Montags ist Fototermin: In der Schlucht hinter dem Haus

Es ist einer der schönsten Wege, die ich in meinem Leben gegangen bin: hinab in die kleine Schlucht hinter meinem Haus und wieder hinauf, durch ein Gatter  hinein in einen Hain, in dem drei Orangenbäume und ein Zitronenbaum voller Früchte hängen und zugleich über und über blühen und durften. Bienen umsurren sie. Niemand erntet die Früchte, also pflücke ich mir ein paar, um zu Hause einen köstlichen Trunk daraus zu machen. Dann steige ich an anderer Stelle hinunter zum kühlen Grund der Schlucht, in dem die Pfanzen hüfthoch stehen. Schaue hinauf zu den hoch ragenden Zypressen im leuchtenden Himmelsblau, schaue auch durch das lichtgrüne Laub der Nussbäume, betrachte allerlei Blühendes, aber auch die durchleuchteten Grannen des wilden Hafers, die Samenkugeln des Löwenzahn, die übermoosten Felsen.

Meine Fotos geben kaum einen Eindruck von dem Wunder dieses Ortes. Besser ist es, du strengst ein wenig deine Imagination an. Aber nun, hier sind ein paar zu deiner Anregung.

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Olivenbaum No 17 und No 18

Es war heute einfach zu schön draußen, ich musste noch zwei Olivenbaum-Zeichnungen machen. Der Block ist etwas kleiner.

Auf beiden Zeichnungen sind dieselben zwei Bäume abgebildet – doch habe ich einen anderen Ausschnitt gewählt und meinen Standpunkt ein wenig verschoben. Der in der ersten Zeichnung nur angedeutete hintere Baum schiebt sich in der zweiten Zeichnung ins Zentrum. Dadurch verändert sich die kommunikative Situation zwischen den beiden gewaltig, zumal nun auch noch ein Dritter ins Spiel gekommen ist.

Je zwei bearbeitete Varianten möchte ich dir auch noch zeigen. Anklicken = Vergrößern.

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Olivenbaum No 16

Heute, am Ostersonntag, bei lieblichstem Wetter, setzten sich meine Besucherin Magda und ich in den Olivenhain und zeichneten einen Baum – sie mit Kohle (kein Foto), ich mit Kuli und Bleistift.

Der Baum steht an einem Hang, davor läuft ein Steintreppchen hinab. Wildblumen und Gräser umstehen seinen Stamm. In der Tiefe wachsen andere Olivenbäume, ebenso am gegenüberliegenden Hang. Das Vorgebirge des Taygetos bildet den Abschluss.

Schön wars, so stilll nebeneinander zu sitzen, in die Sonne zu binzeln und sich in die Schründe und Risse des Baumes zu vertiefen.

Olivenbaum No 16, (c) gerda kazakou, 28-4-2019

Hier die Zeichnung im Licht-Schatten eines Baumes fotografiert und ein wenig bearbeitet.

Olivenbaum No 16, digital bearbeitet, (c) gerda kazakou, 28-4-2019

 

 

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Österliches Froschkonzert.

Gestern war ich an der Mündung des Nedontas. Sie fließt bei Kalamata ins Meer. Momentan führt er reichliches sehr klares Wasser, denn der Schnee schmilzt in den Bergen. Durch die Stadt fließt er in einem unschönen Betonkanal, der gebaut wurde, um Überschwemmungen zu verhindern. Erst am letzten Stück weitet sich das Bett. Auf dem kiesigen Grund stauen sich Tümpeln, bevor das Wasser ins Meer strömt.
In diesen Tümpeln nun haben sich jede Menge Frösche angesiedelt. Sie flohen vom Ufer, als Tito und ich uns näherten, so konnte ich sie nicht fotografieren. Aber eine Video-Aufnahme ihres Konzerts konnte ich machen.

Und ich geriet ins Filosofieren: Wie glücklich quaken die Frösche, denn sie glauben sich im Paradies. Sie wissen nicht, dass ihnen nur ein kurzer Frühling in diesem Paradies gegönnt ist, denn die Tümpel werden, wie jedes Jahr, austrocknen. Sind wir anders? Denken nicht auch wir, dass die Erde, die wir bewohnen, uns bis in alle Ewigkeit zur Verfügung steht? Doch egal: Lasst uns fröhlich quaken, solange es währt!

Fehler
Dieses Video existiert nicht
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Meine Olivenbaum-Serie in der virtuellen Galerie

Heute hatte ich das Bedürfnis, mir meine bisherigen Olivenbaum-Studien einmal in einer virtuellen Galerie zu beschauen. Ich lade dich herzlich zu dem Rundgang ein.

Die Zeichnungen entstanden im März und April dieses Jahres.  Ich habe sie der Reihe nach „aufgehängt“, beginnend mit den ersten Versuchen. Durch Anklicken kann man die Bilder vergrößern.

Während ich dies hier poste, höre ich das uralte Χριστός ανέστη! Christus ist erstanden! Denn hier in Griechenland wird heute Ostern gefeiert.  Uns allen Frohe Auferstehung!

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Olivenbaum. Noch ein Experiment derselben Art.

Diese Zeichnung von einem anderen Olivenbaum machte ich schon am Vormittag. Sie ist als „Blindzeichnung“ mit dickem blauem Filzstift, blauem Kuli und Bleistift entstanden. Ich zeige sie hier, weil ich die Farbigkeit der verschiedenen Stifte in der Binnenzeichnung interessant finde, die sich beim Bearbeiten zeigt. Den Hintergrund habe ich dann aufgefüllt und farblich variiert.

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Olivenbaum. Weitere Experimente mit Filzi und Co, sehend und blind.

Heute zeichnete ich mit dem dicken blauen Filzstift und anderen Medien einen Olivenbaum. Insgesamt wurden es vier Zeichnungen, die ich hier der Reihe nach vorstelle.

Ich beginne mit einer Skizze, die ich „sehend“ mit Filzstift machte und dann mit Bleistift ausmalte. Es ist der Baum, der vor meinem Atelier steht. Vielleicht erkennst du ihn wieder.

Ich verstärkte und verschob dann die Farben, so dass deutlich wird, wie verschieden sich der Filzstift und der Bleistift im Licht verhalten.

Die nächste Zeichnung habe ich „blind“, also ohne auf Hand und Block zu schauen, mit Filzstift, Kuli und Beistift gemacht und dann „sehend“ mit Bleistift ausgemalt. Dabei fasste ich die Linien zu Flächen zusammen.

Auch von diesen Zeichnungen habe ich digitale Versionen angefertigt.

Eine dritte Zeichnung habe ich mit einer Blindzeichnung (Filzstift) begonnen, habe dann darüber eine zweite Blindzeichnung (Filzstift) und schließlich mit verschiedenen Medien weitere Blindzeichnungen drübergelegt (Kuli, Bleistift, rötliche Ölkreide, Kohle).

Die erste und zweite Variante geben bei der Bearbeitung nichts her, da sie mit einem Medium erstellt sind (Filzstift), das sich durch Beleuchtung nicht ändert. Die letzte Fassung ist sehr komplex und lässt alllerlei digitale Spielchen zu. Hier drei Varianten dieser letzten Fassung.

Eine weitere Blindzeichnung begann ich mit Kohle und legte darüber eine Blindzeichnung mit Filzstift.

Zum Vergleich nun noch die letzte Zeichnung, bearbeitet, und die Originalzeichnung desselben Baumes, die ich am 11. März machte.

 

 

 

 

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Stillleben. Blind-Experimente mit Filzi, Kuli, Bleistift und Bearbeitungen

Heute abend habe ich mit einem dicken dunkelblauen Filzi „blind“ das Stillleben gezeichnet, das sich zufällig vor mir befand: eine Vase, ein Glas, ein Bücherstapel, ein Korb, Tisch und Stuhl im Hintergrund. Dann habe ich dasselbe Motiv erst mit Kuli, dann mit Bleistift drüber gezeichnet – ebenfalls „blind“, so dass sich die Zeichnungen gegeneinander verschieben. Schließlich habe ich eine vierte Zeichnung, wieder blind, mit Filzi drüber gelegt.

Jede Phase habe ich fotografiert. Hier die erste, dritte und vierte (letzte) Phase.

Als Zeichnung gefällt mir die erste schlichte Fassung am besten. Beim Bearbeiten aber erwies sich die Vierfach-Zeichnung (3. Foto) sowohl zeichnerisch als auch farblich als überlegen.

Stillleben. Blindzeichnung in vier Anläufen, bearbeitet 26-4-19, (c) gerda kazakou

 

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Steilküste an der Sandova-Bucht

Es ist nur ein kleines Stück Steilküste, das die lang gestreckte sandreiche Bucht abschließt. Aber die Kontur ist sehr prägnant. Sie ändert sich freilich laufend: immer wieder brechen Stücke des gelbockrigen Lehmbodens ab, Steine lösen sich, Pflanzen werden mitgerissen.  Heute saß ich dort und schaute auf das Meer, das in einem matten Türkis leuchtete. Auch die anderen Farben waren matt, wie erschöpft unter der nun schon etliche Tage dauernden Last des Saharasandes. Grau flockig der Himmel.

Eine kleine Bleisstift-Skizze entstand, in die ich mit zwei verschiedenen Kulis reinzeichnete – beide gaben nach wenigen Strichen den Geist auf….

In den vier Bearbeitungen habe ich versucht, der besonderen Atmosphäre des späten Nachmittags gerecht zu werden.

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Roter Mohn und roter Sand (für Ullis Rote-Faden-Geschichten)

In diesem Jahr habe ich bisher nur ein paar Blutstropfen des Mohns gesehen, aber in anderen Jahren um diese Zeit rot gesprenkelte Felder. Die Fotos sind vom 13.4.2016, aufgenommen am Weststrand. Außer dem Mohn siehst du eine Fläche mit violett blühenden Blumen.

 

Im Jahr 2010 fotografierte ich den ersten Mohn am 7. April, ebenfalls am Weststrand, aber an der dem Meer zugewandten Seite und bei lebhaftem Licht.

Hier nun die ersten Mohn-Butstropfen dieses Jahrs, aufgenommen bei mir um die Ecke. Ich muss mich sputen und an die Westküste fahren, wer weiß, was da jetzt blüht. Aber das Wetter ist wenig einladend. Zu viel roter Saharasand in der Atmosphäre.

Ungewöhnlich ist der Saharasand für die Jahreszeit freilich nicht, wie das Foto vom Vorjahr, 14.4.2018, nachmittags aufgenommen, beweist. Der rote Sand ist lästig, aber er ist auch fruchtbar, und so will ich ihn  geduldig ertragen – alldieweil ich es ja sowieso nicht ändern kann.

 

 

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