Katastrophe – abgesoffe

Katastrophe!
Abgesoffe
Ist mein Atelier
Ach Herrje!
Kam nach Haus
O welch Graus
Quitschenass
Woher das?
Aus der Sickergrube lief es
Denn sie war zu voll
Sickerte wie toll
All die Bilder sind hinüber
Wart! Ich schleppe sie mal rüber
In den Garten, lass mich machen
Wär ja wirklich echt zum Lachen!
Panta rhei, ja, alles rinnt
Und das Werk von vorn beginnt.

VORHER

NACHHER

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abc-etüden: Die Honigpumpe pumpt bei Nacht

Noch eine kleine abc-etüde zu den interessanten Wörtern, die dergl spendierte, einer Einladung von lz und Christiane folgend. Ich schrieb die abc-Kata-Strophen gestern. Warum es heute kein Bild dazu gibt, erfahrt ihr morgen. 😉

Die Honigpumpe pumpt bei Nacht
Und auch bei Tag die süße Fracht
So viel sie pumpt, sie wird nicht leer
So viel sie pumpt, es wird nicht mehr.

Frau Piefke aus Trabantenstadt
Die pumpt sich Geld, dass sie was hat
So viel sie pumpt, es wird nicht mehr
Die Taschen bleiben immer leer.

Der Interpol pumpt insgeheim
Die Datenmassen, Datenschleim
Durch seine endlosen Gewinde
Auf dass er die Verbrecher finde
Mal find er einen, mal auch mehr
Die Speicher werden niemals leer.

Dein Herzchen pumpt und lacht
Auch Purzelbäume macht
Ich hoff, es pumpt noch lange
Doch manchmal ist mir bange
Denn hast du erst ein Loch im Felle
Dann strömt dein Blut zurück zur Quelle
Du wirst leicht und leer

 

Schluss mit dem Hin und Her

Je mehr es pumpt, je leerer wirst du

Bist nix mehr geht

Und alles steht

Auch du.

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Wie alles begann

Eben bekam ich von einer Graphikerin-Freundin die Archive zugeschickt, die sie für mich einrichtete. Darunter befindet sich auch mein „Schnipselbild-Manifest“ Wie alles begann. Ich hatte es für eine Ausstellung im Oktober 2015 formuliert und ausdrucken lassen und als Wandzeitung ausgehängt.

Wenn du Lust hast, es zu lesen und anzuschauen, brauchst du nur auf den Link zu klicken.

 

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abc-Etüden: Interpolation – eine Annäherung

Ein neues Glück mit den drei Wörtern von dergl, der Einladung und Betreuung von lz und Christiane:

Interpol las ich, interpolieren dachte ich. Mathe, Musik. Einige Punkte, Töne, Wörter sind bekannt – aber was ist dazwischen?

„Die von Isaac Newton begründete lineare Interpolation ist am einfachsten und wird wohl in der Praxis am häufigsten benutzt. Hier werden zwei gegebene Datenpunkte ( ) und ( ) durch eine Strecke verbunden.“ (Wiki: Lineare Interpolation)

Verstanden? Na dann mal los. Verbinden Sie die drei bekannten Punkte Interpol (I)- Honigpumpe (H) – Trabantenstadt (T) auf direktem Wege miteinander, zum Beispiel so: „Interpol betreibt eine Honigpumpe in der Trabantenstadt,“  oder so: „Interpol beschlagnahmt eine Honigpumpe in der Trabantenstadt“ oder vielleicht „Interpol setzte die Honigpumpe in der Trabantenstadt außer Betrieb“. Doch wer weiß? „Es war gar nicht I, der eine H in der T betrieb, sondern vielmehr X“ etc pp.

„In vielen Anwendungen von Interpolationsverfahren wird behauptet, dass durch Interpolation neue Informationen aus bestehenden Daten hinzugewonnen werden. Dies ist aber falsch“ (Wiki). O Hölle!! Was immer ich interpoliere, es wird mir keinerlei neue Informationen über I, H und T bescheren! Interpol wahrt seine Geheimnisse, die Honigpumpe pumpt ihren goldenen Honig weiter, ohne sich um mich zu kümmern, und ich erfahre auch nicht, worum die Trabantenstadt gerade kreist.  Wenn ich keine Theorie mitbringe, was es mit I, H, und T auf sich hat,  bleiben die von mir behaupteten Beziehungen so beliebig wie die der Polizei, die aus der Tatsache, dass aus einem Fenster viele Schüsse kamen (S) und in dem Raum dahinter ein toter Mann aufgefunden wurde (M),  schließt, dass … Na ja, was auch immer. Bin ich Kriminologe?

Facit: Die Wirklichkeit ist komplexer, als sich die Interpolierer träumen lassen.

 

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Montags ist Fototermin: Das Haus mit den verlorenen Erinnerungen

Es ist genau zehn Monate her, das ich von einem Haus-Besuch im Taygetos erzählte.
Heute waren wir wieder dort. Unterwegs trafen wir allerlei Tiere (zwei junge Hütehunde, einen kränkelnden Esel, einen alten Maulesel und ein räudiges Huhn) …

…freuten uns an den stacheligen Früchten der riesigen Esskastanien, an den roten Granatäpfeln im grünen Gezweig. Das Haus wurde inzwischen statisch untersucht, das Grundstück vermessen, die hohe Wand unter dem Efeu hervorgeholt. Doch wieder mussten wir uns den Zugang zum Haus freischneiden. Durch die Löcher im Fußboden des ersten Stocks scheint das Gras im Erdgeschoss. Bezaubernd wieder der Blick durchs Fenster auf die benachbarte Kirche.

Diesmal öffnete ich neugierig und ein bisschen ängstlich den klapprigen Schrank. Was würden wir finden? Überbleibsel eines armen bäuerlichen Haushalts. Lost Memories. Und an der Wand die Reste einer Ikonostase. (Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken)

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Willkommen Oktober!

 

 

Und wie heißen bitte die anspruchslosen Pflanzen, die sich in jeder noch so geringen Felsspalte angesiedelt haben? Ihre lanzettförmigen Feuchtigkeit haltenden Blätter schmecken leicht salzig-bitter. Um diese Jahreszeit haben sie prächtige Blütendolden gebildet.

 

Da ich schon mal dabei bin: Wer kennt diese Pflanze? Auch sie ist völlig anspruchslos, hat harte stachelige Früchte.

 

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Phasen der Bildentstehung

Zum heutigen Bild „Feuergrill“ habe ich einige Vorphasen gezeigt. Mir sind diese Zwischenergebnisse genauso lieb wie das sogenannte Erdergebnis. Da geht es mir wie im Leben: jede Phase hat ihr eigenes Gewicht, ihr eigenes Gesicht. Im übrigen wird auch das „Endergebnis“ (das Hier und Jetzt) schon bald überholt sein.

Daher bearbeite ich oft auch solche „Zwischenphasen“ per Fotoshop. Ich versuche dabei, für mich selbst herauszufinden, in welche Richtung sich das Bild entwickeln könnte. Halt genauso wie im Leben, wenn man fantasiert, was geschehen wäre, wenn man zu einem bestimmten Zeitpunkt eine etwas andere Richtung eingeschlagen hätte.

Das Schöne an der Kunst – und ganz besonders an ihrer flüchtigen elektronischen Dokumentation –  ist, dass man alles ausprobieren kann, ohne dass man die Folgen ertragen muss.

Hier zwei Beispiele (zum Betrachten bitte anklicken):

Phase 2 mit Bearbeitungen:

 

Phase 3 mit Bearbeitungen

 

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Feuergrill

Dieses Bild im 70 x 100 Format – ihr seht es hier in seinen Entstehungsphasen – ist in Erinnerung an Ullis Feuergrill entstanden.  Es ist mir allzu schwer geraten, aber einige Details gefallen mir, besonders die unregelmäßigen Strukturen, die durch das Pergamentpapier entstanden, das ich auf die graue Pappe klebte und übermalte.

Wenn man das Bild mit dem Ölfarben-Filter von Fotoshop übergeht, entsteht ein glatteres und manchem Auge wohl auch angenehmeres Ergebnis.  Vielleicht sollte ich meine billigen mit Kleister angerührten Akryllpigmente gelegentlich durch Ölfarben ersetzen? 😉

 

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Dachziegel

für Gerhard: http://kopfundgestalt.com/2017/09/29/konkretes/

Diesen Stapel von Dachziegeln habe ich vor Jahren in dem menschenleeren Dorf Altamira im Taygetos-Gebirge aufgenommen. Daran erinnerte ich mich, als ich Gerhards Zeichnung sah. Da ich nicht  weiß, wie man in einen Kommentar ein Foto einfügt, veröffentliche ich es hier.

 

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Formen in Grau

Jeden Tag ein Strich. So empfiehlt es Paul Klee, so mache ich es auch. Heute entstand dies und das, darunter auch eine sehr einfache Kohle-Zeichnung  auf großer grauer Pappe, die ich elektronsch umformte. Das soll für heute genügen. Gute Nacht.

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