Mein erstes Weihnachten (1942)

Gehört wohl auch in diese Tage: dass man sich zurückerinnert. Dass man, wenn man Glück hat, noch Bruder und Schwester hat, manchmal auch Mutter und manchmal auch Mutter und Vater oder gar Großeltern. Weihnachten ist für mich irgendwie: das innere Kind in die Krippe legen unter den Weihnachtsbaum, und rundherum stehen die noch sehr kleinen Geschwister, auch die Mama ist da, aber die ist traurig, denn der Vater fehlt, sie weiß noch nicht, dass er am Vortag erschossen wurde. Doch ihre Eltern sind zu Besuch gekommen, das hilft.  Weihnachten 1942.

Veröffentlicht unter Allgemein, events, Fotografie, Leben, Psyche | Verschlagwortet mit , , , , | 36 Kommentare

Fünfte Raunacht: Baumlinien- Frauenlinien

Ihr kennt den gefallenen Baumriesen, dessen Stamm aussieht wie ein nacktes Weib, vielleicht eine Baumnymphe, wie einige vermuteten. https://gerdakazakou.com/2018/12/12/baumlinien/.

Heute versuchte ich den riesigen Stamm auf zwei fortlaufenden Blättern meines kleinen Skizzenbuchs ganz zu zeichnen.

Bleistiftzeichnung (draufklicken = vergrößern)

Hier habe ich ein wenig digital nachgeholfen:

Auch diese Zeichnung möchte ich den Raunächten zuordnen. Was immer sie bedeutet.

Veröffentlicht unter Allgemein, die schöne Welt des Scheins, Kunst, Leben, Meine Kunst, Mythologie, Natur, Umwelt, Zeichnung | Verschlagwortet mit , , , | 5 Kommentare

5. Raunacht, 26.-27. Dezember: Tanz der Wurzelmännchen

Heute war ich wieder auf dem Weinfeld bei den Wurzelmännchen, und obgleich es eisig war – die umliegenden Gebirge tragen nach den gestrigen Regenfällen eine dünne Schneeschicht – habe ich ihrem Tanz mit dem Bleistift nachgespürt.

Zuhause habe ich die Skizze digital bearbeitet, ohne die Zeichnung zu verändern. Unter Ausnutzung der Licht-Schatten-Merkmale der Fotos entstanden – zusammen mit dem Original (1) –  zwölf Varianten. Für zwölf Raunächte. (Anklicken = Vergrößern)

Veröffentlicht unter Allgemein, alte Kulturen, elektronische Spielereien, Kunst, Leben, Meine Kunst, Natur, Umwelt, Zeichnung | Verschlagwortet mit , , , , , | 9 Kommentare

Thrash Art / Ausstellung (2)

Auch heute habe ich im Wäldchen Müll fotografiert in der Absicht, daraus noch ein paar  moderne Werke für meine digitale Galerie zu basteln. Es gab eine reiche Ausbeute – an Müll fehlt es uns hier wahrlich nicht.  Und bei einigen Fotos gab es gar nicht viel zu bearbeiten.

Hier nun meine kleine Ausstellung mit einigen der Werke. Viel Vergnügen.

Veröffentlicht unter Allgemein, die schöne Welt des Scheins, elektronische Spielereien, Fotografie, Kunst, Leben, Materialien, Meine Kunst, Umwelt | Verschlagwortet mit , , , , | 20 Kommentare

Eukalyptus

Heute landete ich bei meinem Hundespaziergang zeichnend vor dem nassen Stamm eines Eukalyptusbaumes. Obgleich ich eigentlich für heute Schluss machen wollte, skizzierte ich noch schnell ein Stück Rinde. Dabei faszinierten mich die Muster so sehr, dass ich nach Haus eilte, um das iphone zu holen und sie zu fotografieren. Sonst stünde ich wohl immer noch dort.

Die Zeichnung im Skizzenbüchlein:

Digitale Bearbeitungen:

Und die Fotos (bitte anklicken)

Hier mein liebstes Foto in groß.

Veröffentlicht unter Allgemein, Fotografie, Kunst, Leben, Meine Kunst, Natur, Umwelt, Zeichnung | Verschlagwortet mit , , , , | 20 Kommentare

Mein Weihnachtsdekor 2018

Mein Weihnachtsdekor ist in diesem Jahr kostbar wegen der Karten, die mir die Post rechtzeitig zum Fest ins Haus brachte. Ihr kennt die Künstlerinnen, die sie mir schenkten: Ulli Gau und Susanne Haun.

Ich danke euch beiden von ganzem Herzen für diese fabelhaften Bilder. Susannes Eichhörnchen ist das Symbolbild für Nina Schuchardts Eichhörnchenverlag, in dem auch mein Tui-Tiu-Büchlein erschienen ist. Du findest es hier gleich neben Susannes „Landtieren“. Falls du nur die Karte habe willst – die bekommst du ebenfalls dort oder bei Susanne. Und den Tui-Tiu gibts inzwischen auch in Kartenform.

Veröffentlicht unter Allgemein, events, Feiern, Fotografie, Kunst, Leben, Tiere | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 18 Kommentare

EYTYXIA – Glück, Segen, innerer Frieden

Nun steht die lang angekündigte christliche Weihenacht tatsächlich vor der Tür – – gleich ist sie schon da! Die ersten kleinen Sänger klingelten heute vormittag schon an unserer Tür, ich eilte verschlafen hinunter. Mit ihrem klingenden Dreieck und ihrer Hoffnung auf ein Taschengeld sangen sie mir die „Kalenda“ – also husch, Gerda, zöger nicht länger und glaubs! Heute ist Heilig Abend und morgen dann ja auch Weihnachten.

Ich schließe mich dem anschwellenden Strom der guten Wünsche, der grad durchs Netz rauscht, gerne an und wünsche meinerseis von Herzen ΕΥΤΥΧΙΑ (zu sprechen: Evtichia) – was bedeutet: Glück, Glückseligkeit, Segen, Zufriedenheit. Frieden. Freude.

Mit Booten, Eulen, einer Kerze und dem Sonnenton des Gongs. Möge es nützen!

Veröffentlicht unter Allgemein, events, Feiern, Leben, Meine Kunst, Zeichnung | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 48 Kommentare

Zweite Raunacht: Sonntag, 23-24. Dezember.

Zwei Skizzen machte ich heute nachmittag im Stadtwald. Ruhiger als die gestrigen, in denen der Hell-Dunkel-Kontrast für starke Dramatik sorgte.

Zum Gestrigen notierte ich mir: „Naturkräfte, Wesen, Urwüchsiges. Polares. Wild-wüst. Witzig und lebendig. Nicht-Menschliches, Vor-Menschliches. Instinktives, Triebhaftes. Triebe des Wurzelstocks der Weinrebe, wild, zeigend, gestikulierend. Am Tage waren es unsere Schatten gewesen, die von T und mir, auf der Straße, mit dem Geländer eines Hauses oder dem Schatten eines verknorzten Baumes.

Ich machte ein Spielchen mit einem Holzstück, auch dieses urförmig-tanzend, hob es auf von seinem verrottenden Grund, stellte es ins Licht, auf einen gewölbten Granitboden. … . Wie so viele stecke ich im Vormenschlichen fest und suche dort Trost und Information.  Benutze Natur als Projektionsfläche. Mein Kumpel, der Hund, meine Motive Wurzelmännchen und Bäume….“

Das also war gestern. Heute dann das Wiedersehen mit lieben Kolleginnen früherer Jahre und zwei Zeichnungen, die ihrerseits Gesellungsformen darstellen. Gesellungsformen der Bäume. Der eine steht allein, weit sich ausbreitend, der Wald ist nur angedeuteter Schatten. Die andere Skizze zeigt eine Baumversammlung mit Zwillingsbaum, sich anschmiegendem dünneren Baum und zwei entfernteren Stämmen.

Ein paar Bearbeitungen des allein stehenden Baums habe ich auch versucht.

Veröffentlicht unter Allgemein, elektronische Spielereien, Leben, Meine Kunst, Natur, Psyche, Umwelt, Zeichnung | Verschlagwortet mit , , , , , | 16 Kommentare

Ein Wiedersehen

Welch zauberhafter Tag war dies wieder! Wenn es stimmt, dass sich in den Tagen der Raunächte die Monate des kommenden Jahres spiegeln, habe ich nichts zu fürchten.

Kein Auto zu haben hat seinen Charme. Eine Stunde zu Fuß war es zu einer alten Kollegin-Freundin, die ich lange nicht gesehen hatte. Ich ging durch Wohngebiete und Parks, auf einem Brückchen über einen tief in Gelände gewühlten Zufluss des Kifissos (jetzt ohne Wasser) und dann noch eine lange lange Straße entlang, die Jacke wurde lästig, so warm war es.

Zwei weitere ehemalige Kolleginnen-Freundinnen fanden sich ein. Zusammen zogen wir in eine Taverne. Vier Frauen aus Deutschland, lange schon in Griechenland ansässig.  Zwei noch aktiv im eigenen Sprachinstitut, zwei in Rente. Danach Kaffeetrinken im Häuschen der einen, und ich freute mich, ein paar meiner früheren Bilder wiederzusehen. Alle waren an ihrem Platz. Lange war ich nicht mehr hier gewesen.

Später, wieder allein, drehte ich meine Runden mit dem Hund Tito, wie gewöhnlich im Stadtwald, in dem unbeschreiblichen Licht des Abends. Zwei Zeichnungen machte ich auch.

Veröffentlicht unter Allgemein, Feiern, Fotografie, Leben, Malerei, Meine Kunst, Natur, Psyche | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | 17 Kommentare

Erste Raunacht 22.-23. Dezember: Ein Baum, Wurzelmännchen

Es ist Viertel vor drei Uhr nachts. Habe zwei Skizzen bearbeitet, die ich heute im Syngrouwald machte. da die Zeichnungen beim Fotografieren ungleichmäig ausgeleuchtet waren, ergaben sich interessante Effekte, die ich bei der digitalen Bearbeitung nutzte.

In beiden Skizzen geht es um den Hell-Dunkel-Konflikt. Die starke Sonne zerteilte die Pinie in helles und dunkles Geäst.  Das Weinfeld mit den Wurzelmännchen wurde von Zypressen teilweise überschattet. Von der Weinfeldskizze zwei Fotos mit unterschiedlicher Belichtung.

Die Bearbeitungen verstärken den Hell-Dunkel-Kontrast.

 

 

Veröffentlicht unter Allgemein, elektronische Spielereien, Kunst zum Sonntag, Leben, Meine Kunst, Zeichnung | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | 24 Kommentare