Pas de Deux

Pas de Deux – Graffiti, gesehen an einer Athener Hauswand.

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Montags ist Fototermin: Abschied am Kap Sounio

Der liebe Besuch ist abgereist. Nach zwei sonnendurchfluteten Tagen blies es heute rau von der See her. Wir fuhren Abschied nehmend zum Kap Sounio, am äußersten südöstlichen Winkel Attikas. Dort erhebt sich der berühmte dorische Tempel des Poseidon. Mit dem Parthenon auf der Akropolis und dem Aphaia-Tempel auf der Insel Aigina bildet er ein gleichschenkliges Dreieck und gehört damit zur zentralen Struktur der „heiligen Geometrie“, die den Tempelbau im Altertum prägte.
Der Wind brachte düsteres Gewölk, heftige Regenschauer (die uns verschonten) und dann wieder helle Sonnenblicke. Auf Wiedersehen, ihr Lieben!

Schon einmal bloggte ich über Kap Sounio – abschiednehmend (hier)

Und ein anderes Mal veröffentlichte ich einen Beitrag mit einem Gedicht des Nobelpreisträgers Giorgos Seferis, in dem er den Stechginster am Kap Sounio besingt. (hier)

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Wir zwei im Gespräch

Danke euch allen, die ihr Susanne und mir eine schöne Zeit gewünscht habt.  Vieles könnte ich hier zeigen, denn wir waren auch heute fleißig unterwegs. Aber für jetzt sollen es eben nur mal wir zwei im Gespräch sein, wie uns Susannes Partner Micha abgelichtet hat. Da seht ihr selbst, wie es uns geht – heute am Cafe-Tisch im Garten des Byzantischen Museums.

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Lieber Besuch

Lieber Besuch aus Berlin! Der Tag war gestopft voll, und leider reicht die Kraft nicht fürs richtige Lesen und Kommentieren eurer Beiträge. Ich werde es demnächst nachholen. Aber einen Gruß möchte ich euch Freundinnen und Freunden aus Bloghausen heute abend doch noch senden.
Drei Fotos: das erste nach der Ankunft des Besuch (ungewohnter Mantel, muss eingewohnt werden)  – das zweite von der Mitte des heutigen Tages (Hügel der Nymphen mit Blick auf die Akropolis) – und das dritte von einem nachmittaglichen Kaffee-Päuschen (altertümliches Cafe in Psyrri).

Und was lag dazwischen? Athen, dieses Kalaidoskop der Widersprüche. Susanne wird darüber sicher berichten. Und auch ich werde in den nächsten Tagen ein paar meiner Bilderscherben zeigen.

 

 

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„Van Gogh alive“ und Lykabettos

„Van Gogh Alive“ ist eine gewaltige Multi-Media-Show, die im Musik-Megaron von Athen läuft. Heute war ich dort. Und ich muss sagen, ich war trotz meiner Voreingenommenheit gegen solche Kunst-Shows und trotz einiger räumlicher Mängel schwer beeindruckt. Leben und Werk von Van Gogh wurden in riesigen bewegten oder stillen Bildern und Texten vorgeführt, untermalt durch wunderbar passende Orchestermusik. Sehr viele Schulklassen waren dort, die Kinder saßen still und fasziniert am Boden. Fünf Mal schaute ich mir von verschiedenen Positionen im Raum das gesamte Material an. Fotografiert habe ich nicht, aber wenn es dich interessiert, kannst du ja mal hier schauen.

Danach brauchten die Freundin und ich Bewegung und erstiegen den Lykabettos – den höchsten Berg von Athen, von dem aus die Akropolis wie ein niedriger Maulwurfshügel mit einem viereckigen offenen Gebäude ausschaut.  Weit über das Häusermeer bis zu den im Sonnenglast verschwimmenden Inseln des Saronischen Meers blickt man von hier aus. Das drei-schiffige Kirchlein da oben wurde erst im 19. Jahrhundert gebaut und ist von geringem künstlerischen Interesse.  Die Blütenstände der Athanatoi („Unsterbliche“, wie die Agaven auf Griechisch genannt werden) stehen, um diese Jahreszeit vertrocknet, gegen den blauen attischen Himmel. Um solch einen Blütenstand hervorzutreiben, muss die Mutterpflanze sterben, doch schon haben sich eine Menge neuer Pflanzenkinder über Rizome (hallo Jürgen!) entwickelt – ergo ist die Pflanze unsterblich. Erste Goldbecher sprießen aus dem steinigen Grund. Die Büsche mit den rotkernigen Früchten und die lieblichen Gräser fanden wir weiter unten beim „Park der Freiheit“.

 

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Alte Sachen bloggen?

Eben las ich bei Susanne Haun von einem Dialog mit Jürgen genannt Buchalov. Susanne machte dort klar, dass sie zwar immer wieder auf alte Thematiken zurückkommt, aber keine alten Zeichnungen bloggt. Sofort fühlte ich mich angesprochen. Ich fragte mich: ja, wäre es denn schlimm, wenn ich Altes blogge? Heißt das, dass ich eine kreative Flaute habe oder vielleicht Stress? Tatsächlich schaffe ich, seit ich wieder in Athen bin, kaum Neues. Ich bin viel unterwegs. Zuhause schaue ich auf die Bilder an den Wänden, die dort schon lange hängen. Ich mag sie nicht durch Neues ersetzen. Es handelt sich um abstrakte Bilder, die ich vor Jahren machte, als ich damit begann, feine Papiere zu verkleben und zu übermalen. Sie sind mir ans Herz gewachsen. Ich möchte dennoch nicht an diese Phase anknüpfen und sie wiederbeleben, denn sie gehören zu einem anderen Lebensabschnitt.

Eben fotografierte ich vier dieser Bilder, die ich vor etwa zehn Jahren machte. Die Qualität der Fotos lässt leider zu wünschen übrig, denn ich wollte die Bilder nicht extra abhängen.

Übermalte Collagen, die drei dunklen mit Chinapapier. Formate 26×40, 30×40, 30×40 und 50×70 cm.

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Immer diese Anglizismen! Eine kata-strophale abc-etüde

Was für Wörter! Krümelig, Pissnelke, verdrehen hat uns das Wortgerinnsel  für diese Etüden-Woche gespendet, und was soll ich tun? Ich muss mir was einfallen lassen oder passen. Doch angesichts der feinen Einladungskarte von lz und der nimmermüden Ermunterung unserer Schreibversuche durch Christiane, gar nicht zu reden von den bereits eingegangenen höchst bemerkenswerten Textchen will ich mich nicht drücken.

 

Hier also meine Kata-Strophen:

Immer diese Anglizismen

Krümelig ist der Keks, man bemerkt es ja leider
Wenn man ihn findet im Saum noch der Kleider
Da kannst du die Augen gerne verdrehen
Und sagen, ich glaub’s nicht! Ich kann’s nicht verstehen!
Der Keks, der krümelt, das hat er so an sich
Genau wie die Butter, die wird sehr gern ransig.
Das ist normal, das ist deutsch, ist jedem verständlich
Selbst dem Dümmsten geht’s ein und vielleicht lernt er’s endlich.

Doch ganz und gar außerhalb jeglicher Logik
Und schon weit jenseits jeglicher Komik
Ist es, wenn du die roten, die edelen Nelken
Die revolutionären, die niemals verwelken
Mit einem Anglizismus versiehst, der, o weh
Die Nelken verweist ins vulgäre WC!
Peace-Nelke sagst du, und der Deutsche versteht
Pissnelke, denkt an ‘nen Feind und gerät
In übelste Laune. Gleich überlegt er bei sich
Wie er sich rächt mit Spott und mit Stich
Mit Bosheit und kräftigen Hieben
anstatt den Frieden, den holden, zu lieben.

Give Peace a chance

 

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Neue Legearbeit: Kommentar zu den Koalitionsverhandlungen in Berlin

Neue Legearbeit:

Kleiner Kommentar zu den in Berlin gescheiterten Koalitionsverhandlungen.

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Montag ist Fototermin: Museumsspaziergang

Gestern war ich in Athener Museen unterwegs, beginnend mit dem Akropolismuseum. Die exquisite Sonderausstellung „Emotions“ ging zu Ende. Skulpturen und Vasenbilder aus griechischen und ausländischen Beständen – u.a. aus NY, London, Paris, Mailand – waren zusammengetragen und mit begleitenden Videos ausgestellt. Im Zentrum zwei herrliche römische Skulpturen : Pothos (die Begierde, unerfüllte Sehnsucht) und Eros als Liebespfeile verschießender Knabe. Die Leidenschaften der homerischen Helden, die so viel Unheil über Troja brachten, waren vor allem auf Vasenbildern zu bewundern: Ajax, der sich ins eigene Schwert stürzt, weil er beleidigt wurde, Odysseus, der dem als Frau verkleideten Achill die Waffen vor die Nase hält, um ihn zu entlarven, Marsyas, der mit Apoll in einen musikalischen Wettstreit eintritt, Zeus, der sich Leda als Schwan nähert  – na, ihr kennt die Geschichten, aber sie nun noch einmal so gut dokumentiert zu sehen, war ein Hochgenuss. Leider war das Fotografieren untersagt. Ich fotografierte nur einen Mann, der mit seinem Hund spielt, meine Freundin knipste dann heimlich für mich noch Ganimed, der grad von Zeus als Adler davongetragen wird, und einen lächelnden Knaben mit Ente, in den ich mich ganz verguckt hatte.

Wir wanderten dann am Fuße des Akropolis-Berges entlang durch ein Wohngebiet, dass nach seinen Erbauern Anafi genannt wird. Eine Insel-Atmosphäre im Herzen Athens!

Wir wanderten bis zum antiken Friedhof Keramiko, über den ich schon öfter berichtet habe. Schau mal hier und  hier! Daher jetzt nur zwei Skulpturen und ein Bas-Relief aus dem sehr schönen, von der Deutschen Archäologischen Gesellschaft geführten Museum: Sphinx, Löwe und Mensch.

Weiter ging es, vorbei an der sonntags geschlossenen Synagoge und einigen Werkstätten für Arbeiten in Ton und Gips …

zum Museum für Islamische Kunst.  Es ist in einem 5-stöckigen schönen Gebäude untergebracht, dessen Fundamente auf der antiken Stadtmauer stehen. Gezeigt wurde insbesondere die keramische Kunst aus dem 15. Jahrhundert, die im vormaligen Nikäa (Kleinasien) für die neuen Herrscher hergestellt wurde (diese Fotos habe ich versehentlich gelöscht). Die islamische Kunst ist so ganz anders als die griechische: verspielt, ornamental, weich. Manche Exponate stammen aus Zeiten, als die Darstellung von Menschen noch nicht verpönt war (Persien vor Tamerlan). Sogar die tödlichen Waffen, mit deren Hilfe sich der Islam von Persien über halb Asien und Nordafrika bis nach Spanien ausdehnte, waren zierlich und hübsch dekoriert.

Selbst die Keramik-Enten und -Pferdchen haben bei den einen geschlossene klassische Formen (links: Keramiko), bei den anderen sind sie sehr viel dekorativ-verspielter (Mitte und rechts Islamische Kunst).

 

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Kunst am Sonntag

Ich war heute unterwegs in Athen. Hab vieles gesehen und werde berichten. Aber für heute soll dies eine Bildnis reichen. Aufgenommen im Museum des Keramiko (antiker Friedhof)

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