Als ich die Geburt eines Bootes durch ein Mutterschiff malte, um ein geeignetes Gefährt für meine Reise nach Ephesos zu haben (https://gerdakazakou.com/2016/10/08/werden-boote-gebaut-oder-geboren/), dachte ich natürlich an den Wal. Der Wal ist bekanntlich kein Fisch und bringt seine Kinder lebend zur Welt. Genauso tat es mein Mutterschiff, als es sein Kleines gebar. Ergo: Der Gedanke, dass mein geborenes Boot ein kleiner Wal sei, ist naheliegend (logischer Schluss nach Aristoteles : wenn A=Β und Α=C, dann B=C).
Inzwischen ist mein Boot kräftig gewachsen, und ich denke, es kann sich bald von Mutters Brust entwöhnen. Während es wuchs, war ich nicht faul. Ich habe mein Inter-Netz nach dem bekanntesten Wal-Reisenden, Jona, ausgeworfen, um von seinen Erfahrungen zu profitieren. Erstaunlich viele Künstler haben ihn ins Bild gesetzt.
Auf manchen Bildern schaut er ein wenig erschrocken,

aber auf den neueren, kindgerechteren sitzt er bisweilen höchst gemütlich um Bauch des Wals und raucht sein Pfeifchen. Ein paar sehr schöne Beispiele fand ich auf dem WP-Blog „Marions Zeitfenster“. Wenn ihr die Bildchen anklickt, könnt ihr sie, hoffentlich, in vernünftiger Größe betrachten.
Ich rauche zwar schon lange nicht mehr, und einen Bart habe ich auch nicht, aber im Bauch eines Wals kann ich sehr wohl Platz nehmen. Ich habe sogar eine kleine Erfahrung damit: Vor einigen Jahren hatte ich nämlich das Vergnügen, in einen Wal einzutreten. Den hatte ein griechischer Künstler aus Holz gebaut, wunderbar hoch und groß wie ein Haus, mit gebogenen Planken und Spanten, und drinnen konnte man dem Walgesang lauschen. (Ich glaube, der Künstler war Kostas Tsoclis, bin mir aber nicht sicher. Die private Sammlung Ephiemzoglou, wo sich der Wal befindet, ist seit langem fürs Publikum geschlossen).
In Bälde mache ich mich erneut auf Reisen. Wind und Wetter werden mir nichts anhaben können. Lass die Oktoberstürme wüten! Ich ruhe im Bauch meines kleinen Wals, und wenn es in der Welt auch womöglich ungemütlich wird, lege mich aufs andere Ohr und träume mich hinüber nach Ephesos.


































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