25 Wochen – ein Objekt

Wie von Wortman angeregt, poste ich jeden Sonntag ein Foto des Kleinen Prinzen in neuem surrounding. Heute machte er dem fröhlich von den Todgeglaubten wieder auferstandene Kater Lin seine Aufwartung. Der Kater konnte mit der scharfkantigen Blechfigur zwar wenig anfangen, öffnete aber bereitwillig seine Pfoten für eine herzliche Umarmung.

Frohe Auferstehung euch heute Feiernden! Hier warten wir noch eine Woche auf den freudigen Moment….

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Sonntags im Archiv: 5. April 2020. Das Jüngste Gericht

Als ich wie jeden Sonntag ins Archiv stieg, um zu sehen, was mich an einem Tag wie diesem in früheren Jahren beschäftigte, landete ich im Jahr 2020. Damals entwickelte ich die Tarotkarten, und am 5. April war es das Jüngste Gericht (hier).

Das passt mir ganz gut, weil viele Männer und Medien heutzutage eine Endzeitstimmung verbreiten. Ich glaube nicht an Endzeiten, wohl aber an schwere Zeiten, Katastrophen und Wandlungen, an Zyklen, vielleicht auch an Entwicklungsschübe und an den Phönix, der sich aus seiner eigenen Asche strahlender als zuvor wieder erheben wird.

Was aber hat das mit der Tarotkarte „Das Jüngste Gericht“ zu tun?

„Die üblichen Karten“, so schrieb ich damals, „zeigen einen oder zwei Engel mit Posaune und nackten Menschlein, die sich aus ihren Gräbern erheben. (… Doch) keine Angst: Wir sollen nicht beurteilt und schon gar nicht verurteilt werden. Vielmehr gehe es um Erneuerung, Erweckung, Wiedergeburt. Wir werden die Welt mit neuen Augen sehen, denn das Gericht (griechisch „η κρίσης“, die Krise, das Urteil) befreit uns von alten Denkmustern und Lebensmodellen. Was verworren schien, ordnet sich, und wir verstehen endlich den Sinn dessen, was sich grad abspielt.“

Besseres könnte uns gar nicht passieren, als dass wir, von alten Denkmustern befreit, uns erneuern und den Sinn verstehen dessen, was sich gerade abspielt. „Gerade abspielt“, sage ich, und sagte ich auch 2020, denn auch damals, als wir die Covid-Krise durchmachten, hätte ich mir eine bessere Urteilskraft (κρίσης) der Menschen gewünscht.

Die Karte, die ich fürs Tarot legte, zeigt den Erzengel Michael, wie er in einer flammenden Wolke über den Menschlein verschiedenster Rasse und Herkunft erscheint.

Andere Varianten legte ich auch, zum Beispiel diese:

https://gerdakazakou.com/wp-content/uploads/2020/04/img_4561-e1586123326771.jpg

Ich verwarf sie aber, weil sie zu bedrohlich wirkten. Inzwischen aber scheint es ja so, als sollte ein großer Teil der Menschheit in einer Flammenwolke vernichtet werden. Oder wird dieser Kelch an uns vorübergehen? Und werden wir uns erneuern dürfen, ohne dass wir zuvor verbrennen?

 

 

 

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Kalenderblätter 1.-4. April: Emanzipation geometrischer Elemente

Für den verrückten Monat April habe ich mir eine eigene Verrücktheit ausgedacht: ich zeichne auf einem Kalenderblatt eine Ansammlung von Gegenständen. Auf der gegenüberliegenden Seite gebe ich den geometrischen Formen der Dinge und der Zwischenräume das Recht, ihren Platz und ihre Farbe selbst zu bestimmen. Da hat dann auch ein unscheinbares Schattendreieck die Chance, zu einem dominanten roten Ding zu mutieren. Es ergeben sich auch neue Verbindungen zwischen den Elementen… Nur der Kreis tut sich schwer, er bleibt selbstherrlich.

Die Durchführung der Idee steckt noch in den Kinderschuhen. Mal sehen, was daraus wird.

Hier die beiden ersten Doppelseiten des April.

(ps. Ich habe die erste Version dieses Eintrags auf dem Handy geschrieben und gepostet. Nun konnte ich endlich WP auf dem Computer öffnen und habe den Eintrag etwas korrigiert. )

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Kunstbuch No 32: illustrierte Geschichte, fortgesetzt (2)

Der Artikel von N. Banerjee, der mich zu dieser Mini-Zine-Reihe anregte, steht auch am Anfang dieses dritten „Kunstbuches“, doch mehr noch als beim zweiten Heft entferne ich mich davon und erzähle von den Ereignissen in Teheran 1952-53 nach eigenem Ermessen.

Hier zur Erinnerung die Innenseiten der zwei vorangegangenen Mini-Zines

Die Ereignisse im Iran 1951-1953 sind im übrigen ja wohlbekannt: CIA und SIS, die Geheimdienste der USA und Großbritanniens, starteten 1952 die Aktion“Ajax“, um den gerade gewählten Ministerpräsidenten Mossadegh wieder aus dem Amt zu entfernen und den Schah an die Macht zurückzubringen. Was auch mithilfe von Öl-Embargo, viel Geld und organisierten Protesten gelang. Der Schah kam zurück und das Parlament wurde faktisch ausgeschaltet. Es begann das Regime des Terrors durch den persischen Geheimdienst unter der Anleitung der britischen und amerikanischen Dienste.

Und warum das? Nun, das iranische Parlament hatte 1951 mit sehr großer Mehrheit für die Verstaatlichung der Ölindustrie gestimmt. Das konnte man nicht hinnehmen, befanden die 1951 bzw 1952 (wieder) an die Macht gelangten Politiker Churchill und Eisenhower. Die Angloamerikaner beanspruchten Öl und Territorium für sich, damit sich nicht etwa die Sowjetunion breitmache. In Korea tobte bereits der erste Krieg der Nachkriegsjahre (1950-53), und die Kriegsfreundschaft mit Stalin war zu Ende…

Wieder habe ich ein paar der Protagonisten nach Fotos, die ich im internet fand, gezeichnet.

Der erste: Mohammed Mossadegh, als iranischer Ministerpräsidenten. Das zweite: Churchill und Eisenhower freuen sich, nun gemeinsam für eine vernünftige Nchkrtiegsordnung sorgen zu können. Das dritte: Shaban Jafari, der „Hirnlose“, ein in Teheran bekannter Sportler und Schläger, der als einer der wichtigsten vom CIA bezahlten Organisatoren der Proteste gegen Mossadegh gilt . nach einem Pressefoto von 1954. Die Rückseite: der 22jährige Reza Pahlavi, bei seiner Vereidigung vor dem Parlament (1941), als er den Thron seines von den Briten nach Südafrika verbannten Vaters bestieg.

 

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Aprilwetter

Das Wetter ist abwechslungsreich, mit viel Saharasand, viel Regen, der alles wieder rein wäscht, dann wieder scheint die Sonne und lässt die Welt erglänzen. Jetzt ist Nacht und über den Bergen grollt ein Gewitter. Aprilwetter vom besten.

Heute in einer Regenpause

Olivenland, Ausläufer des Taygetos-Gebirges

Gestern

Ginster und Judasbaum in Blüte

 

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Kunstbuch 31: Bebilderte Geschichte fortgesetzt (1)

Gestern las ich im Newsletter von Vera Lengsfeld den Artikel Teheran, 1953: Der Putsch, der die Ölpolitik veränderte des indischen Journalisten Shoumojit Banerjee, exzerpierte ein paar Textstellen und illustrierte sie mit Portraits der Protagonisten (hier). Heute kommt nun die Fortsetzung. Allerdings bin ich wieder nicht bis zum Putsch gegen Mossadegh gekommen, mit dem alle heutigen Erzählungen anfangen. Die Vorgeschichte hat eben auch eine Vorgeschichte, die ich kaum kannte. Und so blieb ich erneut in der Vorgeschichte der Vorgeschichte des heutigen Dramas stecken.

Ich bereicherte meine Lektüre durch Abschweifungen ins internet und exzerpierte auch kurze Abschnitte aus Wikipedia, um das Bild abzurunden. Die Portraits fand ich ebenfalls bei Wikipedia.

Die gestrigen Seiten….

und die Forsetzung: Kunstbuch 31

Aufgeblättert:

zum Lesen einfach draufklicken.

Es wird sicher noch weitere Fortsetzungen geben.

 

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Kunstbuch 30: Bebilderte Geschichte

Die Idee war, ein Mini-Zine über meine Lektüre in den sm über die erschreckenden Ereignisse im allzu Nahen Osten zu machen. Und so sieht auch das Deckblatt aus: Von einem, dem Hören und Sehen vergeht

Doch schon beim ersten Artikel, den ich anklickte, blieb ich hängen. Er ist von einem indischen Journalisten namens Shoumojit Banerjee, zuerst erschienen in ‚The Perfect Voice‘ (Mumbai), ins Deutsche übersetzt und veröffentlicht von Vera Lengsfeld. Er trägt den Titel Teheran, 1953: Der Putsch, der die Ölpolitik veränderte.

Ich las also, machte kurze Exzerpte, suchte Abbildungen der Hauptakteure im Internet. …

Natürlich ist das Heftchen viel zu klein, um mehr als die Vorgeschichte des heutigen Dramas aufzunehmen. Die beginnt 1901 und endet 1953. Mein Heft reicht sogar nur bis 1925. Vielleicht mache ich noch ein zweites und drittes Heft, das uns näher an die Gegenwart heranbringt. Lust dazu habe ich. Die Informationen prägen sich besser ein.

 

 

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Kunstbuch 29: Garten-Journal

Grau in Grau ist es draußen,und es regnet. Da bin ich froh,  ein farbenfrohes Garten-Zino präsentieren zu können, das ich heute Nacht am Kamin zeichnete. Es sollten eigentlich verrückte Kunstblumen werden – wie die auf der Rückseite, die ich zuerst zeichnete: Baumaterial für genetisch veränderte Blumen. Langsam aber wurden sie wirklichen Blumen ähnlicher. Ich hielt mich nämlich an die Grundformen, die mir aus dem unendlich vielfältigen Blumenreich entgegenkamen: Kelch und Glocke, Stern und Traube…

Auf dem nächtlichen Tisch vor echten Geranien machen sie sich ganz nett.

Ob sie auch aufgeblättert standhalten?

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Monat März: alle Kalenderblätter

Das regelmäßige Zeichnen der Kalenderblätter fiel mir im Monat März schwer. Oft zeichnete ich nur aus Disziplin. Viel mehr Spaß hatte ich bei den „Kunstbüchern“, und auch das „Frühlingszeichnen“ sowie das Zeichnen nach Modell zog ich vor. Hinzu kam die Reiserei zwischen Mani und Athen.  Daher habe ich manchmal große Lücken gelassen, die ich nachträglich füllte und dabei auch auf Fotos zurückgriff.

Dennoch möchte ich das Zeichnen der Kalenderblätter beibehalten. Ich werde mir auch für den nächsten Monat ein Thema setzen, bin noch am Überlegen. In diesem Monat waren es Landschaften/Natur. Manches ist auch auf dem Balkon in Maroussi entstanden.

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Trommelwirbel! Kater Lin ist zurück!

Gestern hatte ich mich entschlossen, mich in den Verlust von Kater Lin zu schicken, heute trommelte er an die Glastür und verlangte Einlass. Vor dreieinhalb Wochen war er verschwunden.

Er ist halb so schwer wie vorher, aber gesund und munter, ein bisschen nervöser und schreckhafter, sehr hungrig, und er ließ mir keine Zeit, seinen Napf zu holen. Nun hat er es sich auf meinem Schreibtisch neben dem Computer bequem gemacht und schaut auf meine tippenden Finger.

Weniger begeistert ist Fritzi, die ihre Alleinherrschaft im Haus genossen hatte und ungehalten ist. Als ich sie streichelte, biss sie mir sogar leicht in den Finger. Sie geht umher und „wedelt“ ärgerlich mit dem Schwanz. Jetzt sitzt sie auf dem Hocker und putzt sich, anstatt auf ihrem gewohnten Platz auf dem Schreibtisch zu liegen. Tja.

Ich musste vorhin noch mal weg, und Lin spazierte hinter mir her. Mir blieb nichts anderes übrig, als ihn auf dem Arm zurückzutragen.

Hier ein paar Fotos von Lin, der sich auf der Mauer rekelt, um von mir gestreichelt zu werden.

Oh. er ist zwar ein Schreihals, aber ich freue mich sehr, dass es ihm gut geht und er zurückgefunden hat! 🙂 🙂 🙂

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