Unsere Wohnstraße ist ruhig. Nachts schlafen die Autos am Straßenrand. Ab und an kreuzt eine Katze den Weg. Manchmal ruft das Käuzchen.
Über allem der Mond.
Unsere Wohnstraße ist ruhig. Nachts schlafen die Autos am Straßenrand. Ab und an kreuzt eine Katze den Weg. Manchmal ruft das Käuzchen.
Über allem der Mond.
Tags unterwegs: ein letztes Refugium, ein kleines Cafe an der Hautpstraße. Morgen wird es wohl nicht mehr öffnen dürfen. Neue Bestimmungen. Heute aber genoss ich dort einen doppelten Espresso. Und beobachtete die Menschen auf der Straße, alle mit diesem merkwürdigen Maulkorb im Gesicht. Im Cafe durften wir ihn absetzen.
Mein Blick ging nach draußen und drinnen …
und endete bei mir selbst.
https://laparoleaetedonneealhomme.files.wordpress.com/2020/09/unbenannt.jpg
Myriade und Sabine aka Frau Flumsel laden zur November-Runde mit zwei neuen Fotos! Als ich den Schaum sah, hörte ich sofort das Meer in meinen Ohren rauschen und sah das feine Geperle der Schaumtropfen, die sich auf dem Stand verlaufen. Die Sehnsucht nach diesem Ton, diesem Anblick ist immer wach.
Acht Uhr am Abend war es, und die Sonne beschien kraftvoll den Saum des Meeres, das immer noch unruhig, aber deutlich zahmer in seinem Bette wühlte.
Ein anderes Video, das ich zuerst machte, steht leider auf der Seite, und ich weiß nicht, wie man es drehen kann. Egal, hören kannst du das Meer, und sein perlender Schaum auf dem Sand mag dich vielleicht auch auf der Seite liegend erfreuen.
Vor fast genau zwei Jahren machte ich einen Blog-Eintrag: Besuch in der Brandzone.
Heute waren wir wieder bei unseren Verwandten in Ost-Attika zu Besuch, es gab ein leckeres Fischessen im frisch renovierten Haus. Die verbrannten Baumstämme hat mein Schwager entschält, zersägt und schön säuberlich im extra dafür gebauten Schober gestapelt. Sein Sohn, mein Künstlerneffe Wassilis hat rundum Bäumchen gepflanzt. Manche Bäume haben sich auch selbst besamt: hier eine kleine Pinie, dort ein Feigenbäumchen.
Natürlich gab es auch unerwartete Probleme: die große Hitze hatte die hohe Umfassungsmauer ausgetrocknet, und eines Tags stürzte sie in ihrer ganzen Länge ein und musste neu gemauert werden. Ein andermal versagte der Strom, und auch da stellte sich heraus, dass die unterirdischen Leitungen durch die Feuersbrunst beschädigt waren und erneuert werden mussten. Aber am Ende ging es bei unseren Verwandten doch fast aus wie bei Wilhelm Buschs Max und Moritz: „Mit der Zeit wird alles heil, nur die Pfeife hat ihr Teil“.
Mir schienen die Hausrenovierung und die zwar langsame aber gut erkennbare Wiederbelebung der Natur wie ein Symbol, das mir Hoffnung macht. Immer, nach jeder Katastrophe, findet das Leben Wege, sich zu behaupten. Und wenn der Mensch ein wenig nachhilft, kann alles wachsen und gedeihen.
Und wie ich so sinnend und schauend am noch weitgehend kahlen Abhang stand, baute ich aus herumliegenden Steinen der zerbrochenen Mauer ein Steinzeit-Gehöft.
Gern hätte ich ein paar Schafe, Hühner und einen Esel, ein oder zwei Hunde und ein paar Katzen ins Gehöft hineingesetzt. Ja, auch Menschen. Immer auch Menschen.
Mit diesen über und über bekleckerten übermütigen Tänzern möchte ich den Oktober verabschieden und den November begrüßen.
Leb wohl, Oktober 2020! Sei mir gegrüßt, November!
Was war denn im Oktober eigentlich los? Na, zum Beispiel dies:
Meine abc-Etüde kommt mal wieder auf den letzten Drücker. Die Wörter Schmutzfink, fabelhaft und mopsen, die „mutiger leben“ für Christianes abc-etüden spendete, hatten für mich einen kindlichen Klang.

„Schmutz schmatz mein Geliebter“
„Mein Schmutzfink!“ so schrieb er.
Klingt nicht schlecht, klingt fabelhaft,
klingt nach Kuss mit Rübensaft
klingt nach Äpfeln, die wir mopsten
als wir Kinder warn und hopsten
statt wie stattliche Figuren
durch die Wiesen und die Fluren
zu lustwandeln, ach du Schreck!
Komm, wir spielen heut im Dreck.
Einen herrlichen Spaziergang im Stadtwald machte ich heute mit einer Freundin. Sie ist dunkel, ich hell, sie noch jung, ich schon alt, sie Griechin, ich Deutsche. Wir umarmten uns lange, weinten auch ein bisschen zusammen. Hatten uns lange nicht gesehen und viel zu sagen. Gemeinsam wandernd kamen wir zu einer Wiese, aus deren sommerhartem mit trockenen Piniennadeln bedecktem Boden lieblich-zarte Zyklamen sprossen…
… und auch zu einer meiner Lieblingsstellen kamen wir, wo der helle Eukalyptus und die dunkle Pinie ihre Farben vereinen und harmonisch zusammenklingen.
In einem Blog las ich von der Idee, dass Menschen, die an Maskenschutz nicht glauben, aber dennoch gern auf ängstliche Mitmenschen Rücksicht nehmen und keinen Ärger machen und haben wollen, eine grüne Maske aufsetzen sollten. Treffen sich zwei grüne Masken, können sie sie auch abnehmen und sich von Angesicht zu Angesicht frei unterhalten. Denn sie wissen, der andere, die andere denkt wie ich.
(Eine sehr gute Übersicht über Wert und Unwert der Masken findet sich hier: http://www.aerzteklaerenauf.de/masken/index.php).
Mir gefiel die Idee, doch grüne Masken sind nicht im Handel. Wie aber ist es mit grünen Schals? Ich habe einen sehr schönen, das Geschenk einer lieben Freundin, und heute, als ich meinen ersten Spaziergang durch Maroussi machte, band ich ihn mir locker um den Hals. Da jetzt Maskenzwang besteht und eine Übertretung 150 E kostet, trugen die meisten Menschen, jung und alt, sogar im Stadtwald und auf leeren Straßen eine Maske im Gesicht. Ich nicht, aber sobald ich eines Maskenträgers ansichtig wurde, zog ich meinen Schal vor Mund und Nase. So gehts doch auch, dachte ich. Besonders im Winter und an stark befahrenen Straßen bedecke ich Hals, Mund und Nase sowieso gern mit einem Schal. Und wenn die Nase, wie an kalten Tagen oft, läuft, ist am langen Schal schneller ein trockenes Stück zu finden als an einer Maske.
Einen Härtetest musste ich heute nicht bestehen. Ich weiß nicht, ob die Polizei meinen Schal als Maske akzeptiert. Aber warum eigentlich nicht? Amazon hat „Gesichtsschals“ mit aufregenden Motiven im Angebot. Wieso soll ich nicht dürfen, woraus Amazon ein Geschäft macht?
Vielleicht macht der grüne Schal ja Mode. Mich würde es freuen.
Gestern sind wir durch die Peloponnes gefahren. Hellstes Licht, denn am Vortag hatte es geregnet und gestürmt. Hellblau der Himmel, die Berge in klaren Konturen, plastisch, nah. Kleine goldene Wäldchen. Ach, ich möchte anhalten, möchte herumspazieren in dieser herrlichen Natur, die frische würzige Luft einatmen! Aber das geht nicht. Auf einer Autobahn hält man nicht an.
Höchstens, wenn man von der Autobahn abbiegt, sie für eine kurze Pause verlässt, im traditionellen arkadischen Geschäft Joghurt und Brot einkauft, eine wohlschmeckende Suppe löffelt und, bevor man wieder ins Auto steigt, noch einen Blick auf eine von oben bis unten mit Wein bewachsene Hauswand wirft, das iphone zückt, ein paar Fotos macht.
Endlich eine wissenschaftlich begründete Maßnahmenentscheidung! Endlich wissen wir, warum unsere Regierungen entscheiden, wie und was sie entscheiden, und warum wir ihre Entscheidungen befolgen müssen.
Ich empfehle, diesen Beitrag zu lesen und zu bewerten!

Schattenspiele; Künstlerin Dörte Müller „Die Lage ist sehr sehr ernst.“ „Das Virus fordert“, dass wir nahezu überall Masken tragen. „Das Virus lässt nicht mit sich spaßen.“ „Unsere Gesundheitsämter sind überlastet.“ „Es ist jetzt nicht die Zeit für Sozialkontakte.“ Tja, da wird ein Virus vermenschlicht und die Verantwortung für getroffene politische Entscheidungen diesem Virus zugeschoben (oder […]
Corona: Wie Kommunikation Verantwortlichkeiten verschleiern kann — Ich lache mich gesund
wer darüberhinaus sein Wissen über den Virus ein bisschen aufbessern möchte, dem empfehle ich einen Artikel des rubikon, den rotewelt eben gepostet hat: https://www.rubikon.news/artikel/auf-hauchdunnem-eis