Zugabe!

Wir danken sehr, dass ihr uns applaudiert,
drum kommen wir noch einmal rausspaziert
und zeigen unsre Künste gern
den schönen Damen und den Herrn.
Wir hängen uns an das Trapez
und fliegen durch die Luft, ihr seht΄s!
Wir lüften auch dabei den Hut
und wünschen euch: nun schlaft mal gut!
Denn zwölfe schlug die Turmuhr eben.
Wir müssen gehn und ihr müsst leben!

 

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abc-etüde: Kata-Strophe Alterstrübsinn

Bürde speckig schieben
Das sind die Wörter, die Christiane diesmal für die Etüden in Umlauf gesetzt hat. Danke Christiane, dafür, dass du diese allseits beliebten Etüden weiter lebendig erhältst,  danke Ludwig Z für deine reizvolle Einladungsgestaltung!

Doch reizvoll hin, rosa her – bei Bürde, schieben und speckig kam mir nur Trübsinniges in den Sinn. Und so reimte ich ein paar trüb-sinnige Kata-Strophen, griff auch wieder zu meinen alt-ehrwürdigen Schnipseln  – ich hoffe, ihr kennt sie wieder -, tat zwecks optisch-optimistischer Aufhellung ein bisschen Rosa dazu, und hier sind wir mit der …

Klage eines Würdenträgers

„Ich ahnt es nicht, dass meine Würde
Mir einmal würd zur schweren Bürde!“
Der Würdenträger seufzte
Und in sein Taschentuch sich schnäufzte.
„Als ich noch jung und lustig war,
so zwischen zehn und zwanzig Jahr
da nahm ich jede Hürde
ganz ohne jede Bürde.
Doch nun, ihr Werten, Lieben,
müsst ihr mich vorwärts schieben,
und in dem speckigen Talar
steh ich gebeugt an dem Altar
und red von würde und von sollte,
weil sonst der liebe Herrgott grollte.
Viel lieber würd ich mit euch tanzen
Und nochmals schultern meinen Ranzen
Ganz ohne Pflicht und Amtstalar
Doch nie kommt wieder, was einst war.“

Würdenträger undd Ministranten (c) gerda kazakou

Ohne das rosa Beiwerk geht es natürlich auch.

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Vorhang auf für die Artistenfamilie!

Mit dem Auftritt der gesamten Artistenfamilie endet vorerst diese Show. Alle Darsteller drängeln sich auf der Bühne, wirklich alle. Die Darsteller waren Susanne Hauns Schnipsel und ein paar blaue Papierfetzen aus eigener Produktion.

Und hier erscheinen die Artisten noch einmal grüppchenweise auf der Bühne.

Bitte anklicken und Applaus!!!

Vorhang zu.

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Gefahren meistern, Mut beweisen!

Wieder lachten mich Susanne Hauns Schnipsel mit ihren lebhaften Farben und exakten Formen an, daneben lagen ein paar meiner blauen Fetzen.

Susannes große Spirale ist natürlich DIE Herausforderung. Was ist mit ihr noch anzufangen? Ich habe ja schon etliche Möglichkeiten ausgereizt.

Aber eine Schlange hatte ich noch nicht gelegt, ha! Und auch kein Menschlein, das mit seinem schwächlichen Speer die Inkarnation des Bösen zu besiegen sich anschickt.

Der Schlangentöter (c) gerda kazakou

Da hatte ich also auch mein heutiges Thema gefunden:

Gefahren meistern, Mut beweisen!

Das ist doch ein schöner Vorsatz, dachten sich auch Irma und Karl Krause*. Sie reisten in ein exotisches Land und gingen unter der brennenden Sonne ohne Hut spazieren. Ich hoffe sehr, dass diese Mutprobe sie nicht den letzten Verstand gekostet hat.

Krauses* Spaziergang (c) gerda kazakou

*Die Namen wurden aus Personenschutzgründen verändert.

 

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Segnung des Wassers, Epiphania

Heute, 6. Januar, am Tage der Verklärung (Epiphania) wird überall in Griechenland das Wasser gesegnet: Brunnen, Quellen, Bäche, Flüsse, die Häfen, das Meer. Es ist einer der höchsten Feiertage des Kirchenjahres. In der Ostkirche – mit Ausnahme Griechenlands – feiert man heute das Weihnachtsfest.

Diese Bildausschnitte sowie das letzte Bild habe ich aus dem Archiv gezogen: Papierklebestreifen, Aquarell, Kohle auf Papier.

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Meine Reise nach Kuba – November 2006

Eben sah ich in Nadias Blog ein herrliches Aquarell von Binales auf Kuba.

Ich schrieb dazu als Kommentar: „Dein Bild gibt wunderbar die Atmosphäre von Binales wieder! Es ist ein Land, das von keiner Maschine berührt wurde. Das Land wird wie vor Urzeiten bestellt. Dadurch entsteht ein tiefes Gefühl der Weichheit und Harmonie. Man wandert über eine unverletzte Erde. (Wir waren im November 2006 dort, und ich hoffe, dass alles noch so ist wie damals).“

Nun arbeiten die Erinnerungen an Kuba in mir, und ich suchte meine damaligen Fotos heraus. Nadias Aquarell gibt die besondere Stimmung dieser Weltecke weit besser wieder als es meine Fotos tun, aber sei’s drum.

Das Land von Binales im November 2006:

Das Städtchen Binales

Und ja:  Nun, wo die Erinnerungen mich bestürmen, auch Havanna, das so ganz andere, lebensvolle, liebenswerte Havanna. Draufklicken, und die Galerie öffnet sich.

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Ölernte

Die letzten drei Tage standen im Zeichen der Ölernte. Nachts starker Regen, morgens der Blick hinauf zum Himmel: werden sich die Wolken zusammenziehen oder verflüchtigen? Wir hatten Glück: von morgens bis halb vier Uhr blieb es trocken, dann rauschte wieder der Regen herunter, und in der Nacht entluden sich Gewitter. Unsere Erntehelfer kamen gut voran, die Ölmühle schickte ihren Laster, um die 18 dicken Jute-Säcke zu verladen. Ich begleitete den Pressvorgang diesmal nicht, denn es dunkelte bereits und die schmalen kurvenreichen Straßen durch das Bergland sind bei Regen nicht so angenehm zu fahren. Aber wenn du gern einen Blick in die Ölmühle werfen will: hier kannst du es tun.

Und hier kannst du den Erntearbeitern zuschauen.

Das frische Öl ist dunkelgrün und duftet. Natürlich probierte ich es gleich aus, mit Brot und Salz. Hmmm. Himmlisch.

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Denken – von der Schülerin zur Meisterin.

Gestern legte ich ein Bild zur „Herzkraft“, heute grübelte ich darüber nach, wie ich mit denselben Schnipseln (von Susanne Haun und mir) etwas Bildliches zum Denkprozess beisteuern könnte. Und so legte ich als erstes eine Denk-Schülerin und als zweites eine Denk-Meisterin, die gerade die Weltformel erdacht hat.

Zuerst also die gelehrige Denkschülerin: Sie lernt es, Einfälle zu haben, logische Verbindungen zu schaffen, eins aus dem anderen abzuleiten und aus all diesen Denk-Vorgängen ein schwankendes Gebilde herzustellen, das man zB eine „Erklärung“ nennen könnte. („Wenn a und b und unter den Bedingungen von c, d,e, wobei diese als konstant zu denken sind….., tritt x ein „) . Die Lehrerin oder Mutter (links im Bild) ist zu Recht erfreut über die Fortschritte der kleinen Denkerin.

Und so reift das Kind langsam zur Denk-Meisterin heran. Immer großartiger werden die  von ihr in Balance gehaltenen Gedanken-Gebilde, bis schließlich die fantastisch einfache Weltformel gefunden ist, aus der sich alles ableiten und erklären lässt:

X = A

Wie schon Goethe befand, ist alle Theorie grau („Grau, teuer Freund, ist alle Theorie und Grün des Lebens goldner Baum“, Faust I). Dem habe ich mit meinen Bearbeitungen Rechnung tragen wollen. Draufklicken, und die Bilder werden groß.

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Die Herzkraft in der therapeutischen Arbeit

Dies Legebild – elektronisch überarbeitet – entstand heute aus den vereinten Schnipseln von Susanne Haun und mir im Rahmen meiner therapeutischen Arbeit.

Die Herzkraft baut das Lebensfeld auf, erneuert es ständig und hält es in Balance. Die Kraft unseres Lebens quillt aus dem hl. Gral des Herzens.

Hier die ursprüngliche Legearbeit, die, so finde ich, den Jonglierakt, den die Herzkraft tagtäglich zu leisten hat, ganz gut wiedergibt. Da braucht jetzt nur ein Sturm zu kommen, und  dein schön geordnetes Leben fliegt dir um die Ohren.

 

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Wunsch eines Jasagenden: das Notwendige schön denken.

Einen bedenkenswerten Wunsch „Zum neuen Jahre“ fand ich eben bei phileidos.
Friedrich Nietzsche hat ihn einst an sich selbst gerichtet.

„Ich will immer mehr lernen, das Notwendige an den Dingen als das Schöne sehen  – so werde ich einer von denen sein, welche die Dinge schön machen.“

Hier der Kontext:

„Zum neuen Jahr. – Noch lebe ich, noch denke ich: ich muß noch leben, denn ich muß noch denken. Sum, ergo cogito: cogito, ergo sum. Heute erlaubt sich jedermann, seinen Wunsch und liebsten Gedanken auszusprechen: nun, so will auch ich sagen, was ich mir heute von mir selber wünschte und welcher Gedanke mir dieses Jahr zuerst über das Herz lief – welcher Gedanke mir Grund, Bürgschaft und Süßigkeit alles weiteren Lebens sein soll! Ich will immer mehr lernen, das Notwendige an den Dingen als das Schöne sehen – so werde ich einer von denen sein, welche die Dinge schön machen. Amor fati: das sei von nun an meine Liebe! Ich will keinen Krieg gegen das Häßliche führen. Ich will nicht anklagen, ich will nicht einmal die Ankläger anklagen. Wegsehen sei meine einzige Verneinung! Und, alles in allem und großen: ich will irgendwann einmal nur noch ein Jasagender sein! (Nietzsche: Fröhliche Wissenschaft, Aph. 276)

auf der Flucht (c) Gerda Kazakou

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