Aufwärts – abwärts? derselbe Weg. Gedanken zu einer Wendeltreppe.

so sprach der Weise Heraklit. Und natürlich hat er recht.

Und doch: wie plagen sich die Menschen, weil sie nach oben wollen, obgleich ihr Abstieg ja schon vorgezeichnet ist. Beschwerlich ist der Aufstieg, Stufe um Stufe muss man erklimmen, der Hindernisse gibt es viele, das Atmen wird eng, wer weiß, ob mans schafft. Und wenn man dann oben ist: wie lässt sich der Abstieg ertragen? Er scheint so leicht, er geht sich fast von selbst. Und doch: wie trostlos das Gefühl.

Auf- und Abstieg – eine fesselnde Idee, die Licht verspricht und Schatten wirft. (Zum Anschauen bitte anklicken)

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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17 Antworten zu Aufwärts – abwärts? derselbe Weg. Gedanken zu einer Wendeltreppe.

  1. lieberlebenblog schreibt:

    Du triffst es immer wieder, in Wort und Bild! Liebe Grüße!

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  2. Ulli schreibt:

    „Auf- und Abstieg – eine fesselnde Idee, die Licht verspricht und Schatten wirft.“ – passt zu heute sehr!
    liebe Nachtgrüße
    Ulli

    Gefällt 1 Person

  3. www.wortbehagen.de schreibt:

    Eine Wendeltreppe – und wie irre schön Deine elektronischen Bilderspielereien dazu
    Aufwärts, um nach oben zu kommen
    Abwärts, um uns der Erde wieder verbunden zu fühlen
    Abwärts gehen, um wieder das Aufwärts spüren zu können …

    wundervoll sind die Worte von Dir, liebe Gerda:
    Auf- und Abstieg – eine fesselnde Idee, die Licht verspricht und Schatten wirft.
    Wie gut, daß wir manche Schatten durchschauen können

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  4. Susanne Haun schreibt:

    Liebe Gerda,
    ja, so eine Wendeltreppe ist ein gutes Symbol für den Aufstieg, schon wegen den Dreh- und Wendungen. Der Mensch – wir – entscheiden für uns alleine, wie hoch wir hinaus wollen, wo wir uns wohlfühlen. Es ist eine intime Entscheidung, die nicht einfach zu treffen ist.
    Sag mal, hast du diesen Sonntag gar keine Atelierfotos gemacht? Ich habe eben welche gemacht, mir ist ganz entfallen, dass schon wieder der letzte Sonntag im Monat ist….. mal sehen, wann ich die poste.
    Liebe Grüße von Susanne

    Gefällt 1 Person

  5. karfunkelfee schreibt:

    Liebe Gerda,
    Um die eigene Achse, um unseren Grundkreis drehen wir uns wie die Wendeltreppe Ebene um Ebene immer im gleichen Radius die Lebensjahre hoch und höher. Wäre das Leben das Bauwerk, bräuchte unsere Wendeltreppe einen sicheren Halt, eine solide Verankerung und eine ausgetüftelte Statik. Vor dem Hintergrund solcher Betrachtungen können Deine eindrucksvollen Bilder mich richtig klaustrophobisch und schwindelig machen.
    Liebe Grüße von der Fee ✨

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    • gkazakou schreibt:

      Nun, liebe Fee, als feen-leichte Existenz wirst du feste Verankerungen nicht brauchen, sondern dich nach Belieben nach oben und unten schrauben. Denn es geht natürlich nicht immer nur nach oben, sondern immer auch nach unten, am Ende (auf die Lebenszeit bezogen) ist es eine sich selbst aufhebende Bewegung, vermute ich.

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      • karfunkelfee schreibt:

        Ja, liebe Gerda, so ist es. Ich las, dass viele Menschen ab der Mitte ihres Lebens von Wendeltreppen träumen. Das Auf und Ab des Lebens. Jeder, auch eine Fee, braucht Verankerungen im Leben. Wenn die Wendeltreppe nur eine schwankende Feuerleiter an einem brennenden Haus ist (sah ich oft in USA-Filmen), nutzt die ganze Treppensteigerei nichts. Denn ab irgend einem Punkt wird ersichtlich dass man nicht auf der Treppe steigt, sondern selbst so eine Treppe ist…
        Und dann darf es sich vielleicht aufheben, irgendwann. Interessant sich vorzustellen was man für eine Wendeltreppe sein möchte…eine in einem Gebäude oder an einem Gebäude.
        Wie sieht die Treppe aus? Schmiedeeisern oder gemauert, in einem Turm oder einem Haus?
        Was für eine Wendeltreppe wärest Du oder wäret Ihr anderen Kommentatoren…?Liebe Grüße von Stefanie Karfunkelfee ✨

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  6. gkazakou schreibt:

    Ich glaube, liebe Fee, ich wäre gern eine Wendeltreppe, die auf einer Wiese steht, fest im Boden verankert ist und nur durch ihre eigene Achse gestützt wird. Auch sollte sie nicht immer denselben Radius und dieselbe Stufenhöhe haben, sondern mal weit ausgreifen, dann wieder sich rasant nach oben schrauben. Beim Abstieg hätte ich es freilich gern bequem und gleichförmig, mit flachen Stufen, die ich leicht begehen kann. Sofern ich selbst die Wendeltreppe bin, kann ich sie mir so gestalten, wie ich sie brauche. Sofern ….

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  7. Pingback: ansteigende Landschaft | GERDA KAZAKOU

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