
Ein neues Glück mit den drei Wörtern von dergl, der Einladung und Betreuung von lz und Christiane:
Interpol las ich, interpolieren dachte ich. Mathe, Musik. Einige Punkte, Töne, Wörter sind bekannt – aber was ist dazwischen?
„Die von Isaac Newton begründete lineare Interpolation ist am einfachsten und wird wohl in der Praxis am häufigsten benutzt. Hier werden zwei gegebene Datenpunkte ( ) und ( ) durch eine Strecke verbunden.“ (Wiki: Lineare Interpolation)

Verstanden? Na dann mal los. Verbinden Sie die drei bekannten Punkte Interpol (I)- Honigpumpe (H) – Trabantenstadt (T) auf direktem Wege miteinander, zum Beispiel so: „Interpol betreibt eine Honigpumpe in der Trabantenstadt,“ oder so: „Interpol beschlagnahmt eine Honigpumpe in der Trabantenstadt“ oder vielleicht „Interpol setzte die Honigpumpe in der Trabantenstadt außer Betrieb“. Doch wer weiß? „Es war gar nicht I, der eine H in der T betrieb, sondern vielmehr X“ etc pp.
„In vielen Anwendungen von Interpolationsverfahren wird behauptet, dass durch Interpolation neue Informationen aus bestehenden Daten hinzugewonnen werden. Dies ist aber falsch“ (Wiki). O Hölle!! Was immer ich interpoliere, es wird mir keinerlei neue Informationen über I, H und T bescheren! Interpol wahrt seine Geheimnisse, die Honigpumpe pumpt ihren goldenen Honig weiter, ohne sich um mich zu kümmern, und ich erfahre auch nicht, worum die Trabantenstadt gerade kreist. Wenn ich keine Theorie mitbringe, was es mit I, H, und T auf sich hat, bleiben die von mir behaupteten Beziehungen so beliebig wie die der Polizei, die aus der Tatsache, dass aus einem Fenster viele Schüsse kamen (S) und in dem Raum dahinter ein toter Mann aufgefunden wurde (M), schließt, dass … Na ja, was auch immer. Bin ich Kriminologe?
Facit: Die Wirklichkeit ist komplexer, als sich die Interpolierer träumen lassen.