Kentauren und Lapithen im Kampf (drei Zeichnungen)

Zwei der Metopen, die, in fast quadratische Felder eingelassen, rund um das Heiligtum der Athene (Parthenon – der Jungfrau) liefen, habe ich gestern gezeichnet. Dafür brauchte ich ca zwei Stunden, denn ich bemühte mich um eine möglichst getreue Wiedergabe der komplexen Figurengruppen, die mythische Kampfszenen zwischen Kentauren und Lapithen zeigen.

Die erste Methope ist im Original vorhanden. Ich zeichnete sie bei Tageslicht im großen Block 25×35 cm.

Die zweite Metope ist eine sehr gute Nachbildung in Marmor. Ich brauchte mehrere Anläufe. Schließlich wurde Kunstlicht angeschaltet und veränderte die Lichts-Schatten-Verhältnisse (Bleistiftzeichnung):

Vor dieser machte ich eine große Zeichnung und mehrere kleine, um die Beziehungen zwischen der liegenden und der hoch aufgerichteten Figur richtig zu erfassen. Dabei verstärkte ich die wichtigsten Linien mit Kuli.

Wenn du Spaß an den digitalen Umformungen der Zeichnungen hast, klicke die Galerie zum Vergrößern an.

Und noch eine ganz zarte in gelb:

 

 

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Zeichnen in der Metro (samt Bearbeitungen)

Heute hatte ich in der Metro Zeichenzeug dabei, weil ich im Akropolis-Museum zeichnen wollte. Um mich nicht zu langweilen, begann ich, die Leute, die ziemlich verfroren im Wagen saßen oder standen, heimlich mit Bleistift in mein kleines Zeichenbuch zu skizzieren.

Auf der Hinfahrt füllte ich zwei Doppelseiten….

… und auf der Rückfahrt eine Doppelseite.

Natürlich musste ich zu Haus ausprobieren, wie sie sich digital bearbeiten ließen.

Blatt 1:

Blatt 2:

Blatt 3:

Und nun noch eine Variante in groß:

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Wetterbericht (Akropolis)

Nass und kalt war es heute – aber in Attika bedeutet das selten schwerer geschlossener Himmel.

Ich fuhr zum Akropolismuseum, um zu zeichnen. Die Terrasse des Museumscafes hatte sich in einen Spiegel für den Parthenon verwandelt …

… Ich weiß nicht, ob dem Architekten diese Funktion bewusst war, als er sie entwarf.

In allle Richtungen schauend zeigten sich ständig wechselnde Wetterphänomene:  Der liebliche Nike-Tempel vor blauem Himmel …

Der Lykabettos unter schwerem Regendunst

Sichtblenden im obersten Stock…

…  in dem die wenigen nicht vom Herrn Elgin abgeschlagenen und nach London entführten Skulpturen des Parthenon kunstvoll in den dem Original nachgebildeten Gesamtfries eingefügt sind. Die meisten sind leider sehr verwittert, aber dennoch weit schöner als die glatten nachgebildeten Figurengruppen. Die Originale schmoren weiterhin im British Museum….

Um fünf war ich wieder zu Haus, um mit Hund und Regenschirm einen Spaziergang zu machen. Da sah der westliche Himmel dann so aus:

 

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Blick über Attika aufs Meer (zwei Skizzen mit Tinte und Bleistift)

Eigentlich wollte ich längst in der Mani sein, aber unsere Abreise verzögert sich weiter. So blickte ich heute nachmittag gegen fünf wieder mal von Ferne aufs Meer, das der nächtliche Sturm blank gefegt hatte. Die meisten glauben ja, Athen liege am Meer, aber das ist leider ein Irrtum. Von mir bis zur Küste von Perama/Piräus sind es fast 30 km. Also sehe ich auch an klaren Tagen wie heute nur ein kleines Stück der in der Ferne blinkenden silbernen Platte.

1. Skizze (Seite des kleinen Skizzenbuchs, 12 x 16 cm)

2. Skizze (Doppelseite des kleinen Skizzenbuchs, 2 x 12 x 16 cm)

 

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Kata-Strophen: Moritat von Susann und ihrem Heinzelmann (abc etüde).

Meine abc-etüde No 2, zu den Wörtern, die Petra Schuseil gespendet hat. Was einem bei den Wörtern Winterreifen, stolpern und eifersüchtig so einfällt, das sollen wir in eine Geschichte – oder auch in ein Poem – von höchstens 300 Wörtern gießen. So die von Christiane betreuten Regeln des Schreibespiels, genannt abc-etüden, das einst von Ludwig Zeidler erfunden wurde.

 

Gutartige Moritat von Susann und ihrem Heinzelmann

Beneidenswert  ist sie wohl nicht,

die schöne Susann Müller

denn Heinzl  Müller ist ein Wicht

und sie, sie ist ein Knüller.

 

Sie ist so hübsch, ein Wonnebrocken

Mit Grübchen in den roten Wangen

die könnten manchen leicht verlocken

mal liebestoll dahin zu langen.

 

Mit ihren Reizen gar nicht geizend

Küsst, wenn sie dazu Lust hat –

Ist das nicht wirklich reizend?  –

Sie jeden, der grad Frust hat.

 

Sie liebt es heiter und zu scherzen

Mit Karl und Peter und dem Paul

Sie hält nicht viel von Herzensschmerzen

Und ist im übrigen recht faul.

 

Den Heinzl aber liebt Susann

Obgleich er wirklich nur ein Wicht

Denn sie fragt sich, ob ihr Mann kann

Woran es einer Frau gebricht.

 

Und Heinzl kanns! Kann Schränkchen drechseln,

kann  Birnen, die kaputt sind, wechseln,

Kann mauern, bügeln, und was noch?

Kann kochen besser als ein Koch.

 

Und wenn die Susann mal gestolpert

So kommt er alsbald angeholpert

Und hilft ihr auf und wünscht ihr Glück

Denn sie ist doch sein Meisterstück.

 

Das hütet er und ehrt es sehr

Tut für sie alles und noch mehr.

Und eifersüchtig ist er nicht

Denn er ist ja ein armer Wicht.

 

Und wenn er auf dem Boden hockt

Um Winterreifen aufzuziehen

Während die Sonne lacht und lockt

So will er Dank nicht für die Mühen.

 

Vielmehr schaut er, der kleine Mann,

Verliebt noch die Prinzessin an

Und spricht : „Hab du nur Spaß,  Susann,

auf mich kommt es ja nicht so an.

 

Ich bin fürwahr ein armer Wicht

Dem eines nur geglückt im Leben

Dass ich für dich, mein Herzenslicht,

dir Freude, Liebe hab gegeben.“

 

Ist Susann doch beneidenswert?

Von allen Männern heiß begehrt

Und trotzdem treu nur dem ergeben

Der ihr so einfach macht das Leben?

289 Wörter

Neue Legearbeit mit den alt bewährten Schnipseln, die mir von Susanne Haun, Ulli Gau und Jürgen aka Buchalov zugekommen sind.

 

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Virtuelle Galerie digital bearbeiteter Blindportraits

Gestern sah ich bei Agnes  interessante  „blind“ gezeichnete Selbstportraits und wurde an entsprechende eigene Versuche im Sommer 2017 erinnert. Und da ich gerade mit dem digitalen Bearbeiten von Portraits Erfahrungen sammle (Gerda is going Andy Warhol), nahm ich mir ein paar meiner „blinden“ Selbstportraits vom Juni 2017 vor, um sie umzugestalten. (Die Originale findest du unter dem Stichwort #blind)

 Rundgang durch meine bunte virtuelle Galerie

Im ersten Saal siehst du zu Vergleichszwecken ein Portrait, das ich damals sehenden Auges gezeichnet habe, nebst einem blind gezeichneten.

Es folgt die Galerie der 2017 blind gezeichneten, 2019 digital bearbeiteten Selbstportraits. Sie öffnet sich durch Anklicken.

 

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Erste Mandelblüten

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Wurzelmännchen – Varianten

Eigentlich wolllte ich heute eine Übersicht all meiner Skizzen der Wurzelmännchen auf dem Weinfeld zusammenstellen. Seit ich im Dezember anfing, beim Spazierengehen zu skizzieren, sind etliche dieser wild tanzenden und gestikulierenden Gesellen in meinem Skizzenbuch gelandet.
Heute machten wieder drei auf sich aufmerksam, also blieb ich stehen und skizzierte sie.

Zu Hause konnte ich mich dann nicht von ihnen loseisen, denn sie wollten in vielen Varianten präsentiert werden. Auf die Varianten käme es diesmal an, sagten sie.

No. 1 (kleines Skizzenbuch, 12 x 16 cm, Original und sieben Varianten)

 

No. 2 und No 3 (Doppelblatt, 2 x 12 x 16 cm, Original und sieben Varianten)

Dann machte ich mir die Mühe, die beiden Seiten des Fotos auseinander zu schneiden und neu montieren. Was ihnen besser gefiel? Ich verrate es nicht.

Ich finde, sie können zufrieden sein.

 

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Bäume – druckgraphisch interpretiert.

Immer noch ziehe ich täglich mit Hund, Skizzenbüchlein, blauem Tinten- und grauem Beistift durch meinen Stadtwald. Die Linien der Bäume – gestürzter, aufrechter, verwucherter Bäume – faszinieren mich weiterhin. Ich sehe in ihnen Balken, Gewinde, Senkrechte, Schrägen, die sich mit einander verflechten, muss ihren Wegen und Bewegungen folgen.

Und zuhause verwandle ich sie digital in Druckgrafiken, schwarzweiße, graue, bräunliche, kolorierte. Wie diese Zeichnung: Ein Gestrüpp aus einsinkenden und aufstrebenden Formen.

Oder diese Pflanzung von Mandelbäumen, die aus den heruntergesägten Stämmen neue Zweige trieben.

Bei diesen Pinien faszinierten mich die Schlangenschuppen ihrer Borke, die mit der Bewegung fließen…

…  der ich bei diesem gestürzten Baum plastischen Ausdruck geben wollte.

Noch ein Stück des gestürzten Baumriesens, diesmal nackt:

Ein letzer Blick zurück: wie die Saiten einer Harfe stehen entfernte Stämme im Licht.

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Montags ist Fototermin: Lichtgesprengsel auf Baumstämmen

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