Rückblick: Piero della Francesca als Scherenschnitt

Heute habe ich mal wieder gekramt und mich gefreut, als ich einen Scherenschnitt zutage förderte, den ich so ziemlich am Anfang meiner künstlerischen Tätgkeit, sprich: vor ca 35 Jahren, gemacht habe. Ich hatte mir schon zu Studentenzeiten eine Bild-Mappe mit Werken von Piero della Francesca geleistet, die ich immer wieder anschaute. Eines Tages nahm ich ein altes Schulheft, trennte den schwarzen Deckel ab und schnitt aus freier Hand eine Szene der „Schlacht des Heraclius gegen Chosroes“ hinein bzw heraus.

Hier reiten sich das Original und meine Version seitenverkehrt entgegen.

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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21 Antworten zu Rückblick: Piero della Francesca als Scherenschnitt

  1. finbarsgift schreibt:

    Fein …
    Ich mag alte Scherenschnitte.
    Liebe Abendgrüße vom Lu

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  2. mmandarin schreibt:

    Schau an, der richtig schöne klassische Scherenschnitt. Toll. Liebe Grüße von Marie, die gerade ein Regenbild schnippelt. (Ein Beschwörungsbild)

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  3. afrikafrau schreibt:

    Scherenschnitte faszinierend in der „Einfachheit“ bzw. Reduktion…

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  4. mynewperspective schreibt:

    Dein Scherenschnitt wirkt auf mich wesentlich ausdrucksstarker … vermutlich durch die (farbliche) Reduziertheit. Deine Interpretation und Umsetzung spricht mich eher an, als das Original. 😉

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    • gkazakou schreibt:

      Ich freu mich über deine Zustimmung, Serap. Mir gefällt auch, wie in dem Scherenschnitt eine klare vorwärtsdrängende und zugleich behinderte Dreiecksformation entsteht, darüber das Kreuz.
      Der Druck wird dem Original leider nicht gerecht, auch weil es nur ein kleiner Ausschnitt aus einem riesigen Gemälde ist.

      Gefällt 2 Personen

  5. kunstschaffende schreibt:

    Toll Gerda, dass ist genial wie Du diese packende Szene im Scherenschnitt dargestellt hast! 👏👏👏👏👏👍

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  6. Susanne Haun schreibt:

    Du bist dem Schneiden treu geblieben!

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  7. Linsenfutter schreibt:

    Donnerwetter … Klasse gemacht.

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  8. Karin schreibt:

    Dass diese Fresken aus San Francesco in Arezzo – überhaupt dieser Küntler – Dich als junge Studentin gereizt haben, kann ich gut nachvollziehen, man kann sich an den Bildern nicht sattsehen und auch am Originalort bedarf es etlicher Besuche, um sie ganz zu erfassen.
    Dein kraftvoller, wunderbarer Scherenschnitt zeigt aus der Kreuzlegende eine Szene aus der Schlacht zwischen Heraklius und Chosroes Helena lässt das Kreuz nach Jerusalem bringen. 300 Jahre später raubt es der Perserkönig Chosrau II., der 627 von Kaiser Herakleios besiegt wird.
    Als ich zum ersten Mal dort war, sind mir beim Betrachten des Tods Adams die Tränen runtergelaufen, ich konnte sie nicht bändigen. Wir haben die Fresken vor der Restaurierung und danach gesehen und ich kann mich noch gut daran erinnern, wie unsere Tochter ganz still wurde beim ersten Besuch, da war sie 14. Damals gab es noch keine Menschenaufläufe so wie heute, keine Eintrittsgebühren, nur die Illuminierung, die kostete damals auch schon ein paar Lire.

    Danke auch hier wieder für das Heraufholen von längst Vergangenem.

    Herzlicher Gruß vom Dach, Karin

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  9. ann christina schreibt:

    Scherenschnitt ist so toll! Und deiner ist besonders schön! Es gibt eine Illustratorin, die ich sehr mag, die viel mit Scherenschnitt arbeitet, Kati Szilágyi (deutsch ungarischer Abstammung). Hier ist ihre Homepage, falls es dich interessiert: http://katiszi.com

    Gefällt 1 Person

  10. www.wortbehagen.de schreibt:

    Grandios, wie Du diese kriegerische Szene herausgearbeitet hast, liebe Gerda.
    Ich weiß ja, daß es eine schwierige kunstvolle und hochwertige Arbeit ist, eine guten Scherenschnitt aus dünnem schwarzem Papier mit einer kleinen Schere hinzubekommen.
    Dazu gehört viel Fingerspitzengefühl und ein intensives liebevolles Gefühl für das, was man möchte und natürlich Talent für eine solche Feinarbeit.
    Eine wundervolle Idee, die Gegenüberstellung Deiner Arbeit zum Original

    Gefällt 1 Person

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