Blick aus dem Atelier (Tägliche Zeichnung)

Die perspektivischen Herausforderungen dieses Anblicks verlockten mich heute zu einer größeren Zeichnung. Dabei entdeckte ich den Reichtum an Winkeln, Schattenwürfen und Spiegelungen. Also werde ich mich wohl noch öfter daran versuchen.

Zweimal habe ich die Zeichnung fotografiert: einmal im Nachmittagslicht (oben), und noch einmal im Schatten des Feigenbaums (unten). 

Dieses zweite Foto reizte mich zu Bearbeitungen: a) farbverstärkt b) farbverschoben c) und d) Filter. Um sie einzelln zu sehen, bitte anklicken.

 

 

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Tavernenskizze in Kampos (tägliche Zeichnung)

Im Zentralort Kampos haben wir heute die Wasserrechnung bezahlt, eingekauft und gespeist. Der Platz mit den Tavernentischen und dem angrenzenden Cafe war leer, bis auf zwei junge Frauen, die zu versteckt saßen, um sie zu zeichnen. Aber eine kleine Skizze musste sein, bevor das Essen kam (überbackener Schafskäse, Huhn und Kartoffeln im Backofen, Grüner Salat).

Bearbeitet habe ich in zwei Richtungen: Steigerung der Helll-Dunkel-Kontraste – Reduktion auf den farbigen Rhythmus der Dinge im Raum.

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Montag ist Fototermin: Tischrund und Flügelbuch

Ein schwerer Band der Enzyklopädie Papyros-Larousse liegt auf dem runden Gartentisch. Über Katerina II, die russische Zarin, will ich etwas nachlesen. Die Form des aufgeblätterten Doppel-Rechtecks auf dem schwarzen Rund reizt mich, abstrakte Bilder daraus abzuleiten.

Das erste Foto:

Das zweite Foto:

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Zeitunglesen unterm Aprikosenbaum

Lichte Nachrichten ausschneiden…

und als Lichtblicke auf dunklere übertragen

Gute Nachrichten  schicke ich auf Wanderschaft ….

 wie Samen, die sich vermehren…

Tänzerinnen sinds, Wasserträgerinnen.

 

Sie streben zum Haus am Meer, werden wieder eins mit dem Schatten des Baums.

Vielleicht ist meine gute Nacht-richt nun auch bei dir angekommen?

 

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Ungereimte abc-Etüde über ehrwürdige Zwerge und glänzende Schuppen

Noch ein zweites Mal will ich die abc-etüden im Geräteschuppen feiern. So möchte es Susanne vom Blog books2cats.

abc.etüden 2020 24+25 | 365tageasatzaday

Gräten & Schuppen

Stand über der Tür
In zierlicher Schrift.
Drauf war ein Fisch gemalt
Ich las es verwundert, und fragte mir:
Wat sull dat nu wedder bedeuten?
Die Tür die war nicht verschlossen
Ich drückte sie auf und sah hinein
Da war es mir als säh ich in en Slott
So wunnebar still un glänzend wie dat war.
Schaufeln und Hacken hingen da an die Decke
und standen up die Regale
Kupferfarbene und silbrige und eine war swart
Und wie ich da so hinkieke, hör ich ein Stimmchen
Das piept ganz fein:
Was willtu Mensch, lass uns mal allein
Wir feiern ein Fest ….

Was fürn Fest denn, ihr Lütten?

Wir feiern das Richtfest.
Für unseren Geräteschuppen, den wir mit fleißigen Händen
erbaut aus den silbrig glänzenden Schuppen der Fische,
Mithilfe der spitzigen harten Gräten der Fische, die ihr habt verworfen.
Ein Palast der besonderen Art ist unser Schuppenschuppen
Ist unser Grätengerät. Sie erglänzen wie Sternschnuppen
Am dunklen Himmel der Nacht.
Wir habens zustande gebracht.

Zwerge feiern das Richtfest des Geräteschuppens. Legebild 2020-12-6

Da wurde mir ganz wunderlich ums Herz.

Welch fein-drollige Wesen die Heinzel, dacht ich,

und ich ein Grobian, grobschlächtig, gefräßig.

Werd ich ihr Schloss nachbilden können, jetzt

Wo es schon vergeht, sich auflöst im ersten Morgenstrahl?

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Haus in der Bucht (tägliche Zeichnung, Fotografien)

Hinter den Zweigen der Tamariske fast verborgen das Haus in der Bucht, das ihr nun schon kennt. Nach dem abendlichen Schwimmen machte ich eine Zeichnung davon.

Als Foto in etwa dieselbe Ansicht:

Warum ich nicht näher ans Haus heranging? Da lagerte und spielte eine Familie, die ich nicht stören wollte, aber heimlich im Gegenlicht fotografierte.

und  für Liebhaber meiner Bearbeitungen noch ein paar Varianten im Vergleich mit dem Original:

 

 

 

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Ausflug nach Koroni (Fotografien)

Gestern war ich mit einer Freundin in Koroni (deutschsprachiger Artikel) – einem kleinen von einer großen Burg überragten Hafenort am westlichsten Finger der Peloponnes. Stadt oder Dorf? Nach Einwohnerzahl und Verwaltungsstatus ist es nur ein Dorf – aber was für eins! Nicht nur hat es eine lange historische Präsenz und eine aufregende Geschichte, sondern der Reichtum an öffentlichen, kirchlichen und privaten Gebäuden widerspricht all dem, was man sich im Deutschen unter einem Dorf vorstellt.

Über Koroni berichtet habe ich schon öfter, denn ich habe Freunde dort und auch  mehrfach schon ausgestellt (hier und hier und hier und hier). Der schöne Name hat nichts, aber auch gar nichts mit der Plage zu tun, die uns seit Februar in Atem hält.

Gestern gingen wir oberhalb des Ortes spazieren. Der stille von Vogelgesang und Licht-Schatten belebte Allee, die zu einer bedeutenden alten Kirche führt, gibt den Blick frei auf das weite Meer einerseits, auf Klosterkirchen und Burgbefestigung andererseits.

Außer den Ikonen, in denen sich das schwache Licht der Kandelaber spiegelte, reizten mich andere kleine Motive zum Fotografieren: ein geschmiedeter Schmetterling an einem Wasserhahn, wurmförmige Samenkapseln auf dem Boden (weiß jemand, was das ist?), ein grob aus Stein gehauener geflügelter Löwe, der sich im Spiel von Licht und Schatten aufzulösen schien.

 

 

 

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abc-etüde: Fische müssen schwimmen

abc.etüden 2020 24+25 | 365tageasatzadayDiesmal sollen wir die abc-etüden im Geräteschuppen feiern. So möchte es Susanne vom Blog books2cats, und so habe auch ich mir einen Zungenbrecher zusammengereimt.

 

Fische müssen schwimmen

Wir haben Besuch, ihr Lieben, aus Bayern
das wollen wir zünftig im Garten feiern
Da hinten in dem Geräteschuppen
Bei Fahrradschlauch und kaputten Puppen
Bei kupferfarbenen Drähten und Schrauben
Bei Zubern und Tuben und Dreck von den Tauben
Da lagern auch Tische und Stühle, ihr Lieben
Ich denk es sind sechse, vielleicht sinds auch sieben.

Die holt schon mal her. Doch was solln wir essen?
Was Bayern so mögen, das hab ich vergessen.
Der Opa der weiß es: die Bayern wolln Fische
Am liebsten noch zappelnd, lebendige frische
Die sie aus dem Meer sich selbst frisch gefischt
dazu wolln sie Bier, das vom Zapfen noch zischt.
Und weißt du? Im Schuppen ganz hinten tief drinnen
Wo die dicksten Fäden gesponnen die Spinnen
Da hab ich erst kürzlich ne Angel erspäht
Mitsamt einem Eimer und anderm Gerät.

Das wird ein Festessen, mit silbrigen Fischen
Ich geh schon mal die Tische abwischen.
Gesagt ist getan. Gefischt werden Flundern
Und Sprotten und Barben, es ist zum Verwundern.
Doch die Fische die sind durchaus nicht erfreut
Und sprechen auf Griechisch und Bayrisch: ihr Leut,
Gräten und Schuppen haben wir Fische
Drum ist es dumm uns zu speisen bei Tische
Die Gräten sie werden den Hals euch durchstechen
Die Schuppen die Augen, so wolln wir uns rächen.

So träumte es mir, als ich eine Nacht
Im Geräteschuppen hab zugebracht.

„Fische“, Legebild mit Schneideresten von Jürgen (Buchalov)

Ich lasse die Fische seither ganz in Ruh

und hoffe, dasselbe das tust nun auch du.

 

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Kinderkram. Einfachstzeichnungen mit Filzstift.

Auch Filzstiftzeichnungen liegen auf meinem Schreibtisch, fallengelassen wie Maschen und gelegentlich wieder aufgenommen.

Manchmal brauche ich dies schnelle Hinzeichnen, ohne die Absicht der akribischen Wiedergabe, frei, kindlich. Da kann entstehen, was grad aus der Hand läuft. Der Filzstift ist dafür ideal. Hast du einen blauen zur Hand? Gut. Ist er leergezeichnet? Die letzten Farbspuren tuns auch. Oder du greifst zu dem roten.

Dir ist das zu schwachfarbig? Na, dann kombiniere doch zwei Filzstifte

oder bearbeite es digital: verstärke die Farbigkeit, betone die Umrisse, mach Holzschnitte draus. ….

oder kombiniere es meinetwegen auch mit Legematerial:

Solche einfachen Filzstift-Zeichnungen haben mehr Potential, als du vielleicht glaubst.

 

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Bienenhaus (Fotografie)

Eben sah ich bei Lu Finbar ein feines Hühnerhaus  http://finbarsgift.wordpress.de/2020/06/09/huehnerstall/. Was den Hühnern recht ist, ist den Bienen billig, dachte ich und suchte ein Foto heraus, das ich am 29. Mai in Arkadien machte. Vor dem Einflugloch (unten) wimmelten die Bewohnerinnen, aber ich konnte nicht näher heran, um sie zu portraitieren..

Dieses Haus gehört zu einer kleinen Bienensiedlung, jedes ist anders, und es erinnerte mich an die Zeit, als ich für einen befreundeten Bienenzüchter die Häuser bemalte. Er hatte mir erklärt, dass Bienen sich auch visuell orientieren und es ihnen hilft, ihr Haus zu finden, wenn jedes mit einem kräftigen Farb-Symbol bemalt ist.

 

 

 

 

 

 

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