Nach meinem gestrigen Ausflug in die Hohe Kunst kehre ich zurück in die Niederungen der erzählenden Legebilder. Der Hund von Baskerville ging mir nämlich nicht aus dem Sinn. Wir sollen akzeptieren, dass das arme Tier, verwildert und halb verhungert, mithilfe von Phosphor in ein dämonisches Ungeheuer verwandelt und schließlich erschossen wurde. Denn die Menschen hatten vor dem Ungetüm, das sie selbst erschaffen hatten, eine Heidenangst.
Doch dann kam in England die aminal care-Bewegung auf. Und so wurde der arme Hund von einem kinderlos gebliebenen eleganten britischen Paar adoptiert. Er wurde gewaschen und geföhnt, entwurmt, gegen neun Krankheiten geimpft, kastriert, gechippt und auf Diät-Kroketten gesetzt. Wenn es kalt wurde – was damals in England noch manchmal passierte – bekam er ein hübsch gebrodertes Jäckchen angezogen.
Der Autor Sir Arthur Conan Doyle stieg zwar mitsamt seinen Manuskripten aus dem Grab und pochte auf sein Copyright. Aber es half ihm alles nichts. Die Zeiten haben sich gewandelt. Der Hund hat nun eine Herrin, die ihn liebt.
Hier kommen die Schauspieler noch mal im Einzelauftritt auf die Bühne: Bitte Applaus!
Diese Legearbeit habe ich mit einem Teil der Schnipsel, die mir Jürgen Küster zuschickte, sowie mit einem zerrissenen Umschlag auf einer Legefläche 70 x 100 gemacht.


































