Eukalyptus – Ein Gesamtkunstwerk

photo 40 In unserem Stadtwald gibt es inmitten von Pinien einen hoch ragenden Stamm. Wenn Sonnenstrahlen ihn erfassen, leuchtet er hell und lieblich zwischen den dunklen Borken und Nadelbüscheln hervor. Trittst du näher, füllt sich deine Nase mit angenehmem Duft, die Lungen weiten sich. Eukalyptus – der „Wohlverborgene“ – so genannt nach den Blätterkapseln, in denen die Blütenknospen ruhen.

Dies aber ist ein ganz besonderer Baum. Spraydosen und Messer haben der Borke zugesetzt und ein Gesamtkunstwerk geschaffen, das, so „wohlverborgen“ es auch ist, meinem spähenden Blick nicht entging.  photo 41 (2)Unzählige Fotos machte ich davon. Ihr verzeiht mir, wenn ich euch heute nicht eines, nicht zwei oder drei, sondern gleich …. vorführe. Ihr werdet mir vergeben, wenn ihr wie ich verliebt seid in dieses Spiel aus Licht und Schatten, Borkenprozessen und den Spuren, die jung Verliebte hinterließen.

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EYTYXIA lese ich, das ist ein Frauenname und bedeutet Glückseligkeit.

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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11 Antworten zu Eukalyptus – Ein Gesamtkunstwerk

  1. Myriade schreibt:

    Die meisten sind echte Kunstwerke …

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  2. ingrid schreibt:

    Wunderschöne Details, mit einigen bin ich Aug in Aug.
    Habe noch mal deine Technik, deine Philosophie – panta reih – gelesen, Gerda mou.
    Meinst du, dass deine anderen Kunstwerke, die mir sehr gefallen, dazu passen?
    Ingrid sou

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    • gkazakou schreibt:

      Welche meinst du. Ingrid? Die Palimpseste passen sicher dazu, im übrigen sind alle durch Überarbeitung älterer Schichten, Überklebungen usw entstanden. Man braucht das Wort von panta rhei ja nicht wörtlich zu nehmen – es bedeutet eigentlich: alles ist ständig einem Veränderungsprozess unterworfen, nichts bleibt wie es war. Weder die Welt noch wir.

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  3. Maren Wulf schreibt:

    Ich bin hin- und hergerissen zwischen der Schönheit der Kunstwerke und den Wunden, die dem Baum bei ihrer Herstellung zugefügt wurden.

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    • gkazakou schreibt:

      Maren und Maria, danke für eure Kommentare. Die offenen Wunden wollte ich zeigen, die blutenden Augen des Baumes, zusammen mit den Zeichen und Farben, die Menschenhand eingetragen hat. Kunst ging von Anfang an mit Tod und Zerstörung einher. Hermes erfand das erste Saiteninstrument: er tötete eine Schildkröte und nahm ihren Panzer als Schallkörper, er tötete ein Rind und nahm die Därme als Saiten – darauf begann er zu spielen. Später gab er es Apoll, dem Gott der Musik.

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  4. afrikafrau schreibt:

    Der Eukalyptusbaum, etwas ganz besonderes, Rinde, Blätter, Blüten, Holz werden auch in Afrika
    für Rituale, oder für die Gesundheit, bzw. Krankheit verwendet, Der Duft ist betörend, versprüht in deinen Bildern.

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  5. mmandarin schreibt:

    ja auch ich schwanke, finde ich die vielen kleinen Bausteine nur schön oder bin ich traurig, das der Baum so verletzt ist. Eine Mischung aus Beidem – jedenfalls wurden die Strukturen der Rinde sichtbar gemacht und werden wahrgenommen. (und hoffentlich geachtet)
    Danke für den Beitrag über den Nachzudenken sich lohnt.

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    • gkazakou schreibt:

      Maren und Maria, danke für eure Kommentare. Die offenen Wunden wollte ich zeigen, die blutenden Augen des Baumes, zusammen mit den Zeichen und Farben, die Menschenhand eingetragen hat. Kunst ging von Anfang an mit Tod und Zerstörung einher. Hermes erfand das erste Saiteninstrument: er tötete eine Schildkröte und nahm ihren Panzer als Schallkörper, er tötete ein Rind und nahm die Därme als Saiten – darauf begann er zu spielen. Später gab er es Apoll, dem Gott der Musik.

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  6. Martina Ramsauer schreibt:

    Ich bin einfach nur sprachlos! Danke für diese Augenweide, obwohl ich selbst auch traurig bin, dass unser Eukalyptus nicht mehr ist.

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    • gkazakou schreibt:

      Der Eukalyptus ist ein schwieriger Baum, er macht den Boden kaputt undlässt andere Bäum,e ringsum verdorren. Manchmal fallen, ganz plötzlich, große Äste herunter, bum! und kaputt ist das Auto. Doch er ist schön und klärt die Atmosphäre. Er hilft auch gegen Mückenplage, obgleich manche das Gegenteil behaupten und ihn deshalb abhauen.

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