Afghanistan – 2001

GERDA KAZAKOU

Afghanistan I

Vierzehn Jahre ist es her, dass die USA ihren Luftangriff auf Afghanistan starteten. „Die Angriffe dauerten 44 Stunden und stellten damit die bis dahin längste Einzeloperation der amerikanischen Luftkräfte dar“ (Wikipedia, Krieg in Afghanistan seit 2001). Schock.

Afghanistan II

Damals entstanden Skizzen, die ich Afghanistan nannte. Kreuze als Kampfflugzeuge, der Mond tief in die Landschaft zurückgezogen. Ein Sarkophag mit den Zeichen des Kreuzes und des Halbmonds.

Afganistan Afghanistan, 90 x 100 cm, multimedia (c) Gerda Kazakou

Und das Land selbst, verwüstet in jahrelangem Bürgerkrieg. Alte Spuren von verkohlten Behausungen, neue Blutspuren. Das war für mich Afghanistan. Das ist Afghanistan bis heute: ein vom Krieg verwüstetes, von inneren Zwisten zerrissenes, von äußeren Interventionen zertrümmertes Land.

Afganistan 6Afganistan 4

afganistan 5Afganistan 3

Wann wird das Morden enden? Wann werden die wunderbaren Menschen Afghanistans, die Frauen, die Kinder, die Männer, in Frieden und Sicherheit, vielleicht sogar in Freiheit leben können?

Die Erinnerung kam mir heute anlässlich einer Notiz…

Ursprünglichen Post anzeigen 19 weitere Wörter

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Malerei veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

8 Antworten zu Afghanistan – 2001

  1. gkazakou schreibt:

    Ich habe hier heute meinen eigenen Beitrag von vor einem Jahr reblogged. Inzwischen sind nicht 14, sondern 15 Jahre seit dem maßlosen, unvorstellbaren Angriff der USA auf Afganistan vergangen. Von Jahr zu Jahr vertieft sich das Elend der Menschen, die dort leben, und der anderen, die geflohen sind. Immer noch kommen sie über die Ägäis, hoffend, im blühenden „Westen“ eine Überlebenschance zu erhalten. als Flüchtlinge werden sie nicht mehr angesehen, denn ihr Land gilt als ………….

    Gefällt 1 Person

  2. Monika schreibt:

    Es haut mich einfach um. Heute Morgen sah ich eine weiße Schlange, die sich fast senkrecht nach oben schlängelte und häutete. Zuerst ist es mir nicht aufgefallen, dass irgend etwas mit dem Bild nicht stimmt. Stimmt insoweit, da ich Schlangen nur schnell seitlich bewegend, oder um etwas windend, kenne. Diese Schlange hatte nur geringe Bodenhaftung. Also war sie keine Schlange, sondern ein Symbol – für was -. Dann musste ich aus dem Haus und nahm meine Fragen und Gedanken mit.
    Stunden später, viel später sah ich dann diese Bilder, die eindrucksvoller nicht sein könnten. Die gewählten Farben, haben ihre eigene Sprache. Zum ersten Mal belegte ich die Farbe -Rot- nicht mit positiver Energie. Ich liebe – Rot -., ich liebe auch -Schwarz -. Nun aber deuten sie Vernichtung an.
    Aber es waren nicht die nur die Farben, oder die Gestaltlosigkeit. Es entfaltete sich eine innere Diskussion. ich kam zu dem vorläufigen Schluss, nichts geschieht ohne Grund und alles hat eine Ursache. Und was haben die Bilder mit einander zutun? Manchmal ist schwer, zu verstehen.
    LG. Monika

    Gefällt 1 Person

    • gkazakou schreibt:

      Monika, wie immer bin ich dir sehr dankbar für dein Mitgehen mit meinen Bildern. Eine weiße Schlange, sich häutend, steil aufgerichtet mit geringer Bodenhaftung – Symbol wofür? Wenn ich ein solches Bild male und mich sogar entschließe, es für aussagekräftig genug zu halten, um es im Blog zu veröffentlichen – dann bedeutet das nicht, dass ich die darin enthaltene Symbolik selbst vollständig verstehe. Ich schaue und denke nach und warte ab. Und dann kommt so etwas wie deine Antwort! denn es ist eine Antwort, nicht wahr? Was ist eine sich häutende Schlange? Ein Entwicklungssymbol. Die Schlange ist gewachsen, die Haut wurde zu eng. Sie ist weiß und aufgerichtet – wie die Schlange des Heilgotts Asklepius (ich schrieb darüber in meinem Rom-Bericht „Auf der Insel“). Wachstum und Heilung finden statt. Nimm hinzu das schöne Märchen, auf das Arabella hinweist: Der Diener erringt seine Königstochter (höheres Bewusstsein), nachdem er von der weißen Schlange gekostet hat.
      Nun habe ich also eine klarere Vorstellung von dem Symbol, als ich beim Malen hatte. Da wusste ich nur: das will ich jetzt so machen und so lassen. Nun bin ich gespannt auf Susannes Auslegung des Themas. Vielleicht mache ich mich selbst auch noch mal dran.

      Zu den Afganistan-Bildern: Auch hier wird der Bildinhalt durch Symbole ausgedrückt: Kreuz und Halbmond. Das Kreuz wird zum angreifenden Kampfflugzeug, die Mondsichel duckt sich tief ins Land. Auf dem Sarkophag dann sind beide. Die Farben rot und schwarz sind die Farben von Krieg und Tod. Darauf machte mich mein Lehrer in Kunsttherapie aus Israel aufmerksam. Ich betrachtete meine auf Krieg bezogenen Bilder und stellte fest: Tatsächlich! Ich habe immer diese Farben benutzt. Dazu auch Gold als Farbe des Geldes, der Gier. Die drei Farben (die sich in der deutschen Flagge vereinigen) können selbstverständlich auch eine positive Bedeutung annehmen, aber in diesem Kontext symbolisieren sie Krieg und Tod und üble Motive. LG und danke! Gerda

      Gefällt mir

      • Monika schreibt:

        Gerda, ich habe zu danken. Nein, eine Antwort war es nicht. Wohl eher, ein gedanklicher Prozess, den „die weiße Schlange“ und „Afghanistan“ in Gang gesetzt haben. Das geht mir bei vielen deiner Arbeiten so. Antworten finde ich nicht, sondern geänderte, erweiterte Sichtweisen. Wenn das denn so ist, ist doch viel mehr erreicht!
        LG. Monika

        Gefällt 1 Person

  3. teggytiggs schreibt:

    …ich bin sehr betroffen, wenn ich an all das Elend denke…

    Gefällt 1 Person

  4. Ulli schreibt:

    Afghanistan … es begann glaube ich schon 1979 und dann wurde es immer noch schlimmer, ein Land, das einmal für viele ein Märchenland war, ein Traumland, ist jetzt in Trümmern, ein Ende ist nicht in Sicht und nun Syrien … auch dort sehe ich noch lange kein Ende, es zerren viele Interessen an diesen Ländern und an anderen auch … Macht und Gier sind miese Ratgeber-

    Deine Bilder beeindrucken mich.
    Herzliche Grüsse zum neuen Tag, Ulli

    Gefällt mir

  5. Ich erinnere mich gut an Dein Bild – an den Zwiespalt zwischen herrlicher Farbigkeit und den Inhalt…

    Gefällt mir

  6. Ingrid Spieker schreibt:

    Danke für die eindringliche, ausdrucksvolle Erinnerung, Gerda mou. Entstehen bei dir Skizzen auch in heutigen Zeiten, z. B. von Aleppo, den Leichen kleiner und großer Flüchtlinge im Mittelmeer? Gegen das Vergessen, zum Anstoß ans Wiederbeleben?

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s