Im Raum: „Mit dem Geschenkkorb“ (Zeichnung, Serie „Mensch und Umwelt“)

Der linke Fuß ist wieder mit von der Partie, aber ich hatte keine Lust, seinen Anweisungen zu folgen.  Vielmehr hatte es mir das glänzende Dreieck der Tischecke angetan. Von da ließ ich meinen Blick schweifen, und er erfasste: den geflochtenen Korb mit der roten Schleife, den uns mal jemand mitsamt Inhalt mitbrachte, davor das Büchlein, das ich aus der Hand gelegt hatte, den Kaffeebecher mit den Eulen und die weiße Fläche eines Zeichenblocks, den schön gemusterten Wollteppich, das dunkelgraue Sofa mit dem karierten Tuch, auf dem Tito oft liegt, dahinter versteckt und lange nicht benutzt das Schachtischchen und ein Stuhl, und natürlich Regale, vollgestopft mit Büchern. (ZumVergrößern anklicken)

Im leichten Licht-Schatten fotografiert, hat die Zeichnung noch mehr von der tatsächlichen Atmosphäre des Raumes, finde ich. (Keine weitere Bearbeitung).

 

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Im Raum: „Mann am Schreibtisch“ (Zeichnung, Serie „Menschen und Umwelt“)

Gegen Abend habe ich noch eine Zeichnung „im Raum“ gemacht.

An heißen Sommertagen bleibe ich tagsüber meistens im Haus, wo es kühler als draußen ist. Das ist der Vorteil eines Hauses mit 50cm dicken Steinwänden. Erst am Abend gehe ich schwimmen, und danach setzen wir uns auf die Turmterrasse und genießen die Kühle, die vom Meer herauf weht.

Bevor ich hoch gehe, möchte ich auch diese Zeichnung noch posten. Euch einen schönen sommerlichen Abend!

Mann am PC, Zeichnung 2019-06-26

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Im Raum: „mit dem rechten Fuß“ (Zeichnung, Serie „Mensch und Umfeld“)

„Was dem linken Fuß recht ist, sollte dem rechten billig sein“, nörgelte mein rechter Fuß. Wo der rechte Fuß recht hat, hat er recht. Wenngleich: die Ecke, in die er zeigte, fand ich eher unattraktiv. Zu viele Steine, mein Lieber! Er aber winkte energisch: Schau! Und da sah ich den kleinen Spiegel des Schlüsselbretts, in dem sich die Sonne spiegelte und einen kleinen, aber sehr intensiven scharf begrenzten Lichtfleck im ansonsten dämmrigen Raum erzeugte.

Bildausschnitt „Flurspiegel“, Licht-Schatten-Foto 2019-06-26

Und so machte ich mich ans Werk.

Im Raum. Mit dem rechten Fuß. 2019-06-26

Bestimmte Merkmale der Komposition versuchte ich dann noch durch Bearbeitungen hervorzuheben, zB diese:

 

 

 

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Mittags beim Thiasos (Serie „Menschen und Umwelt“: zwei Skizzen und ein paar Fotos)

Thiasos (zu deutsch Schauspieltruppe, Kompanie oder Kumpanei) ist ein beliebtes Lokal im Stadtzentrum von Kalamata. Heute schnappte ich mir den äußersten Tisch, um unbeobachtet zu skizzieren. Zwei Szenen konnte ich mit dem Kuli festhalten. Zum Vergrößern bitte anklicken.

Ich machte dann noch ein paar Schnappschüsse. Die Szenerie veränderte sich ständig, was beim Zeichnen natürlich ein Problem darstellt….

 

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Siesta im Raum (Zeichnung, Serie „Mensch und Umwelt“, 2019-06-24)

Der Zeh meines linken Fußes zeigte genau in den obersten Winkel des Raums, als wollte er mich auffordern hinzuschauen. Ich sah ihm nach, sah das Licht und die Schatten, die über das Deckengebälk, die Wände und den Schreibtisch liefen und sich im Glas der offenen Fenster und un der Tür verdoppelten. „Zeichne das, wenn du kannst“, sagte mein Zeh.

Eigentlich hatte ich mich zur Siesta hingelegt, aber nun… Also angelte ich mir Block und Kuli und zeichnete, was ich da vor mir hatte, so gut ich es eben vermochte. Ich kümmerte mich nicht weiter darum, dass das Licht weiterwanderte, zeichnete es immer dort, wo ich es gerade sah. Und dann fotografierte ich die Zeichnung drinnen und draußen, normal und im Licht-Schatten desWeinlaubs. Bearbeitet habe ich die Fotos nicht.

 

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Montags ist Fototermin: Wochenüberblick mit Grillen und anderen Wesen

Christianes Lyrik-Auswahl, mit der ich sehr gern meine Woche einläute, trägt heute den verführerischen Titel „Vom Sommer und Grillen“. Selbstverständlich meint sie, meinen auch die Poeten nicht den Duft, der vom verbrannten Fleisch auf Nachbars Gartengrill in deine empfindliche Nase steigt, so dass du sie verächtlich (und ein wenig neidisch vielleicht auch) rümpfst, sondern die lieblichen Sänger, ohne die ein Sommer gar nicht denkbar ist.  Heute Nacht hatte ich einen langbeinigen lang- und feinfühlerischen γκρυλος (Grylos = Grille) auf meinem Schreibtisch zu Besuch. Vorsichtig tastete er sich an meinem Computer oder auf den verstreuten Papieren voran – genug Zeit, um ihn zwischen seinen Sprüngen, die ihn wie von Zauberhand erst zum Verschwinden und dann erneut zum Vorschein brachten, zu bewundern und abzulichten. Bitte anklicken, um die Einzelheiten dieses prächtigen Gesellen zu sehen.

In diesen sommerlichen Nächten kommen auch andere Flatterwesen zu Besuch, leider oft mit unangenehmen Folgen. So manches Nachtgetier verbrannte sich an seiner Sehnsucht nach Licht. (Die beiden Fotos oben bzw unten zeigen, so meine ich mich zu erinnern, jeweils dasselbe Tier in unterschiedlichem Umfeld und Beleuchtung)

Was mir die Gelegenheit gibt, mit einem anderen Sommergedicht zu prunken, vom Geheimrat Goethe für den Öst-Westlichen Diwan geschrieben:

Selige Sehnsucht

Sagt es niemand, nur den Weisen,
Weil die Menge gleich verhöhnet,
Das Lebend’ge will ich preisen,
Das nach Flammentod sich sehnet.

In der Liebesnächte Kühlung,
Die dich zeugte, wo du zeugtest,
Überfällt dich fremde Fühlung,
Wenn die stille Kerze leuchtet.

Nicht mehr bleibest du umfangen
In der Finsternis Beschattung,
Und dich reißet neu Verlangen
Auf zu höherer Begattung.

Keine Ferne macht dich schwierig,
Kommst geflogen und gebannt,
Und zuletzt, des Lichts begierig,
Bist du Schmetterling verbrannt.

Und so lang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und werde!
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde.

In dieser Wochenübersicht möchte ich auch erinnern an den Hund und die Menschen, die mein Tun begleiteten – beim Arbeiten am Computer (Tito sucht Schatten), beim Skizzieren am Bahnhof (der halb abgebildete Mann), beim gemeinsamen Zeichnen (Magda, Poppy, ich). Die beiden Fotos von mir  – einmal im Atelier posierend, einmal unter dem Olivenbaum zeichnend – machte Magda. Danke, Magda, für deinen liebevollen Blick!

 

 

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Gemeinsam Zeichnen 20 (Überblick, ohne Bearbeitungen)

Gestern also trafen Magda und Poppy trotz Hitze im Atelier ein, und wir zeichneten fast vier Stunden lang – teils uns gegenseitig, teils Gegenstände unserer Wahl. Ich nutzte die Gelegenheit, drei weitere Zeichnungeen zur Serie „Menschen und Umwelt“ zu machen. Magda zeichnete zwei Portraits (das eine zerstörte sie) und die Petroleumlampe. Poppy zeichnete die Ateliertür, mich, sowie Tisch und Stühle.

Meine Zeichnungen (schwarzer Fineliner):

1) Magda und Poppy zeichnen in meinem Atelier (mit Tisch, Regalen, Papieren, Leinwänden etc)

2) Poppy posiert vor dem Keller-Aufgang (mit Fernrohr und Zeichnungen)

3) Magda zeichnet die Petroleumlampe

 

Magdas Zeichnungen (Kohle):

1) Portrait von Poppy

2) Studie „Petroleumlampe“

 

Poppys Zeichnungen (Bleistift)

1) Ateliertür

2) P0rtrait

3) Tisch mit Petroleumlampe, Stuhl

Man merkt Poppys Zeichnungen an, dass sie von der Ikonenmalerei kommt, in der Perspektive unbekannt ist.  Mich stört das nicht, aber sie wollte gern Hilfe, um die Dinge „richtig“ darzustellen. Also demonstrierte ich ihr anhand des Atelierfensters, wie man mit dem Stift und gestrecktem Arm Winkel und Abstände misst und notfalls korrigiert. So entstand nebenbei eine weitere Zeichnung auf großem Zeichenkarton (Kohle).

 

 

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Froschkönig reblogged (aus Anlass der abc-etüden)

 

Als ich die diesmaligen Wörter zu den Etüden sah (Froschkönig, helfen, trüb), freundlich gespendet von viola-et-cetera, fiel mir gleich ein älterer Betrag zum Froschkönig ein. Ich verlinke ihn mit Christianes Etüden-Seite, obgleich er nicht den Etüden-Regeln entspricht. Sozusagen als Beitrag zum Thema, aber außerhalb der Reihe. Falls du, Christiane, Einwände hast, sag Bescheid, dann lösche ich den Link.

 

Das Märchen vom Froschkönig

nacherzählt, gedeutet und bebildert von gerda kazakou.

Legebild „Froschkönig“ 2016-02-14.

Da ist ein junges Mädchen, fast noch ein Kind, und spielt im Wald nahe einem Brunnen mit seiner goldenen Kugel. (Die goldene Kugel ist die Vollkommenheit des Kindes, die unangefochtene, intakte Unschuld und Jungfräulichkeit). Und wie es so spielt, rollt die Kugel in den Brunnen, „der war tief, so tief, dass man keinen Grund sah“. Es ist untröstlich, denn es kann die Kugel nicht aus eigener Kraft zurückholen. Aber da ist ein Frosch, der aus dem trüben Wasser emportaucht.
Das Mädchen sieht, wie er seinen dicken, hässlichen Kopf aus dem Wasser streckt, und spricht ihn an. Sie sagt nicht etwa:  „Lieber Frosch, kannst du mir bitte helfen?“, sondern: „Ach, du bist’s, alter Wasserpatscher?“ Sie kennt den alten Wasserpatscher durchaus, aber sie weiß noch nicht, was er von ihr will. Also verspricht sie ihm, was immer er haben will – Hauptsache, er bringt ihr die goldene Kugel zurück. Und was will er? Ihre Kleider, ihren Schmuck, ihre Krone? O nein, die kann sie gern behalten. Er will ihr zu Diensten sein, „wenn du mich liebhaben willst, und ich soll dein Geselle sein, an deinem Tisch neben dir sitzen, von deinem goldenen Teller essen, aus deinem Becher trinken, in deinem Bett schlafen“. (Die Gebrüder Grimm haben, recht biedermeierlich, an jedes der Nomen ein „–chen“ gehängt – Tellerchen, Becherchen, Bettchen – , um das Anliegen des Frosches weniger offenkundig zu machen. Trotzdem lässt sich nicht verheimlichen, was dieser hässliche Kopf und Wasserpatscher wirklich will: Beischlaf.)

Und wer jetzt wissen will, wie es weitergeht, kann bei den Gebrüder Grimm oder auch bei mir nachlesen:   Zum St. Valentinstag: Froschkönig

 

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Gemeinsam Zeichnen 20 (Vorschau)

Heute war gemeinsames Zeichnen, und wir waren so produktiv, dass ich mit dem Aufbereiten noch nicht fertig bin. Daher jetzt nur eine Kostprobe: Ich zeichne Magda, während Magda die Petroleumlampe zeichnet (bearbeitete Fassung).

 

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Dem Licht hinterherrennen (Photos, Skizze)

Heute vormittag stand der kleine Latten-Hocker wieder so nett im Licht-Schatten-Spiel des Fensters mit dem Eulengitter, dass ich erneut meinen Kaffeebecher drauf platzierte und beschloss, ihn zu zeichnen.

Doch zuerst: Photos machen! Denn ich war ja gewarnt. Das vorige Mal scheiterte ich am Tempo, mit dem sich das Licht-Schatten-Spiel veränderte und schließlich ganz verschwand.

Und dann zeichnete ich, so schnell ich konnte. Das Licht war natürlich wieder schneller. Die fertige Zeichnung legte ich auf den Hocker und fotografierte sie, um den nun erreichten Zustand zu dokumentieren.

Du möchtest vielleicht auch die Zeichnung sehen?

 

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