Das erste Quartal. Übersicht über meine künstlerischen Bemühungen, Teil 1 (Menschen und Räume)

Keine Zahlen. Keine Fotos, um mich an Gelebtes zu erinnern. Nur eine Auflistung dessen, was ich im ersten Quartal meines zwölften Lebensjahrsiebts – also seit meinem 77. Geburtstag am 8. Mai – künstlerisch versucht habe. Um eine Zwischenbilanz zu ziehen und zu sehen, wohin ich steuere. Das werde ich von nun an alle drei Monate tun.

Eigentlich wollte ich alles in einem Beitrag unterbringen, aber es ist zu viel. Also kommt morgen die Fortsetzung.

Portraits

 

Einzel- und Doppelportraits mit Umfeld

Menschen im öffentlichen Raum

Innenraum – Außenraum, auch mit Extremformaten

 

Mein Gesicht, Fuß, Hand, Knie als Teil des Bildes (Subjekt-Objekt-Verschränkung)

 

 

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Ping Pong 041

PING 040

ULLI AN GERDA → DER SOMMER SCHENKT …

PONG 040 GERDA

….BRUMMER, BLÜTEN UND BLAUHIMMEL.

PING 041 GERDA AN ULLI

DÜRRE UND BLUMEN AUS FEUER….

Anmerkung: Es handelt sich bei den beiden Bildern um dasselbe Legebild, unterschiedlich digital bearbeitet.  Dieselbe Ausgangslage kann eben, abhängig vom menschlichen Verhalten, zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führen.

HIER GEHT ES ZU DER GALERIE ALLER BISHERIGEN PING PONGS → https://cafeweltenall.wordpress.com/galerien/ping-pong/

DIE IDEE→ https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/02/05/ping-pong-001-2019/

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Was zu beweisen war (Legebilder „Blumenfee gegen Krieg“)

Zu beweisen war:  Der Geist bestimmt weit mehr, was aus der Materie wird – als umgekehrt.
Oder, weniger kryptisch ausgedrückt: Meine Schnipsel bestimmen in gewisser Weise, was ich legen kann, aber mein Spielraum, was ich am Ende draus mache, ist doch sehr groß.

Ich nahm denselben Schnipselhaufen, aus dem ich gestern die „Blumenfee Libell“ legte.  Diesmal aber wollte ich das Gegenteil schaffen. Und was ist das Gegenteil? Krieg.

Gestern:

 

Heute:

Wenn der Krieg kommt. Legebild 2019-08-07

Vielleicht erkennst du nicht genau, was hier grad gespielt wird? Ich werde die Szene ein bisschen beleuchten. Das machen die Krieger auch so: sie beleuchten die Szene, in die sie ihre Bombe schmeißen.

Als Ausschnittvergrößerung siehst du es noch besser:

 

Der Wind fuhr in mein Bild, als ich es fotografierte. Das Haus deckte sich ab, ein Stützbalken fiel auf die Kuh. Es war wohl der Wind der Geschichte.

das Material: eine Hand voll Schnipsel

Welches neue Bild wird sich uns zeigen? Nun, nicht alles ist möglich, aber vieles. Am meisten hängt es von unserem Denken ab und vom dem, was wir uns zusammenbrauen,  ein wenig auch vom Material, das wir zur Verfügung haben. Schließlich wird auch der Wind der Geschichte ein Wörtchen mitreden wollen. Quod erat demonstrandum.

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Eine Hand voll Schnipsel: „Blumenfee Libell“

Ihr habt mein letztes Schnipselbild „Sommerfreuden“ so wohlwollend aufgenommen, dass ich mir heute abend gleich noch eine Handvoll Schnipsel aus dem Karton griff. Es war wieder ein absichtlich blinder Griff. Möge da kommen, was wolle.

Und was hatte ich mir da aus dem großen Lotterietopf gefischt? Stück für Stück drehte ich um und stellte eine gewisse Ordnung her. Das dauerte, denn es waren verdammt viele Winzlinge und nur wenige einprägsame Stücke, die ich da erwischt hatte.

Im übertragenen Sinn: viele kleine Glücksmomente, aber kein 6er im Lotto.

Angesichts dieses Gewimmels dachte ich sofort an all die Insekten, die ich auf anderen Blogs bewundert hatte.  Das Gute an Insekten: sie sind vielgestaltig, bizarr bis grotesk manchmal, dann wieder elegant, bezaubernd und zart oder auch pummelig, brummelig pelzig. Auch die von ihnen besuchten Pflanzen zeigen einen unendlichen Formenreichtum. Nachbilden konnte ich sie mit meinen kantigen kleinen Stückchen natürlich nicht, wohl aber die Atmosphäre einer von Insekten besuchten Pflanzenwelt herstellen.

Meinem Motto treu, dass nichts und niemand so unbedeutend ist, dass es nicht ein Recht auf einen Platz im Spiel des Lebens hätte, verwendete ich alle Teile bis zum allerletzten kleinsten Schnipselchen.  (Anklicken = Vergrößern)

„Blumenfee Libell“ – Legebild 2019-08-06

Ich habe bei schlechtem Lampenlicht fotografiert. Morgen werde ich das Bild ans Tageslicht tragen.

 

 

 

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Skizzieren im Garten-Cafe (zwei Skizzen, 2019-08-06)

Stolidi (Schmuck) heißt das Cafe, und nomen est omen. Ein altes poetisches Haus, ein überdachter Gang mit Tischen, ein offener blumen- und baumreicher Garten mit bunt gestrichenen eisernen Gartenmöbeln,  Sonnenschirmen, Stimmengewirr. Für Eltern mit Kindern ein Refugium, denn die Kleinen können hier ungefährdet spielen. Mir scheint es fast wie ein Garten Eden.

Dort saß ich heute etwas über eine Stunde, auf meinen Mann wartend, trank meinen Zitronensaft, meinen Espresso auch, und skizzierte ein wenig. Meine schwarzen Stifte hatten wenig Farbe, ich versuchte mit Bleistift nachzuhelfen. Da trat eine lange nicht gesehene Freundin an mein Tischchen, mich zu begrüßen. „Hast du einen schwarzen Kuli?“ fragte ich, und sie eilte, mir einen zu beschaffen. Daher ist die zweite Skizze kräftiger als die erste geworden. Danke, Christina!

Erste Skizze: Original

Bildausschnitt, farbige Bearbeitung

(Wie immer siehst du mehr, wenn du die Bilder anklickst).

Zweite Skizze: Original

… und zwei farbige Bearbeitungen.

(Wie immer siehst du mehr, wenn du die Bilder anklickst).

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Neues Schnipselbild: Sommerfreuden (mit 6 Bearbeitungen)

Gestern schrieb Jürgen aka Buchalov leicht verzweifelt, dass ihm nur Geschmiere und Geritzele gelinge. Dazu zeigte er einige seiner „Schmierereien“. Die letzte gefiel mir: in dem offenen Gekleckse war Dynamik! Und, als wären die Farbkleckse  Schnipsel,  hätte ich sie am liebsten genommen und neue Bilder draus gebastelt.

Im Atelier fand ich einen Kasten mit alten Schnipseln und griff hinein. Wie in den Anfängen meiner Schnipselkunst wollte ich mich beschränken auf das, was mir zufällig in die Hand geriet.  Die Schnipsel, die ich herauszog, waren wirklich recht unansehnlich – aber was tun? So is life!

Wie bei meinen Zeichnungen (zeichnen, was da ist!) steckt ja eine ganze Philosophie und auch eine politische Haltung dahinter. Die griechische Krise machte es für die meisten Menschen hier nötig, mit dem allerwenigsten auszukommen. Ich wollte ihnen sagen: Na und? Wenig ist es, armselig ist es, aber mit ein bisschen Fantasie kannst du vieles draus machen!

Auch jetzt geht es den Menschen hier ökonomisch nicht besser. Ich las, dass sich mehr als die Hälfte der Griechen nicht einmal eine Woche Urlaub leisten können (bei den Deutschen sind es um die 15%). Sie müssen das Beste aus ihrer Situation machen. Also legte ich aus meinen schäbigen Schnipseln ein Bild, dass ich „Sommerfreuden“ nannte.

Wenn dir das zu wenig Pepp ist, kann dir mit geringen Mitteln geholfen werden.

Hab eine schöne Zeit, wo immer du grad bist!

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Mein Tisch, der hat sechs Ecken (Zeichnung 2019-08-05)

Auf der Rückseite des Hauses steht ein weißer sechseckiger Tisch. Wir haben ihn vor vielen Jahren samt Stühlen von einer lieben Freundin geerbt. Inzwischen ist er ein wenig angerostet, aber immer noch hab ich ihn gern, denn man kann bequem sechs Personen zum Speisen dran setzen. Momentan sind wir allerdings nur zwei.

Auf dem Tisch liegt immer noch das aufgebrochene Vorhängeschloss und sonnt sich. Außerdem wird die Platte von einem Keramikbehälter für Mückenverscheuchkerzen und einem dunklen Stein geziert.  Wie der Stein dort hingelangt ist, weiß ich nicht mehr, aber das Trägheitsgesetz hat ihm Dauer verliehen.

Diesen Tisch also zeichnete ich heute, dazu auch einen Stuhl, eine Trittleiter, eine Sonnenjalousie, die Wand, die Fliesen, Bugamvilia und Efeu und Wein  und was da sonst noch wächst.

Sieht der Tisch wie ein Zeltdach aus, oder ist das nur mein Eindruck? Außerdem scheint er unter dem Gewicht des Schlosses nach links zu kippen. ein bisschen schief habe ich ihn ja gezeichnet.

Bei den Bearbeitungen habe ich das Bild begradigt. Und dennoch bleibt die Wirkung fast dieselbe. Es muss das helle Feld sein, das die Augen täuscht.

 

 

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Alltag 10: Verlangsamung mit Ameisenslalom, Riegeln, Sprösslingen (Montags ist Fototermin)

Danke, Ulli, für deine Anregung, einmal auf das zu schauen, was das Gewebe des Tages ausmacht. Alltag eben.

Der sommerliche Alltag hat mich am Wickel. Ich rühre mich wenig von der Stelle, außer um Einkäufe zu erledigen und mit Tito ans abendliche Meer zu gehen. Und um zu zeichnen, wo ich gerade bin. Nein, es ist nicht sonderlich heiß, es ist einfach …. August. Für mich ein Montat des Stillstands, in dem sich die Straßen mit Autos und die Strände mit Erholungsbedürftigen füllen und ich lieber daheim bleibe. Um nichts zu tun. Genauso wie die Erde, die braun und gelb vor sich hin trocknet. Und wie das Meer, das immer weiter gegen die Küste rennt, mal heftig, mal zögernd fast.

Nicht, dass es keine Einladungen gäbe! Grad habe ich wieder einen Ausflug abgesagt, und gestern habe ich mich aus einer Gesellschaft davongeschlichen. Allein sein! Die Dinge stehen und liegen lassen, wie sie eben sind, als wären sie unverrückbar. Ich will es nicht anders. Will nur zuschauen, wie sie sich sehr langsam verändern. Wie das Licht über eine Fläche wandert, wie sich die Tasse, die Treppe durch einen Riegel gesehen darstellen (damit er jedenfals zu irgendetwas nutze ist), wie ein Palmen-Spross aus einem abgehauenen Stück Holz und ein junger Schössling aus dem Stumpf des Zitronenbaums wächst,  wie die Ameisen ihren hindernisreichen Slalom über den Gartenschlauch ziehen – woher? wohin?

Kein Fragen, kein Ziel, nur Weg.

 

 

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Portraitieren (Gemeinsam Zeichnen 22, Mensch und Umwelt)

Da ich schon dabei war, portraitierte ich nach dem Video (H.-P. Dürr) auch mein lebendiges Gegenüber. Ein paar Bearbeitungen mussten natürlich auch sein.

 

Am späten Nachmittag kam Magda zum gemeinsamen Zeichnen vorbei. Wir setzten uns vors Atelier und zeichneten uns gegenseitig. Sie konzentrierte sich auf das Gesicht, ich auf die ins Umfeld eingebettete Figur. Beide benutzten wir Kohle. Ich genoss es, endlich mal wieder mit diesem lebendigen, schmiegsamen Medium zu zeichnen.

Magda schaffte diesmal nur anderthalb Zeichnungen. Ich schaffte drei. Kein Wunder, ich übe ja auch täglich, während Magda pausiert hat.

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Hans-Peter Dürr und „Schreibtisch, nicht aufgeräumt“ (zwei Zeichnungen, 2019-08-04)

Heute hörte ich den Vortrag von Hans-Peter Dürr  „Weil es ums Ganze geht“, den eine Freundin empfohlen hatte. Ein hochrangiger Atomphysiker, engster Mitarbeiter von Heisenberg und sein Nachfolger als Leiter des Max-Planck-Instituts spricht hier, nun 82-jährig, über Kreativität und Kooperation als not-wendende Fähigkeiten des Menschen. Beim Zuhören zeichnete ich dieses Gesicht (Original und drei Bearbeitungen).

Von seinen plastischen Vergleichen blieb mir der vom Schreibtisch hängen, der sich nicht von selbst aufräumt. Da hat er leider recht, dachte ich, und … Nein, ich räumte ihn nicht auf, sondern zeichnete ihn in seiner lebendigen Unordnung. Kreatives Chaos ist besser als sterile Ordnung…

Schreibtisch, unaufgeräumt (Kugelschreiber-Zeichnung, 2019-08-04)

Es wurde eine etwas merkwürdige Zeichnung: oben und unten herrscht Ordnung, in der Mittelzone aber drängen sich Dinge, die teils beleuchtet, teils verschattet sind und dadurch noch zerstückelter wirken. Sogar ein Strohhut treibt sich auf den Büchern herum.

Schreibtisch, unaufgeräumt (Kugelschreiber-Zeichnung, Detail, 2019-08-04)

 

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