Alltag 4

Ullis Aufruf zum Alltag hat viele zauberhafte Beiträge gefördert. Die meisten bemühen sie sich dabei um den besonderen Blick, die gesteigerte Aufmerksamkeit für all das, was uns tatsächlich im Alltag umgibt und was wir meist kaum beachten, weil es eben „dazugehört“.
Mir ist bewusst, dass genau das in Ullis Absicht lag: das Alltägliche zu feiern, sich bewusster zu werden, wieviel Schönes darin liegt, wenn man es nur beachtet.

Nun tue ich das tatsächlich sowieso. Jeder Schatten, jedes Kraut kann mich begeistern. Tagtäglich. Aber darüberhinaus (oder darunter) gibt es die Alltag-Routine, die mit leicht müdem Blick über die Dinge streift, ohne sich groß um sie zu bemühen. Diesen gleichgültigen Blick versuchte ich einzufangen, als ich gestern abend bei normaler Beleuchtung durch die Wohnung strich und fotografierte, was mir eben „ins Auge fiel“ und vermutlich ständig, täglich ins Auge fällt, ohne dass ich es groß beachte: Bilder an der Wand, im Regal, Wohnungsdurchblicke…. ein paar Aspekte nur meines Surroundings, das ich sehe und nicht sehe, täglich, immer wieder, das irgendwie zu mir gehört wie meine Haut, angelagert in vielen Jahren des Schaffens, der Reisen und des Zusammenseins mit denen, die ich liebe. In jedem Ding, in jeder Ecke die gespeicherten Erinnerungen.

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Mehr Kuli-Bleistift-Zeichnungen

Heute zeichnete ich wieder mit beiden Stiften. Der Kuli diente vor allem der Umrisszeichnung, der Bleistift hatte eine Hilfsfunktion: Schatten, kleinere Muster. Wieder beobachtete ich, dass sich die Kuli-Linien beim Einsatz von Filtern und bei Farbverstärkung nicht verändern, sie bleiben einfarbig – ganz im Gegensatz zum „weißen“ Papier des Skizzenbuches und zu den Bleistiftlinien, die sich in vielen Farben zeigen.
Ich habe also jetzt die Möglichkeit, dieses Wissen systematisch einzusetzen. Vielleicht tue ich es auch. Sinnvoll ist das allerdings nur, wenn ich die Bearbeitungen als anvisiertes Ergebnis betrachte.

Zwei riesige Pinienstämme. Hier sieht man in der farbigen Variante deutlich die blauen Linien des Kuli. Die andersfarbigen Linien sind vom Bleistift.

Doppelstämmiger Baum, auseinandergebrochen. Weniger deutlich, aber doch erkennbar ist die blaue Linie des Kuli.

Kiefernwald mit langen Schatten. Da ich die Farben verschoben habe, kommt die Kulilinie nicht blau, sondern grau-braun heraus. In den farbigen Abschnitten erkennt man deutlich die größere Farbigkeit des Bleistifts.

Wurzelmännchen. Der Kuli erlaubt eine klare Umriss-Skizzierung der Rebstöcke, der Bleistift gibt – zusammen mit der ungleichmäßigen Ausleuchtung des Papiers – die Farbigkeit. Für Kinderbuch-Illustrationen ließe sich das sicher nutzen.

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abc-etüde: Januar-Salat (Ungereimtes).

Die Wörter der diesmaligen etüden-Wochen – Salatschüssel, übernehmen, seidig – gespendet von Myriade, betreut von Christiane, und zu vielen spannenden, verrückten, klugen, spannenden, originellen Geschichten versponnen durch die bisherigen TeilnehmerInnen, haben bei mir selbst nur Unsinn zu Tage gefördert. Mal sah ich den Kopf des Täufers in einer Salatschüssel, dann eine Salatschüssel auf dem Kopf von Salome, dann wieder veralberte sich das Wort bis zur Unkenntlichkeit. Du glaubst es nicht?

Bring mir die Schüssel, Alfred!

Wo hast du denn die Schlüssel hingelegt, Katrinchen?

Schüssel, du Schussel, nicht Schlüssel, Schüssel ohne L.

Schüsse? O weh, wann wo, hab gar nichts gehört!

etc pp

Solcherart Albernheiten wuchsen sich zu Wurm-Gedichten an, die zum Beispiel so begannen:

Kennst du die Elle

aus La Bete et la Belle?

Der geht es nicht gut

Sie träumt von der Liebe

Kriegt täglich nur Hiebe,

sie sehnt  sich nach seidigen Lippen

und kriegt nur was auf die Rippen

oder auch auf den Hut.

etc pp.

Sogar ein Legebild habe ich gemacht in der Hoffnung, mich dadurch vom Spuk der Salatschüssel in meinem Kopf befreien zu können.

Nichts half. Bis mir heute, bei der Lektüre von Arno von Rosens traurig-witzigen Januar-Reminiszenzen die Idee kam: abc-etüde als Januar-Rückblick.

Nicht witzig, nicht katastrophal /freundlich und nicht ganz real / Das Leben weich und gar nicht hart / Die Politik bleibt ausgespart.

Januar-Salat.

Der Januar war, als er begann, eine kostbare leere Salatschüssel, deren goldener Grund mir verheißungsvoll entgegenglänzte. Nun hieß es, sorgfältig die Ingredienzien auszuwählen….

Als erstes, klar, viel Kopf-Salat. Den habe ich immer reichlich vorrätig. Manchmal ist er schon ein bisschen welk, aber ein paar frische Blättchen finden sich immer und machen was her. Und dann? Dann purzelten all die Dinge in die Salatschüssel, die mir tagtäglich begegneten:

Regenbogen, Isis, Thrash,

Zigeuner, Trauer, Auto, Cash,

Zauber-Schnee als Flöckchen

Hundeblick und weiße Blüten

Hunde, die die Schafe hüten

Katerchen mit Glöckchen.

Schwebeboote, Waldesskizzen

Bänke um darauf zu sitzen,

Baum und Busch an Wegen

Licht und Schatten

Grüne Matten

Pfützennymphen, Regen

Pinocchio mit seinem Zwerg,

ein blauer Morgen auf dem Berg,

verkohlter Wald und Streifenwälder

ein Wurm der lebt im Apfelglück

der Musenberg mit weitem Blick

Licht, Luft, vermüllte Felder.

Bei Artemis die Marmorkinder

Auf Knien liegen arme Sünder

Auch Wolken gibt’s in Weiß und Golde

Die Sonne scheint es weht ein Wind

Die Frau die klagt, es lacht das Kind

Der Frühling kommt, der holde.

All dies und mehr kam in die  Salatschüssel Januar und deckte den goldenen Grund zu, füllte die Schüssel schließlich ganz. Ich begoss es mit dem seidigen Öl der frommen Denkungsart und bot es euch zum Verzehr an. Vielen Dank allen, die mit mir davon gegessen haben. Nun will Februar die Staffel übernehmen. Februar ist eine Frau, die schon mit einer großen leeren Schüssel vor der Tür steht.  Gleich mache ich  auf und rufe: Hereinspaziert, liebe Dame Februar!

 

 

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Mit Kuli und Bleistift

Letzthin entdeckte ich zufällig beim Skizzieren der schwebenden Boote, wie verschieden sich Tintenstift und Bleistift beim Fotografieren verhalten. Der Tintenstift behält seine ursprüngliche Farbe (schwarz) weitgehend, der Bleistift aber nimmt je nach Beleuchtung auf dem Papier sehr verschiedene, weiche Farben an. Diesen Effekt kann man sehen, wenn man eine Skizze, die man mit beiden Medien erstellt hat, fotografiert und die Farbe digital verstärkt.

Heute, als ich auf einer Bank im Stadtwald saß und der Girlandenform seiner schmiedeeisernen Armlehne mit den Augen folgte, auch eine Radform entdeckte und darüber zu sinnieren begann, ob mein Lebenslauf eher einer Spirale oder einem Rad gleicht …

… angelte ich einen Bleistift und einen blauen Tintenkuli aus der Jackentasche, dazu auch das kleine Skizzenbuch, und skizzierte die Girlande unter bewusstem Einsatz der beiden Stifte: den Tintenkuli für die vorherrschenden Konturen, den Bleisstift für Schattierungen und kleinere Muster und Einfärbungen.

Zu Hause sah ich dann meine Erwartung bestätigt. Bei der Farbverstärkung blieben die Kulilinien einheitlich blau, und als ich die Farben verschob, rot. Bei der dritten Variante erscheinen die Kuli-Linien rötlichbraun bis schwarz. Der Bleistift aber schillerte in vielen Farben.

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Weiterwandernd lockten mich die weißlichen Stämme eines Eukalyptusbaumes vor einem dunkleren nadeligen Dickicht. Hier die Originalskizze und zwei Bearbeitungen – eine mit Starkfarben, die andere abgeschwächt und farbverschoben. Wieder zeigen sich die Kuli-Linien einfarbig (blau bzw grau), während die Bleistiftstriche vielfältige Farben angenommen haben.

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Und noch einen Walddurchblick skizzierte ich, diesmal sehr frei sowohl mit Kuli als auch mit Bleistift. Auch hier lassen sich die beiden Medien deutlich unterscheiden – sowohl in der Originalfassung wie auch in den farbverstärkten Varianten. Immer erhalten sich die blauen Linien des Kulis, während die Bleistiftlinien sich gemeinsam mit dem weißen Untergrund vielfarbig darstellen.

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Bei meinen allerersten Skizzen mit dem Tintenstift (https://gerdakazakou.com/2019/01/22/neues-ist-eine-herausforderung/) hatte ich geschrieben: Ein bisschen kalt kamen mir die Skizzen vor, es fehlten mir die Wärme des Graphits und die wechselnde Intensität des Grau. Frau Wildgans hatte dazu kommentiert:  Ich sinne nach über die „Wärme des Graphits“!  Nun begreife ich, warum ich das Graphit als „wärmer“ als den Tintenstift empfinde. Und freue mich über die Bestätigung meiner Intuition.

 

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Will es schon Frühling werden?

 

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Sie sind ja nicht so prächtig und großmächtig wie die Ringelblume, die daneben blühte. Sie sind tatsächlich winzig klein, wollten aber doch auch von mir beachtet und geknipst werden. Mir schwindelte leicht ob des Tempos, den die Natur vorlegt, und ich fragte mich: Will es schon Frühling werden?

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Ringelblume im Licht und im Schatten (Überbelichtung und ein bisschen Cezanne).

Heute traf ich eine Ringelblume. Sie glühte orangefarben im Licht. Mir ist bewusst, dass die Farbe im Licht auf einem Foto allzu hell herauskommt – fast als Weiß. Cezanne hat das in seinen wunderbaren Aquarellen systematisch untersucht: die Lokalfarbe setzt er rein im Schatten, im Licht lässt er den weißen Untergrund stehen und deutet die Lokalfarbe nur mit winzigen Pinseleinträgen an.

Beim ersten Foto ließ ich die Sonne (es war gegen Mittag) voll auf die Blume scheinen, beim zweiten beschattete ich sie durch mich selbst.

Bei Überbelichtung wird die Entfärbung besonders im Grün- und Rotbereich noch deutlicher, während das Gelb gut standhält. (Dieselben Fotos wie oben, aber überbelichtet).

Die Aquarelle von Cezanne gehören zu meinem kostbarsten Besitz. Hier, auf dem Umschlagbild, sieht man zB, wie das Grün der Wassermelone im Licht zu Gelb oder sogar Weiß verblasst, während im Halbschatten nahe der Schnittkante Grünreste aufscheinen. Cezanne setzte seine Pinselstriche nach schier unendlich langen geduldigen Beobachtungen ….

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Wolken, Silhouetten

Heute schwand das Licht, bevor die Sonne unterging. Die Bäume verloren ihre Schatten, die Welt wurde lichtlos. Feine Wolken aus Eiskristallen zogen über das Blau des Himmels und schluckten das Licht.

Die Luft wurde kalt, ich fröstelte und eilte heimwärts. Aber einige Bilder prägten sich mir ein.

Die große graue Wolke mit dem silbernen Rand zwischen den Zypressen:

Der Wächterbaum vor dem Himmel:

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Dank der freundlichen Schenkerin

Ein Federleicht-Päckchen kam heute

Was meinst du, wie ich mich da freute.

Im Umschlag ein Beutel aus Celophan

Hübsch gebunden, mit einem Blumenknipser dran.

Ich trug ihn auf den Balkon hinaus

Denn da ist besseres Licht als im Haus.

Im Beutel  warn Blätter in beige und in grün

Auch gelblich und mauve und blau, denn so blühn

Die Pflanzen die hier nun getrocknet und rein

Vermischt ihre Düfte herb, süßlich und fein.

 

Aus Deutschland der Duft, wo in Wiesen und Auen

Heilpflanzen und Blüten gesammelt die Frauen

In früheren Jahren, doch immer noch gibt es

Die eine und andre, die sammelt, sie liebt es

Zu suchen, zu finden, und dann ganz entzückt

Sich nach dem Pflänzchen schnell bückt und es pflückt…

Und weil sie auch denkt an die anderen Leute

Da sammelt sie viel und sehr groß ist die Beute

Die sie fein getrocknet mit eiliger Post

Zu Freundinnen schickt, die sonst leiden am Frost,

auf dass sie sich einen Tee draus bereiten

und denken an Deutschlands Längen und Breiten.

So also kam das Päckchen zu mir

Für dies Geschenk, da danke ich dir!

 

Ich mach mit dem Reimen jetzt Schluss

und trinke den Tee mit Genuss.

 

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Schwebende Boote und Wald (Tintenstift, Bleistift im Vergleich)

Wieder war ich bei den schwebenden Booten, entschlossen, mich durch das Wachpersonal nicht einschüchtern zu lassen. Der Mann hinter dem Panzerglas grüßte denn auch freundlich, ich holte mein kleines Skizzenbuch und den Tintenstift aus der Tasche, beäugte die Installation, die Schatten und geringen Spiegelungen, denn das Wasser im Becken war schon fast wieder verschwunden, und begann zu zeichnen. Doch schon bald war der Tintenstift leer. So wechselte ich zum Bleistift. Das gab mir die Gelegenheit, diese beiden Medien auf dem Papier zu vergleichen. Bei den Bearbeitungen wurde sogar noch deutlicher, wie verschieden sie sich im Licht verhalten.

Du siehst, was mit Tintenstift gezeichnet wurde: die Umrisse der beiden hängenden Boote und ein großer Teil des vorderen geflochtenen Bootes, außerdem eine lange gebrochene Linie parallel dazu. Der Rest ist Bleistift. Und wie zeigt sich das in den Bearbeitungen? Schau mal auf die farbigen Linien, die nichts anderes als die farbverstärkten Bleistiftlinien sind. Im Gegensatz zum Tintenstift sind sie beim Fotografieren unter dem Lampenlicht farbig geworden. Auch in der ersten Schwarz-Weiß-Version sind die Unterschiede gut zu erkennen, in der zweiten verwischen sie sich.

Anschließend machte ich noch eine Bleistift-Skizze vom Wald. Bei der Farbverstärkung zeigt sich, wie unterschiedlich der Bleistift das Licht reflektiert.

 

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Skulpturen im Museum von Vravron (Fotografien)

Gestern zeichnete ich ein paar der dortigen Skulpturen, heute zeige ich Fotos, teilweise von denselben Skulpturen. Warum nicht gleichzeitig? Weil es sich um zwei sehr unterschiedliche Medien handelt. Fürchte ich den Vergleich? Ja und nein.
Fotos sind sehr dicht an dem, was wir zu sehen gewohnt sind. Zeichnungen hingegen können stümperhaft sein, können die Wirklichkeit „falsch“ wiedergeben. Zeichnungen sind potentiell fehlerhaft. So jedenfalls haben wir es gelernt.

„Papa, ich kann kein Pferd, zeichnest du mir eins?“ Dabei hat das Kind, bevor es solche Sätze sagte, schon viele Pferde gezeichnet. Aber nun ist es in einem Alter, wo das Pferd so aussehen soll, wie es in Bilderbüchern halt aussieht. Oder auf Fotos, denn in seltensten Fällen hat es schon leibhaftige Pferde gesehen. Und Papa strengt sich an, ein möglichst realistisches Pferd zu zeichnen. Auch er kennt womöglich Pferde nur aus Abbildungen.  „Das hast du gut hingekriegt“, sagt das Kind dann und meint es lobend, wenn es eine offenbare Ähnlichkeit zwischen der Zeichnung und dem gibt, „wie ein Pferd aussieht“.

Skulpturen möchte man im Raum zu sehen, möchte um sie herum gehen, sie betasten, sie quasi hautnah erleben. Das Foto vermittelt diese Illusion. Es ist insofern der Zeichnung überlegen. Das Zeichnen aber ist dem Fotografieren überlegen, wenn es darum geht, die Wirklichkeit interaktiv zu erforschen. Mit dem Stift in der Hand lerne ich das Sehen. Auch eine missglückte Zeichnung hat mich mehr über den Gegenstand gelehrt als eine gute Fotografie.

Was ich beim Zeichnen gelernt habe, ist mir dann auch beim Fotografieren von Nutzen. Denn ich sehe mit frischerem, informierterem Blick.

 

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