Olivenbaum No. 8

Da wir morgen für ein paar Tage nach Athen reisen, wollte ich heute unbedingt noch einen Olivenbaum zeichnen. Also trug ich einen Stuhl zu dem Baum neben meinem Autoabstellplatz und hoffte, dass ich die Zeichnung beenden konnte, bevor es regnete. Es war zwar ziemlich windig, blieb aber weitgehend trocken. Nur einmal prasselten Tropfen aus dem Himmel auf mein Blatt, bevor ich es schützen konnte.

Beim Fotografieren kam sogar kurz die Sonne heraus, so dass ich ein Licht-Schatten-Foto machen konnte, das die heutige Atmosphäre im Garten recht gut wiedergibt.

Hier nun meine bisherige Ernte im Überblick:

Es tut mir leid, dass ich die Oliven-Serie jetzt unterbrechen muss.  Ich melde mich dann wieder aus Athen.

 

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Ein Silberstreif am Horizont

Du kennst das sicher: eben noch liegt ein kompakter silberner Streifen am Horizont, und schon beginnt er sich auszurollen, bis das ganze Meer ein Silbermeer ist. Dann zieht sich der Streifen wieder zusammen, vielleicht erlischt er, vielleicht aber beginnt er sein Spiel von Neuem. Heute habe ich ihn dabei belauscht.

Die Fotos habe ich in der Reihenfolge ihrer Entstehung belassen und nicht bearbeitet. Manchmal habe ich den Streifen näher herangezoomt. Heute zwischen 4 und 5 Uhr nachmittags.

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Im Olivenhain (No 6 und No 7)

Nach einem feinen Regen war ich auf unserer schmalen Oliventerrasse. Rote Anemonen und Vogelgezwitscher. Das Gelände ist von altersher terrassiert, unendliche Arbeit der Bauern steckt darin, denn sie hatten ja kaum Hilfsmittel, um die Terrassen in die Hänge zu graben und zu befestigen. Heute drohen viele einzusinken. Auch unsere schmale Terrasse ist während schwerer Regenfälle an manchen Stellen abgebrochen, und die alten Bäume, die nun sehr nah am Absturz zur darunterliegenden Terrasse stehen, klammern sich mit ihren Wurzeln mühsam im knapp gewordenen Erdreich fest.  Für die Zeichnungen ergeben sich daraus interessante Perspektiven.

Hier ein solcher Baum. Tief unten erscheinen die Olivenbäume der nächst niedrigen Terrassen, die uns nicht gehören, und ein wildes Zypressenwäldchen.

Eine weitere Zeichnung machte ich, indem ich dem Verlauf unserer Terrasse folgte. Der vorderste Baum scheint sich gegen den Absturz (links) mit Kräften zu wehren. Ich würde ihn – trotz der vermutlich hohen Kosten – gern unterstützen, aber es ist nicht einfach, die alten Terrassen wieder herzustellen, ohne mit den Nachbarn ins Gehege zu kommen, die ihrerseits die Abbruchkante für sich beanspruchen.

Heute konnte ich keine Fotos mit Licht-Schatten-Effekten machen, denn der Himmel ist bedeckt. Also zeige ich die bisherigen sieben Zeichnungen der Serie „Im Olivenhain“ diesmal als normal ausgeleuchtete Fotografien. Alle sind mit schwarzem Kuli und Bleistift auf glattem Zeichenkarton, 25 x 35 cm entstanden.

 

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Montag ist doch noch Fototermin: Unterwegs bei den Ölbäumen

Am frühen Nachmittag bezog es sich, das Licht nahm ab und damit auch die Hitze. Angenehm frisch war es, gut für einen größeren Hunde-Spaziergang durch die Felder – sprich: die Oliventerrassen. Blumen, blühende Büsche, Gras … und Ölbäume. Hunderte, tausende, abertausende. Gegen das Licht, im Halbdunkel, festlich, finster, tanzend wie eine Horde wilder Eber, lieblich, grotesk.
Ich wollte heute nicht mehr fotografieren, das Licht taugte auch nichts, keine dramatischen Effekte…., aber da hockte dieses brave Tier am Wegrand. Sollte ich nicht doch?

Welches Tier wurde da in den Stamm einer Oliven hineingezaubert?

Nun konnte ich mich nicht bremsen, jedenfalls das eine und andere dieser urtümlichen Geschöpfe zu knipsen, um es euch hier in der Galerie zu präsentieren.  Bitte anklicken.

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Montags ist eigentlich Fototermin – stattdessen noch ein Olivenbaum (No. 5)

Heute vormittag fuhr ich zuerst ins Dorf an der Küste, um eine „langana“ abzuholen, die ich gestern bestellt hatte (Langana ist ein besonderes Fladenbrot, das es nur am „sauberen Montag“ gibt), und machte dann eine Runde im Bergdorf. Meine Erwartung, entweder unten am Meer oder oben im Dorf Drachensteiger fotografieren zu können, wurde enttäuscht. Am Meer sah ich nur massenhaft Autos und Ouzo trinkende Gesellschaften, und im Bergdorf herrschte gähnende Stille. Kein Mucks. Nur oben im leuchtenden Blau – Moment mal, nein, das war kein „Adler“ (so heißen die Drachen hier: aetos).  Es war ein hoch kreisender großer Raubvogel, der sich vom leichten Wind tragen ließ und dann Richtung Gebirge verschwand. Mein Iphone hielt ich vergebens in seine Richtung.

Zuhause zeichnete ich dann erneut im Olivenhain, und zwar denselben Baum wie gestern, nun aber aus der Perspektive, die sich vom Atelier aus bietet. In der Ferne dehnen sich die Ölbaumterrassen, darüber das Vorgebirge des Taygetos.

Und hier nochmal die gestrige und heutige Zeichnung vom selben Baum nebeneinander: andere Perspektive, das gestrige bei starkem Gegenlicht und im Schatten des Hauses, das heutige bei diffusem Licht.

Da einigen von euch die Fotos mit den Lichtspielen besonders gefielen, zeige ich heute die bisherigen 5 Olivenbaum-Zeichnungen in dieser Form.

 

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Noch mehr aus meinem Olivenhain (4)

Schon ist die No. 4 fertig. Als ich im Garten herumging, um das Motiv auszuwählen, stellte ich fest, dass es nicht überall möglich ist, Einzelbäume zusammen mit anderen Bäumen aufs Bild zu bringen. Ich beschränke mich jetzt erstmal auf die, wo es geht: ein Baum als Solist und andere als Begleitmusik.

Hier die bisherigen Zeichnungen auf einen Blick:

Ich finde ürigens, dass bei diesen Zeichnungen die Fotos, die ich im Halbschatten aufgenommen habe, besonders reizvoll wirken. Denn sie geben etwas von der tatsächlichen Atmosphäre wieder, in der ich die Bäume sehe und zeichne.  Was meinst du?

 

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Mehr aus dem Olivenhain (3)

Heute vormittag machte ich eine weitere Zeichnung im Olivenhain. Schönes Wetter haben wir, und die Bäume wirken heiter.

Ich nummeriere die letzten gleichartigen Zeichnungen vom Olivenhain durch und zeige sie hier in Mini-Format, auf dass irgendwann alle unsere Ölbäume hier versammelt seien. Wir haben achtunzierzig.

Die in anderen Formaten und mit anderen Mitteln gezeichneten Bäume stelle ich nicht hierher, denn ich möchte eine Gleichförmigkeit erreichen. Mir geht es dabei um die Darstellung des Einzelbaums im Kontext seiner Artgenossen. Einer steht als Solist im Zentrum der Aufmerksamkeit, die anderen spielen Begleitmusik. Gezeichnet habe ich mit Bleistift und schwarzem Kuli auf glattem weißem Karton 25 x 35 cm.

 

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Noch zwei Olivenbäume – zwei Stadien der Zeichnung-

Meine Sammlung von Olivenbaum-Zeichnungen wächst langsam. Diese Bäume sind sehr alt und durch das jährliche Beschneiden merkwürdig verknorzt, meistens  auch innen ausgehöhlt. Außerdem haben sie krebsartige Geschwüre, die von einem Wurm erzeugt werden. Trotz all dieser Beschwerden treiben sie immer neue Zweige, die freilich manchmal recht abenteuerlich wachsen, bilden silbriggrüne lanzettförmige Blättchen und  winzige weiße Blüten aus, die zu vielfarbigen kleinen Oliven heranreifen werden. Letztes Jahr fielen alle Früchte zu Boden, angenagt von einem Schädling. Hoffentlich können wir im kommenden Winter ernten und wieder gold-grünes duftendes Öl produzieren.

Heute zeige ich nur die Originalfotos. Als ich mit der Zeichnung so weit war, wie auf dem ersten Foto, rief mich mein Mann zum Essen. Danach zeichnete ich weiter, wenngleich die Schatten schon ein wenig weitergewandert waren.

Links bei vollem Licht fotografierte Zeichnung, rechts mit Schattenspielen. Erste Fassung

Endfassung

Und hier noch einmal die Endfassung (zum Vergrößern anklicken), damit du die Strichführung von Kuli und Bleistift besser sehen kannst.

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Sie verehrten uns, sie verbrannten uns

Diese Galerie enthält 4 Fotos.

Ursprünglich veröffentlicht auf GERDA KAZAKOU:
Auf der Suche nach großformatigen Leinwänden, die ich übermalen könnte, stieß ich heute auf diese drei Göttinnen, die über ihr Schicksal klagen. Eigentlich sind es vier, aber die eine wurde bereits verbrannt. „Sie…

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Im Olivenhain (zwei Zeichnungen und digitale Varianten)

Im Winzlingsblock (14×10 cm) habe ich heute einen ganzen Olivenbaum nebst einigen Nachbarstämmen gezeichnet. Das war für mich gar nicht so leicht, denn die Stämme der Oliven sind wegen ihres Formenreichtums so dominant, dass sich meine Aufmerksamkeit meist dort konzentriert. Wie groß die Krone trotz ständigen Rückschneidens und Verkrüppelns ist, hat mich schon gewundert. Ich musste ständig messen, um es zu glauben.

Auf dem größeren Block mit glattem Papier 25 x 35 cm habe ich mich dann wieder mehr auf die Stämme konzentriert, aber Gezweig und Laub mit einbezogen.  Der ganze Olivenbaum (oben) verlangt nach einem Querformat, der Stamm (unten) lässt sich besser auf Hochformat zeichnen.

Wer jetzt noch Lust auf digitale Verwandlungen hat, mit denen ich das Filigrane des Laubwerks und das magische Lichtschattenspiel, das Tag und Nacht unter den Olivenbäumen herrscht, wiederzugeben versuchte, der betrachte auch die folgenden Bilder. Zum Vergrößern bitte anklicken.

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