltigen Rad nur eine Frage der Zeit zu sein scheint?

2015, als unser damaliger Ministerpräsident Alexis Tsipras urbi et orbi verkündete, er werde die Finanzmärkte an seinem Finger herumschleuern und tanzen lassen, da fühlte er sich wohl als gewaltiger Dompteur oder … als Achse des Riesenrades vom Prater.

Nun sind die Griechen freilich eine Seefahrernation, und für solche Situationen haben sie einen besonderen Spruch bereit:  «Ή στραβός είναι ο γιαλός ή στραβά αρμενίζουμε»  –  „Entweder der Horizont ist schief  oder wir segeln schief“. Und so fiel mir damals angesichts des grenzenlosen Illusionismus „der ersten Regierung der Linken“ dieses Bild ein:

Auch heute treibt viele die Frage um, ob der Horizont schief ist oder ob vielleicht etwas an unserem Kurs nicht stimmt? Der Horizont, sagen die einen, sei das Virus.  Es sei das Unverrückbare, das Reale, das Wirkliche, das, was sich nicht um Definitionen schere. Das Virus, das killt. An ihm müsse man seine Fahrt ausrichten, alles andere sei gefährlicher Illusionismus.

Ist das wirklich so? fragen andere.  Wird der nie erreichbare Horizont nicht eher durch die unersättliche Gier und Gewinnerwartung der Großmächtigen gesetzt, während wir Kleinen uns in einem künstlichen Sturm abstrampeln, hin und hergeworfen zwischen Wellenbergen – da kommt schon der vierte, noch größere, schreit man uns zu, und wir klammern uns ängstlich an den Mast unserer immer schwächer werdenden Hoffnung, dass nach dieser vierten keine fünfte Welle mehr komme.

Wieder andere sagen: Nur einen unverrückbaren Horizont gibt es, und der wird durch  unsere Erde selbst vorgegeben. An ihm müssen wir unsere Fahrt ausrichten. Nicht das Virus, nicht die Gewinnerwartungen des Kapitals, sondern allein Allmutter Natur muss uns als Orientierung dienen. Mit ihr im Einklang zu segeln, ist die einzig vernünftige Wahl. Studiere  ihre Strömungen, Gezeiten, ihr geheimes Leben. Studiere den Stand der Gestirne, die Küsten des Lichts. Sie gibt dir Holz und Hanf für dein Boot, sie gibt dir Wasser und Brot und Gesundheit.  Höre auf sie, folge ihren Anweisungen.

Wenn du dich ihr anvertraust, wirst du, vielleicht schreckensbleich von überstandenen Stürmen,  deinen Hafen einst sicher erreichen.

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Anderen wieder ist auch das dummes Zeug. Dein Innerer Kompass allein, sagen sie, bestimme deinen Kurs. Achte auch auf die himmlischen Zeichen. Der große Horizont ist seit Ewigkeiten gesetzt. Er ist nicht von dieser Welt, denn die ist vergänglich. Du sei bestrebt, im Einklang zu leben mit den geistigen Mächten, die alles Sein durchwesen, von Ewigkeit zu Ewigkeit.

 

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Ausblenden – einblenden – überblenden (tägliches Zeichnen)

Wie nähere ich mich der außer mir existierenden Welt an? Nun, indem ich ausblende, was mir nicht zusagt. Oder indem ich Erinnerungen, Selbstreflexionen einblende. Oder auch, indem ich subjektive und objektive Bilder der Wirklichkeit überblende und daraus ein Neues mache.

Was ich meine, möchte ich an drei Beispielen verdeutlichen.

a) Überblenden – Neues schaffen: Ich sitze im Auto, warte, dass mein Mann mit dem Einkaufen im Supermarkt fertig wird. Die gegenüberliegende Straßenseite ist nicht besonders attraktiv zum Zeichnen: Garagen, Autos, Bäume und im Hintergrund Hausfronten mit Balkons und  Jalousien.

Ich skizziere den für mich zentralen Ausschnitt.

In das Foto eingesetzt und halb transparent gemacht, sieht das so aus.

Den Bildausschnitt kann ich zu etwas Eigenem umformen, kann eine neue Realität schaffen.

b) Beobachtung plus eingeblendete Selbstreflexion: Ich sitze auf einem Platz in Kalamata, darauf wartend, dass mein neues Handy eingerichtet wird. Ich bin unruhig, nervös, versuche daher, mich auf das zu konzentrieren, was um mich herum vorgeht. Mache eine erste Skizze, doch ist mir eher danach aufzuschreiben, was ich sehe und was in mir vorgeht. Der Reporterblock ist für beides gut.

c) Ausblenden-Einblenden: Ich sitze in der Taverne, sehe auf das ziemlich scheußliche Hotel, das in Zeiten der Diktatur dort hochgezogen wurde, aber auch auf die hübschen roten Dächer der alten Häuser.  (Die Fotos habe ich mit meinem neuen iphone gemacht, die Farbe kommen mir fremd vor).

Die Dächer bilden trotz  Schornstein, Sonnenkollektor und Lichtmast ein dem Auge angenehmes Ensemble.

Anschließend zeichne ich das zuvor „ausgeblendete“ Hotel samt Stromleitung, Meer und gegenüberliegender Küste. Das linke Foto zeigt einen schmalen Streifen davon. Ich habe es halbtransparent in die Zeichnung eingesetzt.

 

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Frauenpower (vier Fotos überblendet)

Und plötzlich, nach ernstester Arbeit ausgelassener Tanz. Frauenpower!

 

Oder doch lieber schwarz-weiß?

Auch in anderem Umfeld kann ich sie mir vorstellen. Als Baumnymphen im Olivenhain….

 

oder auch im regennassen nächtlichen Garten, den nur eine Straßenlampe erhellt.

FRAUENPOWER

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