
Darf ich es wagen, bei Schnee mitzureden, liebe Myriade? Biografisch hätte ich da zwar einiges vorzuweisen, denn Schnee gabs haufenweise da oben an der Ostsee, auch zugefrorene Tümpel. Sogar der Rand der Ostsee vereiste manchmal. Aber hier, im südlichen Peloponnes und in Küstennähe, gibt es keinen Schnee. Nie.
Dennoch habe ich einiges Bildmaterial, das mit Schnee assoziiert ist. Das meiste habe ich in diesem Blog bereits gezeigt, aber wer erinnert sich schon an ein Bild, das ich vor zwei Jahren einer abc-etüde anfügte und das einen von vielen Skifahrern zerpflügten Berg mit dünner Schneedecke zeigt?

Und wie ist es mit diesem von Raureif verzauberten Blatt, das ich oben in einem Taygetos-Dorf sah? Erinnert sich etwa jemand daran? Natürlich nicht. Das ist Schnee von gestern.

Ich selbst hätte es ja vergessen, hätte ich nicht ein Schneemuseum eingerichtet. Es ist an Pracht vielleicht nicht dem Museum vergleichbar, das Christianes Einladung zur letzten abc-etüde des Jahres schmückt. Dafür aber ist es weltweit einmalig.
Ich hoffe, du bist warm angezogen: die Hallen sind frostig. Nun schau dich um.
Die großen Schnee-Blöcke im Hauptsaal sind tiefgefroren Hier kannst du die feinen Kristallstrukturen studieren. Dezent angebrachte Schildchen geben dir die nötigen Informationen, zum Beispiel, aus welchem Jahr und von welcher Lagerstätte der Schneeblock stammt.

Fotos von alten Schnee-Lagerstätten helfen dir, die jeweiligen Schneekristallstrukturen richtig einzuordnen.

Selbstverständlich gibt es in dem Museum auch eine Kunstabteilung, um eine Vielzahl von Schneebildern aufzunehmen, darunter dieses Dorf am zugefrorenen See…

oder „Es schneit in der Grossstadt“.

Eine Abteilung zeigt Historisches, etwa den griechischen Kriegswinter 1941.

Es gibt auch Märchenbücher, etwa dies mit dem prophetischen Titel „Herr Winter kommt nicht mehr“. Für jeden Geschmack und jedes Alter ist etwas dabei. Versprochen!




































