Prinkipissa kommt weiterhin täglich zu Besuch, um zu futtern. Sie ist rund geworden, aber immer noch sehr scheu. Anfassen lässt sie sich nicht. Doch erscheint sie zu bestimmten Zeiten an der Tür, manchmal legt sie sich auch auf die Matte und schließt die Augen. Oder sie kommt, weil wir nicht sofort zu Deiensten sind, ein paar Schritte in den Flur. Das sind ihre deutlichsten Vertrauensbeweise. Zu mehr reicht es nicht.
Ihr erinnert euch vielleicht an das Drama des Sommers, hier, und hier. Erst bekam Prinkίpissa (oder auch Pinkipέssa – Prinzessin) drei Junge. Die drei verschwanden, sie wurde erneut schwanger und brachte sechs Junge zur Welt. Eines Morgens fand ich fünf tot im Hof – ermordet. Ein Junges fand ich nicht – Paulinchen. Sie tauchte später zu meiner großen Freude wieder auf. Doch dann mussten wir nach Athen. Die Nachbarn fütterten, Mutter und Kind seien am Tag vor unserer Ankunft wohlauf gewesen, versichern sie. Aber wir sahen Paulinchen nie wieder. Immer noch habe ich eine klitzekleine Hoffnung, dass sie anderswo überlebt hat. Denn ich hatte sie sehr lieb gewonnen, hatte ihren winzigen Körper vorsichtig gestreichelt und die leichten Knochen unter dem warmen Fell gespürt.
Prinkipissa ist uns geblieben, immerhin. Ab und an kommt ein weißer Kater mit abgebissenem Ohr oder auch ein mächtig dicker Kater mit schön gemustertem Plüschfell vorbei, um ebenfalls zu fressen. Prinkipissa mag das nicht. Sie verzieht sich dann. Und wir verjagen die Herren Kater, damit sie zurückkommt.
















































