Dunkle Bilder II

Gerne würde ich euch einen geradlinigen Weg zeigen, wie man von bescheidenen Anfängen zu den Höhen der Kunst aufsteigt. So ist es aber nicht. Jedenfalls war es bei mir nicht so.

Und so will ich euch heute mal wieder ein paar dunkle Bilder zeigen, die immer auch entstanden, und die mir vielleicht sogar direkter aus dem Herzen kamen als die freundlichen farbigen Abbildungen meiner Welt. Die Welt ist nicht schuld daran – sie ist, wie sie ist. Es ist der Blick auf die Welt, die sie mal so, mal anders erscheinen lässt.

Lange Zeit herrschten diese dunklen Bilder vor. Und melden sich immer wieder zu Wort.

Hier ein paar Beispiele:

Aufstieg vom X, dem großen Unbekannten, in einen vielfach besetzten Himmel

IMG_6228Ein starrer Blick auf den klassischen Läufer, der ungerührt von den Wirren der Zeit seine Runden dreht.

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Abstieg auf vorgefertigter Bahn, wohin, wohin?

IMG_7446Die Alte, die hervorschaut aus den Trümmern, als wisse sie Wege durch die Wirrnisse der Welt…

IMG_7426Traurige Bilder verlorener Schlachten und zerbröckelnder Tempel, gemalt und nicht geklebt….

IMG_7471oder, warum nicht, die Erinnerung an ein Schiff, das seine Fracht zu uns brachte, über ein Meer aus schweren Träumen.

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Eine gute Nacht wünsche ich, und leichte, heitere Träume.

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Wie ein spielendes Kind

Sonderausgabe des Blog: Wie vor einem Jahr.

Da hab ich doch, am 1. Juli des vorigen Jahres, eine Legegeschichte veröffentlicht, die ich euch später Hinzugekommenen nicht vorenthalten möchte. Sie hat zu tun mit dem  …., na ist doch klar, womit sonst? mit dem Fußball.

Es ist vielleicht nicht die beste, aber die aktuellste meiner Legegeschichten.

Einfach anklicken und durchhalten bis zum letzten titelgebenden Bild. Und weiterhin viel Spaß mit dem Ball!

Wie ein spielendes Kind …..

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Sommer-Etüden VII: mit Feder und Aquarell

Noch einmal Siesta. Ich skizzierte mit der Feder und Chinatinte die Schlafenden und kolorierte gleichzeitig die entstehenden Zeichnungen mit Aquarellfarben. So konnte ich schneller und präziser Haltung und Bewegung des Körpers sowie die Farbwerte notieren.

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Manchmal dominiert die Federzeichnung, und die Farbe hat nur eine Hilfsfunktion …. ….

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manchmal dominiert die Farbe, so dass die Federzeichnung eine reine Hilfsfunktion erhält…

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…und manchmal sind die beiden Bild-schaffenden Elemente im Gleichgewicht wie hier, wo ich die Gesichtszüge zeichnerisch festhalte, aber die Hitze des Sommers die Farbe bestimmt ….

 

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oder wie hier, wo die zunächst genaue Zeichung sich nach rechts auflöst und stattdessen die Farbe des Schenkels ins Auge springt.

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Sommer-Etüden VI: Siesta

Und noch einmal gehe ich zurück, weit weit zurück, bis zu dem Zeitpunkt, als ich zum ersten Mal Menschen abzubilden versuchte.  Ich verwendete Wasserfarben, wie sie die Kinder im Malunterricht benutzen, und setzte mich mit meinem Block vor meine Lieben. Sie mussten stillhalten. Während der Siesta war es am leichtesten, sie dazu zu bringen.

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IMG_6415… aber manchmal gings auch, wenn der kleine Computer zur Hand war. Nein, kein Handy, das gab es damals noch nicht. Es war wohl, wenn ich mich recht entsinne, ein Gerät, auf dem man Geschicklichkeitsspiele absolvieren konnte.

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Studieren heißt kopieren: Akte nach Georges Rouault

Hier also der zweite Teil meiner sehr frühen Versuche, den von mir geliebten Malern durch Kopieren näher zu kommen. Georges Rouault faszinierte mich mit seinen Bordellszenen, von denen ich zu Vergleichszwecken drei aus dem Internet gezogen habe.

Meine Kopien sind schnelle Skizzen mit Kohle. Sie sind nicht um Genauigkeit bemüht . Mir ging es darum, die Bewegungen und die Schwere dieser Frauenleiber zu begreifen.

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Die zweite Zeichnung ist die schwächste. Mir gefällt die dritte am besten, von der ich leider die Vorlage nicht fand. Was mir gefällt, ist die unruhige, oft gebrochene oder verdoppelte Umrisslinie, wie sie auch Cezanne verwendete. Sie sorgt dafür, dass der eingeschlossene Körper mit der Umgebung kommuniziert  und „atmet“.

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Studieren heißt kopieren: Landschaften nach Georges Rouault

Juergen Kuester fragte mich in einem Kommentar zu https://gerdakazakou.com/2016/06/30/sommer-etueden-iv-meeresblick/ nach meinem „Ansatz“ bei der Landschaftsmalerei, und ich versuchte tastend, eine Antwort zu finden. Dabei fiel mir auf, dass mir in meinen Versuchen oft genug andere Maler den Pinsel oder Kohlestift gehalten haben. Einer davon war Georges Rouault*.

Mir war schon sehr früh, lange, bevor ich selbst zu malen begann, ein kleines Cahier mit einigen seiner Bilder in die Hände gefallen. Das war in Paris, 1962, und ich war zwanzig Jahre alt. Die leuchtenden Farben und die starken Umrandungen, die ihm aus seiner Zeit als Glasmaler geblieben waren, faszinierten mich, aber auch die Thematik zog mich an. Da war immer wieder der Clown, der in seinen religiösen Bildern durchaus auch ein Christuskopf sein konnte.

images a  images Da waren die schweren Leiber der Pariser Huren (ich mag das Wort lieber als Prostituierte), deren grau-rosa oder gelbliche glatte Nacktheit mich faszinierte.

images d images b Und da waren seine Landschaften. Vieles, insbesondere die ungewöhnlich gestaltete religiöse Thematik und die große Farbigkeit, erinnerte mich an einen anderen meiner Favoriten: Emil Nolde.

Jetzt fand ich in meinen Mappen ein paar Kopien von Rouaults Arbeiten, die ich etliche Jahre später aus dem „Cahier“ abgemalt bzw abgezeichnet hatte. Die Landschaften kopierte ich mithilfe von Deckfarben, die Figurenbilder als Kohlezeichnungen. Als ich die Bilder jetzt fand, dachte ich zuerst, es handele sich um meine eigenen Erfindungen. So sehr hatte ich mich mit ihnen identifiziert. Damals. Heute? Doch, auch heute ist etwas von dem Rouault’schen Geist in meinen Bildern enthalten. Mir scheint sogar, dass er mit den Jahren wieder stärker in Erscheinung tritt.

Hier nun zwei der nach Rouault kopierten Landschaften.

IMG_7499Einfühlen durch Kopieren nannte ich einen Blogbeitrag, auf den ich hier verweisen möchte. Dort findet ihr meine Gedanken zum Nutzen des Kopierens

Zeichnen No. 3: Einfühlen durch Kopieren

IMG_7500Ich werde diesen Beitrag mit einem zweiten ergänzen, in dem ich meine Kohle-Kopien von Rouaults Bordellszenen zeige.

*Wikipedia: Georges Rouault (* 27. Mai 1871 in Paris; † 13. Februar 1958 ebenda) war ein französischer Maler und Grafiker der Klassischen Moderne. Er lässt sich nur schwer einer bestimmten Schule oder einem Stil zuordnen, wird jedoch allgemein zu den Künstlern der École de Paris gerechnet. Als Mitbegründer des Salon d’Automne (1903) gehörte er anfangs zum Kreis der Fauves, ging jedoch bald eigene Wege und wurde zu einem der wichtigsten Vertreter moderner religiöser Malerei.

 

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Sommer-Etüden VI: zunehmender, abnehmender Mond

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Auch diese Farbskizze gehört in die Jahre, als ich mit dem Malen begann. Man kann es drehen: einmal steht unten: „zunehmender Mond“, stellt man es auf den Kopf, „abnehmender Mond“.  Unsere Gewissheit, dass dem Abnehmen und Schwinden ein neuer Anfang und eine erneute Steigerung des Lichts folgen werden, lässt uns das Altern und langsame Sterben des Mondes leichter ertragen.

Die Prozesse des Zunehmens und Abnehmens sind nicht einfache Umkehrungen, sondern haben verschiedene Qualitäten, die ich hier zum Ausdruck bringen wollte. Anwachsend nimmt die Schale des Mondes die himmlische Fülle in sich auf, abnehmend träuft sie diese Fülle herab auf uns Menschen und die gesamte Natur.Nehmen und Geben im Ausgleich. Das Geben bis zur völligen Erschöpfung, zur Leere, bis zum Nicht-Mehr-Sein. Aus der tiefen Nacht wird dann die neue Schale geboren, die Schöpfung nach der Erschöpfung, die empfangen und wachsen darf.

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Sommer-Etüden V: Ideale Landschaft

Wenn in der Ferne das Blau des Meeres aufscheint, davor ein Riegel schattenspendender Bäume – dann ist die Hitze des Sommers reiner Genuss.

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Sommer-Etüden IV: Meeresblick

Vor Jahren, als ich meinen kleinen Malblock und den Aquarellkasten überall mit mir herumtrug, entstanden gelegentlich schnelle Farbskizzen von Landschaften. Durchblicke aufs Meer liebe ich auch heute noch besonders. Sie geben mir an heißen Tagen die Illusion von Schatten und frischer Brise.

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Sommer-Etüden III

DEUTSCHLANDREISE 505

Spiel mit dem Mülltonnenkätzchen und schließlich tiefer Schlaf – während ich ununterbrochen weiter malte, bis die Sonne aufging. Die Bilder fand ich wieder, als ich die Freundin in Deutschland besuchte. Da gerahmt und hinter Glas, ist ihre Wiedergabe nicht besonders.

DEUTSCHLANDREISE 409

DEUTSCHLANDREISE 898

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