Glasscherbenspiel mit Drehung und Verdichtung

Sind die Scherben nun endlich ausgereizt? Oder lässt sich mit ihnen noch etwas Neues, Überraschendes gestalten? Ich setze mit eine neue Regel: die Glasscherben-Flächen sollen sich berühren, nach dem Motto: Alles hängt mit allem zusammen.

Sehr ausdrucksstark ist das Gebilde nicht. Vielleicht hilft es, seine Eigenfarbe zu verstärken und es vor einen blauen Himmel zu setzen? Der Reigen wird wilder, die Zentrifugalkräfte nehmen zu, wodurch die Verbindungen größerem Stress ausgesetzt werden und zu zerreißen drohen.

Der Reigen beginnt sich zu drehen, zu wogen, er stoppt, er beginnt von Neuem. Die dabei entstehenden Momentaufnahmen überlagern sich.

Das zentrale Stück:

Anstatt zu drehen, lasse ich es jetzt in die Höhe wachsen.

Ein Teilstück, gedreht.

Eine weitere Reihe entsteht, indem ich eine weitere einfache Form lege und mit der ersten kombiniere:

 

Und so spiele ich fort und lasse immer neue Strukturen entstehen, indem ich meine wenigen Glasscherbenelemente übereinander schichte und mit- und gegeneiandender spielen lasse.

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Dora zum DrittenSechsten: Unterstützung

Ich denke, viele von euch kennen es – das Haus in „meiner“ Bucht, denn ich habe es oft fotografiert und auch gezeichnet, erstmals hier und dann wieder und wieder und wieder. Das Meer setzt ihm von Jahr zu Jahr schwerer zu. Zuletzt befand es sich in einem beklagenswerten Zustand. Hätte Dora nicht seine eingesunkene Flanke gestützt – es wäre wohl zusammengestürzt.

Das arme alte Haus nennt sie es. „Warum tust du nicht mal was, um das arme alte Haus zu unterstützen?“ – „Aber was, liebe Dora? Weißt du einen Rat?“ frage ich hilflos und krame in meinen Scherben herum. Und wie ich so krame, entsteht ein Scherbenhaus.

Das nehme ich, Doras Rat folgend, um damit das arme alte Haus zu stützen.

Ein Glashaus, um ein Haus aus Stein zu stützen.  Ja, warum auch nicht! Ich habe Ähnliches in großem Maßstab gesehen, zB den Apollon-Tempel von Bassä. Der wurde vor ich weiß nicht wie vielen Jahren unter ein riesiges Zelt gestellt – vorübergehend, um ihn vor Wind und Wetter zu schützen. Seither steht er da. „Nichts ist dauerhafter als das Provisorium“, sagen die Griechen. Bis sich eine besere Lösung findet, muss meine Glaskonstrukton reichen.

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Was dem altehrwürdigen Tempel von Bassä recht ist, soll dem armen alten Haus billig sein – zumal auch die heutige Politik einem ganz ähnlichen Denkansatz folgt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Wegwarte (Fotos und Dichtung)

Auf dem Weg ans Meer komme ich an einer unschönen Stelle vorbei.

Ein paar Meter weiter stehen die überquellenen Müllcontainer herum, und der Wind nimmt das eine und andere Stück Unrat mit, das dann im Drahtzaun am Wegesrand hängen bleibt. Normalerweise wechsele ich daher die Straßenseite, um den Müll zu vermeiden.

Heute aber möchte ich auf der schattigen Seite der Straße bleiben, denn es ist zwar noch recht früh am Morgen, aber schon sehr heiß. Und so sehe ich die Wegwarte in voller morgendlicher Blüte und vergesse, was es rundum an Unschönem gibt.

Zauberhafte  Wegwarte!  Seit altersher eine Heilpflanze, hat sie auch in Mythen und Märchen verdiente Würdigung gefunden. Sie half den Verliebten, die Angebeteten für sich zu gewinnen, sie machte im Kampf unverwundbar, sie inspirierte Dichter, inbesondere die sehnsuchtsvoll-romantischen, die immer nach der „blauen Blume“ suchen.  Dass die Gedichte nicht von Erfüllung, sondern von traurigem Verlust und vergeblichem Warten sprechen, mag am dürftigen Umfeld liegen, in dem diese Wächterinnen der Wege mit Vorliebe wurzeln und blühen.

Wegewarte

Es steht eine Blume,
Wo der Wind weht den Staub,
Blau ist ihre Blüte,
Aber grau ist ihr Laub.

Ich stand an dem Wege,
Hielt auf meine Hand,
Du hast deine Augen
Von mir abgewandt.

Jetzt stehst du am Wege,
Da wehet der Wind,
Deine Augen, die blauen,
Vom Staub sind sie blind.

Da stehst du und wartest,
Daß ich komme daher,
Wegewarte, Wegewarte,
Du blühst ja nicht mehr. 

(Hermann Löns)

Die Wegwarte

Mit nackten Füßchen am Wegesrand,
Die Augen still ins Weite gewandt,
Saht ihr bei Ginster und Heide
Das Mädchen im blauen Kleide?

Der Weg wird stille, der Weg wird leer.
So kommt denn heute das Glück nicht mehr?
Die Sonne geht rötlich nieder,
Ihr starren im Wind die Glieder.

– Das Glück kommt nicht in mein armes Haus,
drum stell’ ich mich hier an den Weg heraus;
und kommt es zu Pferde, zu Fuße,
ich tret’ ihm entgegen mit Gruße.

Es ziehen der Wanderer mancherlei
zu Pferd, zu Fuß, zu Wagen vorbei.
– Habt ihr das Glück nicht gesehen?
Die lassen sie lachend stehen.

Der Regen klatscht ihr ins Angesicht,
Sie steht noch immer, sie merkt es nicht:
– Vielleicht ist es schon gekommen,
– Hat die andere Strasse genommen

Die Füßchen wurzeln am Boden ein
Zur Blume wurde der Augen Schein.
Sie fühlt’s und fühlt’s wie im Traume,
Sie wartet am Wegessaume.

(Isolde Kurz)

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Dora zum ZweitenSechsten: Möwe

Ich sitze mit einer Freundin in einem Cafe am Hafen, ins Gespräch vertieft. Anstatt das Blau des Himmels, die im Hafenbecken leise vor sich hin schwankenden Boote oder die Blätter des schattenspendenden Gummibaums zu betrachten, sehen wir vor unserem inneren Auge die Bilder, die sich gesprächsweise ergeben.

Schade eigentlich ums schöne Dekor, denke ich und hebe den Blick hinauf zum blauen Himmel, in dem weiße Wölkchen und Möwen treiben.  Da erst fällt mir auf, dass Dora fehlt. Offenbar hat sie sich gelangweilt, als wir über vergangene Familiendramen und längst Verstorbene sprachen. Wo steckt sie nur? Ich lasse den Blick über die Boote und Masten wandern, taste auch die gegenüberliegende Straßenzeile ab, und da entdecke ich sie. Für euch habe ich sie herangezoomt.

Dora lebt ganz in der Gegenwart, in jedem Moment. Carpe diem ist ihr Leibspruch. Diese Sprache versteht auch die Möwe. O Mensch, du wirst nie nebenbei der Möwe Flug erreichen – denke ich. Wenn ich jedenfalls Emma hieße!

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Dora zum ErstenSechsten: Kunst (Glasscherben-Extra-Etüde)

„Mal wieder in eine Ausstellung gehen!“ denke ich, und schon öffnet sie ihre Tore. „Was isn das?“ fragt Dora und schaut sich um.  „Nun“, sage ich, „Das ist eine Kunstausstellung. Im ersten Raum siehst du zwei gläserne Skulpturen und ein gerahmtes Bild an der Wand.“

RAUM 1

„Das sehe ich auch!“ kräht Dora. „Aber was ist das?“ – „Na, zwei Skulpturen aus Glas halt und….“ – „Aber was IST das!“ schreit Dora jetzt schon etwas ungehalten. – „Du meinst, was es darstellt, Dora? Lass mich nachdenken. Also die hohe Skulptur stellt, so scheint mir,  sehnsüchtiges Verlangen dar. Schau selbst: da ist eine schlanke Gestalt, die sich in die Höhe reckt und auf einem schrägen Sockel steht. Die Sehnsucht steht also nicht auf festem Grund. ..“ – Aber Dora hört mir nicht zu. Sie baut sich vor der Skulptur auf und belehrt mich: „Das ist eine Giraffe. Hier steht es ordentlich geschrieben.“ .- Und schon sucht sie nach dem nächsten Schildchen: „Und dies ist ein Fischkopp!“  Auch das dritte Schildchen hat sie nun entdeckt und verkündet: „Und dies ist ein Frosch!“.

„Liebe Dora“, versuche ich ihr den Unterschied zwischen Sein und Bezeichnung zu erklären – ein Thema, über das sich die mittelalterlichen Theologen die Köpfe eingeschlagen haben – „wenn da Fischkopp steht, ist es noch lange keiner. Wäre es einer, würde es hier stinken.“ – „Ja, aber was ist es denn dann?“ fragt Dora nun schon leicht verzweifelt. „Es ist Kunst!“ antworte ich mit sicherer Stimme.

„Und was ist Kunst?“ Diese Frage hätte ich ja voraussehen können. Zu meinem Glück verlangt Dora keine Antwort, sondern strebt schon weiter in den nächsten Raum. Hier hängen drei große gerahmte Gemälde. Dora steuert sofort drauf zu, um die Titel zu lesen. Aber da sind keine.  Sie scheint enttäuscht zu sein, denn sie wirft nur einen kurzen Blick auf die Werke und hüpft dann zum nächsten Saal weiter. Ich aber bleibe andächtig stehen und staune über das irrisierende Blau, kann mich nicht trennen von den blasigen und streifigen Strukturen in Weiß und Grau.

RAUM 2

Und wie ich so stehe und schaue, höre ich Doras Stimme aus dem Nachbarsaal krähen: „Komm mal her! Da hängt ne Karte wie die vom Wetterbericht, und Wälder wie damals, als der Sturm Ylenia durchgefegt ist.“

RAUM 3

Zur Erklärung: Die sechs „Gemälde“ sind fotografierte Details der Scherben, aus denen das erste Bild gelegt ist. Man kann die Bilder anklicken, dann vergrößern sie sich, und man sieht mehr.

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Dies ist mein zweiter Beitrag zu Christianes Extraetüde. https://365tageasatzaday.wordpress.com/2022/05/29/schreibeinladung-fuer-die-textwoche-22-22-extraetueden/  mit den Wörtern:

Extraetüden 22.22 | 365tageasatzaday

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Dora zum EinunddreißigstenFünften: Granatapfelblüten

„Heute ist der letzte Tag des Mai“, sage ich zu Dora und seufze. „Nun bist du schon fünf Monate alt,  und dein Frühling ist verblüht. Was wohl kommen wird?“ – „Der Sommer!“ schreit Dora. „Er ist ja schon da!“

Unrecht hat Dora nicht. Ich schwitze,  sehe Feuer, wo nur Rauch ist, gehe schwimmen in einem Meer, das zwar noch kühl, aber keineswegs kalt ist…. Ich schneide die vertrockneten Blüten des Rosenstrauchs, der in diesem Mai so überreich blühte, ab, schneide auch die Stiele der verblühten Iris ab, rupfe und zupfe die trockenen Stengel der Geranien, die trockenen Gräser: … , eben alles Vertrocknete ab und heraus, um nur das noch Blühende zu erhalten. Es ist ein NOCH, das nun immer fühlbarer wird. Wieder seufze ich.

„Sieh mal den Granatapfelbaum, der ist über und über voller Blüten“, schreit Dora und hüpft auf meiner Schulter rum. – „Ja“, sage ich, „schön sind sie, …

aber mehr Fruchtstände, als am Baum Blüten sitzen, liegen bereits am Boden. Nicht mal Früchte können draus werden“. –

„Du bist eine alte Miesepeterin“, kommentiert Dora. „Wieviele Früchte willst du denn ernten? So wie ich dich kenne, lässt du die meisten sowieso am Baum verfaulen, damit die Vögel, Ratten und Ameisen sie fressen.“ Ich schlucke. Auch da hat Dora nicht Unrecht. Es stimmt: ich bin eine alte Miesepeterin, und die meisten Granatäpfel lasse ich sowieso am Baum verfaulen. Ungern gebe ich es zu. Lieber tue ich so, als hätte ich nichts gehört, und wechsle das Thema. „Willst du einen Hut?“

Sie will! Und schon schlittert sie, ihre Latüchte zum Staubsauger umfunktioniert, über die Fliesen und reinigt sie von den abgefallenen Blütenblättern der wilden Möhre.

 

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Dora zum DreißigstenFünften: arbeitsfrei

Gestern war Montagstreffen – diesmal bei Freundin … nennen wir sie Christina.

Als wir ihr Wohnzimmer betreten, hüpft Dora vor Vergnügen, und ihre Augen funkeln. „Super!“ schreit sie, und „Genau!“ oder auch „Cool“!, während sie das goße Zimmer gründlich  inspiziert. Ich verstehe ihre Begeisterung. Denn dies ist ein Raum, in dem sich die großzügige schenkfreudige heilmittelkundige samenliebende Seele seiner Bewohnerin in jeden Winkel ausgebreitet hat und in Form von Grünpflanzen auch auf den Balkon überschwappt, so dass man das banale Wohnumfeld fast vergisst. Samen, Wurzeln, Bücher, Döschen, Puppen, Säfte, Gebäcke, Tees, Tücher, Kissen, Sessel… alles wohlgeordnet, farbenfroh, einladend.

„Hier ist gut sein, hier lass uns bleiben!“ kräht Dora und lässt sich auf einen breiten Sessel plumpsen, auf dem schon eine Puppe Platz genommen hat. Latüchte und Geschenkeschachtel platziert sie dekorativ und seufzt erleichtert: „Endlich mal nicht arbeiten! Hier sorgen andere fürs Schenken!“

Womit sie recht hat. Und um die Schenkerinnen zu ehren, leiht sie ihnen sogar ihr eigenes Gesicht.

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Extra-etüde – extra kurz

eine extra-kurze Extra-Etüde

Extraetüden 22.22 | 365tageasatzaday

Ach, schlaflos wanderst du durch die Nacht und suchst das irisierende Licht des vollen Mondes in deinen weit geöffneten Augen einzufangen, um es der Welt als heilsames Giraffenlicht zurückzustrahlen. Hast du den Wetterbericht nicht ordentlich gelesen? Kein Mond wird scheinen.

Wie du, liebenswertes langhalsiges Geschöpf, sind wir Menschen von altersher: stets mondsüchtig suchen wir Erleuchtung zu finden, während sich um uns die Artefakte unserer Unermüdlichkeit zu immer höheren Mauern aufhäufen.

kykladische Figur – Bleistiftzeichnung, digital bearbeitet


Dies ist ein Beitrag zu Christianes abc-Etüden

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Aufgehende Kapernknospen (Montags ist Fototermin)

Die Kapernknospen gehen auf. Was nicht geerntet wurde, um als würzige Zutat zu Salaten und Soßen in menschlichen Mägen zu verschwinden, darf jetzt blühen.

Wie Kapern aussehen, wenn sie sich zur vollen Blüte geöffnet haben, habe ich bereits gezeigt. https://gerdakazakou.com/2021/06/15/kapernbluete/

Jetzt aber ist die Zeit der aufgehenden Kapernknospen. Was bietet sich da fotografisch an? Mir scheint, der altrosa Kelch, aus dem in irisierendem Weiß die Blütenhülle hervorschäumt, ist durchaus einen zweiten Blicks wert.

Die Staubgefäße,  die sich in der voll erblüten Kaper so prächtig entfalten, sind hier noch zusammengestaucht und verpackt,  aber man spürt doch schon einen mächtigen Bewegungsdrang.

Eine aufgehende mit einigen noch geschlossenen Knospen, inmitten der saftigen runden Blätter:

Wenn sie es dann geschafft haben, die Hülle zu verlassen, sehen sie zunächst aus wie neugeborene Küken oder Fohlen, und es ist gar nicht leicht, sich die Pracht der geöffneten Blüten vorzustellen – sie ähneln „hässlichen jungen Entchen“.

Dann aber…

 

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Drahtiges

Nicht nur Papierfetzen und Scherben, auch Drähte sind bildungsfähig. Sie sind freilich etwas eigenwillig, haben ihre eigenen Ansichten darüber, was mit ihnen geschehen kann. Sie haben eben, trotz ihrer Biegsamkeit, auch ein wenig Rückgrat.

Drähte haben es schon gelegentlich auf meine Seite gebracht, so etwa hier : ein Gezeichneter zusammen mit seinem Schatten.

oder auch hier als fotografische Draht-Schatten-Spielerei  (zwei Beispiele)

 

Die Vielseitigkeit eines einfachen Drahtes kann man durch digitale Bearbeitung noch mal vervielfachen, wie hier beispielhaft gezeigt.

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Ein Draht ist ja eigentlich nichts anderes als eine ins 3-Dimensionale übersetzte Linie. Oder auch umgekehrt: die Linie ist ein ins 2-Dimensionale übersetzter Draht.

Ein Stück feiner Doppedraht liegt auf unsrer Turmterrasse – Überbleibsel der Befestigung des Rohrgeflechts, das uns als Schattendach dient.  Er muss es sich gefallen lassen, dass ich ihn verbiege (manche nennen es bilden oder auch erziehen). Wie? Ich wickele ihn um die Zinken der Gabel, mit der ich soeben mein Mittagsmahl beendet habe.

Und schon ist eine Menschengruppe entstanden, die, ich weiß nicht was, im Schilde führt.

Du magst es farbig? Eins zwei drei – fertig.

Was der Gabel recht ist, ist der Hand billig. Auch sie kann man als Menschenformer nutzen.

Abziehen und – da ist sie schon: eine lockere Bande!

In Farbe vielleicht so?

Ja ja, wie ein Prometheus kann man sich fühlen,  wenn man wie er einst seine kleinen Menschlein formt.

…

Hier sitz ich, forme Menschen

Nach meinem Bilde,
Ein Geschlecht das mir gleich sei,
Zu leiden, zu weinen,

Zu genießen und zu freuen sich …

(J.W. Goethe, Prometheus)

Ähäm. Ja. Nicht nur Prometheus und ich träumen solche Träume. Da gibt es auch andere, zum Beispiel solche, die sich in Davos versammeln und sich darüber unterrichten lassen, wie man Menschlein handlich formen und über die Gabel balbieren kann.

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