Es lebe die Illusion! (Fotomontagen)

Ihr kennt inzwischen die Dexameni – ein großes leeres Betonbecken, an dem sich Jugendliche und manchmal auch Eltern mit Kindern einfinden, um sich zu unterhalten, ein Bier zu trinken, zu spielen

Solange die Strände gesperrt sind und das Meer unerreichbar ist, muss man sich was einfallen lassen. So sehen die weit entfernten Personen aus, wenn man sie vergrößert und beleuchtet.

Sommerfreuden an einem leeren Becken nachzuspielen, ist freilich ein trauriges Geschäft. Wie wärs mit Wasser und einem malerischen Fischerkahn?

Oder vielleicht dieser?

Du willst kein Becken, du wünscht dir offene See? Warum nicht? Virtuelle Paradiese stehen auch in Covid-Zeiten jedermann offen.  *Das nenne ich Demokratie.

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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30 Antworten zu Es lebe die Illusion! (Fotomontagen)

  1. Gisela Benseler schreibt:

    Virtuelle Paradiese, – können die Wirklichkeit niemals ersetzen. Aber Du läßst Dir etwas einfallen…

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  2. pflanzwas schreibt:

    Schiffe ins Schwimmbecken verlegt, eine gute Idee 🙂 Die Phantasie darf immer schweifen und kann sämtliche Grenzen kreuzen. Ich mag den surrealen Charakter.

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  3. Ulli schreibt:

    Deine Fotomontagen sind witzig – nur … was hat das jetzt mit Demokratie zu tun? Verstehe ich nicht.

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  4. Ule Rolff schreibt:

    Lustig sind diese Montagen, aber sie mit Demokratie zu befrachten, finde ich … mutig. Je nach finanzieller Ausstattung ist auch der Genuss von virtuellen Wirklichkeiten sehr verschieden (Qualität der Darstellung, Bildaufbau nach Übertragungsgeschwindigkeit, Wohnumgebung des Bildgenusses, …).

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    • gkazakou schreibt:

      Hej ja, Ule, das stimmt natürlich, dennoch: träumen kann jeder, verreisen nicht. Die Qualität der Träume mag verschieden sein, ist aber nicht Geld abhängig. Und was ich in einem leeren Becken sehe, hat auch nichts mit dem Einkommen zu tun. Vielleicht magst du es so verstehen?
      „Demokratisch“ in diesem Zusammenhang ist natürlich ein hinterhältiges Wort: denn es betont, dass allel von demselben Übell betroffen sind: dem Nichtverreisenkönnen. Ob jung oder alt, Frau oder Mann, reich oder arm, gesund oder behindert – alle müssen verzichten auf etwas, auf das normalerweise nur die weniger Priviegierten verzichten müssen. .

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      • Ule Rolff schreibt:

        Natürlich kann ich es so verstehen, liebe Gerda. Aber die Möglichkeiten zu fantasieren, die den Menschen unabhängig von Macht und Geld gegeben sind, als demokratisch zu bezeichnen, ist mir etwas zu einfach und ich finde es – entschuldige bitte – auch zynisch. Ich weiß, dass du das nicht so meinst, aber es gibt Dinge, die ich nicht unwidersprochen stehenlassen kann.

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    • gkazakou schreibt:

      versteh ich nicht, Ule. Irgendwie stehe ich grad auf der Leitung. was ist daran zynisch, wenn ich das gleiche Recht für alle (in dem Fall, die gleichen Einschränkungen und Freiheiten für alle) als demokratisch bezeichne? wäre dann nicht erst recht zynisch, unsere Staats- und Wirtschaftsverfassung als demokratisch zu bezeichnen?

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      • Ule Rolff schreibt:

        Wäre es.
        Ich versuche noch mal, dich von der Leitung zu ziehen: der Begriff demokratisch hat mit der Fähigkeit zu träumen überhaupt nichts zu tun, es sei denn, du schiebst die Demokratie insgesamt ins Reich der Träume. Und die „gleichen Einschränkungen und Freiheiten für alle“ im Falle von Corona stellen weder Demokratie dar noch stellen sie sie her. Wer im eigenen Haus mit Garten lebt und Rente bezieht, erlebt deutlich andere Einschränkungen, als eine kinderreiche Familie in Kurzarbeit in einer kleinen Stadtwohnung. Und da du das alles weißt, verstehe ich dein Nichtverstehen nicht.

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    • gkazakou schreibt:

      Natürlich weiß ich das, Ule, und ich wäre die Letzte, die das bestreitet. Ich bezog mich aufs Urlaubmachen. Die Nichtprivilegierten, die hinter schlecht bezahlten Arbeiten herrennen und fürchten, auf der Straße zu landen, die Behinderten und schwer Erkrankten … können IMMER NUR von Urlaub träumen, ihn aber NIE machen…
      Dass auch WIR, die materiell sehr wohl in der Lage wären, an die See zu fahren, jetzt nur davon träumen können, nannte ich „demokratisch“. Auch wir sind jetzt auf unsere Phantasie angewiesen ….in unserem Garten, im geräumigen Appartement, mit einer sicheren Rente etc, wie du erwähnst.
      Merkwürdig, dass du mich nicht verstehst. Ich habe Bilder geschaffen, die zeigen Menschen, die ihre Freizeit an einem leeren Betonbecken verbringen. Ich weiß nichts über sie,, weiß nicht, ob sie zu denen gehören,die ohne Covid-Beschränkungen sehr wohl einen Urlaub am Meer machen KÖNNTEN, oder ob es sich um Menschen handelt, die das NICHT könnten. In diesem Moment können sie es alle nicht, und wie um sie zu trösten, habe ich ihnen ein Meer vor die Füße gezaubert. So war es gedacht.

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  5. versspielerin schreibt:

    virtuelle paradiese… oder vielleicht noch eher die der fantasie – ja, die stehen jedem offen! feine fotos…!

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  6. hanneweb schreibt:

    Zumindest träumen können wir zur Zeit noch von solchen kleinen und großen Freuden der Vergangenheit, die hoffentlich bald wieder Wirklichkeit werden.
    Sehr schöne Fotomontagen!
    Liebe Grüße von Hanne

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  7. kowkla123 schreibt:

    Frohsinn soll deinen Tag begleiten, Klaus

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  8. kormoranflug schreibt:

    Deine virtuellen Welten kann jeder bereisen und es zerstört keine Umwelt…..

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  9. www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

    Eiine super Idee, die Illusion des offenen Meer in die Dexameni zu bringen, liebe Gerda
    Eine Zeitlang wird die Illusion reichen …, aber dann möchte man das offene echte Meer wieder sehen

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  10. gkazakou schreibt:

    Ja, das stimmt, Bruni. Illusionen halten nicht lange. 🙂

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  11. www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

    und doch sind sie wichtig zum Überbrücken 🙂

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