Küste und Fischerboote in Kitries (Kugelschreiber-Skizzen)

Kitries ist ein winziger, aber historisch sehr bedeutungsvoller Hafen am Ende unserer Uferstraße. Danach geht es nicht mehr weiter: ein unwegsames Vorgebirge schiebt sich ins Meer. Es ist das dunkle Vorgebirge, das ich schon auf den vorigen Skizzen (Sandova) festgehalten habe, doch nun ist es nah gerückt und ich kann die dichte Macchia mit seinen harten Bäumen und Sträuchern erahnen.

Die erste Skizze mache ich sitzend vom Tavernentisch aus, wo wir en famille auf den Fisch warten, den wir in Kürze verspeisen werden. Das Meer vor dem dunklen Waldgebirge funkelt, Sonnenflecken tanzen über die leicht bewegte Oberfläche. Vor der Küste sieht man die aufgeschichteten Felsbrocken des Hafenkais.

Die zweite Skizze mache ich stehend am kleinen Hafen. Zwei traditionelle Kaikia (Fischerboote) scheinen über der Wasseroberfläche zu schweben. Eine verzauberte Atmosphäre, die zu zeichnen mir natürlich nur im Ansatz gelingt. Den Rest musst du dir dazu denken oder aus den diversen Bearbeitungen zusammenreimen. Zum Vergrößern bitte anklicken.

Vorgebirge bei Kitries, Westliche Mani (3-5-2019)

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Schwebende Fischerboote im Hafen von Kitries. 3-5-2019

Schwebende Fischerboote im Hafen von Kitries, Kugelschreiber-Skizze 3-5-2019

 

 

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Meer und Küste am Sandova (Bleistiftskizze)

Heute machte ich noch eine Skizze unserer Küste an der Sandova-Bucht, von einem anderen Winkel aus. Die lange dunkle Landzunge  links ist auch auf den anderen Skizzen zu sehen (ich zeige sie zum Vergleich), nicht aber die manchmal im Licht sich auflösende Küste des gegenüberliegenden „Fingers“ der südlichen Peloponnes. Diesmal zeichne ich am anderen Ende der langen Bucht, wo ein felsiger Sockel ins Meer ragt. Die „Steilküste“ der vorigen Skizzen ist von hier aus gesehen nicht zu erkennen. Es stürmte und wechselnde Abschnitte des Meeres lagen in gleißendem Licht.

Küste und Meer, Bleistift, im Licht-Schatten fotogafiert.

Ein „normales“ Foto des Originals und eine Bearbeitung.

Eine andere Skizze des Küstenabschnitts, digital bearbeitet.

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Adieu April! Sei mir willkommen, Mai!

Ich bin gar nicht dazu gekommen, den April ordentlich zu verabschieden. Schade eigentlich, es war ein so fruchtbarer Monat. An das eine und andere möchte ich doch gern noch ein wenig denken. Zum Beispiel an das Skizzieren am Bahnhof, in  Tavernen, am Hafen, im Audimax, am Strand, das gemeinsame Portraitieren,  immer wieder Zeichnen von Olivenbäumen, Blindzeichnen von Selbst, anderen Personen, Gegenständen und Hund, Experimentieren mit Licht-Schatten-Fotografie, verschiedenen Stiften und digitalem Bearbeiten, Ules Schnipsel von der Ostsee, die mir einen neuen Schub gaben, Bilder zu legen …. Ja, das alles hat mir der April gebracht,  und noch viel viel mehr;  wechselhaftes Wetter, Besuche im kleinen Kloster, Muster im Sand,  starken Schatten, Brackwasser, Tito-Dramen, Olivenbäume, Blumenpracht, Kinderzeichnungen. Und das sind nur einige der  Dinge, die hier im Blog ihren Niederschlag gefunden haben. Das Leben selbst war noch viel reicher.

Seit gestern ist der April zuende, schon fast vergessen, versunken…..Der Mai ist gekommen mit neuen Freuden. Sei mir willkommen, Mai!

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Experimentieren mit Filzstift und Kuli sowie Asterias Meisterwerk

Heute habe ich einen dicken blauen Filzi und schwarze Kugelschreiber eingesteckt. Und während Tito am Strand, den ein kalter Wind leergefegt hatte, herumstromerte, skizzierte ich dasselbe Stück Steilküste, das ihr schon kennt. Die Hauptlinien legte ich diesmal mit dem Filzstift fest, Details und Farbunterschiede deutete ich mit dem Kuli an. Dabei hatte ich immer auch die Frage im Kopf,  wie sich das wohl bei digitaler Bearbeitung ausmachen würde.

Die erste Skizze zeigt nur die Steilküste mit ein paar Pflanzen, bei der zweiten habe ich die Fläche zwischen der Steilküste und dem Vorland gleichmäßig aufgeteilt, bei der dritten schließllich dem Vorland und dem Meer samt Himmel die Hauptrolle gegeben.

Die großflächigen Skizzen 2 und 3 bieten sich für interessante Effekte bei der Bearbeitung an.

Ich setzte mich dann noch ein wenig „bei Babis“ hin, trank einen kleinen griechischen Kaffee und skizzerte den Baum mit seinem weit ausgreifenden schlangenartigen Stamm, der einige Tische mit einem Blätterdach überwölbt (Original und zwei Bearbeitungen).

Während ich noch am Stricheln war, kam die viereinhalbjährige Wirtstochter Asteria zu mir und verlangte, ebenfalls zu zeichnen. Schon einmal habe ich ihre Kunst hier gezeigt, damals im Wettstreit mit dem älteren Bruder. Heute hatte sie den Block ganz für sich allein. Da es stark windete, befestigte sie ihn fachfrauisch mit der Klemme, mit der die Tischdecken gehalten werden, kniete sich auf den Stuhl und begann mit bewundernswerter Geschicklichkeit und Selbstsicherheit zu zeichnen: einen Baum, eine Blume, Tito, mich und sich selbst, Gebirge, Schmetterling, Vögel und Flugzeug. Sie kehrte gelegentlich zu den Figuren zurück, um noch etwas hinzuzufügen – einen Hut, eine Feder, einen Ärmel -, überzeichnete auch die Tintenflecke, die von meiner Skizze auf ihr Blatt durchgeschlagen waren…  Da Tito zitterte – sie meinte, wegen der Kälte, aber es ar mehr seine Ungeduld – unterbrach sie schließlich ihr Werk und meinte: „Morgen zeichne ich es weiter“.

Asteria zeichnet Tito, mich, sich und den Garten, 1-5-2019

Wie sehr ich diese Kinderzeichnung mag! Hat Asteria nicht ein reizendes Portrait von sich und mir gezeichnet?

Asteria zeichnet mich und sich selbst. 1-5-2019

 

 

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Kunst: eine Familienangelegenheit (Ausstellung in Kalamata)

Am gestrigen Abend waren wir (Magda und ich) anschließend an unser wechselseitiges Portraitieren bei einer Ausstellungs-Eröffnung im Kulturzentrum von Kalamata. Die Ausstellenden gehören zur Familie unserer gemeinsamen Freundin Panagiota. Sie ist Künstlerin, ihr Mann auch, aber nicht sie stellte aus, sondern ihr alter Vater, der ein erfolgreicher autodidaktischer Maler von Seestücken ist, und zwei Nichten – Töchter von Panagiotas Schwester und Bruder Dimitris Tzamouranis, der seinerseits ein erfolgreicher in Berlin lebender Künstler ist. Die beiden noch sehr jungen Frauen studieren Kunst, die eine in Griechenland, die andere in Deutschland. Ob es leicht ist, angesichts dieses schwergewichtigen Familienerbes den eigenen Weg zu finden?

Panagiotas kleine Tochter malt nun auch schon, und ihr noch kleinerer Sohn bastelt gern Dreidimensionales zusammen. Sie selbst ist Videokünstlerin und nahm an einer Ausstellung im Kykladischen Museum Athen teil, von der ich hier berichtete. Nun also die gestrige Ausstellung: Panagiotas Vater Sotiris und ihre Nichten Konstantina und Elektra (Großvater und Enkelinnen).

Sotiris Tzamouranis: Seestücke und Landschaften seiner Heimat

Konstantina Zombola, Kunststudentin in Ioannina: Schlafende Verwandte

Elektra Tzamourani, Kunststudentin in Deutschland: Erinnerungen an Hiddensee

 

 

 

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Gemeinsam Zeichnen 16

Gestern kam Magda vorbei, und es reichte für eine Sitzung wechselseitigen Portraitierens. Wir zeichneten beide gleichzeitig, also war es gar nicht so einfach, die Gesichtszüge des Gegenüber zu studieren. Man musste hinschauen, lauern, sich merken und zeichnen.

Magda machte ein Portrait in Kohle. Ich begann auch mit Kohle, stieg dann aber auf den Kuli um, den ich zuvor für den Olivenbaum verwendet hatte. Momentan mag ich ihn sehr, denn er ist präziser als Kohle. Und ich habe grad eine Phase, wo ich Präzision anstrebe.

Magda zeichnet Gerda, Kohle. 30-4-2019

Gerda zeichnet Magda, Kohle und Kugelschreiber, 30-4-2019

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Olivenbaum No 21

Meinen heutiger Olivenbaum habe ich von recht nah gezeichnet, so dass eine Art perspektivischer Verkürzung eintrat.  Dadurch wirkt der Stamm noch mächtiger, als er sowieso schon ist. Der Baum steht am Rand einer Terrasse. In der Tiefe ein weiterer Baum, den ich von schräg oben sehe und der mit seinem Gezweig und Laub den gesamten Himmelsausschnitt füllt. Für mich war es interessant, denn ich vergesse oft, wie groß auch die Kronen sind, da ich mich meist auf die bizarren Stämme konzentriere. Den Stamm habe ich ein wenig größer gezeichnet als er tatsächlich erscheint.

Für die Liebhaber*innen meiner Bearbeitungen zwei Varianten:

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Ping Pong 031

PING 031

ULLI AN GERDA → ALS MAN DEM STIER SEINE HÖRNER NAHM …

PONG Gerda

… SETZTE FRAU DIE HÖRNER DEM MANN AUF.

„Hörner aufsetzen“, Handzeichnung, digital bearbeitet (c) gerda kazakou, 30-4-2019

PING  o32 GERDA AN ULLI → WENN DIE HEXEN IN DER WALPURGISNACHT AUSREITEN….

„Walpurgisnacht“, Legebild, digital bearbeitet (c) gerda kazakou

WAS BISHER GESCHAH → https://cafeweltenall.wordpress.com/galerien/ping-pong/

DIE IDEE→ https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/02/05/ping-pong-001-2019/

 

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Olivenbaum No 20 (für Christiane)

Christiane wünschte sich, dass ich den Baum No. 18, der nur als Schemen zu sehen ist, einmal in den Vordergrund rücke und genauer portraitiere. Ihr Interesse machte mir so viel Freude, dass ich heute nachmittag meinen Stuhl noch einmal bis an den äußersten Rand unseres Grundstücks trug, wo sich dieser Baum befindet. Es war eine herrliche Atmosphäre, und ich hoffe, man sieht das der Zeichnung ein wenig an.

Ich habe die Vorzeichnung und die Endversion, dann auch den Baum selbst gleich vor Ort fotografiert.

Olivenbaum No 20, Bleistift-Kugelschreiber-Zeichnung (c) gerda kazakou, 29-4-2019

Wie du siehst, ist die Zeichnung ungleichmäßig ausgeleuchtet – kleine Lichtflecken sind zu sehen, der Rest liegt im bläulichen Schatten. Hier noch ein Foto, das ich später im Schatten des Hauses machte, dazu drei Bearbeitungen, bei denen ich versuchte, noch deutlicher zu zeigen, wie der Baum sich fast in das Umfeld auflöst. Insofern ist es ein Gegenstück zu der kontrastreichen Zeichnung No 19, auf der die zwei Baumpersönlichkeiten voneinander getrennt sind und sich anschicken, aufeinander zuzueilen.

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Olivenbaum No 19

Heute saß ich im warmen hellen Mittagslicht auf meiner Holzbank und schaute hinüber zu zwei im anderen Eck des Gartens stehenden Olivenbäumen. Und begann sie erst mit dem Bleistift, dann mit dem Kugelschreiber zu zeichnen. Sehr dunkel, fast schwarz wurden sie, wurde auch der Schatten, so dass die hellen Stellen der Zeichnung fast wie Schnee aussehen.

Habe ich die Kontraste übertrieben dargestellt? Ich meine, nein. Das griechische Licht kennt – verglichen mit den atmosphärischen Trübungen in Deutschland, die für sanfte Farben sorgen – kaum Übergänge. Jedenfalls ist das so an klaren heißen Tagen wie dem heutigen. Zum Vergleich ein Foto, das ich wenig später aufnahm, dazu eine SW-Version.

Ich habe das Foto der Zeichnung dann bearbeitet, um Farbe hineinzubringen. Wenn du das Bild anklickst, kannst du die entstandenen Farbspiele besser sehen.

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