Das Meer als Scheibe (Bleistiftzeichung)

Das Meer als Scheibe (Bildausschnitt)

Den Gong legte ich heute flach hin – flache Erde, dachte ich, das Meer als Scheibe. Glaubten die Menschen ja seit Anbeginn, und manche glauben es immer noch. Und wenn ich ehrlich bin: Am Meer liegend und hinausschauend auf die leicht gewölbte glänzende Scheibe finde ich diese Ansicht gar nicht mal verkehrt. Genauso wie die andere, dass die Sonne unter- und der Mond aufgeht.

Auf diesem Meer ließ ich meine Armada auffahren: Boote aus Holz, Keramik, Glas. Ein besonders schön geformtes Stück Schwemmholz und eine winzige Eule aus Metall bewachen die Küste, an der ein paar Muscheln den Maßstab setzen.

Das Meer als Scheibe (Bleistiftzeichnung) (c) gerda kazakou 2018

 

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, alte Kulturen, die schöne Welt des Scheins, Leben, Materialien, Meine Kunst, Mythologie, Natur, Vom Meere, Zeichnung, Zwischen Himmel und Meer abgelegt und mit , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

26 Antworten zu Das Meer als Scheibe (Bleistiftzeichung)

  1. kopfundgestalt schreibt:

    Unermüdlich bist Du, unermüdlich! 🙂

    Schwemmholz und eine winzige Eule aus Metall: Aktive Beobachter: Schauend und gleichzeitig Teil der Szenerie.

    Schönen Nachtgruß, „ich gebe mir jetzt die Scheibe“… 🙂

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  2. finbarsgift schreibt:

    Im lokalen Lebensbereich ist und bleibt die gute Erde eine Scheibe, anders wäre Leben kaum jedenfalls möglich (schau dir mal den kleinen Prinzen an auf seinem kleinen Asteroiden B 612 an)…

    Im globalen gesehen wird die Erde erst zur Kugel, seeehr großen Kugel, als blauer Punkt im Kosmos!

    Dein Kunstkosmos ist Scheibe und Kugel zugleich, jedenfalls stets eine feine, runde Sache…

    Liebe Morgengrüße vom Lu

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    • gkazakou schreibt:

      hab herzlichen Dank für deinen Kommentar, lieber Lu! Ja, den kleinen Prinzen kann man sich gut in meinem SYMPAN (Kosmos, Alleszusammen) vorstellen. Der Gong ist tatsächlich etwas gewölbt, so dass er den Ausschnitt einer überschaubaren Kugel darstellt. Diesen Eindruck habe ich auch immer am Meer, weshalb ich glaube, dass die Kugelvorstellung bei Küstenbewohnern stets auch im Vorstellungsbereich war.

      Gefällt 2 Personen

      • finbarsgift schreibt:

        Und dieser „Hauch“ von Kugel führte ja dann auch zu der Kugelidee der Erde, lange bevor man den Erdenpunkt vom Weltall aus, der ISS, dem Mond, dem Mars usw. beweisend sehen konnte…
        LG vom Lu

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  3. juergenkuester schreibt:

    Armada und Scheibe und diszipliniert und emsig …
    Das fällt mir heute ein, wenn ich bei Dir vorbeischaue, Liebe Grüße
    Juergen

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  4. kowkla123 schreibt:

    ich bin immer wieder gerne hier bei dir, hier noch ein Tipp von mir, ich empfehle kräftig durchzuatmen, die Sonne kommt garantiert wieder in alter Stärke zurück, Klaus

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  5. Werner Kastens schreibt:

    Entgegen aller physikalischer Beweise: Ich habe heue immer noch ein komisches Gefühl, wenn ich daran denke, dass ich ja in Wirklichkeit bei uns hier in Europa schräg im Winkel auf der Welt stehe. Ich war mal in Ecuador genau an der Stelle, wo die Welt in Nord- und Südhälfte geteilt ist (Mitad del Mundo). Mit einem Bein auf der Nordkugel, mit dem anderen auf der Südkugel. Aber ja eigentlich nicht gestanden, sondern (von ausserhalb gesehen) wie waagerecht andie Erde geschraubt. Oder in Argentinien: da klebte ich mit dem Kopf nach unten an der Welt. Und die Meere sind ja auch alle an die Erdoberfläche geleimt und laufen nicht aus, oder?

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  6. Werner Kastens schreibt:

    Da fällt mir gerade auf: das kleine Boot links hat ja die griechische Fahne gehisst, mit dem Kreuz links oben. Oder ist das nur Tarnung und in Wirklichkeit ein Freibeuterschiff?

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    • gkazakou schreibt:

      Du siehst richtig, lieber Werner. Dies kleine Boot hat die griechische Fahne gehisst und gehört damit zur immer noch weltgrößten Flotte 🙂

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    • gkazakou schreibt:

      Vielen Dank, Werner, auch für den link. Die Position der griechischen Schifffahrt im Welthandel ist tatsächlich wenig bekannt. Meist wird auf die Reeder draufgehauen, weil sie wenig Steuern zahlen. Dabei hat der Staat gar keine Handhabe angesichts der Internationalisierung der Flaggen. Die Reeder würden einfach die griechische Flagge gegen eine andere tauschen (was sie ja zum Teil sowieso tun). In Deutschland haben die Reeder deshalb dieselben Privilegien.
      Die griechischen Reeder tragen aber viel durch ihre Stiftungen bei. Die Niarchos-Stiftung – um nur eine der aktivsten zu nennen – finanziert nicht nur viele unmittelbar humanitäre Aufgaben in Griechenland (Schulspeisung u.ä.), sondern hat eine riesige vorbildliche Investition mit Oper, Bibliothek, Gärten am Faliron-Dreieck getätigt. Siehe hier: https://gerdakazakou.com/2018/02/12/ein-wunder-ist-geschehen/

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      • Werner Kastens schreibt:

        Ja, die alten Patriarchen haben das schon sehr gut austariert: Vorteile annehmen aber auch soziale Verantwortung zeigen und etwas zurück geben. Sollte ein Vorbild für die „Heuschrecken“ und heutigen Kapitalgesellschaften sein.

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    • gkazakou schreibt:

      Da stimme ich dir voll zu! Tatsächlich gäbe es viele Einrichtungen in Griechenland nicht ohne diese Stiftungen – Universitäten, Planetarium, Pinakotheken, Bibliotheken, Behindertenwerke, Kultureinrichtungen, Kliniken, Forschungsinstitute usw usf . Der Staat hingegen frisst das Steuergeld auf, für eine schwerfällige Bürokratie und eine riesige Regierung (48 Minister!), zahlt hohe Gehälter an sich selbst und seinesgleichen, lässt das öffentliche Immobilien-Vermögen ungenutzt oder nutzt es falsch – kurzum, ist weitgehend ineffektiv und korrupt. Ja, leider.

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  7. TeggyTiggs schreibt:

    …belebt, was sich da so auf und an dem Meer tummelt, von dunkel bis hell spiegelt es die inneren Bewegungen des Wassers wieder…wie sollte es anders sein?

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  8. Maren Wulf schreibt:

    Hübsch, deine Scheibe, liebe Gerda. Man kann die Alten schon verstehen, nicht wahr? Pass nur auf, dass deine Boote nicht hinunterfallen. 😉

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  9. www.wortbehagen.de schreibt:

    Ein Königreich für ein Boot und Du hast gleich fünf davon, liebe Gerda,
    und nun tummeln sie sich auf dem Meer, das eine Scheibe ist, auf dem sie aber auch wundervoll zur Geltung kommen und Kerzen braucht es hier wirklich nicht *lächel*.
    Schon wieder denke ich an ein Bilderbuch, die Texte von Gerdas Hand und die Zeichnungen sowieso. Es könnte auch eines für die etwas größeren sein. Was könnten sie hier alles entdecken und Entdecker sind sie doch alle, die Kleinen, die Mädchen wie die Jungen

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  10. Ulli schreibt:

    Sowas von schön und stimmig!!! Ist leider bislang an mir vorbei gegangen.
    Es stimmt, je nachdem wo man ist, ist die Erde eine Scheibe und der Mond auch – ich erlebte dies auf den Lofoten – lang ists her…
    liebe Grüße durch die Nacht an dich, Ulli

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