Erste Zwiebelblüte geöffnet

Ist das eine Meldung wert?

Für mich schon. Denn nichts ist beruhigender für die durch allzu viele üble Nachrichten geplagten Nerven und gesünder für das aufgewühlte Gemüt, als einer Pflanze beim Erblühen zuzusehen. (Ich schwöre, die vielen ü-Laute sind mir unbewusst in den Text geraten. Vielleicht brauchte ich eine Assoziation zu hübsch, süß, glücklich und vergnügt, vielleicht dachte ich an Hülle, Fülle und Erfüllung?)

Warum es grad eine Zwiebel ist? Nun, das hat sich so ergeben, und ich bedaure es nicht. Im Gegenteil, ich gratuliere mir jeden Tag zu dieser Wahl.  Denn womit ist die Zwiebel assoziiert? Mit Tränen. Weg damit! Eine Rehabilitation der Zwiebel ist dringend geboten.

Nun also ist die erste Knospe dieses doldenartigen Blütenstandes aufgegangen und zum sechsstrahligen Stern geworden.

Wie lang und wohlgestaltet die Staubgefäße sind, habe ich erst beim Vergrößern des Fotos bemerkt.

Das kleinere Zwiebelköpfchen hingegen hat noch sein braves Häubchen auf.

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Dora zum EinundzwanzigstenFünften: Schattentheater (und tägliches Zeichnen)

Nach einem weiten Spaziergang – meine Schrittzähler-App zeigte mir stolze 7 km an!  – ließ ich mich in einem Lokal nieder, um mich auszuruhen und vielleicht noch ein wenig zu zeichnen.

Das Lokal liegt schön, terrassenförmig gebaut direkt am Meer, ist aber leider in keinem guten Zustand. Es gab nicht mal den von mir gewünschten frischen Orangensaft. Ich nahm mit einem industriellen Saft vorlieb und genoss die Ruhe und den Ausblick aufs Meer. Außer mir gab es noch ein Paar, offenbar Nordeuropäer, die diesen Ort für den abendlichen Drink samt Sonnenuntergang erkoren hatten. Dora amüsierte sich, während ich das Paar und die Mohle skizzierte, mit akrobatischen Übungen auf den zahlreichen leeren Tischen und Stühlen. Jedenfalls dachte ich das.

Originalfoto

„Guck mal! Sieh doch mal!“ krähte sie und gestikulierte heftig. Jetzt erst …

bearbeitet: die Wand wurde zur Leinwand

bemerkte ich es: die Stützmauer der Terrasse war zur Leinwand geworden, an der sich nicht nur Dora, sondern auch die Tische, Stühle, das Paar als Schattenbühne abbildeten.

Stützmauer mit Paar und Tavernentischen

Um mich und Dora zu sehen, musste ich mich nur ein wenig nach rechts drehen.

Meine Skizzen? Na, meinetwegen auch die.

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Gruß in Blau

Das Blau dieser Glöckchen scheint über dem Grün zu schweben, es leuchtet mir auf staubigen Wegen entgegen, allein oder in großen Kolonien. Am Abend falten sie sich zusammen, zu Mittag öffnen sie sich ganz.

Ihr Anblick stimmt milde. Sie sind wie eine Heilungshauch für die müde Seele.

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Klaus Schwab rief – und alle alle kamen (WEF-Kongress)

Nein, nicht alle werden da sein, wenn heute das World Economic Forum (WEF-22) eröffnet. Beim lezten gemeinsamen Treffen v.C 2019 war Herr Putin Ehrengast. Nun ist er ausgeladen. Er gehört, jedenfalls solange diese – wie heißt sie doch gleich – in der Ukraine läuft, nicht zu den Guten. Auch Herr Orban gehört nicht zu den Guten, versteht sich. Dafür ist nun ein anderer Präsident, nämlich der der Ukraine, geehrter Gast – bis auch er abgemeldet wird. Schon munkelt man, Selenskys Tage seien ausgezählt. Nun, was weiß ich. Vielleicht ist es auch anders und er ist auch im nächsten Jahr dabei. Talent hat er ja. Jedenfalls hat der Herr Schwab (wer, bitte?) sonst so ziemlich jeden mit Amt und Würden, mit Geld und Macht und Glamour ausgestatteten Mitmenschen ins Schweizer Davos eingeladen. Insgesamt werden ca 2500 Gäste erwartet. Hin kann man nur, wenn man eingeladen ist. Und wer eingeladen ist, kommt natürlich – mit Limousine oder Hubschrauber, es wird sich finden. Jedenfalls nicht mit Öffis. Endlich kann man sich mal wieder sehen und herzlich umarmen oder jedenfalls Hände schütteln und Händchen halten. Lange nicht gesehen.

Auch du kannst virtuell dabeisein, wenn du möchtest. Die Damen und Herren machen ja kein Hehl aus ihren Absichten, sie verkünden sie urbi et orbi wie der liebe Papst. Hier das offizielle Programm und die Selbstdarstellung.

Klicke, um auf WEF_AM22_Programme.pdf zuzugreifen

https://www.weforum.org/events/world-economic-forum-annual-meeting-2022

Da gehen mir die Augen über! “O brave new world, that has such people in it!” möchte ich mit Miranda (Shakespeare, Tempest) ausrufen und begeistert in die Hände klatschen!e9af5b88fb89445f2812fae41a8998d7

Wer kommt aus deutschen Landen nach Davos? Kanzler Olaf Scholz, Vizekanzler Robert Habeck und Lars Klingbeil, der Vize-Chef der SPD. Ts ts ts, wo sind die Damen? Aus Österreich reist Sebastian Kurz – nein, pardon, dieser „Young Leader“ ist nun nicht mehr dabei – , stattdessen reisen nun die Herren Nehammer, Schallenberg und Brunner an. Gewichtige Damen kommen aus Brüssel: Ursula von der Leyen  und Christine Lagarde von der EZB. Mit ihnen reisen etliche EU-Kommissare an. Zahlreiche Regierungsmitglieder aus diversen Ländern werden erwartet. Damit sie erfahren, welche Projekte in Zukunft finanziert werden sollten. Zum Beispiel der deutliche Machtzuwachs der WHO, damit man die Menschen bei der nächsten zur Pandemie erklärten Krankheit weltweit einsperren kann.

Noch ein paar Einzelheiten gefällig? Unter den Eingeladenen befindet sich tatsächlich ein einsamer Putin-Versteher, nämlich der serbische Premier Vucic. Die ukrainische Delegation ist gewichtig:  Selenski, der eine seiner beliebten Reden halten wird, wird leider nur per Video zugeschaltet, aber zehn ukrainische Amtsinhaber reisen an, darunter auch der jüngste Minister, zuständig für Digitalisierung und Stellvertreter von Selenski namens Michael Fedorov (Namen bitte merken, denn  auch er ist ein WEF-Kader und hat sicher eine glänzende Zukunft).

Natürlich kommen nicht nur Politiker, sondern auch die Häupter oder Stellvertreter gewichtiger Einrichtungen wie Goldman-Sachs, Allianz, Amazon, BlackRock, Open Society Foundation, Palantir Technologies, Welcome Trust, Ikea, Roche und Citigroup….

Eine schnuckelige Gesellschaft, auch wenn einige bekannte Häupter fehlen. Ja, leider. Der Chinese Xi (er hat schon ein Video besprochen) und der Amerikaner Biden (er wird in den USA gebraucht) werden diesmal nicht dabei sein, der Russe Putin eh nicht.  Dafür aber kommen viele Menschen aus anderen Reichen, zum Beispiel dem indischen. Das sendet gleich eine Hundertschaft an CEOs, las ich.  Natürlich sind alle Anreisenden geimpft, drei mal sogar. Außerdem haben sie aktuelle Tests vorzulegen – man stelle sich vor, wenn all die hochkarätigen Teilnehmer sich gegenseitig anstecken! 2500 Kranke! Nicht auszudenken.

Und was steht auf der Agenda?

„Working Together, Restoring Trust“ – Zusammenarbeit, Vertrauen wieder herstellen. Wie schön! Bravo! Ja, besonders Vertrauen wieder herstellen. Das wär doch mal was.

Die Themen, die abgehandelt werden sollen, sind weniger originell:

  • Pandemic recovery (Erholung nach der Pandemie)
  • Tackling climate change (dem Klimawandel die Stirn bieten)
  • Building a better future for work (der Arbeit eine bessere Zukunft bescheren)
  • Accelerating stakeholder capitalism (den stakeholder Kapitalismus beschleunigen – nein, ich erkäre dir jetzt nicht, was das ist)
  • Harnessing the technologies of the Fourth Industrial Revolution (die Technologien der 4. Revolution nutzbar machen – wofür? Für neue Waffen vielleicht?  Oder doch, damit wir, um Zeit zu gewinnen,  die Waschmaschine vom Auto aus in Gang setzen können?

Danke euch allen, ihr Weitangereisten! Möget ihr gesund bleiben und gute Beschlüsse über uns und die Entwicklung unserer Welt fassen.

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Was ist Wirklichkeit (Zwiebelblüte und ein bisschen Philosophie)

Ich nehme an, du hast bisher nie das Aufblühen einer Küchenzwiebel verfolgt. Ich selbst bin eher durch Nachlässigkeit drauf gestoßen: Eine Freundin, die gelegentlich das Haus putzt, hatte die zwei Blumentöpfe mit Zwiebeln vor die Hauswand gestellt – und ich ließ sie da. So wuchsen sie vor sich hin. Als ich sie näher betrachtete, gefielen sie mir, und ich begann, sie ab und an zu gießen. Dann kam Dora dazu, die die Zwiebelsprosse als Messlatte benutzte. Und nun schaue ich zu, wie sich das Knospenbündel aus der Hülle herausarbeitet, und bestaune die überraschend schöne Zeichnung der Knospen.

Heute weht ein leichter angenehmer Wind und bewegt das Laub des Aprikosenbaums, das in schnellem Wechsel Licht und Schatten über die Zwiebelköpfchen wirft und auch diese selbst hin- und herschwanken lässt. Ich fotografiere aus immer derselben Position die bewegten Bilder – selbst bleibe ich möglichst bewegungslos.

Wirklichkeit – so schrieb ich zuvor auf Myriades Kommentar zur „Relativität“ hin – konstituiere sich erst in der Interaktion. Was ich hiermit demonstrieren möchte: Wind und Windstöße – Sonne – Laub – Gezweig – Schattenwurf – Licht – Stängel – Knospen – ich – meine Position – Handy-Kamera – Luftdruck – Schwerkraft – Bewegungsgesetze – Elastizität – die Zwiebel schwankt, meine Hand ist instabil  — all das  interagiert. In der Interaktion all dieser „Faktoren“ (die nur durch mich und meine Sprache als Faktoren isoliert werden) erschafft sich Wirklichkeit ständig neu und bringt sie zur Erscheinung. Ohne die Interaktion gibt es „nichts“*. Die subtilen Bewegungen und Lebensprozesse wie etwa Wachstum und Absterben und die noch subtileren des Fühlens und Denkens sind da noch gar nicht einbegriffen. Die musst du dir dazudenken.

…………..

*Das Johannes-Evangelium beginnt mit dem Satz: „en archi ein o Logos“ (von Luther als „Am Anfang war das Wort“ übersetzt). Logos  wurde von Herakleitos (Heraklet, 6.-5. Jahrhundert v.Chr.) in die griechische Philosophie eingeführt. Eine Übersetzung, die die gesamte Reichweite des Begriffs impliziert, ist unmöglich. Goethes Faust übersetzt Logos als Tat. Tatsächlich aber bedeutet Logos im Griechischen auch das „Verhältnis“ zweier Größen, ausgedrückt als Bruch, zum Beispiel 3 : 4. Die Harmonie des Kosmos beruht auf solchen „Verhältnissen“ oder Relationen, die auch als „Taten“ oder eben als „Interaktionen“ bezeichnet werden können (Die Rechenarten heißen im Griechischen praxeis, also „Taten“ wie im Deutschen „Praxis“) .  Johannes, der noch viel von der griechischen Philosophie verstand,  sagt also: Am Anfang von all dem, was entstanden ist, war der Logos (die Relation), und der Logos war seinerseits bezogen auf Gott. Alle anderen Relationen (Gesetze der Natur und des Kosmos) entstanden wiederum in dieser Bezogenheit, nichts entstand und entsteht isoliert, ohne diesen ersten Bezug.

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Dora zum ZwanzigsFünften: Relativität

Eben war ich bei meinem Eintrag „Zen“, um Petra Pawlofskis Kommentar zu lesen (Danke, Petra!).

Dora sitzt auf meiner Schulter und sieht zu. „Was sind das für Steine?“ fragt sie. „Die habe ich noch gar nicht gesehen.“ –  „Ich habe sie kürzlich am Strand aufgelesen und eingesteckt,“ sage ich und zeige sie ihr.

„He, die sind ja winzig! Auf dem Foto sehen sie aus wie ….“ – „Ja, ich weiß“, sage ich. „Fotos täuschen leicht. Die Größe von Objekten kann man nur abschätzen, wenn etwas anderes, Bekanntes zum Vergleich da ist. Wie hier meine Hand.“

Dora hüpft zwischen des Fotos und den realen Steinen hin und her. „Sie haben auch eine andere Farbe!“ schreit sie. „Sie sind weiß, aber einmal sehen sie blau und dann wieder grün aus!“ – „Ja, stimmt,“ sage ich. „Es liegt am Himmel und am Licht: Das Blaue habe ich am Vormittag neben dem Fenster aufgenommen, da kommt das Himmelsblau ins Spiel. Bei dem Grünlichen war ich wohl etwas mehr im Zimmer, so dass sich auch Lampenlicht eingemischt hat.“ – „Kannst du sie nicht mal weiß fotografieren?“ Ich versuche es, lege die Steine auf den graufarbigen Umschlag von Hannahs Gedichtsband „Uferzeilen“, das neben mir auf dem Schreibtisch liegt, weil ich ab und zu gerne hineinschaue. Ich rücke es nahe ans Nordfenster und knipse. Dann korrigiere ich die Farben noch ein bisschen per Fotoshop. „So?“ frage ich Dora. Sie nickt. Ja. So sehen sie aus, diese Steine.

Aber die Größe? „Ich mache mal den Maßstab“ kräht Dora vergnügt. „Dann wissen alle, wie groß die Steine in Wirklichkeit sind!“

„O ja, liebe kleine Dora! Jetzt wissen alle Bescheid. Du bist ein toller Maßstab!“ lobe ich sie. Vorsichtshalber habe ich ein bisschen von der Schrift auf dem Umschlag mitfotografiert. Falls du dich auf Dora als Maßstab nicht verlassen möchtest, nimm die Schrift zum Vergleich.

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Dora zum NeunzehntenFünften: Zwiebelblüte

Vorhin sah ich Dora wieder an der Zwiebel herumturnen. Sie hatte die Zwiebel, wie du dich vielleicht erinnerst, im April als Wachstumsmaß auserkoren (hier) und seither immer wieder besucht (hier).

Inzwischen ist auch der zweite Zwiebelspross herangewachsen. An dem größeren Spross windet sich Dora empor.

„Willst du dich etwa wieder mit der Zwiebel messen?“ frage ich leicht ironisch. Dora verzichtet auf eine Antwort und klebt sich nun am Zwiebelkopf fest. Die Strahlen ihrer Latüchte werden zu Laserstrahlen.

„Was hast du vor?“ rufe ich aufgeregt. „Lass die Zwiebelblüte in Ruh!“ – „Ich helfe ihr beim Öffnen!“ schreit Dora zurück. „Du siehst doch selbst, dass sie Probleme hat. Diese dünne Haut will nicht abgehen!“

O ha! Ja, so sind die Kinder. Las ich nicht grad gestern, was Anna Eulenschwinge dem Physikerklärer Joachim ( hier ) erzählte? „Als Kind habe ich gerne die Zipfelmützen „abgezapft“, ich dachte, dass ich so den Bäumen ein bisschen beim Wachsen helfen kann. 🙃🙂“

Merkwürdig eigentlich: Woher haben Kinder das bloß? Sind vielleicht die Erwachsenen schuld, die ständig an ihnen herumzupfen, herumerziehen und herumschnippeln, um Wachstum und Reifeprozess zu dirigieren, anstatt einfach wohlwollend zuzuschauen, wie sich alles schön entwickelt? „Ganz von allein, liebe Dora, wird sich dies Zwiebelköpfchen öffnen“, belehre ich Dora. „Es braucht keine Nachhilfe. Wenn es so weit ist,  gucken wir beide zu, wie diese vielen Blütenknospen sich auseinanderfalten, um die Himmelskugel  mit all ihren Sternen nachzubilden.“

 

 

 

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Dora zum AchtzehntenFünften: Sukkulenten III

„Du wolltest doch peu a peu…“ – „Ja, Dora, wollte ich, aber bei den Sukkulenten ist grad nix Besonderes los.“ – „Dann zeig eben das nicht-Besondere. Was ist es denn?“ – „Na, dies hier.“„Bischen dürftig“, befindet Dora. – „Ich hab’s dir ja gesagt, nichts Besonderes derzeit. Aber hier habe ich noch ein früheres Foto von den Blättern.  Den roten durchlichteten Blätterrand rund um das Gelb und drinnen das kräftige Grün mag ich“.

„Hm“, macht Dora. „Blühen die auch?“ – „Schon, aber nicht jetzt. Warte mal. ich glaube, ich habe die Blüten früher mal fotografiert.“

„Hm“, macht Dora wieder. „Wenn mich nicht alles täuscht, sind das Knospen und keine Blüten.“ – „Sei bitte nicht so ungeduldig, Dora. Ich suche ja schon. Inzwischen kannst du dir die Knospen genauer anschauen. …“ –

„Wow!“ höre ich Dora rufen, während ich nach Blütenfotos suche. „Hast du den Rand  frisch glasiert?“ Ich lache und freue mich. „Hier sind auch die Blüten! Bitte sehr!“

Ich habe noch ein Foto, da habe ich die Glöckchen im Gegenlicht aufgenommen. „Bisschen dunkel“, befindet Dora. „Aber macht nichts, ich beleuchte sie dir gern!“ -„Danke, Dora, aber von da wo du stehst, wirst du sie nicht heller kriegen. Du must auf meine Seite kommen.“

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Zen

 

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Dora zum SiebzehntenFünften: Stockpuppen

Ich bin gerne in meinem Atelier, auch wenn ich nur wenig Zeit habe. So auch gestern. Ich erwartete einen Besucher. Bis er kam, konnte ich gut und gern noch ein paar Scherben zu Bildern legen. Eine Blume vielleicht?

„Die Blume guckt ziemlich gequält“, kommentiert Dora. „Mach mal was Lustiges.“ Was Lustiges? Was könnte das sein? Handpuppen vielleicht?

Der Clown und der Weise – Handpuppen, gelegt aus Glasscherben

„Hihi, ja!“ schreit Dora und reißt sie mir aus der Hand.  „Ich führe sie mal spazieren, während du dich um deinen Besucher kümmerst!“ Und weg ist sie.

Dora mit Stockpuppen und Blumennarr

War’s so? War es anders? Ich weiß es nicht. Ich war ja nicht dabei. Auch hörte ich nicht, welche Reden die Puppen miteinander austauschten. Schade. Zu gerne hätte ich gewusst, wer unsere verrückte Welt besser zu kommentieren weiß: der Weise oder der Clown.

 

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