Es lebe die Illusion! (Fotomontagen)

Ihr kennt inzwischen die Dexameni – ein großes leeres Betonbecken, an dem sich Jugendliche und manchmal auch Eltern mit Kindern einfinden, um sich zu unterhalten, ein Bier zu trinken, zu spielen

Solange die Strände gesperrt sind und das Meer unerreichbar ist, muss man sich was einfallen lassen. So sehen die weit entfernten Personen aus, wenn man sie vergrößert und beleuchtet.

Sommerfreuden an einem leeren Becken nachzuspielen, ist freilich ein trauriges Geschäft. Wie wärs mit Wasser und einem malerischen Fischerkahn?

Oder vielleicht dieser?

Du willst kein Becken, du wünscht dir offene See? Warum nicht? Virtuelle Paradiese stehen auch in Covid-Zeiten jedermann offen.  *Das nenne ich Demokratie.

 

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abc-etüde: Katamaran-Kata-Strophe

Katamaran, bitte! Olpo Olponator möchte, dass wir mit diesem doppelleibigen Boot reisen. Christiane  hat auch die anderen Wörter – großspurig und totschweigen – gutgeheißen. Da müssen wir nun durch. Hier ein erster Versuch.

 

Katamaran-Katastrophe

„Katarameno* Katamaran!“

Flucht der alte Kapitan

Er hasst sie, die modernen Dinger

Kaum rührt der Sturm den kleinen  Finger

Fangen sie an zu torkeln, zu tanzen

Jeder für sich und beide im Ganzen

Und gibst du Gas, schlägt’s hart auf die Wellen

Und kracht und spielt den wilden Gesellen.

„Ihr Leute von die Reederei

Habt keine Ahnung von Segelei.

Ein Boot braucht nen Kiel wie der Baum seine Wurzeln

Sonst holt es der Wind und es fängt an zu purzeln!

Son Katamaran, der ist natürlich schick und schnell

Wenn glatt das Meer, doch stürmt es, well,

totschweigen möchtet ihr es gern

es kentert, wenn auch hochmodern

Ihr werbt mit bunten Katalogen

da wird die Wahrheit krumm gebogen!

Großspurig schwatzt ihr im Büro

Und sagt, ‚die Firma Soundso

Hat auch son Ding, du schaffst das schon

Wenn nicht, dann übernimmt dein Sohn.‘

Mein Sohn wird einen Teufel tun

Das sag ich euch!  Good afternoon!“

 

Der Käpten knurrt und brüllt im Sturm

Die nächste Welle kommt, ein Turm

Aus Wasser, und ergreift das Schiff

Mit seinem nassen Würgegriff

Und schleuderts rum, o große Not

Das Boot ist hin, der Käptn tot.

Was sonst noch auf den Wellen treibt,

hat sich das Meer schnell einverleibt.


* „katarameno“ (vorletzte Silbe betont)  ist griechisch und bedeutet „verflucht“.

 

 

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Tägliches Zeichnen: Zypresse und Pinie (Nähe).

Bei der Zypresse – ein V-förmiger Doppelstamm und dahinter ein zweiter Stamm –  interessierte mich vor allem die Wiedergabe der raue Parallelmaserung der Borke. Dieses Motiv habe ich danach fotografiert, um einen Vergleich zu ermöglichen.

Bei der Pinie faszinierte mich die Kraft des riesigen Baumes, von dessen hochragendem Stamm gewaltige Äste abzweigen. Auch hier war ich nahe genug, um Besonderheiten wie den Verlauf der schuppenartigen Borke zu erkennen.

Von diesem Baum habe ich kein Foto, wohl aber von einem ähnlichen, nicht ganz so mächtigen, auf demselben Gelände.

Die Zypressenstämme zeichnete ich gestern im Stehen, den Stamm der gewaltigen Pinie heute im Sitzen. Im Gegensatz zu meinen letzten Fotos und Zeichnungen sind dies Beispiele für Nähe. Bei dem geringen Abstand vom Baum konnte ich die Gesamtform nicht erfassen, dafür aber Eigentümlichkeiten der Borke. Mein Tastsinn wurde angenehm angeregt, als ich mit den Augen die Stämme abtastete. Ich berührte sie nicht wirklich, aber die Bewegung des Stiftes auf dem Papier fühlte sich an, als folgte ich den Vertiefungen und Wunden der Borke mit den Fingerspitzen.  Ich denke, der Vergleich mit den Fotos macht diese Erfahrung nachvollziehbar.

 

 

 

 

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Schreiben und fotografieren: „Angefangen wird mittendrin“

„Angefangen wird mittendrin!“ Das ist Jutta Reichelts 23. Vorschlag, um einen ins Stocken gekommenen Erzählstrom zum Fließen zu bringen oder um überhapt mit etwas zu beginnen. Sofort dachte ich an mein letztes Pong (https://gerdakazakou.com/2020/04/29/ping-pong-085/) und das Zitat aus der Vorrede zur Odyssee : „Wo du willst, beginne, Tochter des Zeus, erzähl uns die Geschichte“.  Und das tut Athene (Homer) dann auch. Die Geschichte des Odysseus beginnt „mittendrin“; der Held selbst tritt erst in der 5. Rhapsodie auf.

Und ich dachte an die Menschenszenen, die ich letzthin aufnahm. Es sind Momentaufnahmen „mittendrin“. Ich habe keine Ahnung, was vor der festgehaltenen Szene passierte, noch weiß ich, wie sie weitergeht. Und doch gehört sie zu einer Geschichte. Ich kann versuchen, mich in die dargestellten Personen zu versetzen, kann ihnen eine Geschichte andichten. Eine Geschichte, viele Geschichten.

Die tiefe Schublade war gestopft voll mit Fotos. Sie griff hinein, händeweise schaufelte sie sie in den schwarzen Müllsack. Weg damit. Mutter mit Kind, Mutter mit Freundinnen, Mutter mit ihrer Mutter, der Oma, Mutter mit Onkel Peter, mit Cousine Elfi, Mutter. Ein Foto glitt zu Boden. An den Rändern beschnitten. Eine dunkle Erinnerung fiel sie an.  Mutter mit dem Rucksack, in strammer Haltung.  Und sie selbst, bockig, keinen Schritt würde sie weitergehen.  Papa sollte sie abholen. Papa war lieb. Warum kam er nicht und holte sie weg von dieser Frau. Er kam nicht, nie. Die Frau würde sie am Arm hochzerren, und soviel sie sich auch schreiend und um sich strampelnd wehrte, sie würde sie nach Haus schleppen und dort durchprügeln. Vor den Leuten tat sie das nicht. Die Leute waren ihr wichtig. „Der Vater fehlt“, würden sie sagen. Duchprügeln war offenbar Vatergeschäft, dafür waren Väter zuständig. Nicht ihrer, nicht ihr Vater, der nicht. Der würde sie beschützen vor dieser Frau, würde ihr ins Gesicht schlagen, direkt mit der Faust, wenn sie es wagte, die Hand gegen das Kind zu erheben. Papa war lieb. Aber er kam nicht. Und jetzt war diese Frau tot. Die Mutter. Zänkisch bis zuletzt. Das Pflegepersonal war nicht zu beneiden gewesen. 

Effi fühlte ihren Magen. …..

Uff! Die Geschichte, die sich aus diesem Mitten-Drin-Foto entwickeln will, ist unangenehm, voll Härte, Hass und Schmerz, voll Liebes-Entbehrung und Missbrauch. Ich mag sie nicht weiterspinnen. Aber ich merke: es funktioniert. Bilder werden in mir wach, Erinnerungen an Menschen, die ich kannte, mit denen ich fühlte, die mir ihre Geschichten erzählten. Aus vielen solchen Quellen würden sich die Charaktere der „Helden“ speisen, Charaktere ganz andere als meiner, denn ich wurde nie geschlagen und schlug nie jemanden. Und doch würde auch meine Biographie Stoff liefern, um einem Menschen namens Effi Realität zu geben. Immer, in jeder Fiktion, steckt auch ein Stück Biographie.

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Montag ist Fototermin: Vorderbühne – Hinterbühne

Die natürlichen Lichtverhältnisse rücken das Näherliegende in den Fokus, während das Entferntere sehr viel kleiner erscheint, dazu auch oft in der Ferne verschwimmend oder in Dunkel getaucht. So auch bei diesen beiden Fotos, die ich gestern an der Dexameni (Wasserreservoir) aufnahm:

Undeutlich bleibt im „realen Leben“, was auf der Hinterbühne spielt. Doch wenn ich die Hinterbühne aufhelle, vielleicht auch vergrößere und unterstreiche, während das Licht auf der Vorderbühne erlischt, als säßen wir im Kino, im Theater – was geschieht dann? 

Ich kann den Fokus wie einen Scheinwerfer über das Bild gleiten lassen, es abtasten, Vorder-und Hinterbühne mit einander verweben und Verwirrung stiften – ganz wie es mir beliebt.

Die Distanz zwischen mir und den Menschen dort unten ist „in Wahrheit“ viel größer als sie hier erscheint, denn ich habe die Szene herangezoomt, während ich selbst, halb verdeckt von einem Feigenbaum, am anderen Ende der Dexameni sitze. Die wahre Distanz würde etwa so aussehen:

Während ich die Menschen und besonders das kleine Mädchen mit dem Ball beobachte,  ist die gespannte Aufmerksamkeit meines Hundes auf jemanden gerichtet, der für mich kaum wahrnehmbar am Rande des Spielfeldes sitzt.

Zum Abschluss soll noch einmal das kleine Mädchen seinen Auftritt haben

 

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Muttertag

Eine Rose uns Müttern. 

 

 

 

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Entfernung und Nähe (Foto-Experimente)

Auf den Spuren meines Empfindens über Distanz begann ich mit Fotografien zu experimentieren, in denen ich entfernte Personengruppen aufhellte. Dadurch entstand eine merkwürdige Spannung zwischen Nähe und Ferne, die offenbar unterschiedlich empfunden wird, je nachdem, in welcher seelischen Verfassung sich der Betrachter befindet. Das zeigen die Kommentare unter dem obigen Link.

Das Thema beschäftigt mich weiter. Ich fotografierte Menschen, die sich in der etwas hügeligen, locker bewaldeten Landschaft bewegen, in der auch ich unterwegs bin.

Da wandern sie also, entfernt zwar von mir, aber in derselben Welt. Gleich werde ich hinter ihnen her marschieren, auf demselben Pfad werde ich gehen.

Was aber geschieht, wenn ich die Spaziergänger aufhelle?

 

Ändert sich etwas in deiner Wahrnehmung? Und wenn ja, wie ließe sich das beschreiben?

 

Ich habe dann weiter herumexperimentiert, indem ich die Barrriere des Waldstücks, die den Weg der Wandernden gegen den Horizont begrenzt, schrittweise wegnahm und durch Himmelsblau ersetzte. 

Die beiden alten Männer:

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Die junge Frau:

 

 

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Januar bis Mai 2020: Überblick (2) Bildkompositionen und Ausblick

Die Zeichnungen waren wie Kulissen, hinter denen das Leben wimmelte und nach Ausdruck verlangte. Ich zerschnitt die Bilder digital, kombinierte sie mit Zeichnungen, Fotos, Gemälden aus früheren Zeiten und fügte sie zu neuartigen Kompositionen zusammen. Ich nenne diese Gebilde „Raum-Zeit-Collagen“, weil sie mit unterschiedlichen Medien erstellte Elemente aus verschiedenen Epochen und geographischen Räumen zu quasi-realen Szenerien vereinigen. Aus der Fülle dieser am Computer erstellten Bildwelten eine fast beliebige Auswahl:

Dasselbe Prinzip der Komposition von Bildern aus disparaten Elementen benutzte ich dann, um Bilder mit Tarot-Motiven zu schaffen, die ich schließlich zu einem Kartensatz verdichtete. Auch von diesen Arbeiten nur eine kleine Auswahl.

Die Beschäftigung mit den Tarotkarten fiel in die Zeit der Kontaktbeschränkungen durch Covid19, doch es ist eine andere Gruppe von Arbeiten, durch die ich den seelischen Zustand darzustellen versuche, der durch die Distanzierung erzeugt wurde.

Da ist erstens die Reihe „Knigge zu Covid-Zeiten“, die das Thema humoristisch aufbereitet….

… gefolgt von Traumbildern.

Den seelischen Folgen der Distanzierung gehe ich dann in einer weiteren Serie nach, in der ich entfernte Personengruppen aufhelle, um die Entfernung vom Beschauer fühlbar zu machen. An diesem Gedanken arbeite ich weiterhin, wenngleich jetzt die Covid-Beschränkungen mich nicht mehr bedrücken. Seither habe ich auch wieder mit der freieren Zeichnung vor der Natur begonnen.

Und damit bin ich schon ans Ende meiner Vier-Monats-Übersicht gelangt.

Was das Jahr insgesamt gebracht hat, außer einer Fülle von Bildern? Darüber muss ich noch ein wenig sinnieren.

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Januar bis Mai 2020: Überblick (1) Zeichnen vor der Natur, nach Fotos und Kopieren

Vor einem Jahr nahm ich mir vor, meine künstlerischen Bemühungen in Quartals- Übersichten  festzuhalten.  Am 9. und 10. August 2019 machte ich dann tatsächlich „eine Auflistung dessen, was ich im ersten Quartal meines zwölften Lebensjahrsiebts – also seit meinem 77. Geburtstag am 8. Mai – künstlerisch versucht habe. Um eine Zwischenbilanz zu ziehen und zu sehen, wohin ich steuere. Das werde ich von nun an alle drei Monate tun“. Am 6. Januar begann ich dann eine fünfteilige Revision meiner Bemühungen von August 2019 bis Januar 2020, die ich am 15. Januar abschloss.  Und nun ist mein Lebensjahr herum und Zeit, einmal zu sehen, was sich seit dem Januar getan hat.

(1) Zeichnen nach der Natur, Kopieren und Zeichnen nach Fotos

Gelegentlich zeichnete ich weiter vor der Natur:  Menschenszenen, Ölbäume, vor allem aber Stillleben.

Dabei steigerte sich mein Bedürfnis nach Genauigkeit zeitweise so sehr, dass ich mich daran machte, Kupferstiche von Dürer und Baldung Grien zu kopieren.  Auch eine Kopie der Laokoon-Gruppe machte ich.

 

Zugleich begann ich damit, Szenen mit der Absicht zu fotogafieren, sie zu Hause in Zeichnungen umzusetzen. Das Zeichnen nach Fotos  hatte ich bis dahin für mich abgelehnt – mit Ausnahme des Zeichnens von Insekten. Jetzt aber studierte ich Bootsleiber, Feldsteine, städtische Räume, Landschaften nach Fotos.

 

Diese Studien gingen dann in neue Bildkompositionen ein, die ich am Computer erstellte. Damit befasst sich der nächste Eintrag.

 

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Kriegsende?

Am 8. Mai kapitulierte der Nazi-Staat bedingungslos. Für mich war und ist das ein Grund zum Feiern.

Doch es bleibt ein böser Nachgeschmack: Denn ein Ende des Krieges war es nicht. Der Krieg ging erbarmungslos weiter, mal war er kalt, mal heiß, erst verwandelte er japanische Städte samt ihren Bewohnern in Staub, dann verbrannten seine Flammen Korea,  er fraß sich in Vietnam fest, fegte durch den Nahen Osten, flackerte am Suez-Kanal auf,  in afrikanischen Ländern, an Europas Rändern, sein Brand ließ die Augen der Jugoslawen tränen, er tobte im Irak und Iran, in Syrien und im Jemen, riss ganze Völker mit sich in die Flucht und in den frühen Tod.

Nie hörte er auf, der Krieg.

Als 17Jährige, im Jahr 1959 war ich „Chefredakteurin“ unserer Schülerzeitung. Damals wurde wieder für die Bundeswehr geworben. Zehn Jahre zuvor (1949) hatte Franz Joseph Strauß getönt: „Wer noch einmal das Gewehr in die Hand nehmen will, dem soll die Hand abfallen.“ Doch Schritt für Schritt wurde, nicht zuletzt auf Betreiben der USA, die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik betrieben, wurden kriegserfahrene Offiziere der Wehrmacht und auch der SS wieder eingesetzt, um Deutschland gegen die Sowjetunion in Stellung zu bringen.

1959 also machte uns die neugeschaffene Bundeswehr ein lukratives Angebot: eine ganzseitige Anzeige mit Werbung für die Offizierslaufbahn könnten wir in unserem Blättchen schalten! Das war ein fetter Betrag für unsere immer klamme Kasse, die wir mühselig mit Kleinanzeigen von Buchhandlungen, Eiscafes und Blumenläden füllten. Meine Mitschüler waren Feuer und Flamme. Ich gab ihrem Drängen schließlich nach, unter einer Bedingung: dass ich bei der Gestaltung der Dopplseite freie Hand hatte. 

Und so erschien die Zeitung: auf der einen Seite die Werbung für die Bundeswehr, auf der Seite gegenüber nichts als Wolfgang Borcherts Appell: Sag nein!

Meine Enttäuschung war dann freilich groß, denn wen immer ich fragte. niemand hatte den Zusammenhang zwischen den beiden Seiten bemerkt. Nur gewundert haben sich meine Mitschüler, warum auf der einen Seite nichts als dieser alte Borchert-Text aus dem Jahre 1947 stand.

 

 

Und hier noch ein paar leichthändigere Bildergeschichten gegen den Krieg:

Der trojanische Krieg findet immer noch statt

Der Krieg ist vorbei! – Ist der Krieg vorbei?

Erinnerung an einen Krieg

Großmama, warum gibt es Krieg?

 

 

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