Montags ist Fototermin: Die kleine Wassermühle im Taygetos

Einmal im Jahr wird sie für Besucher geöffnet, die kleine private Wassermühle. Ich habe schon zweimal von ihr berichtet, hier und hier. Dort findet ihr Beschreibung und Fotos von der Mühle, die uralt und noch voll betriebsfähig ist.

Heute war ich wieder dort, mit der Freundin, die aus der Gegend stammt. Und ließ mich ein auf das Strömen, Rauschen, Plätschern des Wassers, das im Kessel der Mühle zu einem kräftigen Strudel wird und das Mahlwerk antreibt.

(Kessel, slow motion video)

In dem hölzernen Kasten hatte sich fein gemahlenes Mehl angesammelt, das man, in Tüten abgefüllt, fürs häusliche Backen mitnehmen kann.

Wieder saßen wir am alten Holztisch, und die Freundin ließ ihre Hand in der schrundigen Oberfläche die Erinnerungen der Kindheit ertasten. Mit dem Papa hatte sie oft hier gesessen.

Während die Freundin unter den Platanen mit Verwandten plauderte …

streifte ich umher, fotografierte auch das eine und andere Detail, wie etwa diese alte Tonne, deren eiserne Ringe das morsche Holz noch zusammenhalten.

Auch fesselten mich die natürlichen Kompositionen aus Wasser, altem und neuem Gerät,  Licht und Schatten.

Geduld brauchte ich, um die Libellen am Bach im Flug zu erwischen. Sie lassen sich gern lange von Grashalmen wiegen, bevor sie plötzlich blitzschnell starten. Hier noch ein slow motion video zwecks sommerlicher Entschleunigung.

(Libellenflug)

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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19 Antworten zu Montags ist Fototermin: Die kleine Wassermühle im Taygetos

  1. juergenkuester schreibt:

    Liebe Gerda!
    Und ich liefere Dir als alter Brot- und Hobbybäcker zum Mehl und zum Stichwort „Verlangsamung“, weil diese Art des Backens Zeit braucht, ein kleines Brotrezept für ein Wurzelbrot, mein momentanes Lieblingsbrot:

    Weizensauerteig:
    100 g Weizenvollkornmehl
    70 g Wasser
    10 g Anstellgut
    (wenn ich keinen Sauerteig habe, ersetze ich den Sauerteigansatz durch 10g Frischhefe und setze im Hauptteig ebenfalls 20g Hefe zu)

    Hauptteig:
    Sauerteig
    450 g Weizenmehl 550,
    275 g Wasser/ 325g
    9 g Salz/12
    20g Hefe

    Die Sauerteigzutaten gut vermischen (mittelfeste Konsistenz) und ca. 20 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

    Wasser und Mehl des Hauptteiges miteinander verrühren und 30 Minuten abgedeckt ruhen lassen (Autolyse).
    Den Sauerteig zugeben, 5 Minuten auf niedrigster und 5 Minuten auf zweiter Stufe kneten. Das Salz zugeben und weitere 5 Minuten auf zweiter Stufe einarbeiten. Der Teig löst sich am Ende vom Schüsselboden, ist aber dennoch relativ weich.
    Den Teig abgedeckt 2,5 Stunden bei ca. 24-25°C zur Gare stellen. Nach 30, 60, 90 und 150 Minuten (also am Ende) falten.
    Den Teig erneut 1,5 Stunden bei 26-28°C gehen lassen (ohne Faltung).
    Den Teig auf der gut bemehlten Arbeitsfläche mit der Teigkarte mit beiden Händen in Weizenvollkornmehl verdrehen, ohne zuviel Gas aus der Teigstruktur zu drücken. Den Teigling auf Backpapier setzen.
    Bei 280°C (250°C) fallend auf 240°C mit Dampf 30 Minuten lang backen.

    Liebe Grüße
    Juergen

    Gefällt 3 Personen

    • gkazakou schreibt:

      Herzlichen Dank, Jürgen! das klingt sehr schön, und ich hoffe, jemand von den Lesern und Leserinnen hier versucht sich mal daran. Ich tue es dann in meinem nächsten Leben, denn ach, ich habe weder die Gerätschaften noch die Zutaten noch die Kenntnisse noch die Geduld. Bei mir brennt alles an, was länger als 4 Minuten beaufsichtigt werden muss 😉
      Außerdem backen hier die Bäcker immer noch selbst, und ich bekomme bestes Brot ohne selbst zu backen 🙂

      Gefällt 4 Personen

  2. afrikafrau schreibt:

    was für ein Schattenplatz und kühlendes Wasser … be uns ist auch noch eine alte Mühle wieder in Betrieb genommen worden, denkmalgeschützt und von einem Sohn der früheren Müllerin nebenher betrieben. Sogar 2 bis 3 x mit kleinen vorführungen, kulturell interessant und eben
    auch so idyllisch gelegen, sonst etwas verweist, gäbe es dort ein Kaffee oder einen kleinen
    imbiss, wäre bestimmt mehr los, vielleicht aber ist es doch geschützte, kein Müll und neben
    einem Berufsleben auch nicht möglich, keiner geht zu Fuß, Parkplätze immer knapp usw.
    die Photos davon gerade nicht greifbar., Es ist romatisch finde ich und erinnert an
    Kindertage.

    Gefällt 2 Personen

  3. gkazakou schreibt:

    Danke, ja, es gibt noch ein paar solcher Orte, hier mehr als in anderen europäischen Ländern, nicht geschützt oder gefördert, sondern von den Familien einfach weiter betrieben.

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  4. Ulli schreibt:

    da geht mir das Herz auf!

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  5. kowkla123 schreibt:

    ansonsten frage ich dich, ob man sich an diese Hitze gewöhnen kann?

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  6. kunstschaffende schreibt:

    Liebe Gerda,

    da hast Du ganz wundervolle Impressionen gesammelt!
    Deine Videos sind super! Das Erste mit mit dem kraftvollen Wasserfluss und dieses herrliche Rauschen kühlt die Sinne ganz wundervoll!
    Das Zweite in Kombination mit dem frischen Grün, dem Wasserrauschen, etwas dezenter und diesem wunderschönen blauen Falter, der sich aufmacht zum nächsten Landeplatz, einfach zauberschön!
    Ein super Beitrag, danke Dir dafür!

    Wünsche Dir noch einen schönen Resttag!

    Liebe Grüße Babsi

    Gefällt 1 Person

  7. www.wortbehagen.de schreibt:

    ein wunderschöner Ort, liebe Gerda, an dem man gerne ist, wenn man Ruhe und Stille sucht. Das rauschende Wasser gehört zur Stille und stört nicht, nein, es inspiriert und baut auf

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  8. Zugleich schöne und interessante Bilder einer alten Technik eingebettet in die natürliche Umgebung. Hier hat man noch den Eindruck, dass Technik kein Gegensatz zur Natur sein muss. In den Videos insbesondere in ihren slow-motion-Einstellungen blickt man etwas tiefer, in das was unseren Augen natürlicherweise nicht zugänglich ist. Allerdings hat die diesen Möglichkeiten zugrunde liegende Technik ihr Unschuld längst verloren.

    Gefällt 1 Person

    • gkazakou schreibt:

      danke, Joachim, besonders da ich nun über die „verlorene Unschuld der Technik“ nachdenken kann. Nämlich: was (wann) war der Sündenfall? Ist ihre Unschuld wieder herzustellen?

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  9. wildgans schreibt:

    Schön. Frisch. Und was für meine alte Mühlenfreundin! Danke

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  10. ann christina schreibt:

    Ach, wie schön das aussieht! Da wäre ich jetzt gern! Und ich liebe diese SlowMotion Videos, die Bewegungsabläufe sind faszinierend! Das beste Motiv ist ein Hund, der von weitem auf dich zu rennt, das ist so schön in SlowMotion anzusehen!

    Gefällt 1 Person

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