Och!

Bin wieder für ein paar Tage in Athen. Hier laufen alle maskiert herum, sogar auf einsamen Straßen. Hoffentlich kann ich bald wieder weg.

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Zeichnungen heute (Kugelschreiber und Kohle)

Ohne Strom gibt es keine Ausrede, keine Ablenkung. Das tägliche Bloglesen und kommentieren muss pausieren. Zuerst, noch unschlüssig im Wohnsimmer sitzend, zeichnete ich auf einigen der vielen vielen leeren Rückseiten eines kopierten Dossiers.

Dann zog ich runter ins Atelier, um mit Kohle weiterzuzeichnen.

Schließlich gingen mir die Ideen und Themen aus. Da fiel mein Blick auf einen alten schwarz-weißen Katalog von „Cheap Art“. Das ist eine Gruppe junger griechischer Künstler, die einmal jährlich „Rausschmeiß-Ausstellungen“ mit Minipreisen machen, um etwas zu verkaufen. Der Katalog zeigt die Künstler neben einem Werk oder an diesem arbeitend. Die nahm ich als Vorlage für drei kleinere Kohlezeichnungen.

Dann kam der elektrische Strom zurück. Und wenig später trafen auch die Frauen ein, mit denen ich therapeutisch arbeite. Für heute ist es genug.

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Wind und Wetter (Fotografie)

Heute goss es in Strömen und ein weicher Wind rührte das Meer auf. Der andere, der elektrische Strom setzte daraufhin aus, zehn Stunden lang brauchten die E-Worker, um unser Gebiet wieder ans Netz anzuschließen. Ich nutzte die Gelegenheit zu einem Spaziergang ans Meer, das hoch wallte und Geröll ans Ufer warf. Die Berge zeichneten sich zartgrau im Grau des Himmels ab.

Wegen des fehlenden Stroms und eines mehrstündigen Gruppentreffens habe ich die meisten eurer Einträge noch nicht gelesen. Nun werde ich noch die vielen Zeichnungen ordnen, die ich heute machte. Guten Abend allerseits!

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Vom Kohlestrich zur Kohlezeichnung (Wiederanknüpfung 2)

Um mich der Kohle anzunähern, ist es gut, ihre Struktur zu kennen. Daher als erstes ein Kohlestrich.

Genau genommen sind es zwei Striche: oben mit der Breitseite, unten mit der Spitze.

Jetzt kann ich beginnen zu spielen: architektonisch …

oder landschaftlich atmosphärisch …

vielleicht auch spielerisch kandinskyisch ….

Und natürlich kann ich auch über einer älteren verwischten Zeichnung Hütten bauen. Eine Treppe führt hinab zum Boot.

 

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Hafen-Impression in Kohle (Wiederaufnahme 1)

Ab und zu möchte ich Älteres zeigen, das ich immer noch sehr mag. Ich betrachte es und rätsele, wie ich mich damals fühlte, als ich es zeichnete, und ob ich dort nicht wieder anknüpfen kann.

Ich denke, diese Zeichnung ist um 2017 herum entstanden. Ich habe sie im Atelier, also nicht vor der Natur gezeichnet. Es ist ein inneres Bild.

Hafenimpression in Kohle

 

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Montag ist Fototermin: Rätselhaftes.

Rätselhaftes lässt sich fotografisch leicht erzeugen – indem man ungewöhnliche Ausschnitte der Realität wählt. Dann kann unser Hirn die übliche Objektergänzung nicht vornehmen (Wiedererkennen!) und wir fangen an zu rätseln. Hier zum Beispiel stellen sich fast automatisch Fragen:  Natur oder Technik oder gar Kunst?

Wir suchen in unserem Hirnkasten nach erinnerten Bildern, die diesem ähneln. War da nicht was? Vielleicht zieht eine Erinnerung herauf, und das Bild komplettiert sich ein wenig:

Aha, ja,  anscheinend eine Pflanze, doch welche? Hm, hm, hm. Nee,  da wäre ich jetzt nicht drauf gekommen:

Im wirklichen Leben können wir immer nur Stückwerk wahrnehmen. Winzige Ausschnitte aus dem Gesamt. Und versuchen, uns einen Reim drauf zu machen. Wir ergänzen Fehlendes mithilfe unserer Erinnerung, unserer Erfahrung. Jede Art von Fehlern schleicht sich da ein, jede Art von Vorurteilen, weil es an begründeten Urteilen fehlt. Gut ist es da, den Urteilsprozess nicht abzuschließen, sondern offen für Korrektur durch weitere Erfahrung zu halten. Manchmal fällt uns das „Erkennen“ ganz besonders schwer, weil der Bildausschnitt verschwommen ist, absichtlich oder nicht.

Die meisten Menschen mögen Rätsel, aber nur, wenn eine Chance besteht, dass sie die Antwort finden. Und vor allem wollen sie sicher sein, dass es eine Antwort GIBT und dass es auch JEMANDEN gibt, der diese Antwort kennt oder kennen kann. Zum Beispiel bei den großen und kleinen Welträtseln, mit denen wir uns doch ganz gern befassen: Gibt es Antworten? Und wer kennt sie? Der Kirchenmann, der Guru, der Gelehrte, der Astrophysiker, der Biologe? Der Psychologe? das inspirierte Medium? Big Brother im Hintergrund, der uns absichtlich im Dunkeln tappen lässt? Der Nachbar mit seinem Common sense? Ich selbst durch mein Bauchgefühl, meine Intuition? Der eine glaubt diesem, der andere jenem, aber ganz ohne Glauben geht es offenbar nicht.

Und was ist das nun? fragst du vielleicht. Nun, das sind Rätsel, deren Auflösung ich  vergessen habe. So gehts manchmal: Vieles möchten wir wissen, aber das, was wir als Individuen oder als Menschheit schon einmal wussten, haben wir bereits vergessen.

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Montag ist Fototermin: Die Geraden des Meeres

Eben sah ich bei Joachim Schlichting  Foto und Artikel von Geraden am Meer. Und schrieb dazu: „Gestern schaute ich auf die so gerade erscheinende Linie des Horizonts und teilte meinem Gesprächspartner meine Gedanken darüber mit: wie die Alten …. und die Kugelform …. und dass es ja eigentlich ein Kreisabschnitt … So ins Weite laufende Geraden gab es nicht zu fotografieren, wohl aber Gebäudegeraden.“

Und möchte mein gestriges Foto als Beweismittel für die Synchronizität unserer Gedanken hier zeigen:

Selbstverständlich dachte ich nicht nur an die Geraden, sondern auch daran, welch seltsamer Gedanke es doch ist, dass die Erde (das Meer) dort hinten am Horizont nicht abgeschnitten ist, sondern einfach, ohne Aufhebens davon zu machen, weiter und weiter sich öffnet. Da läuft doch tatsächlich kein Schnitt durchs Meer, keine Grenze wird sichtbar. Wie anders ist doch die Erfahrung, wenn du auf der Stelle hockst und den Horizont betrachtest, und wie anders, wenn du das Meer befährst und sich dir Küsten und Häfen öffnen und du weiter und weiter vordringst, bis du wieder an deinem Ausgangspunkt anlangst – vielleicht.

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Traumgesichte (mit Lyrifants Schnipseln)

Wo kommen sie her? wo wollen sie hin? Sie fliegen an deiner Kammer vorbei….

streifen übers stille Land….

schauen in offene Türen …

dringen durch vergitterte Fenster….

treffen manchmal in dunklen Durchgängen rosa Elefanten und traurige Frauen, die rote Schatten werfen ….

werden eins mit dem Mond.

Du aber siehst, wenn sie verflogen sind, manchmal noch die traurige Frau und den rosa Elefanten ihres Weges ziehen – bis auch sie sich auflösen und verschwinden. Nur dein Schatten bleibt.

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Kleine Beobachtungen 10 (Lichtbrechung, Schatten, Skizzen)

Auf dem leicht genoppten Papier-Tischtuch der Taverne spiele ich immer gern mit den einfachen Wasser- und Weingläsern. Herrliche Lichtmuster ergeben sich da. Und ich fragte mich: warum sind die Schatten eines durchscheinenden Glases so dunkel?

Heute fiel mir auch als merkwürdig auf, dass die Schatten unserer Lesebrillen so verschieden aussehen: Wieso wird das Licht durch meine Brillengläser hell und gelblich auf das Tischtuch geworfen, durch die meines Mannes aber kommt es gebrochen grau? Wir haben beide unsere Brillen nicht tönen lassen, sondern haben ganz gewöhnliche Gläser. Dachten wir.

Während bei meiner Brille das Glas von der Seite betrachtet grau ist, im Schattenbild aber hellgelb erscheint, ist es bei der Brille meines Mannes umgekehrt: die geschliffene Oberfläche scheint hellgelb zu sein, im Schattenbild aber ist sie grau.

Tischdecken sind nicht nur gut geeignet, um solche Schattenspiele aufzufangen, man kann auch auf ihnen zeichnen, besonders wenn man seinen Block mal wieder vergessen hat.

Solche „kleinen Beobachtungen“ mit dem Stift machen ebenfalls Spaß und vertreiben angenehm die Zeit, bis die Fischlein gebraten sind.

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Geschenkte Stunde (tägliches Zeichnen)

Sonntagmorgen-Idylle im Garten (blauer Kugelschreiber)

Eingang zum Atelier, Samstag-Nachmittag (Kohle)

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