Das Heizöl kommt, die Sonne lacht

Das Heizöl kommt …

Der weiße Rosenbusch blüht über und über…

und auch die rote Rose treibt eine neue Knospe hervor.

Wer wird da verzagen? Allen hier Mitlesenden wünsche ich einen fröhlichen Zweiten Adventssonntag!

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Fröhlicher Adventskalender, 5. Tag

DER FÜNFTE DEZEMBER

Himmelblau ist der Mantel der Madonna. So will es die Tradition, und so will auch ich es.

Denn was ist der Himmelskönigin, der Mutter Gottes angemessener als das Überkleid des Himmels? Drunter trägt sie, wie ich ja schon zeigte,  feuriges Rot.

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Der schreckliche Adventskalender, 5. Tag

DER FÜNFTE DEZEMBER

Ich weiß nicht, ob ich es durchhalte. Kann sein, dass ich etliche Türchen dieses Kalenders geschlossen lasse. Es strengt mich an, es macht mich nicht froh, Schlimmes zu berichten. Ich möchte es gern vergessen. Möchte es von Schönem überwuchern lassen wie Titos Grab mit den vermodernden Knochen, auf das ich Blumen pflanzte.

Doch noch beiße ich die Zähne zusammen und sage mir: du musst hinsehen. Doch wohin soll ich zuerst sehen? Vieles verstört mich, und ich weiß nicht, wie ich es einordnen soll.

Da ist zum Beispiel die Ernennung eines Generals zum Chef eines neu zu schaffenden „Corona-Krisenstabs“. Bisher glaubte ich, in demokratischen Gesellschaften seien Generäle für die Landsverteidigung zuständig, und die gewählten Regierungen und ihre Behörden für die zivilen Aufgaben. Irgend etwas scheint sich da grad zu verschieben.

Der ernannte Generalleutnant Carsten Breuer ist nicht etwa eine „sitting duck“, sondern hat Kriegserfahrung in Kosovo und Afganistan gesammelt. Er war auch während der großen Manöver „Defender“ zuständig für den reibungslosen Transport der NATO-Kriegsgeräte an die Grenze nach Russland – und zurück. Nun also soll er, weil in Südafrika eine Mutante des Corona-Virus identifiziert wurde, über die man sonst weiter nichts weiß,  den Vorsitz eines neu zu schaffenden Corona-Krisenstabs übernehmen?

Vielleicht bedeutet es ja nichts. Vielleicht ist die Bundeswehr ja immer noch nichts anderes als „Bürger in Uniform“, so wie die Polizei unser „Freund und Helfer“. Doch warum nur diese Militarisierung? Warum dies ständig anschwellende Kriegsgeschrei? Wer braut da was zusammen? Ich traue dem Frieden nicht.

 

 

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Der schreckliche Adventskalender: 4. Tag

DER VIERTE DEZEMBER

Ich gebe zu, es wird mir von Tag zu Tag schwerer, die Schrecknisse dieser Welt hier in kalten kurzen Texten anzusprechen. Groß ist die Versuchung, meinen Kopf im Kissen zu vergraben und „den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen“, der es schon richten wird. Aber was der Mensch sich einbrockt, muss er halt auch auslöffeln. Und so setze ich diesen Kalender wie geplant fort.

„Laut Welternährungsorganisation (WFP) könnte sich aufgrund von COVID-19 die Zahl der Menschen, die unter akutem Hunger leiden, fast verdoppeln. Corona verstärkt Hunger und bedroht erreichte Entwicklungserfolge.“ So lese ich in einer Ankündigung des Welthungerhilfe. „Das Coronavirus hat sich weltweit ausgebreitet und mehrere Millionen Menschen infiziert. Für Hunderttausende der Infizierten verlief die Krankheit tödlich. In Afrika hat das Virus nicht nur gesundheitliche Folgen, sondern auch fatale Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Ernährungssituation. Hunger und Armut verschärfen sich – vor allem die ärmere Bevölkerung leitet darunter,“ lese ich dann im Bericht selbst.  (Was „Hunger“ nach der Definition der WFP ist, und  welche Ursachen und folgen er hat, kannst du beim link nachlesen.)

Das Abstruse ist die Rahmung dieser Berichte: Das Virus, das Virus, das Virus ist schuld. Corona ist schuld daran, dass heute doppelt so viele Menschen hungern als vor zwei Jahren. .. Stimmt das denn? JA, STIMMT DAS DENN?  möchte ich laut schreien. Ist denn das Virus schuld – oder seid ihr schuld, ihr mit euren „Maßnahmen“, die ganze Länder in den Abgrund stießen?  Schämt ihr euch nicht, so zu lügen?

In der Wiki-Liste der an/mit Covid Gestorbenen musst du sehr sehr weit runterscollen, um überhaupt eine Meldung über ein afrikanisches Land zu finden. Nehmen wir als Beispiel Nigerien, dessen Bevölkerung mit ca 2io Millionen Menschen angegeben wird. Als an/mit Covid Gestorbene werden 2.980 Menschen genannt.  3 sind zuletzt dazugekommen. Drei von… 210 Millionen.

Wenn ich lese, das VIRUS sei schuld am Leiden der Menschen Afrikas, kriege ich das Kotzen.

Collage: Der Narr irrt mit Elpis durch eine Afrika-Show.

 

 

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Fröhlicher Adventskalender, 4. Tag

DER VIERTE DEZEMBER

Hinter Marias rötlichem Gewand verbirgt sich ein feuriges Herz – so dachte ich. Als ich das Türchen öffnete, schlug mir die Glut des Kaminfeuers entgegen. Die Flammen aber bildeten eine Krone mit einem funkelnden Stern im Zentrum

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Impulswerkstatt: Meer.

https://laparoleaetedonneealhomme.wordpress.com/2021/11/02/einladung-zur-impulswerkstatt-november-dezember-2021/

Dein obiges Bild vom Meer, liebe Myriade, mit noch mehr Meer zu beantworten, ist sicher nicht besonders originell. Aber was kann ich tun.

Heute nacht hat es sehr gestürmt und heftig geregnet. Die Bescherung konnte ich am Mittag auf der Uferstraße besichtigen: Geröll, Sand, Schlamm. Teilweise hatten die Anwohner es schon abgeräumt. Das Meer war in sein Bett zurückgekehrt, lief aber immer noch gegen das Land an, bäumte sich an einer Bruchstelle im Meeresboden auf, brach und verlosch in weißem funkelnden Schaum

Ich stieg dann noch zu „meiner“ Bucht hinunter und stand und staunte. Das Gras auf dem festen begrünten Sockel war von nächtlichen Wellen platt gewalzt, und runde weiße Steine garnierten die nun leer wirkende Fläche. Der Fußpfad war unterspült und teilweise abgebrochen. Aber herrlich wars.  Wie sehr ich dieses wilde lebendige Meer liebe! Wie sehr den darüber gebreiteten Glanz der Sonne, den milden feuchten Atem des Windes, das Aufschwellen der Wellen, mehr und mehr, sie türmen sich, sie brechen. Und immer diese Wellenmusik im Ohr.

 

 

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Spielstunde: Bilder legen, Tierstimmen nachahmen und Geschichte interpretieren

Heute war wieder mein zehnjähriger Freund D im Atelier, und wie immer wollte er als Erstes das Bilderlegspiel mit Maries einseitig eingefärbten Schnipseln spielen: abwechselnd legen – Farbe raten – umdrehen.

Das Bild errhielt den Titel „Zauberin Medusa“. Das erste ist das Orriginal. doch als Foto gefiel ihm Bild 2 besser. „Hat mehr“, meinte er.

Dreht man die Stücke auf die farbige Seite, verändert sich ihre Orientierung. Das sieht man gut auf  Bild 4.

Danach waren wir mit Stimmübungen befasst, wobei D große Talente zeigte. Besonders beeindruckend war seine Nachahmung des Froschgesangs. Viele Tierstimmen erprobten wir, darunter ein Stück im Hühnerhof mit Hennen und Hahn und einem wütend bellenden Hund, eine sanft blökende Schafherde, wieherndee Pferde und ein spezieller, sehr hell klingender Vogelruf. Wir stellten Pfauen und Truthähne dar, sprachen über das Chamäleon und was Mimikry sei.

Dann malten wir (Thema: Wasserpolo, denn D’s Mannschaft hat an diesem Wochenende einen Wettkampf), und  nebenbei fragte ich nach aktuellen Unterrichtsstoffen. „Justinian“ in Geschichte, „Justinian“ in Religion – beide beim Klassenlehrer.  Wann Justinian gelebt habe und wo er geboren sei? wollte ich wissen und erfuhr, im 6. Jahrhundert und in Taurus. Wo das sei? Das wusste er nicht (und so schaute ich eben nach: in Tauresium, in der römischen Provinz Illyrien wurde dieser bedeutende byzantinische Herrscher geboren). – Mich aber hatte das Wort Taurus bereits auf eine andere Fährte gesetzt, der ich allzu gern folge:  die Geschichte („Mythos“, korrigierte mich D)  von Iphigenie. Auch das wusste er aus dem Effeff: dass sie angeblich Achill heiraten sollte, der aber gar nichts davon gewusst habe, und als man sie am Opferaltar töten wollte, sei er dazwischengegangen, aber Iphigenie habe gesagt, wenn ihr Tod nötig sei, damit die Flotte nach Troja auslaufen könne, dann wolle sie gern sterben. Aber sie sei schließlich nicht getötet worden, sondern ersatzweise eine Ziege, weil Göttin Artemis sie entführt und auf Taurus zu ihrer Priesterin gemacht habe.  Und später? Da hat der Sohn von Agamemnon den Verwandten der Mutter Ägist töten wollen, aber die Mutter sei dazwischengegangen, und so habe er auch sie getötet. … Also, er wusste den Mythos (den ich sehr gut kenne)  in allen Einzelheiten zu erzählen – freilich so, dass die Taten der Männer irgendwie gerechtfertigt erscheinen. Ich fragte ihn daher nach seiner Meinung: wie er das beurteile, dass die Tochter getötet werden sollte, damit das Heer nach Troja absegeln konnte. Und warum sie überhaupt nach Troja fuhren. „Wegen Helena“, sagte er, „aber die ist nur der Vorwand gewesen. Troja hat den Griechen sehr viel Geld abgenommen, wenn sie durch die Meerenge des Bosporus fuhren, daher wollten sie Troja zerstören“. Ja sieh einmal an, was so ein 10Jähriger doch alles schon weiß! Und wie realistisch-amoralisch seine Weltsicht!

oben (ich): die siegreiche Polomannschaft unten (D): Der Wasserball, zwei Tore und Zuschauer

Während wir so vor uns hinmalten und plauderten, erzählte ich ihm von meiner Sicht auf die Ereignisse des Trojanischen Kriegs: warum Helena eben doch nicht nur ein Vorwand gewesen sei. Denn sie war die Herrscherin von Sparta, und Klythaimnestra die von Mykene, und sie waren Schwestern. Ihre Männer Menelaos und Agamemnon aber seien Könige nur aufgrund ihrer Heirat mit den legalen Herrscherinnen gewesen. Als Paris Helena entführte, verlor Menelaos seinen legalen Status als König, drum musste er sie zurückholen. Damals habe nämlich noch das Recht des Matriarchats gegolten: Erbe war die Frau, und zwar immer die älteste Tochter der Mutter. „Matriarchat?“ Davon hatte er noch nie etwas gehört. Und so erzählte ich ihm meine Variante, warum Iphigenie getötet wurde und Orest seine Mutter tötete und von den Erynnien („Gewissensbisse“, meinte D) verfolgt wurde. Es sei die Zerstörung des Matriarchat durch das Patriarchat gewesen, die in den Mythos eingegangen sei.

Jetzt beschimpft mich bitte nicht, dass ich die mindestens seit Aischylos‘ Orestie herrschende patriarchale Propaganda durchkreuze und im Kopf eines Kindes womöglich ein Durcheinander stifte, so dass er beim nächsten Test die offizielle Variante der Geschichte mit meiner durcheinander bringt. Keine Angst, das wird er nicht. Er ist ein sehr gescheites Kind.

Am Ende wollte er noch ein Bild legen – diesmal aber mit anderen Schnipseln. Aus einem großen hölzernen Kasten griff er zwei Hände voll, und wir begannen – wieder abwechselnd – mit unserem Werk. Das Ergebnis gefiel ihm SEHR – und mir auch. Wie schon bei der obigen Zeichnung und bei den Masken ist eine Tendenz zur Abstraktion erkennbar.

Doch am Ende hat auch er das Figürliche entdeckt und dem „Kopf“ einen Schnurbart und eine Kravatte verpasst.

 

 

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Der schreckliche Adventskalender: Dritter Tag

DRITTER DEZEMBER

Als ich die Meldung las, dass eine neue Mutation in Namibia identifiziert wurde, schrillten bei mir die Alarmglocken. Nicht dass ich glaube, dass diese „Omikron“-Mu nun der große Killer sei, nein, durchaus nicht. Aber – so fragte ich mich besorgt – ausgerechnet in Afrika? Und warum gerade jetzt, zu einem Zeitpunkt, wo Südafrika nicht nur fast Corona-frei ist, sondern wo es eine große Impfstofflieferung abbestellte, da es sie nicht mehr benötigte?

Mein böser Gedanke war: a) Südafrika wird zurückgepfiffen und b) der afrikanische Markt muss doch zu knacken sein! Afrika hat ja bisher, entgegen allen Unkenrufen, fast gar nicht unter der Krankheit gelitten – im „Spiegel“ sprach man vom „afrikanischen Corona-Wunder“ und von „stiller Durchseuchung“, prophezeite aber dennoch ein böses Erwachen, falls die Menschen Afrikas nicht endlich geimpft würden. Über eine Milliarde Menschen! Die sollte man einfach so davonkommen lassen?

Hier werden afrikanische Staatenführer über den richtigen Umgang mit der C-Seuche belehrt:

Belehrung der afrikanischen Völker über den richtigen Umgang mit dem C-Virus. Legebild

 

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Fröhlicher Adventskalender, 3. Tag

DRITTER DEZEMBER

 

 

Ich habe lange überlegt, was man einem gerade geborenen Kind in die Wiege legen kann. Am Ende nahm ich die hölzerne Rassel in Vogelform.

 

Rassel. Bleistiftzeichnung, farbverstärkt, auf blauem Tuch

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Der schreckliche Adventskalender: der zweite Tag

Lüge und Täuschung sind schwerer zu ertragen als die Geschehnisse selbst.

Lüge und Täuschung haben sich klebrig über unser Leben gelegt wie die weißlichen Netze, die die Gespinstmotten über Bäume legen und alles Grüne erwürgen.

Gestern schrieb ich von der Ankündigung des griechischen MP zum Impfzwang für die über 60Jährigen. Viele LeserInnen waren geschockt und meinten, in ihrem Land würde so etwas nicht geschehen. Warum? Weil die von ihnen gewählten Politiker vor der Wahl hoch und heilig versichert hatten, einen Impfzwang werde es nicht geben. Sie gingen sogar so weit, alle derartigen Gerüchte als Ausgeburten hirnkranker Verschwörungstheoretiker anzuprangern.

Was eben noch Tabu war, ist plötzlich common sense. Schon bereitet die EU-Präsidentin gemeinsam mit dem gerade präsidierenden Land, Slowenien, eine EU-weite Impfpflicht vor.

Falls du an die Versicherungen glaubtest („Es wird keine Impfpflicht geben“): Man hat dich betrogen. Und die Impfpflicht wird nicht nur für die bisher Ungeimpften, sondern für alle gelten. Auch für dich, als Doppelt- und bald auch Dreifach-Geimpfte. Dein „Impfschutz“, der sowieso löchrig ist, da du sowohl Viren übertragen als auch erkranken kannst, wird in Kürze ablaufen. Inzwischen darfst du Maske tragen, Abstand halten, Angst vor Ansteckung haben und dein Impfzertifikat jedem danach Verlangenden vorzeigen. Mach dir nichts vor. Du hast dein Leben abgegeben.  Und sag nicht, die Ungeimpften hätten dir das eingebrockt. Sondern sieh dich im Spiegel an und sage: ICH SELBST habe mir das eingebrockt. Ich habe es so gewollt.

Vielleicht glaubst du ja, dass in diesen Impfungen die Rettung liegt. Und dass es tatsächlich um Fragen der Gesundheit und des Bevölkerungsschutzes geht. Ich wünsche von Herzen, dass du Recht behältst. Ich wünschte, ich könnte deine Sicht teilen. Denn was ich sehe, ist nicht schön. Es ist ein Alptraum. Ich sehe eine Menschheit, die halb bewusstlos in den Abgrund taumelt, während andere oben am großen Rad drehen. .

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