An einem dieser Tage, an denen die Sonne ohne jede Milderung durch Wolken auf die hitzegeplagte Menschheit niederstrahlt, wurde mir ein kleines Cafe in Kalamata zur höchst willkommenen Oase. Das Licht malt, durch Grün gefiltert, Sonnentaler auf das Tischchen, das Glas, den Boden. Der Zitronensaft ist frisch gepresst und kühl. Ich kann aufatmen und sogar eine Skizze machen, während ich auf meinen Mann warte, der etwas zu erledigen hat.
Und wie ich so sitze, dem Lichtspiel im Grün zuschaue, träume ich mich hinüber nach Istanbul, in ein Cafe gleichen Namens: Aman! Aman ist ein Seufzer, ein Klagelaut, berühmt geworden durch die Musik der Rembeten, die sich im alten Istanbul oder, für die Griechen, Konstantinopel versammelten. Bis vor kurzem noch ein nostalgischer musikalischer Treffpunkt und Schmelztigel von Ost und West („Zwei Kulturen, eine Liebe“), nun wohl nur noch virtuell.
Anixe anixe ist griechisch und heißt: Mach auf, mach auf! Ja, das wünsche ich mir: offene Türen, offene Herzen. offene Ohren.
Richtig, eine Skizze im winzigen „Reporterblock“ habe ich auch gemacht.


































