Krone für die am meisten angeklickte abc-Etüde: Moritat von Susann und ihrem Heinzelmann.

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Christiane fragt nach der am meisten angesehenen abc-Etüde. Da war ich dann doch auch neugierig und schaute nach. Nun, immerhin 98 clicks erhielt diese hier, und 96 „Wenn der Topf aber nun ein Loch hat“. Das kommt zwar längst nicht an meine Spitzenbeiträge ran ( „Jonas, der Wal und ich“ wurde 1.143 mal angeklickt, dicht gefolgt von „Rom – Via Appia “ und „Griechische Lyrik – Konstantinos Kavafis, Ithaka“), ist aber doch sehr erfreulich.

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Meine abc-etüde No 2, zu den Wörtern, die Petra Schuseil gespendet hat. Was einem bei den Wörtern Winterreifen, stolpern und eifersüchtig so einfällt, das sollen wir in eine Geschichte – oder auch in ein Poem – von höchstens 300 Wörtern gießen. So die von Christiane betreuten Regeln des Schreibespiels, genannt abc-etüden, das einst von Ludwig Zeidler erfunden wurde.

Gutartige Moritat von Susann und ihrem Heinzelmann

Beneidenswert  ist sie wohl nicht,

die schöne Susann Müller

denn Heinzl  Müller ist ein Wicht

und sie, sie ist ein Knüller.

Sie ist so hübsch, ein Wonnebrocken

Mit Grübchen in den roten Wangen

die könnten manchen leicht verlocken

mal liebestoll dahin zu langen.

Mit ihren Reizen gar nicht geizend

Küsst, wenn sie dazu Lust hat –

Ist das nicht wirklich reizend?  –

Sie jeden, der grad Frust hat.

Sie liebt es heiter und zu scherzen

Mit Karl und Peter und dem Paul

Sie hält nicht…

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Die Küche (Kuli-Zeichnung, 2019-08-03)

Noch einmal eine Ansicht unseres Hauses: die Küche. Schief und krumm, meinte mein Mann, als ich ihm die Zeichnung zeigte. Wohl wahr. All die geraden Linien  lassen sich nur ertragen, wenn man sie ein wenig tanzen lässt.

Unsere Küche (Kuli-Zeichnung 2019-08-03)

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Meine Bucht, abends (Kuli-Zeichnung 2019-08-03)

Meine Bucht am Abend 2019-08-03 (Kuli-Zeichnung)

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Sommerpausenintermezzo abc-etüde: Kata-Strophe Alterstrübsinn

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Sommerpausenintermezzo No 2, für Christianes löbliche Aktion, unsere Lieblingsetüden aus dem Keller zu holen.
Ich habe viele meiner älteren abc-Kata-Strophen inspiziert, und tatsächlich hatte ich dabei meinen Spaß. Wenn ich jetzt diese als zweite wähle, so bedeutet das nicht, dass mir andere weniger gefallen. Diese ist jedenfalls auch gut. 🙂

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Bürde speckig schieben
Das sind die Wörter, die Christiane diesmal für die Etüden in Umlauf gesetzt hat. Danke Christiane, dafür, dass du diese allseits beliebten Etüden weiter lebendig erhältst,  danke Ludwig Z für deine reizvolle Einladungsgestaltung!

Doch reizvoll hin, rosa her – bei Bürde, schieben und speckig kam mir nur Trübsinniges in den Sinn. Und so reimte ich ein paar trüb-sinnige Kata-Strophen, griff auch wieder zu meinen alt-ehrwürdigen Schnipseln  – ich hoffe, ihr kennt sie wieder -, tat zwecks optisch-optimistischer Aufhellung ein bisschen Rosa dazu, und hier sind wir mit der …

Klage eines Würdenträgers

„Ich ahnt es nicht, dass meine Würde
Mir einmal würd zur schweren Bürde!“
Der Würdenträger seufzte
Und in sein Taschentuch sich schnäufzte.
„Als ich noch jung und lustig war,
so zwischen zehn und zwanzig Jahr
da nahm ich jede Hürde
ganz ohne jede Bürde.
Doch nun, ihr Werten, Lieben,
müsst ihr mich vorwärts schieben,
und in…

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Die Rückseite des Hauses (Zeichnung 2019-08-02, mittags)

Hinter dem Haus gibt es immer ein bisschen Schatten. Im Juni und Juli schrumpft dieser Schatten sehr zusammen, und auch jetzt steht der sechs-eckige Tisch fast ganz in der Sonne. In die Hauswand eingelassen sind schwere Gestänge, die den Wein mit seinem dichten Laub und seinen Trauben halten.

Besonderen Eindruck machte mir, dass sich das Gitter der Turmterrasse auf dem Boden neben dem Stuhl als Schatten abbildet (oben im Lichtkkreis das Gitter, unten im Lichtkreis sein Schatten).

Das durch die Einbrecher geknackte Vorhängeschloss liegt immer noch so auf dem Tisch, wie sie es hinterließen: wie ein gekrümmter Zeigefinger, der mir etwas sagen will. Doch was?

In der folgenden Bearbeitung wird deutlich, dass ich mich auf der schattigen Nordseite des Hauses befinde. Das schwere Natursteinhaus, das den Stil der Gegend (Mani) aufnimmt, verbindet sich schön mit der beweglicheren Formensprache des Weinlaubs.

 

 

 

 

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Eingangsbereich des Hauses. (Zwei Zeichnungen und Bemerkungen zum Bildaufbau, 2019-08-01)

Am späten Nachmittag zeichnete ich den Eingangsbereich unseres Hauses mit dem Tischchen samt Kaffeebecher, Brille und Stiften, der Treppe mit dem Holzblock und den Besenstielen, dem schmiedeeisernen Gitter mit Badezeug und der Überdachung, der Pinie und anderem Grün dahinter, auch ein Stück der Überdachung für das Auto und die Nase desselben.

Hier noch mal, im Halbschatten fotografiert und ein wenig bearbeitet:

img_5933c-web.jpgObgleich die Zeichnung ein paar gute kompositorische Eigenschaften hat (die gegenläufigen Schrägen des Dreiecks Hauswand/Besenstiele und des Piniengeästs, dazwischen das Parallelogramm der Gittertür mit dem Dreieck des Badetuchs, ferner die Rundungen von Tisch, Becher, Brille, die vom Mauerwerk und Gitter spielerisch wieder aufgenommen werden), war ich durchaus nicht zufrieden. Zu viel Gedöns! Diese Gefahr besteht ja bei meinen Zeichnungen, wenn ich alles, was vor mir ist, berücksichtige.

Hier habe ich mal die Hauptlinien des Billdaufbaus hervorgehoben.

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Nach dem Schwimmen – inzwischen war es Abend – setzte ich mich auf denselben Stuhl am selben Tisch, beschränkte aber den Ausschnitt. Auch hing nun kein  Badezeug mehr am Gitter, und das leicht angerostete Eisentischchen war leer. Das Licht war weicher und verstreuter. Wieder ist „viel los“, aber die Bildwirkung ist einheitlicher und geschlossener, finde ich.

Auch hiervon ein paar Bearbeitungen, durch die ich das flimmernde Licht und die Kontraste verstärkt habe.

 

 

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Unzeitgemäße Zeichnung von Körben, Teppich und Kamin, 2019-07-31

Heute fiel mein Blick auf die Körbe: zwei leere ineinander gesetzte stehen auf dem Sofatischchen, ein großer mit Feuerholz neben dem Kamin. Kein Thema für den 31. Juli, fürwahr. Aber so ist es eben: der Winter kommt schneller als ich den Raum für den Sommer herrichten kann, das Schnittholz ist bereit, im Kamin verfeuert zu werden, und es wird mich freuen, wenn ich meine Füße auf den wollenen Teppich setzen kann. Demnächst.

Nein, eilig habe ich es nicht. Mir ist der Sommer durchaus recht, auch wenn er Hitze bringt.

Ja, auch Bearbeitungen gibt es.

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Adieu Juli, sei mir willkommen, August! (kleine Abschweifung über die Namen der Monate)

Julius, Augustus, Ibis-Kuss (mein Garten, 2019-07-30)

Heute geht er zu Ende, der caesarische Monat Juli. 31 Tage hat er – wie auch der kommende, der Monat des Augustus. Vieles brachte er, einiges geriet in Unordnung, anderes ordnete sich neu. Für die Nationalwahlen fuhren wir nach Athen – und blieben drei Wochen. Nun sind wir zurück in der Mani und passen uns an den Rhythmus des Hochsommers an, soweit es eben geht.

Wie kamen Juli und August eigentlich zu ihren Namen? Wie du vielleicht weißt, wurde der julianische Kalender, der bis zur mittelalterlichen Kalenderreform durch Papst Gregorius unsere Zeitrechnung bestimmte – und in den Gegenden des östlichen Christentums tut er das weiterhin („alter Kalender) – 45 v. Chr. von JULIUS Caesar eingeführt. Er beruhte auf dem ägyptischen Sonnen-Mond-Kalender mit seinen Schaltjahren, den Julius Caesar im Jahre 47 v.Chr. im hellenischen Alexandria kennenlernte. (Ihr wisst schon, wen er damals außerdem kennenlernte: die schöne Kleopatra. Die Frucht ihrer Liebe ließ Augustus 17 Jahre später leider ermorden. Für Interessierte:Kleopatras Kinder, bei Spiegel online, Wissenschaft.)

Als Stifter des höchst wichtigen Instruments „Kalender“ genehmigte sich Julius Caesar einen Monat mit 31 Tagen, den (nach altrömischer Zählung) fünften des Jahres. Es passte auch gut, da der Monat davor, der vierte, nach der großen Göttin Juno benannt war.

(Auch die anderen Monate davor hatten altehrwürdige Namen, die man nicht einfach „besetzen“ konnte:  Maia – Mutter des Hermes, Aphrodite – die Liebesgöttin, Mars – der Kriegsgott, Februar – eine Reverenz an die Unterwelt, Janus – der Doppelgesichtige.)

Caesars Großneffe und Nachfolger Gaius Octavius oder Oktavian, erster römischer Kaiser und Augustus („der Erhabene“) konnte natürlich nicht mit weniger Tagen auskommen und besetzte den sechsten Monat mit seinem Herrschernamen. Danach folgt die langweilige Zählung des altrömischen Kalenders: der Siebte (September), der Achte (Oktober), der Neunte (November), der Zehnte (Dezember).

Nun, wie auch immer: Sei mir willkommen, AUGUSTUS, du, der herrschte, als Tiberius Landpfleger in Palästina war, wo sich Ereignisse vorbereiteten, von denen du noch keine Ahnung hattest und in deren Licht und Schatten wir bis heute leben.

Eine Juli-Übersicht werde ich vielleicht auch noch basteln, um mich zu erinnern. Habt es gut!

 

 

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Erinnerle: Bitte recht freundlich!

Ein Lächeln geht um die Welt! Smile to the World, smiling to one person, tomorrow, 12 o clock greek local time.

Hallo ihr Lieben! Ule hat an DAS Ereignis des morgigen Tages mit einem wunderschönen Lesebändchen erinnert: Morgen um 1 Uhr deutscher Ortszeit einem Menschen, dem du grad begegnest, zulächeln! Ist doch nicht so schwer, oder? Alles Liebe, mit einem Lächeln 🙂 Gerda

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Avatar von Ule RolffUle Rolff

Das Lächeln nicht vergessen

Vor einem Monat hat Gerda Kazakou in diesem Beitrag daran erinnert, wie sehr ein Lächeln die Welt verändern kann, besonders ein Zulächeln.

In dem anschließenden Kommentargespräch haben wir verabredet, an jedem ersten Tag eines neuen Monats (also morgen) um 13 Uhr nach Mani-Zeit = 12 Uhr (deutsche Zeit) jemandem zuzulächeln.

Je mehr Menschen das gleichzeitig tun, umso spürbarer muss die Welt in dem Moment doch in Freundlichkeit aufatmen, oder?

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Es gibt so Tage… Und eine Zeichnung beim Segelhafen (2019-07-30)

Es gibt so Tage. Seit vorgestern Nacht geben sich bei uns Teufelchen und Schutzgeister ein Stelldichein,  wobei dies und das zu Bruch geht, aber am Ende nichts wirklich Schlimmes passiert.

Ausfall des Stroms auf der Turmterrasse, Bruchlandung des Tabletts mit den Abendessensresten,  Sturz über die eigenen Füße, Riss im Glas vom iphone, entlaufener Hund, miserabler Schlaf, die neuen Zeichenstifte taugen nichts, Einbrecher im Haus. Eine hübsche Bilanz.

Bevor wir heute in die Stadt fuhren, um u.a. das iphone zur Reparatur zu bringen, dessen Glas bei meinem Sturz einen Riss bekommen hatte, und den Hund, der am Morgen  gut gelaunt präsentierte, ins Haus sperrten, denn um ihn mitzunehmen, war es zu heiß, bat ich meinen Mann, die Vorlegeschlösser an unseren festen Eisengitter anzubringen, mit denen wir das Haus sichern, seit uns zweimal ungebetener Besuch beehrte und Computer und Kamera mitgehen ließ.

Als wir heimkamen, sprang uns der Hund fröhlich entgegen. Nanu? Wie war er denn aus dem Haus gelangt? Nun, ganz einfach: Einbrecher hatten das Vorlegeschloss an der hinteren Tür aufgebrochen, die Tür ebenfalls, den Hund begrüßt (vermutlich begrüßte auch der Hund die Einbrecher, denn er freut sich immer über Besuch), sämtliche Schubladen auf den Boden entleert, dito mit dem Koffer, dem Kleiderschrank und sonstigen Kistchen und Kästchen verfahren – es war ein rechtes Kuddelmuddel, was sich unseren Augen darbot. Doch die Bücher standen brav im Regal (hatten diese jungen Leute etwa Respekt vor Gedrucktem?), die Computer waren da, auch mein altes iphone, unser Radio… Nichts hatten sie mitgehen lassen. Geld suchten sie, die Dummköpfe, als ob wir im Zeitalter des Plastikkgelds Bares unter den Matratzen hüten würden. Aber so denken sie – falls sie überhaupt denken. Mein altes Portemonnaie war leer – wie mir scheint, war es auch leer gewesen, bevor sie es fanden – , aber die Kreditkarte steckte.

Mit dem alten iphone konnte ich, nachdem ich es endlich aufgeladen hatte, zwar nicht mehr das Tohuwabohu fotografieren, denn das hatten wir inzwischen beseitigt, wohl aber meine heutige krakelige Zeichnung. Ich hab sie wieder in der Taverne am Segelhafen gemacht. Wir saßen diesmal ein wenig eingequetscht am Rande, denn die meisten Tische waren uns zu sonnig oder zu windig. Meine soeben erstandenen Kulis enttäuschten mich, die Farbe floss  ungleichmäßig oder gar nicht, ich wechselte sie ständig aus.  Das Bild wirkt daher ein wenig zerhackt und nervös, aber ich zeige es trotzdem. Eine ungewöhnliche Perspektive mit Lattenzaun, Strohmatten, Segelmasten, diversen Bäumen und Büschen, Stühlen, Sonnendach und vor allem zwei Laternen mit je zwei runden Lampen bestückt.

 

Mit den Bearbeitungen kann ich vielleicht die Gedanken, die mir beim Zeichnen kamen, noch besser veranschaulichen.

 

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