Tägliches Zeichnen vor dem Kamin

Mit dem Malen will es vorerst nichts werden, also habe ich das tägliche Zeichnen wieder aufgenommen. Benutzt habe ich einfache Bic-Kugelschreiber in Schwarz und Rot.

Sammelsurium mit Vase und Wasserflasche auf Couchtisch

Bücherstapel und Korb, Couch mit Eulenkissen

Runde Vase mit Hagebutten, Schnapsglas, Abendbrot auf rundem Eisentisch

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Graue See (Gemälde, Foto)

Der WP-Algorismus hat mich zu einem Eintrag aus dem Jahr 2015 zurückgeschickt. https://gerdakazakou.com/2015/10/24/am-grauen-meer/  Und wieder einmal stelle ich fest, dass dieser Algorismus mich ebenso gut kennt wie ich mich selbst. Wenn ich dieser Tage das graue Meer und die grauen Berge lobe, dann eben deshalb, weil ich in Deutschlands Norden aufgewachsen bin. Und dessen Farben sind eben mein biografischer Bezugspunkt, von dem aus ich alles andere beurteile. Daran ändert auch ein Leben im Süden nichts.

„Am grauen Meer“, Pigmente und Kleister auf Leinwand, 2008.

Ein helles Grau ist übrigens für Klee das Zentrum des Farbkreises. Alle Farben sind darin enthalten. Andere versuchten die Farbskala aus Weiß oder aus Schwarz abzuleiten, aber für mich ist das Grau am überzeugendsten.

Das Mittelmeer wirkt nie so grau wie die Ostsee an verhangenen Tagen. Immer ist da dieser Glanz und ein türkisfarbenes Leuchten in der sich brechenden Welle.

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Blicke aus dem Eulenfenster (Fotos, Fotomontage)

Die Blätter des Granatapfelbaums sind jetzt golden, und an grauen Tagen leuchten sie besonders  kräftig. Grau hebt alle Farben.

Schaue ich durch das Eulenfenster, sehe ich die Welt in Ausschnitten, die mir die graue Stimmung heben. Zum Beispiel so:

ps für die Unaufmerksamen: nur eines der 5 Durchblicke ist ein Originalfoto, die anderen 4 sind Fotocollagen. Tatsächlich sehe ich von meinem Fenster aus weder das glitzernde Meer noch den Hafen von Kalamata noch kann ich von außen nach Innen blickend das Stillleben wahrnehmen. Und was den Tisch mit dem Kater Max betrifft, so steht der in einem von drinnen nicht einsehbaren Winkel des Gartens.

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Das Meer – grau und silbern. Gegen 3 Uhr am Nachmittag

Das Meer hat mich heute mit so vielen fantastischen Bildern beschenkt, dass ich nicht weiß, welches ich auswählen soll. Nehme ich eines mit den Zweigen der Tamariske im Vordergrund?

Oder vielleicht doch lieber eines, auf dem die gegenüberliegende Küste sich scharf gegen die Helle des Himmels absetzt?

Zeige ich lieber den perlenden Saum des Meeres, der sich auf dem Sand ausfächert und versickert?

oder den fernen Horizont des türkisfarbenen Meeres, über dem schwarzes Gewölk lagert?

Ich weiß es nicht. Immer schön ist das Meer, auch jetzt, wo ich es nur in meinem Blut rauschen höre und mich erinnere, wie die mächtigen Wellen heranrollen und,  zärtlich sich ausfächernd, auf dem Sand sich verlaufen.

An den Tamarisken-Nadeln hängen Perlen und glitzern, als wäre es Weihnachtsschmuck. Das Meereswasser verdunsten sie, zurück bleiben Salzkristalle.

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Strömungsmuster an Holz und Stein (kleine Beobachtungen 12)

Bei Regen enthüllen die einfachen Holzbohlen, aus denen die Treppen zum Strand zusammengezimmert sind, interessante Strukturen, die  eine Art Querschnitt durch ihre Geschichte als lebende Bäume darstellen. Zweimal schon habe ich solche Fotos veröffentlicht (hier und hier).

Die heute fotografierten Strukturen sind vielleicht nicht so elegant, dafür aber haben sie eine andere höchst merkwürdige Eigenschaft. Die Planken sind glatt geschnitten und die Muster daher zweidimensional.   Doch sag selbst: wirken sie nicht, als hätte ein Künstler versucht,  eine Dreimensionalität vorzutäuschen?

Weniger stabile Strömungsmuster als die, die sich im Holz rund um ein „Hindernis“ aufbauen, sah ich heute am Strand, wo das heranflutende Meer den Sand um die Steine herum ganz ähnlich angeordnet hatte. Hier allerdings ist die 3-Demensionalität durchaus echt.

 

 

 

 

 

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Olivenernte mit Hürden (Fotos, Text)

Gestern lobten wir unser Glück, weil der Himmel sein Nass nicht über unseren Garten leerte.  Oliven bei unsicherer Witterung zu ernten, ist risikoreich, zumal die feuchten Äste beim Klopfen leicht verletzt werden. Doch unsere Helfer gingen systematisch und sorgfältig voran, und so füllten sich die ersten Säcke.

Heute nacht machte der Himmel dann seine Schleusen auf. Was tun? Ich konnte mich mit meiner Ansicht, dass auch die wenigen Säcke abgeholt werden müssten, nicht durchsetzen, saß da und trauerte. Um den Kloß im Hals loszuwerden, setzte ich mich hin und haute in die Tasten (die Buchstaben gerieten mir durcheinander):

Die Oliven geerntet in Säcken, sie hocken einsam im nassen Garten, der Regen regnet auf sie, sie vergammeln still vor sich hin, ein Jahr sind sie gewachsen, gereift, wurden betrachtet, gelobt, dann auch abgesägt die Zweige, geklopft sorgsam in Säcke gefüllt im Regen nicht abgeholt sie werden bitter wie ich wie ich bitter umsonst umsonst gereift stehühle geschafft enwerde nutzloc nun zur men n stunde immer zu spät zu spät hoc ich im regen rege mich nicht warte dass ich zugebuniemand wird das schöne Öl pressen und wenn es doch am ende gepresst wird ist es verdorben bitter nicht mehr genießbar.  Nicht zu ihrer Stunde wurden sie gesammelt, versorgt, transportiert nicht zu meiner Stunde.

Meine Klage wurde erhört, der Erntehelfer angerufen, er schleppte in einer Regenpause die Säcke zum Ausgang, band sie zu, deckte sie zu … bis morgen, meinte er, solle ich Geduld haben, vielleicht könne er morgen die Ernte beenden. Doch morgen würde es wieder regnen, und übermorgen auch und die Ernte wäre verdorben.

Und dann stellte sich, o Wunder, heraus, dass die Säcke durchaus auch in meinem Wagen Platz hätten.  Meine Stimmung hob sich rasant. o ja, ich würde sie zur Mühle fahren, selbstverständlich, kein Problem! Ich führe gern auch mehrmals, was macht es mir aus, die Strecke ist schön, ja, ein bisschen weit ist es, es geht über die enge gewundene Landstraße hinauf in ein Bergdorf, sehr gern fahre ich, es ist mir ein Vergnügen!

So sprach ich, und so wurde mein Tag gerettet. Am Montag, wenn die Sonne voraussichtlich wieder  scheint, kann weitergeerntet werden.

Ich lieferte die Säcke bei der Ölmühle ab und fuhr dann hinunter ans Meer, das in herrlichstem Silbergrau leuchtete. Doch das ist schon wieder eine andere Geschichte.

 

 

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Wenn du glaubst, du bist am Ende, mach ne Wende!

Heute (9.12.20) griff ich mir einen kleineren Block mit fester Aquarellpappe mit der Absicht, nun das zuvor angedachte Bild auch zu malen. Also notierte ich mit schwarzer Ölkreide die bekannte Szenerie und füllte die Fläche mit einem sonnigen Gelbton.

Zeichnung Kohle, Ölkreide auf Aquarellpappe

Ölkreide

Und weiter? Was nun? Mit Blau weitermachen? Mit Rot? Igitt! Welcher Graus! Ich rase mit den Ölpastell-Stiften über die Fläche und schimpfe vor mich hin:  „Du bist am Ende!“,  „Am Ende bis du, begreifst du das nicht?“ Ha! Meine Antwort auf die Sebstbeschimpfung lässt zum Glück nicht auf sich warten: „Ich werd es dir zeigen, du blödes Ding“ und zerfetze das bemalte Blatt. Die Fetzen fügen sich schnell zu Figuren, und ein paar von Lyrifants Buchstaben sind auch zur Stelle: e – n – d – e – w

 

W-ende!

Wenn Du glaubst, du bist am ende

mach ne w-ende.

Die Segler unter euch werden wissen, dass eine Wende ein relativ einfaches Manöver ist. Du segelst gegen den Wind und musst, um den Kurs zu halten, ab und an kreuzen, d,h. eine Wende machen.

Wenn du vor dem Wind segelst (also den Wind von hinten hast), ist es schwieriger, den Kurs zu halten. Dann musst du halsen, und das kann dir schon mal, wenn du nicht aufpasst, den Mast oder auch deinen Kopf  weghauen.

Merke: Wenn du Gegenwind hast, bist du langsam, aber ist es leicht, Kurs zu halten. Wenn du den Wind von hinten hast, kommst du schnell voran, aber pass auf, dass du nicht vom Kurs abkommst. Denn eine Halse zur Kursanpassung hat Tücken.

 

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Nachdenken über ein zu malendes Bild (Fortsetzung)

sehr kleine Skizze mit blauem Kugelschreiber 6.12.20

Gestern stellte ich mich vor die Staffelei, auf der ich eine sehr große graue Pappe platziert hatte. Darauf dachte ich mithilfe von Stiften, Kleister, Farbe, Pappe ein bisschen weiter über das zu malende Bild nach.

Die Pappe wellte sich, Kleister und Pigmente gingen zu Ende.  Mist, da lohnte es sich nicht, weiter dran rumzumalen. Aber am Computer konnte ich noch ein wenig nachdenken, diesmal mithilfe von Fotoshop.

 

Morgen, so dachte ich, machst du einen neuen Anlauf.

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Salbei, Rosmarin und Lavendel

Als ich heute bei Puzzleblume ein besonders schönes Foto ihres Salbei sah, wollte ich es mit unserem vergleichen, der zusammen mit Rosmarin und Lavendel einen undurchdringlichen Dschungel aus übermannshohen Büschen bildet. Ich versuchte, so nah wie möglich herumzuzoomen, aber es bleiben natürlich Handyaufnahmen, die sich mit guten Macroaufnahmen nicht vergleichen lassen.

Erkennst du, welche Pflanze Salbei, welche Rosmarin und welche Lavendel ist? Sicher kennst du auch einige ihrer wohltätigen Eigenschaften?

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Nachdenken über ein zu malendes Bild (Panorama-Foto, Skizzen)

Heute setzte ich mich auf eine Bank und sann über ein zu malendes Bild nach.  Perspektivisch aus dem Vordergrund hinführend in eine offene weite freie Welt sollte es sein. Steine darf es geben, solche, die als Schutz aufgetürmt wurden, und solche, über die ich vielleicht stolpere.  Geländer darf es geben, auch Ausruhbänke und einen Bohlenweg, der die Richtung angibt.

Wähle ich ein Hochformat mit Spielraum für den Vordergrund, der rechts von der Bank gehalten wird und sich links bis an den fernen Horizont als Steinmole fortsetzt?

oder vielleicht doch lieber ein Querformat, damit sich die Meeresfläche ausdehnen kann, nur ein wenig gerahmt durch feste Strukturen wie Bänke, Steinmole und Bohlenweg?

 

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