abc-etüde. Kata-Strophen mit Tanzschwein

Liebe Christiane,
bin ich eigentlich noch up to date? Oder viel zu spät? Bist du noch da oder schon im Urlaub?
Wie dem auch sei, ich habe noch keine Kata-Strophen für die Wörter vom Cafe Weltenall gepostet und hole das hiermit schleunigst nach. Danke mal wieder für deine Schreibeinladung, danke auch lz für die gelungene graphische Gestaltung, und danke natürlich Ulli, die jetzt hoffentlich nicht mitliest, da längst auf wohlverdienter Reise und Blogpause.

Neue Kata-Strophen mit BuddelkisteschwadronierenTanzbein

(am besten laut zu lesen)

Die Buddelkiste buddelt

Die Kuddelbiste duddelt

Die Schwadron schwadroniert

Der Dragoner parliert

Das Tanzbein, das schwingt

Das Warzschwein, das singt.

Verbuddel die Kiste, das Bein und den Kranz

Fass kräftig das singende Warzschwein am Schwanz

Es wird dich im Kreise herum schwadronieren

Ob du willst oder nicht dich zum Tanze verführen

Am Ende wer weiß

Da perlt dir der Schweiß

Im Arm des Dragoners

Des Marschlieds Vertoners

Schwadron rechts herum!

Taradaraa taradadumm!!

Allen regengeschädigten MitbloggerInnen ein Silbersichelmondesgruß aus Hellas.

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Mensch und Tier, Steve McCurry reblogged

Dieses wunderbare Fotoblog kann in einer Diskussion über die Beziehung von Mensch und Tier nicht fehlen. (Das Thema bewegt Nadia Baumgart und mich und etliche Kommentatoren und Mitbloggerinnen)

All things bright and beautiful, All creatures great and small, All things wise and wonderful: The Lord God made them all -Cecil Frances, 1848 Nature’s great masterpiece, an elephant … – John Donne Cows are amongst the gentlest of breathing creatures; none show more passionate tenderness to their young when deprived of them; and, […]

via All Creatures Great and Small — Steve McCurry’s Blog

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Kleiner Harfe Zitterklänge

Kleiner Harfe Zitterklänge …

wuchsen Flügel, wollten fliegen …

fielen auf das Wasser nieder …

trübten es mit feinen Rinnen

Kam ein Schneider, trug sie fort.

Dachte sich ein Kleid zu machen

aus den Zitterharfen-Klängen

doch in seinen groben Händen

klumpten sie und welkten hin

Rötlich wurde das Gewebe

wie die Blätter, wenn im Herbste

in das Laub die Stürme fegen

und es von den Bäumen reißen

hierhin, dorthin, zu dir hin.

 

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Abstraktes

Dies „Abstrakte“ machte ich gestern – heute machte ich vieles vieles mehr: Ich war mit dem Hund in „meiner“ Bucht schwimmen, traf  im Aggali (Umarmung) zwei Freundinnen samt wunderhübschen Kindern, trank einen doppelten Espresso und eiskaltes Wasser und redete wie ein Wasserfall über Kunst (die eine Freundin ist Künstlerin), kaufte im winzigen Laden Brot, Tomaten und Joghurt, aß zu Hause ein Gemüseessen (Tourlou) zusammen mit Mann und Freundin, ruhte auf dem Sofa und guckte Mails, machte zwei Therapien, saß erneut im Hof mit Mann, zwei Freundinnen und Hund und trank Wein, aß auch was: Tomaten, Gurken und Zwiebeln , ein wenig Schafskäse, alles kleingeschnipselt und mit Origano, Salz, Pfeffer und viel Olivenöl aus eigener Produktion angemacht. Frisches Bauernbrot. Die Zwiebeln – riesengroß und ungewöhnlichen Formats, nämlich birnenförmig – brachte die eine Freundin:  es handelt sich um eine alte Sorte,  die jetzt in Lysos Garten gedeiht.

Die Luft ist abends herrlich belebt durch einen leichten Wind, der Wein hebt die Stimmung, das Leben wird leicht.

Für Nadias Blog „Mensch und Tier“ wollte ich schreiben, aber dafür fehlte schließlich die Zeit. Und außerdem steht da schon so viel Nachdenkenswertes. Schau doch mal vorbei: https://tierethiksite.wordpress.com/

Abstraktes: auf laufender grundierte Leinwand mit Akryllpigmenten über eingeklebten Wellpappen  mit dickem Borstenpinsel und Kleister gemalt. Format ca 60 x 100 cm. 25.7.2017.

Details:

 

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Sie verehrten uns, sie verbrannten uns

Auf der Suche nach großformatigen Leinwänden, die ich übermalen könnte, stieß ich heute auf diese drei Göttinnen, die über ihr Schicksal klagen. Eigentlich sind es vier, aber die eine wurde bereits verbrannt.

„Sie verehrten uns, sie verbrannten uns“, (c) Gerda Kazakou 1993

Ich habe dies Bild zusammen mit vielen anderen Figurenbildern im Jahre 1993 im Goethe-Institut Athen ausgestellt. Das GI-Institut organisierte damals eine Ausstellungsreihe mit dem Titel „Wechselwirkungen“. Abwechselnd zeigten deutsche in Griechenland lebende und griechische in Deutschland lebende Künstler und Künstlerinnen ihre Arbeit. Es war eine schöne Initiative, die leider nicht wiederholt wurde.

Wie schon in einem früher gezeigten Beispiel habe ich dasselbe Modell in drei Positionen abgebildet und so eine Mehrfiguren-Komposition geschaffen. Nur die mittlere Figur ist  plastisch ausgearbeitet, bei der linken habe ich ein paar Schatten angebracht, die rechte ist eine reine Umrisszeichnung auf der grundierten Leinwand ohne weitere Bearbeitung. Gemalt habe ich mit Akryllpigmenten und Kleister.

„Warum schneidest du immer die Köpfe ab?“ verlangte eine Freundin zu wissen. „Aus kompositorischen Gründen“, gab ich zur Antwort. „Das Format ist extrem, 120 mal 60 cm, da würden sich die Figuren im Raum verlieren. So halte ich sie im Vordergrund fest, wo ich sie haben will. Auch brauchen die abgesetzten Göttinnen keine besonderen Kennzeichen mehr.“

Ich habe dieses Bild heute nicht übermalt.

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Montags ist Fototermin : Eisentisch als Bildgrund und Spiegel

Der Katzentisch gehört mir nicht, den fand ich in Kardamili in einem Cafe. Nein, ich selbst besitze nur einen gewöhnlichen unbemalten Kaffeehaustisch, er ist aus Eisen und schon leicht angerostet. Als Spiegelfläche aber macht er sich ausgezeichnet, genauso wie die Fliesen, auf denen er steht. Aufgenommen habe ich die Fotos an einem Sommerabend nach einem plötzlichen Regen. Das ist nun schon wieder eine Weile her, die Hitze ist zurückgekehrt und ich habe kaum Neues im Atelier geschaffen. Sommer halt.

 

Ich wünsche euch allen eine schöne letzte Juliwoche!

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Kos – Eine griechische Insel der östlichen Ägäis (Dodekannes)

Namen von Orten gehen plötzlich von Mund zu Mund, weil Schlimmes dort passiert. Aleppo, Mossul – sie wurden gleichbedeutend mit Krieg, Belagerung, Hunger und Vertreibung.  Genua, Hamburg – sie wurden zum Erkennungswort für Gobalisierung und Polizeigewalt. Lissabon blieb jahrhundertelang  mit dem Erdbeben vom 1. November 1755 verbunden. Fünfzig Jahre danach beschrieb Heinrich von Kleist in seiner berühmten Novelle Das Erdbeben in Chili die Schrecken so eindrücklich, als wäre das Unglück, das die Theologen und Philosophen der Zeit (Voltaire, Rousseau, Leibniz, Kant) mächtig beschäftigte, eben erst geschehen. Was war das für ein Gott, der ausgerechnet an Allerheiligen in Seiner Majestät allerkatholischstem Land die Gläubigen tötete und die prächtigen Kirchen zerstörte, am Rotlichtviertel aber achtlos vorbeiging ? (Der Artikel bei Wikipedia bringt eine Vielzahl von interessanten Einzelheiten).

Das Erdbeben von Kos gehört nicht in diese Kategorie. Eben noch erste Meldung, wurde es bereits „unter anderem“ abgehakt: zwei Tote (ein Schwede, ein Türke) und ein paar Verstümmelte, eine zerbrochene Moschee und ein gerissener Hafenkai reichen nicht aus, um es im Gedächtnis der Menschheit zu befestigen. Für die Betroffenen sieht es freilich anders aus: Die Erfahrung, dass die Erde nicht verlässlich ist, lässt sich schwer vergessen. Sie ist im wahren Wortsinn erschütternd.

Griechen kennen das Erdbeben und seine Schrecken. Seismos und Enkelados nennen sie die personifizierte Kraft, die die Erde um und um gestaltet. In der Antike machte Seismos Städte dem Erdboden gleich, überflutete mit Tsunamis die Tempel und stürzte die Götterbilder. Die großen Katastrophen von Knossos (Kreta) und Thera (Santorini) gehen auf sein Konto, und der Siegesmarsch des Christentums im 4.-5. Jahrhundert wurde mit verheerenden Beben eingeläutet. Das Alte stürzte, damit Neues entstehen konnte. Panta rhei.
Lissabon wurde wieder aufgebaut –mit breiteren Straßen, größeren Kirchen, prächtigeren Häusern als zuvor. Verloren waren freilich die 70.000 Bände der Stadtbibliothek und Gemälde von Tizian, Rubens und Corregio.
Auch der Hauptort von Kos ist in seiner heutigen Gestalt Ergebnis eines schweren Bebens, das die Insel 1933 traf, die Altstadt zerstörte und die antiken Gebäudereste darunter freilegte. Der Wiederaufbau fand nach dem Willen und Geschmack der italienischen Besatzer statt. Denn der Dodekannes, zu dem Kos ebenso wie Rhodos und Patmos gehören, wurde dem Osmanischen Reich 1912  von Italien entrissen und 1923 vom faschistischen Italien eingemeindet. Symbol des wieder entstehen sollenden Römischen Reiches,  „Schaufenster“ des Faschismus sollte es werden. Breite Straßen, die zum Radfahren einladen, prächtige italienische Villen und Verwaltungsgebäude, gepflegte archäologische Stätten zeugen noch heute von dieser für die einheimische Bevölkerung freilich nicht immer erfreulichen Epoche. Aber welche Epoche war schon erfreulich? 1943 („Unternehmen Eisbär“) kamen die deutschen Besatzer (sie fanden Zeit für das Massaker von Kos, blieben bis 1945), dann kamen britische Verwalter, und erst 1947 wurde Kos griechisch.

Ich flog vor acht Jahren nach Kos, besuchte die fast 2500jährige Platane des Hippokrates (dieser bedeutende Arzt wurde 460 v.Chr. auf Kos geboren) neben dem Brunnen mit den arabischen Schriftzeichen und der Moschee, kaufte im überdachten Wochenmarkt frisches Obst, bewunderte die herrlichen Säulen des Asklepios-Tempels und die Ruine einer christlichen Kirche, durchwanderte die Johanniterburg und ruhte mich aus an den Stränden, fuhr mit einem bunt bewimpelten Segelschiff hinüber zum türkischen Bodrum, das auf dem antiken Halikarnassos erbaut wurde, bestieg auch das Myndos-Tor („Tor nach Asien“), das Alexander für sich und seine Makedonen öffnete, damals. …….

Von dieser schönen friedlichen Reise möchte ich euch nun Fotos zeigen, damit der Name Kos nicht mit dem Schrecken eines Erdbebens verbunden bleibt.

Zunächst das Brunnenhaus mit der uralten Platane (sie wird mit Eisenringen am Auseinanderbrechen gehindert), einige antike griechische und römische Stätten, die Johanniterburg, der Markt, der gewaltige Benjamin auf dem Hauptplatz, und als Beispiel für die faschistische Architektur das Gerichtsgebäude. Beim Anklicken erscheint (hoffentlich) der Titel des Bildes.

Nun ein paar Bilder vom Hafen von Kos, der Überfahrt nach Bodrum und dem Besuch des Myndos-Tors und der Stadt, die einst Halikarnassos hieß, wo der Vater der modernen Geschichtsschreibung, Herodot, 490 oder 480 v.Chr. zur Welt kam. Von jener Epoche zeugen noch ein paar marmorne Bruchstücke, die unbeachtet hinter Gemüsekisten und Zäunen darauf warteten, von mir abgelichtet zu werden.

Und nun noch, statt der üblichen Fotos vom fröhlichen Strandleben: Bewegungsabläufe zweier moderner Knaben und drei Kinderportraits.

Das und noch vieles mehr war die Insel Kos für mich. Habt einen schönen Sonntag!

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Väterchen, erzähl mir etwas Trauriges

Mir hat dieser Beitrag über einen Schriftsteller, den ich nicht kenne (shame on me!) und eine Literatur, die seit Homer als erzählende lebendig war, sehr gefallen.

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Pramoedya Ananta Toer, der große indonesische Erzähler, der vor einigen Jahren verstorben ist, schuf sein berühmtestes Werk als politischer Gefangener. Als Gegner des Dikators Soeharto hatte er seine Stimme erhoben. Als man ihm drohte, ließ er sich nicht einschüchtern, was zur Folge hatte, dass er sich für sieben Jahre auf einer kleinen, entlegenen Insel wiederfand, wo er als Gefangener Zwangsarbeit verrichten musste. Dort begann er einen Roman zu schreiben, und zwar im Kopf. Ihm wurden weder Stift noch Papier zugebilligt, elektronisches Equipment gab es noch nicht. Was machte Pramoedya? Er begann, die sich in seinem Kopf entfaltende Geschichte den Mitgefangenen zu erzählen. Und zwar so, wie das in der Geschichte alle großen Erzähler gemacht haben, als Fortsetzungsroman. So entstand die nach der Insel benannte Buru-Tetralogie. In ihr wird das Erwachen der indonesischen Nation aus dem Flickenteppich der Kolonisation beschrieben. Es ist brillant erzählte, bewegende, hoch politische Literatur. Und es ist nicht…

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Uralte Schauer

Gestern war ich, ich schrieb es, unterwegs im Taygetos. Eine Freundin hatte mich mitgenommen zum Kirchlein des Propheten Elias, denn es war sein Namenstag – Anlass für ein „Panigiri“. Obgleich recht schwer zugänglich über einer gewaltigen Schlucht gebaut, hatten sich viele Menschen eingefunden in dem mit Fresken und alten Ikonen geschmückten Kirchenraum, und auch davor versammelten sich viele, denn man kennt sich, man freut sich, bei solch einem Anlass aus den Städten zurückzukehren in den ehemals heimatlichen dörflichen Zusammenhang.

Da traf mich mitten im heiteren Licht des Vormittags und während die Priester im Kirchlein des Propheten Elias  die Liturgie sangen, ein uraltes Grauen, und ich floh weg von den Menschen, nahm die Straße unter meine Füße. Der Grund: ich habe eine kleine gefesselte Ziege gesehen,

   dann noch eine und ein wolliges Schaf, und in meinem Inneren rollen Bilder von Schlachtung und Opfer ab. Sie würden die Tierlein schlachten, die Innereien verbrennen, um sie den Göttern zu opfern, die Kadaver braten, aufteilen und verzehren. So war es immer, so wird es auch heute sein.
Panik. Stammelnd flüstere ich meiner Freundin zu: ich muss hier weg. Sie werden die Tiere töten. Ach was! sagt sie, sie werden verlost. Hast du nicht gesehen, dass sie Lose verkaufen?
Verlost also. Ich kann wieder atmen. Aber weg muss ich dennoch, schnell, um mein seelisches Gleichgewicht wieder zu finden.
Unterwegs treffe ich einen älteren Mann, er spricht mich an, hat Lust zu klönen. Einen kleinen „Baktse“ (Gärtchen) hat er unter den Olivenbäumen angelegt, lebt von den Tieren: Ziegen und Schafe.

Gemeinsam schauen wir hinunter zum Meer, das sich hellblau zwischen den Kuppen der Hügel zeigt. Der Tod ist noch einmal an mir vorbeigegangen.

Was einige weise Griechen zum Verzehren von Fleisch sagen:

Pythagoras (um 582–496 v. Chr.): Welch ein vermessenes Tun, im Fleische das Fleisch zu versenken, den begehrlichen Leib mit verschlungenem Leibe zu mästen und mit des Lebenden Tod ein Lebender sich zu erhalten!

Pythagoras: Wer mit dem Messer die Kehle eines Rindes durchtrennt und beim Brüllen der Angst taub bleibt, wer kaltblütig das schreiende Böcklein abzuschlachten vermag und den Vogel verspeist, dem er selber das Futter gereicht hat – wie weit ist ein solcher noch vom Verbrechen entfernt?

Aristoteles (384–322 v. Chr.): Wie der Mensch in seiner Vollendung das edelste aller Geschöpfe ist, so ist er, losgerissen von Gesetz und Recht, das schlimmste von allen.

Plutarch (45–125 n. Chr.): Könnt ihr wirklich die Frage stellen, aus welchem Grunde sich Pythagoras des Fleischessens enthielt? Ich für meinen Teil frage mich, unter welchen Umständen und in welchem Geisteszustand es ein Mensch das erstemal über sich brachte, mit seinem Mund Blut zu berühren, seine Lippen zum Fleisch eines Kadavers zu führen und seinen Tisch mit toten, verwesenden Körpern zu zieren, und es sich dann erlaubt hat, die Teile, die kurz zuvor noch gebrüllt und geschrien, sich bewegt und gelebt haben, Nahrung zu nennen.

Plutarch: Um des Fleisches willen rauben wir ihnen die Sonne, das Licht und die Lebensdauer, die ihnen von Geburt an zustehen. …. Wenn ihr nun behaupten wollt, daß die Natur solche Nahrung für euch vorgesehen hätte, dann tötet selbst, was ihr zu essen gedenkt – jedoch mit euren naturgegebenen Mitteln, nicht mit Hilfe eines Schlachtmessers, einer Keule oder eines Beils.

Empedokles (um 483–423 v. Chr., griechischer Naturphilosoph und Prophet): Werdet ihr nicht der fluchbeladenen Schlachtung ein Ende bereiten? Seht ihr nicht, daß ihr euch in blinder Unwissenheit der Seele selbst zerstört?

Und ich?

 

 

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Im Taygetos – Eine Begegnung der etwas anderen Art

Wie ich heute im Taygetos-Gebirge eine einsame Straße entlang marschiere – eine Freundin würde mich später mit dem Auto einsammeln – stutze ich plötzlich. Das darf doch nicht wahr sein! Mitten im freien Feld prangt an einem Wasserreservoir aus Beton ein großes Gemälde. Skitzofrenis – denke ich sofort. Und tatsächlich, dieser merkwürdige Künstler, über den ich bereits zweimal berichtet habe (hier und hier), hat dort im Niemandsland ein bemerkenswertes Bild geschaffen.

(kleine Bilder bitte anklicken, um sie groß zu sehen. Es lohnt sich!)

Später treffen wir in einem anderen winzigen Dorf Freunde, und wir gehen zu einem Kirchlein, das hübsch über einer Quelle steht. Auch die Quelle ist ordentlich gefasst, der Rest des Geländes leider ziemlich verwahrlost. Wie ich zum Bach hinabsteige, sehe ich ihn wieder! Diesmal hat Skitsofrenis keine farbige bäuerliche Idylle, sondern in Schwarz-Weiß zwei junge Frauen an einer Wassermühle abgebildet: die eine liest, die andere macht vermutlich ein Selfie.

Aber sieh selbst!

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