Die Mitte der Welt (Photografien)

„Die Mitte der Welt“, dachte ich, als ich mich dem Stein inmitten einer großen Pfütze näherte.

Dann ging ich auf die andere Seite der Pfütze, da war die Mitte schon an den Rand gerutscht …

und wenig später entschwand sie meinem Blick.  

Wie schnell ändern sich die Dinge! Ein wenig die Position ändern, und schon wird das, was eben noch das Allerwichtigste schien, zu einer netten Nebensächlichkeit. Es ist gut, sich manchmal daran zu erinnern.

 

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Im Rückspiegel (Fotomontagen)

Nun bin ich dabei, mich dem anderen Ende der „Zeitachse“ zuzuwenden. Das andere Ende – das Ende? Doch bevor ich mich dem Ende zuwende, werfe ich einen Blick in den Rückspiegel:

Abschied vom Tag.

Dort sehe ich, wie sich Tod und Abschiednehmen für andere dargestellt hat. Vielleicht kann es mich inspirieren.

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Im Laufe der Zeit (3): Wo setze ich den Anfang? Naturgeschichtliche Variante

Niemand soll mir nachsagen, dass ich Darwin und seine einst revolutionäre Theorie über die Entwicklung der Arten nicht ehre. Also habe ich zu dieser kleinen Reihe noch eine naturgeschichtliche Variante gemacht. Das Paar von Gottesanbeter und Gottesanbeterin habe ich einem Foto entnommen, das ich im November 2019 in der Ausstellung eines chinesischen Malers namens Qi Baishi  machte. Vielleicht erinnerst du dich an die fantastischen Tuschzeichnungen von Insekten. Der Maler lebte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, aber die Technik seiner Malerei ist uralt. Nun ja, was heißt schon uralt. Verglichen mit der Entwicklung der Arten von den Insekten bis zum Menschen ein Klacks. Der geographische und zeitliche Abstand von China um 1910 und Athen heute ist freilich auch nicht zu verachten.

Und damit du nun nicht immer zwischen den verschiedenen Einträgen hin- und herblättern musst, zeige ich die vier „Anfänge“ noch mal im Überblick. Vielleicht möchtest du mir noch andere Anfänge vorschlagen?

a) Klassisches Griechenland: Philosophie und Kunst Europas (Geist)

b) Deutsches Hochmittelalter:  Christentum  (Ich)                   

c) Afrikanisches Geisterreich: Archetypen (Seele)

d) Allgemeine Naturgeschichte: Entwicklung der Arten (Körper)

Die Inhalte der Galerie, an der die Leute vorbeiziehen, habe ich nicht angepasst.  Sie repräsentieren die Gegenwart, obgleich die gezeigten Bilder ebenfalls große Zeiträume und sogar ein Stück Natur (die Fische im letzten Bild) umfassen.  Den Leuten aber ist es schnurz. Bilder halt. Der Künstler wird sich was bei gedacht haben, aber er ist nicht da, um ihn zu befragen.

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Im Laufe der Zeit (2): Wo setze ich einen Anfang? (zwei Bild-Collagen)

Eben sah ich Ullis Kommentar zu „Im Laufe der Zeit“: „Mir ging durch den Kopf, dass ich den Anfangspunkt bei den Höhlenmalereien setzen würde und nicht bei einer griechischen Skulptur 😉 und schon hätten wir eine feine Diskussion 🙂“ … und freute mich. Denn genau so hatte ich meine Bildanregung gemeint: Wo setzt du einen Anfang? Und was macht es mit dir, wenn du ihn so setzt und ein anderer setzt ihn anders?

Um diesen Gedanken noch mal zu verdeutlichen, habe ich zwei weitere Collagen gemacht: die „Galerie“ mit ihren Besuchern lasse ich unverändert (Gegenwart), aber ich setze eine neue „Rahmenhandlung“.

In dieser Collage setze ich einen Anfang im Mittelalter: eine wunderschöne holzgeschnitzte Gruppe von Reitern ist dort abgebildet. Einer der Reiter ist schwarz, aha, das ist Balthasar. Die ganze Gruppe zeigt also die Heiligen drei Könige, oder richtiger: die drei Weisen, die aus dem „Morgenland“ kamen. Morgenland = Orient. Man könnte die Region, aus der sie angeritten kamen, um dem gerade geborenen Herrn der Welt ihre Gaben darzubringen, im heutigen Iran, in Syrien und in Abessinien lokalisieren.

Die Figurengruppe verweist inhaltlich auf das Jahr 1 unserer Zeitrechnung, wurde im 12. Jahrhundert gestaltet und 2016 von mir fotografiert. Der mittelalterliche Mensch sah das Christentum als den legitimen Weltherrscher an.  Sein Selbstvertrauen war ganz ungebrochen. Es war die Zeit der Kreuzzüge, und die Zeit der Entdeckungen und Eroberungen stand kurz bevor. — Der heutige Betrachter wird, sofern er in der christlichen Tradition erzogen wurde, diese Szene als „Anfang“ einer Geschichte einordnen,  die zu einer tiefgreifenden Neuordnung der weltlichen und geistigen Verhältnisse führte. Er sieht sich in dieser Reihe, er ist ein Teil von ihr: von der Geburt Jesu über die Eroberung der „heidnischen“ Welt und die Vorherrschaft des Christentums führt eine Linie, in der er selbst auch steht. Und selbst wenn er heute von Zweifeln heimgesucht wird, ob der damals gesetzte Impuls des „Ein Gott-eine Kirche-eine Menschheit“ heilbringende Folgen hatte, wird er sein Geschichtsbild nicht umkrempeln. Für ihn „begann damals alles“.

Und hier? Auch diese Schnitzfiguren – „Hilfsgeister“ aus der Sammlung von Horst Antes – entstanden in etwa derselben Zeit wie die mittelalterliche Gruppe -, habe ich im St. Annen-Museum in Lübeck fotografiert. Auch sie setzen einen Anfang. Aber welchen? Welchen Anfang aber setzen sie für dich? Welchen, vermutlich, für einen Afrikaner, wenn er sie im Museum von Lübeck betrachtet? Oer wenn er sie in seinem eigenen Land in der Hand hält? Was diese Figuren für mich bedeuten, kannst du nachlesen bei https://gerdakazakou.com/2016/06/23/afrika-is-on-my-mind/.

 

 

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Montag ist Fototermin: Overlapping (sich überlagernd, überschneidend)

Diesmal nur ein Foto, das ich 2016 im St.Annen-Museum in Lübeck aufgenommen habe.  Wieder geht es mir darum, die Vorstellung einer einheitlichen Raum-Zeit, in der es keinen Anfang und kein Ende gibt und alles gleichzeitig vorhanden ist, in einem Bild auszudrücken.

Auf dem Bild überlagern sich zwei Figuren: die eine lebte im Mittelalter, die andere lebt gegenwärtig. Die eine ist gemalt, die andere fotografiert. Beider Hände sind in Tätigkeit: die eine hält eine Frucht, die andere ein iphone. Die heute lebende Frau wirkt bis auf die vordere Hand durchscheinend-geisterhaft flüchtig, die darunter liegende mittelalterliche Frau solide, konkret, präsent.

Das Originalfoto, unbearbeitet: Man sieht, dass der schöne violette Lichtschein zur Gegenwart gehört. Er hüllt auch die längst verstorbene Frau auf der Leinwand ein und verbindet so die beiden Zeitebenen in einem Lichtraum, der beide Figuren umgreift.

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Im Lauf der Zeit – Collage und Gedanken über Kontextualisierung

Noch eine kleine Collage: Der euch bekannten Galerie-Szene habe ich das Foto eines marmornen Kindes beigefügt, das ich im Museum von Vravrona fotografierte. Diese Figur (aus em 5. vorchristlichen Jahrhundert) dient mir als Rahmenhandlung oder Ausgangspunkt der nachfolgenden Erzählung (Galerie). Durch den neuen Kontext ändert sich der Inhalt der Galerie-Szene. In der Geschichte nennt man so etwas Kontextualisierung.

Kontextualisierung gehört zu den wichtigsten Zaubertricks der Geschichtsschreiber und Politikausleger: Wann lässt man eine Ereignisreihe beginnen? Da wir in Ursache-Wirkungs-Ketten denken, wird suggeriert, dass das Ereignis A „am Anfang“ alles weitere ausgelöst hat. Vom gewählten Kontext hängt es ab, ob ich in der Welt Fortschritt oder Niedergang sehe….

Die Wahl des „Anfangsereignisses“ bestimmt meinen Blickwinkel, bestimmt, was ich für Ursache, was für Wirkung halte, wem ich Recht gebe und wer Schuld hat…. Probier es mal aus, mit irgendeiner Streitfrage, egal welcher. „Wann beginnt das Leben eines Menschen?“ oder  „Wem gehört die Krim?“ oder „Wer ist schuld am 1. Weltkrieg?“- egal. Der meiste Streit unter Menschen wäre zu vermeiden, wenn man sich über die „korrekte“ Kontextualisierung einigen könnte.

 

 

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Von zwei Fotos bis zum Traum-Raum: Wie gehe ich vor?

Ich möchte einmal schrittweise am Beispiel der Bilder zur abc-etüde „Reisen!“ zeigen, wie ich vorgehe.  Jeder macht es natürlich anders, hat seine eigenen Ansätze. Ich aber mag es sehr zu erfahren, was jedem und jeder so im Kopf rumgeht, wenn er an eine Gestaltung herangeht. Du vielleicht auch?

Da ist zunächst die Vorgabe der Wörter und Regeln der abc-Etüden, in diesem Fall „Sonnenuntergang, warm, fliegen“. Zu dem aktuellen Bild, mit dem ich mich gerade befasse (Musiktheater 131), gesellt sich die Erinnerung an die Szene, die ich im Dezember des Vorjahres am Flughafen aufnahm und gestaltete. Mein Ausgangsmaterial sind also zwei von Fotos abgeleitete Zeichnungen: (No 1) Flughafen, (No 2) Musiktheater.

Ich überarbeite nun die Schwarzweißzeichnung No 2 mit gelbem, rotem und blauem Filzstift. Die Figuren von No 1 schneide ich einzeln aus und füge sie in die farbige No 2 ein. Damit sie mehr Raum haben, verlängere ich die Zeichnung nach unten und füge einen grauen Streifen ein. Zugleich schneide ich ein Stück Himmel ab.  Dadurch wird das Augenmerk nach unten, zu den Menschen hin gelenkt. Den Figuren gebe ich eine andere Position als im Ausgangsbild. Meine „Heldin“ mit dem Koffer stelle ich in die Mitte.

Nun probiere ich verschiedene Farben aus und beginne, das Bild zu „verschachteln“, indem ich die Säulen nach unten verlängere.

Aber das ist mir zu eng und der Bildaufbau zu konventionell. Also beginne ich, das Bild zu zerschneiden, Teile davon zu kopieren und zu vervielfältigen, und das ganze Raumgefüge neu zu ordnen, verändere das Format, experimentiere mit den Farben, füge Wolken ein, die das Bild ein wenig unheimlicher machen, um dem unsicheren Gefühl meiner Heldin – Verlorenheit, Bedrohung – zu entsprechen.

Doch obwohl ich die rechte Figurengruppe perspektivisch verzerrt habe, fehlt dem Bild Raumtiefe. Die stelle ich her durch sich überschneidende Lichtbahnen und Dunkelzonen. Ich „breche“ den persepktivischen Sog durch senkrechte Brüche, damit meine Heldin nicht vom dunklen Loch verschlungen wird, und helle ein Dreieck auf, das in die Bildmitte führt. Das bedrückende Gelb-Grau verwandle ich ins beglückende Blau. Die tief stehende „Sonne“ wird zum aufgehenden „Mond“.

Und so sind wir am Ende angekommen: aus zwei Fotografien wurde über viele Schritte  eine abendliche Szene, in der sich Realität und Traum ein Stelldichein geben. In diesem Raum kann vieles geschehen, alles ist möglich.

 

 

 

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abc-etüde mit offenem Ausgang: „Reisen!“

„Sonnenuntergang – warm – fliegen“ – die drei Wörter werden wohl in eine Geschichte passen, oder auch in zehn oder hundert, dachte ich, als ich sie las… Corly von „Corlys Lesewelt„ hat sie gespendet, und nun gibt es schon etliche ausgezeichnete Geschichten dazu. Danke, Christiane! Wird Zeit, mir selbst eine zusammenzureimen. Meinen Ausgangspunkt wählte ich diesmal bei meiner letzten „alltäglichen Zeichnung“, die ich mit Filzstift und Fotoshop überarbeitete. Die hineinmontierten Figuren stammen aus der Skizze vom Flughafen.

Reisen!


Marie wollte reisen, und zwar allein!

Sie wollte endlich selbständig sein.

War kein Kind, das man gängeln musste

das von der Welt und den Menschen nichts wusste.

 

Sie fasste sich schließlich ein Herz

und flog tatsächlich im März

von München direkt nach Athen

dann würde sie weiter sehn.

 

Der Flug ging wirklich herrlich glatt

sie sah sich an den Bildern satt

von Bergen und leuchtenden Küsten!

Ach, wenn ihre Freundinnen wüssten!

 

Die Landung, der Ausgang, und draußen der Zug

es war so einfach, und Platz war genug.

Am Fenster saß sie und schaut was ihr bot

das Land das noch fremde, der Himmel war rot.

 

Halb sieben und schon Sonnenuntergang?

Daheim wär es taghell noch stundenlang.

Eine Sorge beschlich sie: sie hatte gedacht

am Tag anzukommen und nicht in der Nacht.

 

Station Keramikos, hier war das Hotel

nun nix wie hin, denn noch war es hell.

Der Platz da draußen war ziemlich weit

und menschenleer um diese Zeit

 

Wo war die Straße, von der sie wusste

dass sie sie überqueren musste?

Ach endlich, da ist sie! Sie sieht auch die Schilder

Peiraios 131 und dadrunter die Bilder

 

von schönen Fraun, davor auch ein Mann

den sie nach dem Hotel befragen kann.

Treis Koukouvagies? zu den drei Eulen?

Da drüben liegt es, mit künstlichen Säulen.

 

Ich werd dich begleiten, besser ist besser,

da hinten hausen die Menschenfresser.

Er lacht, er fasst sie unter den Arm

Und in ihr läuten die Glocken Alarm.

 

Wie geht es aus? ihr wird schon sehr warm.

Wird sie erliegen dem südlichen Charme?

Das war es für heute!

Gut Nacht, liebe Leute.

 

 

 

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The Show must go on: Musiktheater „Peiraios 131“ (tägliche Zeichnung mit Legefiguren)

In Athen gibt es unzählige Theater, große und kleine Bühnen, die tatsächlich alle irgendwie überleben. Mich wundert, wie viele Menschen sich auch in Krisenzeiten in den Theatern einfinden. Subventionen gibt es für die meisten nicht, und so kämpfen sie sich mit Niedrigstgagen und vielfach ganz unbezahlter Arbeit durch.

Dies hier ist das beliebte Musiktheater „Piräus 131“, benannt nach seiner Adresse. Es liegt an der großen Ausfallstraße, die vom Zentrum Athens (Omonoia-Platz) nach Piräus führt. Vor Jahren gab es etliche Versuche, das ehemals industrielle, inzwischen heruntergekommene Gebiet kulturell zu beleben. Entstanden sind damals die Kunstakademie,  das Benaki-Museum für moderne Kunst und andere Initiativen, darunter auch dies Theater, das bis zu 500 Personen Platz bietet, „sitzend oder stehend“, wie es in der Selbstwerbung heißt. Ich habe es (mitsamt der Eulenfassade dahinter) im November 2019 fotografiert und gestern in eine Zeichnung umgesetzt.

Die habe ich dann mit Legefiguren, ausgeschnitten aus früheren Legebildern, bevölkert.  In der Diashow stelle ich ein paar vor. Wenn du ein Bild einzeln sehen willst: Die Show anhalten, rechts klicken.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Im Innern war ich nicht. Ein charakteristisches Beispiel: Eleftheria Arvanitaki, eine sehr beliebte griechische Sängerin, trat auch im Theater Piräus 131 auf. Das Video ist allerdings von einer anderen, vermutlich ähnlichen Bühne.

 

 

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Vögel helfen Menschen (zwei Legebilder)

Diesen Beitrag widme ich Petras Ininitative „Natur und Erde schützen – ein Gewinn“. 

Vögel kommen geflogen und bringen den Hilflosen Nahrung.

Vögel bringen den Hilflosen Nahrung (Legebild 2016)

Dieses Bild habe ich 2016 gelegt, als sehr viele Flüchtlinge über das Meer  kamen, und heute leicht bearbeitet. Es dreht die übliche Handlung – das Füttern der Vögel durch Menschen – um: Es sind hier die Vögel, die die Menschen füttern. In vielen Geschichten (Märchen, Mythen, Religionen) sind es Tiere, die Menschen in allerhöchster Not zur Hilfe eilen. So wurde auch Odysseus gerettet: Ohnmächtig und nackt schwappte er im Wasser, da kam ein weißer Vogel (die weiße Göttin), warf einen Schleier über ihn und zog ihn ihn an Land. Dort fand ihn die Königstochter Nausikaa, die mit einer Gefährtin Laken wusch. (https://gerdakazakou.com/2015/07/23/heimkehr-des-odysseus-i-bei-den-phaeaken/)

Odysseus wird gerettet. Legebild 2016.

 

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