Uralte Schauer

Gestern war ich, ich schrieb es, unterwegs im Taygetos. Eine Freundin hatte mich mitgenommen zum Kirchlein des Propheten Elias, denn es war sein Namenstag – Anlass für ein „Panigiri“. Obgleich recht schwer zugänglich über einer gewaltigen Schlucht gebaut, hatten sich viele Menschen eingefunden in dem mit Fresken und alten Ikonen geschmückten Kirchenraum, und auch davor versammelten sich viele, denn man kennt sich, man freut sich, bei solch einem Anlass aus den Städten zurückzukehren in den ehemals heimatlichen dörflichen Zusammenhang.

Da traf mich mitten im heiteren Licht des Vormittags und während die Priester im Kirchlein des Propheten Elias  die Liturgie sangen, ein uraltes Grauen, und ich floh weg von den Menschen, nahm die Straße unter meine Füße. Der Grund: ich habe eine kleine gefesselte Ziege gesehen,

   dann noch eine und ein wolliges Schaf, und in meinem Inneren rollen Bilder von Schlachtung und Opfer ab. Sie würden die Tierlein schlachten, die Innereien verbrennen, um sie den Göttern zu opfern, die Kadaver braten, aufteilen und verzehren. So war es immer, so wird es auch heute sein.
Panik. Stammelnd flüstere ich meiner Freundin zu: ich muss hier weg. Sie werden die Tiere töten. Ach was! sagt sie, sie werden verlost. Hast du nicht gesehen, dass sie Lose verkaufen?
Verlost also. Ich kann wieder atmen. Aber weg muss ich dennoch, schnell, um mein seelisches Gleichgewicht wieder zu finden.
Unterwegs treffe ich einen älteren Mann, er spricht mich an, hat Lust zu klönen. Einen kleinen „Baktse“ (Gärtchen) hat er unter den Olivenbäumen angelegt, lebt von den Tieren: Ziegen und Schafe.

Gemeinsam schauen wir hinunter zum Meer, das sich hellblau zwischen den Kuppen der Hügel zeigt. Der Tod ist noch einmal an mir vorbeigegangen.

Was einige weise Griechen zum Verzehren von Fleisch sagen:

Pythagoras (um 582–496 v. Chr.): Welch ein vermessenes Tun, im Fleische das Fleisch zu versenken, den begehrlichen Leib mit verschlungenem Leibe zu mästen und mit des Lebenden Tod ein Lebender sich zu erhalten!

Pythagoras: Wer mit dem Messer die Kehle eines Rindes durchtrennt und beim Brüllen der Angst taub bleibt, wer kaltblütig das schreiende Böcklein abzuschlachten vermag und den Vogel verspeist, dem er selber das Futter gereicht hat – wie weit ist ein solcher noch vom Verbrechen entfernt?

Aristoteles (384–322 v. Chr.): Wie der Mensch in seiner Vollendung das edelste aller Geschöpfe ist, so ist er, losgerissen von Gesetz und Recht, das schlimmste von allen.

Plutarch (45–125 n. Chr.): Könnt ihr wirklich die Frage stellen, aus welchem Grunde sich Pythagoras des Fleischessens enthielt? Ich für meinen Teil frage mich, unter welchen Umständen und in welchem Geisteszustand es ein Mensch das erstemal über sich brachte, mit seinem Mund Blut zu berühren, seine Lippen zum Fleisch eines Kadavers zu führen und seinen Tisch mit toten, verwesenden Körpern zu zieren, und es sich dann erlaubt hat, die Teile, die kurz zuvor noch gebrüllt und geschrien, sich bewegt und gelebt haben, Nahrung zu nennen.

Plutarch: Um des Fleisches willen rauben wir ihnen die Sonne, das Licht und die Lebensdauer, die ihnen von Geburt an zustehen. …. Wenn ihr nun behaupten wollt, daß die Natur solche Nahrung für euch vorgesehen hätte, dann tötet selbst, was ihr zu essen gedenkt – jedoch mit euren naturgegebenen Mitteln, nicht mit Hilfe eines Schlachtmessers, einer Keule oder eines Beils.

Empedokles (um 483–423 v. Chr., griechischer Naturphilosoph und Prophet): Werdet ihr nicht der fluchbeladenen Schlachtung ein Ende bereiten? Seht ihr nicht, daß ihr euch in blinder Unwissenheit der Seele selbst zerstört?

Und ich?

 

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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72 Antworten zu Uralte Schauer

  1. Ulli schreibt:

    Das wollte ich dich fragen, liebe Gerda, und du, bist du Vegetarierin?
    Ich erzähle dir jetzt kurz eine Geschichte aus meinem Erleben von meinem neuen Ort. Hier gibt es eine Ziegenherde, sie wird fein gehalten, und im frühen Jahr werden einige Kleine geboren. Damit nun aber die Böckchen später nicht mehr ihre Mutter bespringen, werden sie nach einer Zeit des Herumspringens geschlachtet, ausgenommen und gegessen. Ich war dieses Jahr dabei, einfach war das nicht für mich, aber der, der geschlachtet hat, fand es auch nicht leicht und war so unendlich achtsam, dass ich sogar ein paar Tage später ein bisschen von dem Fleisch essen konnte.
    Es muss jede und jeder für sich entscheiden, ob sie/er Fleisch ißt, wenn aber, dann muss man sich wohl auch mit dem Gedanken befassen, dass man Leben nimmt, um seins zu nähren.
    Ich war lange Vegetarierin und esse sehr selten Fleisch und Fisch, aber manchmal mag ich es richtig gerne. Ich verurteile die Massentierhaltung und den täglichen Fleischkonsum, ohne einen Gedanken daran, dass dies fühlende Wesen waren.
    Dankbarkeit für Speis und Trank ist ziemlich aus der Mode gekommen, nicht wahr?
    Was nun das Schlachten von Ziegen und Schafen als Opfergabe betrifft, da kann ich nur sagen, dass man auch andere Opfergaben für die Götter und Göttinnen geben kann, als Tiere – ich mags nicht!
    herzliche Grüße und danke auch für die schönen Bilder
    Ulli

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    • kunstschaffende schreibt:

      Da kann ich nichts hinzufügen, denn Du sprichst mit aus dem Herzen! Ja, die Haltung der Tiere ist entscheidend! Ich esse auch sehr wenig Fleisch, aber gänzlich ohne könnte ich auch nicht! Wir haben hier in der Nähe, einen super Metzger, der nur Fleisch von gut gehaltenen Tieren anbietet. Ûberprüfen kann ich es dennoch nicht, aber das Fleisch schmeckt sehr gut! Er schlachtet noch selbst.

      Aber ich kann Gerda natürlich zu gut verstehe! Meine Mutter ist mit Ziegen aufgewachsen und hat nur die Ziegenmilch getrunken, das Fleisch hat sie verweigert.
      Ganz schlimm finde ich das Schächten, widerlich!

      LG Babsi

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    • gkazakou schreibt:

      Ich ernähre mich nicht vegetarisch, esse freilich wenig Fleisch. Einmal habe ich auf Samothrake zugeschaut, wie eine Ziege getötet und sehr sachgemäß gehäutet wurde. Ich wollte und konnte es ertragen. Einmal habe ich eine Ziege, die mit zusammengebundenen Füßen am Weg lag, befreit. Sie stand lange nicht auf. Immer sah ich, dass die Tiere auf der Ladefläche bereits aufgegeben hatten, sie wehrten sich nicht. Auf Samothrake habe ich auch gesehen, wie die frei lebenden herrlichen Tiere eingefangen werden – es ist sehr mühsam, man braucht viele Leute und Hunde, und dennoch gelingt es nicht immer. Die Menschen dort leben von der Tierhaltung, sie haben außer Milch und Käse und Fleisch wenig zu essen.
      Nun aber bin ich alt und möchte aufhören, Fleisch zu essen.

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    • gkazakou schreibt:

      Lieber spät als nie. Wenn ich noch zehn Jahre lebe, habe ich eine kleine Schafsherde und das eine und andere Kalb vor meinen Zähnen gerettet.

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  2. kunstschaffende schreibt:

    Ohje, erst jetzt habe ich die Zitate gelesen, wir sind alle Mörder!😱🙈😢

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  3. dergl schreibt:

    Armes Zicklein. Hoffentlich wurde sie wirklich nur verlost und nicht geschlachtet. Mäh!

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  4. Hedwig Mundorf schreibt:

    Ich finde es einfach erstaunlich, was bereits die alten Griechen zum Verzehr von Fleisch sagten. Als Stadtkind konnte ich mir allerdings nie vorstellen, dass man die Tiere, die man liebevoll aufzog, anschließend essen konnte.

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  5. Ulrike Sokul schreibt:

    Liebe Gerda,
    ich ernähre mich seit 2004 vegetarisch, damals war ich 40 Jahre alt.
    Davor habe ich sehr wenig und selten Fleisch gegessen, somit war es nur eine kleine Umstellung.
    Mein Schlüsselerlebnis war ein Satz aus dem sehr ganzheitlichen, wissenswerten Buch „Ernährung für ein neues Jahrtausend“ von John Robbins:
    http://nietsch.de/ernhrung-neues-jahrtausend-p-541.html
    „Eine gewaltlose Welt hat ihre Wurzeln in einer gewaltlosen Ernährung.“ (Seite 337)
    Das leuchtete mir einfach unmittelbar ein!
    Für mich ist eine solche Entscheidung immer gleich in STEIN gemeißelt und ich halte mich streng daran. Allerdings bin ich nicht streng zu Mitmenschen, die maßvoll Fleisch konsumieren, denn sonst wären meine Sozialkontakte etwas eingeschränkt, obwohl ich immerhin sieben Vegetarier in meinem unmittelbaren Umfeld habe.
    Mit herzlichem Gruß
    Ulrike

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    • gkazakou schreibt:

      Danke, liebe Ulrike, auch für den Buchtitel. Bei mir sind Entscheidungen leider nicht in Stein gemeißelt, vielmehr bin ich zu mir genauso tolerant wie zu meinen Mitmenschen. Aber das gestrige Erlebnis hat nun doch mein Herz in einer Weise erreicht, dass es nun Gaumen und Magen befehligt – und nicht umgekehrt. Ich habe aufgehört, Fleisch zu essen.

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  6. kopfundgestalt schreibt:

    Sehr viel in diesem Artikel.
    Das Thema Grausamkeit! Mich schaudert es auch immer. Als kleiner Junge musste ich mit anhören, wie ein anderer sich brüstete, mit seinem Vater ein Flattervideo angesehen zu haben. Ich kann nicht verstehen, wie Grausamkeiten dieser Art möglich sind. Und doch: Es gibt Menschen, die zu so etwas fähig sind, weil sie genetisch so ausgestattet sind. Die zog man heran für bestimmte Aufgaben.
    Ich bin negativ geprägt durch Grausamkeit, das ist mein Dilemma. Mich kannso etwas völlig verstören.

    Fleischkonsum pflege ich seit einigen Jahren nicht mehr.

    Pflanzen entstanden erst sehr spät in der Erdgeschichte, also nutzte die Evolution das Vorhandensein von vorhandener „Nahrung“…selbst auf Zellebene ist es so. Ob es irgendwo im All Kulturen gab und geben wird, die von grundauf äussere Ressourcen zur Ernährung suchten/suchen?

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  7. Nadia Baumgart schreibt:

    Liebe Gerda, diese Frage, ob es uns Menschen erlaubt sei, andere Lebewesen zu töten und aufzuessen, insbesondere Säugetiere, bewegt mich auch schon seit langem. Ich habe mich immer wieder vegetarisch ernährt und habe es dann wieder gelassen. In gegenwärtigen philosophischen Debatten wird das Thema inzwischen öfter angesprochen, es gibt auch eine Textsammlung von Reclam, die ich dazu empfehlen kann: „Texte zur Tierethik“ von Reclam, herausgegeben von Ursula Wolf. Vielleicht könnten wir das Thema auch einmal in einem Beitrag diskutieren?

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    • gkazakou schreibt:

      Ja, wir können es diskutieren, natürlich. doch wie? Möchtest du eine Einführung schreiben? oder sollen wir andere BloggerInnen, die sich auf dieses Thema spezialisiert haben, darum bitten? Liebe Grüße.

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      • Nadia Baumgart schreibt:

        Danke für Deine Offenheit, liebe Gerda. Es geht hier um Deinen Blog, also möchte ich das mit meinen Beiträgen nicht so ausufern lassen. Die Idee, andere Menschen, insbesondere Leute, die sich auf das Thema spezialisiert haben, zur Diskussion aufzurufen finde ich spannend. Aber das Schöne an den Blogs, ist ja gerade, dass auch nicht-Spezialisten mit diskutieren können und dass man sich nicht nur auf akademischem Boden befindet, was lebendiger und oftmals auch interessanter sein kann.
        Ich habe keinen echten Plan, würde aber gerne einmal die verschiedenen Positionen zusammenfassen. Ganz einfach ist es nicht, das in wenigen Sätzen zu tun, aber ich könnte es in den nächsten Tagen oder Wochen versuchen, zumal ich mal eine Diplomarbeit in Religionsphilosophie geschrieben habe und mich auch der Aspekt „Tier und Religion“ interessiert.
        Etwas Literatur wie zum Beispiel „Die Würde des Tieres – Eine religiöse Wertschätzung“ von Rainer Hagencord besitze ich bereits. Ich habe auch angefangen, darüber zu schreiben, aber das ist alles zu lange für einen Blog…Was denkst Du, was könnten wir mit unseren verschiedenen Überlegungen anfangen und wie sie austauschen, ohne dass die Texte zu lang werden?

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      • Nadia Baumgart schreibt:

        Liebe Gerda, anbei eine kurze Auflistung von Theorien und aktuellen Positionen zum moralischen Umgang mit Tieren zum rebloggen, zum verlinken und vielleicht als Diskussionsvorlage: https://tierethiksite.wordpress.com/
        Ich hoffe, sie erfüllt ihren Zweck. Lieben Gruß, Nadia

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    • gkazakou schreibt:

      Vielleicht fängst du einfach mal an, ich reblogge es, und wer immer möchte, tut das auch und beteiligt sich. Wir könnten einen Tag der Woche (zB Mittwoch) für ein solches Forum bestimmen. „Tier und Religion“ scheint mir ein wichtiger Teilaspekt zu sein, so wie ja auch die Frauendebatte einen Schwerpunkt in der Frage hat, wie die Frau in den Religionen der Welt gesehen wurde und wird – warum das geschah und was das für Folgen für die weibliche Existenzform und die Wertschätzung des Lebens im Allgemeinen hat.
      Das „Forum“ könnte bereichert werden durch Tierdarstellungen (Susanne Haun, du, Agnes, ich selbst und viele andere zeichnen und malen gelegentlich Tiere oder die Beziehung zischen Mensch und Tier, manche schreiben Tiergeschichten, andere wiederum fotografieren oder schreiben im Zusammenhang mit ihren vegetarischen oder veganen Rezepten Texte über Tiere. Auch Buchbesprechungen könnten da eingestellt bzw verlinkt werden…..
      Für den Anfang würde ich gern das Foto mit dem Zicklein, das ich gestern einstellte, als Atavar des Forums benutzen. es ist kein besonderes Foto, aber für mich ein besonderer Moment, der mich tief bewegte.

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      • Nadia Baumgart schreibt:

        Super Idee, ich mache mit! Das Thema der Frauen in der Religion interessiert mich auch sehr, insbesondere auch die Geschichte von Göttinnen und warum wir uns in der akademischen Maria nicht als Göttin vorstellen dürfen, Carl Gustav Jung hat bereits viel darüber geschrieben. Aber zunächst werde ich mich wohl auf die Tiere konzentrieren, man kann ja nicht alle Themen zusammen behandeln…Wir sollten also auf unseren eigenen Blogs das Thema behandeln und rebloggst sie dann jeweils mittwochs? Oder schreiben wir in einem von Dir erstellten Forum?

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    • gkazakou schreibt:

      Liebe Nadja, machen wir es erst mal so: Du schreibst für den nächsten Mittwoch etwas zu dem Thema, ich reblogge und schreibe vielleicht etwas dazu, und wir laden alle, die das Thema interessiert, ein, sich mit eigenen Beiträgen anzuschließen , die dann bei uns verlinkt oder ggfls reblogged werden. Christiane macht es ja so mit den abc-etüden und Zeilenende mit den monatlichen Fotomotiven. Ich hoffe, wir kriegen das hin.

      Ich habe nicht das Knowhow, ein neues Blog aufzumachen. (Mein Blog hat mir mein Sohn eingerichtet)

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      • Nadia Baumgart schreibt:

        Ok, ich versuche, bis Mittwoch etwas vorzubereiten und überlege mir auch, ob ich mir da einen separaten Blog mache, denn in meinem Hauptblog geht es mir mehr um Bilder. Jedenfalls kriegen wir bestimmt etwas hin 🙂

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  8. Nadia Baumgart schreibt:

    Zum Beitrag von Kopfundgestalt möchte ich mich auch kurz äußern, denn das Argument der Evolution als genetische Erklärung des Fleischkonsums wir oft genannt. Es wird auch immer wieder daran erinnert, dass Tiere auch Tiere fressen. Hier geht es aber auch um die Frage, ob dies den Menschen berechtigt, es auch zu tun. Wahrscheinlich gibt es darauf nur differenzierte Antworten.

    Ich mag eine Überlegung im Beitrag „Sollten alle Menschen Vegetarier werden? Von Mary Anne Warren im bereits genannten Buch „Texte zur Tierethik“. Zitat: „…Trotzdem könnte man behaupten, dass Menschen, die Zugang zu pflanzlichen Nahrungsmitteln haben und deren Kultur und Ökonomie nicht grundsätzlich auf der Jagd oder Aufzucht von Nutztieren basieren, die moralische Verpflichtung haben, eine vegetarische Ernährungsform anzunehmen.“

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    • gkazakou schreibt:

      Hab Dank auch dafür!

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    • kunstschaffende schreibt:

      Oh, dass ist eine interessante Frage, sollten alle Menschen Vegetarier werden?

      Würde die überbevölkerte und weiterhin wachsende Menschheit die Erde dann, damit nicht auch zerstören?

      Das ist ein sehr komplexes Thema!

      LG Babsi

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      • gkazakou schreibt:

        Ja, liebe Babsi, das Thema ist komplex. Ich zerbreche mir momentan aber nicht den Kopf darüber, was „alle“ tun sollten, sondern nur, was ich tue und wie ich es für mich rechtfertige. Es ist eine persönliche ethische Frage, die ich für mich beantworten möchte. „Was tue ich, wenn ich geschlachtete Tiere esse?“ Ich selber schlachte ja nicht, aber ich profitiere von denen, die es tun. Solche Fragen stellen sich ständig, nicht nur beim Fleischessen. Ich meine auch nicht, dass ich die Frage für andere oder gar für jeden Erdbewohner beantworten muss, sondern dass es reicht, wenn ich mir selbst klar über meine Motive und mein Handeln bin. Liebe Grüße! Gerda

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      • kunstschaffende schreibt:

        Na klar Gerda, so habe ich es auch verstanden! Es ist ein sehr interessantes und ernst zunehmendes Thema! Es waren auch nur fiktive Gedanken von mir, was wäre wenn!
        Ich liebe Tiere und wünsche mir für sie eine artgerechte Haltung und ein schönes Leben, bevor sie bei mir auf dem Teller landen. Nur dann und in maßen, ist es gesund für mich.

        Ich sehe noch einen Aspekt, da wir alle Individuen sind, kann man vielleicht auch nicht sagen, dass die vegane oder vegetarische Kost für jeden geeignet ist.

        Die ethischen Argumentationen dabei, sind sehr wohl wichtig!

        Ich hoffe sehr, dass ich nicht missverstanden werde, denn davon hab ich genug! Bei Dir jedoch, weiß ich, Du bist ein hinterfragender Mensch!

        ❤liche Grüße Babsi

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      • gkazakou schreibt:

        Liebe Babsi,ich hab dich ganz gut verstanden, mach dir nur keine Sorgen. Solche themen haben es leider an sich, dass man leicht in eine Ecke gestellt wird. Das finde ich ganz schlimm, denn es würgt Gedanken ab und macht unehrlich. Ich mag nur Diskussionen, in denen sich jeder frei fühlt zu äußern, was ihn beschäftigt.

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      • kunstschaffende schreibt:

        😘👍

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    • Ulli schreibt:

      einerseits stimme ich zu, andererseits stört mich diese Formulierung sehr: „…die moralische Verpflichtung haben, eine vegetarische Ernährungsform anzunehmen.“ Solch eine Entscheidung muss in jeder und jedem wachsen und sollte nichts mit Verpflichtungen zu tun haben!

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  9. Agnes Podczeck schreibt:

    Sehr sehr interessante Zitate. Da führen wir heute also noch immer die gleichen Diskussionen wie vor 2000 und mehr Jahren, auch in Fragen des Fleischkonsums. Dass Pythagoras ein bekennender Vegetarier war, wusste ich noch nicht.
    Ich selbst war seit meinem Auszug aus dem Elternhaus Vegetarierin und habe dann mit Ende zwanzig das Fleischessen wieder trainiert, weil ich für eine Weile ins Ausland ging und die Gastgeber nicht in Verlegenheit bringen wollte (dabei waren die Gastgeber so arm, dass es dort sowieso niemals Fleisch gab).
    Inzwischen esse ich seit mehr als zwei Jahren vegan und vermisse nichts. Aber ich habe sowieso schon immer am liebsten Gemüse gegessen, insofern bedeutet es für mich sogar Gewinn statt Verlust.
    Ich wünsche Dir Freude und Erfolg beim Vegetarierin werden. Wie ist das denn in Griechenland? In Deutschland ist es ja nicht mehr ganz so „unnormal“ kein Fleisch zu essen, ich weiß aber auch von Ländern, wo das geradezu ein Affront wäre. Wird es schwierig werden, bei Zusammentreffen und gemeinsamen Essen, für Dich etwas geeignetes zu finden? Werden die Gastgeber beleidigt sein? Wirst Du Dich viel erklären müssen?

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    • Nadia Baumgart schreibt:

      Ich glaube, der soziale Aspekt ist auch beachtenswert, Agnes. Ob man sich bei den Inuits vegan ernähren möchte oder in Indien hat natürlich ganz verschiedene Konsequenzen. Wahrscheinlich gibt es keine allgemeine Antwort für alle Realitäten. Inzwischen kümmert sich auch die Justiz um Fälle von Säuglingen und Kleinkindern, die vegan ernährt werden (im Mai dieses Jahres gab es in Belgien solch einen Fall) und das nicht überleben. Auch diese Fälle scheinen darauf hinzudeuten, dass man die Frage nicht pauschal lösen kann… Vielleicht ist der heutige Ansatz, Schlachttiere artgerecht und gut zu halten schon einmal ein Schritt auf dem richtigen Weg…

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      • gkazakou schreibt:

        Eben schrieb ich ein wenig mehr zum Thema für Agnes. Danke für deins.
        Das Essen von Schaf und Ziege ist hier eigentlich gut zu rechtfertigen, denn die Tiere werden in Herden auf Weideplätze oder über die Berge geführt oder leben sogar ganz frei, bis enige eingesammelt und geschlachtet werden. Das Schlachten ist notwendig, denn die Herden werden sonst zu groß und zerstören die Vegetation. Das ist besonders schlimm auf Inseln wie Samothrake, wo sie im Winter die Wurzeln der Bäume ausgraben und abnagen, so dass sich keine neuen Pflanzen bilden können. ich sah dort einen großen Eichenwald, der wegen der vielen Ziegen am Absterben war. Schuld war mal wieder die EU, die auf nicht geschlachtete Muttertiere Prämien zahlte. Die alternative, die Ziegen in Krals zu halten, ist auch nicht besser, denn dann braucht man Futterstoffe, und die werden in den wenigen Ebenen mit Wasser aus den Quellen bewässert. Deshalb verlegt man dicke Rohre und zerstört die Landschaft, und raubt der Vegetation in den Bergen die Grundlage.
        Das einzige Gesundheitsproblem sind die wilden Müllkippen, in deren Nähe die Herden oft grasen.
        Die großen Massen an Lämmern, die zu Ostern gebraucht werden, kommen tiefgefroren aus Neuseeland.
        Die persönliche Entscheidung, ob man Fleisch essen möchte, hat damit freilich nichts zu tun. Es ist keine Entscheidung „für alle“.

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      • Nadia Baumgart schreibt:

        Hier kommt der Aspekt zu tragen, dass Tierzucht und Ökologie zusammen betrachtet werden müssen. Welch spannende und aktuelle Themen. ..

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      • Agnes Podczeck schreibt:

        Ja, ganz sicher, der soziale Aspekt spielt eine große Rolle.
        Hier in Mitteleuropa haben wir ganz andere Ressourcen uns vielfältig zu ernähren als anderenorts. In dem Zusammenhang hast Du ja ein gutes Zitat für den Schluss Deines Kommentars ausgewählt.
        Du hast ja ganz richtig angeregt, dass das Thema für einen ganzen Beitrag und noch mehr lohnen würde. Ich tue mich etwas schwer, meine vielen Gedanken zu dem Thema in einem kurzen Kommentar zu diskutieren, da es so viele Aspekte und Argumente gibt.
        Sei herzlich gegrüßt

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      • gkazakou schreibt:

        das scheint eine sehr gute Seite zu sein, ich werde mich da mal reinlesen. Aber ich denke, wir sollten doch auch was Eigenes tun. Denn nur, wenn man sich selbst aktiv befasst, geht ein Thema in Fleisch und Blut über.

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      • Nadia Baumgart schreibt:

        Liebe Gerda, da mir das Thema unter den Nägeln brennt und ich gleich weg muss, habe ich einfach mal angefangen und hoffe, das ist so für den Anfang schon einmal lesbar: https://nadiapittura.com/2017/07/22/animal-ethics-tierethik/

        Lieben Gruß und danke für die tolle Idee und den Anstoß, den Du gegeben hast!

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    • gkazakou schreibt:

      Danke, Agnes, für deine persönlichen Gedanken zum Thema. In Griechenland ist es nicht besonders schwierig, kein Fleisch zu essen, denn die mediterane Küche enthält viele leckere und durchaus übliche fleischlose Rezepte. Ich nenne mal ein paar: mit Käse überbackene Auberginen, mit Reis und Korinthen gefüllte Tomaten und Paprika, im Ofen gebackene Kartoffeln und Gemüse (Tourlou), überbackener Käse, Eintopf aus „Augenbohnen“ und Spinat, kretischer Zwieback mit Öl, Tomaten und Ziegenfrischkäse … Das fleischlose Essen gehört außerdem während der langen Fastenperioden zum usus, da bekommt man dann extra „fastengerechtes“ Brot und andere Speisen auch in Lokalen. Vegan zu essen, ist vielleicht ein wenig schwieriger, da sehr oft Käse verwendet wird, allerdings keine Butter, sondern Öl.
      Jede Woche fleisch zu essen, ist ja überhaupt erst in unserer Zeit erfunden worden. Früher gab es zu besonderen Feiertagen Fleisch, manchmal war es ausschließlich das Osterlamm. Hühner, Vögel und Wild wurden allerdings immer sehr geschätzt. Menschen, die aus Tierhaltungskulturen (Nomaden) abstammen, dürften mit der fleichlosen Ernährung mehr Probleme haben als Abkommen von Bauernkulturen (du kennst vielleicht die Blutgruppen-Diät)
      Das jetzt auf die Schnelle. Vielleicht kennst du ein Blog, das diese Themen systematisch bespricht?

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      • Nadia Baumgart schreibt:

        Soeben habe ich eine Seite gefunden mit einer Auflistung von Blogs und Seiten über das Thema: http://www.tierrechte-tv.de/Tierethik/tierethik.html

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      • Agnes Podczeck schreibt:

        Liebe Gerda,

        das ist gut. Dann wird Dir der Umstieg ja vielleicht nicht so schwer fallen, nochzumal Du ohnehin wenig Fleisch gegessen hast.

        Mit der Blutgruppendiät kenne ich mich nicht aus. Das ist eine interessante Frage, inwieweit genetische Faktoren eine Rolle spielen, Nährstoffe aus Pflanzen aufzuspalten und aufzunehmen. Speziell dazu habe ich bisher noch nichts gelesen, kenne jetzt spontan auch keinen Blog dazu.

        Ja, in der Tat, der ständige Fleischkonsum ist erst in letzter Zeit „normal“ geworden. Und man weiß ja auch, dass die Menschen der Steinzeit sich auch pflanzlich reichhaltiger und vielfältiger ernährt haben als manche Zeitgenossen heute.

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    • gkazakou schreibt:

      Liebe Agnes, die Blutgruppendiät ist sehr umstritten, und auch mir kommt sie viel zu schematisch vor, Aber dass es konstitutionelle Unterschiede gibt und dass sich der Fleischkonsum von Kultur zu Kultur unterscheidet, ist wohl richtig. Unsere modernen essgewohnheiten haben damit allerdings gar nichts mehr zu tun, denn wir stopfen ja jedwedes in uns rein. Der weltweite Handel macht es möglich.

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      • Ulli schreibt:

        Da ich ja nun Biotante schon seit den späten neunzehnhundertsiebziger Jahren bin und mich mit so vielen Themen zur Ernährung beschäftigt habe, will ich nur ganz kurz sagen, dass nichts schwieriger zu sein scheint, als Menschen in ihren Essgewohnheiten zu ändern, so viele nutzlose und irgendwie auch endlose Diskussionen habe ich schon geführt! Nichts destotrotz zeigt sich ja ein gewisses Umdenken, hin oder zurück zu mehr Regionalität und Saisonware und die Biobranche wird ja nun auch nicht kleiner, so ein Bewusstseinswandel braucht einfach viel Zeit, dazu gehört eben auch der Fleischkonsum und die Tierhaltung.
        Ich finde eure Idee klasse und werde sie gerne verfolgen und hier und da meinen Senf dazu geben!
        herzlichst an alle
        Ulli

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  10. Ruhrköpfe schreibt:

    so altes Wissen und es ändert so wenig, seufz

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  11. Pingback: Animal ethics / Tierethik | Art blog Germany-France-Italy - Nadia Baumgart

  12. hikeonart schreibt:

    Liebe Gerda,
    kürzlich hörte ich zu diesem Thema einen sehr guten Podcast, 30min lang. Schau mal unter „Das Rätsel der negativen Emotionen: Über tierisches und menschliches Leiden“ SWR2 Aula. Sehr interessant fand ich den NP-Fußabdruck. ( https://hikeonart.wordpress.com/2017/06/16/profil/)
    Sozusagen eine ethische Handlungsmaxime.
    Als kleiner zusätzlicher Reiz.
    Ich schicke dir liebe Grüße, Heike.

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  13. www.wortbehagen.de schreibt:

    Ich esse wenig Fleisch, aber ganz und gar habe ich nicht verzichtet.
    Müßte ich selbst schlachten, wäre ich schnell Vegetarier. Aber so ist es ja nicht.
    Mein Gewissen meldet sich aber immer mehr.
    Vielleicht schaffe ich es doch noch.
    Karnickel hatten wir zuhause und als ein Kleines von der Mutter verstoßen wurde, bekam ich die Aufgabe, es mit einem winziges Fläschchen zu füttern und hochzupäppeln und ich schaffte es auch.
    Kasimir war pechschwarz und ein prächtiger Bursche.
    Ich wäre nie auf die Idee gekommen, daß er irgendwann schlachtreif sein könnte. Für meinen Opa war er es wohl und es war geschehen als ich aus der Schule kam. Das Schlimmste war für mich, daß ich ihn gehäutet und aufgehängt vorfand. Mein Freud war ermordet.
    Ich sperrte mich stundenlang im Keller ein.
    Nie wieder habe ich einen Hasen oder ein Stallkaninchen essen können…

    Und doch esse ich immer noch alles andere an Fleisch und ich schäme mich oft deswegen

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    • gkazakou schreibt:

      schämen ist ganz verkehrt. Wenn du schon Fleisch ist, iss es mit Bewusstsein, dankbar und mit Genuss. Das jedenfalls ist meine Meinung.
      Ich bin generell gegen du musst-, du sollst-Sätze, die haben noch nie was Gutes im Gefolge gehabt. Gut ist nicht, was das strenge Über-Ich sagt, sondern das, was Herzensangelegenheit ist
      Mit dem schwarzen Stallhasen sagst du was: wir machen halt einen Unterschied, wenn es ums Töten eines Freundes oder eines anonymen Lebewesens geht. Das stimmt sogar in Bezug auf das Töten von Menschen. Gäbe es sonst Kriege?
      Was unterentwickelt ist, ist wohl die Empathie mit den Wesen, mit denen wir keinen direkten Kontakt haben, über die wir „nichts wissen“ (wollen). Könnte ich etwa einen Hund oder eine Katze schlachten und essen? Nein, denn sie gehören zum Haushalt, sind Mitbewohner, Freunde, Schutzbefohlene. Aber die Chinesen tun es und sind deshalb ja keine schlechteren Menschen. Wir wollen Wale und Delphine schützen, die japaner aber wollen sie essen. Böse?
      Wir finden nichts dabei, das Fleisch von Schweinen zu essen – als Braten, Wurst, Schinken, Eisbein, Hack -, während es einen Muslim oder Juden bei dem Gedanken graust, allerdings nicht, weil Schweine seine Freunde sind, sondern weil er sie für schmutzig hält. Und wie ist es bei uns mit Insekten, die in anderen Gegenden als Delikatesse gelten? oder Singvögel?

      Ich denke, das ist ein großes Thema und wird sich hoffentlich schön entfalten auf dem von Nadia eingerichteten Blog. Sie denkt nach über „Tierethik“, ich möchte einen anderen Schwerpunkt setzen. Mir geht es mehr ums Bewusstsein: Ich will zuerst einmal wissen, was ich tue und warum.
      Liebe Grüße!

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      • www.wortbehagen.de schreibt:

        Ich habe eben den Ethik-Artikel bei Ulli gelesen und kommentiert, liebe Gerda
        Ich bin jemand, der bei jedem vor dem Auto vorbei huschenden Tierchen bremsen würde, ein Impuls, den ich nicht mal stoppen kann…

        Liebe Grüße von Bruni

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  16. mmandarin schreibt:

    Habe zunächst den Artikel verdrängt und nur überflogen, jetzt habe ich alles gelesen und tausend Gedanken dazu stürmen auf mich ein. Ich selber esse wenig Fleisch und wenn ich deine Rezeptvorschläge lese, läuft mir das Wasser im Munde zusammen. Es kommt jedenfalls nur Biofleisch auf den Tisch und das auch selten. Ich erinnere mich daran, wie die Grünen Prügel bezogen haben, als sie den Veggieday vorschlugen. Es ist noch viel zu tun….. Marie

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    • gkazakou schreibt:

      Liebe Marie, ich habe eben mit einem langen Kommentar auf Bruni geantwortet.Der moralische Holzhammer ist etwas, was ich gar nicht mag. Auch Reglementierungen mag ich nicht, also auch keinen Veggietag. Was das bringt, haben die christlichen Kirchen mit ihrem fleischlosen Freitag oder mit den Fastentagen vorgemacht: Völlerei ohne Fleisch, Fisch galt nicht als Fleisch etc.
      Ein Arzt und Heiler aus Vietnam erzählte uns einmal, dass manche Mönche in seiner Heimat fleischlose Speisen herstellen, die aussehen wie Steaks. Damit führten sie sich selbst an der Nase rum. Er fand das ganz verkehrt (und ich auch): worauf es ankommt, ist, ob mir der Sinn nach Fleisch steht, nicht, ob ich es esse. Auf die innere Einstellung, die auf Einsicht beruht, die ihrerseits ein Resultat der Empathie ist – darauf kommt es mir an. Wer zB nicht tötet, weil er die Strafe des Gesetzes fürchtet, wird jederzeit töten, wenn ihm eine straffreie Gelegenheit dafür gegeben wird (Krieg fürs Vaterland, Märtyrertum).
      Liebe Grüße – und lass uns weiter unseere Gedanken zu diesem Thema austauschen!

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  17. Katrin - musikhai schreibt:

    Ist es seltsam, dass solche Gedanken nur uns satten, ‚reichen‘ Menschen kommen?

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    • gkazakou schreibt:

      Ich weiß nicht, liebe Katrin, ob das so stimmt. In Indien gibt es viele hungrige Menschen, aber das Töten der Tiere ist einem Buddhisten nicht erlaubt. Denn es ist, als würde er sich selbst in einer anderen Inkarnation töten.

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