Montags ist Fototermin: Bruchsteine an meinem Weg

Eben las ich eine Buchbesprechung von Ulrike Sokul mit dem viel versprechenden Titel „Der stille Stein“ – ein fein bebildertes Kinderbuch. Und so zeige ich heute die „Bruchsteine an meinem Weg“, von denen ich einige gezeichnet, aber weit mehr fotografiert habe. Es sind sehr  bescheidene Steine, Bruchsteine eben, manche herausgehoben aus ihrer Vertiefung, andere tief in Gras und andere Grünpflanzen eingebettet.  Jeder ist anders ….Besser siehst du sie, wenn du zumVergößern anklickst.

Die gezeichneten Steine habe ich ja schon mal gezeigt. Vielleicht erkennst du den einen oder anderen wieder. Auch hier hilft Anklicken!

 

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Leiter und Putte (tägliche Zeichnung mit Collage)

Das Bild kennst du sicher, aus dem ich diese Putte mit Leiter herausgezeichnet habe.  Leider konnte ich mit dem Kuli auf dem dicken Zeichenpapier schlecht zeichnen, habe daher abgebrochen. Ob du den Ausschnitt wohl erkennst?

Ich habe dann noch ein bisschen herumgepuzzelt, auf der Suche nach Inspiration für neue Collagen. Drei solcher Versuche möchte ich heute noch zeigen.

 

 

 

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Raumgreifender Hieronymus (letzte Variante)

IMG_2020 ccc

und farbverstärkt

IMG_2020 cc

 

 

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Hieronymus, Dürer und wir – weitere Raum-Zeit-Collagen

Die Verbindung von Elementen, die räumlich und zeitlich sehr weit auseinander liegen und zudem mit anderen bildnerischen Mitteln gewonnen wurden, fasziniert mich gerade. Begonnen hat es mit  mit dem „Brot des Bäckers“ und „Hybriden“ aus Foto und Zeichnung, doch erst mit den Hieronymus-Zeichnungen nach Dürer in Verbindung mit Foto und Zeichnung unserer eigenen Wohnung hat die Idee Fahrt aufgenommen. Hier noch mal die beiden Bilder nebeneinander: (a) der moderne Gelehrte im „Gehäus“ des Hieronymus und (b) Hieronymus samt Löwen im modernen Großraum, mit einigen Elementen des alten Milieus (Kürbis, Balkendecke, Totenkopf), dazu auch als fotografiertes Element zweimal der Zeichenblock, in dem ich Hieronymus von Dürer festhielt. (Draufklicken = Vergrößern)

800px-Dürer-Hieronymus-im-Gehäus doppel

Heute habe ich weitere Kombinationen ausprobiert, alles im heutigen „Großraumbüro“. Natürlich hätte ich statt meines Mannes auch mich in dieses Büro setzen können, grübelnd darüber, wie ich all diese Zeiten und Orte unter einen Hut bringe.

Schließlich habe ich noch ein Elemente aus einer Zeichnung vor dem Kamin hinzugenommen (Vase mit verblühter weißer Rose, Früchten und Briefumschlag). Bitte anklicken.

 

 

 

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abc-Etüde: Kata-strophischer Suppensong

Gleich noch ein abc-Etüdchen. Wenngleich es den Titel „Altthüringer Suppensong“ trägt: Nix gegen euch Thüringer! Ich mag eure Würstchen, ehrlich. Bekanntlich werden Suppen überall gekocht, und nicht jede Suppenköchin ist einheimisch. Eure Suppe ist nur grad „in aller Munde“ (sic). Zur Erklärung: Alice, Belice und Celice liefern sich einen Wechselgesang. Delice tritt erst am Ende aus den Kulissen. Die edle Dame, die eine Krokodilsträne vergießt, ist Mme Demokratie. Die Alice der Geschichte bitte nicht verwechseln mit Alice von make a choice alice, die die Wörter gespendet hat. Die Namensgleichheit ist mir erst im Nachhinein aufgefallen. Vielleicht eine Assoziation, weil es auch hier um eine Wahl geht und der Name der Protagonistin mit A beginnen sollte (wie zB Annegret KK, AfD, Alice W, Alexander G…..)

Altthüringer Suppensong

(Alice) Grippe Grappe Gruppe

Spuck mir nicht in die Suppe

Sonst hau ich mit der Kelle

Dir noch was auf die Pelle

 

(Belice): Lass mich probiern die Suppe,

du hübsche propre Puppe!

Komm schon, ich will dich knuddeln!

Ich liebe Supp mit Nuddeln!

 

(Alice): Mit Nuddeln? Dass ich lache!

Vom Schafsbock sinds die Kuddeln

Pass auf, dass ich nicht mache

Mit dir dieselbe Sache

Mit einem Bock wie du!

Lass mir die Supp in Ruh!

 

(Celise):  Was schwimmt denn da im Topf?

Sieht aus wie n ganzer Zopf!

(Alice): Zurück,  armselger Tropf!

Ich hau dich auf den Kopf!

Gebleicht, du Schelm, hab ich das Haar

Das in der Suppe drinnen war.

 

(Belice): Wer will schon deine Suppe haben!

Solln junge Ratten sich dran laben.

Ich will sie nicht, du dumme Kuh

Von jetzt an lass ich dich in Ruh!

Ich kenn was Bessres, GottseiDank,

Kommt Freunde, hier geht es entlang!

 

(Alice): Ach je, die Suppe ist gleich fertig.

Wer will sie, glattrasiert od bärtig?

Zum Glück kommt schon ne neue Schar

Die schöner als die alte war.

He, Jüngling du, wie wärs mit dir?

Ein Löffel voll und mit was Bier?

 

 

 

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abc-etüde: Ermunterung

Christiane hat wieder zu den beliebten abc-etüden eingeladen.  Gefragt war wie immer ein höchstens 300 Wörter umfassender Text. Diesmal schenkte uns Alice die Wörter Grippe, knuddeln und gebleicht. Dazu fiel mir etliches Kata-strophisches ein, doch wollte ich etwas Leichtes. Schließlich ist die Grippezeit ja so schon nicht besonders angenehm. Wozu sie noch mit schweren Gedanken schwerer machen?

Ermunterung

War das eine Grippe!!
Ich sprang von der Schippe
Dem Tod grad so eben
Zurück in das Leben!
Ich fühle mich schweben
denn die Pfunde verschwanden
sind nicht mehr vorhanden
auf meinem Gerippe ….

Man hätt mich vielleicht
schon elend gebleicht
in den Sarg rein gelegt
mit Blumen umhegt
während Freunde herum
ständen ganz stumm
und Taschentücher knuddelten
während die Männer buddelten
ein Loch im Friedhofsboden
und jeder Episoden
aus meinem Leben wüsste
die er erzählen müsste….

Doch nein! ich sprang ins Leben

Das mir zurück gegeben,

mit meinen beiden Beinen.

So braucht ihr nicht zu weinen!

 

ps. Bruni möchte gern verstehen, wie dies Bid zustande gekommen ist. Ich beschreibe es unten im Kommentar. Hier zeige ich für alle Interessierten drei  Vorstufen des  Bildes – Hintergrund (kleines Bild rechts oben) – Figur (kleines Bild rechts unten) – eingefügte Figur (großes Bild). Diese eingefügte Figur schneide ich dann aus, so dass eine Leerform übrig bleibt, durch die der Grund hindurchscheint. in diese Form zeichne ich Mun, Auge und Haare. Den Hintergrund färbe ich teils blau ein, teils entfärbe ich ihn, und beschneide das Bild.

 

 

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Hieronymus in unserem Gehäus (alltägliche Zeichnung und Foto-Collage)

Ich habe unser Gehäus mit blauem Kugelschreiber gezeichnet …

Wohn-Arbeitsraum mit sitzender Figur, blauer Kugelschreiber, 2020-02-06

Dann habe ich die Hauptlinien mit dickerem Filzstift nachgezogen und die Zeichnung digital zerschnitten und neu zusammengesetzt. Ein elegantes architektonisches Büro ist entstanden.

Großraumkomposition aus digital zerschnittener Skizze mit vervielfältigten und eingefärbten Elementen 2020-02-06

Im Zentrum um die sitzende Figur herum bildete sich ein Dreieck.

Raumkomposition mit zentralem Dreieck 2020-02-06

Und dort zog dann der Heilige Hieronymus ein, mitsamt seinem Löwen und Kürbis. Vielleicht fühlte er sich durch den Zeichenblock mit seinem Portrait eingeladen.

Der Heilige Hieronymus in unserem Gehäus. Foto-Collage aus Zeichnungen, 180 Grad gedreht, 2020-02-06

Aber so steht der Heilige ja Kopf! Schnell umdrehen! Und schon verströmt er sein Licht in unserem Wohnzimmer, und der eben noch so magere Boden beginnt zu grünen und zu blühen.

Der Heilige Hieronymus in unserem Gehäus. Foto-Collage aus Zeichnungen, farbig, 2020-02-06

Für diese Collage habe ich meine eigenen Zeichnungen (Raumskizze, Kopien von Dürers Hieronymus, Foto meines Skizzenblocks) benutzt und sie per Fotoshop neu arangiert.

 

 

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Im Gehäus des Hieronymus (Fotocollage)

Ohne Kommentar.

Zeit- und Ortstafel

Sophronius Eusebius Hieronymus

geboren 347 in Stridon (damals römische Provinz Dalmatia, heute Slovenien, Kroatien oder Bosnien, unbekannt wo genau) – gestorben am 30. September 420 in Bethlehem (damals Palästina, Syrien; heute Westjordanland, Palästinensisches Autonomiegebiet)

1 051 Jahre nach Hieronymus‘ Tod: 

Albrecht Dürer

geboren am 21. Mai 1471 in Nürnberg (damals Reichsfreie Stadt im „Hl Römischen Reich Deutscher Nation“) – gestorben ebenda am 6. April 1528.

Den Kupferstich „Der heilige Hieronymus im Gehäus“ hat Dürer 1514 gemacht.

1 521 Jahre nach Hieronymus Tod und 413 Jahre nach Dürers Tod:

Panos Kazakos

geboren am 17. Mai 1941 in Athen (damals von der deutschen Wehrmacht besetzt)

Hund Tito

geboren zwischen 2006-2007 in Paliohora/Messenien, Griechenland.

Gerda Kazakou

geboren am 8. Mai 1942 in Heiligenhafen (damals „Deutsches Reich“)

Die Collage habe ich unter Verwendung eines eigenen Fotos und dem Kupferstich von Dürer am 6. Februar 2020, also 506 Jahre nach Dürers Kupferstich, in Maroussi bei Athen gemacht.

Wenn ich mich nicht verrechnet habe.

 

 

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Häusliche Szene (Originalfoto und 3 Fotomontagen)

Ich möchte meine eigene Variante, nun aber eines modernen Gelehrten „in seinem Gehäus“, zeichnen. Zunächst dachte ich darüber nach, wie ich den Raum als 2-dimensionales Bild organisieren will. Frühere Künstler hätten dafür natürlich Skizzen angefertigt. Ich aber nutzte die Möglichkeiten der Fotografie und digitalen Fotocollage.

Ich zeige ein Originalfoto und drei Fotomontagen, die meine (noch vorläufigen) Überlegungen bei der Entwicklung des Themas zeigen. Das Foto habe ich entfärbt, die Details reduziert und den Hund hinzugefügt, dann habe ich ein anderes ähnliches Foto genommen und den Raum und die Lichtverhältnisse neu organisiert.

Es kann natürlich sein, dass ich es am Ende ganz anders mache, zumal der erste große Raum mit dem Lichtschein an der Decke mich mehr reizt als das enge Gehäuse der letzten Variante. Doch hatte ich Lust, einmal solche Gedankengänge zu dokumentieren.

 

 

 

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Wandern die Steine? (tägliche Zeichnung)

Zu welchen Beratungen sich die vier großen Bruchsteine auf dem Feld versammelt haben, weiß ich nicht zu sagen. Sicher gibt es genug, was diese Uralten bewegt. Apropos „bewegt“ – genau! Etwas oder jemand hat sie von ihrem ursprünglichen Platz fortbewegt. Man sieht noch die dunklen erdigen Vertiefungen, in denen sie zuvor lagen. Waren sie es etwa selbst, die ihren Platz verließen? Das würde mein Weltbild ziemlich erschüttern.

Können Steine wandern? Es gibt da doch dies Lied, Bert Brecht hat es gedichtet. Es war uns ein Trost, damals, als in Griechenland die Diktatur zur Herrschaft kam. Und warum soll es uns nicht auch heute trösten?

 

Die Interpretation von Reich-Ranitzki ist sehr hörenswert:

 

Am Grunde der Moldau wandern die Steine
Es liegen drei Kaiser begraben in Prag.
Das Große bleibt groß nicht und klein nicht das Kleine.
Die Nacht hat zwölf Stunden, dann kommt schon der Tag.

Es wechseln die Zeiten. Die riesigen Pläne
Der Mächtigen kommen am Ende zum Halt.
Und gehn sie einher auch wie blutige Hähne
Es wechseln die Zeiten, da hilft kein Gewalt.

Am Grunde der Moldau wandern die Steine
Es liegen drei Kaiser begraben in Prag.
Das Große bleibt groß nicht und klein nicht das Kleine.
Die Nacht hat zwölf Stunden, dann kommt schon der Tag.

Eine etwas ausgefallene argentinische Interpretation des Liedes von Brecht/Eisler für modernere Geschmäcker:

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