Montag ist Fototermin: Blaue Berge

Gegen acht Uhr morgens – für mich ungewöhnlich früh – trat ich auf den Balkon. Von Ferne leuchtete mir das Parnitha-Gebirge in prächtigem Blau entgegen. Hatte ich Berge jemals in solch intentivem Blau gesehen? Dies Blau erfüllte mich mit einem tiefen Glücksgefühl.

Blick vom Balkon auf die Parnitha, 27.1.2019, 8 Uhr vormittags (unbearbeitetes Foto)

Hier derselbe Blick, als es geschneit hatte.

 

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Zeichnen im Museum von Vravron (Brauron)

In Vravrona (Brauron) in Ost-Attika wurde Artemis verehrt – eine Göttin, die mir am Herzen liegt und deren Heiligtum ich immer wieder besuche. Im Dezember letzten Jahres wollte ich erstmals dort zeichnen, doch wurde ich unterwegs gewaltsam gestoppt. Mein Auto ging dabei zu Bruch.

Heute nun, mit neuem Auto und neuem Mut, fuhr ich hin und zeichnete zwei Stunden lang im Museum. Das Ausgrabungsgelände war, wie oft um diese Jahreszeit, überschwemmt und geschlossen. Es ist ein Feuchtgebiet, Schutzraum für Wasser liebende Vögel.

Hier nun meine Tintenstift-Skizzen, die meisten im mittelgroßen Zeichenblock (25×35 cm), nur die letzte ist auf einer Doppelseite im kleinen Skizzenbuch (2x 12×16 cm) entstanden. Außer dem Original zeige ich auch wieder Bearbeitungen mit Fotoshop-Filtern.

Vier kleine Artemis-Statuetten aus Ton, Grabbeigaben

 

kleine Tiere, Vasen, Statuetten

 

 

 

Drei Marmorfiguren von hinten, zwei mit abgebrochenem Bein

 

Mädchen mit Hase im Tuch, Detail quer: haltende Hände. Marmor

 

 

 

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Im Wäldchen über Athen. Tintenstift-Skizze

Ich bin dann noch ein zweites Mal losgegangen, diesmal mit dem richtigen Stift in der Tasche – und natürlich wieder mit Tito, dem Hund. Wir erstiegen eine Anhöhe, von der aus ich schon zweimal zeichnete.

frühere Bleistiftskizzen:

Ich ließ mich auf den zu einer provisorischen Bank zusammengestapelten Stämmen nieder und schaute hiunter ins Becken von Athen, über dem sich der Himmel langsam  verdunkelte. Rund um das nächtliche Gewölk glänzte rot und rosa das letzte Sonnenlicht auf. Noch war es hell genug für eine Skizze der Pinien, die hier ein kleines Wäldchen bilden. Sie blieben über von einem Brand.  Rundum gibt es nur niedrige Vegetation, dazwischen ein paar junge Zypressen.

Tintenstiftskizze auf Doppelseite:

Digitale Bearbeitungen:

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Schwebende Boote mit Spiegelung und Schatten

Hohe Wolkenberge, Blauhimmel und starkes Licht. Nach schwerem nächtlichem Regen müsste das Becken mit den schwebenden Booten voll sein, dachte ich. Ich würde die Installation zeichnen! und eilte hin. Tatsächlich bot sich ein prächtiges Bild. Doch leider, leider hatte ich die falschen Stifte eingesteckt – einen halb eingetrockneten Kuli und einen stumpfen Bleistift. Eine kleine Skizze machte ich trotzdem. Und ein Foto, bevor die Batterie des iphone den Geist aufgab.

Zu Hause versuchte ich es noch einmal, diesmal mit Tintenstift und unter Zuhilfenahme des Fotos. Die leichte Skizze vor Ort hat Charme, die Skizze zu Hause ist mir zu schwer geraten.

 

 

 

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Pfützennymphe und mehr. Digitale Spielereien.

Was taten die Frauen schon immer, wenn draußen der Regen rinnt? Sie zogen sich ins Haus zurück und begannen zu spinnen …

Ich nahm mir das heutige Foto von der Pfütze, in die der Regen tropft, und schaute, ob sich nicht etwas damit anstellen ließe. Eigentlich wollte ich nur die Ringe verstärken, denn sie gefielen mir.

Doch je mehr ich ihm mit Fotoshop-Filtern zusetzte, desto klarer wurde mir, dass sich eine Pfützennymphe darin verborgen hatte, die nun ans Tageslicht drängte. Es war, wie sich schließlich herausstellte, eine blaublütige Dame mit goldener Lockenpracht. Ich zeige euch nur ihre Büste, weil ihr ganzer Leib womöglich gegen die Sittlichkeitsgebote verstoßen würde.

Nun war ich natürlich neugierig geworden, ob sich auch in den anderen Regenfotos Ähnliches ausmachen ließe. Doch leider – nein.  Stattdessen gab es andere Überraschungen. Das Foto von den Regenwellen auf Asphalt ….

…. wurde zur Asphalterde, die sich immer mehr verdichtete. Doch zum Glück blieb ein Fetzen freies Meer, das sich langsam durchsetzte und schließlich gegen den Asphalt die Oberhand gewann.

Wollt ihr die Metamorphose eines dritten Fotos sehen? Die überschwemmte abschüssige Straße mit Toreinfahrt und bunten Autos…

…. verwandelte sich in eine nächtliche Küstenlandschaft mit spiegelglattem Meer. Das hohe Gebäude im Hafenbecken ist, je nach Glaubensbekenntnis, eine Kirche, ein Minarett, ein Leuchtturm oder ein Getreidepeicher.

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Regen auf Asphalt

Es regnet, es rinnt, es rauscht und strömt, es plätschert und tröpfelt. Grau in Grau ist die Welt, aber doch schön. Und der Hund muss raus, klar.
Das Regenwasser rinnt abwärts – ich fotografiere es in der Fließrichtung und in der Gegenrichtung, konvex bzw. konkav wirkt das kleine Wellenmuster.

 

… fotografiere auch eine Pfütze als Wasserfläche, wo die Regentropfen nach dem Aufprall zerplatzen und ein feines Ringmuster erzeugen.

Und wem das noch nicht genügt: ein kleines meditatives Video in slow motion von mir, dazu auch eine Musik, die ich im unerschöpflichen WWW gefunden habe und das du hoffentlich, wie ich, gleichzeitig mit meinem Video laufen lassen kannst. Es heißt genauso wie mein Eintrag „Regen auf Asphalt“.

 

Fehler
Dieses Video existiert nicht

https://soundcloud.com/sinnmusik/aerotique-regen-auf-asphalt

 

 

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Streifenwälder

Ich streife durch den Wald  – der Wald wird mir zum Streifenbild. Streifenwälder. Was ist es, das mich so fasziniert? Ist es das rhythmische Gleichmaß mit den kleinen Variationen, ihre Musikalität? ist es die Tiefenstaffelung, ist es der Hell-Dunkel-Kontrast – ich kann es nicht sagen. Doch etwas zwingt mich, sie immer wieder und wieder zu fotografieren und zu zeichnen.

Verschneit

 

Zypressen

Stämme imLicht, Wald als Schatten

Gespiegelte Bäume

Tiefstehende Sonne, Stämme und Schatten

Verbrannte Baumstämme

Zeichnungen.

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Bald nehme ich Abschied von Pinien und Zypressen. Dann werden vielleicht an die Stelle der Streifenwälder Meer und Olivenhaine treten – wer weiß das schon.

 

 

 

 

 

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Tintenstift-Skizzen: von knospender Feige zum samenstreuenden Oleander

Heute habe ich den Tintenstift an mehreren Motiven ausprobiert. Ich benutzte wieder das kleine Skizzenbuch doppelseitig. Ich begann mit einem Feigenbaum, der erste Knospen treibt. Es folgten ein paar Wurzelmännchen.

Dann reizten mich die dunklen, teils von der Sonne beschienenen Stämme der Pinien, doch fand ich den Stift für meine Zwecke weniger geeignet. Zuviel Gekritzel war nötig, um Hell-Dunkel-Kontraste herauszuarbeiten.

Der Oleander hatte genau die Eigenschaften, die mir beim Zeichnen mit Tintenstift gefallen. Also machte ich gleich zwei Skizzen: klares Lineament, interessante Umrisse, Bewegung.

Die Bearbeitungen dieser Oleander-Zeichnungen haben für mich auch ihren Reiz, weil sie die Eleganz der Blätter und der Schoten, die sich stark verbiegen, um die Samen in die Welt zu entlassen, recht gut zeigen.

So geordnet wie auf den Zeichnungen sind die Oleanderbüsche freilich nicht. In Wirklichkeit ist es ein ziemliches Gewusel von  Blättern, Ästen, geschlossenen und offenen Schoten, Samen.

 

 

 

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Ins Lesen vertieft (Tintenstiftskizze)

In ein Buch vertieft, versunken – für nichts anderes in der Welt mehr Auge und Ohr haben – wer kennt das nicht. Gestern abend hatte ich einen solchen Menschen vor Augen und machte eine Skizze mit dem Tintenstift, der tatsächlich für solch schnelle Notierungen ideal ist. Kleines Skizzenbuch, Doppelseite.

Bearbeitungen

 

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Bleistift oder Tintenstift – ein Vergleich

Heute probierte ich aus, wie sich dasselbe Motiv als Bleistift- und als Tintenstift-Skizze ausnimmt. Ich baute kein Stillleben auf, sondern nahm, was da war: eine ziemliche Anhäufung von Allerlei auf dem Couchtisch, dahinter die Couch mit dem Hund.
Schnell war mir klar, dass solche Skizzen mir mit dem Tintenstift leichter von der Hand gehen. Es ist auch spielerischer. Also blieb ich dabei und skizzerte dasselbe noch mal von der anderen Seite, den Hund auch extra von nah – es wurde ein Tokuwabohu von Linien, denn er verlagerte sich ständig.
Für die Skizzen benutzte ich wieder das kleine Skizzenbuch doppelseitig.

Dann wollte ich noch  wissen, wie sich die beiden Medien – Bleistift und Tintenstift – bei digitalen Bearbeitungen verhalten. Würden sich die Unterschiede verwischen und vielleicht ganz verschwinden? Oder bliebe auch in der Bearbeitung der Charakter des ursprünglichen Mediums erhalten?

(Du erkennst mehr, wenn du die Bilder anklickst)

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