Alltag 12. Die tägliche Zeichnung (Wolkenberge über den Bergen).

Heute haben sich riesige Wolkenberge über dem Gebirge gesammelt, es donnerte auch gewaltig. Leider stand die Größe der Wolken in keinem Verhältnis zum Regen, der nur spärlich fiel.
Als ich mich auf die Turmterrasse setzte, um die Wolken zu zeichnen, hatte es längst zu regnen aufgehört. Die Wolken aber waren da, schoben sich mächtig über den Bergrücken, der in wechselndem Licht mal hell aufleuchtete, mal sich verfinsterte.

Beim zweiten Anlauf schob ich die Kante unseres Hauses mit ins Bild,  verzichtete aber auf die detailllierte Wiedergabe des Vorfeldes mit den Olivenhainen und kleinen Zypressenwäldchen.

Hier noch je zwei digitale Bearbeitungen der Zeichnung.

Hiermit möchte ich mich ganz herzlich bei Ulli Gau bedanken, die nicht nur die schöne Idee hatte, unserem Alltag eine Extra-Aufmerksamkeit zu gönnen, sondern das Projekkt auch ein ganzes Jahr über begleitete, die Beiträge der TeilnehmerInnen sammelte und so für uns alle zugänglich machte. Danke, Ulli!

Regen ist in diesen Breiten zwar nichts Alltägliches,  aber das Zeichnen und anschließende Fotografieren und Bearbeiten der Zeichnungen gehörte in diesem Jahr zu meiner tagtäglichen Beschäftigung.

Danke, Ulli!

 

 

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Die tägliche Zeichnung: Sprießende Schwertlilien

Das alltägliche Zeichnen ist durch nichts zu ersetzen. Heute zog ich meinen Stuhl zum Schwertlilienbeet. Zwischen den verwelkten vorjährigen Blättern der Pflanzen, auch anderem Laub und trockenen Halmen stoßen kleine grüne Schwerter ans Licht.

Ich machte dann noch einen zweiten Anlauf, zeichnete aus einem anderen Winkel.

Von der ersten Zeichnung isoliertee ich den vorderen Teil und fand, dass so der Eindruck von Verwelkendem und frisch Sprießendem besser zum Ausdruck kommt

und ein wenig barbeitet:

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Anlocken, verführen: Odysseus und die Sirenen (Leporello) – Ergänzung zu #inktober 2019 #3 bait

Als ich bei Inktober das englische Wort „bait“ las, in den Übersetzer ging und erfuhr, dass es anlocken, ködern bedeutet, fiel mir als erstes meine Legebildgeschichte von Odysseus und den Sirenen ein, die ich im März 2015 machte. Einfach den link anklicken, du kannst es auch vergrößern und so die Geschichte leicht lesen!

GK_akordeon 2

Die Abenteuer von der „Heimkehr des Odysseus“ habe ich in zwei Leporelli zusammengefasst (Oktober 2015). Die Herstellung der Leporelli kann man hier verfolgen. Da ich damals grad mit dem Bloggen begonnen hatte, haben die meisten von euch diese Arbeiten sicher nicht gesehen – und so ergreife ich die Gelegenheit, sie euch noch mal vorzuführen.

Eines der Bilder habe ich heute Nacht neu bearbeitet: Odysseus, angebunden an den Mast seines Schiffes, hört die Sirenen, die mit ihrem wundersamen Gesang jeden, der sie hört, in den Tod locken. Die Sirenen sehen aus wie Enten, sagt Homer, und daran habe ich mich gehalten. Späteren Malern war der Gesang als Verführungskraft dann nicht mehr genug – die Sirenen wurden zu weiblichen Gestalten mit entblöstem Busen und Schenkeln. Diese Metamorphose habe ich in der zentralen Figur angelegt und durch Bearbeiten gesteigert.

Andere Varianten und das Original kann man hier anschauen.

Für den Inktober habe ich dann aber doch eine andere Arbeit gewählt. Das Original davon und drei weitere Legebilder aus dem Bedeutungskreis „anlocken, verführen“ (alle vom August 2017) möchte ich hier noch ergänzend einfügen.

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#inktober 2019 #3 – bait

#inktober #3 – bait bedeutet anlocken, ködern.

#inktober gerdakazakou 2019 BAIT – ANLOCKEN Legebild 2015, neu bearbeitet 2019-10-03

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#inktober 2019 #2 – mindless

#inktober 2019 #2 – mindless
Mindless bedeutet: unbekümmert, sinnlos, hirnlos, stupide, geistlos,  blindwütig und noch einiges mehr.

#gerdakazakou inktober 2019 #2 – „mindless“, Bleistift (2018), bearbeitet

 

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Ping Pong 053

PING 052

ULLI AN GERDA → DIE NATUR SPIELT MIT …

 

GERDA PONG 052 … VIELEN FORMEN, DOCH DIE SPIRALE IST IHR BESONDERER LIEBLING.

Collage aus Handzeichnungen, Bleistift und im Zentrum Kugelschreiber.Farblich bearbeitet. 2019-10-01

 

PING 053 GERDA AN ULLI

WENN ICH NUR WÜSSTE, OB …

Legebild aus halbtransparenten bemalten Schnipseln, gerda kazakou 2016

HIER GEHT ES ZU DER GALERIE ALLER BISHERIGEN PING PONGS → https://cafeweltenall.wordpress.com/galerien/ping-pong/

DIE IDEE→ https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/02/05/ping-pong-001-2019/

 

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#inktober 2019 #1- Ring (Ullis Räupchen als Kugelschreiber-Zeichnung)

#inktober 2019 #1- Ring

Myriade hat mich auf das diesjährige inktober aufmerksam gemacht, und Ulli hat mir das erste Motiv geliefert: die zum Ring eingeringelte Raupe, die sie selbst zu Recht ein Kleinod nennt.

Die Zeichnung habe ich zuerst bei Lampenlicht fotografiert, wo sie auch entstanden ist. Draußen im Schatten aufgenommen sind sie so aus:

Und mit Sonnentalern, die die Sonne durch die Blätter des Aprikosenbaum aufs Bild wirft, so:

 

 

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Wozu haben Bücher Vorsatzblätter? Zum Draufzeichnen natürlich.

Heute fuhren wir für Besorgungen nach Kalamata. Einen Zeichenblock nahm ich nicht mit. Ein Buch würde genügen, um mögliche Wartezeiten auszufüllen, dachte ich. Und da saßen wir also im Cafe und warteten, dass die Nummer drankam, die wir in der Bank gezogen hatten (ca 250 Leute waren vor uns dran. Heute war der letzte Tag, um die Grundsteuer zu bezahlen – daher).
Ich hatte den Roman „filosofia y letras“ (griechisch: Schwarze Philologie) von Pablo de Santis eingesteckt – eines der Bücher, die wir aus dem Appartment meines verstorbenen Schwagers mitgenommen hatten. Ein interessanter Roman. Ob er ihn wohl gelesen hatte? Die makabre Atmosphäre eines Instituts mit angesammelten, nicht gelesenen und langsam verrottenden Büchern hätte sehr gut zu ihm gepasst.

Dieses Buch trage ich in letzter Zeit mit mir herum und lese es häppchenweise.  Als ich kürzlich beim Arzt wartete, zeichnete ich auf das hintere Vorsatzbatt, um der Beklemmung Herr zu werden, die mich beim Anblick des langen leeren Flurs befiel. Kafkaesk wie die Erzählung im Buch schien er mir zu sein.

Heute – mit meinem Mann, vor mir einen Espresso und einen frisch gepressten Orangensaft,  in einer friedlichen Fußgängergasse – war ich gar nicht von dem Gedanken angetan, mich erneut in die Atmosphäre des Romans zu vertiefen. Also zeichnete ich auf das Vorsatzblatt den Tisch, den lesenden Mann, die Gasse.

Der Kellner sah es, und als ich mit einer zweiten Skizze auf dem letzten Vorsatzblatt begann …

…fragte er, ob er mir ein Blatt bringen solle. Ich meinte, das sei nicht nötig, es sei denn, er wolle die Zeichnung behalten. Und ob er wollte! Er holte aus einem Nachbargeschäft einen Schreibpapierbogen und brachte eine Unterlage. Als ich ihm die fertige Zeichnung aushändigte, strahlte er. Und ein Künstlerherz freute mich über sein Interesse.

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Erinnerle: die Welt heller machen

Nicht vergessen! Morgen um 12 Uhr deutsche Ortszeit jemandem zulächeln! 🙂

Avatar von Ule RolffUle Rolff

Morgen um 12 Uhr (13 Uhr Mani-Zeit)

ist es wieder so weit:  was ist gemeint?

Zur Unterstützung diese kleine Hommage an Almuth:

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Montag ist Fototermin: Schwarz? Oder vielleicht doch nicht?

Mondlose Nacht in der Mani. Dafür um so mehr Sterne. Die Dunkelheit des Gartens wird nur durch das Licht von zwei Straßenlaternen gebrochen. Und durch dieses Licht zeichnen sich Schatten an der Hauswand ab: der runde Tisch, das Glas darauf. Ich tauche meine Hand in den Schatten, die Finger fischen Schwärze aus dem Grund. An manchen Stellen ist es lichter, dort nämlich, wo der Stein der gemauerten Wand hellere Stellen aufweist oder die leicht bewegten Blätter des Aprikosenbaums das Laternenlicht durchlassen. Ob ich diese Schattenspiele wohl fotografieren kann?
Ich hole mein iphone und halte es in Richtung der Motive. Das Ergebnis: Schwarze Vierecke a la Malevich.

Ich gebe aber nicht so leicht auf, wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe. Also lade ich die Fotos auf den Computer und helle sie auf. Dafür gibt es bei fotoshop „automatische Aufhellung“.  Und siehe da! Aus dem anscheinend immer gleichen Schwarz enthüllen sich vier verschiedene Bilder. Bitte zum Vergrößern anklicken.

 

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