Felsvorsprung mit schäumendem Meer (Skizze)

Heute habe ich mich an einem Motiv versucht, das mich faszinierte, aber zeichnerisch arg überforderte: Ich setzte mich auf den Felsvorsprung, den ich auch bei meinen Akroyiali-Skizzen beziehe, und schaute hinunter und hinaus aufs schäumende Meer. Die Bewegung des Wassers schien mir wie eine gewaltige Kraft unter wogender Haut zu sein, bis diese Haut beim Aufprall riss und die verborgene Kraft als weißer Gischt manchmal bis zu mir emporsprang. Mich faszinierte der Gegensatz zwischen dem  starken Felsen, der in früheren erdgeschichtlichen Zeiten durch die Kraft des Feuers aus vielen runden Steinen zusammengebappt wurde, und der anstürmenden, am Felsen hochspringenden Bewegung des Wassers, getrieben von einem unsichtbaren Wind. Festes, Feuer, Wasser, Wind – alles war spürbar, dazu der Lärm der brechenden Wellen und die feine Gischt, die mich und mein Blatt manchmal übersprühte.

Es macht nichts, dass die Zeichnung nicht sonderlich gelungen ist. Denn das Thema wird mich weiter beschäftigen. Vielleicht finde ich irgendwann eine Lösung dafür, wie sich dieses gewaltige Spiel der Kräfte im Bild darstellen lässt.

Und zwei Bearbeitungen.

 

 

 

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abc-etüde: Der Kater ist ein Magier. Collage aus drei Kater-Posts und ein paar Extra-Reimereien.

Auf den sprichwörtlich letzten Drücker komme ich noch mit ein paar Kater-Reimereien.  Danke, Christiane, für deine liebevoller Betreuung, danke Katharina von Katha kritzelt für dieWortspende! Die Wörter, um die herum wir uns dichtend und denkend bewegen sollen, sind – ihr seht es auf Christianes hübscher Einladungskarte – : Katzenauge, kurios und balancieren.

Bei diesen Wörtern fielen mir gleich drei Kater-Geschichten ein:

Am 6. August 2015 postete ich: Der Kater ist ein Magier. Das war zu Zeiten, als es bei uns in Griechenland im Wahlkampf hoch herging. Damals also dichtete ich (es war lange vor der Zeit der Etüden):

Der Kater ist ein Magier, Legebild August 2015

Auf Bällen balancieren

Vögel domestizieren

Pappfigurinen beleben

so dass sie das Tanzbein heben

Schildkröte tanzt und Delphin

leichtes Kunststück für ihn!

Nach seinem Takt und Peitschenknall

jongliert man auch den Nasenball.

O werter Herr Kater, wo lern ich die Kunst

und gewinne knallend des Publikums Gunst?

So hörte ich manchen Politiker fragen

in alten und in neueren Tagen.

Reim dich oder ich fress dich, sagte die Maus und biss den Faden ab.

Aber wo ist das Katzenauge? Na, in einer anderen Geschichte, nämlich im Märchen „Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen“. Das, was da in der Dunkelheit glühte und unseren Helden erschrecken sollte, waren allerdings womöglich Kateraugen.

„Von Einem der auszog…“, Legearbeit Januar 2016, bearbeitet.

Und immer noch fehlt mir ein Wort. Aber da fällt mir eine andere kuriose Katergeschichte ein, im September 2015 gepostet. Es ist das Märchen vom Gestiefelten Kater. Auch darin geht es um den Wahlkampf.

Der Gestiefelte Kater: Das Duell. Legebild September 2015

Hier und heute aber möchte euch nur eine harmlose Kater-Reimerei zum Schmunzeln anbieten.

 

Der Kater ist ein Magier

Der Kater ist ein Magier

Das wusste ich schon lange,

Und wenn ich einen Kater seh,

Dann wird mir wirklich bange.

Er hebt die Pfote und im Nu

Muss jeder ihm zu Diensten sein

Er mauzt und aus ists mit der Ruh

Denn er will raus, vielleicht auch rein.

Wenn er sein Katzenauge rollt

Weil er mit seinem Frauchen grollt,

Dann wird mir echt ganz kurios.

Wie macht der Kater es denn bloß

Dass seine Augen funkeln

So sonnenhell im Dunkeln?

Der Kater, ach, der hat Manieren

Recht üble auch beim Balancieren

Auf dem Balkongeländer

Wie leicht den Tod doch fänd er

Wenn er die fünf Stockwerke

Hinabstürzt, jedoch merke:

Er weiß halt alles besser

Der flinke Mäusefresser.

Er tut, was ihm gefällt,

Denn ihm gehört die Welt.

Der gestiefelte Kater, Legebild September 2015, Detail

 

 

 

 

 

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In der Taverne „Argo“ (Kuli-Bleistift-Zeichnung, digitale Bearbeitungen als Dia-Show)

Vor und nach dem immer leckeren Essen in der Taverne „Argo“  (ich aß Bamies = Okragemüse) skizzierte ich andere Gäste, den Platz mit seinen Tischen, Stühlen, Lampen und schattenden Bäumen und eine Katze, die ihre Siesta hielt.

Zu Hause fotografierte ich wieder unter verschiedenen Lichtverhältnissen und machte eine sehr große Zahl von Bearbeitungen. O weh! Welche soll ich davon posten? Zur Abwechslung vielleicht eine Auswahl als Diashow? Mit dem rechten Maus-Klick kannst du sie notfalls anhalten. Und das siebte Bild mit den angeknipsten Lampen lässt sich sogar ordentlich vergrößern.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

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Blick auf Akroyiali 3 (Bleistift-Kuli-Zeichnung, Licht-Schatten-Fotos, digitale Bearbeitung)

Mein täglicher Spaziergang führte mich heute erneut zur Felsenplatte, von wo aus ich einen weiten Blick über die Bucht von Kalamata, das Dorf Akroyiali und die Ausläufer des Taygetos-Gebirges habe.

Blick auf Akroyali 3, 2019-05-17 Bleistift und Kuli

Nach einem starken nächtlichen Gewitter roch die Luft eher herbstlich. Dunkle Wolken trieben über das Gebirge. Schatten- und Lichtpartien wechselten in schnellem Rhythmus und zeichneten mal einen Hang, dann wieder eine Schlucht deutlicher nach.

Diesmal wollte ich einen größeren Landschaftsausschnitt erfassen. Dadurch schrumpft das eigentlich doch gewaltige Gebirge zu einem Maulwurfshügel. Gebirge zu zeichnen ist, wie zuletzt auch der Herr Dilettant (in „pars pro toto“) anmerkte, keine einfache Sache. Man verfehlt fast immer den Eindruck von schwerer in die Höhe getriebener Masse, den sie auf die Sinne machen. Und das stattliche Dorf, in dem wir gern einkaufen oder unseren Kaffee trinken, ist nicht mehr als ein winziges Strichgewimmel.

Die Fotografie der Skizze unter verschiedenen Lichtbedingungen (Foto 1 und 2) und deren digitale Bearbeitung (Fotos 3-6) betonen das Wechsellicht, das heute in der Natur herrschte.

 

 

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Tavernen-Collage zum Anklicken

Ulli machte mich drauf aufmerksam, dass das Collagen-Bild sich nicht anklicken und vergrößern lässt. Das ist schade. Ich kann es im gestrigen Eintrag nicht ändern. Also poste ich es hier gleich nochmal, diesmal hoffentlich korrekt. Damit ihr auch was zu sehen habt und keine Lupe braucht. Gute Nacht!

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Olivenbaum 25

Das schöne Nachmittagslicht lockte mich in den Olivenhain, und so zeichnete ich meinen 25. Olivenbaum, diesmal in kleinerem Block. Der Baum hat keinen so mächtigen Stamm wie die bisher gezeichneten, aber seine Krone hat einen recht beachtlichen Umfang, locker und unregelmäßig geformt lässt sie viel Licht durch. Um den Stamm wächst hohes Gras, wachsen auch Malven und gelbe Margariten und wilder Weizen.

Olivenbaum No 25

digitale Bearbeitungen des Olivenbaums No 25

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Taverne in Kampos (Bleistift-Kuli-Zeichnung, Bearbeitungen)

Heute möchte ich euch auf den kleinen Dorfplatz unseres Hauptortes, Kampos, mitnehmen. Wir fuhren hin, um unsere Wasserrechnung zu bezahlen, in den Feldern spazieren zu gehen, einzukaufen und zu essen. Eine Bleistift-Kuli-Skizze des Platzes samt Gästen konnte ich auch noch machen. Durch meine nun schon bekannten Tricks beim Fotografieren und digitalen Bearbeiten tauchte ich den kleinen Platz in verschiedene Atmosphären.

IMG_8003z

 

 

 

 

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Blick auf Akroyiali 2 (Zeichnung in Kuli, Bleistift, Kohle, Licht-Schatten-Effekte und digitale Bearbeitungen)

Ein anderer Bildausschnitt, eine andere Beleuchtung von Berg, Meer und Dorf – und schon ändert sich vieles.

Ich machte heute nachmittag eine Zeichnung mit Kuli, die ich erst mit Bleistift, dann teilweise mit Kohle überging, um die Flächen zusammenzufassen und die Hell-Dunkel-Kontraste zu steigern.  Vor und nach dem Kohleeintrag fotografierte ich die Zeichnung unter verschiedenen natürlichen Lichtbedingungen.

2019-05-15 Akroyiali, Kuli-Bleistift-Zeichnung, im Licht-Schatten fotografiert

Natürlich spielte ich auch mit dem Fotoshop herum, um die Effekte, die ich durch die verschiedenen Zeichenmedien und Beleuchtungen erzielt hatte, auszunutzen. Hier drei Original-Fotos und neun Bearbeitungen als Bild-Collage. Sie lässt sich durch Anklicken vergrößern.

Damit ihr Seraps Lesung der „Rorschach-Variante“ besser nachvollziehen könnt, füge ich sie hier nachträglich mitsamt der vier Drehungen ein.IMG_7987 c b Galerie web

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Ergänzung zu „Blick auf Akroyiali“: Farbverschiebung (für Ule)

Ein Kommentar von Ule Rolff weckte meine Neugier. „Mir scheint eine Tendenz zu bestehen, dass die Farben sich an Schattenkanten trennen. Wahrscheinlich enthält Schatten ein spezifisch anderes Spektrum als unverschattete Bereiche. Und die Verschiebung scheint als parallele Verschiebung und nicht als gegenläufige zu geschehen.“

1) Trennen sich die Farben an Schattenkanten?

2) Enthalten Schatten ein anderes Spektrum als unverschattete Bereiche?

3) Wie verschieben sich die Farben: parallel oder gegenläufig?

Vielleicht gibt die folgende Bild-Collage eine Antwort darauf?

Zur Erklärung:

Die obere Bildleiste zeigt die im Schatten fotografierte, die untere Bildleiste die im Licht-Schatten fotografierte Skizze, dazu je zwei Bearbeitungen. Die Bearbeitungen sind jeweils auf dieselbe Weise entstanden:  Farbverstärkung (1. Variante), dann Farbverschiebungnach links  ins Gegenteil (2. Variante).

Ich habe dann dasselbe Verfahren nochmal angewendet – diesmal aber, nachdem ich die beiden Originalfotos mit dem Cut-out-Filter bearbeitet hatte. Dadurch grenzen sich die Licht-Schatten-Felder deutlicher gegeneinander ab und  entsprechend klarer ist auch das Farbspiel dazwischen.

Ich bin gespannt, was dir, Ule, und was euch anderen bei diesen Experimenten auffällt und freue mich auf Kommentare.

 

 

 

 

 

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Blick auf Akroyiali (Bleistift-Kuli-Skizze, Licht-Schatten-Fotografie und Bearbeitungen)

Heute habe ich nur eine Skizze der Küste gemacht, wie sie sich von einem Felssockel an der Sandova-Bucht aus darbietet. Ich liebe diesen Platz, von dem aus der Ort Akroyiali (leuchtende Küste) zu sehen ist. An der unzugänglichen Steilküste haben zahlreiche Uferschwalben ihre Nester gebaut, man sieht sie von Ferne hin und herflitzen und in den Löchern verschwinden, die sich in der lehmig-gelben Steilwand öffnen.

Die bewegliche Linie des Kulis, die den Bewegungen der Küste, des Wassers, der Bäume  spielerisch folgt, und der farbliche Kontrast von Bleistift und Kuli zeigen sich in der digitalen Bearbeitung noch deutlicher.

Ein zweites Mal fotografierte ich das Original im Licht-Schatten-Spiel des Aprikosenbaums. Dadurch entsteht derEindruck, als zögen Wolken über die Landschaft hinweg.

Durch die unterschiedliche Ausleuchtung ergeben sich weitere interessante Effekte.

 

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