Bild und Gegenbild: Nächtliche Zeichnungen mit Durchdrucken 2019-08-14

Der Sommer hat heute seinen Höhepunkt erreicht: der 15. August ist hoher Feiertag und zugleich Signal für alle Städter, sich für ein paar Tage an die See zu begeben. Dazu der Vollmond….
Ich aber tue so, als wäre nichts wichtiger als noch mal ein paar Gläser, Wasser- und Weinflaschen und dann und wann auch meinen Liebsten zu zeichnen, wenn wir abends auf der Turmterrasse sitzen, der eine bei Lampenlicht von oben lesend, die andere zeichnend.

Und dann fotografiere ich diese Zeichnungen, auch die Durchdrucke auf den Rückseiten, sofern welche da sind, und lade die Fotos auf meinen Computer. Das war gestern nacht. Heute schaue ich mir dann die Ernte von gestern an.

„Mit der leeren Salatschüssel“ habe ich mit blauem Stift im größeren Block mit dickerem Papier gezeichnet. Hier das Original und eine rötliche Variante. Keine Durchschläge.

Bild (Original) und Gegenbild (leicht farbverschoben)

 

 

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diesseits/jenseits (Zeichnungen und ihre Rückseiten, 2019-08-13)

Auf der abendlichen Turmterrasse zeichnete ich erneut Gläser und auch den Mann, der mir gegenübersaß. Bewusst benutzte ich das dünne Zeichenpapier, um Durchschläge zu bekommen.

Diese Durchschläge – also die Rückseite des Papiers, auf der sich schwach und spiegelbildlich die eigentliche Zeichnung abbildet – habe ich vorgestern entdeckt. Sie wirken auf mich wie die Abdrücke, die lebhafte Wahrnehmungen in meiner Erinnerung zurücklassen – entmaterialisiert und eben seitenverkehrt wie das auf dem Kopf stehende Bild auf der Netzhaut, bevor mein Hirn es drehte.  Aber es steht nicht auf dem Kopf. Es ist ein mattes spiegelbildlich-getreuliches Abbild dessen, was eben noch dichte Gegenwart war.

Insofern sind es für mich auch Symbole für Diesseits – Jenseits.

auf dem Kopf stehende Zeichnung – seitenverkehrter Durchdruck auf der Rückseite

Die gestrigen Zeichnungen sowie die letzte vorgestrige und ihre Abdrücke:

 

 

Diese Zeichnungen habe ich wieder in vielfältiger Weise bearbeitet. In der ersten Reihe zeige ich jeweils zwei Bearbeitungen der Zeichnung, in der zweiten Bearbeitungen des seitenverkehrten Durchdrucks.

 

 

 

 

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Etüdengold: meine beliebtesten und am meisten kommentierten abc-Etüden

Christiane hätte gern gewusst, wie es denn unseren Etüden so ergangen ist. Welche wurden am meisten angeklickt? Welche bekamen die meisten likes? und welche die meisten Kommentare?

Nun, natürlich hat sie auch meine Neugierde geweckt. Allerdings merkte ich gleich, dass bei der Zählung womöglich ein kleiner Denkfehler mitspielt: 2017, als die Etüden starteten, hatte ich weit weniger „followers“ als heute, und die Zahl der „visitors“ des ganzen Jahres 2017 habe ich nun bereits im August erreicht. Kein Wunder also, wenn es neuerdings auch mehr likes und Kommentare gibt.

Die am meisten angeklickte Eüde war Susann und ihr Heizelmann  vom Februar dieses Jahres, 98 mal wurde sie angeklickt (ich habe sie bereits reblogged).

Die Etüde, die die meisten likes auf sich vereinte, war …. drei- zwei – eins – null:

Der Wurm im Apfelglück!

Sie ist vom Januar dieses Jahres und erhielt sage und schreibe 53 likes! Bravo, Wurm! Du machst mich glücklich!

Und die beliebteste Etüde mit den meisten Kommentaren? Das ist der Januar-Salat vom 1. Februar dieses Jahres. 50 mal geliked und 37 mal kommentiert. Genausoft wurde die Katastrophe für ein Füchslein kommentiert, aber sie bekam ein winziges like weniger, nämlich 49. Kann man daraus etwas schließen? Und wenn ja, was?

Heinzelmänner, Apfelglück, Salat und Füchslein schießen den Vogel ab. Wenn man jetzt noch den „Kater ist ein Magier“ vom Mai dieses Jahres hinzunimmt, der immerhin auf 48 likes kommt – ebenso wie übrigens „Es lebe das Leben“ vom März dieses Jahres – stelle ich die These auf: Tiere, Optimismus und Wunder heben die Laune des Lesers und der Leserin und so verstreut er oder sie großzügig seine Likes und fühlt sich auch zu einem Kommentar aufgerufen.

Es gibt aber eine Etüde, die wurde sogar noch öfter kommentiert als die oben genannten. Und das war: „Flüsterpropaganda“! 41 Kommentare haben sie zum Schwergewicht gemacht. Das Schönste: Sie ist nicht aus diesem Jahr wie alle anderen, sondern vom 29. August 2018, also fast ein Jahr alt, und gehört zu den Sommerpausen-Intermezzos.

 

 

 

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Nächtliche Stillleben auf der Turmterrasse: Gläser, Flaschen – und ihre Spiegelbilder.

Gestern zeichnete ich schließlich mit dem ausgeliehenen Tintenstift. Die Tinte schlug durch das recht dünne Zeichenpapier hindurch. Ich fotografierte die beiden Zeichnungen und auch die beiden Rückseiten mit den Durchschlägen.

Eine weitere Zeichnung mit zwei Gläsern, einer Bierdose und einer Plastik-Wasserflasche entstand, diesmal mit dem lesenden Mann im Hintergrund.

Zeichnung No. 3

Bearbeitet habe ich sowohl die Originale als auch die Durchschläge (Spiegelbilder).

 

 

 

 

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Gestern abend auf der Turmterrasse (Zeichnungen, Skizzen, Bearbeitungen)

Turmzimmer-Gitter-Moskitonetz und 2 Bearbeitungen, gezeichnet mit fast leerem Kuli

Flaschen, Glas vor Bakongitter  – gezeichnet mit fast leerem Kuli. 5 Bearbeitungen.

Keramik-Skizze und 5 Lasuren

Skizze: Mann am Tisch, Gläser, mit fast leerem Filzstift gezeichnet

Turmterrasse mit Moskitonetz, das der Wind leicht bewegt. Gezeichnet mit restlichem Filzstift und ausgeliehenem Tintenschreiber. Drei Bearbeitungen.

Es gibt noch mehr Zeichnungen von Flaschen und Gläsern, die ich in einem eigenen Beitrag zeige.

 

 

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Morgens mit Filzi im Olivenhain (Zwei Skizzen, acht Bearbeitungen)

Kein Kuli aufzutreiben, alle sind ausgemalt oder vertrocknet. Nur der dicke blaue Filzi gibt noch Farbe von sich. Also muss er genügen.

Ich steige die steinernen Stufen in unserem Olivenhain hinunter und suche mir einen schattigen Platz, von dem ich mit der Hand Laub und Ameisen fege. Mir gefällt, was ich sehe: noch sehr dunkle Olivenstämme und die obere Umfassungsmauer zeichnen dunkle Linien und Flächen in das Gewirr aus Licht und Laub und hohem Gras. Meine Zeichnungen sind weniger perfekt, dafür aber kann ich sie reintragen und mir „hohe Kunst“ per Computer erzeugen.

Hier die erste Zeichnung mit drei Bearbeitungen.

Und die zweite Zeichnung mit fünf Bearbeitungen.

Ach! Wozu dich mit Farben und Leinwänden quälen, wozu dein Portemonnai mit dem Kauf von Kunstdrucken belasten … wenn du mit ein paar Klicks eine Filzi-Zeichnung in ein prächtiges Ögemälde oder in einen kostbaren Holzdruck verwandeln kannst?

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Mit Kuli und Filzi: Zauberhand (Zeichnungen, Bearbeitungen)

Sehr heiß ist es, da kann man nicht viel unternehmen, also dachte ich: ich zaubere ein bisschen, ohne mich groß vom Sofa zu erheben. Zum Zaubern braucht man nichts weiter als Hände.

Der Kuli war auf halber Strecke leer, aber ich hatte mir schon den dicken blauen Filzi bereitgelegt. Denn gestern, beim Durchgang durch die Arbeiten des letzten Quartals, fiel mir auf,  dass ich die Experimente mit dem Filzi nicht weitergeführt hatte.

Hier also zuerst die Kuli-Zeichnung, dann die Überarbeitung mit Filzi und drei weitere Filzi-Zeichnungen von meiner rechten Hand, gezeichnet mit der linken.

Hier meine Bearbeitungen:

Kuli-Zeichnung

Kuli-Filzi-Zeichnung

Filzi-Zeichnung (3)

Filzi-Zeichnung (4)

Filzi-Zeichnung (5)

 

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Das erste Quartal. Übersicht, Teil 3 (Neue Ansätze, wieder Aufgegriffenes, Fallengelassenes)

In zwei Teilen versammelte ich die Hauptmasse der Zeichnungen seit dem 8. Mai dieses Jahres.

Darüberhinaus habe ich manche Bildgestaltung angetippt, wieder fallen gelassen oder neu aufgegriffen. Was stecken darin für Möglichkeiten?? Dazu dieser dritte Teil mit Beispielen.

 

Licht-Schatten-Spiele auf Fotos von Zeichnungen, die ich dann beim Bearbeiten nutze

 

Fotocollagen aus Fotos und/oder Zeichnungen, Legebildern

 

Legebilder, auch bearbeitet

Serielles durch Bearbeitung von Zeichnungen, als Bildcollage

 

Digitale Ausstellungsräume

 

Konturen als Doppelbilder bearbeitet

 

Versuche, Migsang-Fotografie zu verstehen

Sonst noch was? Nun ja, jede Menge digitaler Bearbeitungen und dies und das….

 

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Das erste Quartal, Übersicht über meine künstlerischen Bemühungen Teil 2 (Stillleben, Land- und Seeschaften)

Gestern schrieb ich als Antwort auf Gerhard, der von der Bilderfülle in Ausstellungen manchmal erschlagen war:

„Herzlichen Dank, Gerhard. Ich bin mir völlig darüber im Klaren, dass weniger mehr wäre. Ein Bild betrachtet man, viele überfliegt man. Aber dies ist mein Tagebuch, und für mich ist es wichtig, mir einen Überblick zu verschaffen und täglich das, was ich künstlerisch tue, hier zu notieren. Bei einer Ausstellung würde ich natürlich ganz anders verfahren, würde eine strenge Auswahl nach Thematik und Qualität treffen. Im Blog, denke ich, kann jeder bequem stöbern und schauen, ob es etwas gibt, das ihn interessiert. Wenn nicht, blättert er weiter. So einfach.“

Ich brauche diese Übersicht, um zu sehen, was ich mache und wohin ich gehe. Es würde mich freuen, wenn du dich nicht von der puren Masse erschlagen lässt. Wenn dich etwas interessiert, halte an, klicke zum Vergrößern an, schaue. Sonst einfach durchscrollen und weitergehen.

 Stillleben – arrangiert und zufällig.

 

 

Die See, das Land, die Bäume

 

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Auflösung zu PingPong 041

Im PingPong 041 habe ich ein Legebild auf zwei verschiedene Weisen bearbeitet und dabei Effekte erzielt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Manche rätselten, wie das eine Bild aus dem anderen entstanden war. Nun habe ich die Wandlungen auf einer Tabelle zusammengefasst. Von oben nach unten kann man die tastenden Schritte verfolgen, die von einem Haufen Schnipseln und einem einfachen Legebild zur digitalen Feuerblume geführt haben.

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