An einer Wand in Kalamata, hinter geparkten Autos, entdeckte ich zwei „Graffitis“ – oder besser Wandgemälde. Ich war von der Qualität der Arbeit fasziniert. Und nicht nur davon. Denn die Bilder wurden von einem Vers des großen griechischen Dichters Odysseas Elitis begleitet.
Λάμπει μέσα μου κείνο που αγνοώ. Μα ωστόσο λάμπει. Das heißt übersetzt: „Es leuchtet in mir jenes, was mir unbekannt ist. Dennoch leuchtet es.“ (αγνοώ / agnoo = nicht wissen, nicht kennen, wie in Agnostiker).
Wer ist dieser Künstler? fragte ich eine Freundin. Sie meinte: „Wahrscheinlich ist es Costas Louzis alias „o Skitsofrenis“. Von ihm hat sogar schon der deutsche „Spiegel“ berichtet“. Im Netz suchend, fand ich ein Foto mit folgender Legende: Eines der Werke des Skitsofrenis, eigentlich Costas Louzis, das von der internationalen Presseagentur Reuters einen Preis als eine der besten Fotografien des Jahres 1912 erhielt, wurde vor einigen Tagen im deutschen Nachrichtenmagazin Spiegel gezeigt, mit dem Titel: ”Junger Mann vor Wandgemälde in Kalamata: Sorgen um die jungen Arbeitslosen”. (Lokalblatt Θάρος vom 15.5.2013)
Vielleicht erinnert sich jemand von euch an die Graffitis, die ich früher mal zeigte? Besonders das „Kind mit der Maske“ hat vielen von euch damals Eindruck gemacht (hier), und auch das große Bild „das Gewissensministerium warnt“ gehört in diese Reihe (hier). Die obigen Bilder fand ich an einer langen Mauer Richtung Sparta. Sie warnen vor der Grundwasserverseuchung durch eine ungeordnete Mülldeponie im Wald.
Die neuen Bilder entdeckte ich in einer Arme-Leute-Gegend von Kalamata mit engen Gassen, verwilderten Leerflächen und hohen Brandmauern.
Hoch oben an einer Wand hatte sich Löwenmaul angesiedelt.
Die Bilder waren hinter geparkten Autos schwer zugänglich. Ich bekam sie nicht vollständig aufs Foto.































