Ein Spaziergang durch die steinerne Wüste des Strandes ist Hochgenuss. Mein Auge streift über die vielfältigen Formen und Farben, manchmal bleibe ich auch stehen und nehme einen Stein in die Hand, betrachte ihn und lege ihn an seinen Platz zurück. Gern wüsste ich mehr über Mineralien, über die Geschichte dieser Steine, dieser Landschaft.
Die großen Felsen am Strand sind aus dieser Art Geröll zusammengebappt, man sieht darin die kleineren Steine, die durch Pressung oder Schmelze eine Masse wurden. Im ersten Foto der zweiten Reihe sieht man solch ein Stück in klein. Langsam lösen sich die Einzelsteine aus dieser Gesteins-Verbindung, werden zu individuellen Steinen.
Die riesigen Gesteinsbrocken der ins Meer hineingebauten Molen stammen nicht von hier. Sie wurden im Tal des Sandova-Flusses oder auch weiter oben im Gebirge abgebaut. Manche haben Sprenglöcher, mit deren Hilfe man das Gestein zu transportablen Größen auseinandersprengte. Das Foto gibt kaum ein Gefühl für die gewaltige Größe dieser Felsen.
Vielleicht hilft der Vergleich mit dem kleineren Geröll am Fuße dieses Giganten.
Manche dieser Felsen tragen Tätowierungen von Landschaften auf ihrer rauen Haut – vielleicht sind es die Landschaften, aus deren Kontext sie gerissen und hier ans Meer verfrachtet wurden, um die Küste zu schützen.
Mein heutiger Weg wurde durch die aufgehäuften Felsen der Mole unterbrochen. Kein Durchkommen für mich!

























