Gemeinsam Bilder legen (Brunis Schnipsel)

Heute Abend besuchte mich meine Freundin E, die eine Genossenschaft für die Integration von Menschen mit Behinderungen in Kalamata leitet. Wie wir so saßen und uns unterhielten, hatte ich Lust, ihr meine neuen Schnipsel zu zeigen. Ob sie Lust hätte, nebenbei mit mir ein Bild zu legen?
Und schon war eine neue Idee geboren: anstatt gemeinsam zu zeichnen, kann man ja auch zusammen Bilder legen. Das ist unterhaltsamer und auch ohne große Konzentration möglich, besonders wenn die Stücke so ansprechend sind wie die von Bruni. E legte Bauwerk und Garten links, ich drei Typen rechts.


E war sehr angetan von der Idee, solche Legebilder mit den von ihr betreuten jungen Menschen zu machen. Morgen will sie ihnen das Beispiel zeigen. Sie könnten ihre eigenen Materialien sammeln und nach Lust und Laune Schnipsel austauschen.  Und die besonders gelungenen Bilder könnten wir als Postkarten drucken und als Werbung verschicken. Mir gefällt die Idee.

 

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Montag war Fototermin: Mein „Gemüsegarten“

Mein „Gemüsegarten“ besteht alles in allem aus fünf Blumentöpfen; zwei mit weißen Auberginen, einer mit kleinen Tomaten, ein Töpfchen mit Basilikum und eins mit Minze. Dann gibts noch zwei Töpfe mit kleinen Sonnenblumen und zwei mit einer blau blühenden Blume. Ich habe sie nach und nach vom Bauernmarkt nach Haus getragen, in einen Kasten mit Muttererde gesetzt und gieße sie regelmäßig. Die Pflanzen dankens mir. Und ich danke ihnen.

Ob aus mir doch noch eine Gärtnerin wird? Vermutlich nicht. Wenn man ständig zwischen zwei Wohnorten wechselt, ist das fast unmöglich. Aber mit Hilfe von Brunis Schnipseln kann ich meinen Garten bereichern……

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Neue Schnipsel: Brunis Wundertüte

Einen Monat lang irrten sie herum, nun sind sie da, grad rechtzeitig zum Sommerbeginn: Brunis Sommervögel, eine Tüte voll kleiner Wunder! Samt und Seide, Wolle, Tuch und Glitzerpapier, gestickte, geklöppelte, bedruckte Winzteile, hauchzart das meiste – ein solcher Reichtum an Formen, Farben, Materialien, wie er mir noch aus keiner Tüte entgegenquoll.

Ich übertreibe? Vergleiche selbst: Hier zeige ich noch mal alle Schnipselspenden, mit denen ich bisher gearbeitet habe:

 

 

Und nun also die neue Sendung von Bruni Kranz:

Ich habe sie dann noch mal abschnittweise fotografiert:

Na, hab ich zu viel versprochen? Bruni hat mit solchen Materialien früher selbst allerliebste Collagen angefertigt, dies sind Restbestände aus jahrelanger Sammelei. Sie betreibt einen feinen Lyrik-Blog mit exquisiten Fotos: http://gravatar.com/bruni8wortbehagen, und http://wortbehagen.de/. Wenn du sie noch nicht kennst, schau doch mal bei ihr vorbei!

Und was war mein erster Einfall, als ich dies neue Material auf einer großen schwarzen Pappe ausgebreitet hatte? Eine orientalische Märchenstadt, bewohnt von exotischen Vögeln und Blumen.

Stadtbilder waren auch das erste, was ich mit Susanne B’s Schnipseln legte.  Beide sehr farbenfroh – aber wie verschieden sie doch sind!

 

 

Danke euch allen – Susanne H, Jürgen, Ulli, Ule, Andrea, Susanne B – für eure inspirierenden Gaben! Danke dir, liebe Bruni, dass du für mich dein Schatzkästlein geleert hast. Danke!

Und damit ihr, meine lieben LeserInnen, leichter den Weg zu Bruni findet: Hier ihr jüngstes Gedicht zum Sommerbeginn:

Sommerbeginn

Endlich entließen mich
meine verwirrenden Träume
mit den dusteren Schatten

Und die Welt wurde licht


Streifen von blinzelndem
Glanz sanft und hell die
Melodie die mir ein sonnen –
glänzender Morgen sang

 

Frischgeborene munter
hopsende rosige Wolken –
schäfchen purzelten
auf meiner Nase herum

 

Da wurde es höchste Zeit
mein Nest zu verlassen
denn   von   SOMMER
säuselte mir der frühe
Morgen in seinem Lied

Hier die orientalische Stadt mit blau eingefärbtem Himmel,wie es sich für Sommervögel schickt:IMG_3237ca

Und nun bin ich gespannt, liebe Bruni, was, außer orientalischen Städten, aus deinen Schnipseln noch werden will….

 

 

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Lilie (Tägliche Zeichung)

Unter dem Olivenbaum vorm Atelier ist am Donnerstag eine Lilie erblüht. Heute morgen zeigte ich sie als Foto in der Bildcollage, jetzt habe ich sie auch gezeichnet. Ihre beiden Blüten sind schon ein wenig mürbe, aber immer noch sehr schön.

IMG_3624Detail

P.s> Neues Experiment mit Fotoshop: Zeichnung und Foto halb durchsichtig übereinander. Diefarbe kommt vom Foto: rötlich ist die Blume auf dem Foto, bläulich der Schatten bei Farbverstärkung.

 

 

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Guten Morgen, ihr Schönen!

Sei gegrüßt, schöner Sommer. Seid bedankt, Tito, Lilie, Hibiskus und Granatapfelbaum.

Liebevolle, farbenreiche, kummerlose Sommertage wünsche ich euch allen.

 

 

 

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Den Debattenraum erweitern (5): Franz Ruppert: Verordnete Regression

Bei rubikon gibt es ein Interview mit Franz Ruppert, einem von mir geschätzten Spezialisten für Traumaforschung  https://www.rubikon.news/artikel/verordnete-regression.

Ruppert erklärt, welche Folgen es hat, wenn eine Gesellschaft massiv mit Angst überschwemmt wird. „Es wird Zeit, nicht mehr die Rebellen medial auf die Couch zu legen, sondern sich endlich mit der Psychopathologie der Gehorsamen auseinanderzusetzen,“ meint Madita Hampe, die  zusammenfassend in das Interview einführt. Und da ich mich gern zu den Rebellen zähle, ist mir eine solche Schlussfolgerung natürlich sehr sympatisch. Wenn du magst, hörst du in das recht umfangreiche Interview mal rein oder liest die Einführung von M. Hampe.

Dass „eine normale menschliche Psyche mit dem Schock des plötzlichen Shutdown nicht Schritt halten“ kann, haben wir ja beobachten können. Ich sage nur: Klopapier. Als ich von diesen absurden Hamsterkäufen las, begriff ich sogleich: Massive Reggresion in einen kleinkindlichen Zustand, wo der Selbstwert unmittelbar mit dem Vermögen verbunden ist, seine Ausscheidungen  zu kontrollieren. Wer in der analen  Phase steckenbleibt („anale Fixierung“), neigt zu Kadavergehorsam und rigider Unterdrückung Andersdenkender („Analcharakter“).

Unter extremen seelischen Belastungen kippt auch ein ansonsten normal entwickelter Mensch leicht in eine frühe Phase zurück: er stürzt sich in Fressorgien (orale Fixierung)  wird zum ängstlich-aggressiven gehorsamen Hosenscheißer (anale Fixierung) oder will ständig Sex haben, am liebsten mit einer Mutterersatz-Frau (phallische Fixierung).

Unter dem Schock der Nachrichten, Bilder und verordneten Distanzregeln erscheinen die Regierenden wie Mama und Papa, „während die Bürger in der Rolle des traumatisierten Kindes feststecken. Die Lockerungspolitik erinnere zum Beispiel viele an restriktives Erziehungsverhalten der Eltern. Es sei wie bei Ausgehzeiten, die etwas ausgeweitet würden, wenn das Kind brav sei, jedoch wieder verkürzt werden oder der Ausgang ganz verboten wird, wenn das Kind die Regeln bricht. Das social distancing rufe die Erfahrung wach, als Kind allein gelassen worden zu sein.“ (s.o.)

Die Krise hat bei vielen Menschen „existentielle Gefühle wie Angst, Ohnmacht, Hilf- und Ausweglosigkeit“ ausgelöst. „In solchen Situationen greifen Menschen normalerweise auf drei Verhaltensmuster zurück: Flucht, Angriff oder Erstarren“. Physische Flucht ist nicht möglich, Angriff gefährlich bzw aussichtslos, bleibt also für die meisten nur „das Erstarren und die Identifikation mit dem Täter, hier dem Staat in Elternfunktion“.(s.o.)

Genug der Vorrede. Vielleicht reizt es dich, das Thema ein bisschen zu vertiefen.

https://www.rubikon.news/artikel/verordnete-regression.

 

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Ausgang Atelier 2 und 3 (tägliche Zeichnung)

Noch einmal der Blick aus dem Atelier, oder genauer: die Winkel, Ecken und Kanten, die sich zwischen der halb offenen Tür, der Arbeitsplatte mit allerlei Krimskrams und Kastenzeug ergeben. Es entstanden zwei grobe großformatige Zeichnungen: die erste mit Kugelschreiber, die zweite mit Kohle und dann mit Ölkreide übergangen.

Natürlich interessierte ich mich wieder für die Wirkung beim Überarbeiten. Drei Beispiele.

 

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Hibiskus im Garten (tägliche Zeichnung)

Jeden Tag öffnet der Hibiskus neue Blüten. Mal sind es fünf, mal sieben, mal zwölf. Er blüht neben einem Rosenbusch, und hinter ihm stehen Oliven, Hecken, eine Mauer. Er ist nicht beschnitten, und so wachsen seine Zweige wild und hoch hinauf zum blauen Himmel.

Kürzlich zeigte ich, wie die starke rote Farbe erlischt, wenn sich eine Wolke vor die Sonne schiebt.https://gerdakazakou.com/2020/06/02/erloeschen-der-hibiskusbluete-video/  Kann man also eine rote Blüte in schwarz-weiß wiedergeben? https://gerdakazakou.com/2019/10/17/taegliche-zeichnung-1-hibiskusbluete-rot-in-der-schwarz-weiss-zeichnung/

Die Form bleibt, aber das, was in der Farbe zur Seele spricht, geht verloren, wenn die Farbe fehlt. https://gerdakazakou.com/2018/08/12/rote-amaryllis-mit-spiegelung-und-schatten-parallelaktion-1/

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Im Gartencafe (tägliche Zeichnung)

Das Gartencafe heißt Στολίδι, „Schmuckstück“, ein schattiger blumenreicher Ort im getriebigen Kalamata, gern besucht von Familien mit kleinen Kindern. Da saß ich gestern bei einem Espresso und schaute auf die hohen Bäume, darunter die vielgestaltigen Menschengruppen an den Tischen. Mit wenigen Strichen notierte ich eine heitere Szene: rote hohe Sonnenschirme, eine Mutter mit einem Kleinkind auf dem Arm, ein Mädchen mit rotem Luftballon, eine Kinderkutsche, eine andere Mutter, die sich grad wegbückt, mein Tischchen und dies und das.

Und wo ist das Rot, bittesehr? Na, hier.

Ein farbiges Gewebe, ein Licht-Schatten-Patchwork draus machen?

 

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Haus in der Bucht (tägliche Zeichnung, Fotos)

Ja, schon wieder das Haus. Das ist der Ort, wohin ich abends gehe, um zu schwimmen. Und gelegentlich auch zu zeichnen. Zwangsläufig stelle ich es euch immer mal wieder vor, diesmal mit zwei neuen Skizzen. Die Blauverfärbung entstand beim Fotografieren.

 

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