Ab heute bis zum 24. Dezember geht jedenTag ein Fensterchen des Kalenders auf.
ERSTER TAG: 1. DEZEMBER
Ab heute bis zum 24. Dezember geht jedenTag ein Fensterchen des Kalenders auf.
ERSTER TAG: 1. DEZEMBER
Da jetzt keine abc-Etüden angesagt sind, ich das Reimen dennoch nicht lassen kann – ein katastrophisches Reimgedicht zu Ehren des Kängeruhs. Warum grad das Kängeruh? fragst du vielleicht. „Ja, warum nicht das Kängeruh?“ wäre meine Antwort.
Es hockt mit überschlagnen Beinen
Mit sich und mit der Welt im Reinen
in allerschönster Seelenruh
Das eine Aug im Tiefschlaf zu
Das Käng Guru.
Da kommen sie in großen Schwärmen
Sie kommen mit erbärmlich Lärmen
Sie schreien Me und schreien You
Und tu schon was ich sag, mach zu!
Du Käng Guru!
Das Käng weiß nicht wie ihm geschehn
Denn sowas hat es nie gesehn
Und was es sieht, das riecht auch streng
Es hört erschrocken noch ein Bäng!
Das Guru Käng
Wo Bäng und Peng den Frieden stören
Entfliehn entsetzt all die es hören
Die Wälder lehren sich im Nu
Verblieben sind nur ich und du.
Kein Käng Guru.
Die Bilder habe ich mit Maries Schnipseln gelegt. Im Original sind sie weiß. Die Rückseiten habe ich eingefärbt. Dasletzte Bild ist eine Überblendung aus Positiv und Negativ, leicht gegeneinander verschoben.
Bist du, lieber Leser, liebe Leserin, ein Roboter? Nein? Dann beweise es bitte. Wie oft wurde ich schon geprüft. Und manchmal bin ich schier verzweifelt, weil ich nicht alle Fahrräder, Lastwagen, Brücken oder was auch immer auf die Reihe brachte.
Du bist natürlich ein Mensch und kannst es beweisen. Die folgenden sechs Fotos habe ich alle vom selben Standort aus aufgenommen. Aber das ist nicht das einzige, was sie gemeinsam haben. Was noch? Was haben alle Fotos gemeinsam? Na?
Du kommst nicht drauf? Bist vielleicht doch ein Roboter? Ich glaube es nicht und helfe dir gern auf die Sprünge. Das folgende Bild zeigt ebenfalls die gemeinsame Eigenschaft der sechs Fotos oben.
Jetzt ist der Groschen endlich gefallen, nicht wahr? Nein? BIST du etwa ein Roboter? Ich mags nicht glauben. Eine Chance gebe ich dir noch, um zu beweisen, dass du ein Mensch bist: Welche Fahne hat das Land, aus dem die 5 Besucher angereist waren, die sich am 26. November an unserem Esstisch einfanden?
Noch ein paar Blatt-Collagen zu dem Gestrigen habe ich gemacht und möchte sie zeigen. Den Ausgangangspunkt nahm ich diesmal bei dem Blatt- wie ich es vom Geröllstrand hochhob.
Mit diesem Hintergrund verschmolz ich allmählich die drei Zeichnungen und hängte sie in eine Galerie. Anklicken zum Größersehen.
Schließlich noch eine Variante mit den Zeichnungen 1 und 2, die ich gegeneinander verschoben habe, samt dem fotografierten Blatt.
Die zwei Ausgangsbilder
und die Überblendung

Möge unser Herz frei und stark sein, um dem Kommenden angemessen zu begegnen.
Allen lieben Leserinnen und Lesern wünsche ich ausschließlich angenehme Adventures (engl. Abenteuer)!
Heute sah ich am Geröllstand, wo ich auf meinen einkaufenden Mann wartete, ein abgefallenes Blatt.
Ich nahm es in die Hand und drehte es um.
Zu schön, um es zurückzuwerfen, befand ich, und legte es ins Auto. Ich würde es zeichnen. – Am Abend dann, bei Kunstlicht im Atelier, nahm ich es erneut in die Hand.
Und zeichnete es dreimal mitsamt der Hand und dem anderen, dem weißen Blatt, auf dem ich zeichnete (zum Größersehen anklicken).
Wie ich so die Zeichnungen und das Blatt betrachte …
lege ich sie aufeinander: das reale Blatt und das Blatt Papier mit dem gezeichneten Blatt.
Zum Abschluss noch ein kleines digitales Zauberstück, zu Ehren des Blattes. Nun darf esvergehen.
Das ABC bei Wortman geht, wie auch das Jahr, seinem Ende entgegen. X ist nun angesagt. X-mas fiel mir ein – aber da war ich nicht die Einzige. X für U – klar, das hat Wortman selbst schon abgedeckt. Von der Stadt Xanthen, die beim Scrabblen manchmal die Rettung aus der Not ist, habe ich kein Foto. Das Aus-Ixen hat Heide von Puzzleblume schon sehr schön ins Bild gesetzt (Atomlager – nein danke). Was also tun?
Bei so manchem würde man sich heute größere Transparenz wünschen, aber die X-Rays für Politischen Filz sind leider noch nicht erfunden worden. Bei Knochenbrüchen haben sie sich als sehr nützlich erwiesen. Hier ein Foto des zerbissenen Vorderbeins von Tito, meinem Hund.
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Röntgen, der die Strahlung am 8. November 1895 zufällig entdeckte (eigentlich war er ganz anderen Phänomenen auf der Spur). schlug selbst den Namen X-Strahlen vor, und in den meisten Sprachen heißen sie weiterhin so (X-Ray, Rayon X, Raggi X). Auf Griechisch heißen sie richtigerweise ακτινογραφίες, also Strahlungszeichnungen.
Wer mehr über den „mysteriösen“ Entdecker der Strahlen wissen will: hier.
Rote Flammen drängen über die steinerne Mauer, schlagen über sie hinweg. Die Bougainvillea im Nachbargrundstück ist es. In den meisten Gärten blüht diese Pflanze aus der Familie der Wunderblumengewächse (Nyctaginaceae), und niemals hört sie auf zu blühen. (Foto vom 27.11.2021)
Ihre Prachtfarbe kommt freilich nicht von den Blüten: die sind winzig klein und weiß. Die Blüten werden von tiefroten Laubblättern umgeben (Scheinblüten). (Foto Oktober 2021)

Die violette wilde Bougainvillea ist hier am häufigsten. Sie ist widerstandsfähiger, die Äste sind dornenbewehrt, aber ihre „Blüte“ ist so zart und weich wie die der gezüchteten Schwestern.

Immer leuchtet das Rot und Violett der Bougainvillea in den Gärten, nie verstummt es. So war sie im Mai

mit noch geschlossenen Blütchen

Dies ist ein Eintrag zum 1. Advent! Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen erfreulichen Sonntag!
Ambrogio Lorenzetti hat vor knapp 700 Jahren im Rathaus von Siena drei große Fresken gestaltet, die unter dem Titel Allegoria ed effetti del Buono e del Cattivo Governo bekannt geworden sind. Sie stellen allegorisch die gute und schlechte Regierung und deren Folgen für die Bewohner dar. (Abbildungen findest du im Netz)
Ich stand vor Jahren vor diesen Bildern, die mich nicht nur wegen ihrer schönen Farben, sondern auch wegen ihrer einfachen Logik beeindruckten. Wird gut regiert, herrscht Frieden, die Menschen produzieren, treiben Handel, tafeln, tanzen, musizieren und haben ein fröhliches Gemüt. Wird schlecht regiert, herrscht Krieg, die Häuser brennen, die verelendeten Menschen berauben sich und schlagen sich gegenseitig tot, die Raben krächzen von Trübsal und Unglück, denn auch sie finden nichts Essbares mehr auf den verwüsteten Feldern.
2015, als wir hier in Griechenland eine funkelnagelneue „erstmals linke“ Regierung bekamen, versuchte ich schon einmal, diese einfache Logik mit Legebildern nachzubilden. https://gerdakazakou.com/2015/09/22/buon-governo/.
Heute fiel mir ein, Lorenzettis Modell auf zwei Adventskalender anzuwenden, die ich in Form von täglichen Geschichten und Bildern, Nachrichten und Gedanken gestalten will.
Der eine Kalender wird durch das Bild der Heiligen Familie, gelegt aus farbigen Schnipseln, angekündigt. Er wird nur angenehme, herzerwärmende, aufbauende Bilder und Nachrichten enthalten. Ich nenne ihn „Der fröhlichen Kalender“
Der zweite Adventskalender ist schwarz-weiß. Er zeigt gewöhnliche Menschen, Leute halt, auch Kinder. Gelegt habe ich ihn aus denselben, nun auf die weiße Seite gedrehten Schnipseln. Diesen Kalender machst du besser nicht auf, wenn du dir die gute Laune nicht verderben willst. Nicht, dass ich scharf auf schlechte Nachrichten wäre – wahrhaftig nicht. Doch ich fürchte, es wird sie geben, auch wenn Vorweihnachtszeit ist. Wie er sich füllt, weiß ich noch nicht. Von Tag zu Tag wird es sich erweisen, wie schlimm die Nachrichten sind, die mich erreichen. Ich nenne ihn „Der schreckliche Kalender“.

Von Poseidon, dem großen Gott, möchte ich singen
dem Erderschütterer und Herrn über die Meere
Gott der Tiefe, Zähmer der Pferde…..
Bevor diese abc-Runde zu Ende geht, möchte ich erinnern an einen Besuch im Archäölogischen Museum, wo ich eine „Odysseen“ betitelte Ausstellung sah. Wie sehr mir seither solche Spaziergänge zwischen den Artefakten der menschlichen Kulturgeschichte fehlen!
Das Meer brauche ich nicht im Museum aufzusuchen, Gottseidank! „In einer kleinen Hafenstadt an der Ostsee geboren“, schreibe ich in jeder biographischen Notiz. Immer schon habe ich die Menschen eingeteilt in zwei Gruppen – nein, nicht in die neumodischen zwischen „Geimpften“ und „Ungeimpften“, sondern in die uralte Unterscheidung zwischen Meeresanrainern und Binnenlandbewohnern.
Ich selbst bin vom Meerestyp, soviel steht fest. Am liebsten würde ich das Land nur von der Meeresseite aus betrachten, gewiegt von den Wellen.
Oder wie der kleine bronzene Hippokampos (*Hippopotamos ist falsch) aus dem 5. vorchristlichen Jahrhundert, den ein Bauer beim Poseidon-Tempels von Kalamata fand: zwischen Sonnenaufgang und -untergang, zwischen Sonnenuntergang und -aufgang würde ich über das Meer fliegen und nicht müde werden,

Ich würde in all die wundersamen Verfärbungen von Meer und Himmel eintauchen.

…mich gelegentlich von den Wellen an Land spülen ….

oder durch Silberglanz treiben lassen …

und kein Unwetter scheuen.

Wie Odysseus sein? Nein. Poseidons Sohn Polyphem ermordete er, drum musste er leiden. Der trug ein Rundauge auf der Stirn. Damit überblickte er den Horizont und die Meerestiefen. Doch die Kleinheit der Menschen, die übersah er. Verspottet hat ihn der Zweiäugige mit dem hellen Verstand – der „Niemand“ zerstörte das seherische Schauen. Drum musste er umherirren auf den Meeren, und konnte nicht heimfinden. Ein moderner Mensch halt.

Umfangen von Tiefschlaf gelang dem Odysseus schließlich die Heimkehr. Nur so war es möglich. Denn um heimzukehren, musst du die Dimension wechseln.

299 Wörter
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