Optimisten

50x70_optimismNun möchte ich doch, ohne Wenn und Aber, einfach mal ein Gutes Neues Jahr all denen wünschen, die es verdient haben – und das sind sicher wir alle. Das eingefügte Bild trägt den Titel „Optimisten“, nach den kleinen Einhandseglern, mit denen Kinder das Segeln lernen. Mein Mann hat es in diesem Jahr als Grußkarte an seine Freunde und Kollegen gewählt – mit überwältigendem Erfolg. Die Empfänger waren dankbar für den kleinen Schluck Optimismus. Wer kann es ihnen verdenken? Wir befinden uns in Griechenland.

Alsdann! auf die Plätze fertig los! Nimm all deine Kräfte zusammen und: Spring!

und schon bist du auf der anderen Seite des Abgrunds gelandet, auf der dich das große Schild empfängt:

2016

Drunter, in kleinen verschnörkelten Buchstaben, steht:

Alles wird gut

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Kalikantzari

Du weißt nicht, was Kalikantzari sind? O doch, du kennst sie! Sicher ist dir in diesen Tagen eine Uhr weggekommen oder eine Weinflasche fiel zu Boden oder ganz unverständlicher Weise befanden sich die CDs unter der Bettdecke oder dein einer Schuh war da, der andere aber nicht. Das waren die Kalikantzari!

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Hier haben sich drei von ihnen auf unserem Couchtischchen präsentiert. Eigentlich müssten sie lange Ohren haben wie die Esel, aber diese hier haben darauf verzichtet.

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Die armen Kalikantzari müssen das ganze Jahr über unter der Erde leben und sich von Schlangen und anderem Ungeziefer ernähren. Weil sie sich dort unten langweilen, sägen sie am Baum, der den Himmel über der Erde hält, in der Hoffnung, dass er eines Tages wie ein schlapper Sack runterfällt und die Menschen unter sich begräbt.

Doch wenn die uns inzwischen allen bekannten 12 Tage kommen, die zwischen den ordentlichen Mondmonaten liegen, dann steigen die Kalikantzari empor und beginnen, in unseren Häusern ihren Unsinn zu treiben.

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Lass sie, nimm es ihnen nicht krumm! Sie sind nicht wirklich böse, sondern nur ein bisschen übellaunig. Am 6. Januar müssen sie schon wieder hinunter, während du dich am wachsenden Licht wirst freuen dürfen.

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Die Endlosrolle oder Der dauernde Moment

„Die Zeit verrinnt, die Spinne spinnt“ – lese ich im Blog „Mannigfaltiges“ und möchte dem spontan zustimmen: Ja, so ist es.

Aber ist es so?

Auf meinem Foto  entfaltet sich grad eine Endlosrolle. Blatt für Blatt entrollt sie sich. Ganz so endlos, wie es scheint, ist sie zwar nicht. Aber unbeschrieben ist sie. Also verweist sie auf die Zukunft. Dass sie aus dem Dunkelbereich in lichtere Regionen rollt, freut mich. Man darf hoffen.

Die Endlosrolle (c) Gerda Kazakou

Warum dieses Bild? Weil die Zeit „zwischen den Jahren“ sich anfühlt  wie Ewigkeit. Das alte Jahr hat eigentlich nichts mehr hier zu suchen.  Alle Rückblicke sind abgeschlossen.  Alle guten Wünsche wurden gesagt. Wann kommt endlich, mit Trara, Sektknallen und Feuerwerk der erlösende Moment?  Er kommt nicht. Er lässt auf sich warten. Und wenn er dann kommt – falls er kommt – ist er auch nicht das wirklich Neue. Er ist ein Irrtum, eine Illusion, eine willkürliche Zäsur im ewigen Rollen der Zeit.

Hoppla! Rollt die Zeit, oder rollt die Rolle? Egal.

Ehe ich mich auf philosophische Debatten einlasse,  wende ich mich lieber der Zeitlosigkeit zu, die auf nichts wartet. In der sich nichts bewegt. Dem  Moment, der dauert. Auch er, natürlich, eine Illusion.

zeitlose Landschaft. Blick vom Burgberg Korinth (c) Gerda Kazakou

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Lebensschnipsel

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Als ich ein Kind war, machten wir zu Silvester Bleigießen (Molybdomantie – Bleiorakel auf Griechisch). In einem Pfännchen wurden Bleistücke über einem Feuer geschmolzen und dann in kaltem Wasser zum Erstarren gebracht. Die Bilder, die entstanden, waren deutungsfähig wie Kaffeesatz. Jeder fand das, was ihm entsprach. Drum war es eine sehr effektive Methode, die Zukunft vorauszusehen.

In der Neujahrsnacht will jeder die Zukunft befragen. Manche tun es verschämt, manche offen. Gern würde ich Blei gießen, doch habe ich keins. Also schütte ich die Schnipsel, die mir in diesem Jahr dazu gedient haben, hunderte von Bildern zu legen, auf einen Haufen und schüttele sie durcheinander. Es entstehen Formationen, die deutungsfähig sind. Jeder kann daraus die Zukunft lesen, die ihm gemäß ist.

 

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Für dich ist nichts dabei? Kein Wunder! es sind meine Lebensschnipsel. Du wirst aus deinen eigenen deine neuen Bilder legen müssen. Jeden Tag von Neuem.

Jeden Tag von Neuem – gelegt aus den Lebensschnipseln – und zurückgegeben an den Fluss des Lebens.

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Ikarus in Blau

Sich treiben lassen im unendlichen Blau des Himmels. Selbst zum Himmel werden, Stück um Stück. Grenzüberschreitend, frei.

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….

Manchmal frag‘ ich mich,
Was ist es eigentlich,
Das mich drängt aufzusteigen und dort oben meine Kreise zu zieh‘n,
Vielleicht, um über alle Grenzen zu geh‘n,
Vielleicht, um über den Horizont hinaus zu seh‘n
Und vielleicht, um wie Ikarus aus Gefangenschaft zu flieh‘n….

Reinhard Mey, Ikarus

Ist vielleicht nicht die ganz große Lyrik, aber diese Fantasie, dass Grenzen keine Rolle mehr spielen und Gefangene durch die Lüfte entfliehen können, hat meine Sympathie. Außerdem ist der Barde, nicht ganz zufällig, mein Jahrgang.

Falls du weniger weiträumig denkst, da dich keine Grenzen behindern, magst du vielleicht mit den Leichtmatrosen in den unteren Sphären, näher am Meer, ein Spielchen wagen.

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Montags ist Fototermin: Manches geht zu Ende, Neues kommt

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… manches geht zu Ende.

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Doch schau, da kommt auch was …

…und ist schon da.

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Was bringt es denn?

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Gut, dass wir es nicht wissen.

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Griechische Dichtung am Sonntag: Odysseus Elytis

Was man versprochen hat, sollte man, wenn man es irgend kann, auch halten. Ich versprach, diesmal den „anderen Lesbos-Dichter“ vorzustellen: Odysseus Elytis. Doch wie? Sein Hauptwerk „Gepriesen sei“ (Axion Esti) ist so vielschichtig und umfangreich, dass es ganz unmöglich ist, es im Blog zu besprechen. Einen Teil daraus? Nun, ich will es versuchen.

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4. Gesang. ΕΝΑ τό χελιδόνι κι ἡ Ἄνοιξη ἀκριβή

Wahrscheinlich habt ihr das Lied schon gehört: Mikis Theodorakis hat es vertont, und jedem Griechen liegt es auf den Lippen und im Herzen. Im internet könnt ihr Ausführungen mit sehr vielen bekannten Interpreten finden. Wie ist es möglich, dass ein so schwieriger Text solche Popularität erreichte? In der wörtlichen Übersetzung ist er recht sperrig, im Original hat er hingegen Rhythmus und Reim, Melodie und Leichtigkeit. In der Vertonung von Theodorakis werden diese Elemente noch einmal gesteigert. Das Gedicht wird zu einem triumphalen Gesang.

Ενα το χελιδονι κι η Άνοιξη ακριβή
Για να γυρίσει ο ήλιος θέλει δουλειά πολλή
Θέλει νεκρούς χιλιάδες να ‚ναι στους Τροχούς
Θέλει κι οι ζωντανοί να δίνουν το αίμα τους.

Θε μου Πρωτομάστορα μ‘ έχτισες μέσα στα βουνά
Θε μου Πρωτομάστορα μ‘ έκλεισες μες στη θάλασσα!

Παρθηκεν απο Μαγους το σωμα του Μαγιου
Το ‚χουνε θαψει σ‘ ενα μνημα του πελαγου
Σ‘ ενα βαθυ πηγαδι το ‚χουνε κλειστο
Μυρισε το σκοταδι κι ολη η Αβυσσο.

Θε μου Πρωτομαστορα μεσα στις πασχαλιες και Συ
Θε μου Πρωτομαστορα μυρισες την Ανασταση!

Σαλεψε σαν το σπερμα σε μητρα σκοτεινη
Το φοβερο της μνημης εντομο μες στη γη
Κι οπως δαγκωνει αραχνη δαγκωσε το φως
Ελαμψαν οι γιαλοι κι ολο το πελαγος.

Θε μου Πρωτομαστορα μ‘ εζωσες τις ακρογιαλιες
Θε μου Πρωτομαστορα στα βουνα με θεμελιωσες!

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Meine Rohübersetzung, in Klammern alternative Bedeutungen:

Eine (erste) Schwalbe, und der Frühling teuer / Damit die Sonne wiederkehrt (sich dreht) / ist viel Arbeit (Mühsal) vonnöten./ Tausende von Toten braucht es (dafür) auf den Rädern (Planetenbahnen) / Es braucht auch die Lebenden / dass sie ihr Blut geben. 

Mein Gott, erster Erschaffer (Handwerksmeister), du hast mich in den Bergen eingemauert (gebaut) / Mein Gott, erster Erschaffer, du hast mich im Meer eingeschlossen!

Die Magier* nahmen den Leib des Mai mit / Sie haben ihn in einem Grab (Grabmal) des Meeres begraben / In einem tiefen Brunnen haben sie ihn eingeschlossen / es duftete (davon) das Dunkel und der ganze Abgrund.

Mein Gott, erster Erschaffer, auch du inmitten des Flieders** / Mein Gott, erster Erschaffer, hast die Auferstehung gerochen***!

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Verwirrt wie das Sperma in finsterer Gebärmutter das furchtbare Insekt / der Erinnerung in der Erde drinnen / Und wie die Spinne beißt, so biss das Licht / Leuchteten die Küsten und das ganze Meer.

Mein Gott, erster Erschaffer, du hast mich mit Küsten umgürtet / Mein Gott, erster Erschaffer, in Bergen hast du meine Fundamente gesetzt.

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Zur Erklärung: *Magier – die heiligen Drei Könige  ** Flieder heißt auf griechisch Paschalia, von Pascha = Ostern. Also die Österliche. *** mirizo = duften, aber auch den Duft mit der Nase aufnehmen, also riechen.

Von den „Magiern“ (Hl. Drei Könige,  auch gefeiert als Tag der Jordantaufe, Heiligung des Wassers, Verklärung Christi) bis zur „Paschalia“ (Flieder) und Anastasi (Auferstehung, Ostern) – umgreift das Gedicht den Zeitraum vom 6. Januar über den  Opfertod bis zur Auferstehung des Volkes. Es gäbe hier vieles erklärend hinzuzufügen, doch das sprengt den Rahmen des blogs. Wer möchte, schaut nach bei lyrikplanet.de, ein auch sonst sehr empfehlenswertes Portal. Dort gibt es Einiges auf Deutsch nachzulesen.

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Odysseus Elytis, bürgerlich Odysseas Alepoudelis, lebte von 1911 bis 1996.  Er wurde als zweiter griechischer Lyriker (nach Seferis, siehe früheren Beitrag) mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt. Der große Zyklus „Axion esti“ entstand in den Jahren 1949-1959. Er ist inhaltlich mitgeprägt durch das Leiden des griechischen Volkes unter der deutschen Besatzung und den unbedingten Freiheitswillen. Formal nimmt er Elemente der orthodoxen Liturgie auf. Der Titel „axion esti“ verweist auf die Hymnen zum Ruhm der „Gottesgebärerin“ Maria, die mit dieser Anrufung einsetzen.

 

 

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Griechische Kunst am Sonntag: Diohandi in Eleusis

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Vollmond war an jenem Tag, als ich mich durch den abendlichen Verkehr Athens hinausquälte nach Elefsina, der Industriestadt westlich von Athen, die im Altertum als Mysterienstätte Eleusis berühmt war. Eine befreundete Künstlerin hatte mir gesagt: Diohanti hat dort, in einer leerstehenden Fabrik, eine Installation, die du unbedingt sehen musst.

Ich fand nach einigem Umherirren das ausgedehnte Fabrikgelände, nahe am Hafen. Magie. Die  griechische Künstlerin Diohanti hatte den Ort verwandelt, hatte in die leeren Hallen dort Vorgefundenes, Weggeworfenes, Ausrangiertes eingebaut, und durch verschiedenfarbige Illumination eine geheimnisvolle Atmosphäre geschaffen.

Darüber das Licht des vollen Mondes. Und der Name, der in mir klingt: Eleusis.

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Mein iphone war kaum geeignet, um in diesem fließenden Licht Einzelheiten herauszuheben. Aber das macht nichts. Wer sieht in Eleusis schon klare Konturen? Der innere Blick weist den Weg.

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Und plötzlich Helligkeit, fast brutal das Rechteck, die Öffnung. Hier ist kein Durchgang möglich. Geh weiter.

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Bögen wie von unterirdischer Kanalisation, ich meine, Wasser glucksen zu hören. Etwas schmerzt in mir.

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Schließlich das Bild: Menschen wie Schattenrisse stehen in einer Öffnung. Staunend auch sie. Ich gehe ihnen nach.

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Wenn du den ganzen „Einweihungsweg“  sehen willst: es gibt ein Video von der Ausstellung. Du findest es, wenn du eingibst „Diochante, instalation, Eleusinian mysteries, Διοχάντη, Ελευσίνα 2010“ bei Youtube. Dort findest du auch den Weg begleitende Texte auf Englisch.

Die Künstlerin Diohandi, mit internationaler Präsenz  (u.a. repräsentierte sie Griechenland auf der 54. Bienale 2011 in Venedig), wurde 1945 in Athen geboren, wo sie auch lebt und arbeitet. Sie studierte Malerei an der Kunstakademie Rom sowie Architektur, Kostüm- und Graphik-Design in London und Rom.

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Rauhnächte: Hexlein

Da las ich bei manchem von euch, dass zwischen Weihnachten und den Heiligen drei Königen die germanischen Rauhtage über uns hereinbrechen. Offene Gräber, Gespenster und wilde Jagden. Und Hexen, natürlich. Nach all den frommen Gedanken und Wünschen der Weihnachtstage bricht sich die hexisch-sexische Wollust Bahn.

O je! Diese haben ihre beste Zeit schon hinter sich. Nur graue Fetzen haben sie als Leiber. Man könnte sie, bei flüchtigem Hinsehen, durchaus für Tugendbolde halten, wären da nicht der verdächtig schwarze Schatten des hm (bitte keinen Namen nennen!) und die roten Hexenmale.

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Hexen sind es, Bewegung brauchen sie, jedenfalls in diesen Nächten. Ihre Lumpenleiber beleben sich, röten sich, biegen sich. Der, dessen Namen wir besser nicht nennen, treibt das Hexlein um und um. Ach, noch einmal die Geilheit der Lebendigen teilen!IMG_5503a

Schon besteigen sie ihre schändlichen Reittiere …

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… um ihr wüstes Treiben in den Lüften fortzusetzen. Dämmerung fällt …

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und die Nacht bricht herein. Hui, ihr Menschenkinder, hinein ins Haus und brav in die Betten!

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Doch bald kommt schon der Morgen. Im frühen Zwielicht lösen sie sich auf, die Gespensterchen und ihre Reittiere. Getrost kannst du dein Fenster öffnen und das helle Morgenlicht ins Zimmer hereinlassen.

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Was von ihnen bleibt, ist der Tau auf dem Unkraut und vielleicht auch, in kalten Wintern, der Rauhreif auf einem alten Lumpen.

 

 

 

 

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Noch einmal: Weihnachtsschiff

Eine Freundin hat hier im Blog ein „richtiges Weihnachtsschiff“ angemahnt. Ihr gefiel das mit den vielen Geschenken wohl nicht so recht. Ich legte daher heute ein extrem einfaches Bild.

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In der Inversion wird das Dunkle hell, das Helle dunkel.  das erinnert uns daran, dass es keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen Gut und Böse gibt. Das eine ist eine Tranformation des anderen.

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Farben und Bewegung füge ich hinzu. Der Stern zieht ruhig seine Bahn. Der Mast wird zu den drei Kreuzen auf Golgatha. Die Krone ist für den „König der Juden“, den sie verspotten und ans Kreuz nageln werden.

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Wenn wir das Schiff als geistige Metapher für Erlösungs-Hoffnung und Verwandlung der Materie sehen, nimmt es die Farbe des reinen violetten Lichts an.

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Mögen die kommenden Tage uns eine Ahnung davon vermitteln.

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