Kleine Palme mit ihrem Schatten (Zeichnung, eine Bearbeitung)

Bin zurück in der Mani! In der späten Nachmittagssonne setzte ich mich in den Garten zur kleinen Palme, um sie zu zeichnen. Ihr Schatten fiel schwer auf das wild wuchernde Gebüsch aus Rosmarin und Salbei. Im Hintergrund ein Olivenbaum u.a.. Am Boden und auf dem Palmenstamm Nadeln von der großen Pinie.

Als ich die fertige Zeichnung fotografierte, war der Schatten auf dem Block schon fast einfarbig blau. Ich habe dann noch ein wenig bearbeitet, zeige aber nur ein Ergebnis – Brunis Wunsch entgegenkommend.  (Hallo, Bruni! 🙂

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Gerhards Insektenshow: Die Töpferwespe auf der großen Sterndolde (Zeichnung).

Die stark herangezoomten mir völlig unbekannten Insekten bei Gerhard (KopfundGestalt) lassen mich nicht los. Welche Intelligenz drückt sich in diesen Formen und Lebenskonzepten aus? Ich gestehe, ich glaube nicht im geringsten an die einfache Logik der zufälligen Mutationen und des Überlebens der Fittesten. Wenn ich mir zum Beispiel diese Töpferwespe betrachte, wie sie auf der großen Sterndolde herumstolziert, springt mir die unbekannte Schöpferkraft förmlich ins Auge, die dieses Wesen hervorgebracht hat. Nein, ich glaube nicht, dass es der liebe Gott war, der dies Insekt am 4. Tag geschaffen hat – das nicht. Aber eine blinde Selektion kann es auch nicht hervorgebracht haben. Es muss eine Intelligenz sein, die der menschlichen irgendwie verwandt, wenngleich weit höher ist. Denn wir Menschen können diese Lebensformen zwar studieren und abbilden, aber Lebendiges hervorzubringen ist uns nicht gegeben.

Also gut, ich habe versucht es zu zeichnen. Das Original sowie interessante Informationen zur Töpferwespe findest du bei Gerhard.

Töpferwespe auf Sterndolde, Zeichnung nach Fotografie von Gerhard, KopfundGestalt, 2019-09-28

 

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abc-etüde: Kata-Strophen zu einem Schwanen-Roman

Noch ein Etüdchen zu Alices Wörtern fiel mir ein. Es ist harmlos für alle außer eventuell für diejenigen, die grad an einem Roman sitzen und nicht wissen, wie sie das Ding abschließen sollen. Ich weiß, wie sich das anfühlt, aus eigener bitterer Erfahrung. Also Achtung, liebe RomanschreiberInnen!

Das Leben ist ein Roman und der Roman ein Leben

Es war einmal ein alter Roman,

sehr dick, der handelte vom Schwan

und  fürchtete keine tragische Wende

doch was er fürchtete, war das Ende.

 

„Wenn die Autorin nicht weiter weiß

so sprach er, weil sie leergeschrieben,

dann wisch ich ab ihr ihren Schweiß

und raune ihr von frischen Trieben,

die Lust verheißen oder tiefen Schmerz,

von  Mordlust triefen oder auch von Lieben,

und was noch sonst umtreibt das Menschenherz.

 

Ich rate ihr:  Sei du nur recht variabel

Und knausre nie mit neuen Wortgebilden

Sprich jede Sprache, die erklang in Babel

und auch seither in allen Weltgefilden.

 

Wenn du das mir zum späten Ruhme tust,

dann will ich gerne deine Hand dir fassen

und sie dir führn auch wenn du ruhst.

Wenn nicht, so bist du heute noch entlassen.“

 

Da rief sie : „Weh, ach weh, ich will nicht ruhn,

Ich will dir gern zu Diensten sein,

Ich will mein Bestes für dich tun,

Nur lass mich die Autorin sein!

 

Lass sie mich sein, bis einst wir beiden

Von Alter müd und lebenssatt

Gemeinsam friedlich dann verscheiden

Und seis auch ohne Abschlussblatt.“

 

So ist  es dann wohl auch geschehen

Denn der Roman blieb unvollendet

Ein Ende würdet ihr nicht sehen

Wenn ihr ihn irgendwann mal fändet.

 

Das Leben schreibt sich fort und fort

Ob nun in Wahrheit oder in Romanen

Stets tut sich was in Süd und Nord

ein Ende ist nur zu erahnen.

Protagonisten eines unvollendeten Romans. Foto-Collage aus Gemälden der 90er Jahre.

(zum Vergößern bitte anklicken)

 

 

 

 

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Noch mal Stiefmütterchen (fotografiert und gezeichnet)

Gestern schon hatte ich die Stiefmütterchen fotografiert und eine weitere Zeichnung begonnen, doch dann kam Besuch. Heute Mittag habe ich dann weitergezeichnet (viertes Foto).

Die fertige Zeichnung fotografierte ich mehrfach, mal im Licht, mal im Licht-Schatten oder im Schatten.

 

 

 

 

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Sind sie nicht reizend? Stiefmütterchen, Obst und halbierte Zitrone (drei Zeichnungen)

Heute mittag, während die Fischsuppe vor sich hinköchelte, setzte ich mich auf den Balkon, um ein paar Weintrauben zu schnabulieren. Bevor ich sie aufaß, wollte ich sie zeichnen. Damit sie nicht so allein waren, holte ich einen leicht angefaulten Pfirsich und einen roten Apfel und platzierte sie daneben. Dann fiel mein Blick auf die drei Stiefmütterchen, die seitswärts auf dem Tisch standen. Hier das Ergebnis meines Arrangements:

Immer noch war die Suppe nicht fertig gekocht. Und die Stiefmütterchen sahen so reizend aus, als ich ihre Gesichter zu mir kehrte. Die leuchtend gelbe stellte ich vor den dunklen Eingang zur Küche, die dunkelviolette vor die helle Wand und die samtrote vor den Sessel. So konnte ich zugleich eine Hell-Dunkel-Studie machen.

Ja, und dann holte ich die Suppe, träufelte auch etwas Zitronensaft hinein und aß sie. Die Zitrone blieb liegen – und verlockte mich zu einer weiteren Zeichnung. Dazu stellte ich eine runde Keramikvase. Ich war noch nicht fertig mit dem Zeichnen, da kam mein Mann heim, breitete die Zeitung auf dem Tisch aus – sie war eigentlich nicht vorgesehen, aber nun geriet auch sie in die Zeichnung.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein wenig schwer wurde sie dadurch. Die halbierte Zitrone aber hält stand, finde ich.

Alle Zeichnungen mit schwarzem Kuli auf dünnem Skizzenblock-Papier, 21 x 29,7 cm.

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Ergänzend nun auch die Originalzeichnungen von gestern abend

Aus euren Reaktionen auf das gestrige Post – zwei Bearbeitungen ohne die Originale – meine ich zu entnehmen, dass euch die elektronisch bearbeiteten Zeichnungen weniger ansprechen, wenn die Originalzeichnungen fehlen. Auch, dass die Bearbeitungen besser als Serie denn als Einzelstück wirken. Und drittens, dass am Ende doch nur das Original zählt.

Ist dieser Eindruck richtig? Oder liegt es an den speziellen Bearbeitungen? Ich werde der Frage weiter nachgehen.

Hier nun die Originalzeichnungen von gestern abend: zwei Vasen zuerst in schwarz-weiß und dann mit Buntstiften ausgemalt, schließlich drei Vasen und eine Wasserflasche dreifarbig mit Filzstiften.

Die dritte Zeichnung hatte ich u.a. auch noch so bearbeitet.

 

 

 

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Vasen, Vasen (und eine Wasserflasche). Bearbeitungen von zwei Zeichnungen.

Heute habe ich Lust, euch mal die Originalzeichnungen vorzuenthalten. Einfach so, um zu testen, ob die Bearbeitungen als solche Kraft haben. Auch zeige ich nur je eine Variante der beiden Zeichnungen, die gestern abend auf dem schon dunkelnden Balkon entstanden sind.

Zwei Vasen (im Original eine farbig überarbeitete SW-Zeichnung):

Glas- und Zinnvase. Digital bearbeitete Zeichnung. 2019-09-25

Drei Vasen und eine Plastik-Wasserflasche (links), aufgereiht wie die Zinnsoldaten. Aus Zinn ist freilich nur die letzte, größte (rechts). (Im Original eine dreifarbige Filzstift-Zeichnung).

Drei Vasen und eine Wasserflasche. Digital bearbeitete Zeichnung. 2019-09-25

 

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3 1/2 Vasen. Farbverstärken vs. Buntstift – ein Vergleich

Die hier mitlesen, wissen, dass ich die Farben, die beim Fotografieren schwarz-weißer Zeichnungen entstehen, oft mithilfe des Bildbearbeitungsprogramms verstärke. Dadurch erreiche ich eine Farbigkeit, die man bei Schwarz-Weiß-Zeichnungen eigentlich nicht vermutet.

Heute hatte ich Lust, meine Schwarz-Weiß-Zeichnung ganz altmodisch mit Buntstiften auszumalen, um einen Vergleich anzustellen zwischen der Farbpalette, die mir der Computer erzeugt, und der selbst mit Buntstift aufgetragenen.

Hier zunächst die schwarz-weiße Originalzeichnung, fotografiert bei Tageslicht auf dem Balkon, auf dem ich auch gezeichnet hatte.

3 1/2 Vasen auf dem Balkon, Zeichnung mit dünnem Filzstift, 2019-09-25

Bei dieser SW-Zeichnung verstärkte ich in gewohnter Weise die Restfarben, die beim Fotografieren entstehen, verschob die Farben auch und benutzte ein paar Filter von fotoshop. Die SW-Zeichnung ist ungleichmäßig ausgeleuchtet: links mehr Licht, rechts schattig – was man bei der farbverstärkten Variante (1) deutlich sieht.

Und nun die Buntstiftzeichnung im Original:

Beim Bearbeiten der Buntstiftzeichnung veränderte ich die Farben nicht, benutzte nur Filter:

Um die Farbpalette besser vergleichen zu können, zeige ich hier noch mal die einfache farbverstärkte SW-Zeichnung und die originale Buntstiftzeichnung nebeneinander.

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Sound & Silence Experience in Korfu/Greece

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Drei Vasen: Filzstift in schwarz-weiß, schwarz-rot und 3-farbig, Bearbeitungen.

Drei leere Vasen hatten sich auf dem Couchtisch eingefunden. Warum nicht ein wenig an Giorgio Morandi denken und sie zeichnen? Natürlich anders, nicht wie Morandi, sondern a la Gerda Kazakou.

Die große Vase ist aus dickem farblosem Glas, sieht aus wie handgeblasen. Die kleine ungewöhnlich geformte Vase daneben haben wir mal aus Norwegen mitgebracht, sie ist aus gelbem Glas mit grünen Einschlüssen. Die hohe schlanke Vase stammt aus Portugal, sie ist aus Zinn und hat fast griechische Formen.

Kunstlicht. Im Hintergrund: Mann am Computer. Ich zeichne mit einem recht feinen schwarzen Filzstift.

Dann nehme ich mir noch mal die Umrisse vor. Zwei Anläufe:

Die zweite Skizze überzeichne ich zuerst mit roten Umrisslinien, dann überarbeite ich sie dreifarbig mit blauem, schwarzem und rotem dünnem und dickerem Filzstift.

Je zwei Bearbeitungen: erste Reihe blaue Umriss-Zeichnung, zweite Reihe schwarze Umriss-Zeichnung, dritte Reihe rot-schwarze Umriss-Zeichnung, vierte Reihe 3-Farb-Zeichnung.

 

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