Portraitstudien

Morgen ist wieder Portraitieren. Deshalb schaute ich meine früheren Portraits an. In welche Richtung des Ausdrucks und der Abstraktion will ich gehen?

Oder ist wieder eine neue Ausdrucksweise angesagt, so wie bei der letzten Sitzung?

Ich bin gespannt, was sich ergibt.

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Natur, Mensch und Technik in der Moderne (7): Geometrische Abtraktion – ein Prozess

Beim Zeichnen nach der Natur kommt unweigerlich der Moment, an dem du die „innewohnenden“ geometrischem Formen wahrnimmst und in deiner Zeichnung berücksichtigen möchtest. (Hier zur Abwechslung ein männlicher Rücken, eigene Zeichnungen)

Doch bis wohin treibst du diesen Prozess der „geometrischen Abstraktion“?

Ich gebe zu, dass er mir am meisten zusagt, wenn er in den Anfängen steckenbleibt und nicht konsequent zu Ende geführt wird. So habe ich es jedenfalls gehalten, seit ich zeichne.

Ganz anders Piet Mondrian. Er liebte es – als systematischer Holländer, der er war -, den Dingen langsam und stetig auf den Grund zu gehen, bis zur letzten Konsequenz, wie hier bei seinen Baum-Studien (1909-11).

Halt, Stopp! möchte ich da beim dritten, beim vierten oder spätestens beim fünften Abstraktionsschritt rufen. Halt ein! Wie wunderbar lebendig sind deine Bäume, wie schön entfalten sie sich von der Wurzel übers Gezweig und umarmen den Himmel, wie zart und zugleich majestätisch ihre Bewegung, ihr Farbenspiel – du zeigst uns das alles. Was gewinnst du, Mensch, wenn du am Ende bei der sterilen Kastenform landest?

Ruhm gewann Mondrian natürlich erst, als er bei der radikalsten Form ankam, die einen Namen bekam („de Stijl“) und bis heute die Architekten inspiriert. Bauen wie Mondrian malt!

Mondrian, Komposition 1921 – van Rietvelt, Schröderhaus bei Utrecht 1924

Mondrian war Sozialist. Zunächst wirkt die Absage an Hierarchie und bourgoisen Firlefanz befreiend: kein Souterrain, keine Belle Etage, keine Dienstboten-Dachkammer mehr! Keine griechischen Säulen und barocken Engel an den Fassaden! Gleiches Licht, gleiche Bedingungen für alle Bewohner und Nutzer der Immobilie!  Kann man ihn und die Architekten, die er inspirierte (Le Corbusier und die Bauhaus-Bewegung) verantwortlich machen für die spätere konsequente Anwendung der Abstraktion bis hin zum sozialistischen Plattenbau?

Ich bin, ihr merkt es, keine Freundin der Abstraktion, wenn sie aufhört, der natürlichen Formenvielfalt nachzuspüren und stattdessen intellektuelle Konzepte über die Wirklichkeit stülpt. Das ist mir zu gewalttätig, ist Ausdruck des ungehemmten männlichen Archetyps. Lieber halte ich es mit Leonardo: „Wo die Natur aufhört ihre Abbilder zu schaffen, dort beginnt der Mensch aus natürlichen Dingen mit Hilfe der Natur unendliche Bilder zu schaffen.“ (Heute gefunden bei Jeannette Paterakis http://jeannettepaterakis.com/2018/08/09/die-altstadt-von-grado/).

Noch einmal gehe ich zurück zu den Anfängen der „geometrischen Abstraktion“ , zu Picassos Mademoiselles d’Avignon. Schon hier gibt es einen Punkt, wo ich rufen möchte: Halt! Wie gut ist das, was du uns zeigst! Nun lass es genug sein. Die Aquarell-Skizze hat alles, was ich brauche. Was darüber hinausgeht, ist Verfestigung, Abtötung, Erstarrung. Versündige dich nicht am „Panta rheei!“

Die Frage, die sich hier erneut stellt, ist: in welche Richtung will ich gehen? Will ich das „Geometrische“, das den Bewegungen und Formen der Natur immanent ist, nur bewusster machen, oder will ich mich seiner bemächtigen und es willkürlich als Bild und dann auch in der Wirklichkeit erschaffen?

Schau selbst: Was bleibt von den Künstlern, wenn man ihre Werke aufgrund der ihnen innewohnenden Geometrie vergleicht? Alles. Was bleibt, wenn man sie auf diese Geometrie reduziert? Nichts. Hier Kompositionen von Picasso, Nolde und Rouault mit „ekstatischem spitzem Winkel“.

Und wie geht das alles nun zusammen mit meinen eigenen Bemühungen? Gestern fand ich beim Kramen einen winzigen alten Skizzenblock.Da kann man sehr schön an der unterschiedlichen Strichstärke sehen, wie ich nach geometrischen Formen suche.

Manchmal arbeite ich die geometrischen Formen auch genauer heraus. Doch meine Versuche, mich der Abstraktion weiter anzunähern (s.u., 1986), gebe ich bald auf. Sie scheint mir zu unlebendig, zu weit von dem entfernt, was mein Leben ausmacht.

Und doch: eine geheime Sehnsucht nach Ordnung und Stabilität treibt auch mich um. Es ist nicht leicht, sich immer von Neuem dem Lebendigen und dem ihm innewohnenden Chaos zu stellen. Und noch schwerer ist es, die geistige Ordnung darin zu finden und herauszudestillieren, ohne das Leben abzuwürgen. Das hat, soviel ich sehe, von den Modernen vor allen anderen Paul Klee geschaffft.

 

 

 

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Rückblick: Piero della Francesca als Scherenschnitt

Heute habe ich mal wieder gekramt und mich gefreut, als ich einen Scherenschnitt zutage förderte, den ich so ziemlich am Anfang meiner künstlerischen Tätgkeit, sprich: vor ca 35 Jahren, gemacht habe. Ich hatte mir schon zu Studentenzeiten eine Bild-Mappe mit Werken von Piero della Francesca geleistet, die ich immer wieder anschaute. Eines Tages nahm ich ein altes Schulheft, trennte den schwarzen Deckel ab und schnitt aus freier Hand eine Szene der „Schlacht des Heraclius gegen Chosroes“ hinein bzw heraus.

Hier reiten sich das Original und meine Version seitenverkehrt entgegen.

 

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Alles Leben strebet zum Licht …

… auch dieser kleine grüne Stinker macht da keine Ausnahme.

Ich aber gehe jetzt schlafen. Gute Nacht.

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Montags ist Fototermin: Die kleine Wassermühle im Taygetos

Einmal im Jahr wird sie für Besucher geöffnet, die kleine private Wassermühle. Ich habe schon zweimal von ihr berichtet, hier und hier. Dort findet ihr Beschreibung und Fotos von der Mühle, die uralt und noch voll betriebsfähig ist.

Heute war ich wieder dort, mit der Freundin, die aus der Gegend stammt. Und ließ mich ein auf das Strömen, Rauschen, Plätschern des Wassers, das im Kessel der Mühle zu einem kräftigen Strudel wird und das Mahlwerk antreibt.

(Kessel, slow motion video)

In dem hölzernen Kasten hatte sich fein gemahlenes Mehl angesammelt, das man, in Tüten abgefüllt, fürs häusliche Backen mitnehmen kann.

Wieder saßen wir am alten Holztisch, und die Freundin ließ ihre Hand in der schrundigen Oberfläche die Erinnerungen der Kindheit ertasten. Mit dem Papa hatte sie oft hier gesessen.

Während die Freundin unter den Platanen mit Verwandten plauderte …

streifte ich umher, fotografierte auch das eine und andere Detail, wie etwa diese alte Tonne, deren eiserne Ringe das morsche Holz noch zusammenhalten.

Auch fesselten mich die natürlichen Kompositionen aus Wasser, altem und neuem Gerät,  Licht und Schatten.

Geduld brauchte ich, um die Libellen am Bach im Flug zu erwischen. Sie lassen sich gern lange von Grashalmen wiegen, bevor sie plötzlich blitzschnell starten. Hier noch ein slow motion video zwecks sommerlicher Entschleunigung.

Fehler
Dieses Video existiert nicht
(Libellenflug)

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Montags ist Fototermin: Produzentenmarkt in Kalamata

Wie jedes Jahr fand an diesem Wochenende im stillgelegten Bahnhofsgelände von Kalamata ein Markt statt, auf dem die kleinen Produzenten der Region ihre Erzeugnisse anbieten konnten. Wir waren am Samstag abend um halb zehn dort, schwitzend inmitten der schwitzenden Menge. denn es ist zwar nicht sonderlich heiß für die Jahreszeit, aber die Luftfeuchtigkeit war enorm hoch.

Zwischen den musealen Eisenbahnen waren hübsche Stände aufgebaut, an denen man alles – von Kräutern und Gewürzen bis zu Käse und Joghurt, von Nudeln und Gebäck bis zu Wein, Essig und Öl, von Hülsenfrüchten und getrockneten Feigen bis zu Honig und Marmeladen so ziemlich alles erwerben konnte.  Und natürlich gab es Cafes und Tavernen,  Suppenküche und Musik.

Wir wanderten durch das Gelände, grüßten hier und dort alte Bekannte, schleppten unsere Tüten, suchten vergeblich nach einem freien Tisch und spazierten dann zum Hafen, um frische Luft zu schnappen und uns bei einem Imbiss auszuruhen.

Ein wenig habe ich auch geknipst, um euch einen kleinen Eindruck von der Atmosphäre zu geben. Doch, es hat Spaß gemacht!

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Kunst am Sonntag: Ein Gentleman in Moskau, ein schwarzes Viereck und „der Geist, der stets verneint“

Eben las ich eine heiter-genüssliche Buchbesprechung von Ulrike Sokul: „Ein Gentleman in Moskau“ von Amor Towles und ich dachte: Nanu, den Titel kennst du doch, aber anders! Und tatsächlich gibt es ein Bild von Kasimir Malevitch „Un Anglais a Moscou“ (ein Engländer in Moskau).

In dem Roman, so erzählt Ulrike, wird ein russischer Graf „wegen des Verbrechens, ein Aristokrat zu sein“, 1922 zu lebenslangem Hausarrest im Hotel verurteilt. Was weiter geschieht, lest ihr besser bei Ulrike oder im Roman selbst. Mir geht es um das Gefühl der Absurdität, das in der Romanhandlung ebenso wie in Malevitchs Bild  (1913-14) so deutlich wird. Stilmittel ist die Juxtaposition völlig disparater Elemente: ein aristokratischer Säbel kreuzt sich mit einem Kerzenständer, eine Kirche, eine Leiter, ein Stück Säge, Buchstabenfolgen treiben durchs Bild, ein weißer Fisch lächelt im Zentrum, dahinter wird ein Gentleman mit Bowlerhut sichtbar,  darüber schwebt ein roter Löffel, Erkennungszeichen der Malevitch-Anhänger.  Ein roter Pfeil zeigt nach unten – in den Abgrund der Zukunft.

Es ist das Jahr 1914. Noch hat die Zukunft nicht begonnen. Doch die Avantgarde um Malevitch, die sich „Futurismus“ nennt, hat längst Witterung aufgenommen: etwas Gewaltiges, Gewaltsames steht bevor: Krieg, Revolution. Die alte Welt wird zugrunde gehen. Und man applaudiert: recht so! Sie soll zugrunde gehen.

1913 hatte Malevitch für die kollektive futuristische Skandal-Oper „Sieg über die Sonne“ ein schwarzes Viereck auf den Vorhang gemalt. Bald darauf entstand durch Übermalung eines früheren Bildes das schwarze Quadrat auf weißem Grund, vom Künstler schlicht „Viereck“ betitelt. Es wurde zur „Ikone der abstrakten Malerei“ – allerdings erst, als der 2. Weltkrieg sein Werk vollendet hatte.

Alles abräumen – das war die Devise. Von vorn anfangen! Weg mit Pferdekutsche und Eselsgespann, weg mit Palästen und Bauernhäusern, weg mit dem alten Plunder des Gegenständlichen, weg auch mit der Sonne!  Leer und schwarz wie das Weltall sollte die Kunst sein.

Wenn ich mir vor Augen führe, welche Gräuel auf der realen Weltbühne sich damals vorbereiteten, dann kann ich schon verstehen, wie ein hellsichtiger Künstler Schluss machen wollte mit dem ganzen irrsinnigen Sein, warum er die Welt mit all ihren Erscheinungen aus den Bildern verbannen wollte, so dass nichts mehr übrig bliebe als ein schwarzes Quadrat auf weißem Grund.

Die Denkungsart, die dahinter steckt, ist freilich mit verantwortlich für das, was dann an Gräueln über die alte Welt hereinbrach.  Sie ist dem Goethe’schen Mephistopheles abgelauscht, der sich selbst nennt den „Geist, der stets verneint“ und der postuliert: „alles, was entsteht, ist wert, dass es zugrundegeht“. 

 „Ich bin ein Teil des Teils, der anfangs alles war
Ein Teil der Finsternis, die sich das Licht gebar
Das stolze Licht, das nun der Mutter Nacht
Den alten Rang, den Raum ihr streitig macht,
Und doch gelingt’s ihm nicht, da es, so viel es strebt,
Verhaftet an den Körpern klebt.
Von Körpern strömt’s, die Körper macht es schön,
Ein Körper hemmt’s auf seinem Gange;
So, hoff ich, dauert es nicht lange,
Und mit den Körpern wird’s zugrunde gehn.“

Malevich bleibt nicht beim Suprematismus, dessen Ausdruck ihm im Stalinismus  untersagt ist. Er kehrt zurück zur Darstellung der vermaledeiten körperlichen Welt, über der allerdings sehr oft ein schwarzes Viereck schwebt: Oder, wie Goethe den Mephistopheles sprechen lässt:

„Was sich dem Nichts entgegenstellt,
Das Etwas, diese plumpe Welt
So viel als ich schon unternommen
Ich wußte nicht ihr beizukommen (…)

Und dem verdammten Zeug, der Tier- und Menschenbrut,
Dem ist nun gar nichts anzuhaben:
Wie viele hab ich schon begraben!
Und immer zirkuliert ein neues, frisches Blut.
So geht es fort, man möchte rasend werden!

Kasimir Malevich, Selbstbildnis 1933. Die Hand hält das unsichtbare schwarze Quadrat.

Und so erblüht nach jeder Welle der Vernichtung immer wieder neu die Welt der Menschen, Tiere, Pflanzen und Gegenstände auf den Bildern dieser Welt. Die absolute Verneinung hat allerdings ihre Faszination nicht verloren, ebenso wenig wie Mephistopheles seine Rolle.

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Natur, Mensch und Technik in der Moderne (6): über das Dreieck (und das Quadrat)

Immer schon, und zunehmend seit der Entdeckung der Zentralperspektive in der Renaissance wurden dem Bildaufbau geometrische Formen zugrunde gelegt. Doch waren sie eingebettet in die Bewegung der Figuren und Dinge. Auch bei Cezanne blieben sie, trotz all seiner bewussten kompositorischen Ideen, immanent: er malte keine Zylinder, Kuben oder Dreiecke, sondern Menschen und Dinge in Räumen.

Geometrische Formen existieren nur geistig-mathematisch, in der Natur kommen sie so nicht vor. (Ausnahmen bilden die Himmelskörper und die Horizontlinie, die als perfekt wahrgenommen werden, weil sie sehr weit entfernt sind.)  Um geometrische Formen zu finden, bedarf es einer geistigen Tätigkeit: Konstruktion oder Abstraktion.

In „Hl. Anna Selbdritt“ von Leonardo (ca 1506, Louvre)  bildet die Personengruppe offensichtlich ein Dreieck, das sich aus drei ineinander greifenden Dreiecken aufbaut. Man kann auch ein Dreieck über einem quadratischen Sockel einzeichnen – ersteres Symbol für die Verbindung zum Göttlichen, letzterer Symbol für die Erde. Wir erkennen die geometrischen Formen, auch wenn sie nirgends direkt zu sehen sind (ich hab mal ein bisschen nachgeholfen). Und wir staunen, wie der geistige Inhalt des Bildes im Bildaufbau sichtbar gemacht wird.

Das Unsichtbare sichtbar zu machen, sei die Aufgabe der Kunst, meinte später Paul Klee. Manche nahmen das allzu wörtlich, scheints. Die geometrische Form wurde aus den natürlichen Formen abstrahiert, verlor ihren geistigen Inhalt und wurde selbst zum Sujet bzw zum Gegenstand der Malerei.

Picasso experimentierte mit der geometrischen Abstraktion, doch faszinierte ihn die materielle Welt der Menschen und Objekte zu sehr, um den letzten Schritt in die Abstraktion zu machen. Sogar bei dem sehr abstrakten  „Kopf“ von 1914 kommt er ohne die Andeutung einer Naturform (das weiche Grau) nicht aus.

Robert Delaunay ging einen Schritt weiter insofern, als er die vorgefundenen natürlichen und technischen Objekte gleichermaßen in einem von Farben erzeugten geometrischen Formenspiel auflöste,

Casimir Malevitch (ich stellte ihn schon mal vor) arbeitete sich durch eine Welt von technischen Repräsentationen geometrischer Formen und gelangte zu reiner Abstraktion, eine Malerei, die er „Suprematismus“ taufte. Beim Betrachten seiner gelben Form kommt es mir so vor, als sei hier eine Formel für die Raumzeit gefunden worden: unsere dreidimensionale Sichtweise weitet sich in eine vierte Dimension, deren Umrisse wir nur erahnen können: die Zeit.

Paul Klee hebt die Antithese „Gegenstandswelt und geometrische Form“ auf in einer neuen Synthese: in seinen Bildern fließt der geistige Inhalt zurück in die Form und gebiert eine eigenständige Symbolsprache. Doch für heute sei es genug.

Paul Klee, Eros, 1923,

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Apropos: „Kubistisches“ von mir

Ernsthaft kubistisch habe ich nie gemalt, aber ganz ging diese wichtige Phase der modernen Kunst auch an mir nicht vorbei. Zur Veranschaulichung zwei frühere Arbeiten.

Deutlicher noch wird der kubistische Einschlag in einigen frühen Zeichnungen.

… und nun auch wieder in meiner letzten gestrigen Zeichnung, die durch die unterschiedliche Augenstellung die „Simultanität“ verschiedener Ansichten demonstriert. Würde ich diesen Effekt formalisieren, käme ein Picasso-Portraits dabei heraus…

 

 

 

 

 

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Gemeinsam zeichnen (7)

Magda, Kokkonia, Iola, Poppy

Heute kamen vier Frauen zum gemeinsamen Zeichnen, davon zwei alte Bekannte (Poppy und Magda), eine der vorigen Teilnehmerinnen (Kokkonia) und eine vierte junge Frau (Iola). Während wir uns portraitierten, ging draußen ein herrlicher Gewitterregen nieder.

Kokkonia, Gerda, Iola, Poppy

Zuerst saß ich 30 Minuten Modell, lesend.

Dann saß Iola 30 Minuten, auch sie lesend. Magda und Kokonia bevorzugten wieder die Kohle, Poppy machte eine Bleistiftzeichnung, ich machte gleich drei aus verschiedenen Positionen.

Die dritte halbe Stunde saß Magda Modell.

Schließlich saß auch Kokkonia eine halbe Stunde. Ich machte zwei Zeichnungen, offenbar beeinflusst durch meine gestrige Beschäftigung mit Picasso mit versetzten Augen 😉 , Iola portraitierte Tito 🙂

Iola zeichnet Tito

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