31.1.-1.2. Will.i ist zurück: Nächtliches von Raum und Zeit und Verwandlung

Ich konnte nicht schlafen. Wo war Will.i nur abgeblieben? Ich hatte ihn schon seit unserem Ausflug auf die Burg Haravji („Morgenröte“) vermisst, war aber inzwischen so beschäftigt, dass  es mir nicht sonderlich auffiel. Aber nun, schlaflos mich im Bett wälzend, wurde es mir doch unheimlich. Wie „außerhalb von Zeit und Raum“ fühlte ich mich ohne meinen lieben Begleiter.

Und siehe da: Plötzlich steht er neben meinem Bett. Ich blinzle, kann ihn kaum wiedererkennen. Vielleicht liegt es ja an der Dunkelheit und an meinen müden Augen. Mir kommt er viel größer vor. Er hat, so scheint mir, auch andere Kleidung an und sein Gesicht ist dunkel. „O, Will.i, gut dass du wieder da bist!“ flüstere ich, um meinen Mann nicht zu wecken.“Komm, wir gehen ins Wohnzimmer, und du erzählst mir, wo du warst!“

Bei Licht sehe ich: ja, er hat sich stark verändert, verwandelt. Sieht aus wie ein Afrikaner, mit fescher Mütze und einem Lendentuch, auf dem der Himmel abgebildet ist. So sitzt er nun vor mir und erzählt, es sprudelt förmlich aus ihm heraus:

„Du warst ja so beschäftigt, da dachte ich, ich schau mich mal ein wenig in Raum und Zeit um. Erst bin ich auf einem Längengrad nach Süden gerutscht und kam bei der Frau an, die du mir mal vorgestellt hast, du weißt, die African lady, die gern reisen wollte. Ich habe ihr deine Grüße ausgerichtet. Dann haben wir uns einen gemütlichen Platz außerhalb der Erdsphäre gesucht – es war ja auch Vollmond -, und haben der Erde beim Drehen zugeschaut. Die Länder und Meere sind wie verrückt unter uns weggeflutscht.  Ein tolles Tempo hat die alte Erde, sag ich dir, so um die tausendvierhundert Kilometer in der Stunde, und hat nicht mal einen Motor! Frag mich nicht, wie sie das macht. Nach ein paar Stunden war es der Lady langweilig, sie musste ja auch zur Arbeit, sie ist nämlich für die Kranken zuständig. Also ging sie von Bord, sobald wir wieder über ihrem Land waren. Heißt übrigens Kenja, falls du das nicht wusstest.

Ich blieb noch ein bisschen oben, sah die Meere und Gebirge unter mir wegflutschen und machte mich schließlich bereit zur Landung. Unter mir erschien eine Insel, sah toll aus in der goldenen Morgenröte, sag ich dir. Kaum bin ich gelandet, sehe ich eine ganz junge Frau da sitzen – du würdest sie wohl ein Mädchen nennen. Die ließ einen Drachen steigen.  „Wie heißt dies Land?“ frage ich sie. „Das Land der aufgehenden Sonne“, sagt sie und lächelt mich an. Goldig!  „Ich bin der Will.i“, sag ich. „Und wie heißt du?“  ‚新年 war ihre Antwort, Shin’nen.“ – Das klingt ja hübsch“, werfe ich ein wenig benommen ein. „Schinnschen, richtig? Aber was bedeutet es?“ – „Neues Jahr. Und daher kannte sie mich auch. Sie ist jetzt meine Freundin.“

Willl.i landet nach seinem Besuch bei der African Lady im Land der Aufgehenden Sonne und trifft dort Shin’nen.

 

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Kunst am Sonntag: Eine Woche tägliches Zeichnen

Heute ist Sonntag, kommentierte Werner. Also ist nicht Fotografie angesagt, sondern…. Kunst. Nun haut mich bitte nicht, ihr lieben Fotografen. Ich bin keine Fotokünstlerin, wie ihr wisst, aber das bedeutet nicht, dass ich eure Kunst nicht zu schätzen weiß. Ich hingegen zeichne. Und habe in den letzten Tagen nicht aufgehört zu zeichnen oder genauer, dies und das zu skizzieren, was sich mir unterwegs zeigte.

Ob das nun Kunst ist? Egal. Es ist, was es ist.

Heute möchte ich ein wenig darüber sprechen, was ich mir so bei der Zeichnerei denke.

Da sind zum Beispiel zwei Skizzen aus einem verwilderten Orangenhain. Der eine Orangenbaum ist, obgleich stark verwachsen, voller Blätter und Früchte, der andere ist nur noch ein trauriger Baumrumpf, der von seinen einst lieblichen orangen Früchten träumt. Wenn du dieses Träumen wahrnehmen kannst, dann sind die Skizzen gelungen.

Ganz anders ist die zeichnerische Aufgabe angesichts des Chaos auf dem und rund um das Kamintischchen. Da geht es darum, eine Struktur hineinzubringen, ohne die Dinge zu verrücken. Gläser, Flaschen, Körbe, Stühle, Zeitungen, Vase, Obstkörbchen, Pinienzapfen, Eule, Kamin, Gemälde, Rücken des Mannes, Mauerwerk, Eisentisch und was nicht noch alles drängt sich auf kleinster Fläche zusammen. Nichts ist besonders wichtig, nichts überflüssig. Alles existiert, ist da, beansprucht eine Rolle wie im Leben, so auf dem Bild.

Die Skizzen von gestern habe ich bereits gezeigt. Hier ist die zeichnerische Aufgabe wieder eine andere: ich habe vor mir eine offene architektonische Struktur. Was interessiert mich daran? Nun, in erster Linie sind es die Rundbögen der Fenster und Türen, die entweder fast schwarz ins Innere von Räumen führen oder sehr hell sind, weil sie nichts als den Himmel oder eine lichtdurchflutete Landschaft einfangen. An zweiter Stelle interessiert mich die Brüchigkeit der Mauern, die dennoch standhalten und wehrhaft erscheinen. Insgesamt ist das Thema der Raum, der durch das Bauen aus dem Weltganzen herausgeschnitten wird. Bei Ruinen – anders als bei geschlossenen Häusern, ist dieser Vorgang anschaulich.

 

Ebenfalls von gestern ist die Zeichnung des Gebirges. Hier ging es mir vor allem darum, die Masse wiederzugeben. Das Problem bei Bergen ist ja, dass sie aufgrund der Entfernung nicht größer als unser Fingernagel zu sein scheinen, und doch wissen wir um ihre gewaltigen Ausmaße und darum, wie ihre Schlünde und Schrüfte uns Menschlein unüberwindbarer sind als der Baumstamm der Ameise. Das auf einem kleine Stück Papier herauszuarbeiten, ist eine besondere Herausforderung.

Im Gegensatz zur gewaltigen Masse des Gebirges ging es bei den Hafenbildern um die leichte, zerrende Bewegung des Wassers an den vertäuten Schiffen. Bei der ersten Zeichnung ist das offenkundig. Bei der zweiten wirken die Boote im Vordergrund stabil, denn sie liegen an einer geschützen Kaimauer, im Hintergrund sind Gebäude und Bäume angedeutet.  Die unruhige Stimmung ist auf die entfernten nur angedeuteten Boote übergegangen.

In der vergangenen Woche entstanden auch die bereits gezeigten kleinen Studien von Avocado und Pinienzapfen. Hier ging es darum, das „Wesen“ dieser Früchte zu erfassen: die eine birnenförmig-geschlossen mit pockennarbiger fester Haut, die andere ein offenes schuppiges Gebilde, das Licht und Schatten aufnimmt.

Wieder anders ist die Aufgabe, wenn das einzelne Element eingebaut wird in ein Umfeld und auf diese Weise Teil eines Stilllebens wird. Da tritt es in Beziehung zu andersartigen Elementen, die seine Wirkung steigern oder einen Kontrast bilden oder es liebevoll begleiten können – grad so wie es bei menschlichen Verhältnissen auch ist.

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31.1.2021 Montag ist Fototermin. Will.i hat eine Frage an die Fotografen

Vorbemerkung: Eben machte mich Werner darauf aufmerksam, dass heute nicht Montag, sondern Sonntag ist. Na so was. Gestern war ein schöner Tag, wie Sonntag eben. Heute ist auch ein schöner Tag… An diesen Shutdown-Tagen kann man leicht durcheinanderkommen. Ich lasse den Montag-Eintrag nun aber stehen, denn mit den neuen Einstellungen von WordPress komme ich nicht zurecht.

Gestern mittag standen Will.i und ich an einem hohen Punkte der Küste und schauten hinab auf die tief  unter uns liegende bewegte Wasserfläche. „Komm, wir springen runter“, rief Will.i schelmisch, wohl wissend, was ich ihm antworten würde („Ich kann nicht fliegen“). Wie hoch war die Küste hier wohl? 20 m oder vielleicht auch 25? Wie auch immer: zu hoch für mich! Bei Will.i bin ich mir nicht so sicher, er hat Eigenschaften, die ich noch nicht recht abschätzen kann.

Doch bleiben wir beim heutigen Thema, dem Fotografieren. Ich sprang zwar nicht hinunter, aber der Blick fanszinierte mich, und so fotografierte ich, was ich sah: zweimal Richtung Bucht, einmal durch die Gänseblümchen hindurch nach unten und einmal das Schilf im Gegenlicht. Zu Hause betrachteten wir dann die Fotos. Und da kam dann die Frage: Warum sind die Farben auf dem einen Foto ganz anders als auf dem anderen?

Ja, warum? Warum kann man auf dem rechten Bild die Gänseblümchen zählen und auf dem linken sieht man nur eine dunkle Masse? „Das rechte hab ich rangezoomt“, sage ich, als ob das eine Erklärung wäre. „Die Farben verändern sich eben je nach Zusammenstellung mit anderen Farben“, versuche ich es erneut. Nun, das stimmt zwar für die Augen, aber für eine automatische Kamera? Auch hat das Meer auf beiden Fotos ja durchaus die gleiche Farbe. Schließlich gestehe ich: „Ich weiß es nicht. Ich werde die Kenner der Materie im Blog fragen“. – „Wenn du schon fragst, frag noch auch gleich mal, warum das Foto mit dem Schilf fast keine Farbe hat, obgleich doch das Meer und der Himmel genauso waren wie auf dem Foto mit den Gänseblümchen?“

Und so frage ich also: Warum….? Wer kann es dem Will.i erklären?

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30.1.2021 Will.i und das Ritterleben

Als Wiedergutmachung für die gestrige Vernachlässigung bin ich heute mit Will.i hinauf in die Berge gefahren, um ihm eine Burg zu zeigen. Als er sie auf dem Hügel liegen sah, schrie er begeistert: „Eine richtige Ritterburg! Gleich kommen die Ritter mit ihren Pferden und Fahnen herausgestürmt über die Zugbrücke, dass es donnert! Und die Burgfräulein stehen auf den Zinnen und winken mit ihren bunten Taschentüchern!“ – Verblüfft blieb ich stehen. „Woher hast du das?“ – „Was?“ – „Diese Bilder von der Burg, den Rittern und so.“ – „Och, das weiß doch jeder“, kam seine rätselhafte Antwort. „Ja, aber woher? Hast du ein Buch mit solchen Bildern gesehen?“ – „Nein. Aber ich weiß doch, wie es auf einer Burg zugeht“. ….

Stumm stieg ich neben Will.i die steile Straße zur Burg hoch. Ab und an schielte ich zu ihm rüber. Wusste er etwas, was ich nicht wusste? Hatte er vielleicht schon mal gelebt? Bruni brachte mich auf den Gedanken, dass er Eltern und Großeltern gehabt haben könnte. Aber eine Wiederverkörperung käme ja genauso gut in Frage, oder? Nicht grad hier, in der Mani, aber vielleicht war er das Jahr 1021 irgendwo in Franken? „Hier“, sagte ich schließlich, „lebten aber keine Ritter. Wann die Burg genau gebaut wurde, weiß man nicht, aber vor genau 200 Jahren wurde sie erstmalig erwähnt. Damals kämpften die Menschen hier für die Befreiung ihres Landes von den Türken.“

Aber Will.i war nicht bei der Sache. Er stürmte über die herabgefallenen Steine zum Eingang. „Vorsicht! Pass auf!“ schrie ich und stolperte hinter ihm her.  Dummes Zeug! Was soll Will.i schon passieren? Ich sollte lieber auf meine eigenen Füße aufpassen, denn die Böden haben große Löcher, und die Stockwerke sind nicht abgesichert.

Mich zog es zu den großen leeren Fenstern im Süden. Nichts als Bläue und Licht, das Meer in der Ferne eine glänzende Scheibe. Will.i winkte mal vom Rundturm, mal vom hohen Eckturm, turnte über die zugewachsenen Stufen, balancierte auf schmalen Mauergraten, während ich mich bemühte, ein wenig zu zeichnen.

Nicht nur hat man von hier oben einen herrlichen Blick über das Meer, sondern man schaut auch weit ins Gebirge hinein. Das Dorf Havaugi („glänzende Morgenröte“) lag  noch in der Sonne, als alles andere bereits im Schatten versank.

Ich machte noch eine Zeichnung vom Gebirge, dann gings hinab ins schattige Tal.

Ein paar Blüten am Wegrand musste ich noch bewundern und verlor Will.i prompt aus den Augen. Wo ist er bloß abgeblieben? Das Kind  wird langsam allzu selbständig.

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o.W. (Scherbenlegebildgeschichte)

Nach den vielen gestrigen Worten ist heute ein Päuschen angesagt.

Scherbenlegebildgeschichte ohne Worte

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29.1.2021 Will.i zieht erstmals allein los und fotografiert.

„Will.i“, sage ich, „ich hab hier einen Haufen Kommentare, die muss ich erst mal beantworten, sei so gut und mach dich allein auf die Socken. Du bist doch schon groß genug, fast acht. ich geb dir auch mein Handy mit, falls was ist, ruf mich an.“

Und so zog Will.i heute allein los, während ich hier am Computer saß, bis mir der Kopf rauchte.  Ich hatte dann noch zu allem Überfluss eine lange Sitzung, so dass ich erst jetzt dazu komme, mir von Will.i erzählen zu lassen, was er so erlebt hat.

Er sei, erzählt er, den Berg hochgegangen und habe einen Baum blühen sehen, den er nicht kannte. Sicher wisse ich Bescheid. Ich gucke und staune. Da hat der kleine Will-i doch tatsächlich einen Mandelbaum in Blüten gefunden! Und das Ende Januar? (Ich habe den Horizont begradigt, damit niemand seekrank wird).

Will.i freut sich sichtlich über mein Erstaunen. „Ich hab aber noch war Tolleres gefunden,“ sagt er stolz. „Ein Krokodil, das an einem Mast hochkriecht. Und auf seinem Bauch standen Buchstaben, aber die sahen anders aus als die, die du mir gezeigt hast.“

O weh, denke ich, sind die Echsen, von denen Christiane in ihrer letzten Etüde schrieb, nun schon gelandet? „Hast du die auch fotografiert?“ Will.i nickt, und ich sehe, ein wenig außerhalb des Bildrahmens  und halbiert, ein grünes Wesen. Gefährlich sieht es nicht aus, finde ich, eher wie ein aufblasbares Ding. Mysteriös ist es freilich: was macht es am Telegrafenmast? Und warum trägt es auf seinem Bauch kyrillische, chinesische und ja, noch andere Schriftzeichen,  auch arabische, scheint mir, bei denen steht sogar ein Ausrufungszeichen! Griechische Schriftzeichen gibt es auch, die hat Will.i nicht erkannt, denn es fehlt das A.

„Nur Schwimmer!“ Hm. „Und wo hast du dies Krokodil gefunden?“ „Da oben beim Dorf“. Aber da gibt es doch kein Meer. Wozu … Dinge gibts, die gibts gar nicht.

„Und die roten Blumen, die ich dir mitgebracht habe?“ fragt Will.i, als ich ihm diesen Blogeintrag zeige. O weh, ja, die habe ich vergessen. Willi hielt sie in der Hand, als er heimkam: drei rote Anemonen. Von welchem Planeten er sie mitgebracht hat, kann ich nicht sagen.

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In eigener Sache: Ich brauche euren Rat (und tägliche Zeichnung)

Heute habe ich einen Artikel reblogged, der vor dem Impfen warnt.  Ich weiß nicht, ob der Inhalt des Artikels so stimmt, aber immerhin ist er von einer Fachärztin verfasst und in einer Fachzeitschrift veröffentlicht worden.  Der Inhalt ist sehr verstörend. Wenn er zutrifft, stehen uns außerordentlich schwere Zeiten ins Haus.

Ich habe hin und her überlegt, ob ich ihn veröffentlichen soll. Denn jedesmal, wenn ich einen solchen kritischen Artikel reblogge, gibt es einerseits echte Zustimmung, sogar Dankbarkeit, andererseits aber auch Menschen, die sich von mir abwenden, wobei sie gleichzeitig betonen, meinen Blog im übrigen zu lieben. So auch heute wieder (vergl. den Kommentar von Brigitta Martin und  den anschließenden Dialog https://gerdakazakou.wordpress.com/2021/01/29/beginnt-ein-paar-monate-nach-der-impfung-das-grosse-sterben/)

Mir geht es nicht darum, Leser zu halten. Das ist nicht mein Thema. Worum es mir geht: Ich möchte niemanden verstören, niemanden kränken. Ich möchte nicht Teil des Problems werden: dass Menschen, die sich sonst schätzen, zu erbitterten Gegnern werden. Denn das geschieht heute, unter Nachbarn, Freunden, in Familien – und eben auch in Bloghausen.

Ich möchte also nicht Teil des Problems werden – aber ich möchte auch nicht völlig schweigen müssen zu Fragen, die uns alle sehr beschäftigen. Nun frage ich euch – euch, die meine Ansichten NICHT teilen: Wie verhalte ich mich richtig, um beiden Zielen gerecht zu werden? Fühlt sich jemand von euch gekränkt, manipuliert, abgestoßen o.ä. durch meine Ansichten in der C-Frage? Seht ihr mich als Teil des Problems, das uns aufgegeben ist zu lösen?

Diese Skizze machte ich gestern: sie zeigt zwei Kabel des Computers über Pinsel und Marker auf einer handgewebten Decke.  Altes Handwerk – künstlerisches Gerät – digitale Interaktion mit einer mir kaum bekannten Außenwelt. Übereinander gestapelt, beengt, „unschön“ in seiner gegenseitigen Behinderung. Alles das ist in meiner Lebenswelt durcheiandergeworfen. Soll ich die Decke befreien? Soll ich den Pinsel benutzen, um zu malen, den Marker vielleicht, um Gelesenes, klug Durchdachtes, weise Worte mir zu merken? Die Verkabelung mit der Außenwelt beenden? Frieden fühlen in mir und meiner so schönen Umwelt, und mich ums Weltgeschehen nicht weiter kümmern? Ich bin ja alt, mich betrifft es persönlich gar nicht, was die Zukunft bringt.

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Beginnt ein paar Monate nach der Impfung das große Sterben?

Selbstverständlich kann ich als Nicht-Medizinerin nicht beurteilen, wie ernst diese Warnung zu nehmen ist. Ich fühle mich aber verpflichtet, sie zu veröffentlichen, damit ich nichts versäumt habe. Mich selbst betrifft sie nicht, da ich mich nicht impfen lassen werde.

Quelle: Professor Dolores Cahill: People Will Start Dying After COVID Vaccine – 5. Januar 2021

Zusammenfassung von https://corona-transition.org/

Die irische Immunologin und Molekularbiologin Prof. Dr. Dolores Cahill am University College Dublin erklärt in einem Video anhand einer Tierstudie «Immunisierung mit SARS-Coronavirus-Impfstoffen führt bei Exposition mit dem SARS-Virus zu einer pulmonalen Immunpathologie», welche im Fachjournal Plos One veröffentlicht wurde, warum mRNA-Impfstoffe mit extremen Risiken für Menschen verbunden sind.

Minute 00:15 bis 06:53

«Die Impfstoff-mRNA geht in die körpereigenen Zellen und produziert dort das Spike-Protein des Coronavirus. Wenn Menschen einige Monate nach der Impfung mit natürlichen Coronaviren in Kontakt kommen, könnte ihr Immunsystem in vielen Fälle mit einem tödlichen Zytokinsturm reagieren. Denn SARS-Viren vermehren sich sehr schnell. Wenn Monate nach der Impfung ein natürliches Coronavirus zirkuliert, aktiviert dieses das Immunsystem, welches die selbst produzierten Spike-Proteine als Gefahr erkennt. Die Studie an geimpften Mäusen mit einem Gen-Vakzin von 2012 zeigte, dass diese nach 56 Tagen, als sie mit einem SARS-Virus exponiert wurden, sehr krank geworden sind und einige davon starben. Auch Erfahrungen mit Kleinkindern, die einen inaktiven RSV-Impfstoff erhielten und anschliessend mit natürlich vorkommendem RSV (humanes respiratorisches Synzytial-Virus) in Kontakt kamen, zeigten dasselbe Problem. Bei den meisten dieser Kinder kam es zu einer schweren Erkrankung mit Infektion, die zu einer hohen Zahl von Krankenhausaufenthalten führte – zwei von 35 Kindern starben an der Infektion. Die Schlussfolgerung aus diesen Erfahrungen war eindeutig: Die RSV-Lungenerkrankung wurde durch die vorherige Impfung verstärkt. Das Immunsystem startet normalerweise zwei Tage nach der Exposition mit einem natürlichen Virus einen Grossangriff gegen die eigenen Körperzellen. Als Folge davon erleiden die Geimpften einen septischen Schock mit multiplem Organversagen, was nach rund zehn Tagen in der Regel mit dem Tod endet. Eine andere, an Mitarbeitern des US-Verteidigungsministeriums durchgeführten Studie zeigte, dass eine Influenza-Impfung das Risiko für andere Atemwegserkrankungen erhöhen kann.»

 

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28.1.2021 Will.i und die Nicht-Wiederholbarkeit

Jeden Tag will Will.i etwas Neues lernen, erfahren, ausprobieren. Keine Wiederholung, bitte. Dabei ist die Wiederholung doch die Mutter allen Lernens! „Wie willst du etwas behalten und vertiefen“, sage ich zu ihm, „wenn du tagtäglich neue Eindrücke suchst und dich weigerst, zwei Mal dasselbe zu machen?“

Aber nein, da ist nichts zu machen. „Heute ist anders als gestern“, sagt er. „Heute ist neu.“ Ich denke, dass hängt mit seiner besonderen Beschaffenheit zusammen. Wir kennen ja die Wiederholung von Frühling, Sommer, Herbst und Winter.  Und wenn eine Blume verblüht, sagen wir: im nächsten Jahr kommt sie wieder. Feiern wir Weihnachten oder Ostern oder unseren Geburtstag, sagen wir: Nächstes Jahr wieder. Wir sind zuversichtlich, dass sich alles wiederholen wird, nun gut, vielleicht nicht geradeso wie jetzt und heute, aber doch „im Prinzip“.

Für Will.i aber wiederholt sich nichts. Heute ist heute, und dann ist es vorbei. Der 28. Januar ist nur einmal und nie wieder. Nichts und niemand kann ihn wieder hervorholen. Für Will.i wiederholt er sich nicht. Der Tag muss heute zeigen, was er ist und kann. Ein Aufschieben auf morgen gibt es nicht. Denn da ist schon wieder eine andere Zeit.

Ich versuche, mich so gut ich es vermag, seiner Seinsweise anzupassen. Und so gehen wir  an diesem einmaligen Heute einen neuen Weg. Der Himmel ist sehr blau, das Schneegebirge leuchtet weiß zu uns herüber, das Meer ist so hell, dass es mich blendet. Ich möchte sagen: „Letztes Jahr hatten wir um diese Zeit auch Schnee“. Aber solche Sätze verhallen sinnlos, Will.i  versteht sie nicht.

Doch es ist Will.i, der den Mann sieht, der auf der Straße liegt. „Da liegt einer“, sagt er. „Bist du sicher?“ frage ich und fühle Beklommenheit. Die Straße ist eigentlich nur eine abschüssige Bahn mitten im Nirgendwo, ich bin hier noch nie gewesen. „Ja, ein Mann“, sagt Will.i und  rennt los, ich hinterher. Der Mann richtet sich auf und schaut uns mit strahlendem Gesicht an, sein Mund mit den schneeweißen gesunden Zähnen lächelt uns an. „Alles in Ordnung?“ frage ich, und „Geht es hier zur Schlucht?“ Aber er versteht uns nicht. Ein Fremdling, der sich hingelegt hat, glückselig träumend, wie es scheint, im Tag mit seinem himmlischen Licht.

Wir beide gehen weiter, bis es nicht mehr weitergeht: da ist die Schlucht. Dass es hier überhaupt eine Straße gibt, verdankt sich, wie ich nun feststelle, einer Fotovoltaik-Anlage hinter einem tüchtigen Zaun. Auch ein Haus gibt es hier, schön gefügte Steine, ein Swimmingpool, keine Bewohner.

Sandova-Schlucht mit Schneegebirge

Die Schlucht ist hier sehr steil. „Wir müssen umkehren“, sage ich. „Wir kommen hier nicht weiter. Ich kann nicht fliegen.“ Widerwillig begibt sich Will.i auf den Rückweg. Er hasst Rückwege. „Noch mal dasselbe?“ mault er. Aber was hilft es. „Ja, manchmal muss man aufrebbeln, was man gestrickt hat“, sage ich.

Zum Glück öffnen sich neue Wege im Unwegsamen. Was es dort zu sehen und zu erleben gab? Vieles. Und so steigen wir hinab zum Meer, als die Sonne sich gerade verabschiedet.

 

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Für Menschen, die wenig Zeit haben zwischen ihren Sorgen

Hier spricht der Berliner Arzt Josef Thoma. Was er zu sagen hat, sollte jeder sich anhören. Jedenfalls anhören sollte es sich jeder.

Ich hatte eigentlich vor, auf meiner Seite das C zu ignorieren, doch was Politik und Medien anrichten, muss zu Gehör gebracht werden. Es muss jeder überlegen und entscheiden, ob es richtig ist, sich ihrem Diktat zu beugen und als „alternativlos“ hinzunehmen, was nach Meinung dieses Arztes (und sehr vieler anderer Ärzte, Juristen, Wissenschaftler, sowie nach meiner unbedeutenden Ansicht) nichts als menschenverachtender Schwachsinn ist.

Avatar von Melina/PollysInnen-Reise-Wege

Dieses kurze Filmchen  fasst sehr kurz zusammen was da grad läuft!

https://www.youtube.com/watch?v=iG3drTcE_ac&feature=youtu.be

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