Rückblende Malerei: Architektur als Himmelsspiegel

Architektur als Himmelsspiegel (c) gerda kazakou

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Rückblende Malerei: Baustelle oder Lost Place?

„Bauwerk“, Pigmente, Kleister, Papiere auf Leinwand, 2014 (c) gerda kazakou

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Warten auf das Pfingstwunder

Pfingsten vor drei Jahren. „In Erwartung des Pfingstwunders“. Es ist wie es ist. Warten wir weiter auf das Wunder. Welches Wunder? Des Geldes oder des Verstehens?

GERDA KAZAKOU

In Griechenland wartet man verzweifelt darauf, dass ein Vertrag zwischen der griechischen Regierung und der „Troika“ (Europäische Zentralbank, Eurogruppe und Internationaler Währungsfond) zustande kommt. Danach sollen sich die Schleusen der EZB, des IWF öffnen und Gold, Geld auf uns regnen wie himmlisches Manna! Heute, spätestens morgen muss, muss, muss das Wunder geschehen! Das Pfingstwunder!

Denn morgen feiern wir in Griechenland Pfingsten, griechisch Pentakosti. Es heißt so, weil es fünfzig Tage nach Ostern stattfindet. Das Wort Pfingsten leitet sich übrigens davon her: Pentakosti – althochdeutsch fimfchusti – mittelhochdeutsch phingeste – neuhochdeutsch Pfingsten.

IMG_3719 In Erwartung des Pfingstwunders (c) Gerda Kazakou

Was aber ist Pfingsten eigentlich?

Die Apostelgeschichte erzählt: „Als der Tag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. … Es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu…

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Wenn Zwerge reisen : die bisherigen Zeichnungen im Überblick

Ein Ziehharmonika-Buch oder Leporello sollte es werden. Nun sind es erswtmal zehn Bleistiftzeichnungen, die ich hier in der Reihenfolge ihres Entstehens in Zusammenschau präsentiere (die Originalzeichnungen).

Die Zwerge sind in Athen zurückgeblieben, während ich nun wieder in der Mani bin. Also ist erstmal Schluss mit der Geschichte.

 

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Rückblende Malerei: Städtischer Platz. Nächtlich und am frühen Morgen.

Zwei Versionen. Pigmente und Kleister auf Leinwand, 50 x 70 cm, ca 2014

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Kata-Strophen (abc-Etüde mit Zwergen)

Auch diese Woche der abc-Etüden droht ohne mich zu verschwinden. Schnell schnell ein paar Katastrophen gedichtet, mit Kusshand, anpeilen und formvollendet ist es ein Kinderspiel.  Danke, Christa, für die Wortspende, danke Christiane und lz.

 

 

 

Sie springen an Land, Bleistiftzeichnung invers und farblich verstärkt, (c) gerda kazakou 2018

Maiennacht, und die Eule schreit
Das Schiff legt an, die Zwerge zu zweit
Hüpfen an Land.
Bevor sie neue Ziele anpeilen
Wollen sie unter den Föhren verweilen.
Formvollendet ist Axels Benehmen nicht
Er fängt das Pfeifchen nicht auf, der Wicht
Schickt ihr auch keine Kusshand.
Wie denn auch? Er hat keine Arme
Verlässt sich ganz auf seinen Charme.
Und was für Strophen reimt er nun
Bevor sie unter den Föhren ruhn?

„Lass mich pfeifen auf deinem Leib
vibrieren wirst du dann o Weib
Von meinem Atem gewärmt
Der in dir lärmt
Der in dir kreist
Bis du nicht weißt
Wohin vor Lust.
So dass du pfeifen musst
Bis alle Tiere und Zwerge erschrecken
ach Holde, lass mich den Ton in deinem Leibe erwecken“.

Die Holde taxiert ihn, den kleinen Wicht
Denn sie ist lang, und das ist er nicht.
Sie weiß nicht recht, was sie von ihm halten soll.
Bläst er auch Dur, oder immer nur Moll?
Doch ach, die Nacht ist so betörend
Und seine Stimme klingt beschwörend
Sie möchte ihn erhören
Und unterm Monde und den Föhren
Der Eule ihre Kunst beweisen
Im Pfeifen der Töne, der hellen, der leisen
Der lauten und schrillen, der hohen in Dur
Und das geht nur
Wenn einer wie er sie blasen will
Sonst bleibt sie – mucksmäuschenstill.

Sie springen an Land (a) gerda kazakou 2018, Bleistiftzeichnung

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Was blüht denn da? (Botanisches Rätsel mit Lösung)

Vorgestern traf ich bei meinen Steifzügen durch den Stadtwald auf eine Pflanze, die mich das Staunen lehrte. Eine übermannshohe Staude, aus der eine gewaltige Blüte hervorwuchs. Dunkelviolett war sie, mit schwarzem Spieß, und ihr Inneres ein geheimnisvoller Samt. Nie zuvor hatte ich eine so große Blüte gesehen. Ich rannte querwaldein  zu meinem Auto, raste heim, mein handy zu holen, fuhr und rannte zurück, eine Stunde insgesamt und immer in Sorge, die Blüte könnte bereits gebrochen sein, bevor ich sie fotografieren konnte. Denn viele Menschen waren am Sonntag unterwegs. So war es dann auch, die Blüte war weg, und nur ein paar klägliche Reste zeigten mir den vorigen Standort der Pflanze.

Gestern streifte ich erneut durch das Gebiet, und nun fand ich einige Stauden derselben Art mit halbwegs vertrockneten Blättern und Blüten. Die lanzettförmigen Blätter standen in schönem Halbkreis, in der Mitte ein größeres und von dort ausgehend nach links und rechts kleiner werdende, die sich am Ende zu einem Kreis formen wollten.

Vergebens suchte ich nach dem Namen. Heute aber fand ich wieder eine solche Pflanze, sie war mitsamt ihrer gewaltigen Blüte ins Unterholz gesunken. Ich richtete sie auf und fotografierte sie – und zeigte die Fotos einer pflanzenkundigen Freundin: Δρακοντιά. Du weißt natürlich schon längst, worum es sich handelt.

Die „gewöhnliche Drachenwurz“, so weiß auch ich inzwischen, lockt durch ihren Aasgeruch Fliegen und Käfer an, schließt sie ein, damit sie bei der Befruchtung helfen, und lässt sie dann wieder frei. Sie gehört zu selben Familie wie Aaronstab und Kallis. Die knallroten beeren-artigen Fruchtstände habe ich schon oft gesehen, sie sind an etwas feuchten Waldplätzen zu finden und gelten als Signal für die Anwesenheit von Schlangen. Die Blüte aber sah ich zum ersten Mal und war tief beeindruckt von ihrer Größe und morbiden Pracht.

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Venezianische Nacht (Bleistiftzeichnung)

Venezianische Nacht.

Eine recht nettes Stillleben, finde ich, als ich das Ergebnis meiner gestrigen Zeichenbemühungen betrachte: kupferne Schnabelkanne aus Arabien,  schwarze Maske mit roten Bändern aus Venedig, hölzerne Schlange, ein Pinienzweig mit Zapfen und als Hintergrunddeko ein hellgelbes Chiffontuch – das macht was her. Doch etwas fehlt. Etwas fehlt. …. Dem Bild fehlt der letzte Pfiff!

Und siehe da: schon betritt Mme Pfeifenkopp, vom Publikum liebevoll Pfeifenköpfchen gerufen, mit einem kräftigen Pfiff die Bühne, und alles ändert sich.

Die Dinge fangen an zu leben. Und die Schlange hat nun ein Ziel.

Muss man sich ums Pfeifenköppchen sorgen? O nein, denn ihr Pfiff hat einen Helden und Retter der Jungfrauen aus Drachennot aus dem Schlaf geweckt. Da ist er schon zur Stelle! Es ist, klar, der Herr Zwerg alias Axel Kinkelknut, und die Schlange wird zahm wie ein Hundchen, das mit seinem Herrn einen Spaziergang macht. Die schwarze Maske lächelt ingrimmig dazu. Oder lächelt sie doch eher verständnisvoll?

Es folgt eine heiße venezianische Nacht. Die dauert, bis Mond und Maske erblassen. Der Rest ist Schweigen.

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Montags ist Fototermin: Abendhimmel am 14. Mai

Diese Fotos machte ich vor genau einem Jahr, am 14.5.2017, von meiner Terrasse aus, in der Mani, Messinien (südliche Peloponnes). Unbearbeitet. Das letzte ist ein Panorama-Foto.

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Hallooo! Wer ist denn das? (Bleistiftzeichnung)

Wie ich vorhin in der Küche sitze und vor mich hinkritzele – die halb leeren Weinflaschen, das ganz leere Glas, der Herd mit seinen Töpfen, das Radiergummi, die Brille, das längst geschlossene Buch, die Bleistifte sind schon gezeichnet -, seh ich plötzlich, na wen?  Ist das eine Überraschung! Der Herr Zwerg lugt zwischen Rotweinflasche und Buch zu mir herüber, ein wenig bedrückt scheint mir, als traue er sich nicht recht. Er glaubt doch nicht etwa, ich sei ihm böse?  Um ihn zu beruhigen, begrüße ich ihn mit einem freudigen Hallooo. Um ehrlich zu sein: ohne den kleinen Kerl und seine Widerreden wurde es mir schon fast langweilig.

„Am Küchentisch“. Bleistiftzeichnung (a) gerda kazakou

Anscheinend hat er sich mit dem Bleistift abgefunden. Aber ich will kein Unmensch sein. Ein bisschen Farbe schummel ich ja leicht ins Bild. Wie darf es denn sein?

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